Gstanzln: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Dancilla Wiki
Wechseln zu:Navigation, Suche
(10 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 80: Zeile 80:
 
== neu eingesandte Gstanzltexte ==
 
== neu eingesandte Gstanzltexte ==
  
weitere Gstanzltexte, größtenteils von Usern eingesandt. Diese neueren Einsendungen werden nach etwa vier Monaten in die unten stehenden Themengebiete einsortiert.
+
Weitere Gstanzltexte, größtenteils von Usern eingesandt. Diese neueren Einsendungen werden nach etwa vier Monaten in die unten stehenden Themengebiete einsortiert.
  
 
Besten Dank allen Einsendern für die folgenden Vierzeiler:
 
Besten Dank allen Einsendern für die folgenden Vierzeiler:
  
=== FF, 22. 3. 2019 ===
+
=== Pezi, 13. 12. 2019 ===
  
   °  Lustig is's Buamalebn, 's Geld hat ma d Muatter gebn,
+
   °  Im Radio hört man den Wetterbericht,
       's Mensch hab i selber ghabt gestern auf d Nacht.
+
      wanns heute net kalt wird, dann gfrierts heute nicht.
   °  Redn allweil von Sündn, de ganz gscheidn Leut,
+
  °  Die Kunst, liaba Mann, die versteht ma erst dann,
       wia kann des a Sünd sein, was an gar aso gfreit.
+
      wann ma's nimma versteht, weil sunst is's ka Kunst net.
   °  I geh jetzt zum Kramer und kauf mar an Hammer
+
  °  So a Politiker, des is a Held,
       und nagls Mensch an, dass's ma net davon kam.
+
      der redt nur vom Arbeitn, kriagt trotzdem gnua Geld.
   °  Je älter, je besser, so sagt beim Wein,
+
  °  A Bankdirektor, a Diplomat, a Fabrikant, a Advokat,
       beim Mensch, da is's anders, die kunnt jünger sein.
+
      a Architekt no dazua, Geld ham de gnua.
   °  Manchmal, da mag i di, manchmal singst schön für mi,
+
  °  In Schwechat wird grad a Flughafn baut,
       manchmal da kunnt i di außischmeißn.
+
      bis der amal fertig is, san d Kinder grau.
 +
  °  In Linz in da Vöst brennt s elektrische Licht,
 +
      damit ma des Defizit no besser sicht.
 +
 
 +
=== FF, 20. 11. 2019 ===
 +
 
 +
  °  I geh nimma eine zur Kloahäuslerdirn,
 +
      hat a Wimmerl am Nasnspitz, kunnt des ah kriagn.
 +
  °  Hollodaro, schneids ma mein Bart net o, hollodaro, schneids man net o,
 +
      hopsdodaro, hab eich ja gar nix toan, hollodaro, schneids man net o.
 +
  °  Am Brunn steht die Mitzi und lacht voller Freud,
 +
      und wascht si die Füaß durt, s wor eh höchste Zeit.
 +
  °  In Kierling steht a Wirtshaus, is a Kellnerin, hat a Filzlaus,
 +
       kemman d Schandarm, suachn s Haus aus, und alls wegn ana Laus.
 +
  °  Früahra hab i is ah net gwisst, wia da Fuchs d Henna frisst,
 +
      heut aber waß is scho, bein Schwaf packt a s an.
 +
 
 +
=== Jörg, 18. 10. 2019 ===
 +
 
 +
  °  Ka Vogl, ka Oachkatzl mecht i net sei,
 +
      da miaßt i in ganzn Tag ban Loch aus und ein.
 +
  °  Lusti is's gwen in heurign Summa,
 +
      a Nacht bei mein Dirndl geht gar so gschwind umma.
 +
   °  Es Dirndl von Liefering hats in ihrn Küberl drin,
 +
      tragts am Markt auf und ab, kaufts ihr was ab.
 +
  °  I woaß net, wias kummt, weck i's Deandl oft auf,
 +
       kriagts in a paar Monat an gschollanan Bauch.
 +
   °  A Tuttldattl von Elisabethl und Urschlarschl in an Bauch
 +
       und a Futlfadl von an Müllimald, mit Milch gurgl nach.
 +
   °  Bein Arbeitn hab i halt allweil mei Gfrett,
 +
       viel schöner als da Schef is es Dirndl in Bett.
 +
 
 +
=== Fred, 19. 9. 2019 ===
 +
 
 +
Ein paar moderne:
 +
   °  In München kriagst s Bier in da Maß, des is fein,
 +
      in Östreich, da kriagn ma jetzt nur mehr Bierlein.
 +
  °  Die Prominenz fangt jetzt mitn Golfspielen an,
 +
      weil ma den Sport ah mit Handschelln spieln kann.
 +
  °  Lehrer und Lehrerin heiratn zsamm,
 +
       damit sie halt ah a Vierzg-Stundn-Woch ham.
 +
 
 +
=== FF, 22. 8. 2019 ===
  
=== Lena, 18. 2. 2019 ===
+
  °  Beim Dirndl ihrn Brunn wachst a Moos umadum,
 +
      muaß a schlechter Platz sei, geht da Fuchs aus und ei.
 +
  °  Geh ruck nur sche zucha, mei Bett is net brat,
 +
      wannsd ma außefalln tatsd, um die Zeit war ma laad.
 +
  °  Und i hab di scho gern, aber lang derfs net sei,
 +
      grad heit über d Nacht, dann is's wieder vorbei.
 +
  °  Madl, wasst was, auf dein Hemd wachst a Gras,
 +
      ziags aus und setz ei, nacha leg ma uns drei.
 +
  °  Madl, wasst was, dei Kiderl is nass,
 +
      ziags aus und brats auf, nacha leg ma uns drauf.
  
  °  ...(Die Musi spielt und keiner singt) ...
+
== Ältere Gstanzln, nach Themen sortiert ==
      Hast du ka Gstanzl mehr drauf, dann pass auf.
 
  °  Da Fischer fischt Fischerln im Fischteich drin heut,
 
      fischt er a Fischerl, hat da Fischer a Freud.
 
  
=== Lisi, 21. 1. 2019 ===
+
=== Tanzgstanzln von Frauen ===
  
  °  Da Hans und die Gredl san kreizbrave Leut,
+
Roswitha schrieb am 22. 11. 2012:
      er is a weng narrisch und sie is net gscheid.
 
  °  Wannsd du sagst, dass i bled bin, da trink i mein Bier,
 
      weu so bled wia du wer i sicher gar nia.
 
  °  Hintn im Tal hams an Teifl derschlagn,
 
      da Hansl, der Lausbua hats Fleisch davontragn.
 
  °  A Ruam is ka Apfel, a Zwetschkn ka Birn,
 
      is's Mäul allweil offn, is in Kopf net viel Hirn.
 
  °  Ja sing nur so weida und sing von an Hirn,
 
      hast ja selber a Hirn grad so dick wiar a Zwirn.
 
  °  I hab halt a Hirn, a liabs und a klans,
 
      schaut ma di a so an, da findt ma gar kans.
 
  °  Hab a Glasaug und O-Fiass, bin zaundürr wia a Hund,
 
      hab an Bugl, an Kropf, aber sunst bin i gsund.
 
  °  Manchmal, da mag i di, manchmal singst schen für mi,
 
      manchmal da kunnt i di ausseschmeißn.
 
  °  Im Tal hats an Nebel, am Berg, da is's klar,
 
      was d Leut allweil ratschn, is allas net wahr.
 
  
=== FF, 19. 12. 2018 ===
+
Hallo! Es gibt einige Tanzgstanzln von Frauen. Gibt es noch mehr?
  
   °  Jetzt hat ana gsunga, der gherat umbrunga,
+
   °  Das steirische Tanzn und's Gatterschliefn,
       vagift und daschossn und nacher ausglacht.
+
       das hab i mein Büabl erst lerna müaßn.
   °  Mei Liaba, dei Reim, der hat si net greimg,
+
   °  Mei Schatz is a Jager, a Lump, a vadrahter
       du brauchatst an Tischler, das a'n Reim amal leimt.
+
       geht aus mit da Büx, aber hoam bringt a nix.
   °  Du hast jetzt guat gsunga , und richtig, und schön,
+
   °  Hinta da Schupfntür hängt a Trumm Ochsengschirr,
       du solltast in d Oper als Häuslfrau gehn.
+
       Spann ma zwa Lausbuam ei, gfuhrwerkt muaß sei.
   °  Geh sing net so schiach, und sing net so laut,
+
   °  Drei Berg und drei Tal und drei Buam auf amal,
       mi tuats ja nur wundern, dassd di herkumma hast traut.
+
       zum Bussln, zum Foppn, zum Heiratn amal.
   °  Des was du da gsunga hast, war ja net fein,
+
   °  Wenn a Frau si recht schön macht, dann nur wegn an Mann,
       i mecht scho fast sagn, des war hundsgemein.
+
       weil da Mann besser sehgn - als denkn kann.
  
=== FF, 23. 11. 2018 ===
+
=== Einleitung ===
  
  °  Die nettastn Dirndl san allweil ei klan,
+
   °  Da Franz von da Ebn, der spielt euch heut auf,
      ja weil sa sie beim Bussln schön zuwewuzln tan.
+
       und lustige Gstanzln, die sing i euch drauf.
  °  Hansl spann ein und a Zwanga ghört dein,
+
   °  Ja lustige Gstanzln, a Musi voll Schneid,
      fahrn ma auf Weean zu da schwarzaugatn Dean.
+
       fest aufgspielt und gsunga i s guat für die Leut.
  °  A karierte Joppn und an Gamsbart am Huat
+
   °  Mei liaba Musikant mit da schiefn Nasn,
      und a schwarzaugats Deandl is fürs Herzklopfn guat.
+
       du derfst bei mein Gsangl hint nachiblasn.
  °  Mei Herzerl is fleißig und allweil schlagts mit,
+
   °  Lachts net so viel, sunst lach i no mit,
      kann lachn, kann wana, aber treu sein kanns nit.
+
       wann i amal lach, geht des Singa halt nit.
  °  A Schneeberl hats gschniebn vur mein Deandl sein Haus
+
   °  Des Gstanzldichtn, des is mei Passion.
      und jetzt siacht ma die Fuaßstapfn nein und hinaus.
+
       I sag: reim di oder i friß di, dann reimt sa si schon.
  °  A Schneeberl hats gschniebm, alle Berg san schneeweiß
+
   °  I bin da lang Franz und mi kennt d ganze Welt,
      und jetzt liab i scho wieda a Deandl, a neus.
+
       hab d Hosn voll Taschn, aber nirgends a Geld.
 
+
   °  San unsa vier Brüada, aber i bin da längst,
== ältere Gstanzln, nach Themen sortiert ==
+
       san alle vier sauba, aber i bin da schönst.
 
+
   °  Meine Stiefln san aus Fuchsleda, weil i allaweil so ummanandapläda,
=== Tanzgstanzln von Frauen ===
+
       meine Stiefln san fuchsrot, weil i hamgeh so spat.
 
+
   °  Mei Huat und mei Gwand san aus Fuchsleda gmacht,
Roswitha schrieb am 22. 11. 2012:
+
       die schlafn bein Tag und die saufn bei da Nacht.
 
+
   °  Durt druntn bein Zaun, da sitzn zwa Füchs,
Hallo! Es gibt einige Tanzgstanzln von Frauen. Gibt es noch mehr?
+
       da oa hat a Henn in Mäul, da oa der hat nix.
 
+
   °  Mei Quetschn kann i brauchn, so a Quetschn is guat,
  °  Das steirische Tanzn und's Gatterschliefn,
+
       weil ma si beim Singa dran anhalten tuat.
      das hab i mein Büabl erst lerna müaßn.
+
   °  Und wann i kan Bart net hätt, des war net guat,
  °  Mei Schatz is a Jager, a Lump, a vadrahter
+
       weils Bussln min Bart gar so guat schmeckn tuat.
      geht aus mit da Büx, aber hoam bringt a nix.
+
   °  Gstanzln kann i gnua, zählt hab i s nia,
  °  Hinta da Schupfntür hängt a Trumm Ochsengschirr,
+
       an vierspännign Laterwag brauchat ma schier.
      Spann ma zwa Lausbuam ei, gfuhrwerkt muaß sei.
+
   °  A neugs Liadl singat i allweil so gern,
  °  Drei Berg und drei Tal und drei Buam auf amal,
+
       aber d Leut wolln halt immer des alte no hörn.
      zum Bussln, zum Foppn, zum Heiratn amal.
+
   °  Die Vierzeiler, Gstanzln, die hört jeder gern,
  °  Wenn a Frau si recht schön macht, dann nur wegn an Mann,
+
       drum passt's jetzt guat auf, meine Damen und Herrn.
      weil da Mann besser sehgn - als denkn kann.
+
   °  Es gfreit si die Wirtin, es gfrein si die Gäst,
 
+
       dass's heut da beim Stammtisch so lustig is gwest.
=== Einleitung ===
+
   °  Buama, singts Gstanzln, tuats net langweilig sein,
 
+
       wanns a Zeit singts, fallt euch selber was ein.
   °  Da Franz von da Ebn, der spielt euch heut auf,
+
   °  Beim Stammtisch da Wirt, der is intressiert,
       und lustige Gstanzln, die sing i euch drauf.
+
       dass ma singt, dass ma trinkt, dass ma s Geld zu eam bringt.
   °  Ja lustige Gstanzln, a Musi voll Schneid,
+
   °  Wer hat die schön Gstanzln gmacht? Bauernbuam bei der Nacht
       fest aufgspielt und gsunga i s guat für die Leut.
+
       Bauernbuam bei der Nacht, die hams aufbracht.
   °  Mei liaba Musikant mit da schiefn Nasn,
+
   °  I sing euch heut Gstanzln, s' is allas ganz wahr,
       du derfst bei mein Gsangl hint nachiblasn.
+
       und wann was net wahr war, is's erlogn sogar.
   °  Lachts net so viel, sunst lach i no mit,
+
   °  Hurchts zua, liabe Leutln, geht’s, machts ma die Freud,
       wann i amal lach, geht des Singa halt nit.
+
       die ... und den ..., die feiern ma heut.
   °  Des Gstanzldichtn, des is mei Passion.
+
   °  Drum sing ma euch Gstanzln, s’is allas ganz wahr,
       I sag: reim di oder i friß di, dann reimt sa si schon.
+
       und wann was net wahr war, is’s erfundn sogar.
   °  I bin da lang Franz und mi kennt d ganze Welt,
+
   °  Wer woaß denn a Gstanzl, wem fallt denn was ein?
       hab d Hosn voll Taschn, aber nirgends a Geld.
+
       Es braucht ja net wahr, aber lustig muaß 's sein.
   °  San unsa vier Brüada, aber i bin da längst,
+
   °  Weil d steirischn Gstanzln die Grilln so vertreibm,
       san alle vier sauba, aber i bin da schönst.
+
       drum wolln ma den Wert von die Gstanzln beschreibm.
   °  Meine Stiefln san aus Fuchsleda, weil i allaweil so ummanandapläda,
+
   °  I bin heut herkumma mitn Schifferklavier,
       meine Stiefln san fuchsrot, weil i hamgeh so spat.
+
       i sing eich heit Gstanzln und trink sehr viel Bier.
   °  Mei Huat und mei Gwand san aus Fuchsleda gmacht,
+
   °  Griaß eich Gott, liabe Leit, im neichn Joahr,
       die schlafn bein Tag und die saufn bei da Nacht.
+
       und wem`s nu net aufgfålln is, dös ålte is goar
   °  Durt druntn bein Zaun, da sitzn zwa Füchs,
+
   °  Jeda wülls bessa måcha im neichn Joahr,
       da oa hat a Henn in Mäul, da oa der hat nix.
+
       åwa nåch oana Wocha is ålles, wias woar
   °  Mei Quetschn kann i brauchn, so a Quetschn is guat,
+
   °  Ja Leit, habt's es g'merkt, jetzt is's Liedl glei aus,
       weil ma si beim Singa dran anhalten tuat.
+
       i hoff, ihr geihts trotzdem no lang niat nach Haus.
   °  Und wann i kan Bart net hätt, des war net guat,
+
   °  Drum hörn ma jetzt auf, die Gstanzln san gar.
       weils Bussln min Bart gar so guat schmeckn tuat.
+
       Mir wünschn alls Guate für d’ nächstn 50 Jahr.
   °  Gstanzln kann i gnua, zählt hab i s nia,
+
 
       an vierspännign Laterwag brauchat ma schier.
+
=== Alte Zeiten ===
   °  A neugs Liadl singat i allweil so gern,
+
 
       aber d Leut wolln halt immer des alte no hörn.
+
  °  Für an langweiligen Knecht is a Hoamdiandl recht,
   °  Die Vierzeiler, Gstanzln, die hört jeder gern,
+
      do a lustiga Bua geht an Almdiandl zua.
       drum passt's jetzt guat auf, meine Damen und Herrn.
+
  °  Die Sennerin auf der Alm, die kocht sich a Muas,
   °  Es gfreit si die Wirtin, es gfrein si die Gäst,
+
      und hat sie kein Löffl, dann rührts mit dem Fuaß.
       dass's heut da beim Stammtisch so lustig is gwest.
+
  °  Beim Diandl auf der Alm gibts alleweil an Spaß,
   °  Buama, singts Gstanzln, tuats net langweilig sein,
+
      wenn der Vata im Tal is, und d' Muatta nix woaß.
       wanns a Zeit singts, fallt euch selber was ein.
+
  °  D'Sennerin is grantig, an was werd dös liegn?
   °  Beim Stammtisch da Wirt, der is intressiert,
+
      De is heit beim Aufstehn in an Kuahdreck einigstiegn.
       dass ma singt, dass ma trinkt, dass ma s Geld zu eam bringt.
+
  °  Auf der Alm drobn muaßt schlafn, Bua, dös is a Sach !
   °  Wer hat die schön Gstanzln gmacht? Bauernbuam bei der Nacht
+
      Derfst rumpln und pumpln, werd koa Bauer nit wach.
       Bauernbuam bei der Nacht, die hams aufbracht.
+
  °  Ja auf der Alm, da is a Lebn grad wia im Himmi obn,
   °  I sing euch heut Gstanzln, s' is allas ganz wahr,
+
      und 's Beichtn und Predigtgehn wird aufs nächst Jahr verschobn !
       und wann was net wahr war, is's erlogn sogar.
+
  °  Wenn mei herzliaba Bua laut jodelt in der Fruah,
   °  Hurchts zua, liabe Leutln, geht’s, machts ma die Freud,
+
      dann gfreut sich unser Herrgott und juchazt dazua.
       die ... und den ..., die feiern ma heut.
+
  °  Wanns koa Almhütterl gab und koa stoanas Wandl
   °  Drum sing ma euch Gstanzln, s’is allas ganz wahr,
+
      wo hätt denn da Wildschütz sei Unterstandl?
       und wann was net wahr war, is’s erfundn sogar.
+
  °  In Summer is lustig, geht alls da Höh zua,
   °  Wer woaß denn a Gstanzl, wem fallt denn was ein?
+
      bleibt beim Bodn ka Vogerl und ka lustiga Bua.
       Es braucht ja net wahr, aber lustig muaß 's sein.
+
  °  Nur aufi, nur aufi der hohen Alm zua,
   °  Weil d steirischn Gstanzln die Grilln so vertreibm,
+
      wer si net aufi traut, is ka lustiga Bua.
       drum wolln ma den Wert von die Gstanzln beschreibm.
+
  °  Die Sennrin auf da Alm, die hat sechsadreißg Küah,
   °  I bin heut herkumma mitn Schifferklavier,
+
      aber net so viel Butter wia Dreck auf die Knia.
       i sing eich heit Gstanzln und trink sehr viel Bier.
+
  °  Wo i gestern bin gwesn, geh i heit neama hin,
   °  Griaß eich Gott, liabe Leit, im neichn Joahr,
+
      tan Rosnkranz betn in da Rauchkuchl drin.
       und wem`s nu net aufgfålln is, dös ålte is goar
+
  °  ischl is a stadl, wean is a stod (Stadt)
   °  Jeda wülls bessa måcha im neichn Joahr,
+
      in ischl iß i s bratl und in wean in solot. (Salat)
       åwa nåch oana Wocha is ålles, wias woar
 
   °  Ja Leit, habt's es g'merkt, jetzt is's Liedl glei aus,
 
       i hoff, ihr geihts trotzdem no lang niat nach Haus.
 
   °  Drum hörn ma jetzt auf, die Gstanzln san gar.
 
       Mir wünschn alls Guate für d’ nächstn 50 Jahr.
 
  
=== Alte Zeiten ===
+
=== Historisches ===
  
   °  Für an langweiligen Knecht is a Hoamdiandl recht,
+
   °  Zwischen England und Frankreich, da is a groß's Meer
       do a lustiga Bua geht an Almdiandl zua.
+
       und da schwimmet da Churchill auf an Karpfn daher.
   °  Die Sennerin auf der Alm, die kocht sich a Muas,
+
Gehört vom Vater Franz Fuchs. Die Soldaten haben es im Krieg gesungen.
       und hat sie kein Löffl, dann rührts mit dem Fuaß.
+
   °  Mir habn jetzt a Hauptstadt, Sankt Pölten hats gschafft,
   °  Beim Diandl auf der Alm gibts alleweil an Spaß,
+
       durt essns es Gulasch und uns bleibt da Saft.
       wenn der Vata im Tal is, und d' Muatta nix woaß.
+
   °  Da Vranitzky hat an Vogl, da Mock hat an Krah,
   °  D'Sennerin is grantig, an was werd dös liegn?
+
       de miaß ma guat fiadan, sunst fliagns uns davon.
       De is heit beim Aufstehn in an Kuahdreck einigstiegn.
+
   °  Des Feuer is rot und der Rauch, der is schwarz,
   °  Auf der Alm drobn muaßt schlafn, Bua, dös is a Sach !
+
       jetzt gibts in da Höll druntn ah in Proporz.
       Derfst rumpln und pumpln, werd koa Bauer nit wach.
+
   °  Zwentndorf, Greifnstein, was wird es nächste sein?
   °  Ja auf der Alm, da is a Lebn grad wia im Himmi obn,
+
       Bald werdns uns es Hirn ah zuabetoniern.
       und 's Beichtn und Predigtgehn wird aufs nächst Jahr verschobn !
+
Die obigen Gstanzln stammten offensichtlich aus dem Jahr 1987.
   °  Wenn mei herzliaba Bua laut jodelt in der Fruah,
+
   °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
       dann gfreut sich unser Herrgott und juchazt dazua.
+
       es gschicht eam scho recht, warum sticht er so schlecht.
   °  Wanns koa Almhütterl gab und koa stoanas Wandl
+
   °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
       wo hätt denn da Wildschütz sei Unterstandl?
+
       mit der Nadel samt'n Öhr, samt'n Zwirn und der Scher.
  °  In Summer is lustig, geht alls da Höh zua,
+
   °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
      bleibt beim Bodn ka Vogerl und ka lustiga Bua.
+
       allen sei es a Lehr, er lebt nimmermehr.
   °  Nur aufi, nur aufi der hohen Alm zua,
+
   °  Und Leutln hurchts auf, der Wind hört schon auf,
       wer si net aufi traut, is ka lustiga Bua.
+
       gang er allerweil so furt, war ka Schneider mehr durt.  
  °  Die Sennrin auf da Alm, die hat sechsadreißg Küah,
+
Der Schneidergeselle Janos Libenyi verübte am 18. 2. 1853 mit seinem Dolch ein Attentat auf den Kaiser Franz Josef, das missglückte. Er wurde zum Tode verurteilt und durch den Strang hingerichtet, allerdings nicht auf der Simmeringer Haide, wie heute noch erzählt wird, sondern bei der Spinnerin am Kreuz.
      aber net so viel Butter wia Dreck auf die Knia.
+
   °  Da Siccardsburg und Van Der Nüll, die können beide viel zu viel,
   °  Wo i gestern bin gwesn, geh i heit neama hin,
+
       Romanik, Gotik, Renaissance, des is den beiden alles ans.
       tan Rosnkranz betn in da Rauchkuchl drin.
+
Die beiden bauten als Architekten unter anderem die Hofoper in Wien, heute Staatsoper. Der Baustil (im Stil der Frührenaissance) gefiel weder dem Kaiser noch den Wienern. Van der Nüll verzweifelte an der Kritik und erhängte sich am 4. April 1868. Sein Partner Siccardsburg starb knapp 10 Wochen später. Das damals auf die beiden gesungene Spottgstanzl hat sich erhalten.
  °  ischl is a stadl, wean is a stod (Stadt)
+
 
      in ischl iß i s bratl und in wean in solot. (Salat)
+
=== Modern ===
  
=== Historisches ===
+
  °  Gehts Leutln, hurchts zu, wenn ihr net mehr bet’s,
 
+
      dann kummts in die Höll, oder ihr kriagts Aids.
   °  Zwischen England und Frankreich, da is a groß's Meer
+
   °  Wann oana was werdn und was sein will im Lebm,  
       und da schwimmet da Churchill auf an Karpfn daher.
+
       dann braucht er a Handy, sunst steht er danebm.
Gehört vom Vater Franz Fuchs. Die Soldaten haben es im Krieg gesungen.
+
   °  A Handy, des is halt a praktische Sach,
   °  Mir habn jetzt a Hauptstadt, Sankt Pölten hats gschafft,
+
       da ziagt ma beim Redn koa Schnur nimmer nach.
       durt essns es Gulasch und uns bleibt da Saft.
+
   °  Ma tragt 's Handy sichtbar, dass jeder glei sagt,
   °  Da Vranitzky hat an Vogl, da Mock hat an Krah,
+
       der Neid kunnt an fressn, der Typ, der is gfragt.
       de miaß ma guat fiadan, sunst fliagns uns davon.
+
   °  Der Schnee, den du gerne in Flocken siehst,
   °  Des Feuer is rot und der Rauch, der is schwarz,
+
       mir unt in meine Socken fließt
       jetzt gibts in da Höll druntn ah in Proporz.
+
   °  Mein Auto gar lang schon im Garten steht,
   °  Zwentndorf, Greifnstein, was wird es nächste sein?
+
       Weil es halt gar nicht zum Starten geht.
       Bald werdns uns es Hirn ah zuabetoniern.
+
   °  Da Lipp und da Lenz ham a oanduttats Mensch
Die obigen Gstanzln stammten offensichtlich aus dem Jahr 1987.
+
      und da Lipp hats net gwisst, dass's Mensch oanduttat is
   °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
+
  °  Da Lipp und da Lenz ham a dreiduttats Mensch
       es gschicht eam scho recht, warum sticht er so schlecht.
+
       und da Lipp hats ned gwisst, dass's genmanipuliert is
   °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
+
   °  Da Lipp und da Lenz ham a zwoaduttats Mensch
       mit der Nadel samt'n Öhr, samt'n Zwirn und der Scher.
+
       und da gfreun sa si gwiss, dass's Mensch zwoaduttat is
   °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
+
   °  Wos hod 4 Fiass und Zähnt so vü
       allen sei es a Lehr, er lebt nimmermehr.
+
       des muas woi sei a Krokodü
   °  Und Leutln hurchts auf, der Wind hört schon auf,
+
   °  Und wos hod 90 Fiass und 2 Zähnt im Mund
       gang er allerweil so furt, war ka Schneider mehr durt.
+
      Ba da Prozession da Kameradschaftsbund
Der Schneidergeselle Janos Libenyi verübte am 18. 2. 1853 mit seinem Dolch ein Attentat auf den Kaiser Franz Josef, das missglückte. Er wurde zum Tode verurteilt und durch den Strang hingerichtet, allerdings nicht auf der Simmeringer Haide, wie heute noch erzählt wird, sondern bei der Spinnerin am Kreuz.
+
  °  Es is alleweil a Schand in diesm Land
   °  Da Siccardsburg und Van Der Nüll, die können beide viel zu viel,
+
      Denn sie lügen, unsere Politiker, die rüden.
       Romanik, Gotik, Renaissance, des is den beiden alles ans.
+
  °  Es is alleweil a Schand in diesem Land
Die beiden bauten als Architekten unter anderem die Hofoper in Wien, heute Staatsoper. Der Baustil (im Stil der Frührenaissance) gefiel weder dem Kaiser noch den Wienern. Van der Nüll verzweifelte an der Kritik und erhängte sich am 4. April 1868. Sein Partner Siccardsburg starb knapp 10 Wochen später. Das damals auf die beiden gesungene Spottgstanzl hat sich erhalten.
+
       Denn wir wolln studiern und net alleweil nur pariern
 +
  °  Genie auf de Ski san wir, und wie
 +
      Kriegn alle Madln und damit: Servus de Wadln
 +
  °  Genie auf de Ski san wir, und wie
 +
      Kriegn alle Buam und ham a poar verlurn
 +
   °  Da Golf is jetzt tiafaglegt, da Subwoofer bumpert,
 +
       aber sonst is a Golf a ganz schenes Glumpert.
 +
  °  An Scheibtruchnfahrer hams znagst arretiert,
 +
      wegnan Schnellfahrn hams eam glei zwölf Stundn eingspirrt.
 +
  °  Im Gras sitzt a Grüll, der singt was er wüll,
 +
      auf oan mal is's stüll - Tschernobül!
 +
  °  An Automobui bleibt an Automobui,
 +
      ma kauns drah wia mas wui bleibt an Automobui!
  
=== Modern ===
+
=== Jahreszeiten ===
  
   °  Gehts Leutln, hurchts zu, wenn ihr net mehr bet’s,
+
   °  Im Advent sing i wieder die schön Weihnachtslieder,
       dann kummts in die Höll, oder ihr kriagts Aids.
+
       nur z'Weihnachten net, da werdns ma scho z'bled.
   °  Wann oana was werdn und was sein will im Lebm,  
+
   °  Des Christkind streit allawäu min Weihnachtsmann,
       dann braucht er a Handy, sunst steht er danebm.
+
       wer uns den greßeren Kitsch bringen kann.
   °  A Handy, des is halt a praktische Sach,
+
   °  Weihnacht is schön, wäu die Keks schmeckn guat,
       da ziagt ma beim Redn koa Schnur nimmer nach.
+
       und ah, wäu ma herschenkt, was ma nia brauchn tuat.  
   °  Ma tragt 's Handy sichtbar, dass jeder glei sagt,
+
   °  Im Winter ist's kalt und im Sommer ist's warm
       der Neid kunnt an fressn, der Typ, der is gfragt.
+
       und wenn man kein Schatz hat, dann ist man recht arm.
   °  Der Schnee, den du gerne in Flocken siehst,
+
   °  Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
      mir unt in meine Socken fließt
+
      da heirat mein Schatzerl, und ich hab an Dreck
   °  Mein Auto gar lang schon im Garten steht,
+
 
       Weil es halt gar nicht zum Starten geht.
+
=== Bergerl ===
   °  Da Lipp und da Lenz ham a oanduttats Mensch
+
 
       und da Lipp hats net gwisst, dass's Mensch oanduttat is
+
   °  Da drobn am Bergerl, da drunten am See,
   °  Da Lipp und da Lenz ham a dreiduttats Mensch
+
       da schwimmt der Herr Pfarrer mit'm Oarsch in da Höh.
       und da Lipp hats ned gwisst, dass's genmanipuliert is
+
   °  Da drobn am Bergerl, da steht a Soldat
   °  Da Lipp und da Lenz ham a zwoaduttats Mensch
+
       und traut si net oba, weil er die Hos'n voi hot.
       und da gfreun sa si gwiss, dass's Mensch zwoaduttat is
+
   °  Zwischen Salzburg und Ischl, da ist a Tunne,
   °  Wos hod 4 Fiass und Zähnt so vü
+
       foat ma eine wird's finsta, foat ma außa, wird's hö.
       des muas woi sei a Krokodü
+
   °  Da drobn am Bergerl, da steht a Klosett,
   °  Und wos hod 90 Fiass und 2 Zähnt im Mund
+
       da tanz'n die Würschtln am Brettl Ballett.
       Ba da Prozession da Kameradschaftsbund
+
   °  Do ob'n aufn bergerl, do geht da schnee weg.
   °  Es is alleweil a Schand in diesm Land
+
      Do heirat mei diandl und i hob an dreck.
       Denn sie lügen, unsere Politiker, die rüden.
+
  °  Do obn aufn bergal do is a fuhr hei.
   °  Es is alleweil a Schand in diesem Land
+
       Do laufn zwoa eini und aussa kemman drei.
       Denn wir wolln studiern und net alleweil nur pariern
+
  °  Do oben aufn bergal do steht a maschin.
   °  Genie auf de Ski san wir, und wie
+
      Do werdn den weibern de busen obgschnittn.
       Kriegn alle Madln und damit: Servus de Wadln
+
   °  Da droben am Bergerl, man kann es kaum sehn,
   °  Genie auf de Ski san wir, und wie
+
       da packt grod a Feldmaus an Gamsbock im Stehn.
       Kriegn alle Buam und ham a poar verlurn
+
   °  Da drobm aufm Bergerl, da steht ein Gerüst,
   °  Da Golf is jetzt tiafaglegt, da Subwoofer bumpert,
+
       da werdn die Weiber elektrisch geküsst.
       aber sonst is a Golf a ganz schenes Glumpert.
+
   °  Jo drobm aufm Bergerl, do steht a kloans Haus,
   °  An Scheibtruchnfahrer hams znagst arretiert,
+
       do schaugn drei Weiber zum Fenster heraus:
       wegnan Schnellfahrn hams eam glei zwölf Stundn eingspirrt.
+
   °  Die oane isch glotzat, die andre hot Leis`,
   °  Im Gras sitzt a Grüll, der singt was er wüll,
+
       die dritte hot Gelbsucht und werd neama weiss!
       auf oan mal is's stüll - Tschernobül!
+
   °  Do drobm aufm Bergerl, do steht a Kapelln
   °  An Automobui bleibt an Automobui,
+
       do geand drei Lehra Easchtepfe stöhn
       ma kauns drah wia mas wui bleibt an Automobui!
+
   °  Da Easchte kricht eiche, da Zwoate kriacht noch
 +
       da Dritte kimb aussa mitn Easchtepfesock.
 +
   °  Do drob’n auf’m Bergl, do steht a Kapelln
 +
       do läutet der Mesner mit der eigenen Schelln.  
 +
   °  Da oben auf dem Berge, da geht ein Weg links,
 +
       da sitzen zwei Gauner, pfui Teufel, da stinkt's.
 +
  °  Dort oben auf dem Berge, da steht ein Karton,
 +
      da machen die Zwerge aus Sch ... Bonbon.
 +
   °  Da unten im Tale, da ist ein Tunnel,
 +
       wenn man reinkommt, ist's dunkel, wenn man rauskommt, ist's hell.
  
=== Jahreszeiten ===
+
=== Hochzeit ===
  
   °  Im Advent sing i wieder die schön Weihnachtslieder,
+
   °  Wannsd no amal heiratst, dann heirat a Kuah,
       nur z'Weihnachten net, da werdns ma scho z'bled.
+
       beim Tag gibts a Milch, in da Nacht gibts a Ruah.  
   °  Des Christkind streit allawäu min Weihnachtsmann,
+
   °  Aba oana is a Noarr und zwoa san a Poar,
       wer uns den greßeren Kitsch bringen kann.
+
       und drei san zu vül, wann ma heiratn will.
   °  Weihnacht is schön, wäu die Keks schmeckn guat,
+
   °  Jetzt hab i di gheirat, was hab i davon,
       und ah, wäu ma herschenkt, was ma nia brauchn tuat.  
+
       a Stubn voller Kinder und an lumpign Mann.
   °  Im Winter ist's kalt und im Sommer ist's warm
+
  °  Seit i verheirat bin und bin a Mann,
       und wenn man kein Schatz hat, dann ist man recht arm.
+
      hiatzt schaut mi ka saubernes Diandl mehr an.
   °  Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
+
   °  Mittn auf da Straß bleibt a Hochzeitauto stehn
       da heirat mein Schatzerl, und ich hab an Dreck
+
       da steigt die Braut aus, weils halt Wischerln muass gehn.
 +
   °  Zur Gsundheit vum Bräutigam, zur Gsundheit vo da Braut
 +
      und zur Gsundheit von der Brautjungfrau, weils goar so liab schaut.
 +
  °  Da Franzi håt gheirat, då samma recht froh
 +
       iaz hoff ma nu weida, daß er s`Kindermåcha recht kånn.
 +
  °  Aber s’Dindl hot gheirat in Weanawald nei,
 +
      an buglatn Schneider, der bringt’n net nei.
  
