Rediwa

Aus Dancilla Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Schwäbische Türkei, deutsches Sprachgebiet in Ungarn, sowie in Galizien und im Egerland.

Ausgangsstellung

Paartanz im Kreis. Aufstellung zueinander. Gewöhnliche Rundtanzfassung.

1. Melodie: Walzermelodie

Takt 1-2: Walzer-Rundtanz, eine Umdrehung.

Takt 3-4: 2 Walzerschritte (außen, dann innen) in Tanzrichtung vorwärts.

Takt 5-8 und Wiederholung: Wiederholung der Takte 1 - 4.

2. Melodie: Polkamelodie

Takt 1-2: Polka-Rundtanz, eine Umdrehung.

Takt 3-4: 2 Wechselschritte (außen, dann innen) in Tanzrichtung vorwärts.

Takt 5-8 und Wiederholung:: Wiederholung der Takte 1 - 4.

Zum Tanz

Laut "Katechismus der Tanzkunst", 7. Auflage, Bernhard Klemm, Leipzig 1901 wurde der Tanz mit Walzermelodie Redowa genannt, mit Polkamelodie hieß er Redowaczka. Dies sind offensichtlich tschechische Namen, sie stammen sicher nicht aus der Schwäbischen Türkei. Es dürfte sich um den Rest eines Gesellschaftstanzes um 1900 handeln.

Karl Horak meint, dass die Rediwa in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Deutschland Mode- und Gesellschaftstanz war.

In Galizien (Neudorf bei Drohobycz) hat Josef Lanz eine sehr ähnliche Form aufgezeichet, unter dem Namen "Lawianer Schleifer". Dieser beginnt mit zwei Wechselschritten, dann folgen 2 Takte Walzer bzw. Polka. Auch die Melodie ist der hier angegebenen sehr ähnlich.

Im Egerland wurde der Tanz um die Jahrhundertwede 1900 von Josef Hofmann aufgezeichet, dort hieß er "Unsa Katz haut Junge ghatt, dra, sechsa, neuna".

In Tschechien heißt der Tanz Rejdovák oder Rejdovák a Rejdovačka und ist Bestandteil der Česká beseda.

Quelle

MP3-Datei

  • Hier ist eine MP3-Datei von Dancilla abrufbar.

CD

Noten

Videos

Bayrisches Lehrvideo

Tanzfest in Österreich

Rejdovák a Rejdovačka, tschechischer Tanz