=== Bergerl ===
+
=== Ehe ===
  
   °  Da drobn am Bergerl, da drunten am See,
+
   °  Hiaz hob i schon gheirat, hiaz  hob i scho olls,
       da schwimmt der Herr Pfarrer mit'm Oarsch in da Höh.
+
       a Stubn vulla Kinda unds Kreuz aufn Hols.
   °  Da drobn am Bergerl, da steht a Soldat
+
   °  Erst wünscht er sich ein lieb, trautes Heim,
       und traut si net oba, weil er die Hos'n voi hot.
+
       vom Wirtshaus, da traut er sich heute net heim.
   °  Zwischen Salzburg und Ischl, da ist a Tunne,
+
   °  O mei, bist du dick worn grad wia da wampad Gust.
       foat ma eine wird's finsta, foat ma außa, wird's hö.  
+
       Do kann i dei Weib versteh, dass dera nix mehr glust’.
   °  Da drobn am Bergerl, da steht a Klosett,
+
   °  Die Frauen san Engerln, is a Flügerl abbrochn,
       da tanz'n die Würschtln am Brettl Ballett.
+
       dann fliagns immer weiter auf an Besn und lachn.
   °  Do ob'n aufn bergerl, do geht da schnee weg.
+
   °  Die Resi und der Sepp, des san gar sparsame Leut
       Do heirat mei diandl und i hob an dreck.
+
       die stopfen se d'Seckln mit Erdöpflhäut
   °  Do obn aufn bergal do is a fuhr hei.
+
   °  Und i tu, was i will, und i tu, was i mag,
       Do laufn zwoa eini und aussa kemman drei.
+
       das einzige ist, dass i mei Alte erst frag!
   °  Do oben aufn bergal do steht a maschin.
+
   °  Mei Frau de hoast Frida, wonn is ogreif, is zwida,
      Do werdn den weibern de busen obgschnittn.
+
       wonn is net ogreif a, mit da Frida is schwa.
  °  Da droben am Bergerl, man kann es kaum sehn,
+
   °  Mei Alte hoaßt Frieda, wann is anschau, schauts zwieda,
       da packt grod a Feldmaus an Gamsbock im Stehn.
+
       wann i s angreif, dann schreits, mit da Frieda is's a Kreiz.  
   °  Da drobm aufm Bergerl, da steht ein Gerüst,
+
   °  Zur silbernen Hochzeit wird d' Sau abgstochn
       da werdn die Weiber elektrisch geküsst.
+
       da sagt er zu ihr: Was kann d' Sau denn dafür?
   °  Jo drobm aufm Bergerl, do steht a kloans Haus,
+
   °  Und i und da Franzl, mia hom uns so gern,
       do schaugn drei Weiber zum Fenster heraus:
+
       i iss die Zwetschkn und er isst de Kean.
   °  Die oane isch glotzat, die andre hot Leis`,
+
 
       die dritte hot Gelbsucht und werd neama weiss!
+
=== Familie ===
  °  Do drobm aufm Bergerl, do steht a Kapelln
+
 
      do geand drei Lehra Easchtepfe stöhn
+
   °  Furt in da Früah, ham auf d'Nacht, so hats mei Vata gmacht,
   °  Da Easchte kricht eiche, da Zwoate kriacht noch
+
       furt auf d'Nacht, ham in da Früah, so machens mir.
       da Dritte kimb aussa mitn Easchtepfesock.
+
   °  Mei Vata, der faulenzt, mei Muatta pflegt Ruah,
   °  Do drob’n auf’m Bergl, do steht a Kapelln
+
       mei Bruada reißt's Mäul auf und i schau ea zua.
       do läutet der Mesner mit der eigenen Schelln.  
+
   °  Die Zeiserln habn Kröpferln, da singens damit.
   °  Da oben auf dem Berge, da geht ein Weg links,
+
       Mei Muatta hat an Kropf, aber singa kanns nit.
       da sitzen zwei Gauner, pfui Teufel, da stinkt's.
+
   °  Mei Vater hat's Haus verkauft und in Hof ah,
   °  Dort oben auf dem Berge, da steht ein Karton,
+
       jetzt gehts übern Goaßbock her, Hallelujah.
       da machen die Zwerge aus Sch ... Bonbon.
+
   °  Mein Vater tut gar nichts, die Mutter schaut zu,
   °  Da unten im Tale, da ist ein Tunnel,
+
       mein Bruder reißt's Maul auf, und ich pfleg die Ruh.
       wenn man reinkommt, ist's dunkel, wenn man rauskommt, ist's hell.
+
   °  Mein' Schwester spielt Geige, mein Bruder Klarinett,
 
+
       mein Vater schlägt mich, das gibt ein Quartett.
=== Hochzeit ===
+
   °  Dei Vota is deppat und du bist sei Bua,
 
+
       er redt nix und sogt nix aber du horchst erm zua!
   °  Wannsd no amal heiratst, dann heirat a Kuah,
+
   °  Mei Vota, der hot mi ums Brot obi gschickt,
       beim Tag gibts a Milch, in da Nacht gibts a Ruah.  
+
       i hobs foisch vostandn, hob d´ Nochbarin g....  
   °  Aba oana is a Noarr und zwoa san a Poar,
+
   °  Mei Bruder is Beamter, do geht es nie rund,
       und drei san zu vül, wann ma heiratn will.
+
       der arbeitet wenig, der is en faul Hund.
   °  Jetzt hab i di gheirat, was hab i davon,
+
   °  Mei Schwester is blond, die hot auch ein Stich
       a Stubn voller Kinder und an lumpign Mann.
+
       die sucht keine Arbeit, die geht auf den Strich.  
   °  Seit i verheirat bin und bin a Mann,
+
   °  Hab' g'heirat, hab' g'haust, hab' a Weib wia a Faust,
       hiatzt schaut mi ka saubernes Diandl mehr an.
+
       hab' a Kind in der Wiagn wia a Zwitbuschenbirn.
   °  Mittn auf da Straß bleibt a Hochzeitauto stehn
+
   °  jo a Schippl oide Weiwa, Herr vazeih' ma die Sünd,
       da steigt die Braut aus, weils halt Wischerln muass gehn.
+
       obn zuabindn, unten auzindn und zuaschaun, wia's brinnt.
   °  Zur Gsundheit vum Bräutigam, zur Gsundheit vo da Braut
+
   °  Furt in da Friah, hoam aufd Nocht, so hods mei Voda gmocht!
       und zur Gsundheit von der Brautjungfrau, weils goar so liab schaut.
+
       Furt aufd Nocht, hoam a da Friah, so mochans mia!
   °  Da Franzi håt gheirat, då samma recht froh
+
  °  Da Vota hot gsogt i sois Heu owa haun,
       iaz hoff ma nu weida, daß er s`Kindermåcha recht kånn.
+
      habs foisch vastondn hobs Keiwe daschlogn.
   °  Aber s’Dindl hot gheirat in Weanawald nei,
 
       an buglatn Schneider, der bringt’n net nei.
 
  
=== Ehe ===
+
=== Mein Vater ===
  
   °  Hiaz hob i schon gheirat, hiaz  hob i scho olls,
+
   °  Mei Voda hat gsagt, i solls Küahfuada holn,
       a Stubn vulla Kinda unds Kreuz aufn Hols.
+
       hab n unrecht verstandn, hab eams Briaftaschl zogn.
   °  Erst wünscht er sich ein lieb, trautes Heim,
+
   °  Mei Voda hat gsagt, i soll s Heu aufa tragn,
       vom Wirtshaus, da traut er sich heute net heim.
+
       hab n unrecht verstandn, hab Käubl derschlagn.
   °  O mei, bist du dick worn grad wia da wampad Gust.
+
   °  Mei Voda hat gsagt, i soll d Ross eispannan,
       Do kann i dei Weib versteh, dass dera nix mehr glust’.
+
       hab n unrecht verstandn, bin schlafn gangan,
   °  Die Frauen san Engerln, is a Flügerl abbrochn,
+
   °  Mei Voda hat s Haus verkaft und die Kuah ah,
       dann fliagns immer weiter auf an Besn und lachn.
+
       jetzt gehts übern Gasbock her, halleluja.
   °  Die Resi und der Sepp, des san gar sparsame Leut
+
   °  Mein Vadern sei Häusl, des ghört amal mei,
       die stopfen se d'Seckln mit Erdöpflhäut
+
       hat rundumadum Löcher, geht da Wind aus und ei.
   °  Und i tu, was i will, und i tu, was i mag,
+
   °  Mei Vader hat Ochsn, hat Ochsn grad an,
       das einzige ist, dass i mei Alte erst frag!
+
       wann i net daham bin, dann hat er gar kann.
   °  Mei Frau de hoast Frida, wonn is ogreif, is zwida,
+
   °  Geh, dalkater Vata, geh schimpf net auf d Letzt,
       wonn is net ogreif a, mit da Frida is schwa.
+
       gangst selber zum Dirndl, wanns d Muatta net hättst.
   °  Mei Alte hoaßt Frieda, wann is anschau, schauts zwieda,
+
   °  Mei Vater is Sänger und Sänger bin i,
       wann i s angreif, dann schreits, mit da Frieda is's a Kreiz.  
+
       Mei Vater singt Opern und Liadln sing i.
   °  Zur silbernen Hochzeit wird d' Sau abgstochn
+
   °  Mei Vater is Lehrer und Lehrer bin i,
       da sagt er zu ihr: Was kann d' Sau denn dafür?
+
       er hobelt und leimt und die Moidln nagl i.
   °  Und i und da Franzl, mia hom uns so gern,
+
   °  Mei Vater is Bauer und Bauer bin i,
       i iss die Zwetschkn und er isst de Kean.
+
       mei Vater batu G'müs an und an Bockmist bau i.
 
+
   °  Mei Vater, der is bei da Sittenpolizie,
=== Familie ===
+
       wenn der meine Moidln kriagt, sperrt er sie ei.
 
+
   °  Mei Vater is Metzger und Metzger bin i,
   °  Furt in da Früah, ham auf d'Nacht, so hats mei Vata gmacht,
+
       mei Vater sticht d'Sei an und d' Moidln stech i.
       furt auf d'Nacht, ham in da Früah, so machens mir.
+
   °  Mei Vater is Jacher un Jacher bin i,
   °  Mei Vata, der faulenzt, mei Muatta pflegt Ruah,
+
       mei Vater jagt d'Hirschln und d'Moidln jag i.
       mei Bruada reißt's Mäul auf und i schau ea zua.
+
   °  Mei Vater is Nachtwächter, soa a Glück für mi,
   °  Die Zeiserln habn Kröpferln, da singens damit.
+
       denn wenn mei Vater oarwat, dann oarwa a i.
       Mei Muatta hat an Kropf, aber singa kanns nit.
+
   °  Mei Vater is Flieger und Flieger bin i,
   °  Mei Vater hat's Haus verkauft und in Hof ah,
+
      er fliegt über die Wolken, auf d'Moidln flieg i.
       jetzt gehts übern Goaßbock her, Hallelujah.
+
   °  Mei Vater, da haut soa a grauße Fabrik,
   °  Mein Vater tut gar nichts, die Mutter schaut zu,
+
       i ho meine Moidln, ja des is a Glück.
      mein Bruder reißt's Maul auf, und ich pfleg die Ruh.
+
   °  Mei Vater, der oarwat in an sägewerk
   °  Mein' Schwester spielt Geige, mein Bruder Klarinett,
+
       und zu mir sagt mei Modl: "Mei haust du an kloin Zwerg."
       mein Vater schlägt mich, das gibt ein Quartett.
+
   °  Mei Vater, der is oft a rechter Hanswurscht,
   °  Dei Vota is deppat und du bist sei Bua,
+
       und i sitz im Wirtshaus und hob an mords Durscht.
       er redt nix und sogt nix aber du horchst erm zua!
+
   °  Mei Vater, der klettert und klettern tou i.
   °  Mei Vota, der hot mi ums Brot obi gschickt,
+
       Er klettert im Gebirg rum und af d'Moidln kletter i.
       i hobs foisch vostandn, hob d´ Nochbarin g....  
+
   °  Mei Vater is Büchs'nmacher und des selbe bin i,
   °  Mei Bruder is Beamter, do geht es nie rund,
+
       mei Vater macht G'wehrln und d'Bixn mach i.
       der arbeitet wenig, der is en faul Hund.
+
   °  Mei Vater is Bäcker und Bäcker bin i.
   °  Mei Schwester is blond, die hot auch ein Stich
+
       Mei Vater backt Semmeln und d'Moidln pack i.
       die sucht keine Arbeit, die geht auf den Strich.  
+
   °  Mei Vater spielt Zitzer und zittern tou i,
   °  Hab' g'heirat, hab' g'haust, hab' a Weib wia a Faust,
+
       wenn i auf d'Nacht hoim kumm und ma Alte sieh.
       hab' a Kind in der Wiagn wia a Zwitbuschenbirn.
+
   °  Mei Vater is Schnitzer und Schnitzer bi i,
   °  jo a Schippl oide Weiwa, Herr vazeih' ma die Sünd,
+
       er schnitzt schöne Manndln und d'Weibla schnitz i.
       obn zuabindn, unten auzindn und zuaschaun, wia's brinnt.
+
   °  Mei Vater is Angler und Angler bin i,
   °  Furt in da Friah, hoam aufd Nocht, so hods mei Voda gmocht!
+
       mei Vater angelt Fischl und dÄMoidln angel i.
       Furt aufd Nocht, hoam a da Friah, so mochans mia!
+
   °  Mei Vater hot Henna, ja des is a Pracht,
   °  Da Vota hot gsogt i sois Heu owa haun,
+
       i hab meine Moidln, hob's immer so g'macht.
       habs foisch vastondn hobs Keiwe daschlogn.
+
   °  Mei Vater deckt Dächer und Dächer deck i,
 
+
       und i deck a die Moidln, ja dau legst di hi.
=== Mein Vater ===
+
   °  Mei Vater is Winzer und Winzer bin i,
 
+
       er steigt afm Berg rum, auf d'Moidln steig i.
   °  Mei Voda hat gsagt, i solls Küahfuada holn,
+
   °  Mei Vater, der spielt afm Schifferklavier,
       hab n unrecht verstandn, hab eams Briaftaschl zogn.
+
       i spiel mit die Moidln af d'Nacht bis um vier.
   °  Mei Voda hat gsagt, i soll s Heu aufa tragn,
+
   °  Mein Vater, den ziegt's zu da Feierwehr hi,
       hab n unrecht verstandn, hab Käubl derschlagn.
+
       dau spritzt er mitn Schlauch um, wos glabst daan, mach i?
   °  Mei Voda hat gsagt, i soll d Ross eispannan,
+
   °  Mei Vater fegt Schornstein und Schornstein feg i
       hab n unrecht verstandn, bin schlafn gangan,
+
       und i feg a d'Moidln knapp ober die Knie.
   °  Mei Voda hat s Haus verkaft und die Kuah ah,
+
   °  Mei Vater is Maler und Maler bin i,
       jetzt gehts übern Gasbock her, halleluja.
+
       er malt lauter Viecher, schöne Moidln mal i.
   °  Mein Vadern sei Häusl, des ghört amal mei,
+
   °  Mei Vater is Pfoarra und Pfoarra bin i,
       hat rundumadum Löcher, geht da Wind aus und ei.
+
       er treibt's mit die Boum und mit wem treib's nachat i?
   °  Mei Vader hat Ochsn, hat Ochsn grad an,
+
   °  Mei Vaer is Schaffner und Schaffner bin i,
       wann i net daham bin, dann hat er gar kann.
+
       er zwickt die Billettln und die Moidln zwick i.
   °  Geh, dalkater Vata, geh schimpf net auf d Letzt,
+
   °  Mei Vater spielt Flötn, da des mach i nie,
       gangst selber zum Dirndl, wanns d Muatta net hättst.
+
       weil an meine Flötn lass i d'Moidln no hi.
   °  Mei Vater is Sänger und Sänger bin i,
+
   °  Mei Vater hot an Zeiger und an Zeiger ho i.
       Mei Vater singt Opern und Liadln sing i.
+
       er zeigt'n seiner Alt'n und die Moidln zeig'n i.
   °  Mei Vater is Lehrer und Lehrer bin i,
+
   °  Mei Vater is beim Bauhof, dau steckt er oft in an Loch,
       er hobelt und leimt und die Moidln nagl i.
+
       i steck in mein Moidl, wos will i denn noch.
   °  Mei Vater is Bauer und Bauer bin i,
+
   °  Mein Vatern sei Alte, die haut grauße Händ,
       mei Vater batu G'müs an und an Bockmist bau i.
+
       und mir kosten d'Moidln no mei letztes Hemd.
   °  Mei Vater, der is bei da Sittenpolizie,
+
   °  Mei Vater, der haut sua a alte Matratz'n,
       wenn der meine Moidln kriagt, sperrt er sie ei.
+
       wenn der auf ihr pimert, dann plärrn glei die Ratz'n.
  °  Mei Vater is Metzger und Metzger bin i,
+
   °  Ihr lieben Leit, i bin meim Vater sei Bou,
      mei Vater sticht d'Sei an und d' Moidln stech i.
+
       i hab mei Matratzl scho g'pimpert grod gnou.
   °  Mei Vater is Jacher un Jacher bin i,
+
   °  Mei Vater is Baumeister und Baumeister bin i,
       mei Vater jagt d'Hirschln und d'Moidln jag i.
+
       mei Vater baut Heiser, Luftschlösser bau i.
   °  Mei Vater is Nachtwächter, soa a Glück für mi,
+
  °  Mei Vateri ind i, mir san rechte Charmeur,
       denn wenn mei Vater oarwat, dann oarwa a i.
+
      doch wenn's um a Moidl geiht, schaut er in d' Röhr.
   °  Mei Vater is Flieger und Flieger bin i,
+
   °  Mei Vater is Schouster und Schouster bin i,
       er fliegt über die Wolken, auf d'Moidln flieg i.
+
       mei Vater leimt d'Sohln an und d'Moidln leim i.
   °  Mei Vater, da haut soa a grauße Fabrik,
+
   °  Mei Vater is Gendarm und Gendarm bi i,
       i ho meine Moidln, ja des is a Glück.
+
       er jagt die Verbrecher und d'Moidln jag i.
   °  Mei Vater, der oarwat in an sägewerk
+
   °  Mei Vater und i machen 'S Nikolausi,
       und zu mir sagt mei Modl: "Mei haust du an kloin Zwerg."
+
       dau braucht ar a Zipfelmütz, owar a andre wie i.
   °  Mei Vater, der is oft a rechter Hanswurscht,
+
   °  Mei Vater, der steiht oft vorm Altersheim rum,
       und i sitz im Wirtshaus und hob an mords Durscht.
+
       weil dau wohnt sa Moidl, ja schrum didel dum.
   °  Mei Vater, der klettert und klettern tou i.
+
   °  Mei Vater is rentner, da des wir i nie,
       Er klettert im Gebirg rum und af d'Moidln kletter i.
+
       bevor i so alt bin, mach'n d'Moidln mi hi.
   °  Mei Vater is Büchs'nmacher und des selbe bin i,
+
   °  Mei Vota is Metzga und Metzga bin i
       mei Vater macht G'wehrln und d'Bixn mach i.
+
       mei Vota sticht dSauna und dWeiba stich i.
   °  Mei Vater is Bäcker und Bäcker bin i.
+
   °  Mei Vota is Tischla und Tischla bin i
       Mei Vater backt Semmeln und d'Moidln pack i.
+
       mei Vota hobelt dBretta und dWeiba hoblt i.
   °  Mei Vater spielt Zitzer und zittern tou i,
+
   °  Mei Vota is Dochdecka und Dochdecka bin i
       wenn i auf d'Nacht hoim kumm und ma Alte sieh.
+
       mei Vota deckt dHeisa und dWeiba deck i.
   °  Mei Vater is Schnitzer und Schnitzer bi i,
+
  °  mei vodda is schuasta, und schuasta bin i,
       er schnitzt schöne Manndln und d'Weibla schnitz i.
+
       mei vodda noglt di schuach und die weiwa nogl i!
   °  Mei Vater is Angler und Angler bin i,
+
  °  mei vodda is maura, und maura bin i,
       mei Vater angelt Fischl und dÄMoidln angel i.
+
       mei vodda schiabt die scheibtruchn und die weiwa schiab i
   °  Mei Vater hot Henna, ja des is a Pracht,
+
   °  Mei Vadder ist Fuhrmann, er steht sehr früh auf,
       i hab meine Moidln, hob's immer so g'macht.
+
       doch ich bleib gern liege weil i abends so sauf.
  °  Mei Vater deckt Dächer und Dächer deck i,
+
   °  Mein Vater ist Schreiner und Schreiner bin ich,
       und i deck a die Moidln, ja dau legst di hi.
+
      mein Vater macht die Wiege, was’ neikommt, mach’ ich.
  °  Mei Vater is Winzer und Winzer bin i,
+
   °  Da Vota is Tischler und Tischler bin i,
       er steigt afm Berg rum, auf d'Moidln steig i.
+
       da Vota mocht d´Wiagn und wos eini keart i.
   °  Mei Vater, der spielt afm Schifferklavier,
+
 
       i spiel mit die Moidln af d'Nacht bis um vier.
+
=== Schwiegermutter ===
   °  Mein Vater, den ziegt's zu da Feierwehr hi,
+
 
      dau spritzt er mitn Schlauch um, wos glabst daan, mach i?
+
   °  Mei Schwiegermuada, des Schinderluada, kebbelt allweil mit mir,
   °  Mei Vater fegt Schornstein und Schornstein feg i
+
       Hätts Radln, wars a Autobus, kunnt i ummafahrn mit ihr.
       und i feg a d'Moidln knapp ober die Knie.
+
   °  Mei Schwiegamuatta, die hams jetzt bei da Zeitung angagiert,
   °  Mei Vater is Maler und Maler bin i,
+
       weil sie am Montag scho woaß, was am Freitag passiert.
       er malt lauter Viecher, schöne Moidln mal i.
+
   °  Mei Schwiegamuatta und a Papagei ham die gleiche Natur,
   °  Mei Vater is Pfoarra und Pfoarra bin i,
+
       wanns an Schnabel amal auftoan, bringans n eh neama zua.
       er treibt's mit die Boum und mit wem treib's nachat i?
+
   °  I hab mei Schwiegamuatta zwegn ihrn Meckern mal unter d Schof einitoan,
   °  Mei Vaer is Schaffner und Schaffner bin i,
+
       des ham d Schof net ausghaltn, de san auf und davon.
       er zwickt die Billettln und die Moidln zwick i.
+
   °  Mei Schwiegamuatta, de halt de Antn, mei Schwiegamuatta, de halt de Kia,
   °  Mei Vater spielt Flötn, da des mach i nie,
+
       mei Schwiegamuatta, de halt alls, grad ihr Goschn halts nia.
       weil an meine Flötn lass i d'Moidln no hi.
+
   °  Mei Schwiegamuatta is wia a Bumerang, de wirst anfach net luck,
   °  Mei Vater hot an Zeiger und an Zeiger ho i.
+
       de kannst hinschleudern, wosd magst, de kummt glei wieder zruck.
       er zeigt'n seiner Alt'n und die Moidln zeig'n i.
+
   °  I wollt mei Schwiegamuatta recyclen, Bua, des wor a Gfrett,
   °  Mei Vater is beim Bauhof, dau steckt er oft in an Loch,
+
       s ganze Alteisn hams gnumme, aber solchane Beißzangan net.
       i steck in mein Moidl, wos will i denn noch.
+
   °  Dass mei Schwiegamuatta net in Himmi kimmt, Leutln, des waß i schon,
   °  Mein Vatern sei Alte, die haut grauße Händ,
+
       weil a Drachn net höcher als wia hundert Meter steign kann.
       und mir kosten d'Moidln no mei letztes Hemd.
+
   °  Drei Schwiegermütter gingen badn in an See bei Berchtesgadn,
   °  Mei Vater, der haut sua a alte Matratz'n,
+
       zwa davon san glei ersoffn, von da drittn wolln mas hoffn.
       wenn der auf ihr pimert, dann plärrn glei die Ratz'n.
+
   °  Zwa Burgermaster, drei Gendarm, fünf Polizistn und a Kua
   °  Ihr lieben Leit, i bin meim Vater sei Bou,
+
       und a Schwiegamuatta, ja jetzt man i, des san Rindviecher gnua.
       i hab mei Matratzl scho g'pimpert grod gnou.
+
 
   °  Mei Vater is Baumeister und Baumeister bin i,
+
=== Berufe ===
       mei Vater baut Heiser, Luftschlösser bau i.
+
 
   °  Mei Vateri ind i, mir san rechte Charmeur,
+
   °  Da Fischer fischt Fischerln im Fischteich drin heut,
       doch wenn's um a Moidl geiht, schaut er in d' Röhr.
+
       fischt er a Fischerl, hat da Fischer a Freud.
   °  Mei Vater is Schouster und Schouster bin i,
+
   °  Wann i zum Zahnarzt geh, tuat ma ka Zahn mehr weh,
       mei Vater leimt d'Sohln an und d'Moidln leim i.
+
       nur wann i wegga geh, tuat a ma weh.
   °  Mei Vater is Gendarm und Gendarm bi i,
+
   °  Auf und auf waschlnass und die Schuach voller Sand.
       er jagt die Verbrecher und d'Moidln jag i.
+
       bringt die Kellnarin ka Bier her, zerreiß ma ihr s Gwand.
   °  Mei Vater und i machen 'S Nikolausi,
+
   °  A Schwalbn macht kan Summer, a Maurer ka Haus,
       dau braucht ar a Zipfelmütz, owar a andre wie i.
+
       wegn an Dirndl trauern, des zahlt si net aus.
   °  Mei Vater, der steiht oft vorm Altersheim rum,
+
   °  Mei Bruader is Schweizer, der arbeit gar fein,
       weil dau wohnt sa Moidl, ja schrum didel dum.
+
       er macht in an Kas allweil - d Löcher hinein.
   °  Mei Vater is rentner, da des wir i nie,
+
   °  Lustig san d Maurergsölln, wanns in Papp aufschnölln,
       bevor i so alt bin, mach'n d'Moidln mi hi.
+
       wann a drobn pickn bleibt, - dann hams a Freid.
   °  Mei Vota is Metzga und Metzga bin i
+
   °  Da Fiaker, der sitzt aufn Bock, wia ma woaß,
       mei Vota sticht dSauna und dWeiba stich i.
+
       nur da Schneider, der sitzt allerweil - auf da Goaß.
   °  Mei Vota is Tischla und Tischla bin i
+
   °  Da Wirt und da Pfarrer san mir d liabstn Leut,
       mei Vota hobelt dBretta und dWeiba hoblt i.
+
       da wird ma vom Durscht und von d Sündn befreit.
   °  Mei Vota is Dochdecka und Dochdecka bin i
+
   °  Da Schmied haut am Amboss, da Fuaßballer am Balln,
       mei Vota deckt dHeisa und dWeiba deck i.
+
       mei Weib haut am Putz, und i - i derf s zahln.
   °  mei vodda is schuasta, und schuasta bin i,
+
   °  Die Handwerker jammern, dass ka Arbeit mehr gibt,
       mei vodda noglt di schuach und die weiwa nogl i!
+
       aber lebn tuans recht guat, vom Defizit.
   °  mei vodda is maura, und maura bin i,
+
   °  Znaxt war uns a Maurer bei da Arbeit dafrorn,
       mei vodda schiabt die scheibtruchn und die weiwa schiab i
+
       ham man in d Sunn einiglant, is a do wieda worn.
   °  Mei Vadder ist Fuhrmann, er steht sehr früh auf,
+
   °  Znaxt hat si a Maurer in d Sunn einigsitzt,
       doch ich bleib gern liege weil i abends so sauf.
+
       dass d Leut amal sehgn, dass a a amal schwitzt.
   °  Mein Vater ist Schreiner und Schreiner bin ich,
+
   °  Die Maurer tan Vurmittag auffipatzen,
       mein Vater macht die Wiege, was’ neikommt, mach’ ich.
+
       am Nachmittag kummans dann, awikratzen.
   °  Da Vota is Tischler und Tischler bin i,
+
   °  Wann d Sunn owigeht, gehn die Zimmerleut ham,
       da Vota mocht d´Wiagn und wos eini keart i.
+
       die patschaten Maurer bleibm steckn im Lahm.
 
+
   °  Wann die Zeit amol war, wann die Zeit amol kam,
=== Schwiegermutter ===
+
       dass a Bauer den andern bei dö Ohrwascheln nahm.
 
+
   °  Der Bäcker backt Brot, der Müller tuat mahln,
   °  Mei Schwiegermuada, des Schinderluada, kebbelt allweil mit mir,
+
       der Finanzminister macht Schuldn und mir kennans zahln.
       Hätts Radln, wars a Autobus, kunnt i ummafahrn mit ihr.
+
   °  Der Hauer presst d Weinbeer, so lang er was gspürt,
   °  Mei Schwiegamuatta, die hams jetzt bei da Zeitung angagiert,
+
       die selbe Method hat's Finanzamt eingführt.
       weil sie am Montag scho woaß, was am Freitag passiert.
+
   °  In da Schul fragt da Lehrer: Was willst denn du werdn?
   °  Mei Schwiegamuatta und a Papagei ham die gleiche Natur,
+
      I lern auf an Rentner, net tuans mi mehr störn.
       wanns an Schnabel amal auftoan, bringans n eh neama zua.
+
   °  Studenten san jung, könnan lesn und schreibn
   °  I hab mei Schwiegamuatta zwegn ihrn Meckern mal unter d Schof einitoan,
+
       und miassn si d'Zeit mit n Lernen vatreiben.
      des ham d Schof net ausghaltn, de san auf und davon.
+
   °  A Ix und a Zet und Studentn san nett
   °  Mei Schwiegamuatta, de halt de Antn, mei Schwiegamuatta, de halt de Kia,
+
       und a Zet und a Ix, aber lerna tans nix.
       mei Schwiegamuatta, de halt alls, grad ihr Goschn halts nia.
+
   °  S gibt allerhand Maschinen, zum Mahn und zur Saat,
   °  Mei Schwiegamuatta is wia a Bumerang, de wirst anfach net luck,
+
       jetzt brauchat ma ane, die d Steuern zahln tat.
       de kannst hinschleudern, wosd magst, de kummt glei wieder zruck.
+
   °  Wallfahrn bin i ganga seit gestern in da Fruah,
   °  I wollt mei Schwiegamuatta recyclen, Bua, des wor a Gfrett,
+
       hab d Kirchn net gfundn, aber Wirtshäuser gnua.
       s ganze Alteisn hams gnumme, aber solchane Beißzangan net.
+
   °  Der Keller und s Presshaus san s schönste Quartier,
   °  Dass mei Schwiegamuatta net in Himmi kimmt, Leutln, des waß i schon,
+
       da gfreit mi s Dahambleibm oft bis in da Früah.
       weil a Drachn net höcher als wia hundert Meter steign kann.
+
   °  Beim Wirtn an da Eckn gibts Ochsn grad gnua,
   °  Drei Schwiegermütter gingen badn in an See bei Berchtesgadn,
+
       die an, die werdn bratn, die andern schaun zua.
       zwa davon san glei ersoffn, von da drittn wolln mas hoffn.
+
   °  Hinta da Wirtshaustür hängt an alts Ochsngschirr,
   °  Zwa Burgermaster, drei Gendarm, fünf Polizistn und a Kua
+
      spann ma die Wirtin ein, fahr ma um an Wein.
       und a Schwiegamuatta, ja jetzt man i, des san Rindviecher gnua.
+
   °  In Wirtn hat tramt, in Keller brennt da Wein,
 
+
       jetzt rennt der Narr abe und schütt Wasser drein.
=== Berufe ===
+
   °  Da Wirt huckt im Keller, tuat Wasser pumpen,
 
+
       die Wirtin schreit abe, tan no fünf Viertln fehln.
   °  Wann i zum Zahnarzt geh, tuat ma ka Zahn mehr weh,
+
   °  Da Wirt und da Pfarrer san mir d'liabstn Leut,
      nur wann i wegga geh, tuat a ma weh.
+
       da wird ma vom Durscht und von d'Sündn befreit.
   °  Auf und auf waschlnass und die Schuach voller Sand.
+
   °  Da Schmid hat an Amboss, da Fuaßballer an Balln,
       bringt die Kellnarin ka Bier her, zerreiß ma ihr s Gwand.
+
       Mei Frau hat an Putz, und i derf des zahln.
   °  A Schwalbn macht kan Summer, a Maurer ka Haus,
+
  °  Aber lusti is's gwesn in vurign Winta,
       wegn an Dirndl trauern, des zahlt si net aus.
+
      habn zwa Mentscha graft um an Besnbinda.
   °  Mei Bruader is Schweizer, der arbeit gar fein,
+
   °  Da Fiaka sitzt auf sein Bock, wia ma waaß,
       er macht in an Kas allweil - d Löcher hinein.
+
       nur da Schneider, der sitzt allerweil auf da Gaß.
   °  Lustig san d Maurergsölln, wanns in Papp aufschnölln,
+
   °  Ja z’erst schick i an Bürgermeister und an Pfarrer an schö’na Gruaß,
       wann a drobn pickn bleibt, - dann hams a Freid.
+
       weil i hoff, das i dann Heut Abend mei Zech, net selber Zahl’n muaß.
   °  Da Fiaker, der sitzt aufn Bock, wia ma woaß,
+
   °  Und mit’n Pfarrer sing i heut net, ja i hoff dass er des versteht
       nur da Schneider, der sitzt allerweil - auf da Goaß.
+
       zum Halleluja singa liabe Geistlichkeit, hob i Heut koa Zeit.
   °  Da Wirt und da Pfarrer san mir d liabstn Leut,
+
   °  Und weil i ka Bauer bin, wird ma ka Kuah net hin,
       da wird ma vom Durscht und von d Sündn befreit.
+
       scheißt ma ka Katz ins Korn, kriag i kan Zorn.
   °  Da Schmied haut am Amboss, da Fuaßballer am Balln,
+
   °  An Jät und an Schnitt brauch i mei Diandl nit,
       mei Weib haut am Putz, und i - i derf s zahln.
+
       aber zum Erdäpfelgrabn muaß is a Diandl wohl habn.
   °  Die Handwerker jammern, dass ka Arbeit mehr gibt,
+
   °  I woiß net, i hab mit der Arbeit ka Freid,
       aber lebn tuans recht guat, vom Defizit.
+
       denn grad mit der Arbeit versaut ma die Zeit
   °  Znaxt war uns a Maurer bei da Arbeit dafrorn,
+
   °  Grad heut hab i halt mit da Arbeit ka Freud,
       ham man in d Sunn einiglant, is a do wieda worn.
+
       und i man, des is morgn grad so als wia heut.
   °  Znaxt hat si a Maurer in d Sunn einigsitzt,
+
   °  Der Bäcker macht Wecken und der Sattler de Schnalln,
       dass d Leut amal sehgn, dass a a amal schwitzt.
+
       Der Burgermaster macht Schulden, und mir kennans zahln.
   °  Die Maurer tan Vurmittag auffipatzen,
+
   °  Der Bäcker tuat bocha, a Mülla tuat moin,
       am Nachmittag kummans dann, awikratzen.
+
       und d Gemeinde mocht Schuidn und mia miassns zoin.
   °  Wann d Sunn owigeht, gehn die Zimmerleut ham,
+
   °  iats wa scho glei a Maura ba da Arbeit dafroan.
       die patschaten Maurer bleibm steckn im Lahm.
+
       Homsn in´d Sunn dauniglegt, is a e wieda woan.
   °  Wann die Zeit amol war, wann die Zeit amol kam,
+
   °  Wonn d´Sunn owi geht, gehn Zimmaleit hoam.
       dass a Bauer den andern bei dö Ohrwascheln nahm.
+
       Nur de potschatn Maura bleibn stecka im Loam.
   °  Der Bäcker backt Brot, der Müller tuat mahln,
+
   °  Was macht denn a Jager alloani im Wald,
       der Finanzminister macht Schuldn und mir kennans zahln.
+
       ja was wird er denn machn, auf a Wildsau passt a halt.
   °  Der Hauer presst d Weinbeer, so lang er was gspürt,
+
   °  Es Wildsau-Fleisch schmeckt guat, dass es höcha nimmer geht,
       die selbe Method hat's Finanzamt eingführt.
+
       es is nur so bled, so a Sau derwischt ma net.
   °  In da Schul fragt da Lehrer: Was willst denn du werdn?
+
   °  Die Jäger sind Heger, sind Wild- und Waldpfleger,
       I lern auf an Rentner, net tuans mi mehr störn.
+
       die Sprach is scho fein, dieses Jägerlatein.
   °  Studenten san jung, könnan lesn und schreibn
+
   °  Wanns amoi apper wiad, das mi koa Jaga gschpiart,
       und miassn si d'Zeit mit n Lernen vatreiben.
+
       geh i aussi in Wald und schiaß, dass ois knoit.
   °  A Ix und a Zet und Studentn san nett
+
   °  Warum halt an Jager es Kirchgehn net gfreit,
       und a Zet und a Ix, aber lerna tans nix.
+
       fürn Jeep is's zu eng, für die Füaß is' zu weit.
   °  S gibt allerhand Maschinen, zum Mahn und zur Saat,
+
   °  Dort drobn auf da Höh, steht a Gams und a Reh.
       jetzt brauchat ma ane, die d Steuern zahln tat.
+
       Und da Jaga dabei, leckts mi am Oarsch olle drei.
   °  Wallfahrn bin i ganga seit gestern in da Fruah,
+
   °  Da Wirt tramt all Tag, in Keller brennt da Wein,
       hab d Kirchn net gfundn, aber Wirtshäuser gnua.
+
       bei da Nacht steht a auf und schütt Wasser drein
   °  Der Keller und s Presshaus san s schönste Quartier,
+
  °  Da Wirt geht in Wald, brockt Schwammerln voll Freud,
       da gfreit mi s Dahambleibm oft bis in da Früah.
+
      was er kennt, isst er selber, was net, kriagn die Leut.
   °  Beim Wirtn an da Eckn gibts Ochsn grad gnua,
+
   °  Mein Schatz is a Köchin, die kocht mir a Mus,
       die an, die werdn bratn, die andern schaun zua.
+
       sie sitzt auf dem Pfann'stiel und rührt mit dem Fuß.
   °  Hinta da Wirtshaustür hängt an alts Ochsngschirr,
+
   °  Mei Vata is Tischler und hoblt in Bodn
       spann ma die Wirtin ein, fahr ma um an Wein.
+
       Da hat a si an Schiefer in Oarsch eini zogn
   °  In Wirtn hat tramt, in Keller brennt da Wein,
+
   °  Hiazt geht er zan Dokter und lasst si kuriern
       jetzt rennt der Narr abe und schütt Wasser drein.
+
       Und lass si den Schiefern vom Oarsch außaziagn
   °  Da Wirt huckt im Keller, tuat Wasser pumpen,
+
   °  I geh jetzt zum Zahnarzt, meine Zahnderln kuriern,
       die Wirtin schreit abe, tan no fünf Viertln fehln.
+
       i lass ma den vordern und hintern plombiern.
   °  Da Wirt und da Pfarrer san mir d'liabstn Leut,
+
   °  d' Polizisten warn grean, d' Gendarm, de warn grau,
       da wird ma vom Durscht und von d'Sündn befreit.
+
       seid s' jetzt beinand san, san s' alle zwa blau.
   °  Da Schmid hat an Amboss, da Fuaßballer an Balln,
+
   °  Do drobn aum Berg, da steht a Schaundarm,
       Mei Frau hat an Putz, und i derf des zahln.
+
       der gibt mit da Giaskaul an Fliegaarlarm.
   °  Aber lusti is's gwesn in vurign Winta,
+
   °  Do drob'm am Bergerl, da ganz droben links
       habn zwa Mentscha graft um an Besnbinda.
+
       do stengan zwoa Kiwara, do drob'm ja dort stinkts
   °  Da Fiaka sitzt auf sein Bock, wia ma waaß,
+
   °  Mir Holzhackerbuama, mir müassn uns plagn,
       nur da Schneider, der sitzt allerweil auf da Gaß.
+
       mir müassn die Zwanzger ausn Holz ausserschlagn.
   °  Ja z’erst schick i an Bürgermeister und an Pfarrer an schö’na Gruaß,
+
   °  I bin a jungs Bürscherl, zwanzg Jahr bin i alt,
       weil i hoff, das i dann Heut Abend mei Zech, net selber Zahl’n muaß.
+
       und jetzt schreibt ma da Kaiser, er brauchert mi bald.
   °  Und mit’n Pfarrer sing i heut net, ja i hoff dass er des versteht
+
   °  Jetzt bin i Soldat, und mei Schatz want si z'tod,
       zum Halleluja singa liabe Geistlichkeit, hob i Heut koa Zeit.
+
       bin a lustiger Bua und lach nur dazua.
   °  Und weil i ka Bauer bin, wird ma ka Kuah net hin,
+
   °  Geh Schatzerl, sei gscheit, waaßt, der Kaiser braucht Leit,
       scheißt ma ka Katz ins Korn, kriag i kan Zorn.
+
       wann i zruck kumm retour, bin i wieder dei Bua.
   °  An Jät und an Schnitt brauch i mei Diandl nit,
+
   °  Wos hod den da Baua fia an schneidign Huad,  
       aber zum Erdäpfelgrabn muaß is a Diandl wohl habn.
+
       Fia so an gscheadn Hamme war a Zipfehaum gnuag
   °  I woiß net, i hab mit der Arbeit ka Freid,
+
 
       denn grad mit der Arbeit versaut ma die Zeit
+
=== Musikanten ===
   °  Grad heut hab i halt mit da Arbeit ka Freud,
+
 
       und i man, des is morgn grad so als wia heut.
+
   °  Musikantn san krank, wia kann mas kuriern.
   °  Der Bäcker macht Wecken und der Sattler de Schnalln,
+
       Mit Wein muaß mas waschn, mit Fuzga einschmiern.
       Der Burgermaster macht Schulden, und mir kennans zahln.
+
   °  Spielleut, spielts auf, und es werds scho was kriagn,
   °  Der Bäcker tuat bocha, a Mülla tuat moin,
+
       am Samstag is Markttag, kriagts a Simperl vomm Birn.
       und d Gemeinde mocht Schuidn und mia miassns zoin.
+
   °  Musikantn, spülts auf, dass i ka Geld net brauch,
   °  iats wa scho glei a Maura ba da Arbeit dafroan.
+
       schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
       Homsn in´d Sunn dauniglegt, is a e wieda woan.
+
   °  Musikantn, sads Lumpn, habts koana ka Geld,
   °  Wonn d´Sunn owi geht, gehn Zimmaleit hoam.
+
       a Stubn volla Kinder, ka Troad aufn Feld.
       Nur de potschatn Maura bleibn stecka im Loam.
+
   °  Musikanten, spielts auf, i sing euch an drauf.
   °  Was macht denn a Jager alloani im Wald,
+
       Musikantn, ziagts an, dass neamd einschlafn kann.
       ja was wird er denn machn, auf a Wildsau passt a halt.
+
   °  Musikantn, spielts fleißig, und es werds scho was kriagn,
   °  Es Wildsau-Fleisch schmeckt guat, dass es höcha nimmer geht,
+
       i leg euch an Erdäpfel außi auf d Stiagn.
       es is nur so bled, so a Sau derwischt ma net.
+
   °  Unsa Schafbock hat plärrt, wia d'Musikantn hat ghört,
   °  Die Jäger sind Heger, sind Wild- und Waldpfleger,
+
       wann a d'Notn amal kann, wird a ara Spielmann.
       die Sprach is scho fein, dieses Jägerlatein.
+
   °  Spielleut, fangts o, die Mentscher san do,
   °  Wanns amoi apper wiad, das mi koa Jaga gschpiart,
+
       lei spielts net so falsch, sinst lafns davo.
       geh i aussi in Wald und schiaß, dass ois knoit.
+
   °  Jetzt hab i an Musikantn derfragt, der hat nia kan Rausch net ghabt.
   °  Warum halt an Jager es Kirchgehn net gfreit,
+
       Des is a Seltnheit bei dera Zeit.
       fürn Jeep is's zu eng, für die Füaß is' zu weit.
+
   °  A Rauchfangkira und a Safnsiada und a Geignkratza und a Niglo
   °  Dort drobn auf da Höh, steht a Gams und a Reh.
+
       san mitananda wallfahrtn ganga, san no net do
       Und da Jaga dabei, leckts mi am Oarsch olle drei.
+
  °  Und Geign und Schwegln und allahand Dreck,
   °  Da Wirt tramt all Tag, in Keller brennt da Wein,
+
      hör i a Quetschn, schmeiß i allas glei weg.
       bei da Nacht steht a auf und schütt Wasser drein
+
   °  Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneida,
   °  Da Wirt geht in Wald, brockt Schwammerln voll Freud,
+
       Musikantn dazu, des gibt Saufuada gnua.
       was er kennt, isst er selber, was net, kriagn die Leut.
+
   °  Musikantn spieln auf, ganz lustig und froh,
   °  Mein Schatz is a Köchin, die kocht mir a Mus,
+
       nach an jedn schen Stickl gengans absammeln no.
       sie sitzt auf dem Pfann'stiel und rührt mit dem Fuß.
+
   °  Musikantn meine Brüada, Weiberleit meine Freund,
   °  Mei Vata is Tischler und hoblt in Bodn
+
       da is's ja ka Wunda, wann d Muatta allweil greint.
       Da hat a si an Schiefer in Oarsch eini zogn
+
   °  De Spielleut san notig, ob alt, ob junga,
   °  Hiazt geht er zan Dokter und lasst si kuriern
+
       eana Geldbeidl schreit scho vor lauter Hunga.
       Und lass si den Schiefern vom Oarsch außaziagn
+
   °  Aber lustig wirds sein, wann die Zeit amal kimmt,
   °  I geh jetzt zum Zahnarzt, meine Zahnderln kuriern,
+
       wo ma d Geiger stattn zahln bei die Ohrwaschln nimmt.
       i lass ma den vordern und hintern plombiern.
+
   °  Druntn in Grabn hams an Geiger derschlagn,
   °  d' Polizisten warn grean, d' Gendarm, de warn grau,
+
       gschicht eam scho recht, warum geigt a so schlecht.
       seid s' jetzt beinand san, san s' alle zwa blau.
+
   °  Ana steht vurn und wachlt mit d Finga,
   °  Do drobn aum Berg, da steht a Schaundarm,
+
       und des nennan d narrischn Stadtleut es Singa.
       der gibt mit da Giaskaul an Fliegaarlarm.
+
   °  Spielleut, zahts o, mei Mentsch is scho do,
   °  Do drob'm am Bergerl, da ganz droben links
+
       und spielts net so folsch, sunsta rennts ma davo.
       do stengan zwoa Kiwara, do drob'm ja dort stinkts
+
   °  Die richtign Mentscha, des san halt die kloan,
   °  Mir Holzhackerbuama, mir müassn uns plagn,
+
       die wickln si gar a so ume um an.
       mir müassn die Zwanzger ausn Holz ausserschlagn.
+
   °  I bin da Geiga, du bist da Tanza,
   °  I bin a jungs Bürscherl, zwanzg Jahr bin i alt,
+
       i bin a halba Narr, du bist a ganza.
       und jetzt schreibt ma da Kaiser, er brauchert mi bald.
+
   °  Musikanten, spielt's auf auf der mittleren Soat'n,
   °  Jetzt bin i Soldat, und mei Schatz want si z'tod,
+
       sunst kann i mei Trampeltier neama darloat'n!
       bin a lustiger Bua und lach nur dazua.
+
   °  Musikanten, spielts auf, nacha sing ma ans drauf,
   °  Geh Schatzerl, sei gscheit, waaßt, der Kaiser braucht Leit,
+
       Musikanten, ziagts an, dass neamd einschlafa kann.
       wann i zruck kumm retour, bin i wieder dei Bua.
+
   °  Aber Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneider,
   °  Wos hod den da Baua fia an schneidign Huad,  
+
       Musikanten dazua san zum Saufuadan gnua..
       Fia so an gscheadn Hamme war a Zipfehaum gnuag
+
   °  Lustig im Himmel drobn, im Paradeis ah,
 
+
       tan d Engln musiziern und da Heilig Geist ah.
=== Musikanten ===
+
   °  Mei Schwester spü’t Zither, mei Bruada Klarinett’,
 
+
       da Votter haut d’ Muatter, Sehn’s, des is a Quartett.
   °  Musikantn san krank, wia kann mas kuriern.
+
   °  Musikantn, blasts eini, gehts krump oder grad,
       Mit Wein muaß mas waschn, mit Fuzga einschmiern.
+
       blasts n altn Dreck außa, dass a neucha Platz hat.
   °  Spielleut, spielts auf, und es werds scho was kriagn,
+
   °  I bin a jungs Bürscherl, geh gern zu die Geign,
       am Samstag is Markttag, kriagts a Simperl vomm Birn.
+
       drum könnan die Mentscher mi alle guat leidn.
   °  Musikantn, spülts auf, dass i ka Geld net brauch,
+
   °  Musikantn, spielts mir an auf, dass i ka Geld net brauch,
 
       schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
 
       schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
   °  Musikantn, sads Lumpn, habts koana ka Geld,
+
   °  Mir tramt vo de Ochsn. Mir tramt vo de Kiah.
       a Stubn volla Kinder, ka Troad aufn Feld.
+
       Und mir tramt vo de Musikantn, owa nix gscheits tramt ma nia.
   °  Musikanten, spielts auf, i sing euch an drauf.
+
   °  Schen rund is mei Huat, schen hoaß is mei Blut,
       Musikantn, ziagts an, dass neamd einschlafn kann.
+
       kon nix ois wia tonzn, oba des kon i guat
   °  Musikantn, spielts fleißig, und es werds scho was kriagn,
+
Zur Chorleiterin
       i leg euch an Erdäpfel außi auf d Stiagn.
+
   °  Jed’n Montag um’ra zeh’ne is de Chorprob für uns des schöne
   °  Unsa Schafbock hat plärrt, wia d'Musikantn hat ghört,
+
       egal ob jung oder a alt, jedem Sänger des recht g’fallt.
       wann a d'Notn amal kann, wird a ara Spielmann.
+
   °  Doch net nur de guate’n Sänger, na, alle Männer zur Renate renna,
   °  Spielleut, fangts o, die Mentscher san do,
+
       wenn de mitgriang das mir nach dem Singa  meist a no a Schnapserl tringa.
      lei spielts net so falsch, sinst lafns davo.
+
   °  Drumm liabe Manna und Weibaleit habt’s net a zu singa Zeit
   °  Jetzt hab i an Musikantn derfragt, der hat nia kan Rausch net ghabt.
+
      denn d’Renate, mei, de war so froh, ja wann’s Zeit habt’s ruaft’s ses o.
       Des is a Seltnheit bei dera Zeit.
+
 
   °  A Rauchfangkira und a Safnsiada und a Geignkratza und a Niglo
+
=== Pfarrer ===
       san mitananda wallfahrtn ganga, san no net do
+
 
   °  Und Geign und Schwegln und allahand Dreck,
+
   °  Da Pfarra von Klack hat an ellenlangen Frack,
       hör i a Quetschn, schmeiß i allas glei weg.
+
       zum ewigen Angedenken lasst a eam hängen.
   °  Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneida,
+
   °  Da pforra vo steyr hod glosane eier
       Musikantn dazu, des gibt Saufuada gnua.
+
       Und wonn eam de brechan, donn nimmt er de blechan.
   °  Musikantn spieln auf, ganz lustig und froh,
+
   °  Da pforra von sonkt neustift hod an schwonz wie an bleistift
       nach an jedn schen Stickl gengans absammeln no.
+
      Und de kechin de h*** hod  an spitzer dazua.
  °   Musikantn meine Brüada, Weiberleit meine Freund,
+
  °  Wann d Kirchn a Wirtshaus war mitn Mensch als Altar,
       da is's ja ka Wunda, wann d Muatta allweil greint.
+
       da möchert i Pfarrer sein drei a vier Jahr.
   °  De Spielleut san notig, ob alt, ob junga,
+
   °  Und da Burgamasta und da Oberlehrer und in Huaba Michl sei Hund
       eana Geldbeidl schreit scho vor lauter Hunga.
+
       und da Pfarra mit da liabn Klosterschwester, pfiat euch Gott und bleibts gsund.
   °  Aber lustig wirds sein, wann die Zeit amal kimmt,
+
   °  Mir ham a Problem in unserer Gmoa
       wo ma d Geiger stattn zahln bei die Ohrwaschln nimmt.
+
      die Kirchn is zgroß und es Wirtshaus is zkla.
   °  Druntn in Grabn hams an Geiger derschlagn,
+
°    Da Pfarrer macht d Predigt, da Metzger macht d Wurscht,
       gschicht eam scho recht, warum geigt a so schlecht.
+
       da Glaubn, der macht selig, des Singen macht Durscht.
   °  Ana steht vurn und wachlt mit d Finga,
+
°   Da Pfarrer hats predigt, da Kaplan, der hats gschriebm:
       und des nennan d narrischn Stadtleut es Singa.
+
       Mit die Dürrn is guat tanzn, bei die Dickn is guat liegn.
   °  Spielleut, zahts o, mei Mentsch is scho do,
+
   °  Sagt die Dirn bei der Beicht: "Mit die Buam is's net leicht",
       und spielts net so folsch, sunsta rennts ma davo.
+
       sagt da Pfarra zu ihr: "Mir geht's grad so wie dir."
   °  Die richtign Mentscha, des san halt die kloan,
+
   °  I liab halt a Klosterfrau über neun Stiagn,
       die wickln si gar a so ume um an.
+
       jetzt kann mi da Höllteufi a nimma kriagn.
   °  I bin da Geiga, du bist da Tanza,
+
   °  Da Pfarrer vo Mailand der spricht zu sein Heiland
       i bin a halba Narr, du bist a ganza.
+
       Jo gibts den koa Gebet, dass a wiedermoi (Pause) Wallfahrten geht
   °  Musikanten, spielt's auf auf der mittleren Soat'n,
+
   °  De Kircha von Thaya hot kane Stiagn,
       sunst kann i mei Trampeltier neama darloat'n!
+
       drum miaßn in Pforrar mitn Strick aufe ziagn.
   °  Musikanten, spielts auf, nacha sing ma ans drauf,
+
   °  Da Pfarrer, der predigt, die Liab is a Sünd,
       Musikanten, ziagts an, dass neamd einschlafa kann.
+
       daweil is der Bua von der Köchin sei Kind.
   °  Aber Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneider,
+
   °  da pforra hod a kechin da meßna a dirn,
       Musikanten dazua san zum Saufuadan gnua..
+
       und die ministranten de spitzbuam mechtns a scho probiern!
   °  Lustig im Himmel drobn, im Paradeis ah,
+
   °  oben aufn bergal do steht a kappöln,
       tan d Engln musiziern und da Heilig Geist ah.
+
       do sieht ma in pforra die erdäpfl stöhln.
   °  Mei Schwester spü’t Zither, mei Bruada Klarinett’,
+
   °  I hob amoi beicht mir grods Tringa ned leicht,
       da Votter haut d’ Muatter, Sehn’s, des is a Quartett.
+
       sogt da Pforra zu mia „Mir geht’s grod so wia dia!
   °  Musikantn, blasts eini, gehts krump oder grad,
+
   °  Da Pfoarra va Bozn, der kau jetzt licht protzn,
       blasts n altn Dreck außa, dass a neucha Platz hat.
+
       weil a in Pfoarra va Brixn, dawischt hod ban wixn.
   °  I bin a jungs Bürscherl, geh gern zu die Geign,
+
   °  Der Pfarrer von Speyer hot blecherne Eier,
       drum könnan die Mentscher mi alle guat leidn.
+
       was glaubst wie des klimpert, wenn der ane bimpert.
   °  Musikantn, spielts mir an auf, dass i ka Geld net brauch,
+
   °  Da Pfarrer vo Lech hat Eier aus Blech
       schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
+
       der is scho ganz deppert weils beim Wixen so scheppert
   °  Mir tramt vo de Ochsn. Mir tramt vo de Kiah.
+
   °  Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
       Und mir tramt vo de Musikantn, owa nix gscheits tramt ma nia.
+
       des mocht a Spektakel, wenn a pudert der Lackl.
   °  Schen rund is mei Huat, schen hoaß is mei Blut,
+
   °  Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
       kon nix ois wia tonzn, oba des kon i guat
+
       und waun earm de brechan, daun nimmt a de blechan.
Zur Chorleiterin
+
   °  Der Pfoara von Gmunden hot’s Brunzen erfunden,
   °  Jed’n Montag um’ra zeh’ne is de Chorprob für uns des schöne
+
       Ham’s eam erschreckt, hot er’s Scheißen entdeckt.
       egal ob jung oder a alt, jedem Sänger des recht g’fallt.
+
   °  Der Pfarrer von Grinzing hat an kloan Winzling,
   °  Doch net nur de guate’n Sänger, na, alle Männer zur Renate renna,
+
       hat an halbsteifen Huat, aber der steht earm gut.  
       wenn de mitgriang das mir nach dem Singa  meist a no a Schnapserl tringa.
+
   °  da pfoara von neustift hot an beidl wia a bleistift
   °  Drumm liabe Manna und Weibaleit habt’s net a zu singa Zeit
+
      und d´köchin de hur hot in spitza dazua.
       denn d’Renate, mei, de war so froh, ja wann’s Zeit habt’s ruaft’s ses o.
+
  °  In Pfarrer vo Tunis, dem Hund dem vagun is
 +
       das'n da Pfarrer vo Brixen dawischt hat beim Wi...
 +
   °  Da Pfarrer vo Waldhausen muaß fortgeh'n zum Mausen
 +
       beim Kaplan vo Grein, da kehr'n d'Menscha ein
 +
   °  Und da Pfarra vo Sizilien vögelt ganze Familien
 +
       und dann schreit er hoho habst koa Verwandschaft mehr d
 +
   °  Und da Pfarrer vo Kemathen der stärkt seine Hemaden
 +
       mit eigenem Samen. in Ewigkeit Amen
 +
   °  da pforra von tuilln, der hot a schattuilln.
 +
       do drin liegt a häil is in pforra sei b...l
  
=== Pfarrer ===
+
=== Jäger ===
  
   °  Da pforra vo steyr hod glosane eier
+
   °  Des Gamserl im Gwänd hat ma abapfiffn.
       Und wonn eam de brechan, donn nimmt er de blechan.
+
       Bua, wannst a Kügerl drunt hast, kannst mas aufaschickn.
   °  Da pforra von sonkt neustift hod an schwonz wie an bleistift
+
   °  Und es Gamserl im Gwänd macht an Schriat, an langan,
       Und de kechin de h*** hod  an spitzer dazua.
+
       und es Dirndl is furt, kanns nimmer fangan.
   °  Wann d Kirchn a Wirtshaus war mitn Mensch als Altar,
+
   °  Es Gamserl im Gwänd hat si sauber umdraht
       da möchert i Pfarrer sein drei a vier Jahr.
+
       und die aufrichtign Dirndl san soviel dünn gsaht.
   °  Und da Burgamasta und da Oberlehrer und in Huaba Michl sei Hund
+
   °  Is ka Bergl so hoch, dass ka Gams umasteigt,
       und da Pfarra mit da liabn Klosterschwester, pfiat euch Gott und bleibts gsund.
+
       is ka Dirndl so treu, dass's bei an Buam nur bleibt.
   °  Mir ham a Problem in unserer Gmoa
+
   °  Jetzt hab is halt gschossn, an zodatn Bock.
       die Kirchn is zgroß und es Wirtshaus is zkla.
+
       Wiar is suachn bin ganga, wars a Kranawittstock.
°   Da Pfarrer macht d Predigt, da Metzger macht d Wurscht,
+
 
       da Glaubn, der macht selig, des Singen macht Durscht.
+
=== Geld ===
°   Da Pfarrer hats predigt, da Kaplan, der hats gschriebm:
+
 
       Mit die Dürrn is guat tanzn, bei die Dickn is guat liegn.
+
  °   Es Geldtaschl z'rissn, da Schlüssl verrost,
   °  Sagt die Dirn bei der Beicht: "Mit die Buam is's net leicht",
+
       und drinnat is nix, weil da Wein so viel kost.
       sagt da Pfarra zu ihr: "Mir geht's grad so wie dir."
+
  °  Da Schnurrbart is aufdraht, die Stiefeln san rot,
   °  I liab halt a Klosterfrau über neun Stiagn,
+
      Da Geldbeutl liegt am Heubodn vor lauter Not.
       jetzt kann mi da Höllteufi a nimma kriagn.
+
  °   Du himmlischer Vader, Erschaffer der Welt,
   °  Da Pfarrer vo Mailand der spricht zu sein Heiland
+
       geh schick ma fufzg Gulden, i brauch a klans Geld.
       Jo gibts den koa Gebet, dass a wiedermoi (Pause) Wallfahrten geht
+
   °  Drei Kreuzer und a Sechserl is alls, was i hab
   °  De Kircha von Thaya hot kane Stiagn,
+
       und was fang i nur jetzat mit so viel Geld an.
       drum miaßn in Pforrar mitn Strick aufe ziagn.
+
   °  Beim Finanzministerium brennt heut a Licht,
   °  Da Pfarrer, der predigt, die Liab is a Sünd,
+
       damit ma des Geld, was fehlt, no besser sicht.
       daweil is der Bua von der Köchin sei Kind.
+
  °  Auf da bucklign Welt draht si allas ums Geld
   °  da pforra hod a kechin da meßna a dirn,
+
      und um d Madln, de schön draht si ah no a weng.
       und die ministranten de spitzbuam mechtns a scho probiern!
+
   °  Auf der Welt ohne Geld is ma niamals net wohl
   °  oben aufn bergal do steht a kappöln,
+
       scheiß in mein Geldbeitl nei, daunn is a wieda voll
       do sieht ma in pforra die erdäpfl stöhln.
+
  °  Lusti und ledi macht n Geldbeutel lahr
   °  I hob amoi beicht mir grods Tringa ned leicht,
+
      wenn nur mei Geldbeutel a Kälbermagn war.
       sogt da Pforra zu mia „Mir geht’s grod so wia dia!
+
   °  Das ist halt mein Vatern sein einziger Trost,
   °  Da Pfoarra va Bozn, der kau jetzt licht protzn,
+
       dass ihm, solang ich leb, sein Geld nicht verrost.
       weil a in Pfoarra va Brixn, dawischt hod ban wixn.
+
 
   °  Der Pfarrer von Speyer hot blecherne Eier,
+
=== Trinken, Essen ===
       was glaubst wie des klimpert, wenn der ane bimpert.
+
 
   °  Da Pfarrer vo Lech hat Eier aus Blech
+
   °  Weinderl, di kenn i schon, hast as mein Vadern tan,
       der is scho ganz deppert weils beim Wixen so scheppert
+
       jetzt tatst as ah mit mir, aber i bin stier.
   °  Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
+
   °  Beim Wirtn in Keller drunt steht an alts Fassl unt,
       des mocht a Spektakel, wenn a pudert der Lackl.
+
       drin waar a guata Wein, der waar halt fein.
   °  Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
+
   °  Mei Alte, die braucht wegnan Saufn net plärrn,
       und waun earm de brechan, daun nimmt a de blechan.
+
       Wann i sauf, siach i's doppelt, und i siach's halt so gern.
   °  Der Pfoara von Gmunden hot’s Brunzen erfunden,
+
   °  Bin Wallfahrtn ganga all Tag in da Fruah,
       Ham’s eam erschreckt, hot er’s Scheißen entdeckt.
+
       ka Kirchn hab i gfundn, aber Wirtshäuser gnua.
   °  Der Pfarrer von Grinzing hat an kloan Winzling,
+
   °  Bei da Arbat, da tat i ja wirkli gern schwitzn,
       hat an halbsteifen Huat, aber der steht earm gut.  
+
       muaß leider heut da in an Wirtshäusl sitzn.
   °  da pfoara von neustift hot an beidl wia a bleistift
+
   °  In Wirtn sei bester Gast, des is ja fein,
       und d´köchin de hur hot in spitza dazua.
+
       tuat meistens der Wirt glei selber sein.
   °  In Pfarrer vo Tunis, dem Hund dem vagun is
+
   °  Führerschein furt, drum renn i so gschwind,
       das'n da Pfarrer vo Brixen dawischt hat beim Wi...
+
       beim Heurign furn, bei da Arbat ganz hint.
   °  Da Pfarrer vo Waldhausen muaß fortgeh'n zum Mausen
+
   °  I und mei Eheweib ham an schön Zeitvertreib,
      beim Kaplan vo Grein, da kehr'n d'Menscha ein
+
       schlagn mit die Glasln zsamm, Prost in Gotts Nam.
   °  Und da Pfarra vo Sizilien vögelt ganze Familien
+
   °  Heut ham ma an Rausch und murgn san ma net nüacht,
       und dann schreit er hoho habst koa Verwandschaft mehr d
+
       und übermorgn waß i net, was da alls gschiacht.
   °  Und da Pfarrer vo Kemathen der stärkt seine Hemaden
+
  °  Zwegn an lustign Lebn, zwegn da schön Kellnerin,
       mit eigenem Samen. in Ewigkeit Amen
+
      zwegn de Weixelbaumbliah san ma eina zu dir.
   °  da pforra von tuilln, der hot a schattuilln.
+
   °  In Bier und in Wein soll da Teifel drin sein,
       do drin liegt a häil is in pforra sei b...l
+
       und so load, als ma tuat, so a Teifel schmeckt guat.
 
+
   °  Die Schwamma, die wachsn meist draußn in Wald,
=== Jäger ===
+
      aba mancher, der hat si im Wirtshaus an gholt.
 
+
  °  Übern Zaun bin i gstiegn, is mei Rausch hänga bliebn,
   °  Des Gamserl im Gwänd hat ma abapfiffn.
+
       bin i steh bliebn, hab gfluacht, hab mein Rausch wieda gsuacht.
       Bua, wannst a Kügerl drunt hast, kannst mas aufaschickn.
+
   °  Es Bier, des is teuer, die Semmeln san klan,
   °  Und es Gamserl im Gwänd macht an Schriat, an langan,
+
       und wannsd da a Fleisch kaufst, kriagst ah lauter Ban.
       und es Dirndl is furt, kanns nimmer fangan.
+
   °  Des Trinkn, des is ja wirkli ka Sünd,
   °  Es Gamserl im Gwänd hat si sauber umdraht
+
       des hat ma mei Muatta glernt als a klans Kind.
       und die aufrichtign Dirndl san soviel dünn gsaht.
+
   °  Wos lusti zuageht, da kehr i gern ei,
   °  Is ka Bergl so hoch, dass ka Gams umasteigt,
+
      drum muaß id die meiste Zeit im Wirtshäusl sei.
       is ka Dirndl so treu, dass's bei an Buam nur bleibt.
+
   °  In so einem Wirtshaus is's austrinkn guat,
   °  Jetzt hab is halt gschossn, an zodatn Bock.
+
       wo a schöne Kellnerin einschenkn tuat.
       Wiar is suachn bin ganga, wars a Kranawittstock.
+
   °  Aber Wirtin, mach Feirabmd, sperr s Haustürl zua,
 
+
       die Kellnerin muaß schlafn gehn, es wart scho der Buam.
=== Geld ===
+
   °  Lusti macht durschti, macht n Geldbeutl leer
 
+
       und jetzt möcht i, dass mei Geldbeutl a Kälberkua wär.
   °  Du himmlischer Vader, Erschaffer der Welt,
+
   °  Da Mensch hat an Geist, hat da Schullehrer gsagt,
       geh schick ma fufzg Gulden, i brauch a klans Geld.
+
       dass da Schnaps ah an hat, hab i selber derfragt.
   °  Drei Kreuzer und a Sechserl is alls, was i hab
+
   °  s' Weißbier ist hantig, da Rotwein is süaß,
       und was fang i nur jetzat mit so viel Geld an.
+
       ham am d Stiefeln versoffn, bleibm uns allweil die Füaß.
   °  Beim Finanzministerium brennt heut a Licht,
+
   °  In Winter, da schmeckt an da Saurampfer guat,
       damit ma des Geld, was fehlt, no besser sicht.
+
       derfriern kannst da nimmer, seit ma n Frostschutz nei tuat.
   °  Auf da bucklign Welt draht si allas ums Geld
+
   °  Saufn tamma, dass a Mühlradl treibt, Göld hamma, dass uns kans überbleibt,
       und um d Madln, de schön draht si ah no a weng.
+
       Schneid hamma für drei oder vier, aussegschmissn hams uns nia.
   °  Auf der Welt ohne Geld is ma niamals net wohl
+
  °  Aussee is a Stadtl, und Wean is a Stadt,
       scheiß in mein Geldbeitl nei, daunn is a wieda voll
+
      z Aussee essns s Bratl und z Wean an Salat.
   °  Lusti und ledi macht n Geldbeutel lahr
+
   °  A frische Mass Bier und a Trum Wurscht,
       wenn nur mei Geldbeutel a Kälbermagn war.
+
      wer a Kellnerin liabt, hat allweil an Durscht.
   °  Das ist halt mein Vatern sein einziger Trost,
+
  °  Und da Kellnerin ihr Ziziwischperl und da Kellnerin ihr Kreidn,
       dass ihm, solang ich leb, sein Geld nicht verrost.
+
       da kann do koa Heiliger a Heiliger bleibn.
 +
  °  Die Köchin backt Krapfn und soachts a weng an,
 +
      aft werdns schen saftig und brennan net an.
 +
  °  Und a frische Halbe Bier hat an Fam, an weißen
 +
      und heit gemmas net hoam, bis uns außi schmeißen.
 +
   °  Des Bia is so teia, des Brot is so kloa,
 +
       jetz hob i a Fleisch kaft, san a lauta Boa.
 +
   °  Mia haum a Problem in unsara Gmoa
 +
      de Kirch'n is z'groß und s'Wirtshäusl z'kloa
 +
  °  Wauns Stieglbier regn't und Bratwürstel schneibt,
 +
      daun bitt i den Herrgott, daß's Wetta so bleibt
 +
  °  Da Pforra mocht d Predigt, da Metzga mocht d Wurscht
 +
       Da Glauben, der mocht selig und d Hitz mocht an Durscht
 +
  °  Üwan Zaun samma gstiegn, is da Rausch hänga bliebn,
 +
      hauma gschoint, hauma gfluacht, haum in Rausch wieda gsuacht.
 +
   °  Mei Muatta mocht Daumpfnudln fian Vodan und mi,
 +
       Da Voda isst Nudln, den Daumpf, den kriag i.
 +
   °  Oa Knedl faungt zum suarn au und da aunda suart schau,
 +
       schaut da oa Knedl den aundan au wie da oa Knedl suarn kau!
 +
  °  Krompfadern wia a Ribislstrudl und a picksiaßa Most.
 +
      Und a ogschissn Weiwagattihosn, des is a Kost.
 +
   °  Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr is mit dir,
 +
       du bist voller Gnaden, geh zahl uns a Bier!
 +
   °  Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr sei mit dir,
 +
      geh laß di net lumpen und zahl ma a Bier!
 +
  °  Heint is da Faschingtag, heint sauf i was i mag,
 +
       morgn mach i's Testament, s'Göld hat a End.
 +
   °  Und vor der Kaserne, da steht ein Soldat,
 +
       der reibt sich sein’n Glatzkopf mit Vollmilchschok’lad.
 +
  °  Da unten am Bache, da sitzt ein Chines',
 +
      der reibt sich sei Platten mit Limburger Käs'.
  
=== Trinken, Essen ===
+
=== Spaß ===
  
   °  Zwegn an lustign Lebn, zwegn da schön Kellnerin,
+
   °  Wann da Summer recht war is, wird da Winter recht kalt,
       zwegn de Weixelbaumbliah san ma eina zu dir.
+
       wann d Leut net bald sterbm, aft werdns oft recht alt.
   °  In Bier und in Wein soll da Teifel drin sein,
+
   °  Die Leut san halt Stockfisch, ma kanns mariniern
       und so load, als ma tuat, so a Teifel schmeckt guat.
+
       und eini in d Baaz legn, dass's an guatn Gschmack kriagn.
   °  Die Schwamma, die wachsn meist draußn in Wald,
+
   °  Und a Taubermandl zu an Katznweibl und a Waschrumpl zu an Bett
       aba mancher, der hat si im Wirtshaus an gholt.
+
       und a Heanasteign zu an Kopfpolster, na is das des bled.
   °  Übern Zaun bin i gstiegn, is mei Rausch hänga bliebn,
+
   °  Bein Gstanzlsinga hab i a recht guats Prinzip:
       bin i steh bliebn, hab gfluacht, hab mein Rausch wieda gsuacht.
+
       Reim di oder net, s reimt si alls aus Prinzip.
   °  Es Bier, des is teuer, die Semmeln san klan,
+
   °  Und die sakrischen Schneid, die lasst mir koa Ruah,
       und wannsd da a Fleisch kaufst, kriagst ah lauter Ban.
+
       könnt die Hälfte verschenken und hätt allweil nu gnua.
   °  Des Trinkn, des is ja wirkli ka Sünd,
+
   °  Bin a Schlinkal, a Schlankerl, hab a kloan z'rissenes Jankerl
       des hat ma mei Muatta glernt als a klans Kind.
+
       und an lucketen Huat, fürn Lumpen guat gnuag.
  °  Wos lusti zuageht, da kehr i gern ei,
+
   °  Lustig mir Ledign, wir brauchen koa Predig,
      drum muaß id die meiste Zeit im Wirtshäusl sei.
+
       wir brauchen koa Amt und werdn doch nit verdammt.
   °  In so einem Wirtshaus is's austrinkn guat,
+
   °  Gestern auf d Nacht hab i fürchterlich glacht,
       wo a schöne Kellnerin einschenkn tuat.
+
       hab nie so viel glacht als wia gestern auf d Nacht.
   °  Aber Wirtin, mach Feirabmd, sperr s Haustürl zua,
+
   °  Alle Leut schaun mi für an Sauschneider an,´
       die Kellnerin muaß schlafn gehn, es wart scho der Buam.
+
       und i hab do mein Labtag kan Fadl nix tan.
   °  Lusti macht durschti, macht n Geldbeutl leer
+
   °  Aber lustig, mir Ledign, mia gehn in ka Predigt,
       und jetzt möcht i, dass mei Geldbeutl a Kälberkua wär.
+
       mir gehn in ka Amt und wern do net verdammt.
   °  Da Mensch hat an Geist, hat da Schullehrer gsagt,
+
   °  Aber lustig mir Altn, hams Gsicht voller Faltn,
       dass da Schnaps ah an hat, hab i selber derfragt.
+
       am Kopf de grau'n Haar, jetzt gehns an, de scheen Jahr.
   °  s' Weißbier ist hantig, da Rotwein is süaß,
+
   °  1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
       ham am d Stiefeln versoffn, bleibm uns allweil die Füaß.
+
       aba 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1
  °  In Winter, da schmeckt an da Saurampfer guat,
+
   °  1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
      derfriern kannst da nimmer, seit ma n Frostschutz nei tuat.
+
       10 9- 8 -7-6-5, Geld han i kans.
   °  Saufn tamma, dass a Mühlradl treibt, Göld hamma, dass uns kans überbleibt,
+
   °  Da Bå(ch) is iwa d`Stråss auffigrunna, d`Fisch håm vo de Bam åwagsunga,
       Schneid hamma für drei oder vier, aussegschmissn hams uns nia.
+
       d`Kia håm si Schwålbnester baut, då håm d`Leit gschaut.
  °  Aussee is a Stadtl, und Wean is a Stadt,
+
   °  An Elend ham ma d Ohrn abgschnittn, die Läus hamma selbn vertriebn
      z Aussee essns s Bratl und z Wean an Salat.
+
       die Not ham ma am Rauchfang glahnt, drei Tag hats gwant
   °  A frische Mass Bier und a Trum Wurscht,
+
   °  A Briaftraga und a Bettlwei und a Teifi und a Niglo
       wer a Kellnerin liabt, hat allweil an Durscht.
+
       san letzte Woch af Maria Taferl ganga und san heut no net da
   °  Und da Kellnerin ihr Ziziwischperl und da Kellnerin ihr Kreidn,
+
   °  Schneidn ma vürschling, schneidn ma arschling, wann ma Holz schneidn, kriagn ma Schwartling,
      da kann do koa Heiliger a Heiliger bleibn.
+
       schneidn ma bierbuchsbamane Ladn, kriagn mar an Tånzbodn, an rar'n.
  °  Die Köchin backt Krapfn und soachts a weng an,
+
   °  D`Leid segn in Jesus drüber geh`n übern Genehsarether See
       aft werdns schen saftig und brennan net an.
+
       Drübm frogn`s: "wia bist denn rüber kemma"? Er sogt: "i hob an Anlauf gnumma."
   °  Und a frische Halbe Bier hat an Fam, an weißen
+
   °  Die Bäurin ist granti - woran mog dös lieg'n?
       und heit gemmas net hoam, bis uns außi schmeißen.
+
       Die ist halt beim Aufstehn in an Kuhdreck nei g stieg n.
   °  Des Bia is so teia, des Brot is so kloa,
+
   °  Weil Frankfurt so groß ist, so teilt man es ein
      jetz hob i a Fleisch kaft, san a lauta Boa.
+
       in Frankfurt an der Oder und Frankfurt am Main.
  °  Mia haum a Problem in unsara Gmoa
+
   °  Zwischen Afritz (Ortsname) und Treffen (Ortsname), da steht a Tunnel,
       de Kirch'n is z'groß und s'Wirtshäusl z'kloa
+
       fahrst eine, werds finster, fahrst aussa, werds hell!
   °  Wauns Stieglbier regn't und Bratwürstel schneibt,
+
   °  Zwoa Werklmauna und zwoa Eisnbauna und a Krampal und a Niglo
      daun bitt i den Herrgott, daß's Wetta so bleibt
+
       de san auf Maria Tafal gaunga san bis heit nu net do!
  °  Da Pforra mocht d Predigt, da Metzga mocht d Wurscht
+
   °  Hinta da Hollastaud'n, da sitzt a Krowod (Kroate)
       Da Glauben, der mocht selig und d Hitz mocht an Durscht
+
       der traut si net vira weil a d'Hosn voi hot
   °  Üwan Zaun samma gstiegn, is da Rausch hänga bliebn,
+
 
       hauma gschoint, hauma gfluacht, haum in Rausch wieda gsuacht.
+
=== Spott Burschen ===
  °  Mei Muatta mocht Daumpfnudln fian Vodan und mi,
+
 
      Da Voda isst Nudln, den Daumpf, den kriag i.
+
   °  ...(Die Musi spielt und keiner singt) ...
   °  Oa Knedl faungt zum suarn au und da aunda suart schau,
+
      Hast du ka Gstanzl mehr drauf, dann pass auf.
       schaut da oa Knedl den aundan au wie da oa Knedl suarn kau!
+
  °  Zizipe Nachtigall, Schafköpf gibts überall,
  °  Krompfadern wia a Ribislstrudl und a picksiaßa Most.
+
       Sauköpf no mehr, du Schafkopf, schau her.
      Und a ogschissn Weiwagattihosn, des is a Kost.
+
   °  Jetzt hast ma ans gsunga, des kenn i scho lang.
   °  Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr is mit dir,
+
       Wannsd ka anders net waßt, bleib daham mit dein Gsang.
       du bist voller Gnaden, geh zahl uns a Bier!
+
   °  Ja weil da da Heurige schmeckt, kikeriki,
   °  Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr sei mit dir,
+
      und a Messer und a Geld und a alts Paraplü.
       geh laß di net lumpen und zahl ma a Bier!
+
   °  Huck di da zuacha a bissl bessa,
   °  Heint is da Faschingtag, heint sauf i was i mag,
+
       aba dassd di net schneidst mit mein Taschnmessa.
       morgn mach i's Testament, s'Göld hat a End.
+
   °  Graft hab i ah mit an Kapuzina,
   °  Und vor der Kaserne, da steht ein Soldat,
+
      hab eam beim Bart packt, jetzt raft a nimma.
       der reibt sich sein’n Glatzkopf mit Vollmilchschok’lad.
+
   °  Die Nacht macht alls finster, der Regn macht alls nass,
  °  Da unten am Bache, da sitzt ein Chines',
+
       dass du an Rausch hast, machts Bier drin im Glas.
      der reibt sich sei Platten mit Limburger Käs'.
+
   °  Hintn im Grabn hams an Kater derschlagn,
 
+
       da Hans is glei ghupft und hats Fleisch davon tragn.
=== Spaß ===
+
   °  Jetzt hat ana gsunga, des hat si net greimt,
 
+
       den ghörat die Pappn mit Uhu zua gleimt.
   °  Wann da Summer recht war is, wird da Winter recht kalt,
+
   °  Da Hans, der hat Schädlweh, der tuat urndli klagn,
       wann d Leut net bald sterbm, aft werdns oft recht alt.
+
       sei Weib hat eam drauf - a Häferl zerschlagn.
   °  Die Leut san halt Stockfisch, ma kanns mariniern
+
  °  Der Hans is a Mann, des muass ma scho sagn,
       und eini in d Baaz legn, dass's an guatn Gschmack kriagn.
+
       nur sein Bauch, den muass a in Rucksack mittragn.
   °  Und a Taubermandl zu an Katznweibl und a Waschrumpl zu an Bett
+
   °  Geh tua net so singa, geh tua net so prahln,
      und a Heanasteign zu an Kopfpolster, na is das des bled.
+
       geh liaba zum Greißler und tua Schuldn zahln.
   °  Bein Gstanzlsinga hab i a recht guats Prinzip:
+
   °  I sing, was i will und i sing, was mi gfreut
       Reim di oder net, s reimt si alls aus Prinzip.
+
       und i scher mi gar net um die ratscherten Leut
   °  Und die sakrischen Schneid, die lasst mir koa Ruah,
+
   °  Wannsd gar so viel singst und schimpfst über mi,
      könnt die Hälfte verschenken und hätt allweil nu gnua.
+
      dann denk i ma, bist no viel schlechter als i.
   °  Bin a Schlinkal, a Schlankerl, hab a kloan z'rissenes Jankerl
+
  °  Geh tua di nur waschn, tua d Safn net sparn
       und an lucketen Huat, fürn Lumpen guat gnuag.
+
      und tua da nur selber über d Pappn mal fahrn.
   °  Lustig mir Ledign, wir brauchen koa Predig,
+
   °  Jetzt hat ana gsunga, a ganz a Junga,
       wir brauchen koa Amt und werdn doch nit verdammt.
+
       is dalkert und dumm, aber nix bringt n um.
   °  Gestern auf d Nacht hab i fürchterlich glacht,
+
   °  Jetzt hat ana gsunga, der klingt ganz betrübt,
       hab nie so viel glacht als wia gestern auf d Nacht.
+
       des muaß ana sei, der ka Madl net kriagt.
   °  Alle Leut schaun mi für an Sauschneider an,´
+
   °  I ghör jetzt zu de Altn, es Gsicht voller Faltn,
       und i hab do mein Labtag kan Fadl nix tan.
+
       hab graue Haar am Kopf, aber di pack i beim Schopf.
  °  Aber lustig, mir Ledign, mia gehn in ka Predigt,
+
  °  Dass im Wald finster is, machn die Bam.
       mir gehn in ka Amt und wern do net verdammt.
+
      Wer si net zucha traut, der bleibt daham.
   °  Aber lustig mir Altn, hams Gsicht voller Faltn,
+
   °  Drunt in da grean Au wachst a Bleamerl im Gras.
       am Kopf de grau'n Haar, jetzt gehns an, de scheen Jahr.
+
       Wann da Franzl vom Bett aufsteht, is's allerweil nass.
   °  1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
+
   °  I wünsch euch allen fürs heurige Jahr,
       aba 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1
+
       dass euch alls so guat ausgeht wia in Ernstl sei Haar.
   °  1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
+
   °  Da Ernstl is lustig, manchmal lacht er sogar,
      10 9- 8 -7-6-5, Geld han i kans.
+
       und sagt: Liaba a Glatzn als gar kane Haar.
   °  Da Bå(ch) is iwa d`Stråss auffigrunna, d`Fisch håm vo de Bam åwagsunga,
+
   °  Warums Erdäpfeln gibt, ja des waas i jetzt scho,
       d`Kia håm si Schwålbnester baut, då håm d`Leit gschaut.
+
       dass da Seppl wen hat, dem er d Haut aschäln ko.
   °  An Elend ham ma d Ohrn abgschnittn, die Läus hamma selbn vertriebn
+
   °  Mitn Ernstl, den Lotter, da is es a so,
       die Not ham ma am Rauchfang glahnt, drei Tag hats gwant
+
       i brauch ja nur aufreibn, scho rennt er davo.
   °  A Briaftraga und a Bettlwei und a Teifi und a Niglo
+
   °  Du schimpfst allaweil, und grad nur auf mi,
       san letzte Woch af Maria Taferl ganga und san heut no net da
+
       die gar so viel schimpfn, san schlechta wiar i.
   °  Schneidn ma vürschling, schneidn ma arschling, wann ma Holz schneidn, kriagn ma Schwartling,
+
   °  Wann du ka Gstanzl waßd, kauf mar ans o,
       schneidn ma bierbuchsbamane Ladn, kriagn mar an Tånzbodn, an rar'n.
+
      i hab a paar Dutzend im Hosnsack do.
   °  D`Leid segn in Jesus drüber geh`n übern Genehsarether See
+
  °  Du hast viele Gstanzln im Hosnsack drin,
       Drübm frogn`s: "wia bist denn rüber kemma"? Er sogt: "i hob an Anlauf gnumma."
+
      zreiß i dir d Hosn, sans alle dahin.
   °  Die Bäurin ist granti - woran mog dös lieg'n?
+
  °  Sche rund is mei Huat und sche haß is mei Bluat,
       Die ist halt beim Aufstehn in an Kuhdreck nei g stieg n.
+
      sche haß is mei Faust und die schmeckt ah recht guat.
   °  Weil Frankfurt so groß ist, so teilt man es ein
+
  °  Jetzt hat ana gsunga, der sollt des net sagn,
       in Frankfurt an der Oder und Frankfurt am Main.
+
      dem kunnt ma die Schneid aus da Faust aussa schlagn.
   °  Zwischen Afritz (Ortsname) und Treffen (Ortsname), da steht a Tunnel,
+
  °  Jetzt hat ana gsunga, der singt gar net schen,
       fahrst eine, werds finster, fahrst aussa, werds hell!
+
      und wann man derschlagt, bleibt die Pappn no stehn.
   °  Zwoa Werklmauna und zwoa Eisnbauna und a Krampal und a Niglo
+
  °  Da drent bei da Donau steign d Nebeln in d Höh,
       de san auf Maria Tafal gaunga san bis heit nu net do!
+
      Wannst du so schiach singst, tan ma d Ohrn allweil weh.
   °  Hinta da Hollastaud'n, da sitzt a Krowod (Kroate)
+
  °  Du tuast allweil singa, du tuast allweil schrein,
      der traut si net vira weil a d'Hosn voi hot
+
      i schiab di scho ah in mein Hosnsack nein.
 
+
  °  Da Ernstl und i, mir san scho a zwa,
=== Spott Burschen ===
+
      er hat a Glatzn und i bein Oasch kane Haar.
 +
  °  Auf Kierling, da geh i a dreiviertl Stund,
 +
      in Ernstl sei Nasn wägt dreiviertl Pfund.
 +
  °  Wann da Ernstl so weidasingt, schmeiß i eam um,
 +
      daschlagn tua i'n net, aber s Gnack drah i eam um.
 +
  °  Da Ernstl, der nimmts mit da Arbeit genau,
 +
      beim Tag is a krank, und auf d Nacht is a blau.
 +
  °  Jetzt singt da Peter scho Gstanzl über mi, des is des was i gar nicht versteh!
 +
      Denn seit wann ham bei uns de Schwab’n ah scho was zum sog’n.
 +
  °  Gestan aufd Nocht hob i fiachtalich glocht
 +
      hob nu nia so vü glocht ois wia gestan aufd Nocht!
 +
  °  Üban Zaun drübag'stign mit'n Oarsch henga blieb'n
 +
      sakrisch teufelt und g'fluacht und in Oarsch a weil g'suacht
 +
  °  Eh eh eh eh mir san de schene zwe.
 +
      Eh eh eh eh mei san mir sche.
 +
  °  Da Hiasl is schön vom Fuaß bis zum Hals,
 +
      und dann kummt der Kopf, der verschandlt eam alls.
 +
  °  Ja der Felix is a schöner Mensch vom Fuß bis zum Hals
 +
      doch dann kimmt der Kopf der versaut wieder olls
 +
  °  Ja grün ist die Hoffnung und grün der Spinat,
 +
      und grün ist der Jüngling, der keinen Bart hat.
 +
  °  am schoastoanspitz waht a wind a woacha
 +
      die ausseer buam san ois hosnsoacha!
 +
  °  jo da sepp hot zähn so weiß wia da schnee,
 +
      hint` homs eam scho eigsetzt, drum dans eam nid weh!
 +
  °  Dort untern am Bacherl, wo die Weiden sich biegen,
 +
      da raufen zwei Glatzköpf, dass d'Haar nur so fliegen.
 +
  °  Det de Spree musikalisch is, det weiß jeder Mann;
 +
      denn neulich, da sank dort ein Äppelkahn.
 +
  °  Ich steh auf der Brücke und spuck in den Kahn ,
 +
      da freut sich die Spucke, dass sie Kahn fahren kann.
 +
  °  Ich steh in dem Kahne und spuck auf die Brück,
 +
      da muss ich schnell fahren, denn die Spuck kommt zurück.
 +
 
 +
=== Spott Mädchen ===
  
   °  Zizipe Nachtigall, Schafköpf gibts überall,
+
   °  Glei hintern Stadl, da gagatzt da Hahn,
       Sauköpf no mehr, du Schafkopf, schau her.
+
       habs Deandl wolln halsn, rennt der Trampel davon.
   °  Jetzt hast ma ans gsunga, des kenn i scho lang.
+
   °  Pfiat di Gott, mei liabs Schatzerl, verlass di auf mi.
       Wannsd ka anders net waßt, bleib daham mit dein Gsang.
+
       Wann i ka Schönre find, kumm i wieda um di.
   °  Ja weil da da Heurige schmeckt, kikeriki,
+
   °  In Summa is warm und in Winter is kalt
       und a Messer und a Geld und a alts Paraplü.
+
       und i mag halt ka Dirndl, ders Tanzn net gfallt.
   °  Huck di da zuacha a bissl bessa,
+
   °  Je höcher da Kirchturm, je schöner des Gläut,
       aba dassd di net schneidst mit mein Taschnmessa.
+
       je älter die Weiber, umso zacher san d Häut.
   °  Graft hab i ah mit an Kapuzina,
+
   °  Aber heitschi bumbeidschi, du wunderliabs Kind,
       hab eam beim Bart packt, jetzt raft a nimma.
+
       für d Arbeit bist z'fäul, nur beim Fressn bist gschwind.
   °  Die Nacht macht alls finster, der Regn macht alls nass,
+
   °  Es Gstanzl is aus und da draußt rennt a Maus
       dass du an Rausch hast, machts Bier drin im Glas.
+
       und du bist a Hex und a so geht da Text.
   °  Hintn im Grabn hams an Kater derschlagn,
+
   °  Von Weidlingbach außer, da möcht i ka Mensch,
       da Hans is glei ghupft und hats Fleisch davon tragn.
+
       ham endslange Haxn und krahn wia die Gäns.
   °  Jetzt hat ana gsunga, des hat si net greimt,
+
   °  Ein bildhübsches Mädchen ging einstens spaziern,
       den ghörat die Pappn mit Uhu zua gleimt.
+
       kam der Horsti daher, wollt die Kleine verführn.
   °  Da Hans, der hat Schädlweh, der tuat urndli klagn,
+
   °  Sagt das bildhübsche Mädchen, ich bin keine solchene,
       sei Weib hat eam drauf - a Häferl zerschlagn.
+
       hat in Horsti ane gschmiert, aber schon a solchene.
   °  Der Hans is a Mann, des muass ma scho sagn,
+
   °  Dabei hat er sie nur auf die Schulter geküsst,
       nur sein Bauch, den muass a in Rucksack mittragn.
+
       weil des Saumensch ums Mäul herum z'dreckig gwen ist.
   °  Geh tua net so singa, geh tua net so prahln,
+
   °  Wann jeder a reiche, a schöne will habm,
       geh liaba zum Greißler und tua Schuldn zahln.
+
       wo soll denn da Teixl die schiachn hintragn?
   °  I sing, was i will und i sing, was mi gfreut
+
   °  Bald tramt ma von d Ochsn, bald tramt ma von d Küah,
       und i scher mi gar net um die ratscherten Leut
+
       bald tramt ma von d Weiberleut, was gscheits tramt ma nia.
   °  Wannsd gar so viel singst und schimpfst über mi,
+
   °  Die Eva, des Luada, gab in Adam die Frucht,
       dann denk i ma, bist no viel schlechter als i.
+
       des Rindviech hat's gfressn, jetzt san ma verflucht.
   °  Geh tua di nur waschn, tua d Safn net sparn
+
   °  Aber lustig is's gewesn in vurign Winta,
       und tua da nur selber über d Pappn mal fahrn.
+
       habn zwa Mentscha graft - um an Besnbinda.
   °  Jetzt hat ana gsunga, a ganz a Junga,
+
   °  Herst Mitzi, wann du meine Gstanzln willst hörn,
       is dalkert und dumm, aber nix bringt n um.
+
       nacha ruck a Weng zucha, dann brauch i net so plärrn.
   °  Jetzt hat ana gsunga, der klingt ganz betrübt,
+
   °  Ja Mitzi, da schaust und da wunderst di wia,
       des muaß ana sei, der ka Madl net kriagt.
+
       die allerschönstn Gstanzln hab i dicht heut wegn dir.
   °  I ghör jetzt zu de Altn, es Gsicht voller Faltn,
+
   °  Wannst du net so schön warst, dann gang i mit dir,
       hab graue Haar am Kopf, aber di pack i beim Schopf.
+
       aba weil du so schön bist, drum trau i mi nia.
   °  Dass im Wald finster is, machn die Bam.
+
   °  A frisch Glasl Wein schenk i da Mitzi jetzt ein
       Wer si net zucha traut, der bleibt daham.
+
       und a Fledermausbluat, nacher busslts scho guat.
   °  Drunt in da grean Au wachst a Bleamerl im Gras.
+
   °  Wannst du ma kan Wein net zahlst und ka Bratl,
       Wann da Franzl vom Bett aufsteht, is's allerweil nass.
+
       nacher hast die ganz Wochn ka Liegerstattl.
   °  I wünsch euch allen fürs heurige Jahr,
+
   °  Geh Dirndl, geh her und mit mir hast ka Gscher
       dass euch alls so guat ausgeht wia in Ernstl sei Haar.
+
       und i zahl da a Bier, daßd a Freud hast mit mir.
   °  Da Ernstl is lustig, manchmal lacht er sogar,
+
   °  Is ana amal gwesn, hat ka Dirndl gliabt,
       und sagt: Liaba a Glatzn als gar kane Haar.
+
       in d Höll is a kumma und Schläg hat a kriagt.
   °  Warums Erdäpfeln gibt, ja des waas i jetzt scho,
+
   °  Es Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
       dass da Seppl wen hat, dem er d Haut aschäln ko.
+
       mit an Fuaß, da mahts es Gras, mit n anderen heugst zwamm.
   °  Mitn Ernstl, den Lotter, da is es a so,
+
   °  Mei Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
       i brauch ja nur aufreibn, scho rennt er davo.
+
       jetzt kumman zwa hitschate hatschate zsamm.
   °  Du schimpfst allaweil, und grad nur auf mi,
+
   °  Jetzt geh i zum Seiler und kauf ma an Strick,
       die gar so viel schimpfn, san schlechta wiar i.
+
       nimms Mensch auf n Bugl, trags überall mit.
   °  Wann du ka Gstanzl waßd, kauf mar ans o,
+
   °  Und wann s mi tuan fragn, was i da tua tragn,
       i hab a paar Dutzend im Hosnsack do.
+
       so sag i, i hab in Teifl bein Kragn.
   °  Du hast viele Gstanzln im Hosnsack drin,
+
   °  Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
      zreiß i dir d Hosn, sans alle dahin.
+
      er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
   °  Sche rund is mei Huat und sche haß is mei Bluat,
+
   °  Aber Mitzi, oho, auf dein Bauch sitzt a Floh,
       sche haß is mei Faust und die schmeckt ah recht guat.
+
       den fang i dir weg, aba zuckn derfst net.
   °  Jetzt hat ana gsunga, der sollt des net sagn,
+
   °  Die Mitzi hats gsagt, meine Gstanzln gfalln net.
       dem kunnt ma die Schneid aus da Faust aussa schlagn.
+
       Ja du gfallst ma ah net, ah net nacha im Bett.
   °  Jetzt hat ana gsunga, der singt gar net schen,
+
   °  Aba Mitzi, sei gscheit, nimm an Buam, der di gfreit,
       und wann man derschlagt, bleibt die Pappn no stehn.
+
       lass den andern, den kloan bei da Saustalltür loan.
   °  Da drent bei da Donau steign d Nebeln in d Höh,
+
   °  I und mei Vada, mei Mitzi, mei Kuah,
       Wannst du so schiach singst, tan ma d Ohrn allweil weh.
+
       und jetzad man i, warn Rindviecher gnua.
   °  Du tuast allweil singa, du tuast allweil schrein,
+
   °  Wanns regnt und wanns schneibt und wanns dunnert und blitzt,
       i schiab di scho ah in mein Hosnsack nein.
+
       da fircht i mi gar net, wann d Mitzi da sitzt.
   °  Da Ernstl und i, mir san scho a zwa,
+
   °  Die Mitzi hat Zahnderln, da lachts gern damit.
       er hat a Glatzn und i bein Oasch kane Haar.
+
       Sie kunntat a beißn, aber des tuats scho nit.
   °  Auf Kierling, da geh i a dreiviertl Stund,
+
   °  Wannsd ma a recht a schöns Gstanzl aufsagst,
       in Ernstl sei Nasn wägt dreiviertl Pfund.
+
       dann derfst amal schlafn bei mir über d Nacht.
   °  Wann da Ernstl so weidasingt, schmeiß i eam um,
+
   °  Scheint d Sunn her auf s Dacherl, wern d Schindln sche dürr.
       daschlagn tua i'n net, aber s Gnack drah i eam um.
+
       Die Mitzi is grantig, i kann nix dafür.
   °  Da Ernstl, der nimmts mit da Arbeit genau,
+
   °  Bin a fesche, a saubre, aber meine bist net.
       beim Tag is a krank, und auf d Nacht is a blau.
+
       Hättst ma aufgmacht, i hätt di anglahnt, aber einiganga war i net.
   °  Jetzt singt da Peter scho Gstanzl über mi, des is des was i gar nicht versteh!
+
   °  Die nettastn Dirndl san allweil die klan,
       Denn seit wann ham bei uns de Schwab’n ah scho was zum sog’n.
+
       ja weil sa si bein Bussln schön zuwewuzln tan.
   °  Gestan aufd Nocht hob i fiachtalich glocht
+
   °  Aber Hansl, sei do net gar a so faul,
      hob nu nia so vü glocht ois wia gestan aufd Nocht!
+
      so nimm do bein Bussln die Pfeif ausn Maul.
   °  Üban Zaun drübag'stign mit'n Oarsch henga blieb'n
+
   °  Ja wannst net so schön warst, dann gang i mit dia,
       sakrisch teufelt und g'fluacht und in Oarsch a weil g'suacht
+
       aber weilsd gar so schön bist, drum trau i mi nia.
  °  Eh eh eh eh mir san de schene zwe.
+
   °  Die Mitzi is sauber, is schön, is adrett,
      Eh eh eh eh mei san mir sche.
+
       aber so an schön Bart als wia i hats halt net.
   °  Da Hiasl is schön vom Fuaß bis zum Hals,
+
   °  Des Diandl is kloa, muaß schlafn alloan,
       und dann kummt der Kopf, der verschandlt eam alls.
+
       zu ihrn Fensterl kummt ka Bua, weil sie hats allweil zua.
   °  Ja der Felix is a schöner Mensch vom Fuß bis zum Hals
+
   °  Beim Diandl sein Fenster is a Raubvoglnest
       doch dann kimmt der Kopf der versaut wieder olls
+
       und i trau mi net zuche, weil des Luada is bös.
  °  Ja grün ist die Hoffnung und grün der Spinat,
+
   °  Mitzi, wannsd nix zum Trinkn herstöllst, her i jetzt auf
      und grün ist der Jüngling, der keinen Bart hat.
+
       und i sing da ka anziges Gstanzl mehr drauf.
   °  am schoastoanspitz waht a wind a woacha
+
   °  Aber Mitzi, geh her und mit mir hast ka Gscher
       die ausseer buam san ois hosnsoacha!
+
       und i zahl dar a Bier, dassd a Freid hast mit mir.
   °  jo da sepp hot zähn so weiß wia da schnee,
+
   °  Heut Nacht hat ma tramt, i habs Schimmerl einzaamt,
       hint` homs eam scho eigsetzt, drum dans eam nid weh!
+
       habs eingspannt in Wagn, bin zur Mitzi hin gfahrn.
   °  Dort untern am Bacherl, wo die Weiden sich biegen,
+
   °  Ja die Mitzi, die is net z'groß und net z'klan,
       da raufen zwei Glatzköpf, dass d'Haar nur so fliegen.
+
       is net z'dick, is net z'dünn, is grad recht nach mein Sinn.
   °  Det de Spree musikalisch is, det weiß jeder Mann;
+
   °  s'Deandl hat schwarze Augn, schwarze Pratzn,
       denn neulich, da sank dort ein Äppelkahn.
+
       Läus hats wia Fledermäus, Flöh als wia Ratzn.
   °  Ich steh auf der Brücke und spuck in den Kahn ,
+
   °  s'Deandl is a Schönheit, der kane net gleicht
      da freut sich die Spucke, dass sie Kahn fahren kann.
+
       und jetzt stell i's in Gartn, dass ma d Vögln verscheicht.
  °  Ich steh in dem Kahne und spuck auf die Brück,
+
   °  A Apfel is rot und schön, inwendig faul.
       da muss ich schnell fahren, denn die Spuck kommt zurück.
+
       Bein Mentsch, da is's grad a so, am Bestn schmeckt s'Maul.
 
+
   °  Die Gams hat zwa Krickerln, da Jaga an Hund
=== Spott Mädchen ===
+
       und es Dirndl a Nasn, dass nei regna kunnt.
 
+
   °  In Dirndl sei Nasn is buglert, o mei,
   °  Glei hintern Stadl, da gagatzt da Hahn,
+
       wanns as weida so hoch tragt, dann regnts ihr no nei.
       habs Deandl wolln halsn, rennt der Trampel davon.
+
   °  Die Mitzi hats gsagt, i soll Gstanzln singa,
   °  Pfiat di Gott, mei liabs Schatzerl, verlass di auf mi.
+
       die wird des no biaßn, i wers niedersinga.
       Wann i ka Schönre find, kumm i wieda um di.
+
   °  Die Mitzi is sauber, is liab und is nett,
   °  In Summa is warm und in Winter is kalt
+
       aber so an schen Bart als wia i hats halt net.
       und i mag halt ka Dirndl, ders Tanzn net gfallt.
+
   °  Znagst bin i in Bett glegn, da hat ma was tramt,
   °  Je höcher da Kirchturm, je schöner des Gläut,
+
       hat ma tramt von da Mitzi, was bleds hat ma tramt.
       je älter die Weiber, umso zacher san d Häut.
+
   °  Die Flöh hupfn allweil zur Mitzi ins Bett,
   °  Aber heitschi bumbeidschi, du wunderliabs Kind,
+
       wia schaugert denn des aus, wann des unserans tät.
       für d Arbeit bist z'fäul, nur beim Fressn bist gschwind.
+
   °  Warum gib’s soviel Weiber (Manner) auf da Welt weit und breit.
   °  Es Gstanzl is aus und da draußt rennt a Maus
+
       Ja weil halt des Unkraut halt überall gedeiht.
       und du bist a Hex und a so geht da Text.
+
   °  A Sack voller Weiber, Gott, verzeih ma die Sünd,
   °  Von Weidlingbach außer, da möcht i ka Mensch,
+
       obm zuabindn, unt anzündn und zuaschaun, wia s brinnt.
       ham endslange Haxn und krahn wia die Gäns.
+
   °  Die Madln von Grinzing ham gelbe Strümpf an,
   °  Ein bildhübsches Mädchen ging einstens spaziern,
+
       die brauchns net waschn, die soachns nur an.
       kam der Horsti daher, wollt die Kleine verführn.
+
   °  In Bad Kreuzen (Ort) die Dirndln hab'm gelbe Strüpmf' an
   °  Sagt das bildhübsche Mädchen, ich bin keine solchene,
+
       de brauchans net wasch'n, de wischerln s'es an
       hat in Horsti ane gschmiert, aber schon a solchene.
+
 
   °  Dabei hat er sie nur auf die Schulter geküsst,
+
=== Streit ===
       weil des Saumensch ums Mäul herum z'dreckig gwen ist.
+
 
   °  Wann jeder a reiche, a schöne will habm,
+
   °  Da Hans und die Gredl san kreizbrave Leut,
       wo soll denn da Teixl die schiachn hintragn?
+
       er is a weng narrisch und sie is net gscheid.
   °  Bald tramt ma von d Ochsn, bald tramt ma von d Küah,
+
   °  Wannsd du sagst, dass i bled bin, da trink i mein Bier,
       bald tramt ma von d Weiberleut, was gscheits tramt ma nia.
+
       weu so bled wia du wer i sicher gar nia.
   °  Die Eva, des Luada, gab in Adam die Frucht,
+
   °  Hintn im Tal hams an Teifl derschlagn,
       des Rindviech hat's gfressn, jetzt san ma verflucht.
+
      da Hansl, der Lausbua hats Fleisch davontragn.
   °  Aber lustig is's gewesn in vurign Winta,
+
   °  A Ruam is ka Apfel, a Zwetschkn ka Birn,
       habn zwa Mentscha graft - um an Besnbinda.
+
       is's Mäul allweil offn, is in Kopf net viel Hirn.
   °  Herst Mitzi, wann du meine Gstanzln willst hörn,
+
   °  Ja sing nur so weida und sing von an Hirn,
       nacha ruck a Weng zucha, dann brauch i net so plärrn.
+
       hast ja selber a Hirn grad so dick wiar a Zwirn.
   °  Ja Mitzi, da schaust und da wunderst di wia,
+
   °  I hab halt a Hirn, a liabs und a klans,
      die allerschönstn Gstanzln hab i dicht heut wegn dir.
+
       schaut ma di a so an, da findt ma gar kans.
   °  Wannst du net so schön warst, dann gang i mit dir,
+
   °  Hab a Glasaug und O-Fiass, bin zaundürr wia a Hund,
       aba weil du so schön bist, drum trau i mi nia.
+
       hab an Bugl, an Kropf, aber sunst bin i gsund.
   °  A frisch Glasl Wein schenk i da Mitzi jetzt ein
+
   °  Manchmal, da mag i di, manchmal singst schen für mi,
       und a Fledermausbluat, nacher busslts scho guat.
+
       manchmal da kunnt i di ausseschmeißn.
   °  Wannst du ma kan Wein net zahlst und ka Bratl,
+
   °  Im Tal hats an Nebel, am Berg, da is's klar,
       nacher hast die ganz Wochn ka Liegerstattl.
+
      was d Leut allweil ratschn, is allas net wahr.
   °  Geh Dirndl, geh her und mit mir hast ka Gscher
+
   °  Jetzt hat ana gsunga, der gherat umbrunga,
       und i zahl da a Bier, daßd a Freud hast mit mir.
+
       vagift und daschossn und nacher ausglacht.
   °  Is ana amal gwesn, hat ka Dirndl gliabt,
+
   °  Mei Liaba, dei Reim, der hat si net greimg,
       in d Höll is a kumma und Schläg hat a kriagt.
+
       du brauchatst an Tischler, das a'n Reim amal leimt.
   °  Es Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
+
   °  Du hast jetzt guat gsunga , und richtig, und schön,
      mit an Fuaß, da mahts es Gras, mit n anderen heugst zwamm.
+
       du solltast in d Oper als Häuslfrau gehn.
   °  Mei Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
+
   °  Geh sing net so schiach, und sing net so laut,
       jetzt kumman zwa hitschate hatschate zsamm.
+
       mi tuats ja nur wundern, dassd di herkumma hast traut.
   °  Jetzt geh i zum Seiler und kauf ma an Strick,
+
   °  Des was du da gsunga hast, war ja net fein,
       nimms Mensch auf n Bugl, trags überall mit.
+
       i mecht scho fast sagn, des war hundsgemein.
   °  Und wann s mi tuan fragn, was i da tua tragn,
+
   °  Hat oana ans gsunga, dös hat sie nit greimt
       so sag i, i hab in Teifl bein Kragn.
+
       dann hab i eahm die Zung aufn Arsch aufigleimt.
   °  Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
+
   °  Daß i di gar net mag, na, des sog i net.
       er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
+
       Aber wannst a weng schener warst, schadn tat's net.
   °  Aber Mitzi, oho, auf dein Bauch sitzt a Floh,
+
   °  A Birn is ka Apfel und a Apfel ka Birn,
       den fang i dir weg, aba zuckn derfst net.
+
       wanns Mäul geht spaziern, is in Kopf net viel Hirn.
   °  Die Mitzi hats gsagt, meine Gstanzln gfalln net.
+
   °  Jetzt hat ana gsunga, is da Rotz awegrunna,
       Ja du gfallst ma ah net, ah net nacha im Bett.
+
       wann a no amal singt, nacha schneuz ma eam gschwind
   °  Aba Mitzi, sei gscheit, nimm an Buam, der di gfreit,
+
   °  Jetzt steht er do und schaut saudumm drein
       lass den andern, den kloan bei da Saustalltür loan.
+
       er möchert was singa, doch es foit eam nix ein
   °  I und mei Vada, mei Mitzi, mei Kuah,
+
   °  Buama, wånn`s rafn wollts, braucht`s es gråd sågn,
       und jetzad man i, warn Rindviecher gnua.
+
       `s Messer is gschliffn, und d`Fäust, de san glådn
   °  Wanns regnt und wanns schneibt und wanns dunnert und blitzt,
+
   °  Es Dirndl is sauba vom Kopf bis zur Brust,
       da fircht i mi gar net, wann d Mitzi da sitzt.
+
       und dann kummt da Arsch, da vageht da die Lust.
   °  Die Mitzi hat Zahnderln, da lachts gern damit.
+
   °  Der Hannes is sauber vom Fuaß bis zum Hals,
       Sie kunntat a beißn, aber des tuats scho nit.
+
       und dann kummt da Kopf (Kropf), und der verpatzt alls.
   °  Wannsd ma a recht a schöns Gstanzl aufsagst,
+
   °  A Sack voller Weiber, Herr verzeih ma de Sünd,
      dann derfst amal schlafn bei mir über d Nacht.
+
       obn zuabindn, unt anzündn, und zuaschaun, wias brinnt.
  °  Scheint d Sunn her auf s Dacherl, wern d Schindln sche dürr.
+
   °  Von fünfazwanz Nussn und Dirndln hast ghört,
       Die Mitzi is grantig, i kann nix dafür.
+
       sand zwölfe nix nutz und dreizehn nix wert.
   °  Bin a fesche, a saubre, aber meine bist net.
+
   °  Buama won`s raffa woitt`s miasts es nur sogn
       Hättst ma aufgmacht, i hätt di anglahnt, aber einiganga war i net.
+
       D`Messer san g`schliffa, d`Revolfer san g`lond
   °  Die nettastn Dirndl san allweil die klan,
+
   °  Warum gibts so vül Buama auf der Welt weit und breit?
       ja weil sa si bein Bussln schön zuwewuzln tan.
+
       Ja wei hoid des Unkraut üwaroi guad gedeiht.
   °  Aber Hansl, sei do net gar a so faul,
+
   °  Jetzt hat einer g’sungen, das hat sich nicht g’reimt,
       so nimm do bein Bussln die Pfeif ausn Maul.
+
       dem gehört ja die Zunge woanders hin g’leimt.
   °  Ja wannst net so schön warst, dann gang i mit dia,
+
   °  Do hot ana gsunga, des hot sie net greimt,
       aber weilsd gar so schön bist, drum trau i mi nia.
+
       do haum's eam de Zung, zum Oasch zuwe gleimt.  
   °  Die Mitzi is sauber, is schön, is adrett,
+
   °  Der eine weiß dies, der andre weiß das,
       aber so an schön Bart als wia i hats halt net.
+
       ’s weiß jeder was andres, aber jeder weiß was.  
   °  Des Diandl is kloa, muaß schlafn alloan,
+
   °  Für die Flöh' gibt's a Pulver, für die Schuh gibts a Wichs,
       zu ihrn Fensterl kummt ka Bua, weil sie hats allweil zua.
+
       für den Durst gibt's a Wasser, für die Dummheit gibt's nicht's.
   °  Beim Diandl sein Fenster is a Raubvoglnest
+
   °  Jetzt hod ana gsunga, den wos a jeda kennt,
       und i trau mi net zuche, weil des Luada is bös.
+
       am Kopf g´färbte Hoar und im Mund foische Zähnt.
   °  Mitzi, wannsd nix zum Trinkn herstöllst, her i jetzt auf
+
   °  27, 28, 29, 30,
       und i sing da ka anziges Gstanzl mehr drauf.
+
       host leicht du Schnackerl, weis di a so reißt.
   °  Aber Mitzi, geh her und mit mir hast ka Gscher
+
   °  In (Name) hom de Schof ogschau. De Schof hom in (Name) ogschaut.
       und i zahl dar a Bier, dassd a Freid hast mit mir.
+
       Da (Name) hot si gschomt, wei´n d´Schof ogschaut homt.
   °  Heut Nacht hat ma tramt, i habs Schimmerl einzaamt,
+
   °  Dass ma d' Faltn im Gsicht hat, des is scho bled,
       habs eingspannt in Wagn, bin zur Mitzi hin gfahrn.
+
       hätt ma's am Oasch, nacha sachat ma's net.  
   °  Ja die Mitzi, die is net z'groß und net z'klan,
+
   °  unten im grobm homs a tatschga daschlogn,
       is net z'dick, is net z'dünn, is grad recht nach mein Sinn.
+
       do sieht ma den karl (name) die knochn onogn
   °  s'Deandl hat schwarze Augn, schwarze Pratzn,
+
   °  jojo unser karl (name) is mehr dick als lonk,
       Läus hats wia Fledermäus, Flöh als wia Ratzn.
+
       der passat holt grod als a scheissheisl bonk.
   °  s'Deandl is a Schönheit, der kane net gleicht
+
   °  Do hod oana gsunga, hod glaubt dass ers kau,
       und jetzt stell i's in Gartn, dass ma d Vögln verscheicht.
+
       hod si au gheat wia a Raunza, von an oidn zwidan Mau.
   °  A Apfel is rot und schön, inwendig faul.
+
   °  Jetzt hat er halt g'sungen, jetzt ham mas halt g'hört,
       Bein Mentsch, da is's grad a so, am Bestn schmeckt s'Maul.
+
       mia ham z'Haus a Stallkuah, die grad a so röhrt.
   °  Die Gams hat zwa Krickerln, da Jaga an Hund
+
   °  De (Yspertola) Mendscha, de sand jo so sche,
       und es Dirndl a Nasn, dass nei regna kunnt.
+
       de drahnt se de Hoar mit da Mistgowi ei.
   °  In Dirndl sei Nasn is buglert, o mei,
+
   °  Aber 27, 28, 29, 30 (siemazwanzg, achtazwanzg, neunazwanzg, dreißg)
       wanns as weida so hoch tragt, dann regnts ihr no nei.
+
       das Dirndl muß Bauchweh hab'n, weil's a so schaut.
   °  Die Mitzi hats gsagt, i soll Gstanzln singa,
+
   °  wonn da hons so sche singt jo do ko ma si gfrein,
       die wird des no biaßn, i wers niedersinga.
+
       do ruida die augn wie da hou in da steign!
   °  Die Mitzi is sauber, is liab und is nett,
+
   °  do hod oana gsunga, hod is mäü so weit broat,
       aber so an schen Bart als wia i hats halt net.
+
       wie ba die oxn im stoi woma is hotta einiloat!
   °  Znagst bin i in Bett glegn, da hat ma was tramt,
+
 
       hat ma tramt von da Mitzi, was bleds hat ma tramt.
+
=== Tiere ===
   °  Die Flöh hupfn allweil zur Mitzi ins Bett,
+
 
       wia schaugert denn des aus, wann des unserans tät.
+
   °  Jeder Hund hat sei Hütt`n, jeder Dachs hat sein Bau,
   °  Warum gib’s soviel Weiber (Manner) auf da Welt weit und breit.
+
       jeder Fuchs hat sei Füchsin, jeder Saubär sei Sau.
       Ja weil halt des Unkraut halt überall gedeiht.
+
   °  Zwoa schneeweiße Täuberln tuan schnabeln am Dach,
   °  A Sack voller Weiber, Gott, verzeih ma die Sünd,
+
      i und mei Dianderl homs grod aso g`macht.
       obm zuabindn, unt anzündn und zuaschaun, wia s brinnt.
+
  °  De Großeisenbecker Bauern, ja de san fei schlau.
   °  Die Madln von Grinzing ham gelbe Strümpf an,
+
      De geb’n da Kuh an Schokolad und melka dann an Kakao.
       die brauchns net waschn, die soachns nur an.
+
   °  Ja wenn i a mal a Geld hab, nacha kauf’i zwoa Kühe,
   °  In Bad Kreuzen (Ort) die Dirndln hab'm gelbe Strüpmf' an
+
       de oane muaß an Schnaps geb’n und de andere a Bier.
      de brauchans net wasch'n, de wischerln s'es an
+
   °  Und wenn der Hahn kraht, dann kräht er aufm Mist
 
+
       dann ändert sich’s Wetter, oder s’bleibt wie es ist.
=== Streit ===
+
   °  Da Ochs hat vier Haxn, i waß scho, warum,
 
+
       hätt a bloß zwa, ja, dann fallert er um.
   °  Hat oana ans gsunga, dös hat sie nit greimt
+
   °  Wann ana an Ochsn stiehlt, is des ganz klar,
       dann hab i eahm die Zung aufn Arsch aufigleimt.
+
       dass der, der eam gstohln hat, ka Taschndiab woar.
   °  Daß i di gar net mag, na, des sog i net.
+
   °  Da Saubär, der schamt si, er waß ganz genau,
       Aber wannst a weng schener warst, schadn tat's net.
+
       seine Kinder werdn Fadln, sei Frau is a Sau.
   °  A Birn is ka Apfel und a Apfel ka Birn,
+
   °  Is d Bäurin recht dick und an da Sau is nix dran,
       wanns Mäul geht spaziern, is in Kopf net viel Hirn.
+
       dann hat si da Baua beim Fuadan vertan
   °  Jetzt hat ana gsunga, is da Rotz awegrunna,
+
   °  A Schwiegermuada und a Bandlwurm hab’n die gleiche Natur:
       wann a no amal singt, nacha schneuz ma eam gschwind
+
      Solang der Schädl dran is, geb’n s’ all zwa koa Ruah.
   °  Jetzt steht er do und schaut saudumm drein
+
   °  Unten im See hams a Hochwasser ghabt, da ham's die Fisch von da Bam obaghåkt,
       er möchert was singa, doch es foit eam nix ein
+
       still ruht der See, fürchtet Euch nicht.
   °  Buama, wånn`s rafn wollts, braucht`s es gråd sågn,
+
   °  Sagt da Walfisch zum Thunfisch, das kannst du nicht tun, Fisch,
       `s Messer is gschliffn, und d`Fäust, de san glådn
+
       sagt da Thunfisch zum Walfisch, du hast keine Wahl, Fisch.
   °  Es Dirndl is sauba vom Kopf bis zur Brust,
+
   °  Die Flöh hupfn eini zum Dirndl ins Bett,
      und dann kummt da Arsch, da vageht da die Lust.
+
       wia schaugert des aus, wann des unsaans tät.
   °  Der Hannes is sauber vom Fuaß bis zum Hals,
+
   °  Waun i auf´d Nocht schlofa geh, lesch i is Liacht aus,
       und dann kummt da Kopf (Kropf), und der verpatzt alls.
+
       damit de Fleh da Moanung san, i bin net z´Haus.
   °  A Sack voller Weiber, Herr verzeih ma de Sünd,
+
   °  Für die Flöh gibt’s a Pulver, für die Schuh gibt’s a Wichs,
       obn zuabindn, unt anzündn, und zuaschaun, wias brinnt.
+
       für den Durst gibt’s a Wasser, für die Dummheit gibt’s nichts.
   °  Von fünfazwanz Nussn und Dirndln hast ghört,
+
   °  Und da drunt in der Türkei da gibt’s de Vielweiberei
       sand zwölfe nix nutz und dreizehn nix wert.
+
       bei uns derfs net sein zwengs dem Tierschutzverein
   °  Buama won`s raffa woitt`s miasts es nur sogn
+
   °  Der Dackel, der wackelt mit dem Schwanz hin und her,
       D`Messer san g`schliffa, d`Revolfer san g`lond
+
       der Schwanz kann das net, denn der Dackel ist zu schwer.
   °  Warum gibts so vül Buama auf der Welt weit und breit?
+
   °  Meine Tante hält Hühner, meine Tante hält Vieh,
       Ja wei hoid des Unkraut üwaroi guad gedeiht.
+
       meine Tante hält alles, nur den Babbel hält sie nie.
   °  Jetzt hat einer g’sungen, das hat sich nicht g’reimt,
+
   °  Mei Schwiegermuatter halt Hendln, mei Schwiegermuatter halt Küah,
       dem gehört ja die Zunge woanders hin g’leimt.
+
       mei Schwiegermuatter halt alls, nur die Pappn halt's nia.
   °  Do hot ana gsunga, des hot sie net greimt,
+
   °  In da Wiesn zirpt a Grill und da Baua maht's Gras,
       do haum's eam de Zung, zum Oasch zuwe gleimt.  
+
       auf amal is´ staad, Kopf åbgmaht.
   °  Der eine weiß dies, der andre weiß das,
+
   °  Auf der Wies’ singt ein Heuschreck, doch jetzt ist er stad,
       ’s weiß jeder was andres, aber jeder weiß was.  
+
       weil der Bauer mit der Sensen seinen Kopf hat abgmaht.
   °  Für die Flöh' gibt's a Pulver, für die Schuh gibts a Wichs,
+
   °  I und mei Vater, a Ochs und a Kuah,
       für den Durst gibt's a Wasser, für die Dummheit gibt's nicht's.
+
       jetzt glaub i, warat ma Rindviecher gnua.
   °  Jetzt hod ana gsunga, den wos a jeda kennt,
+
   °  Mancher Ehmann tragt Hörndln wia a Ochs ganz genau,
       am Kopf g´färbte Hoar und im Mund foische Zähnt.
+
      nur is der Ochs gscheiter, der nimmt si ka Frau.
   °  27, 28, 29, 30,
+
  °  Druntn beim Wirtn san Ochsen grad gnuag
       host leicht du Schnackerl, weis di a so reißt.
+
      die an, die werd’n braten, die andern schaun zua.
   °  In (Name) hom de Schof ogschau. De Schof hom in (Name) ogschaut.
+
   °  In München auf der Wies'n gibt's Ochsen grad gnua,
       Da (Name) hot si gschomt, wei´n d´Schof ogschaut homt.
+
       die einen werdn braten, die andern schaun zua.
   °  Dass ma d' Faltn im Gsicht hat, des is scho bled,
+
   °  Das Rindfleisch so teia is, des is ma z´dumm.
      hätt ma's am Oasch, nacha sachat ma's net.  
+
       Es rennan do e sovü Rindvicha umadum.
   °  unten im grobm homs a tatschga daschlogn,
+
   °  De Kinda, de tuat ma mit da Kuamüch ernährn,
       do sieht ma den karl (name) die knochn onogn
+
       do sois an net wundern, wauns Rindviecha wern.
   °  jojo unser karl (name) is mehr dick als lonk,
+
   °  Und wenn der Hahn kräht, dann kräht er am Mist,
       der passat holt grod als a scheissheisl bonk.
+
      dann ändert sich's Wetter, oder es bleibt wie es ist.
   °  Do hod oana gsunga, hod glaubt dass ers kau,
+
  °  Die Bauern hom die Krah so gern
       hod si au gheat wia a Raunza, von an oidn zwidan Mau.
+
       waö die Krah immer schlauer wern.
   °  Jetzt hat er halt g'sungen, jetzt ham mas halt g'hört,
+
   °  Und im Himmel hams an Schimmel und der Schimmel scheißt Geld,
       mia ham z'Haus a Stallkuah, die grad a so röhrt.
+
       ja so an scheiß Schimmel sollt mar håbn auf dera Welt.
   °  De (Yspertola) Mendscha, de sand jo so sche,
+
 
       de drahnt se de Hoar mit da Mistgowi ei.
+
=== Liebe ===
   °  Aber 27, 28, 29, 30 (siemazwanzg, achtazwanzg, neunazwanzg, dreißg)
+
 
       das Dirndl muß Bauchweh hab'n, weil's a so schaut.
+
   °  Die Sunn scheint am Tag und da Mond bei da Nacht
   °  wonn da hons so sche singt jo do ko ma si gfrein,
+
       und da hat mi mei Dirndl um die Unschuld gebracht.
       do ruida die augn wie da hou in da steign!
+
  °  Lustig is's Buamalebn, 's Geld hat ma d Muatter gebn,
   °  do hod oana gsunga, hod is mäü so weit broat,
+
      's Mensch hab i selber ghabt gestern auf d Nacht.
       wie ba die oxn im stoi woma is hotta einiloat!
+
   °  Redn allweil von Sündn, de ganz gscheidn Leut,
 
+
       wia kann des a Sünd sein, was an gar aso gfreit.
=== Tiere ===
+
   °  I geh jetzt zum Kramer und kauf mar an Hammer
 
+
      und nagls Mensch an, dass's ma net davon kam.
   °  Jeder Hund hat sei Hütt`n, jeder Dachs hat sein Bau,
+
  °  Je älter, je besser, so sagt beim Wein,
       jeder Fuchs hat sei Füchsin, jeder Saubär sei Sau.
+
       beim Mensch, da is's anders, die kunnt jünger sein.
   °  Zwoa schneeweiße Täuberln tuan schnabeln am Dach,
+
   °  Manchmal, da mag i di, manchmal singst schön für mi,
       i und mei Dianderl homs grod aso g`macht.
+
       manchmal da kunnt i di außischmeißn.
   °  De Großeisenbecker Bauern, ja de san fei schlau.
+
   °  Die nettastn Dirndl san allweil die klan,
       De geb’n da Kuh an Schokolad und melka dann an Kakao.
+
       ja weil sa sie beim Bussln schön zuwewuzln tan.
  °  Ja wenn i a mal a Geld hab, nacha kauf’i zwoa Kühe,
+
   °  Hansl spann ein und a Zwanga ghört dein,
       de oane muaß an Schnaps geb’n und de andere a Bier.
+
       fahrn ma auf Weean zu da schwarzaugatn Dean.
   °  Und wenn der Hahn kraht, dann kräht er aufm Mist
+
  °  A karierte Joppn und an Gamsbart am Huat
       dann ändert sich’s Wetter, oder s’bleibt wie es ist.
+
       und a schwarzaugats Deandl is fürs Herzklopfn guat.
   °  Da Ochs hat vier Haxn, i waß scho, warum,
+
   °  Mei Herzerl is fleißig und allweil schlagts mit,
      hätt a bloß zwa, ja, dann fallert er um.
+
       kann lachn, kann wana, aber treu sein kanns nit.
  °  Wann ana an Ochsn stiehlt, is des ganz klar,
+
   °  A Schneeberl hats gschniebm, alle Berg san schneeweiß
      dass der, der eam gstohln hat, ka Taschndiab woar.
+
      und jetzt liab i scho wieda a Deandl, a neus.
  °  Da Saubär, der schamt si, er waß ganz genau,
+
   °  Tuat di was kränkn, tua allweil dran denkn,
      seine Kinder werdn Fadln, sei Frau is a Sau.
+
       die dir so was tuat, der brennt selber da Huat.
  °  Is d Bäurin recht dick und an da Sau is nix dran,
+
   °  Die Vögerln baun Nesterln und singan dazua,
      dann hat si da Baua beim Fuadan vertan
+
       da Bua liabt sei Dirndl und lasst ihr ka Ruah.
  °  A Schwiegermuada und a Bandlwurm hab’n die gleiche Natur:
+
   °  Aber aus is's und gar is's und jetzt is Advent
      Solang der Schädl dran is, geb’n s’ all zwa koa Ruah.
+
       und da hab i mei Dirndl in d Rauchkuchl ghängt.
  °  Unten im See hams a Hochwasser ghabt, da ham's die Fisch von da Bam obaghåkt,
+
   °  Aber jetzt is's aus, jetzt is's aus, s' Mensch is bein Rauchfang raus
      still ruht der See, fürchtet Euch nicht.
+
       und da Bua schaut ihr zua, Selchfleisch gibt's gnua.
  °  Sagt da Walfisch zum Thunfisch, das kannst du nicht tun, Fisch,
+
   °  Bei da Nacht scheint da Mond und bein Tag kraht da Hahn,
      sagt da Thunfisch zum Walfisch, du hast keine Wahl, Fisch.
+
       wann i's Dirndl recht gern hab, muaß i scho wieder davon.
  °  Die Flöh hupfn eini zum Dirndl ins Bett,
+
   °  S'Dirndl hat gfischt bei da Nacht, hat nix derwischt bei da Nacht.
      wia schaugert des aus, wann des unsaans tät.
+
       Weils net guat ködern kann, beißt kana an.
  °  Waun i auf´d Nocht schlofa geh, lesch i is Liacht aus,
+
   °  Da kloan Hahn im Wald hat an Schwaf, an krumpn,
      damit de Fleh da Moanung san, i bin net z´Haus.
+
       wann i drei Dirndln hab, kann i zwa verlumpn.
  °  Für die Flöh gibt’s a Pulver, für die Schuh gibt’s a Wichs,
+
   °  S' Mensch liabt an Schreiber, schauts as nur an,
      für den Durst gibt’s a Wasser, für die Dummheit gibt’s nichts.
+
       hat himmelblaue Augn vom Tintn anschaun.
  °  Und da drunt in der Türkei da gibt’s de Vielweiberei
+
   °  Mei Mensch hat ma's gsagt, daß's mei Bart sakrisch gfreit,
      bei uns derfs net sein zwengs dem Tierschutzverein
+
       weil wann sie mein Bart siecht, is es Gsicht nimmer weit.
  °  Der Dackel, der wackelt mit dem Schwanz hin und her,
+
   °  Die Äpfeln san gelb, die Birnen san braun,
      der Schwanz kann das net, denn der Dackel ist zu schwer.
+
       die Madln san sauber, muaß ma ah um ans schaun.
  °  Meine Tante hält Hühner, meine Tante hält Vieh,
+
   °  Die Äpfeln wern zeitig, die Birn san scho braun,
      meine Tante hält alles, nur den Babbel hält sie nie.
+
       hat a jeda a Mensch, muaß ma ah um ans schaun.
  °  Mei Schwiegermuatter halt Hendln, mei Schwiegermuatter halt Küah,
+
   °  Die Maurer tan mäutern, die Jäger tan jagn,
      mei Schwiegermuatter halt alls, nur die Pappn halt's nia.
+
       die Buam, wanns verliabt san, tuan allerhand fragn.
  °  In da Wiesn zirpt a Grill und da Baua maht's Gras,
+
   °  Die Leut, die sagn allerweil, d Liab war a Sünd,
      auf amal is´ staad, Kopf åbgmaht.
+
       Madl, wannsd willst, nacher sündign ma gschwind.
  °  Auf der Wies’ singt ein Heuschreck, doch jetzt ist er stad,
+
   °  Vom Berg bin i aber zan Madl ins Tal,
      weil der Bauer mit der Sensen seinen Kopf hat abgmaht.
+
       geh zoag ma dei aufrichtigs Herzerl amal.
  °  I und mei Vater, a Ochs und a Kuah,
+
   °  Fiaker spann ein und a Guldn ghört dein,
      jetzt glaub i, warat ma Rindviecher gnua.
+
       führ mi ummi in d Mühl, wo i's Mensch halsn will.
  °  Mancher Ehmann tragt Hörndln wia a Ochs ganz genau,
+
   °  Zwa Hasn san gsprunga, zwa Hund wolltns jagn,
      nur is der Ochs gscheiter, der nimmt si ka Frau.
+
       zwa Buam, de ham graft, weils a Dirndl wolln habn.
  °  Druntn beim Wirtn san Ochsen grad gnuag
+
   °  Es Dirndl, des gfreit si, auf d Nacht kummt ihr Bua,
      die an, die werd’n braten, die andern schaun zua.
+
       er redt nix und deit nix, und sie hurcht eam zua.
  °  In München auf der Wies'n gibt's Ochsen grad gnua,
+
   °  Wann da Hahn kraht, macht a d Augn zua, weil a 's auswendig kann
      die einen werdn braten, die andern schaun zua.
+
       und i geh zu mein Dirndl, dass i ah a Freud han.
  °  Das Rindfleisch so teia is, des is ma z´dumm.
+
   °  Da Apfel is rot und rund, innan scho faul.
      Es rennan do e sovü Rindvicha umadum.
+
       Beim Dirndl is's grad a so, am Bestn schmeckt's Maul.
  °  De Kinda, de tuat ma mit da Kuamüch ernährn,
+
   °  Wer a schöns Deandl liabt, is scho betrogn,
      do sois an net wundern, wauns Rindviecha wern.
+
       was sie zwang mal verspricht, des is vierzg mal derlogn.
  °  Und wenn der Hahn kräht, dann kräht er am Mist,
+
   °  's Bussln is 's Beste gwiss, was da Mensch hat,
      dann ändert sich's Wetter, oder es bleibt wie es ist.
+
       drum tummelts euch, Deandln, sunst kummts no zu spat.
  °  Die Bauern hom die Krah so gern
+
   °  Deandl, geh spreiz di net, wann i vom Bussln red,
      waö die Krah immer schlauer wern.
+
       's Bussln, des merk da fein, muaß halt ah sein.
  °  Und im Himmel hams an Schimmel und der Schimmel scheißt Geld,
+
   °  Geh gib ma a Bussl und mach do ka Gsicht.
      ja so an scheiß Schimmel sollt mar håbn auf dera Welt.
+
       I druck schon die Äugerln zua, dass's neamand sicht.
 
+
   °  Da Pfarrer hats heut bei da Predigt verkündt,
=== Liebe ===
+
       je schöner des Deandl, desto klaner die Sünd.
 
+
   °  Und i bin mit die Deandln no allweil guat gfahrn,
   °  Tuat di was kränkn, tua allweil dran denkn,
+
       drum kunnt i net sagn, dass's ma zwieder warn wordn.
       die dir so was tuat, der brennt selber da Huat.
+
   °  Wannsd ka Schneid hast, bleib daham und tua Erdäpfel klaubn,
   °  Die Vögerln baun Nesterln und singan dazua,
+
       Wannsd a Schneid hast, geh zum Deandl, tua bein Fenster einischaun.
       da Bua liabt sei Dirndl und lasst ihr ka Ruah.
+
   °  Deandl, i liabat die, wansd mi willst, kriagast mi,
   °  Aber aus is's und gar is's und jetzt is Advent
+
       wannsd mi treu liabst, kannst mi habm, wannsd mi kriagst.
       und da hab i mei Dirndl in d Rauchkuchl ghängt.
+
   °  Drei Stund übers Wasser, drei Stund übern See,
   °  Aber jetzt is's aus, jetzt is's aus, s' Mensch is bein Rauchfang raus
+
       drei Stund zu mein Deandl, das Herz tuat ma weh.
       und da Bua schaut ihr zua, Selchfleisch gibt's gnua.
+
   °  Hat ana a Deandl id is a weng schön,
   °  Bei da Nacht scheint da Mond und bein Tag kraht da Hahn,
+
       so sollt a die Wochn 6 Mal zu ihr geh.
       wann i's Dirndl recht gern hab, muaß i scho wieder davon.
+
   °  6 Mal is net viel, geht no a Tag a,
   °  S'Dirndl hat gfischt bei da Nacht, hat nix derwischt bei da Nacht.
+
       san 7 in da Wochn, mach erst an Tag blau.
       Weils net guat ködern kann, beißt kana an.
+
   °  I liab halt mei Nanderl uns führ sie beim Handerl,
   °  Da kloan Hahn im Wald hat an Schwaf, an krumpn,
+
       ah si liabt mit dick und führt mi am Strick.
       wann i drei Dirndln hab, kann i zwa verlumpn.
+
   °  Auf da Alm is's a Freid, ja da is's halt a Lebn,
   °  S' Mensch liabt an Schreiber, schauts as nur an,
+
       da tuats schene Küah und ah schene Diandln gebm.
       hat himmelblaue Augn vom Tintn anschaun.
+
   °  Jetzt hab i zwa Dirndln, a alts und a neichs,
   °  Mei Mensch hat ma's gsagt, daß's mei Bart sakrisch gfreit,
+
       jetzt brauch i zwa Herzerln, a falschs und a treus.
       weil wann sie mein Bart siecht, is es Gsicht nimmer weit.
+
   °  Wannsd du mit dein Herzerl so haglich willst sein,
   °  Die Äpfeln san gelb, die Birnen san braun,
+
       dann nimm a Papierl und wickels guat ein,
       die Madln san sauber, muaß ma ah um ans schaun.
+
   °  Tuas recht guat einwickeln und binds nur fest zua,
   °  Die Äpfeln wern zeitig, die Birn san scho braun,
+
       dann kummt da dei Lebtag koa Bua net dazua.
       hat a jeda a Mensch, muaß ma ah um ans schaun.
+
   °  Und da Mensch muaß a Mensch habn, weil da Mensch braucht a Mensch
   °  Die Maurer tan mäutern, die Jäger tan jagn,
+
       und a Mensch, der ka Mensch hat, so a Mensch is ka Mensch.
       die Buam, wanns verliabt san, tuan allerhand fragn.
+
   °  Jetzt is's aus, jetzt is's aus, s Mensch is beim Rauchfang naus,
   °  Die Leut, die sagn allerweil, d Liab war a Sünd,
+
       und da Bua schaut eam zua, Selchfleisch gibts gnua.
       Madl, wannsd willst, nacher sündign ma gschwind.
+
   °  Da oan links, da oan rechts, da oan brauchts, da oan möchts,
   °  Vom Berg bin i aber zan Madl ins Tal,
+
       da oan schickt ihr an Gruaß, da oan hats scho bein Fuaß.
       geh zoag ma dei aufrichtigs Herzerl amal.
+
   °  I bin ja so ängstli, bin net gern allan,
   °  Fiaker spann ein und a Guldn ghört dein,
+
       drum geh i auf d Nacht zu mein Mentsch in da Gham.
       führ mi ummi in d Mühl, wo i's Mensch halsn will.
+
   °  Bin a lustiga Bua, brauch gar oft neue Schua,
   °  Zwa Hasn san gsprunga, zwa Hund wolltns jagn,
+
       und a trauriga Narr hat recht lang an an Paar.
       zwa Buam, de ham graft, weils a Dirndl wolln habn.
+
   °  Ja, ja, hat a gsagt, der alte Pater,
   °  Es Dirndl, des gfreit si, auf d Nacht kummt ihr Bua,
+
       Bein Dirndl derfst schlafn, aber weggedrahter.
       er redt nix und deit nix, und sie hurcht eam zua.
+
   °  An Hahnakampl, a Kanariwampl, a Spatznleber und an Sterz
   °  Wann da Hahn kraht, macht a d Augn zua, weil a 's auswendig kann
+
       muaß ma zsammaröstn, gibts in Dirndl z'essn, des gibt a treus Herz.
       und i geh zu mein Dirndl, dass i ah a Freud han.
+
   °  Wann da Hahn kraht, druckt a d Augn zua, weil a s auswendig kann,
   °  Da Apfel is rot und rund, innan scho faul.
+
       und i geh heut zu mein Dirndl, hab ah a Freud dran.
       Beim Dirndl is's grad a so, am Bestn schmeckt's Maul.
+
   °  Treu bin i, treu bleib i und treu is mei Sinn
   °  Wer a schöns Deandl liabt, is scho betrogn,
+
       i bleib bei meim Moidl, bis i a schöinere find.
       was sie zwang mal verspricht, des is vierzg mal derlogn.
+
   °  Da Herr Pfarrer hat predigt: "Leut, habts  anand gern!"
   °  's Bussln is 's Beste gwiss, was da Mensch hat,
+
       Drum kann i vom Dirndl net wegga triebn wern.
       drum tummelts euch, Deandln, sunst kummts no zu spat.
+
   °  A Nasn hat a jede und Augn und a Maul,
   °  Deandl, geh spreiz di net, wann i vom Bussln red,
+
       aber s Grüaberl im Kinn findt ma net allemal.
       's Bussln, des merk da fein, muaß halt ah sein.
+
   °  Am Mittwoch, da hab i kan Segn ghabt, koa Glück.
   °  Geh gib ma a Bussl und mach do ka Gsicht.
+
       Wanns Herzerl halt krank is, habn d Händ a koa Glück.
       I druck schon die Äugerln zua, dass's neamand sicht.
+
   °  Du steirische Gretl liegst ma allweil im Schädl,
   °  Da Pfarrer hats heut bei da Predigt verkündt,
+
       liegst ma allweil im Sinn, wann i schlaferi bin.
       je schöner des Deandl, desto klaner die Sünd.
+
   °  An Fehler muass i habn, i kimm halt nit drauf,
   °  Und i bin mit die Deandln no allweil guat gfahrn,
+
       drum sagt ma jeds Dirndl die Liab so gschwind auf.
       drum kunnt i net sagn, dass's ma zwieder warn wordn.
+
   °  Daß's Dirndl an Kropf hat, des macht mar an Schmarrn,
   °  Wannsd ka Schneid hast, bleib daham und tua Erdäpfel klaubn,
+
       jetzt kennt ma's viel leichter, wo hint is, wo vorn.
       Wannsd a Schneid hast, geh zum Deandl, tua bein Fenster einischaun.
+
   °  Hast a schöns Dirndl, dann hast recht viel Freud,
   °  Deandl, i liabat die, wansd mi willst, kriagast mi,
+
       hast aber a Schiache, ham d Leut gar kan Neid.
       wannsd mi treu liabst, kannst mi habm, wannsd mi kriagst.
+
   °  Es Dirndl is weiß in Gsicht, weiß wia da Schnee,
   °  Drei Stund übers Wasser, drei Stund übern See,
+
       nur d Haar, de san braun wia a Packlkaffee.
       drei Stund zu mein Deandl, das Herz tuat ma weh.
+
   °  Die (Ort)er Mentscher, die kannst ja net liabn,
   °  Hat ana a Deandl id is a weng schön,
+
       drum schickst as am Berg nauf zum Nebel weg schiabn.
       so sollt a die Wochn 6 Mal zu ihr geh.
+
   °  A Mensch, des ka Herzerl hat, wirds scho no kriagn,
   °  6 Mal is net viel, geht no a Tag a,
+
       die ganz jungan Taubn kennan ah net glei fliagn.
       san 7 in da Wochn, mach erst an Tag blau.
+
   °  Heirassa, ham ma net viel, tragn ma net schwar,
   °  I liab halt mei Nanderl uns führ sie beim Handerl,
+
       wann ma dann gar nix ham, heirat ma zsamm.
       ah si liabt mit dick und führt mi am Strick.
+
   °  Du Dirndl, wannst mi willst und hast no ka Wiagn,
   °  Auf da Alm is's a Freid, ja da is's halt a Lebn,
+
       wo tuast denn es Wuzerl hin, wann ma ans kriagn?
       da tuats schene Küah und ah schene Diandln gebm.
+
   °  Wer hoch steigt, muass tief falln, wer viel trinkt, muass viel zahln,
   °  Jetzt hab i zwa Dirndln, a alts und a neichs,
+
       wer viel liabt, muass viel leidn, wer nix kriagt, is nix z'neiden.
       jetzt brauch i zwa Herzerln, a falschs und a treus.
+
   °  Diandl, muaßt wegn an Rausch net so atark aufbegehrn,
   °  Wannsd du mit dein Herzerl so haglich willst sein,
+
       da sich i di doppelt und das hab i gern.
       dann nimm a Papierl und wickels guat ein,
+
   °  I denk hin, i denk her, i denk kreuz, i denk quer,
   °  Tuas recht guat einwickeln und binds nur fest zua,
+
       i denk allweil an mein Buam, sonst denk i nix mehr.
       dann kummt da dei Lebtag koa Bua net dazua.
+
   °  Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
   °  Und da Mensch muaß a Mensch habn, weil da Mensch braucht a Mensch
+
       da heirat mei Dirndl und i hab an Dreck.
       und a Mensch, der ka Mensch hat, so a Mensch is ka Mensch.
+
   °  Wenn du s Bett net besser machst und die Flöh net ausjagst
   °  Jetzt is's aus, jetzt is's aus, s Mensch is beim Rauchfang naus,
+
       dann zahl’ i da a ka Bier und geh net ham mit dir.
       und da Bua schaut eam zua, Selchfleisch gibts gnua.
+
   °  Hab’n Schatz g’habt, hab’n gern g’habt, hab glaubt er liebt mi,
   °  Da oan links, da oan rechts, da oan brauchts, da oan möchts,
+
       hab i nachgfragt, hot er 12e g’habt, und die 13de war i.
       da oan schickt ihr an Gruaß, da oan hats scho bein Fuaß.
+
  °    Und aus is und gar is und jetzt is Advent
   °  I bin ja so ängstli, bin net gern allan,
+
       und jetzt hab i mei Diandl in d Rauchkuchl ghängt.
       drum geh i auf d Nacht zu mein Mentsch in da Gham.
+
  °    De Diandln hamma allsamt gern, allsamt tan ma's liabn bei da Nacht,
   °  Bin a lustiga Bua, brauch gar oft neue Schua,
+
       und de selbn hamma ah no gern, de ma net kriagn.
       und a trauriga Narr hat recht lang an an Paar.
+
   °  Und da Mensch muass a Mensch habn, weil da Mensch braucht a Mensch
   °  Ja, ja, hat a gsagt, der alte Pater,
+
       und a Mensch, der ka Mensch hat, so a Mensch is ka Mensch
       Bein Dirndl derfst schlafn, aber weggedrahter.
+
   °  Du herzigs schöns Dirndl, du bist mei Freud,
   °  An Hahnakampl, a Kanariwampl, a Spatznleber und an Sterz
+
       du bist mei Seligkeit in aller Ewigkeit.
       muaß ma zsammaröstn, gibts in Dirndl z'essn, des gibt a treus Herz.
+
   °  Eh i mei Dirndl lass, lassat i alls,
   °  Wann da Hahn kraht, druckt a d Augn zua, weil a s auswendig kann,
+
       mei Haus und mein Hof und es Tüachl vom Hals.
       und i geh heut zu mein Dirndl, hab ah a Freud dran.
+
   °  Wenns wissat, dass i waß, dass sie s gwiß wissn tat,
   °  Treu bin i, treu bleib i und treu is mei Sinn
+
       dann wissat i gwiß, dass i waß, wos i tat
       i bleib bei meim Moidl, bis i a schöinere find.
+
   °  A Dirndl a netts, lusti und keck,
   °  Da Herr Pfarrer hat predigt: "Leut, habts  anand gern!"
+
       mit an wunderschön Gspui, des is, was i wui.
       Drum kann i vom Dirndl net wegga triebn wern.
+
   °  Aba Dirndl, sei gscheit, liab an Buam, der di gfreit,
   °  A Nasn hat a jede und Augn und a Maul,
+
       liab an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.
       aber s Grüaberl im Kinn findt ma net allemal.
+
   °  Aba Dirndl sei gscheit, tua di haltn an mi,
   °  Am Mittwoch, da hab i kan Segn ghabt, koa Glück.
+
       wann die Donau austrickat, nacha kimm i um di.
       Wanns Herzerl halt krank is, habn d Händ a koa Glück.
+
   °  Wann die Donau austrickat und i bin net da,
   °  Du steirische Gretl liegst ma allweil im Schädl,
+
       ja so woaßt as ganz gwiss, dass i an andere ha.
       liegst ma allweil im Sinn, wann i schlaferi bin.
+
   °  s is nix so traurig und is nix so betrüabt,
   °  An Fehler muass i habn, i kimm halt nit drauf,
+
       als wann si a Tuschn in an Krautkopf verliabt.
       drum sagt ma jeds Dirndl die Liab so gschwind auf.
+
   °  S Dirndl hat "Juhe" gschrian, "is denn koa Bua zum kriagn?
   °  Daß's Dirndl an Kropf hat, des macht mar an Schmarrn,
+
       Is denn koa Bua so gscheit, der bei mir bleibt?
       jetzt kennt ma's viel leichter, wo hint is, wo vorn.
+
   °  Mei Schåtz is a Maurer, mauert auffi in d`Heh
   °  Hast a schöns Dirndl, dann hast recht viel Freud,
+
       und mir tuan hålt de Äugerl vum Auffischaun weh.
       hast aber a Schiache, ham d Leut gar kan Neid.
+
   °  Da Lipp und da Lenz habn all s gleiche Mensch
   °  Es Dirndl is weiß in Gsicht, weiß wia da Schnee,
+
       aba da Hias und da Lex habn jedn Tag an andre Hex.
       nur d Haar, de san braun wia a Packlkaffee.
+
   °  A Nudlwalker und a Schierhagl und a Stallbesn mit an Stiel
   °  Die (Ort)er Mentscher, die kannst ja net liabn,
+
       und a Dirndl mit ana Haknnasn, dös is was fürs Gfühl.
       drum schickst as am Berg nauf zum Nebel weg schiabn.
+
   °  A Mistgabl zu an Lauskampl und a Kuahkettn uman Hals,
   °  A Mensch, des ka Herzerl hat, wirds scho no kriagn,
+
       für a blitzsaubers Dirndl, da kaufat i alls
       die ganz jungan Taubn kennan ah net glei fliagn.
+
   °  A Schwalbn macht kan Summa, a Jungfrau ka Kind,
   °  Heirassa, ham ma net viel, tragn ma net schwar,
+
       hingegen bei zwa Valiabte passiert so was gschwind.
       wann ma dann gar nix ham, heirat ma zsamm.
+
   °  Verliabt is der Gockel, verliabt is die Laus,
   °  Du Dirndl, wannst mi willst und hast no ka Wiagn,
+
       verliabt is der Regenwurm, nur grad i geh laar aus.
       wo tuast denn es Wuzerl hin, wann ma ans kriagn?
+
   °  S Dirndl hat z Wean studiert und da Bua z Linz,
   °  Wer hoch steigt, muass tief falln, wer viel trinkt, muass viel zahln,
+
       und jetzt liegns im Bett beinand, feiern Priminz.
       wer viel liabt, muass viel leidn, wer nix kriagt, is nix z'neiden.
 
   °  Diandl, muaßt wegn an Rausch net so atark aufbegehrn,
 
       da sich i di doppelt und das hab i gern.
 
   °  I denk hin, i denk her, i denk kreuz, i denk quer,
 
       i denk allweil an mein Buam, sonst denk i nix mehr.
 
   °  Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
 
       da heirat mei Dirndl und i hab an Dreck.
 
   °  Wenn du s Bett net besser machst und die Flöh net ausjagst
 
       dann zahl’ i da a ka Bier und geh net ham mit dir.
 
   °  Hab’n Schatz g’habt, hab’n gern g’habt, hab glaubt er liebt mi,
 
       hab i nachgfragt, hot er 12e g’habt, und die 13de war i.
 
  °    Und aus is und gar is und jetzt is Advent
 
       und jetzt hab i mei Diandl in d Rauchkuchl ghängt.
 
  °    De Diandln hamma allsamt gern, allsamt tan ma's liabn bei da Nacht,
 
       und de selbn hamma ah no gern, de ma net kriagn.
 
   °  Und da Mensch muass a Mensch habn, weil da Mensch braucht a Mensch
 
       und a Mensch, der ka Mensch hat, so a Mensch is ka Mensch
 
   °  Du herzigs schöns Dirndl, du bist mei Freud,
 
       du bist mei Seligkeit in aller Ewigkeit.
 
   °  Eh i mei Dirndl lass, lassat i alls,
 
       mei Haus und mein Hof und es Tüachl vom Hals.
 
   °  Wenns wissat, dass i waß, dass sie s gwiß wissn tat,
 
       dann wissat i gwiß, dass i waß, wos i tat
 
   °  A Dirndl a netts, lusti und keck,
 
       mit an wunderschön Gspui, des is, was i wui.
 
   °  Aba Dirndl, sei gscheit, liab an Buam, der di gfreit,
 
       liab an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.
 
   °  Aba Dirndl sei gscheit, tua di haltn an mi,
 
       wann die Donau austrickat, nacha kimm i um di.
 
   °  Wann die Donau austrickat und i bin net da,
 
       ja so woaßt as ganz gwiss, dass i an andere ha.
 
   °  s is nix so traurig und is nix so betrüabt,
 
       als wann si a Tuschn in an Krautkopf verliabt.
 
   °  S Dirndl hat "Juhe" gschrian, "is denn koa Bua zum kriagn?
 
       Is denn koa Bua so gscheit, der bei mir bleibt?
 
   °  Mei Schåtz is a Maurer, mauert auffi in d`Heh
 
       und mir tuan hålt de Äugerl vum Auffischaun weh.
 
   °  Da Lipp und da Lenz habn all s gleiche Mensch
 
       aba da Hias und da Lex habn jedn Tag an andre Hex.
 
   °  A Nudlwalker und a Schierhagl und a Stallbesn mit an Stiel
 
       und a Dirndl mit ana Haknnasn, dös is was fürs Gfühl.
 
   °  A Mistgabl zu an Lauskampl und a Kuahkettn uman Hals,
 
       für a blitzsaubers Dirndl, da kaufat i alls
 
   °  A Schwalbn macht kan Summa, a Jungfrau ka Kind,
 
       hingegen bei zwa Valiabte passiert so was gschwind.
 
   °  Verliabt is der Gockel, verliabt is die Laus,
 
       verliabt is der Regenwurm, nur grad i geh laar aus.
 
   °  S Dirndl hat z Wean studiert und da Bua z Linz,
 
       und jetzt liegns im Bett beinand, feiern Priminz.
 
 
   °  Drei Winter, drei Summer, drei Äpfeln vom Bam,
 
   °  Drei Winter, drei Summer, drei Äpfeln vom Bam,
 
       und wann nur mei Mensch aus da Weanastadt kam
 
       und wann nur mei Mensch aus da Weanastadt kam
Zeile 1.512: Zeile 1.587:
 
=== Fensterln ===
 
=== Fensterln ===
  
 +
  °  A Schneeberl hats gschniebn vur mein Deandl sein Haus
 +
      und jetzt siacht ma die Fuaßstapfn nein und hinaus.
 
   °  An Sprung übers Gasserl, an Juchiza drauf,
 
   °  An Sprung übers Gasserl, an Juchiza drauf,
 
       an Klopfer am Fensterl, schöns Dirndl, mach auf.
 
       an Klopfer am Fensterl, schöns Dirndl, mach auf.
Zeile 1.553: Zeile 1.630:
 
=== Erotik ===
 
=== Erotik ===
  
 +
  °  Es Dirndl is brennt, hat an Floh drin im Hemd,
 +
      und i muaß jetzt einiglanga und muaß eam außafanga.
 +
  °  Am Heubodn drobm is da Vada und'd Muada
 +
      und i gfrei mi scho so aufn nächstn klan Bruada.
 +
  °  S Mensch von da Oberleitnahüttn tua in Buam inständig bitten,
 +
      er soll ihrn Rührkübl kitten, weil a soviel spritzt bei da Mittn.
 +
  °  Da Adam und d Eva ham ghabt nur zwa Buam,
 +
      wer hat denn die übrige Menschheit geburn?
 
   °  Weil draußn im Dörfl die Leut fleißig sind,
 
   °  Weil draußn im Dörfl die Leut fleißig sind,
 
       drum hat a jeds Madl a lediges Kind.
 
       drum hat a jeds Madl a lediges Kind.
Zeile 1.722: Zeile 1.807:
 
       sag nit alls dahoam, was mir allaweil toan.
 
       sag nit alls dahoam, was mir allaweil toan.
  
=== eindeutig ===
+
=== Eindeutig ===
  
 
   °  Hinterm Bergisel, do liegt a Lock Bluet,
 
   °  Hinterm Bergisel, do liegt a Lock Bluet,
Zeile 1.860: Zeile 1.945:
 
  Zum 70. Geburtstag von Franz Fuchs haben seine Freunde achtundsechzig Gstanzln gedichtet und vorgetragen.
 
  Zum 70. Geburtstag von Franz Fuchs haben seine Freunde achtundsechzig Gstanzln gedichtet und vorgetragen.
 
  Zu finden sind sie auf [https://www.franz.fuchs.priv.at/gstanzln.htm Gstanzln fürn Franz]
 
  Zu finden sind sie auf [https://www.franz.fuchs.priv.at/gstanzln.htm Gstanzln fürn Franz]
 +
Und auch zum 80. Geburtstag gab es Gstanzln fürn Franz, zu finden auf [https://www.franz.fuchs.priv.at/80geburtstag.htm 80. Geburtstag Franz Fuchs]
  
 
Wissen Sie weitere oder eigene Gstanzln?
 
Wissen Sie weitere oder eigene Gstanzln?
  
Bitte tragen Sie sie hier ein.  
+
Bitte tragen Sie sie [[Gstanzln#neu_eingesandte_Gstanzltexte|hier]] ein.  
  
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
Zeile 1.872: Zeile 1.958:
  
 
[[Category:1Tanzlied]]
 
[[Category:1Tanzlied]]
 +
[[Category:1Musik]]
 
[[Category:Singen]]
 
[[Category:Singen]]
 
[[Category:Landlerischer]]
 
[[Category:Landlerischer]]
 
[[Category:Steirischer]]
 
[[Category:Steirischer]]

Version vom 13. Dezember 2019, 11:55 Uhr

Wollen Sie Gstanzln singen? Hier sind einige.

Gstanzl

Auf Wikipedia erfahren Sie, was ein Gstanzl ist.

Bitte

Wissen Sie weitere Gstanzln? Bitte senden Sie die Texte an Franz Fuchs. Wir freuen uns über jede Zusendung. Oder fügen Sie sie selbst hier ein, das freut uns noch mehr.

Ob Ihre Gstanzln irgend einem Geschmack entsprechen, ist egal, wir möchten keine Zensur ausüben wie so viele Volksliedsammler bisher. Wir richten uns da nach dem Steirischen Prinzen, Erzherzog Johann, der in seinem Aufruf zum Sammeln den Auftrag gab:

"... ja nichts zu gering und unbedeutend oder anstößig zu halten." 

Gstanzl-Lieder mit Melodien

Auf Volksmusik handgemacht sind einige der vielen, unzähligen Gstanzlmelodien veröffentlicht. Die allermeisten stehen im Dreivierteltakt:

Es gibt aber auch Gstanzlmelodien im Zweivierteltakt:

Einige Landler und Volkstänze mit Gstanzlsingen:

Bei den einzelnen Tanzbeschreibungen sind auch die Singnoten abrufbar.

Einige Volksmusikstückln mit Gstanzlsingen

Flugblätter mit Gstanzln

Wiener G'stanzeln (Th. F. Schild), Außenseite
30 lustige Schnadahüpfl, Seite 2

und etliche weitere Gstanzllieder auf "Flugblätter"

neu eingesandte Gstanzltexte

Weitere Gstanzltexte, größtenteils von Usern eingesandt. Diese neueren Einsendungen werden nach etwa vier Monaten in die unten stehenden Themengebiete einsortiert.

Besten Dank allen Einsendern für die folgenden Vierzeiler:

Pezi, 13. 12. 2019

 °   Im Radio hört man den Wetterbericht,
     wanns heute net kalt wird, dann gfrierts heute nicht.
 °   Die Kunst, liaba Mann, die versteht ma erst dann,
     wann ma's nimma versteht, weil sunst is's ka Kunst net.
 °   So a Politiker, des is a Held,
     der redt nur vom Arbeitn, kriagt trotzdem gnua Geld.
 °   A Bankdirektor, a Diplomat, a Fabrikant, a Advokat,
     a Architekt no dazua, Geld ham de gnua.
 °   In Schwechat wird grad a Flughafn baut,
     bis der amal fertig is, san d Kinder grau.
 °   In Linz in da Vöst brennt s elektrische Licht,
     damit ma des Defizit no besser sicht.

FF, 20. 11. 2019

 °   I geh nimma eine zur Kloahäuslerdirn,
     hat a Wimmerl am Nasnspitz, kunnt des ah kriagn.
 °   Hollodaro, schneids ma mein Bart net o, hollodaro, schneids man net o,
     hopsdodaro, hab eich ja gar nix toan, hollodaro, schneids man net o.
 °   Am Brunn steht die Mitzi und lacht voller Freud,
     und wascht si die Füaß durt, s wor eh höchste Zeit.
 °   In Kierling steht a Wirtshaus, is a Kellnerin, hat a Filzlaus,
     kemman d Schandarm, suachn s Haus aus, und alls wegn ana Laus.
 °   Früahra hab i is ah net gwisst, wia da Fuchs d Henna frisst,
     heut aber waß is scho, bein Schwaf packt a s an.

Jörg, 18. 10. 2019

 °   Ka Vogl, ka Oachkatzl mecht i net sei,
     da miaßt i in ganzn Tag ban Loch aus und ein.
 °   Lusti is's gwen in heurign Summa,
     a Nacht bei mein Dirndl geht gar so gschwind umma.
 °   Es Dirndl von Liefering hats in ihrn Küberl drin,
     tragts am Markt auf und ab, kaufts ihr was ab.
 °   I woaß net, wias kummt, weck i's Deandl oft auf,
     kriagts in a paar Monat an gschollanan Bauch.
 °   A Tuttldattl von Elisabethl und Urschlarschl in an Bauch
     und a Futlfadl von an Müllimald, mit Milch gurgl nach.
 °   Bein Arbeitn hab i halt allweil mei Gfrett,
     viel schöner als da Schef is es Dirndl in Bett.

Fred, 19. 9. 2019

Ein paar moderne:

 °   In München kriagst s Bier in da Maß, des is fein,
     in Östreich, da kriagn ma jetzt nur mehr Bierlein.
 °   Die Prominenz fangt jetzt mitn Golfspielen an,
     weil ma den Sport ah mit Handschelln spieln kann.
 °   Lehrer und Lehrerin heiratn zsamm,
     damit sie halt ah a Vierzg-Stundn-Woch ham.

FF, 22. 8. 2019

 °   Beim Dirndl ihrn Brunn wachst a Moos umadum,
     muaß a schlechter Platz sei, geht da Fuchs aus und ei.
 °   Geh ruck nur sche zucha, mei Bett is net brat,
     wannsd ma außefalln tatsd, um die Zeit war ma laad.
 °   Und i hab di scho gern, aber lang derfs net sei,
     grad heit über d Nacht, dann is's wieder vorbei.
 °   Madl, wasst was, auf dein Hemd wachst a Gras,
     ziags aus und setz ei, nacha leg ma uns drei.
 °   Madl, wasst was, dei Kiderl is nass,
     ziags aus und brats auf, nacha leg ma uns drauf.

Ältere Gstanzln, nach Themen sortiert

Tanzgstanzln von Frauen

Roswitha schrieb am 22. 11. 2012:

Hallo! Es gibt einige Tanzgstanzln von Frauen. Gibt es noch mehr?

 °   Das steirische Tanzn und's Gatterschliefn,
     das hab i mein Büabl erst lerna müaßn.
 °   Mei Schatz is a Jager, a Lump, a vadrahter
     geht aus mit da Büx, aber hoam bringt a nix.
 °   Hinta da Schupfntür hängt a Trumm Ochsengschirr,
     Spann ma zwa Lausbuam ei, gfuhrwerkt muaß sei.
 °   Drei Berg und drei Tal und drei Buam auf amal,
     zum Bussln, zum Foppn, zum Heiratn amal.
 °   Wenn a Frau si recht schön macht, dann nur wegn an Mann,
     weil da Mann besser sehgn - als denkn kann.

Einleitung

 °   Da Franz von da Ebn, der spielt euch heut auf,
     und lustige Gstanzln, die sing i euch drauf.
 °   Ja lustige Gstanzln, a Musi voll Schneid,
     fest aufgspielt und gsunga i s guat für die Leut.
 °   Mei liaba Musikant mit da schiefn Nasn,
     du derfst bei mein Gsangl hint nachiblasn.
 °   Lachts net so viel, sunst lach i no mit,
     wann i amal lach, geht des Singa halt nit.
 °   Des Gstanzldichtn, des is mei Passion.
     I sag: reim di oder i friß di, dann reimt sa si schon.
 °   I bin da lang Franz und mi kennt d ganze Welt,
     hab d Hosn voll Taschn, aber nirgends a Geld.
 °   San unsa vier Brüada, aber i bin da längst,
     san alle vier sauba, aber i bin da schönst.
 °   Meine Stiefln san aus Fuchsleda, weil i allaweil so ummanandapläda,
     meine Stiefln san fuchsrot, weil i hamgeh so spat.
 °   Mei Huat und mei Gwand san aus Fuchsleda gmacht,
     die schlafn bein Tag und die saufn bei da Nacht.
 °   Durt druntn bein Zaun, da sitzn zwa Füchs,
     da oa hat a Henn in Mäul, da oa der hat nix.
 °   Mei Quetschn kann i brauchn, so a Quetschn is guat,
     weil ma si beim Singa dran anhalten tuat.
 °   Und wann i kan Bart net hätt, des war net guat,
     weils Bussln min Bart gar so guat schmeckn tuat.
 °   Gstanzln kann i gnua, zählt hab i s nia,
     an vierspännign Laterwag brauchat ma schier.
 °   A neugs Liadl singat i allweil so gern,
     aber d Leut wolln halt immer des alte no hörn.
 °   Die Vierzeiler, Gstanzln, die hört jeder gern,
     drum passt's jetzt guat auf, meine Damen und Herrn.
 °   Es gfreit si die Wirtin, es gfrein si die Gäst,
     dass's heut da beim Stammtisch so lustig is gwest.
 °   Buama, singts Gstanzln, tuats net langweilig sein,
     wanns a Zeit singts, fallt euch selber was ein.
 °   Beim Stammtisch da Wirt, der is intressiert,
     dass ma singt, dass ma trinkt, dass ma s Geld zu eam bringt.
 °   Wer hat die schön Gstanzln gmacht? Bauernbuam bei der Nacht
     Bauernbuam bei der Nacht, die hams aufbracht.
 °   I sing euch heut Gstanzln, s' is allas ganz wahr,
     und wann was net wahr war, is's erlogn sogar.
 °   Hurchts zua, liabe Leutln, geht’s, machts ma die Freud,
     die ... und den ..., die feiern ma heut.
 °   Drum sing ma euch Gstanzln, s’is allas ganz wahr,
     und wann was net wahr war, is’s erfundn sogar.
 °   Wer woaß denn a Gstanzl, wem fallt denn was ein?
     Es braucht ja net wahr, aber lustig muaß 's sein.
 °   Weil d steirischn Gstanzln die Grilln so vertreibm,
     drum wolln ma den Wert von die Gstanzln beschreibm.
 °   I bin heut herkumma mitn Schifferklavier,
     i sing eich heit Gstanzln und trink sehr viel Bier.
 °   Griaß eich Gott, liabe Leit, im neichn Joahr,
     und wem`s nu net aufgfålln is, dös ålte is goar
 °   Jeda wülls bessa måcha im neichn Joahr,
     åwa nåch oana Wocha is ålles, wias woar
 °   Ja Leit, habt's es g'merkt, jetzt is's Liedl glei aus,
     i hoff, ihr geihts trotzdem no lang niat nach Haus.
 °   Drum hörn ma jetzt auf, die Gstanzln san gar.
     Mir wünschn alls Guate für d’ nächstn 50 Jahr.

Alte Zeiten

 °   Für an langweiligen Knecht is a Hoamdiandl recht,
     do a lustiga Bua geht an Almdiandl zua.
 °   Die Sennerin auf der Alm, die kocht sich a Muas,
     und hat sie kein Löffl, dann rührts mit dem Fuaß.
 °   Beim Diandl auf der Alm gibts alleweil an Spaß,
     wenn der Vata im Tal is, und d' Muatta nix woaß.
 °   D'Sennerin is grantig, an was werd dös liegn?
     De is heit beim Aufstehn in an Kuahdreck einigstiegn.
 °   Auf der Alm drobn muaßt schlafn, Bua, dös is a Sach !
     Derfst rumpln und pumpln, werd koa Bauer nit wach.
 °   Ja auf der Alm, da is a Lebn grad wia im Himmi obn,
     und 's Beichtn und Predigtgehn wird aufs nächst Jahr verschobn !
 °   Wenn mei herzliaba Bua laut jodelt in der Fruah,
     dann gfreut sich unser Herrgott und juchazt dazua.
 °   Wanns koa Almhütterl gab und koa stoanas Wandl
     wo hätt denn da Wildschütz sei Unterstandl?
 °   In Summer is lustig, geht alls da Höh zua,
     bleibt beim Bodn ka Vogerl und ka lustiga Bua.
 °   Nur aufi, nur aufi der hohen Alm zua,
     wer si net aufi traut, is ka lustiga Bua.
 °   Die Sennrin auf da Alm, die hat sechsadreißg Küah,
     aber net so viel Butter wia Dreck auf die Knia.
 °   Wo i gestern bin gwesn, geh i heit neama hin,
     tan Rosnkranz betn in da Rauchkuchl drin.
 °   ischl is a stadl, wean is a stod (Stadt)
     in ischl iß i s bratl und in wean in solot. (Salat) 

Historisches

 °   Zwischen England und Frankreich, da is a groß's Meer
     und da schwimmet da Churchill auf an Karpfn daher.

Gehört vom Vater Franz Fuchs. Die Soldaten haben es im Krieg gesungen.

 °   Mir habn jetzt a Hauptstadt, Sankt Pölten hats gschafft,
     durt essns es Gulasch und uns bleibt da Saft.
 °   Da Vranitzky hat an Vogl, da Mock hat an Krah,
     de miaß ma guat fiadan, sunst fliagns uns davon.
 °   Des Feuer is rot und der Rauch, der is schwarz,
     jetzt gibts in da Höll druntn ah in Proporz.
 °   Zwentndorf, Greifnstein, was wird es nächste sein?
     Bald werdns uns es Hirn ah zuabetoniern.

Die obigen Gstanzln stammten offensichtlich aus dem Jahr 1987.

 °   Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
     es gschicht eam scho recht, warum sticht er so schlecht.
 °   Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
     mit der Nadel samt'n Öhr, samt'n Zwirn und der Scher.
 °   Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
     allen sei es a Lehr, er lebt nimmermehr.
 °   Und Leutln hurchts auf, der Wind hört schon auf,
     gang er allerweil so furt, war ka Schneider mehr durt. 

Der Schneidergeselle Janos Libenyi verübte am 18. 2. 1853 mit seinem Dolch ein Attentat auf den Kaiser Franz Josef, das missglückte. Er wurde zum Tode verurteilt und durch den Strang hingerichtet, allerdings nicht auf der Simmeringer Haide, wie heute noch erzählt wird, sondern bei der Spinnerin am Kreuz.

 °   Da Siccardsburg und Van Der Nüll, die können beide viel zu viel,
     Romanik, Gotik, Renaissance, des is den beiden alles ans.

Die beiden bauten als Architekten unter anderem die Hofoper in Wien, heute Staatsoper. Der Baustil (im Stil der Frührenaissance) gefiel weder dem Kaiser noch den Wienern. Van der Nüll verzweifelte an der Kritik und erhängte sich am 4. April 1868. Sein Partner Siccardsburg starb knapp 10 Wochen später. Das damals auf die beiden gesungene Spottgstanzl hat sich erhalten.

Modern

 °   Gehts Leutln, hurchts zu, wenn ihr net mehr bet’s,
     dann kummts in die Höll, oder ihr kriagts Aids.
 °   Wann oana was werdn und was sein will im Lebm, 
     dann braucht er a Handy, sunst steht er danebm.
 °   A Handy, des is halt a praktische Sach,
     da ziagt ma beim Redn koa Schnur nimmer nach.
 °   Ma tragt 's Handy sichtbar, dass jeder glei sagt,
     der Neid kunnt an fressn, der Typ, der is gfragt.
 °   Der Schnee, den du gerne in Flocken siehst,
     mir unt in meine Socken fließt
 °   Mein Auto gar lang schon im Garten steht,
     Weil es halt gar nicht zum Starten geht.
 °   Da Lipp und da Lenz ham a oanduttats Mensch
     und da Lipp hats net gwisst, dass's Mensch oanduttat is
 °   Da Lipp und da Lenz ham a dreiduttats Mensch
     und da Lipp hats ned gwisst, dass's genmanipuliert is
 °   Da Lipp und da Lenz ham a zwoaduttats Mensch
     und da gfreun sa si gwiss, dass's Mensch zwoaduttat is
 °   Wos hod 4 Fiass und Zähnt so vü
     des muas woi sei a Krokodü
 °   Und wos hod 90 Fiass und 2 Zähnt im Mund
     Ba da Prozession da Kameradschaftsbund
 °   Es is alleweil a Schand in diesm Land
     Denn sie lügen, unsere Politiker, die rüden.
 °   Es is alleweil a Schand in diesem Land
     Denn wir wolln studiern und net alleweil nur pariern
 °   Genie auf de Ski san wir, und wie
     Kriegn alle Madln und damit: Servus de Wadln 
 °   Genie auf de Ski san wir, und wie
     Kriegn alle Buam und ham a poar verlurn
 °   Da Golf is jetzt tiafaglegt, da Subwoofer bumpert,
     aber sonst is a Golf a ganz schenes Glumpert.
 °   An Scheibtruchnfahrer hams znagst arretiert,
     wegnan Schnellfahrn hams eam glei zwölf Stundn eingspirrt.
 °   Im Gras sitzt a Grüll, der singt was er wüll,
     auf oan mal is's stüll - Tschernobül!
 °   An Automobui bleibt an Automobui,
     ma kauns drah wia mas wui bleibt an Automobui!

Jahreszeiten

 °   Im Advent sing i wieder die schön Weihnachtslieder,
     nur z'Weihnachten net, da werdns ma scho z'bled.
 °   Des Christkind streit allawäu min Weihnachtsmann,
     wer uns den greßeren Kitsch bringen kann.
 °   Weihnacht is schön, wäu die Keks schmeckn guat,
     und ah, wäu ma herschenkt, was ma nia brauchn tuat. 
 °   Im Winter ist's kalt und im Sommer ist's warm
     und wenn man kein Schatz hat, dann ist man recht arm.
 °   Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
     da heirat mein Schatzerl, und ich hab an Dreck

Bergerl

 °   Da drobn am Bergerl, da drunten am See,
     da schwimmt der Herr Pfarrer mit'm Oarsch in da Höh.
 °   Da drobn am Bergerl, da steht a Soldat
     und traut si net oba, weil er die Hos'n voi hot.
 °   Zwischen Salzburg und Ischl, da ist a Tunne,
     foat ma eine wird's finsta, foat ma außa, wird's hö. 
 °   Da drobn am Bergerl, da steht a Klosett,
     da tanz'n die Würschtln am Brettl Ballett.
 °   Do ob'n aufn bergerl, do geht da schnee weg.
     Do heirat mei diandl und i hob an dreck.
 °   Do obn aufn bergal do is a fuhr hei.
     Do laufn zwoa eini und aussa kemman drei.
 °   Do oben aufn bergal do steht a maschin.
     Do werdn den weibern de busen obgschnittn.
 °   Da droben am Bergerl, man kann es kaum sehn,
     da packt grod a Feldmaus an Gamsbock im Stehn.
 °   Da drobm aufm Bergerl, da steht ein Gerüst,
     da werdn die Weiber elektrisch geküsst.
 °   Jo drobm aufm Bergerl, do steht a kloans Haus,
     do schaugn drei Weiber zum Fenster heraus:
 °   Die oane isch glotzat, die andre hot Leis`,
     die dritte hot Gelbsucht und werd neama weiss!
 °   Do drobm aufm Bergerl, do steht a Kapelln 
     do geand drei Lehra Easchtepfe stöhn
 °   Da Easchte kricht eiche, da Zwoate kriacht noch
     da Dritte kimb aussa mitn Easchtepfesock.
 °   Do drob’n auf’m Bergl, do steht a Kapelln
     do läutet der Mesner mit der eigenen Schelln. 
 °   Da oben auf dem Berge, da geht ein Weg links,
     da sitzen zwei Gauner, pfui Teufel, da stinkt's.
 °   Dort oben auf dem Berge, da steht ein Karton,
     da machen die Zwerge aus Sch ... Bonbon.
 °   Da unten im Tale, da ist ein Tunnel,
     wenn man reinkommt, ist's dunkel, wenn man rauskommt, ist's hell.

Hochzeit

 °   Wannsd no amal heiratst, dann heirat a Kuah,
     beim Tag gibts a Milch, in da Nacht gibts a Ruah. 
 °   Aba oana is a Noarr und zwoa san a Poar,
     und drei san zu vül, wann ma heiratn will.
 °   Jetzt hab i di gheirat, was hab i davon,
     a Stubn voller Kinder und an lumpign Mann.
 °   Seit i verheirat bin und bin a Mann,
     hiatzt schaut mi ka saubernes Diandl mehr an.
 °   Mittn auf da Straß bleibt a Hochzeitauto stehn
     da steigt die Braut aus, weils halt Wischerln muass gehn.
 °   Zur Gsundheit vum Bräutigam, zur Gsundheit vo da Braut
     und zur Gsundheit von der Brautjungfrau, weils goar so liab schaut.
 °   Da Franzi håt gheirat, då samma recht froh
     iaz hoff ma nu weida, daß er s`Kindermåcha recht kånn.
 °   Aber s’Dindl hot gheirat in Weanawald nei,
     an buglatn Schneider, der bringt’n net nei.

Ehe

 °   Hiaz hob i schon gheirat, hiaz  hob i scho olls,
     a Stubn vulla Kinda unds Kreuz aufn Hols.
 °   Erst wünscht er sich ein lieb, trautes Heim,
     vom Wirtshaus, da traut er sich heute net heim.
 °   O mei, bist du dick worn grad wia da wampad Gust.
     Do kann i dei Weib versteh, dass dera nix mehr glust’.
 °   Die Frauen san Engerln, is a Flügerl abbrochn,
     dann fliagns immer weiter auf an Besn und lachn.
 °   Die Resi und der Sepp, des san gar sparsame Leut
     die stopfen se d'Seckln mit Erdöpflhäut
 °   Und i tu, was i will, und i tu, was i mag,
     das einzige ist, dass i mei Alte erst frag!
 °   Mei Frau de hoast Frida, wonn is ogreif, is zwida,
     wonn is net ogreif a, mit da Frida is schwa.
 °   Mei Alte hoaßt Frieda, wann is anschau, schauts zwieda,
     wann i s angreif, dann schreits, mit da Frieda is's a Kreiz. 
 °   Zur silbernen Hochzeit wird d' Sau abgstochn
     da sagt er zu ihr: Was kann d' Sau denn dafür?
 °   Und i und da Franzl, mia hom uns so gern,
     i iss die Zwetschkn und er isst de Kean.

Familie

 °   Furt in da Früah, ham auf d'Nacht, so hats mei Vata gmacht,
     furt auf d'Nacht, ham in da Früah, so machens mir.
 °   Mei Vata, der faulenzt, mei Muatta pflegt Ruah,
     mei Bruada reißt's Mäul auf und i schau ea zua.
 °   Die Zeiserln habn Kröpferln, da singens damit.
     Mei Muatta hat an Kropf, aber singa kanns nit.
 °   Mei Vater hat's Haus verkauft und in Hof ah,
     jetzt gehts übern Goaßbock her, Hallelujah.
 °   Mein Vater tut gar nichts, die Mutter schaut zu,
     mein Bruder reißt's Maul auf, und ich pfleg die Ruh.
 °   Mein' Schwester spielt Geige, mein Bruder Klarinett,
     mein Vater schlägt mich, das gibt ein Quartett.
 °   Dei Vota is deppat und du bist sei Bua,
     er redt nix und sogt nix aber du horchst erm zua!
 °   Mei Vota, der hot mi ums Brot obi gschickt,
     i hobs foisch vostandn, hob d´ Nochbarin g.... 
 °   Mei Bruder is Beamter, do geht es nie rund,
     der arbeitet wenig, der is en faul Hund.
 °   Mei Schwester is blond, die hot auch ein Stich
     die sucht keine Arbeit, die geht auf den Strich. 
 °   Hab' g'heirat, hab' g'haust, hab' a Weib wia a Faust,
     hab' a Kind in der Wiagn wia a Zwitbuschenbirn.
 °   jo a Schippl oide Weiwa, Herr vazeih' ma die Sünd,
     obn zuabindn, unten auzindn und zuaschaun, wia's brinnt.
 °   Furt in da Friah, hoam aufd Nocht, so hods mei Voda gmocht!
     Furt aufd Nocht, hoam a da Friah, so mochans mia!
 °   Da Vota hot gsogt i sois Heu owa haun,
     habs foisch vastondn hobs Keiwe daschlogn.

Mein Vater

 °   Mei Voda hat gsagt, i solls Küahfuada holn,
     hab n unrecht verstandn, hab eams Briaftaschl zogn.
 °   Mei Voda hat gsagt, i soll s Heu aufa tragn,
     hab n unrecht verstandn, hab Käubl derschlagn.
 °   Mei Voda hat gsagt, i soll d Ross eispannan,
     hab n unrecht verstandn, bin schlafn gangan,
 °   Mei Voda hat s Haus verkaft und die Kuah ah,
     jetzt gehts übern Gasbock her, halleluja.
 °   Mein Vadern sei Häusl, des ghört amal mei,
     hat rundumadum Löcher, geht da Wind aus und ei.
 °   Mei Vader hat Ochsn, hat Ochsn grad an,
     wann i net daham bin, dann hat er gar kann.
 °   Geh, dalkater Vata, geh schimpf net auf d Letzt,
     gangst selber zum Dirndl, wanns d Muatta net hättst.
 °   Mei Vater is Sänger und Sänger bin i,
     Mei Vater singt Opern und Liadln sing i.
 °   Mei Vater is Lehrer und Lehrer bin i,
     er hobelt und leimt und die Moidln nagl i.
 °   Mei Vater is Bauer und Bauer bin i,
     mei Vater batu G'müs an und an Bockmist bau i.
 °   Mei Vater, der is bei da Sittenpolizie,
     wenn der meine Moidln kriagt, sperrt er sie ei.
 °   Mei Vater is Metzger und Metzger bin i,
     mei Vater sticht d'Sei an und d' Moidln stech i.
 °   Mei Vater is Jacher un Jacher bin i,
     mei Vater jagt d'Hirschln und d'Moidln jag i.
 °   Mei Vater is Nachtwächter, soa a Glück für mi,
     denn wenn mei Vater oarwat, dann oarwa a i.
 °   Mei Vater is Flieger und Flieger bin i,
     er fliegt über die Wolken, auf d'Moidln flieg i.
 °   Mei Vater, da haut soa a grauße Fabrik,
     i ho meine Moidln, ja des is a Glück.
 °   Mei Vater, der oarwat in an sägewerk
     und zu mir sagt mei Modl: "Mei haust du an kloin Zwerg."
 °   Mei Vater, der is oft a rechter Hanswurscht,
     und i sitz im Wirtshaus und hob an mords Durscht.
 °   Mei Vater, der klettert und klettern tou i.
     Er klettert im Gebirg rum und af d'Moidln kletter i.
 °   Mei Vater is Büchs'nmacher und des selbe bin i,
     mei Vater macht G'wehrln und d'Bixn mach i.
 °   Mei Vater is Bäcker und Bäcker bin i.
     Mei Vater backt Semmeln und d'Moidln pack i.
 °   Mei Vater spielt Zitzer und zittern tou i,
     wenn i auf d'Nacht hoim kumm und ma Alte sieh.
 °   Mei Vater is Schnitzer und Schnitzer bi i,
     er schnitzt schöne Manndln und d'Weibla schnitz i.
 °   Mei Vater is Angler und Angler bin i,
     mei Vater angelt Fischl und dÄMoidln angel i.
 °   Mei Vater hot Henna, ja des is a Pracht,
     i hab meine Moidln, hob's immer so g'macht.
 °   Mei Vater deckt Dächer und Dächer deck i,
     und i deck a die Moidln, ja dau legst di hi.
 °   Mei Vater is Winzer und Winzer bin i,
     er steigt afm Berg rum, auf d'Moidln steig i.
 °   Mei Vater, der spielt afm Schifferklavier,
     i spiel mit die Moidln af d'Nacht bis um vier.
 °   Mein Vater, den ziegt's zu da Feierwehr hi,
     dau spritzt er mitn Schlauch um, wos glabst daan, mach i?
 °   Mei Vater fegt Schornstein und Schornstein feg i
     und i feg a d'Moidln knapp ober die Knie.
 °   Mei Vater is Maler und Maler bin i,
     er malt lauter Viecher, schöne Moidln mal i.
 °   Mei Vater is Pfoarra und Pfoarra bin i,
     er treibt's mit die Boum und mit wem treib's nachat i?
 °   Mei Vaer is Schaffner und Schaffner bin i,
     er zwickt die Billettln und die Moidln zwick i.
 °   Mei Vater spielt Flötn, da des mach i nie,
     weil an meine Flötn lass i d'Moidln no hi.
 °   Mei Vater hot an Zeiger und an Zeiger ho i.
     er zeigt'n seiner Alt'n und die Moidln zeig'n i.
 °   Mei Vater is beim Bauhof, dau steckt er oft in an Loch,
     i steck in mein Moidl, wos will i denn noch.
 °   Mein Vatern sei Alte, die haut grauße Händ,
     und mir kosten d'Moidln no mei letztes Hemd.
 °   Mei Vater, der haut sua a alte Matratz'n,
     wenn der auf ihr pimert, dann plärrn glei die Ratz'n.
 °   Ihr lieben Leit, i bin meim Vater sei Bou,
     i hab mei Matratzl scho g'pimpert grod gnou.
 °   Mei Vater is Baumeister und Baumeister bin i,
     mei Vater baut Heiser, Luftschlösser bau i.
 °   Mei Vateri ind i, mir san rechte Charmeur,
     doch wenn's um a Moidl geiht, schaut er in d' Röhr.
 °   Mei Vater is Schouster und Schouster bin i,
     mei Vater leimt d'Sohln an und d'Moidln leim i.
 °   Mei Vater is Gendarm und Gendarm bi i,
     er jagt die Verbrecher und d'Moidln jag i.
 °   Mei Vater und i machen 'S Nikolausi,
     dau braucht ar a Zipfelmütz, owar a andre wie i.
 °   Mei Vater, der steiht oft vorm Altersheim rum,
     weil dau wohnt sa Moidl, ja schrum didel dum.
 °   Mei Vater is rentner, da des wir i nie,
     bevor i so alt bin, mach'n d'Moidln mi hi.
 °   Mei Vota is Metzga und Metzga bin i
     mei Vota sticht dSauna und dWeiba stich i.
 °   Mei Vota is Tischla und Tischla bin i
     mei Vota hobelt dBretta und dWeiba hoblt i.
 °   Mei Vota is Dochdecka und Dochdecka bin i
     mei Vota deckt dHeisa und dWeiba deck i.
 °   mei vodda is schuasta, und schuasta bin i,
     mei vodda noglt di schuach und die weiwa nogl i!
 °   mei vodda is maura, und maura bin i,
     mei vodda schiabt die scheibtruchn und die weiwa schiab i
 °   Mei Vadder ist Fuhrmann, er steht sehr früh auf,
     doch ich bleib gern liege weil i abends so sauf.
 °   Mein Vater ist Schreiner und Schreiner bin ich,
     mein Vater macht die Wiege, was’ neikommt, mach’ ich.
 °   Da Vota is Tischler und Tischler bin i,
     da Vota mocht d´Wiagn und wos eini keart i.

Schwiegermutter

 °   Mei Schwiegermuada, des Schinderluada, kebbelt allweil mit mir,
     Hätts Radln, wars a Autobus, kunnt i ummafahrn mit ihr.
 °   Mei Schwiegamuatta, die hams jetzt bei da Zeitung angagiert,
     weil sie am Montag scho woaß, was am Freitag passiert.
 °   Mei Schwiegamuatta und a Papagei ham die gleiche Natur,
     wanns an Schnabel amal auftoan, bringans n eh neama zua.
 °   I hab mei Schwiegamuatta zwegn ihrn Meckern mal unter d Schof einitoan,
     des ham d Schof net ausghaltn, de san auf und davon.
 °   Mei Schwiegamuatta, de halt de Antn, mei Schwiegamuatta, de halt de Kia,
     mei Schwiegamuatta, de halt alls, grad ihr Goschn halts nia.
 °   Mei Schwiegamuatta is wia a Bumerang, de wirst anfach net luck,
     de kannst hinschleudern, wosd magst, de kummt glei wieder zruck.
 °   I wollt mei Schwiegamuatta recyclen, Bua, des wor a Gfrett,
     s ganze Alteisn hams gnumme, aber solchane Beißzangan net.
 °   Dass mei Schwiegamuatta net in Himmi kimmt, Leutln, des waß i schon,
     weil a Drachn net höcher als wia hundert Meter steign kann.
 °   Drei Schwiegermütter gingen badn in an See bei Berchtesgadn,
     zwa davon san glei ersoffn, von da drittn wolln mas hoffn.
 °   Zwa Burgermaster, drei Gendarm, fünf Polizistn und a Kua
     und a Schwiegamuatta, ja jetzt man i, des san Rindviecher gnua.

Berufe

 °   Da Fischer fischt Fischerln im Fischteich drin heut,
     fischt er a Fischerl, hat da Fischer a Freud.
 °   Wann i zum Zahnarzt geh, tuat ma ka Zahn mehr weh,
     nur wann i wegga geh, tuat a ma weh.
 °   Auf und auf waschlnass und die Schuach voller Sand.
     bringt die Kellnarin ka Bier her, zerreiß ma ihr s Gwand.
 °   A Schwalbn macht kan Summer, a Maurer ka Haus,
     wegn an Dirndl trauern, des zahlt si net aus.
 °   Mei Bruader is Schweizer, der arbeit gar fein,
     er macht in an Kas allweil - d Löcher hinein.
 °   Lustig san d Maurergsölln, wanns in Papp aufschnölln,
     wann a drobn pickn bleibt, - dann hams a Freid.
 °   Da Fiaker, der sitzt aufn Bock, wia ma woaß,
     nur da Schneider, der sitzt allerweil - auf da Goaß.
 °   Da Wirt und da Pfarrer san mir d liabstn Leut,
     da wird ma vom Durscht und von d Sündn befreit.
 °   Da Schmied haut am Amboss, da Fuaßballer am Balln,
     mei Weib haut am Putz, und i - i derf s zahln.
 °   Die Handwerker jammern, dass ka Arbeit mehr gibt,
     aber lebn tuans recht guat, vom Defizit.
 °   Znaxt war uns a Maurer bei da Arbeit dafrorn,
     ham man in d Sunn einiglant, is a do wieda worn.
 °   Znaxt hat si a Maurer in d Sunn einigsitzt,
     dass d Leut amal sehgn, dass a a amal schwitzt.
 °   Die Maurer tan Vurmittag auffipatzen,
     am Nachmittag kummans dann, awikratzen.
 °   Wann d Sunn owigeht, gehn die Zimmerleut ham,
     die patschaten Maurer bleibm steckn im Lahm.
 °   Wann die Zeit amol war, wann die Zeit amol kam,
     dass a Bauer den andern bei dö Ohrwascheln nahm.
 °   Der Bäcker backt Brot, der Müller tuat mahln,
     der Finanzminister macht Schuldn und mir kennans zahln.
 °   Der Hauer presst d Weinbeer, so lang er was gspürt,
     die selbe Method hat's Finanzamt eingführt.
 °   In da Schul fragt da Lehrer: Was willst denn du werdn?
     I lern auf an Rentner, net tuans mi mehr störn.
 °   Studenten san jung, könnan lesn und schreibn
     und miassn si d'Zeit mit n Lernen vatreiben.
 °   A Ix und a Zet und Studentn san nett
     und a Zet und a Ix, aber lerna tans nix.
 °   S gibt allerhand Maschinen, zum Mahn und zur Saat,
     jetzt brauchat ma ane, die d Steuern zahln tat.
 °   Wallfahrn bin i ganga seit gestern in da Fruah,
     hab d Kirchn net gfundn, aber Wirtshäuser gnua.
 °   Der Keller und s Presshaus san s schönste Quartier,
     da gfreit mi s Dahambleibm oft bis in da Früah.
 °   Beim Wirtn an da Eckn gibts Ochsn grad gnua,
     die an, die werdn bratn, die andern schaun zua.
 °   Hinta da Wirtshaustür hängt an alts Ochsngschirr,
     spann ma die Wirtin ein, fahr ma um an Wein.
 °   In Wirtn hat tramt, in Keller brennt da Wein,
     jetzt rennt der Narr abe und schütt Wasser drein.
 °   Da Wirt huckt im Keller, tuat Wasser pumpen,
     die Wirtin schreit abe, tan no fünf Viertln fehln.
 °   Da Wirt und da Pfarrer san mir d'liabstn Leut,
     da wird ma vom Durscht und von d'Sündn befreit.
 °   Da Schmid hat an Amboss, da Fuaßballer an Balln,
     Mei Frau hat an Putz, und i derf des zahln.
 °   Aber lusti is's gwesn in vurign Winta,
     habn zwa Mentscha graft um an Besnbinda.
 °   Da Fiaka sitzt auf sein Bock, wia ma waaß,
     nur da Schneider, der sitzt allerweil auf da Gaß.
 °   Ja z’erst schick i an Bürgermeister und an Pfarrer an schö’na Gruaß,
     weil i hoff, das i dann Heut Abend mei Zech, net selber Zahl’n muaß.
 °   Und mit’n Pfarrer sing i heut net, ja i hoff dass er des versteht
     zum Halleluja singa liabe Geistlichkeit, hob i Heut koa Zeit.
 °   Und weil i ka Bauer bin, wird ma ka Kuah net hin,
     scheißt ma ka Katz ins Korn, kriag i kan Zorn.
 °   An Jät und an Schnitt brauch i mei Diandl nit,
     aber zum Erdäpfelgrabn muaß is a Diandl wohl habn.
 °   I woiß net, i hab mit der Arbeit ka Freid,
     denn grad mit der Arbeit versaut ma die Zeit
 °   Grad heut hab i halt mit da Arbeit ka Freud,
     und i man, des is morgn grad so als wia heut.
 °   Der Bäcker macht Wecken und der Sattler de Schnalln,
     Der Burgermaster macht Schulden, und mir kennans zahln.
 °   Der Bäcker tuat bocha, a Mülla tuat moin,
     und d Gemeinde mocht Schuidn und mia miassns zoin.
 °   iats wa scho glei a Maura ba da Arbeit dafroan.
     Homsn in´d Sunn dauniglegt, is a e wieda woan.
 °   Wonn d´Sunn owi geht, gehn Zimmaleit hoam.
     Nur de potschatn Maura bleibn stecka im Loam.
 °   Was macht denn a Jager alloani im Wald,
     ja was wird er denn machn, auf a Wildsau passt a halt.
 °   Es Wildsau-Fleisch schmeckt guat, dass es höcha nimmer geht,
     es is nur so bled, so a Sau derwischt ma net.
 °   Die Jäger sind Heger, sind Wild- und Waldpfleger,
     die Sprach is scho fein, dieses Jägerlatein.
 °   Wanns amoi apper wiad, das mi koa Jaga gschpiart,
     geh i aussi in Wald und schiaß, dass ois knoit.
 °   Warum halt an Jager es Kirchgehn net gfreit,
     fürn Jeep is's zu eng, für die Füaß is' zu weit.
 °   Dort drobn auf da Höh, steht a Gams und a Reh.
     Und da Jaga dabei, leckts mi am Oarsch olle drei.
 °   Da Wirt tramt all Tag, in Keller brennt da Wein,
     bei da Nacht steht a auf und schütt Wasser drein
 °   Da Wirt geht in Wald, brockt Schwammerln voll Freud,
     was er kennt, isst er selber, was net, kriagn die Leut.
 °   Mein Schatz is a Köchin, die kocht mir a Mus,
     sie sitzt auf dem Pfann'stiel und rührt mit dem Fuß.
 °   Mei Vata is Tischler und hoblt in Bodn
     Da hat a si an Schiefer in Oarsch eini zogn
 °   Hiazt geht er zan Dokter und lasst si kuriern
     Und lass si den Schiefern vom Oarsch außaziagn
 °   I geh jetzt zum Zahnarzt, meine Zahnderln kuriern,
     i lass ma den vordern und hintern plombiern.
 °   d' Polizisten warn grean, d' Gendarm, de warn grau,
     seid s' jetzt beinand san, san s' alle zwa blau.
 °   Do drobn aum Berg, da steht a Schaundarm,
     der gibt mit da Giaskaul an Fliegaarlarm.
 °   Do drob'm am Bergerl, da ganz droben links
     do stengan zwoa Kiwara, do drob'm ja dort stinkts
 °   Mir Holzhackerbuama, mir müassn uns plagn,
     mir müassn die Zwanzger ausn Holz ausserschlagn.
 °   I bin a jungs Bürscherl, zwanzg Jahr bin i alt,
     und jetzt schreibt ma da Kaiser, er brauchert mi bald.
 °   Jetzt bin i Soldat, und mei Schatz want si z'tod,
     bin a lustiger Bua und lach nur dazua.
 °   Geh Schatzerl, sei gscheit, waaßt, der Kaiser braucht Leit,
     wann i zruck kumm retour, bin i wieder dei Bua.
 °   Wos hod den da Baua fia an schneidign Huad, 
     Fia so an gscheadn Hamme war a Zipfehaum gnuag

Musikanten

 °   Musikantn san krank, wia kann mas kuriern.
     Mit Wein muaß mas waschn, mit Fuzga einschmiern.
 °   Spielleut, spielts auf, und es werds scho was kriagn,
     am Samstag is Markttag, kriagts a Simperl vomm Birn.
 °   Musikantn, spülts auf, dass i ka Geld net brauch,
     schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
 °   Musikantn, sads Lumpn, habts koana ka Geld,
     a Stubn volla Kinder, ka Troad aufn Feld.
 °   Musikanten, spielts auf, i sing euch an drauf.
     Musikantn, ziagts an, dass neamd einschlafn kann.
 °   Musikantn, spielts fleißig, und es werds scho was kriagn,
     i leg euch an Erdäpfel außi auf d Stiagn.
 °   Unsa Schafbock hat plärrt, wia d'Musikantn hat ghört,
     wann a d'Notn amal kann, wird a ara Spielmann.
 °   Spielleut, fangts o, die Mentscher san do,
     lei spielts net so falsch, sinst lafns davo.
 °   Jetzt hab i an Musikantn derfragt, der hat nia kan Rausch net ghabt.
     Des is a Seltnheit bei dera Zeit.
 °   A Rauchfangkira und a Safnsiada und a Geignkratza und a Niglo
     san mitananda wallfahrtn ganga, san no net do
 °   Und Geign und Schwegln und allahand Dreck,
     hör i a Quetschn, schmeiß i allas glei weg.
 °   Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneida,
     Musikantn dazu, des gibt Saufuada gnua.
 °   Musikantn spieln auf, ganz lustig und froh,
     nach an jedn schen Stickl gengans absammeln no.
 °   Musikantn meine Brüada, Weiberleit meine Freund,
     da is's ja ka Wunda, wann d Muatta allweil greint.
 °   De Spielleut san notig, ob alt, ob junga,
     eana Geldbeidl schreit scho vor lauter Hunga.
 °   Aber lustig wirds sein, wann die Zeit amal kimmt,
     wo ma d Geiger stattn zahln bei die Ohrwaschln nimmt.
 °   Druntn in Grabn hams an Geiger derschlagn,
     gschicht eam scho recht, warum geigt a so schlecht.
 °   Ana steht vurn und wachlt mit d Finga,
     und des nennan d narrischn Stadtleut es Singa.
 °   Spielleut, zahts o, mei Mentsch is scho do,
     und spielts net so folsch, sunsta rennts ma davo.
 °   Die richtign Mentscha, des san halt die kloan,
     die wickln si gar a so ume um an.
 °   I bin da Geiga, du bist da Tanza,
     i bin a halba Narr, du bist a ganza.
 °   Musikanten, spielt's auf auf der mittleren Soat'n,
     sunst kann i mei Trampeltier neama darloat'n!
 °   Musikanten, spielts auf, nacha sing ma ans drauf,
     Musikanten, ziagts an, dass neamd einschlafa kann.
 °   Aber Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneider,
     Musikanten dazua san zum Saufuadan gnua..
 °   Lustig im Himmel drobn, im Paradeis ah,
     tan d Engln musiziern und da Heilig Geist ah.
 °   Mei Schwester spü’t Zither, mei Bruada Klarinett’,
     da Votter haut d’ Muatter, Sehn’s, des is a Quartett.
 °   Musikantn, blasts eini, gehts krump oder grad,
     blasts n altn Dreck außa, dass a neucha Platz hat.
 °   I bin a jungs Bürscherl, geh gern zu die Geign,
     drum könnan die Mentscher mi alle guat leidn.
 °   Musikantn, spielts mir an auf, dass i ka Geld net brauch,
     schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
 °   Mir tramt vo de Ochsn. Mir tramt vo de Kiah.
     Und mir tramt vo de Musikantn, owa nix gscheits tramt ma nia.
 °   Schen rund is mei Huat, schen hoaß is mei Blut,
     kon nix ois wia tonzn, oba des kon i guat

Zur Chorleiterin

 °   Jed’n Montag um’ra zeh’ne is de Chorprob für uns des schöne
     egal ob jung oder a alt, jedem Sänger des recht g’fallt.
 °   Doch net nur de guate’n Sänger, na, alle Männer zur Renate renna,
     wenn de mitgriang das mir nach dem Singa  meist a no a Schnapserl tringa.
 °   Drumm liabe Manna und Weibaleit habt’s net a zu singa Zeit
     denn d’Renate, mei, de war so froh, ja wann’s Zeit habt’s ruaft’s ses o.

Pfarrer

 °   Da Pfarra von Klack hat an ellenlangen Frack,
     zum ewigen Angedenken lasst a eam hängen.
 °   Da pforra vo steyr hod glosane eier
     Und wonn eam de brechan, donn nimmt er de blechan.
 °   Da pforra von sonkt neustift hod an schwonz wie an bleistift
     Und de kechin de h*** hod  an spitzer dazua.
 °   Wann d Kirchn a Wirtshaus war mitn Mensch als Altar,
     da möchert i Pfarrer sein drei a vier Jahr.
 °   Und da Burgamasta und da Oberlehrer und in Huaba Michl sei Hund
     und da Pfarra mit da liabn Klosterschwester, pfiat euch Gott und bleibts gsund.
 °   Mir ham a Problem in unserer Gmoa
     die Kirchn is zgroß und es Wirtshaus is zkla.
°    Da Pfarrer macht d Predigt, da Metzger macht d Wurscht,
     da Glaubn, der macht selig, des Singen macht Durscht.
°    Da Pfarrer hats predigt, da Kaplan, der hats gschriebm:
     Mit die Dürrn is guat tanzn, bei die Dickn is guat liegn.
 °   Sagt die Dirn bei der Beicht: "Mit die Buam is's net leicht",
     sagt da Pfarra zu ihr: "Mir geht's grad so wie dir."
 °   I liab halt a Klosterfrau über neun Stiagn,
     jetzt kann mi da Höllteufi a nimma kriagn.
 °   Da Pfarrer vo Mailand der spricht zu sein Heiland
     Jo gibts den koa Gebet, dass a wiedermoi (Pause) Wallfahrten geht 
 °   De Kircha von Thaya hot kane Stiagn,
     drum miaßn in Pforrar mitn Strick aufe ziagn.
 °   Da Pfarrer, der predigt, die Liab is a Sünd,
     daweil is der Bua von der Köchin sei Kind.
 °   da pforra hod a kechin da meßna a dirn,
     und die ministranten de spitzbuam mechtns a scho probiern!
 °   oben aufn bergal do steht a kappöln,
     do sieht ma in pforra die erdäpfl stöhln.
 °   I hob amoi beicht mir grods Tringa ned leicht,
     sogt da Pforra zu mia „Mir geht’s grod so wia dia!
 °   Da Pfoarra va Bozn, der kau jetzt licht protzn,
     weil a in Pfoarra va Brixn, dawischt hod ban wixn.
 °   Der Pfarrer von Speyer hot blecherne Eier,
     was glaubst wie des klimpert, wenn der ane bimpert.
 °   Da Pfarrer vo Lech hat Eier aus Blech
     der is scho ganz deppert weils beim Wixen so scheppert
 °   Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
     des mocht a Spektakel, wenn a pudert der Lackl.
 °   Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
     und waun earm de brechan, daun nimmt a de blechan.
 °   Der Pfoara von Gmunden hot’s Brunzen erfunden,
     Ham’s eam erschreckt, hot er’s Scheißen entdeckt.
 °   Der Pfarrer von Grinzing hat an kloan Winzling,
     hat an halbsteifen Huat, aber der steht earm gut. 
 °   da pfoara von neustift hot an beidl wia a bleistift
     und d´köchin de hur hot in spitza dazua.
 °   In Pfarrer vo Tunis, dem Hund dem vagun is
     das'n da Pfarrer vo Brixen dawischt hat beim Wi...
 °   Da Pfarrer vo Waldhausen muaß fortgeh'n zum Mausen
     beim Kaplan vo Grein, da kehr'n d'Menscha ein
 °   Und da Pfarra vo Sizilien vögelt ganze Familien
     und dann schreit er hoho habst koa Verwandschaft mehr d
 °   Und da Pfarrer vo Kemathen der stärkt seine Hemaden
     mit eigenem Samen. in Ewigkeit Amen 
 °   da pforra von tuilln, der hot a schattuilln.
     do drin liegt a häil is in pforra sei b...l 

Jäger

 °   Des Gamserl im Gwänd hat ma abapfiffn.
     Bua, wannst a Kügerl drunt hast, kannst mas aufaschickn.
 °   Und es Gamserl im Gwänd macht an Schriat, an langan,
     und es Dirndl is furt, kanns nimmer fangan.
 °   Es Gamserl im Gwänd hat si sauber umdraht
     und die aufrichtign Dirndl san soviel dünn gsaht.
 °   Is ka Bergl so hoch, dass ka Gams umasteigt,
     is ka Dirndl so treu, dass's bei an Buam nur bleibt.
 °   Jetzt hab is halt gschossn, an zodatn Bock.
     Wiar is suachn bin ganga, wars a Kranawittstock.

Geld

 °   Es Geldtaschl z'rissn, da Schlüssl verrost,
     und drinnat is nix, weil da Wein so viel kost.
 °   Da Schnurrbart is aufdraht, die Stiefeln san rot,
     Da Geldbeutl liegt am Heubodn vor lauter Not.
 °   Du himmlischer Vader, Erschaffer der Welt,
     geh schick ma fufzg Gulden, i brauch a klans Geld.
 °   Drei Kreuzer und a Sechserl is alls, was i hab
     und was fang i nur jetzat mit so viel Geld an.
 °   Beim Finanzministerium brennt heut a Licht,
     damit ma des Geld, was fehlt, no besser sicht.
 °   Auf da bucklign Welt draht si allas ums Geld
     und um d Madln, de schön draht si ah no a weng.
 °   Auf der Welt ohne Geld is ma niamals net wohl
     scheiß in mein Geldbeitl nei, daunn is a wieda voll
 °   Lusti und ledi macht n Geldbeutel lahr
     wenn nur mei Geldbeutel a Kälbermagn war.
 °   Das ist halt mein Vatern sein einziger Trost,
     dass ihm, solang ich leb, sein Geld nicht verrost.

Trinken, Essen

 °   Weinderl, di kenn i schon, hast as mein Vadern tan,
     jetzt tatst as ah mit mir, aber i bin stier.
 °   Beim Wirtn in Keller drunt steht an alts Fassl unt,
     drin waar a guata Wein, der waar halt fein.
 °   Mei Alte, die braucht wegnan Saufn net plärrn,
     Wann i sauf, siach i's doppelt, und i siach's halt so gern.
 °   Bin Wallfahrtn ganga all Tag in da Fruah,
     ka Kirchn hab i gfundn, aber Wirtshäuser gnua.
 °   Bei da Arbat, da tat i ja wirkli gern schwitzn,
     muaß leider heut da in an Wirtshäusl sitzn.
 °   In Wirtn sei bester Gast, des is ja fein,
     tuat meistens der Wirt glei selber sein.
 °   Führerschein furt, drum renn i so gschwind,
     beim Heurign furn, bei da Arbat ganz hint.
 °   I und mei Eheweib ham an schön Zeitvertreib,
     schlagn mit die Glasln zsamm, Prost in Gotts Nam.
 °   Heut ham ma an Rausch und murgn san ma net nüacht,
     und übermorgn waß i net, was da alls gschiacht.
 °   Zwegn an lustign Lebn, zwegn da schön Kellnerin,
     zwegn de Weixelbaumbliah san ma eina zu dir.
 °   In Bier und in Wein soll da Teifel drin sein,
     und so load, als ma tuat, so a Teifel schmeckt guat.
 °   Die Schwamma, die wachsn meist draußn in Wald,
     aba mancher, der hat si im Wirtshaus an gholt.
 °   Übern Zaun bin i gstiegn, is mei Rausch hänga bliebn,
     bin i steh bliebn, hab gfluacht, hab mein Rausch wieda gsuacht.
 °   Es Bier, des is teuer, die Semmeln san klan,
     und wannsd da a Fleisch kaufst, kriagst ah lauter Ban.
 °   Des Trinkn, des is ja wirkli ka Sünd,
     des hat ma mei Muatta glernt als a klans Kind.
 °   Wos lusti zuageht, da kehr i gern ei,
     drum muaß id die meiste Zeit im Wirtshäusl sei.
 °   In so einem Wirtshaus is's austrinkn guat,
     wo a schöne Kellnerin einschenkn tuat.
 °   Aber Wirtin, mach Feirabmd, sperr s Haustürl zua,
     die Kellnerin muaß schlafn gehn, es wart scho der Buam.
 °   Lusti macht durschti, macht n Geldbeutl leer
     und jetzt möcht i, dass mei Geldbeutl a Kälberkua wär.
 °   Da Mensch hat an Geist, hat da Schullehrer gsagt,
     dass da Schnaps ah an hat, hab i selber derfragt.
 °   s' Weißbier ist hantig, da Rotwein is süaß,
     ham am d Stiefeln versoffn, bleibm uns allweil die Füaß.
 °   In Winter, da schmeckt an da Saurampfer guat,
     derfriern kannst da nimmer, seit ma n Frostschutz nei tuat.
 °   Saufn tamma, dass a Mühlradl treibt, Göld hamma, dass uns kans überbleibt,
     Schneid hamma für drei oder vier, aussegschmissn hams uns nia.
 °   Aussee is a Stadtl, und Wean is a Stadt,
     z Aussee essns s Bratl und z Wean an Salat.
 °   A frische Mass Bier und a Trum Wurscht,
     wer a Kellnerin liabt, hat allweil an Durscht.
 °   Und da Kellnerin ihr Ziziwischperl und da Kellnerin ihr Kreidn,
     da kann do koa Heiliger a Heiliger bleibn.
 °   Die Köchin backt Krapfn und soachts a weng an,
     aft werdns schen saftig und brennan net an.
 °   Und a frische Halbe Bier hat an Fam, an weißen
     und heit gemmas net hoam, bis uns außi schmeißen.
 °   Des Bia is so teia, des Brot is so kloa,
     jetz hob i a Fleisch kaft, san a lauta Boa.
 °   Mia haum a Problem in unsara Gmoa
     de Kirch'n is z'groß und s'Wirtshäusl z'kloa
 °   Wauns Stieglbier regn't und Bratwürstel schneibt,
     daun bitt i den Herrgott, daß's Wetta so bleibt
 °   Da Pforra mocht d Predigt, da Metzga mocht d Wurscht
     Da Glauben, der mocht selig und d Hitz mocht an Durscht
 °   Üwan Zaun samma gstiegn, is da Rausch hänga bliebn,
     hauma gschoint, hauma gfluacht, haum in Rausch wieda gsuacht.
 °   Mei Muatta mocht Daumpfnudln fian Vodan und mi,
     Da Voda isst Nudln, den Daumpf, den kriag i.
 °   Oa Knedl faungt zum suarn au und da aunda suart schau,
     schaut da oa Knedl den aundan au wie da oa Knedl suarn kau!
 °   Krompfadern wia a Ribislstrudl und a picksiaßa Most.
     Und a ogschissn Weiwagattihosn, des is a Kost.
 °   Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr is mit dir,
     du bist voller Gnaden, geh zahl uns a Bier!
 °   Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr sei mit dir,
     geh laß di net lumpen und zahl ma a Bier!
 °   Heint is da Faschingtag, heint sauf i was i mag,
     morgn mach i's Testament, s'Göld hat a End.
 °   Und vor der Kaserne, da steht ein Soldat,
     der reibt sich sein’n Glatzkopf mit Vollmilchschok’lad.
 °   Da unten am Bache, da sitzt ein Chines',
     der reibt sich sei Platten mit Limburger Käs'.

Spaß

 °   Wann da Summer recht war is, wird da Winter recht kalt,
     wann d Leut net bald sterbm, aft werdns oft recht alt.
 °   Die Leut san halt Stockfisch, ma kanns mariniern
     und eini in d Baaz legn, dass's an guatn Gschmack kriagn.
 °   Und a Taubermandl zu an Katznweibl und a Waschrumpl zu an Bett
     und a Heanasteign zu an Kopfpolster, na is das des bled.
 °   Bein Gstanzlsinga hab i a recht guats Prinzip:
     Reim di oder net, s reimt si alls aus Prinzip.
 °   Und die sakrischen Schneid, die lasst mir koa Ruah,
     könnt die Hälfte verschenken und hätt allweil nu gnua.
 °   Bin a Schlinkal, a Schlankerl, hab a kloan z'rissenes Jankerl
     und an lucketen Huat, fürn Lumpen guat gnuag.
 °   Lustig mir Ledign, wir brauchen koa Predig,
     wir brauchen koa Amt und werdn doch nit verdammt.
 °   Gestern auf d Nacht hab i fürchterlich glacht,
     hab nie so viel glacht als wia gestern auf d Nacht.
 °   Alle Leut schaun mi für an Sauschneider an,´
     und i hab do mein Labtag kan Fadl nix tan.
 °   Aber lustig, mir Ledign, mia gehn in ka Predigt,
     mir gehn in ka Amt und wern do net verdammt.
 °   Aber lustig mir Altn, hams Gsicht voller Faltn,
     am Kopf de grau'n Haar, jetzt gehns an, de scheen Jahr.
 °   1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
     aba 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1
 °   1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
     10 9- 8 -7-6-5, Geld han i kans.
 °   Da Bå(ch) is iwa d`Stråss auffigrunna, d`Fisch håm vo de Bam åwagsunga,
     d`Kia håm si Schwålbnester baut, då håm d`Leit gschaut.
 °   An Elend ham ma d Ohrn abgschnittn, die Läus hamma selbn vertriebn
     die Not ham ma am Rauchfang glahnt, drei Tag hats gwant
 °   A Briaftraga und a Bettlwei und a Teifi und a Niglo
     san letzte Woch af Maria Taferl ganga und san heut no net da
 °   Schneidn ma vürschling, schneidn ma arschling, wann ma Holz schneidn, kriagn ma Schwartling,
     schneidn ma bierbuchsbamane Ladn, kriagn mar an Tånzbodn, an rar'n.
 °   D`Leid segn in Jesus drüber geh`n übern Genehsarether See
     Drübm frogn`s: "wia bist denn rüber kemma"? Er sogt: "i hob an Anlauf gnumma."
 °   Die Bäurin ist granti - woran mog dös lieg'n?
     Die ist halt beim Aufstehn in an Kuhdreck nei g stieg n.
 °   Weil Frankfurt so groß ist, so teilt man es ein
     in Frankfurt an der Oder und Frankfurt am Main.
 °   Zwischen Afritz (Ortsname) und Treffen (Ortsname), da steht a Tunnel,
     fahrst eine, werds finster, fahrst aussa, werds hell!
 °   Zwoa Werklmauna und zwoa Eisnbauna und a Krampal und a Niglo
     de san auf Maria Tafal gaunga san bis heit nu net do!
 °   Hinta da Hollastaud'n, da sitzt a Krowod (Kroate)
     der traut si net vira weil a d'Hosn voi hot

Spott Burschen

 °   ...(Die Musi spielt und keiner singt) ...
     Hast du ka Gstanzl mehr drauf, dann pass auf.
 °   Zizipe Nachtigall, Schafköpf gibts überall,
     Sauköpf no mehr, du Schafkopf, schau her.
 °   Jetzt hast ma ans gsunga, des kenn i scho lang.
     Wannsd ka anders net waßt, bleib daham mit dein Gsang.
 °   Ja weil da da Heurige schmeckt, kikeriki,
     und a Messer und a Geld und a alts Paraplü.
 °   Huck di da zuacha a bissl bessa,
     aba dassd di net schneidst mit mein Taschnmessa.
 °   Graft hab i ah mit an Kapuzina,
     hab eam beim Bart packt, jetzt raft a nimma.
 °   Die Nacht macht alls finster, der Regn macht alls nass,
     dass du an Rausch hast, machts Bier drin im Glas.
 °   Hintn im Grabn hams an Kater derschlagn,
     da Hans is glei ghupft und hats Fleisch davon tragn.
 °   Jetzt hat ana gsunga, des hat si net greimt,
     den ghörat die Pappn mit Uhu zua gleimt.
 °   Da Hans, der hat Schädlweh, der tuat urndli klagn,
     sei Weib hat eam drauf - a Häferl zerschlagn.
 °   Der Hans is a Mann, des muass ma scho sagn,
     nur sein Bauch, den muass a in Rucksack mittragn.
 °   Geh tua net so singa, geh tua net so prahln,
     geh liaba zum Greißler und tua Schuldn zahln.
 °   I sing, was i will und i sing, was mi gfreut
     und i scher mi gar net um die ratscherten Leut
 °   Wannsd gar so viel singst und schimpfst über mi,
     dann denk i ma, bist no viel schlechter als i.
 °   Geh tua di nur waschn, tua d Safn net sparn
     und tua da nur selber über d Pappn mal fahrn.
 °   Jetzt hat ana gsunga, a ganz a Junga,
     is dalkert und dumm, aber nix bringt n um.
 °   Jetzt hat ana gsunga, der klingt ganz betrübt,
     des muaß ana sei, der ka Madl net kriagt.
 °   I ghör jetzt zu de Altn, es Gsicht voller Faltn,
     hab graue Haar am Kopf, aber di pack i beim Schopf.
 °   Dass im Wald finster is, machn die Bam.
     Wer si net zucha traut, der bleibt daham.
 °   Drunt in da grean Au wachst a Bleamerl im Gras.
     Wann da Franzl vom Bett aufsteht, is's allerweil nass.
 °   I wünsch euch allen fürs heurige Jahr,
     dass euch alls so guat ausgeht wia in Ernstl sei Haar.
 °   Da Ernstl is lustig, manchmal lacht er sogar,
     und sagt: Liaba a Glatzn als gar kane Haar.
 °   Warums Erdäpfeln gibt, ja des waas i jetzt scho,
     dass da Seppl wen hat, dem er d Haut aschäln ko.
 °   Mitn Ernstl, den Lotter, da is es a so,
     i brauch ja nur aufreibn, scho rennt er davo.
 °   Du schimpfst allaweil, und grad nur auf mi,
     die gar so viel schimpfn, san schlechta wiar i.
 °   Wann du ka Gstanzl waßd, kauf mar ans o,
     i hab a paar Dutzend im Hosnsack do.
 °   Du hast viele Gstanzln im Hosnsack drin,
     zreiß i dir d Hosn, sans alle dahin.
 °   Sche rund is mei Huat und sche haß is mei Bluat,
     sche haß is mei Faust und die schmeckt ah recht guat.
 °   Jetzt hat ana gsunga, der sollt des net sagn,
     dem kunnt ma die Schneid aus da Faust aussa schlagn.
 °   Jetzt hat ana gsunga, der singt gar net schen,
     und wann man derschlagt, bleibt die Pappn no stehn.
 °   Da drent bei da Donau steign d Nebeln in d Höh,
     Wannst du so schiach singst, tan ma d Ohrn allweil weh.
 °   Du tuast allweil singa, du tuast allweil schrein,
     i schiab di scho ah in mein Hosnsack nein.
 °   Da Ernstl und i, mir san scho a zwa,
     er hat a Glatzn und i bein Oasch kane Haar.
 °   Auf Kierling, da geh i a dreiviertl Stund,
     in Ernstl sei Nasn wägt dreiviertl Pfund.
 °   Wann da Ernstl so weidasingt, schmeiß i eam um,
     daschlagn tua i'n net, aber s Gnack drah i eam um.
 °   Da Ernstl, der nimmts mit da Arbeit genau,
     beim Tag is a krank, und auf d Nacht is a blau.
 °   Jetzt singt da Peter scho Gstanzl über mi, des is des was i gar nicht versteh!
     Denn seit wann ham bei uns de Schwab’n ah scho was zum sog’n.
 °   Gestan aufd Nocht hob i fiachtalich glocht
     hob nu nia so vü glocht ois wia gestan aufd Nocht!
 °   Üban Zaun drübag'stign mit'n Oarsch henga blieb'n
     sakrisch teufelt und g'fluacht und in Oarsch a weil g'suacht
 °   Eh eh eh eh mir san de schene zwe.
     Eh eh eh eh mei san mir sche.
 °   Da Hiasl is schön vom Fuaß bis zum Hals,
     und dann kummt der Kopf, der verschandlt eam alls.
 °   Ja der Felix is a schöner Mensch vom Fuß bis zum Hals
     doch dann kimmt der Kopf der versaut wieder olls
 °   Ja grün ist die Hoffnung und grün der Spinat,
     und grün ist der Jüngling, der keinen Bart hat.
 °   am schoastoanspitz waht a wind a woacha
     die ausseer buam san ois hosnsoacha!
 °   jo da sepp hot zähn so weiß wia da schnee,
     hint` homs eam scho eigsetzt, drum dans eam nid weh!
 °   Dort untern am Bacherl, wo die Weiden sich biegen,
     da raufen zwei Glatzköpf, dass d'Haar nur so fliegen.
 °   Det de Spree musikalisch is, det weiß jeder Mann;
     denn neulich, da sank dort ein Äppelkahn.
 °   Ich steh auf der Brücke und spuck in den Kahn ,
     da freut sich die Spucke, dass sie Kahn fahren kann.
 °   Ich steh in dem Kahne und spuck auf die Brück,
     da muss ich schnell fahren, denn die Spuck kommt zurück.

Spott Mädchen

 °   Glei hintern Stadl, da gagatzt da Hahn,
     habs Deandl wolln halsn, rennt der Trampel davon.
 °   Pfiat di Gott, mei liabs Schatzerl, verlass di auf mi.
     Wann i ka Schönre find, kumm i wieda um di.
 °   In Summa is warm und in Winter is kalt
     und i mag halt ka Dirndl, ders Tanzn net gfallt.
 °   Je höcher da Kirchturm, je schöner des Gläut,
     je älter die Weiber, umso zacher san d Häut.
 °   Aber heitschi bumbeidschi, du wunderliabs Kind,
     für d Arbeit bist z'fäul, nur beim Fressn bist gschwind.
 °   Es Gstanzl is aus und da draußt rennt a Maus
     und du bist a Hex und a so geht da Text.
 °   Von Weidlingbach außer, da möcht i ka Mensch,
     ham endslange Haxn und krahn wia die Gäns.
 °   Ein bildhübsches Mädchen ging einstens spaziern,
     kam der Horsti daher, wollt die Kleine verführn.
 °   Sagt das bildhübsche Mädchen, ich bin keine solchene,
     hat in Horsti ane gschmiert, aber schon a solchene.
 °   Dabei hat er sie nur auf die Schulter geküsst,
     weil des Saumensch ums Mäul herum z'dreckig gwen ist.
 °   Wann jeder a reiche, a schöne will habm,
     wo soll denn da Teixl die schiachn hintragn?
 °   Bald tramt ma von d Ochsn, bald tramt ma von d Küah,
     bald tramt ma von d Weiberleut, was gscheits tramt ma nia.
 °   Die Eva, des Luada, gab in Adam die Frucht,
     des Rindviech hat's gfressn, jetzt san ma verflucht.
 °   Aber lustig is's gewesn in vurign Winta,
     habn zwa Mentscha graft - um an Besnbinda.
 °   Herst Mitzi, wann du meine Gstanzln willst hörn,
     nacha ruck a Weng zucha, dann brauch i net so plärrn.
 °   Ja Mitzi, da schaust und da wunderst di wia,
     die allerschönstn Gstanzln hab i dicht heut wegn dir.
 °   Wannst du net so schön warst, dann gang i mit dir,
     aba weil du so schön bist, drum trau i mi nia.
 °   A frisch Glasl Wein schenk i da Mitzi jetzt ein
     und a Fledermausbluat, nacher busslts scho guat.
 °   Wannst du ma kan Wein net zahlst und ka Bratl,
     nacher hast die ganz Wochn ka Liegerstattl.
 °   Geh Dirndl, geh her und mit mir hast ka Gscher
     und i zahl da a Bier, daßd a Freud hast mit mir.
 °   Is ana amal gwesn, hat ka Dirndl gliabt,
     in d Höll is a kumma und Schläg hat a kriagt.
 °   Es Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
     mit an Fuaß, da mahts es Gras, mit n anderen heugst zwamm.
 °   Mei Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
     jetzt kumman zwa hitschate hatschate zsamm.
 °   Jetzt geh i zum Seiler und kauf ma an Strick,
     nimms Mensch auf n Bugl, trags überall mit.
 °   Und wann s mi tuan fragn, was i da tua tragn,
     so sag i, i hab in Teifl bein Kragn.
 °   Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
     er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
 °   Aber Mitzi, oho, auf dein Bauch sitzt a Floh,
     den fang i dir weg, aba zuckn derfst net.
 °   Die Mitzi hats gsagt, meine Gstanzln gfalln net.
     Ja du gfallst ma ah net, ah net nacha im Bett.
 °   Aba Mitzi, sei gscheit, nimm an Buam, der di gfreit,
     lass den andern, den kloan bei da Saustalltür loan.
 °   I und mei Vada, mei Mitzi, mei Kuah,
     und jetzad man i, warn Rindviecher gnua.
 °   Wanns regnt und wanns schneibt und wanns dunnert und blitzt,
     da fircht i mi gar net, wann d Mitzi da sitzt.
 °   Die Mitzi hat Zahnderln, da lachts gern damit.
     Sie kunntat a beißn, aber des tuats scho nit.
 °   Wannsd ma a recht a schöns Gstanzl aufsagst,
     dann derfst amal schlafn bei mir über d Nacht.
 °   Scheint d Sunn her auf s Dacherl, wern d Schindln sche dürr.
     Die Mitzi is grantig, i kann nix dafür.
 °   Bin a fesche, a saubre, aber meine bist net.
     Hättst ma aufgmacht, i hätt di anglahnt, aber einiganga war i net.
 °   Die nettastn Dirndl san allweil die klan,
     ja weil sa si bein Bussln schön zuwewuzln tan.
 °   Aber Hansl, sei do net gar a so faul,
     so nimm do bein Bussln die Pfeif ausn Maul.
 °   Ja wannst net so schön warst, dann gang i mit dia,
     aber weilsd gar so schön bist, drum trau i mi nia.
 °   Die Mitzi is sauber, is schön, is adrett,
     aber so an schön Bart als wia i hats halt net.
 °   Des Diandl is kloa, muaß schlafn alloan,
     zu ihrn Fensterl kummt ka Bua, weil sie hats allweil zua.
 °   Beim Diandl sein Fenster is a Raubvoglnest
     und i trau mi net zuche, weil des Luada is bös.
 °   Mitzi, wannsd nix zum Trinkn herstöllst, her i jetzt auf
     und i sing da ka anziges Gstanzl mehr drauf.
 °   Aber Mitzi, geh her und mit mir hast ka Gscher
     und i zahl dar a Bier, dassd a Freid hast mit mir.
 °   Heut Nacht hat ma tramt, i habs Schimmerl einzaamt,
     habs eingspannt in Wagn, bin zur Mitzi hin gfahrn.
 °   Ja die Mitzi, die is net z'groß und net z'klan,
     is net z'dick, is net z'dünn, is grad recht nach mein Sinn.
 °   s'Deandl hat schwarze Augn, schwarze Pratzn,
     Läus hats wia Fledermäus, Flöh als wia Ratzn.
 °   s'Deandl is a Schönheit, der kane net gleicht
     und jetzt stell i's in Gartn, dass ma d Vögln verscheicht.
 °   A Apfel is rot und schön, inwendig faul.
     Bein Mentsch, da is's grad a so, am Bestn schmeckt s'Maul.
 °   Die Gams hat zwa Krickerln, da Jaga an Hund
     und es Dirndl a Nasn, dass nei regna kunnt.
 °   In Dirndl sei Nasn is buglert, o mei,
     wanns as weida so hoch tragt, dann regnts ihr no nei.
 °   Die Mitzi hats gsagt, i soll Gstanzln singa,
     die wird des no biaßn, i wers niedersinga.
 °   Die Mitzi is sauber, is liab und is nett,
     aber so an schen Bart als wia i hats halt net.
 °   Znagst bin i in Bett glegn, da hat ma was tramt,
     hat ma tramt von da Mitzi, was bleds hat ma tramt.
 °   Die Flöh hupfn allweil zur Mitzi ins Bett,
     wia schaugert denn des aus, wann des unserans tät.
 °   Warum gib’s soviel Weiber (Manner) auf da Welt weit und breit.
     Ja weil halt des Unkraut halt überall gedeiht.
 °   A Sack voller Weiber, Gott, verzeih ma die Sünd,
     obm zuabindn, unt anzündn und zuaschaun, wia s brinnt.
 °   Die Madln von Grinzing ham gelbe Strümpf an,
     die brauchns net waschn, die soachns nur an.
 °   In Bad Kreuzen (Ort) die Dirndln hab'm gelbe Strüpmf' an
     de brauchans net wasch'n, de wischerln s'es an

Streit

 °   Da Hans und die Gredl san kreizbrave Leut,
     er is a weng narrisch und sie is net gscheid.
 °   Wannsd du sagst, dass i bled bin, da trink i mein Bier,
     weu so bled wia du wer i sicher gar nia.
 °   Hintn im Tal hams an Teifl derschlagn,
     da Hansl, der Lausbua hats Fleisch davontragn.
 °   A Ruam is ka Apfel, a Zwetschkn ka Birn,
     is's Mäul allweil offn, is in Kopf net viel Hirn.
 °   Ja sing nur so weida und sing von an Hirn,
     hast ja selber a Hirn grad so dick wiar a Zwirn.
 °   I hab halt a Hirn, a liabs und a klans,
     schaut ma di a so an, da findt ma gar kans.
 °   Hab a Glasaug und O-Fiass, bin zaundürr wia a Hund,
     hab an Bugl, an Kropf, aber sunst bin i gsund.
 °   Manchmal, da mag i di, manchmal singst schen für mi,
     manchmal da kunnt i di ausseschmeißn.
 °   Im Tal hats an Nebel, am Berg, da is's klar,
     was d Leut allweil ratschn, is allas net wahr.
 °   Jetzt hat ana gsunga, der gherat umbrunga,
     vagift und daschossn und nacher ausglacht.
 °   Mei Liaba, dei Reim, der hat si net greimg,
     du brauchatst an Tischler, das a'n Reim amal leimt.
 °   Du hast jetzt guat gsunga , und richtig, und schön,
     du solltast in d Oper als Häuslfrau gehn.
 °   Geh sing net so schiach, und sing net so laut,
     mi tuats ja nur wundern, dassd di herkumma hast traut.
 °   Des was du da gsunga hast, war ja net fein,
     i mecht scho fast sagn, des war hundsgemein.
 °   Hat oana ans gsunga, dös hat sie nit greimt
     dann hab i eahm die Zung aufn Arsch aufigleimt.
 °   Daß i di gar net mag, na, des sog i net.
     Aber wannst a weng schener warst, schadn tat's net.
 °   A Birn is ka Apfel und a Apfel ka Birn,
     wanns Mäul geht spaziern, is in Kopf net viel Hirn.
 °   Jetzt hat ana gsunga, is da Rotz awegrunna,
     wann a no amal singt, nacha schneuz ma eam gschwind
 °   Jetzt steht er do und schaut saudumm drein
     er möchert was singa, doch es foit eam nix ein
 °   Buama, wånn`s rafn wollts, braucht`s es gråd sågn,
     `s Messer is gschliffn, und d`Fäust, de san glådn
 °   Es Dirndl is sauba vom Kopf bis zur Brust,
     und dann kummt da Arsch, da vageht da die Lust.
 °   Der Hannes is sauber vom Fuaß bis zum Hals,
     und dann kummt da Kopf (Kropf), und der verpatzt alls.
 °   A Sack voller Weiber, Herr verzeih ma de Sünd,
     obn zuabindn, unt anzündn, und zuaschaun, wias brinnt.
 °   Von fünfazwanz Nussn und Dirndln hast ghört,
     sand zwölfe nix nutz und dreizehn nix wert.
 °   Buama won`s raffa woitt`s miasts es nur sogn
     D`Messer san g`schliffa, d`Revolfer san g`lond
 °   Warum gibts so vül Buama auf der Welt weit und breit?
     Ja wei hoid des Unkraut üwaroi guad gedeiht.
 °   Jetzt hat einer g’sungen, das hat sich nicht g’reimt,
     dem gehört ja die Zunge woanders hin g’leimt.
 °   Do hot ana gsunga, des hot sie net greimt,
     do haum's eam de Zung, zum Oasch zuwe gleimt. 
 °   Der eine weiß dies, der andre weiß das,
     ’s weiß jeder was andres, aber jeder weiß was. 
 °   Für die Flöh' gibt's a Pulver, für die Schuh gibts a Wichs,
     für den Durst gibt's a Wasser, für die Dummheit gibt's nicht's.
 °   Jetzt hod ana gsunga, den wos a jeda kennt,
     am Kopf g´färbte Hoar und im Mund foische Zähnt.
 °   27, 28, 29, 30,
     host leicht du Schnackerl, weis di a so reißt.
 °   In (Name) hom de Schof ogschau. De Schof hom in (Name) ogschaut.
     Da (Name) hot si gschomt, wei´n d´Schof ogschaut homt.
 °   Dass ma d' Faltn im Gsicht hat, des is scho bled,
     hätt ma's am Oasch, nacha sachat ma's net. 
 °   unten im grobm homs a tatschga daschlogn,
     do sieht ma den karl (name) die knochn onogn
 °   jojo unser karl (name) is mehr dick als lonk,
     der passat holt grod als a scheissheisl bonk.
 °   Do hod oana gsunga, hod glaubt dass ers kau,
     hod si au gheat wia a Raunza, von an oidn zwidan Mau.
 °   Jetzt hat er halt g'sungen, jetzt ham mas halt g'hört,
     mia ham z'Haus a Stallkuah, die grad a so röhrt.
 °   De (Yspertola) Mendscha, de sand jo so sche,
     de drahnt se de Hoar mit da Mistgowi ei.
 °   Aber 27, 28, 29, 30 (siemazwanzg, achtazwanzg, neunazwanzg, dreißg)
     das Dirndl muß Bauchweh hab'n, weil's a so schaut.
 °   wonn da hons so sche singt jo do ko ma si gfrein,
     do ruida die augn wie da hou in da steign!
 °   do hod oana gsunga, hod is mäü so weit broat,
     wie ba die oxn im stoi woma is hotta einiloat!

Tiere

 °   Jeder Hund hat sei Hütt`n, jeder Dachs hat sein Bau,
     jeder Fuchs hat sei Füchsin, jeder Saubär sei Sau.
 °   Zwoa schneeweiße Täuberln tuan schnabeln am Dach,
     i und mei Dianderl homs grod aso g`macht.
 °   De Großeisenbecker Bauern, ja de san fei schlau.
     De geb’n da Kuh an Schokolad und melka dann an Kakao.
 °   Ja wenn i a mal a Geld hab, nacha kauf’i zwoa Kühe,
     de oane muaß an Schnaps geb’n und de andere a Bier.
 °   Und wenn der Hahn kraht, dann kräht er aufm Mist
     dann ändert sich’s Wetter, oder s’bleibt wie es ist.
 °   Da Ochs hat vier Haxn, i waß scho, warum,
     hätt a bloß zwa, ja, dann fallert er um.
 °   Wann ana an Ochsn stiehlt, is des ganz klar,
     dass der, der eam gstohln hat, ka Taschndiab woar.
 °   Da Saubär, der schamt si, er waß ganz genau,
     seine Kinder werdn Fadln, sei Frau is a Sau.
 °   Is d Bäurin recht dick und an da Sau is nix dran,
     dann hat si da Baua beim Fuadan vertan
 °   A Schwiegermuada und a Bandlwurm hab’n die gleiche Natur:
     Solang der Schädl dran is, geb’n s’ all zwa koa Ruah.
 °   Unten im See hams a Hochwasser ghabt, da ham's die Fisch von da Bam obaghåkt,
     still ruht der See, fürchtet Euch nicht.
 °   Sagt da Walfisch zum Thunfisch, das kannst du nicht tun, Fisch,
     sagt da Thunfisch zum Walfisch, du hast keine Wahl, Fisch.
 °   Die Flöh hupfn eini zum Dirndl ins Bett,
     wia schaugert des aus, wann des unsaans tät.
 °   Waun i auf´d Nocht schlofa geh, lesch i is Liacht aus,
     damit de Fleh da Moanung san, i bin net z´Haus.
 °   Für die Flöh gibt’s a Pulver, für die Schuh gibt’s a Wichs,
     für den Durst gibt’s a Wasser, für die Dummheit gibt’s nichts.
 °   Und da drunt in der Türkei da gibt’s de Vielweiberei
     bei uns derfs net sein zwengs dem Tierschutzverein
 °   Der Dackel, der wackelt mit dem Schwanz hin und her,
     der Schwanz kann das net, denn der Dackel ist zu schwer.
 °   Meine Tante hält Hühner, meine Tante hält Vieh,
     meine Tante hält alles, nur den Babbel hält sie nie.
 °   Mei Schwiegermuatter halt Hendln, mei Schwiegermuatter halt Küah,
     mei Schwiegermuatter halt alls, nur die Pappn halt's nia.
 °   In da Wiesn zirpt a Grill und da Baua maht's Gras,
     auf amal is´ staad, Kopf åbgmaht.
 °   Auf der Wies’ singt ein Heuschreck, doch jetzt ist er stad,
     weil der Bauer mit der Sensen seinen Kopf hat abgmaht.
 °   I und mei Vater, a Ochs und a Kuah,
     jetzt glaub i, warat ma Rindviecher gnua.
 °   Mancher Ehmann tragt Hörndln wia a Ochs ganz genau,
     nur is der Ochs gscheiter, der nimmt si ka Frau.
 °   Druntn beim Wirtn san Ochsen grad gnuag
     die an, die werd’n braten, die andern schaun zua.
 °   In München auf der Wies'n gibt's Ochsen grad gnua,
     die einen werdn braten, die andern schaun zua.
 °   Das Rindfleisch so teia is, des is ma z´dumm.
     Es rennan do e sovü Rindvicha umadum.
 °   De Kinda, de tuat ma mit da Kuamüch ernährn,
     do sois an net wundern, wauns Rindviecha wern.
 °   Und wenn der Hahn kräht, dann kräht er am Mist,
     dann ändert sich's Wetter, oder es bleibt wie es ist.
 °   Die Bauern hom die Krah so gern
     waö die Krah immer schlauer wern.
 °   Und im Himmel hams an Schimmel und der Schimmel scheißt Geld,
     ja so an scheiß Schimmel sollt mar håbn auf dera Welt.

Liebe

 °   Die Sunn scheint am Tag und da Mond bei da Nacht
     und da hat mi mei Dirndl um die Unschuld gebracht.
 °   Lustig is's Buamalebn, 's Geld hat ma d Muatter gebn,
     's Mensch hab i selber ghabt gestern auf d Nacht.
 °   Redn allweil von Sündn, de ganz gscheidn Leut,
     wia kann des a Sünd sein, was an gar aso gfreit.
 °   I geh jetzt zum Kramer und kauf mar an Hammer
     und nagls Mensch an, dass's ma net davon kam.
 °   Je älter, je besser, so sagt beim Wein,
     beim Mensch, da is's anders, die kunnt jünger sein.
 °   Manchmal, da mag i di, manchmal singst schön für mi,
     manchmal da kunnt i di außischmeißn.
 °   Die nettastn Dirndl san allweil die klan,
     ja weil sa sie beim Bussln schön zuwewuzln tan.
 °   Hansl spann ein und a Zwanga ghört dein,
     fahrn ma auf Weean zu da schwarzaugatn Dean.
 °   A karierte Joppn und an Gamsbart am Huat
     und a schwarzaugats Deandl is fürs Herzklopfn guat.
 °   Mei Herzerl is fleißig und allweil schlagts mit,
     kann lachn, kann wana, aber treu sein kanns nit.
 °   A Schneeberl hats gschniebm, alle Berg san schneeweiß
     und jetzt liab i scho wieda a Deandl, a neus.
 °   Tuat di was kränkn, tua allweil dran denkn,
     die dir so was tuat, der brennt selber da Huat.
 °   Die Vögerln baun Nesterln und singan dazua,
     da Bua liabt sei Dirndl und lasst ihr ka Ruah.
 °   Aber aus is's und gar is's und jetzt is Advent
     und da hab i mei Dirndl in d Rauchkuchl ghängt.
 °   Aber jetzt is's aus, jetzt is's aus, s' Mensch is bein Rauchfang raus
     und da Bua schaut ihr zua, Selchfleisch gibt's gnua.
 °   Bei da Nacht scheint da Mond und bein Tag kraht da Hahn,
     wann i's Dirndl recht gern hab, muaß i scho wieder davon.
 °   S'Dirndl hat gfischt bei da Nacht, hat nix derwischt bei da Nacht.
     Weils net guat ködern kann, beißt kana an.
 °   Da kloan Hahn im Wald hat an Schwaf, an krumpn,
     wann i drei Dirndln hab, kann i zwa verlumpn.
 °   S' Mensch liabt an Schreiber, schauts as nur an,
     hat himmelblaue Augn vom Tintn anschaun.
 °   Mei Mensch hat ma's gsagt, daß's mei Bart sakrisch gfreit,
     weil wann sie mein Bart siecht, is es Gsicht nimmer weit.
 °   Die Äpfeln san gelb, die Birnen san braun,
     die Madln san sauber, muaß ma ah um ans schaun.
 °   Die Äpfeln wern zeitig, die Birn san scho braun,
     hat a jeda a Mensch, muaß ma ah um ans schaun.
 °   Die Maurer tan mäutern, die Jäger tan jagn,
     die Buam, wanns verliabt san, tuan allerhand fragn.
 °   Die Leut, die sagn allerweil, d Liab war a Sünd,
     Madl, wannsd willst, nacher sündign ma gschwind.
 °   Vom Berg bin i aber zan Madl ins Tal,
     geh zoag ma dei aufrichtigs Herzerl amal.
 °   Fiaker spann ein und a Guldn ghört dein,
     führ mi ummi in d Mühl, wo i's Mensch halsn will.
 °   Zwa Hasn san gsprunga, zwa Hund wolltns jagn,
     zwa Buam, de ham graft, weils a Dirndl wolln habn.
 °   Es Dirndl, des gfreit si, auf d Nacht kummt ihr Bua,
     er redt nix und deit nix, und sie hurcht eam zua.
 °   Wann da Hahn kraht, macht a d Augn zua, weil a 's auswendig kann
     und i geh zu mein Dirndl, dass i ah a Freud han.
 °   Da Apfel is rot und rund, innan scho faul.
     Beim Dirndl is's grad a so, am Bestn schmeckt's Maul.
 °   Wer a schöns Deandl liabt, is scho betrogn,
     was sie zwang mal verspricht, des is vierzg mal derlogn.
 °   's Bussln is 's Beste gwiss, was da Mensch hat,
     drum tummelts euch, Deandln, sunst kummts no zu spat.
 °   Deandl, geh spreiz di net, wann i vom Bussln red,
     's Bussln, des merk da fein, muaß halt ah sein.
 °   Geh gib ma a Bussl und mach do ka Gsicht.
     I druck schon die Äugerln zua, dass's neamand sicht.
 °   Da Pfarrer hats heut bei da Predigt verkündt,
     je schöner des Deandl, desto klaner die Sünd.
 °   Und i bin mit die Deandln no allweil guat gfahrn,
     drum kunnt i net sagn, dass's ma zwieder warn wordn.
 °   Wannsd ka Schneid hast, bleib daham und tua Erdäpfel klaubn,
     Wannsd a Schneid hast, geh zum Deandl, tua bein Fenster einischaun.
 °   Deandl, i liabat die, wansd mi willst, kriagast mi,
     wannsd mi treu liabst, kannst mi habm, wannsd mi kriagst.
 °   Drei Stund übers Wasser, drei Stund übern See,
     drei Stund zu mein Deandl, das Herz tuat ma weh.
 °   Hat ana a Deandl id is a weng schön,
     so sollt a die Wochn 6 Mal zu ihr geh.
 °   6 Mal is net viel, geht no a Tag a,
     san 7 in da Wochn, mach erst an Tag blau.
 °   I liab halt mei Nanderl uns führ sie beim Handerl,
     ah si liabt mit dick und führt mi am Strick.
 °   Auf da Alm is's a Freid, ja da is's halt a Lebn,
     da tuats schene Küah und ah schene Diandln gebm.
 °   Jetzt hab i zwa Dirndln, a alts und a neichs,
     jetzt brauch i zwa Herzerln, a falschs und a treus.
 °   Wannsd du mit dein Herzerl so haglich willst sein,
     dann nimm a Papierl und wickels guat ein,
 °   Tuas recht guat einwickeln und binds nur fest zua,
     dann kummt da dei Lebtag koa Bua net dazua.
 °   Und da Mensch muaß a Mensch habn, weil da Mensch braucht a Mensch
     und a Mensch, der ka Mensch hat, so a Mensch is ka Mensch.
 °   Jetzt is's aus, jetzt is's aus, s Mensch is beim Rauchfang naus,
     und da Bua schaut eam zua, Selchfleisch gibts gnua.
 °   Da oan links, da oan rechts, da oan brauchts, da oan möchts,
     da oan schickt ihr an Gruaß, da oan hats scho bein Fuaß.
 °   I bin ja so ängstli, bin net gern allan,
     drum geh i auf d Nacht zu mein Mentsch in da Gham.
 °   Bin a lustiga Bua, brauch gar oft neue Schua,
     und a trauriga Narr hat recht lang an an Paar.
 °   Ja, ja, hat a gsagt, der alte Pater,
     Bein Dirndl derfst schlafn, aber weggedrahter.
 °   An Hahnakampl, a Kanariwampl, a Spatznleber und an Sterz
     muaß ma zsammaröstn, gibts in Dirndl z'essn, des gibt a treus Herz.
 °   Wann da Hahn kraht, druckt a d Augn zua, weil a s auswendig kann,
     und i geh heut zu mein Dirndl, hab ah a Freud dran.
 °   Treu bin i, treu bleib i und treu is mei Sinn
     i bleib bei meim Moidl, bis i a schöinere find.
 °   Da Herr Pfarrer hat predigt: "Leut, habts  anand gern!"
     Drum kann i vom Dirndl net wegga triebn wern.
 °   A Nasn hat a jede und Augn und a Maul,
     aber s Grüaberl im Kinn findt ma net allemal.
 °   Am Mittwoch, da hab i kan Segn ghabt, koa Glück.
     Wanns Herzerl halt krank is, habn d Händ a koa Glück.
 °   Du steirische Gretl liegst ma allweil im Schädl,
     liegst ma allweil im Sinn, wann i schlaferi bin.
 °   An Fehler muass i habn, i kimm halt nit drauf,
     drum sagt ma jeds Dirndl die Liab so gschwind auf.
 °   Daß's Dirndl an Kropf hat, des macht mar an Schmarrn,
     jetzt kennt ma's viel leichter, wo hint is, wo vorn.
 °   Hast a schöns Dirndl, dann hast recht viel Freud,
     hast aber a Schiache, ham d Leut gar kan Neid.
 °   Es Dirndl is weiß in Gsicht, weiß wia da Schnee,
     nur d Haar, de san braun wia a Packlkaffee.
 °   Die (Ort)er Mentscher, die kannst ja net liabn,
     drum schickst as am Berg nauf zum Nebel weg schiabn.
 °   A Mensch, des ka Herzerl hat, wirds scho no kriagn,
     die ganz jungan Taubn kennan ah net glei fliagn.
 °   Heirassa, ham ma net viel, tragn ma net schwar,
     wann ma dann gar nix ham, heirat ma zsamm.
 °   Du Dirndl, wannst mi willst und hast no ka Wiagn,
     wo tuast denn es Wuzerl hin, wann ma ans kriagn?
 °   Wer hoch steigt, muass tief falln, wer viel trinkt, muass viel zahln,
     wer viel liabt, muass viel leidn, wer nix kriagt, is nix z'neiden.
 °   Diandl, muaßt wegn an Rausch net so atark aufbegehrn,
     da sich i di doppelt und das hab i gern.
 °   I denk hin, i denk her, i denk kreuz, i denk quer,
     i denk allweil an mein Buam, sonst denk i nix mehr.
 °   Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
     da heirat mei Dirndl und i hab an Dreck.
 °   Wenn du s Bett net besser machst und die Flöh net ausjagst
     dann zahl’ i da a ka Bier und geh net ham mit dir.
 °   Hab’n Schatz g’habt, hab’n gern g’habt, hab glaubt er liebt mi,
     hab i nachgfragt, hot er 12e g’habt, und die 13de war i.
°    Und aus is und gar is und jetzt is Advent
     und jetzt hab i mei Diandl in d Rauchkuchl ghängt.
°    De Diandln hamma allsamt gern, allsamt tan ma's liabn bei da Nacht,
     und de selbn hamma ah no gern, de ma net kriagn.
 °   Und da Mensch muass a Mensch habn, weil da Mensch braucht a Mensch
     und a Mensch, der ka Mensch hat, so a Mensch is ka Mensch
 °   Du herzigs schöns Dirndl, du bist mei Freud,
     du bist mei Seligkeit in aller Ewigkeit.
 °   Eh i mei Dirndl lass, lassat i alls,
     mei Haus und mein Hof und es Tüachl vom Hals.
 °   Wenns wissat, dass i waß, dass sie s gwiß wissn tat,
     dann wissat i gwiß, dass i waß, wos i tat
 °   A Dirndl a netts, lusti und keck,
     mit an wunderschön Gspui, des is, was i wui.
 °   Aba Dirndl, sei gscheit, liab an Buam, der di gfreit,
     liab an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.
 °   Aba Dirndl sei gscheit, tua di haltn an mi,
     wann die Donau austrickat, nacha kimm i um di.
 °   Wann die Donau austrickat und i bin net da,
     ja so woaßt as ganz gwiss, dass i an andere ha.
 °   s is nix so traurig und is nix so betrüabt,
     als wann si a Tuschn in an Krautkopf verliabt.
 °   S Dirndl hat "Juhe" gschrian, "is denn koa Bua zum kriagn?
     Is denn koa Bua so gscheit, der bei mir bleibt?
 °   Mei Schåtz is a Maurer, mauert auffi in d`Heh
     und mir tuan hålt de Äugerl vum Auffischaun weh.
 °   Da Lipp und da Lenz habn all s gleiche Mensch
     aba da Hias und da Lex habn jedn Tag an andre Hex.
 °   A Nudlwalker und a Schierhagl und a Stallbesn mit an Stiel
     und a Dirndl mit ana Haknnasn, dös is was fürs Gfühl.
 °   A Mistgabl zu an Lauskampl und a Kuahkettn uman Hals,
     für a blitzsaubers Dirndl, da kaufat i alls
 °   A Schwalbn macht kan Summa, a Jungfrau ka Kind,
     hingegen bei zwa Valiabte passiert so was gschwind.
 °   Verliabt is der Gockel, verliabt is die Laus,
     verliabt is der Regenwurm, nur grad i geh laar aus.
 °   S Dirndl hat z Wean studiert und da Bua z Linz,
     und jetzt liegns im Bett beinand, feiern Priminz.
 °   Drei Winter, drei Summer, drei Äpfeln vom Bam,
     und wann nur mei Mensch aus da Weanastadt kam
 °   Jetzt is's amal kemma, was hat's ma denn bracht,
     a Ringerl am Finger, a Busserl auf d Nacht.
 °   Aber Dirndl, du liabs, wannst ma du amal stirbst,
     wirst ma du amal krank, leb i ah nimmer lang.
 °   Und eh i mei Mentscherl lass, lass i mei Lebn,
     und sollt i mei Bluat tröpferlweis gebm.
 °   Dass's in Wald finster is, das macht das Holz,
     dass mei Mensch sauber is, das macht mi stolz.
 °   zwoa schwarzbraune Ochsen und a gscheckerte Kuha
     die gibt ma mei Vater, wann i heiraten tua
 °   Und a viereckats Wieserl und a dreieckats Feld,
     und a herzigliabs Diandl is ma's Liabst auf da Welt.
 °   Es Dirndl is liabreich, aber geldreich is's net,
     is ma liaber, sie is liabreich, denn beim Geld schlaf i net.
 °   Aber Dirndl, sei gscheid, nimm an Buam, der di gfreit,
     nimm an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.

Fensterln

 °   A Schneeberl hats gschniebn vur mein Deandl sein Haus
     und jetzt siacht ma die Fuaßstapfn nein und hinaus.
 °   An Sprung übers Gasserl, an Juchiza drauf,
     an Klopfer am Fensterl, schöns Dirndl, mach auf.
 °   Liabs Dirndl, mach auf, tua mi einilassn,
     lass mi net so lang steh auf da kaltn Straßn.
 °   Fensterln bi i ganga zu da Kloahäusladirn,
     habs Fensterl verfehlt, hab zur Goaß einigschrian.
 °   Da Ernstl war bsoffn bein Fensterln auf d Nacht,
     hat's Kammerl verfehlt, is in Kuahstall aufgwacht.
 °   Beim Dirndl ihrn Fenster is a Raubvoglnest,
     und i trau mi net zuhi, weil des Luada is bes.
 °   Des Dirndl, des klan, des muaß schlafn allan,
     zu ihrn Fensterl kummt ka bua, weil sie hats allweil zua.
 °   Znagst hab i mein dirndl a Kittlzeug kaft,
     dass's net allweil in Hemat zum Fensterl hin laft.
 °   Bein Dirndl ihrn Fenster hängt a Rotzglockn dran,
     wann a rotziger Bua kummt, dass a anläutn kann.
 °   Vur da Schwoagrin ihrn Fensterl steht a trauriga Bua,
     sie hats Fensterl verrieglt, er kann net dazua.
 °   Vorn Dirndl ihrn Fenster hats a Eisplattn gfreat,
     da hauts alle Damlang an andern um d Erd.
 °   Vorn Dirndl ihrn Fenster gehts windverdraht zua,
     da steht alle Damlang a anderer Bua.
 °   Am Himmel steht a Weda, dass's dunnert und blitzt.
     Steig ein bei mein Fensterl, aber einschlagn derfst nit.
 °   A Schneewal håt's gschniebm, håt ma 's Ausgehn vatriebm,
     håt ma 's Fensterl vawaht, wo mei Diandl drin lat.
 °   Diandl, bist stolz, oder kennst mi am End nit,
     oder is des vielleicht dei Fensterl gar nit?
 °   Fernsterln bin i ganga: abas Fensterl war zua,
     und i denk ma, mei Deandl schlaft in himmlischer Ruah.
 °   Aba 's Deandl, jetzt woaß i's, die schlaft net alloan,
     sie kann ja kan doppelten Schnaufer net toan.
 °   Geh weg von mein Fensta, geh weg von mein Bett,
     i hab a schwache Natur, und du verstehst es no net.
 °   Geh weg von mein Fenster, du Tepp, du groba,
     Du stehst ja grad draußen wia a Grummatschoba.
 °   Geh weg von mein Fenster, hör auf mit dein Singa,
     wann du da recht Bua wärst, wärst längst schon drinna.

Erotik

 °   Es Dirndl is brennt, hat an Floh drin im Hemd,
     und i muaß jetzt einiglanga und muaß eam außafanga.
 °   Am Heubodn drobm is da Vada und'd Muada
     und i gfrei mi scho so aufn nächstn klan Bruada.
 °   S Mensch von da Oberleitnahüttn tua in Buam inständig bitten,
     er soll ihrn Rührkübl kitten, weil a soviel spritzt bei da Mittn.
 °   Da Adam und d Eva ham ghabt nur zwa Buam,
     wer hat denn die übrige Menschheit geburn?
 °   Weil draußn im Dörfl die Leut fleißig sind,
     drum hat a jeds Madl a lediges Kind.
 °   In Winter is's eisig, in Winter is's kalt,
     drum heirat ka Alte, dafrierast ma bald.
 °   Vo Wean bin is her, bin a lustiga Bua,
     habs Trichal volla Mentscha, bring s Hosntürl nimma zua.
 °   Du schwarzaugerts Dirndl, wia gehn mas denn an,
     dass dir dann dei Kidal net z'kurz wird voran.
 °   Du herzigs, schöns Dirndl, a so gehn mas an,
     hint schneid ma a Trumm außa, furn stickln ma's an.
 °   Manchesmal denk i mir, dass i guat lieg bei dir,
     dann wieder fallts ma ein, 's muaß ja net sein.
 °   Wo i daham bin, hams an hölzern Kamin,
     hams a zbrochane Tür, Dirndl, dassd eina kannst zu mir.
 °   De Dirndlsprach lern i no, is net so schwer,
     wanns sagt, du geh furt, mants nur, kumm amal her.
 °   Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
     er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
 °   Aber Mitzi, oho, auf dein Bauch sitzt a Floh,
     den fang i dir weg, aba zuckn derfst net.
 °   Die Mitzi hats gsagt, meine Gstanzln gfalln net.
     Ja du gfallst ma ah net, ah net nacha im Bett.
 °   Aba Mitzi, sei gscheit, nimm an Buam, der di gfreit,
     lass den andern, den kloan bei da Saustalltür loan.
 °   Aber Dirndl hehe, in da Fruah an Kaffee,
     zmittag saure Ruam, auf d Nacht an schen Buam.
 °   Aber Schuasta hoho, dei Weib hat an Floh,
     von was hats den Floh, von Schuaster hoho.
 °   Glei  hinter Kierling a Dreiviertelstund
     hat ana sei Mentsch verkaft gegn an klan Hund.
 °   Gestern ham ma gar nix ghabt, ka Geld und ka Gwand,
     heut ham ma wieder Läus und Flöh, alls mitanand.
 °   An Floh, wannsd eam angreifst, brauchst Finger halt zwa,
     a Mentsch, wannsd as angreifst, de macht glei an Schra.
 °   Bist gestern erst kumma, kummst heut scho wieda,
     wannsd alle Tag kummst, wirst ma ah scho zwieda.
 °   Des Diandl, des schaut mi von unt herauf an,
     i muaß amal kitzln, dass ma ah was davon ham.
 °   Wann bei da Nacht s'Bettstadl knarrezn tuat,
     dann waß i, dass d'Muatter an Vatern nix tuat.
 °   Beim Arbeitn hab i halt allweil a Gfrett
     weit schöner als da Schef is es Dirndl in Bett.
 °   I habs linksum busslt, i habs rechtsum busslt, i habs einebusslt ins Bett,
     is da Vata kumma, hat uns aussegschmissn, dabei war's grad so nett.
 °   I hab jetzt scho zahlt 18 Jahr lang ganz gwiss,
     jetzt sagt ma mei Dirndl, dass's scho wieda so is.
 °   Hat a oanzigsmal ghuchazt da drobn auf der Alm
     und jetzt hot er scho wieda de Hebamm zum zahln.
 °   Dirndl, sei net zwieda, Dirndl, sei net fad, 
     Dirndl, lass mi drüber, kriagst ah an Tschoklad.
 °   Auf d' Alm bin i gstiegn, habs Mensch gfragt ums Liegn,
     gar spöttla hats gredt: sie hätt Flöh drein im Bett.
 °   s' Mensch tuat ma load, hat an Floh in da Pfoad,
     muaß i eini glanga und ihrn aussa fanga.
 °   Ja, d' Madln san nett, wia z' Alm drobn die Küah,
     wannst eahna nix gibst, gehn s' wieda von dir.
 °   I pfeif auf mei Jungfernschaft, i pfeif auf mei Leben,
     der Bua, der mir’s gnumma hot, kann’s nimmer hergeb’n.
 °   Auf da Alm, do musst schlafn, Bua, des is a Sach,
     derfst niglnagln, derfst arschwagln, wird ka Bauer net wach.
 °   Drent im Föhrawald, da geht da Wind so kalt, da kennan d Vögln neama pfeifa,
     und da Oberlehra hat si d Finger gfrert, jetzt kann a d Vögln neama greifa.
 °   S`Dirndl håt oane wia a Einbrennschissl
     wånn da rechte Bua kimmt, sågt`s: "geh Bua riahr a bissl".
 °   S Dirndl hat oani wiar a Oachischüssl,
     und wann ma ihrs anrührt, aft soachts halt a bissal.
 °   Auf'd Nacht hab i's "pstn" ghört druntn beim Zaun,
     wanns nu amal "pstn" tuat, geh i nachschaun.
 °   Wann i amal greßa bin, und nimma so kloa,
     aft geh i ah zu die Menscha as "pstn" neitoan.
 °   Und die richtign Dirndln, die "pstn" so gern,
     und wia öfter dass "pstn", um so besser tuans werdn.
 °   Und s Dirndl hat a Zidan und da Bua hats net gwisst,
     bis dass er mitm Zidanschlüssl ins Stimma kemm is.
 °   Die Äpfi san saua und d Zwetschkn san siaß,
     es Dirndl hat Nasnbliatn zwischn die Fiaß.
 °   Muass i ma beim Hosntürl a Gschlössl anschlagn,
     weil ma d Weiba, die Luadan, allweil s Werkzeug vertragn.
 °   Aber Diandl, wo host as denn, daß i's net findt?
     Hast as ‘leicht gar verlurn, oder z' weit hint’?
 °   Und i han's nit z' weit vorn, und i han's nit z' weit hint.
     Han's zum Fassbinder trag’n, weu ‘s all’weil so rinnt.
 °   Wann i amal groß bin und i bin a Mon,
     dann derf i den Mentschern in Zipfel nei toan.
 °   D Schmiedin mitm Hammer, da Schmied mitm Stui,
     da Schmied kann net hammern, wann d Schmiedin net wui.
 °   Wann der Stier nimma wü und da Bau nimma kann
     Dann ruaft halt die Bäurin in Viechdokta an 
 °   Beim Dirndl ihrn Fenster is a Raubvogelnest,
     und i trau mi net zuawa, die Luadan san bes.
 °   A niglneuchs Häusl und a niglneuchs Bett,
     und a niglneuchs Dirndl, aba niedernagln derf is net.
 °   Gestern auf d Nacht hab i lachn müassn,
     hab gmoant, i habs Mensch, 's war die Katz bei d Füaßn.
 °   Und wann i beim Dirndl bin, geht allweil 's gleiche Gspiel:
     sie hebt s Röckerl vors Gsicht und sagt: schaum mi so viel.
 °   Dreimal uman Stodl und viermal ums Haus,
     und wannst ma 'n jezt no net zagst, reiß i da 'n aus.
 °   Je höher die Alm, desto schärfer da Wind,
     je schöner es Diandl, desto kloaner die Sünd.
 °   Aber Dirndl, setz di zuwa, du blitzsaubers Leutl,
     Aber daß'd di net schneid’tst mit mein’ trumm Taschenfeitl.
 °   Zwischn zwa Heuballn, da is mei Mensch neigfalln,
     's lasst ma ka Ruah, i leg mi dazua.
 °   A wengl kurz und an wengl lang, und a wengl umaruck’n auf der Bank.
     A wengl eng und a wengl weit, mit an schön’ Dirndl hätt i mei Freud.
 °   Unser alts Häuslwei jammert schon lang allwei,
     weil da alt Häuslmann gar nimma kann.
 °   Beim Dirndl ihrn Fensta hab i umigschnagglt,
     hat a Katz außaglangt, hat mi einighagglt.
 °   S`Dirndl hoaßt Lena, håt an Ståll volla Henna
     und a Schlupfloch håts drån, daß da Håhn eine kånn.
 °   Aber lustig und ledig, mir gehn in koa Predigt,
     Mir gehn in koa Beicht, aba d’Menscha kriagn ma leicht. 
 °   Fidö bei da Zittern, fidö bei da Geign
     Fidö bei mein Diandl, wann i auffi muaß steign.
 °   Greif net soweit auffi, wo da Fuaß dicka is,
     sunst kimmst in de Landschaft, wost herkemma bist!
 °   Gell, du Schwarzaugerte, gell, für di taugert i,
     gell, für di war i recht, wann i di mecht.
 °   Es Diandl bet allweil, daß ka Unglück entsteht,
     daß in Kierlinger Wildbach ka Schiff untergeht.
 °   S'hat oans gschlagn, s'hat zwoa gschlagn s'hat drei gschlagn bei da Nacht
     Da hat mit da Bua um mei Jungfernschaft bracht
 °   I pfeiff auf mei Jungfernschaft, des is ja net mei Leben
     Da Bua der mas gnumma hat, der kammas nimmer gebn. 
 °   s'Deandl is liabreich, aber geldreich is net.
     is ma liaba, sie is liabreich, beim Geld liag i net!
 °   A Katz und a Dirndl, die san ziemlich gleich,
     da Schädl is hart und da Bauch, der is weich.
 °   De Bäuerin is schwanga und mo woas nit vo wem
     Ban Nochborn homs an Goasbock, jo oft schiamas af den.
 °   De Wirtn is schwonga, de Kechin is dick.
     De Könnarin is guata Hoffnung. Heast de Leit hom a Glick.
 °   Auffigschaut, auffigschaut hob i aufs Bett
     Oba auffitraut, auffitraut hob i mi ned!
 °   Waunst scho moanst, i hätt’ di gern, du oide Sturmlatern, 
     rinnaugads Odlfass,  na, dia pfeif i wos!
 °   Des Deandl hod gsoad hod an Floh a da Pfoad.
     Muaß i einiglaunga muaß in auafaunga!
 °   Da Gigl-Gogl hat a Henn ghabt und da Gogl-Gigl hat's a.
     Sagt da Gigl-Gogl znagst zum Gogl-Gigl, gigl gogl du die meine a.
 °   Da Goglgigl hat a Henn ghabt und hats giglgoglt in da Strah,
     sagt da Giglgogl znagst zum Goglgigl, giglgogl du die meine ah.
 °   Hab' a nigelnagelneus Häusl, hab' a nigelnagleus Bett
     hab' a nigalnagelneus Dirndl, aber niedernageln derf i's net
 °   I hobs higwuzelt, i hobs hergwuzelt i hobs einegwuzelt in d Strah,
     Is da Bauer kumma hot uns aussagwuzelt wias am allerschenan gwen war!
 °   über da bruck, unta da bruck hot da baur d´bäurin buckt
     er hot glocht, sie hot glocht homs an klan baunbuam gmocht
 °   nudl in da rein, nudl in da rein heit muass nu lustig sei
     nudl in da rein, nudl in da rein lustig muass sei 
 °   Drunt in da Au liegt a Mo auf da Frau.
     Liegt da Knecht auf da Dirn, und tan multiplizieren.
 °   Mei broatoarschats Dirndl i hob di so gern.
     I mecht wengn dein Broatoarsch a Scheißhäusl (Häuslbrett) werdn.
 °   Ban Dirndl sein Fensta, do gehts zünfti zua.
     San o sechs a siebn Loatan und koa oanziga Bua.
 °   Zwidiwischpal zwidiwaschpal zwidiwuschpal mei Bua.
     Heit is nix mehr mitn radidetzgaln, mochs Hosndürl wieda zua.
 °   Da Fuchs tuats da Füchsin, da Guck tuats da Gückin,
     in Dirndl da Bua, jo do gehts gaunz schei zua.
 °   Waun i a Oidi wetz, daun is a muads drum Hetz,
     Waun I a Junge wetz, daun is glei nu mehr Hetz.
 °   Kannst gern a Bissl zuwisteign,
     i tat da gern mei Stubi zeign. 
 °   Aber Dirndl, du Luada, sag nit alls da Muada,
     sag nit alls dahoam, was mir allaweil toan.

Eindeutig

 °   Hinterm Bergisel, do liegt a Lock Bluet,
     Drneben a Maschin, de die Jungfrauen au tuet.
 °   Und mei Jungfrau hoaßt Nani, hat a winzige klani
     Muß ma’n wuzeln und schmier’n, dass ma’n eini kann kriag’n.
 °   Meine Duttn san hart und mei Pumperl, des tropft,
     drum möcht i gern ham, dass mir’s aner verstopft.
 °   S Dirndl vo Hohenzö reckt d Haxn grad in d Höh
     springt eahm a Heuschreck drein mittn in d Rein.
 °   Der Bauer is a Spitzbua, wann er scheißt, dann druckt er d' Aug’n zua.
     Wann er ausgschissn hat, dann steht er wieder grad.
 °   Gigade Gogade, s'Mensch hod a nockade
     is do ned woar, sie hods volla Hoar
 °   Ban Mensch vo Adlwang wird ma die Zeit net lang
     boid pack is vorn boid hint, wia is Lo hoit grad find
 °   S'Mensch von Sattledt gfreit si hoit, boid a steht
     boid i ihr einifahr grad unterm Pfoad
 °   S'Mensch, des hoaßt Zülli, sie lasst mas freiwülli
     tat ma's nochschicka a, wanns zan oschraufa war
 °   S'Mensch vo da Haunoldmühl lass mi hoit, wann i wüll
     aufi und obi steign vo da Bassgeign
 °   Znagst bin i auffi gstiegn, bin i drobn hänga bliebn
     druck i ihr d'Geign vanand, Bua des war a Schand
 °   wo i moi greßa bi und nima so kloa,
     don gen e za de Menscha, as Zipfi ei doa!
 °   s dirndl is 18 wön und nu nia bedad wön,
     iaz wiad ia ongst und bang, slo wächst ihr zam!
 °   aber gschißn is gschißn, scheiß zuawi zum zaun,
     mit die finger dreingriffen, werden die nägel schön braun.
 °   die könarin die schlompn hod a muaz trum wompn
     is kind schaut scho aussa bam loch owa budan wüs doch!
 °   An oids Foss hod an oidn Roaf, an oida Maun an oidn Schwoaf
     an oids Weib hod an oids Lo, aber mausn mechts do
 °   S' Dirnd va Obertraun losst in Buam ois aunschaun, 
     Duddl, Fut, Orsch und Bau, des is a Sau
 °   Mei Dirndl, des Lieserl, des sitzt af an Bam
     i greif ihr aufs Wischerl sie brunzt ma am Dam
 °   Jo und i scheiß und i scheiß und i scheiß ohne End
     Und iatz scheiß i aufs scheißen, wal ma es Orschloch soo brennt.
 °   A Fut und a Fliagn, san schwa zum dagriagn,
     und kunt a Fut fliagn, warats nia zu dagriagn!
 °   Da Essig is sauer und da Zuger is siaß
     Und wons da a da Hosn scheißt, oft stinkn a de Fiaß
 °   Zwiwuschpel, zwiwaschpel, mei peill schaut aus wia kaschpl,
     mei peil is voller bluat, i glaub das er bei einer jungfrau lernen tuat. 
 °   A oita Bam hot a oite Rindn, und a oits Weib hots weit hintn,
     und a poar Hoar hots drau, daß wos firazoagn ko.
 °   Am Ötscha bin i auffi bis ganz am Güpfi.
     Auf da oan Seit hob i in Oarsch owi ghoitn, auf da ondan s`Züpfi.
 °   Fut voller Gretzn, da Beidl voi Bluat.
     Gschnaxlt muas werdn, a wonns nu so weh tuat.
 °   i woa grod am klo drin, hob mir an radiert,
     i bin hoit a wixa, jetzt hob is kapiert.
 °   S´Dirndl hod an Euro gstoin, und kaft sie an Rahm
     schmiert sie s´Pfuiteixl ein, dass bessa gang.
 °   da bauer am berg obm, der hot hoit sei not,
     wixt si an owa und schmiat si`s aufs brot.
 °   Auf der Brixleggerer Bruck scheißt oana am Inn,
     aft schreit da Dreck aufa: jetzt bin i dahin. 

Weinviertler Weingstanzln

Folgende Gstanzln hat Franz Fuchs über Weinviertel und Wein verfasst:

 1.  und da schuastaseppe und da maurapoldl und die schneidamitzi und ia gsö
     san in vurjoa mitanaund auf d brünnerstrossn und san heit no ollawäu in ö
 2.  und die graue hausmaus und die klane zwergmaus und die spitzmaus und da bisamrotz
     und die weiße maus mitsaumt di alkomatn, des is olls für die kotz
 3.  aber übermorgn, do wirds vuagestern gwesn sei und gestern, do wors sicher murgn
     heite huck ma do und flaschln mitanand,  kunntsd ma du net no an lita burgn
 4.  ja die oxnwirtin is a riesnbißgurn,  keift und schimpft und kebbelt furt und furt
     hot a spitze nosn zan trompetnblosn, nur ihr wei, der geht da holt ins bluat
 5.  und da blau port'giesa und da weißburgunda rafn mitanaund glei hintern foss
     wäu da blau port'giesa hat a schene rode forb, da weißburgunda is gaunz bloss
 6.  mei schwiegermuatta und a weinfassl, der unterschied is gar net wüd
     oll zwa liegns in kölla, oll zwa sans recht gfüd
 7.  d beaumtn san kraunk, wia kau ma s kuriern
     mit geld muaß ma s waschn mit wei muaß ma s schmiern
 8.  da wei und es wossa, des is ja bekaunnt
     de rinnan in wirtn oft gnua durchranaund
 9.  Da wirt tramt, in fassl verbrennt eam da wei,
     jetzt rennt dea noar owe und schitt wossa drei
10.  rot san die kerschn und weiß san die blia
     grean da veltlina und blau, des san mia
11.  gibsd an weivierdla mentscherl an weivierdla wei
     ins weivierdla doppebett follts da glei nei
12.  hollodareiduljo, i und mei mau
     hollodariadu mia saufn uns au
13.  hollodareidu mei olde und mi
     hollodariadu strahts ollawäu hi
14.  die gams hod an boat, an boat, den hob i
     mei schotz schleift an boat, waun i augsoffn bi
15.  a baumasta bin i, ka haus foit ma ei
     und a ka gstanzl von heirign wei
16.  und wäu ma nix eifollt, in huat hauri drauf
     köönarin, moch ma a zwiemandl auf
17.  die muatta hots gsogt und da vota sogts aa
     so a flaschl veltlina is ollwäul glei laa
18.  mei voda sogt, er möcht vetschina tschickn
     i versteh ollwäu, i soll veltlina schlickn
19.  da bush mocht an kriag und da blair mocht eam a,
     s'war gscheida, de gangatn saufn, de zwa
20.  a kaiwe sauft mülli, sei leber schmeckt guat
     i mecht goa net wissn, wias mei leber tuat
21.  die kuah, die schreit muh und die kotz schreit miau
     und i schrei heit prost, so laung i no kau
22.  a ausdirndlts dirndl, a veltlinerfloschn,
     da muaß i sinniern, wos i zerscht soll vernoschn 

U-Bahn-Gstanzln

Folgende Gstanzln hat Franz Fuchs über die Wiener U-Bahn verfasst:

 1.  In da U-Baun is's lustig, in da U-Baun is's fein,
     wann die Schwarzfahrer rennan und die Schwarzkappler schrein.
 2.  Bei da heurign Hitzn kannst da 's U-Baun-Fahrn sparn,
     wäu die klimatisiertn Wägn de derfn net fahrn.
 3.  Reumannplotz - Schwednplotz - Donau - Kagrau.
     Simmaring - Ottakring,  i sauf mi au.
 4.  Mei uralte Kraxn, de schenk i bald her,
     wäu die U-Baun in Wean, die fahrt vü schnellerer.
 5.  In da U 4 sauf i mei Bia
     augflaschlt ois wia in da U 4
 6.  In da U 4 schbeib i als wia
     In da U 2 schbeib i a
 7.  Nordic walking, nordic skäting auf Hüttldorf naus.
     Nordic sitzing, nordic fahring d'U 4 bringt mi zhaus.
 8.  I renn, dass i schnö in da U drinnat bin.
     A Sandler streckt d Haxn aus, scho strahts mi hin.
 9.  In d Ubaun, da hupfert i öfters gern nei,
     nur biagts halt so seltn ins Kierlingtal ei.
10.  Von da Ubaun a Gstanzl gibts nur, waunns mi gfreit.
     I bin in da Rentn, pfiat eich, "ka Zeit". 

Gstanzln fürn Franz

Bei uns ist üblich, zu jedem Geburtstagsfest oder ähnlichem frisch gedichtete Gstanzln vorzusingen.
Zum 70. Geburtstag von Franz Fuchs haben seine Freunde achtundsechzig Gstanzln gedichtet und vorgetragen.
Zu finden sind sie auf Gstanzln fürn Franz
Und auch zum 80. Geburtstag gab es Gstanzln fürn Franz, zu finden auf 80. Geburtstag Franz Fuchs

Wissen Sie weitere oder eigene Gstanzln?

Bitte tragen Sie sie hier ein.

Quellen