Gstanzln: Unterschied zwischen den Versionen

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*[https://www.volksmusik.cc/lieder/maurergstanzln.htm Maurergstanzln] (unsere beliebteste Gstanzlmelodie)
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/maurergstanzln.htm Maurergstanzln] (unsere beliebteste Gstanzlmelodie)
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/meischatzhatmaaufgsagt.htm Mei Schatz hat ma aufgsagt]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/meischatzhatmaaufgsagt.htm Mei Schatz hat ma aufgsagt]
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/meivateri.htm Mei Vater is Maurer] ([https://www.stammtischmusik.at/noten/habernstrohwalzer.shtml Mein Vatern sei Häusl])
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*[https://www.volksmusik.cc/lieder/meivateri.htm Mei Vater is Maurer]
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*[https://www.stammtischmusik.at/noten/habernstrohwalzer.shtml Mein Vatern sei Häusl])
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/schauschau.htm Schau, schau, wia's regna tuat]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/schauschau.htm Schau, schau, wia's regna tuat]
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*[https://www.volksmusik.cc/lieder/schulgstanzl.htm Schulgstanzln]
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*[https://www.volksmusik.cc/lieder/triho.htm Triho, hinter mein Vaters Haus]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/vomgamsbockdiekrickal.htm Vom Gamsbock die Krickaln]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/vomgamsbockdiekrickal.htm Vom Gamsbock die Krickaln]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/wannizumtanzngeh.htm Wann i zum Tanzn geh]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/wannizumtanzngeh.htm Wann i zum Tanzn geh]
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Es gibt aber auch Gstanzlmelodien im '''Zweivierteltakt''':
 
Es gibt aber auch Gstanzlmelodien im '''Zweivierteltakt''':
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/heut_iss_i_nix.htm Heut iss i nix]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/heut_iss_i_nix.htm Heut iss i nix]
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*[https://www.volksmusik.cc/lieder/isdenndes.htm Is denn des net a Lebm]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/steigaufi.htm Steig aufi]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/steigaufi.htm Steig aufi]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/wannisgeh.htm Wann i's geh, geh i's schnöll]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/wannisgeh.htm Wann i's geh, geh i's schnöll]
  
einige Landler und Volkstänze mit Gstanzlsingen:
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Einige Landler und Volkstänze mit Gstanzlsingen:
 
*[[Aberseer Landler]]
 
*[[Aberseer Landler]]
 
*[[Ausseer Landler]]
 
*[[Ausseer Landler]]
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Bei den einzelnen Tanzbeschreibungen sind auch die Singnoten abrufbar.
 
Bei den einzelnen Tanzbeschreibungen sind auch die Singnoten abrufbar.
  
einige Volksmusikstückln mit Gstanzlsingen
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Einige Volksmusikstückln mit Gstanzlsingen
 
*[https://www.stammtischmusik.at/noten/habernstrohwalzer.shtml Habernstrohwalzer]
 
*[https://www.stammtischmusik.at/noten/habernstrohwalzer.shtml Habernstrohwalzer]
 
*[https://www.stammtischmusik.at/noten/holzschneiderjagl.shtml Holzschneiderjogl]
 
*[https://www.stammtischmusik.at/noten/holzschneiderjagl.shtml Holzschneiderjogl]
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== neu eingesandte Gstanzltexte ==
 
== neu eingesandte Gstanzltexte ==
  
weitere Gstanzltexte, größtenteils von Usern eingesandt. Diese neueren Einsendungen werden nach vier Monaten in die unten stehenden Themengebiete einsortiert.
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Weitere Gstanzltexte, größtenteils von Usern eingesandt. Diese neueren Einsendungen werden nach etwa vier Monaten in die unten stehenden Themengebiete einsortiert.
  
 
Besten Dank allen Einsendern für die folgenden Vierzeiler:
 
Besten Dank allen Einsendern für die folgenden Vierzeiler:
  
=== FF, 31. 5. 2017 ===
+
=== Pezi, 13. 12. 2019 ===
  
   °  Ein bildhübsches Mädchen ging einstens spaziern,
+
   °  Im Radio hört man den Wetterbericht,
       kam der xx daher, wollt die kleine verführn.
+
       wanns heute net kalt wird, dann gfrierts heute nicht.
   °  Sagt das bildhübsche Mädchen, ich bin keine solchene,
+
   °  Die Kunst, liaba Mann, die versteht ma erst dann,
       hat in xx ane gschmiert, aber schon a solchene.
+
       wann ma's nimma versteht, weil sunst is's ka Kunst net.
   °  Dabei hat er sie nur auf die Schulter geküsst,
+
   °  So a Politiker, des is a Held,
       weil des Saumensch ums Mäul herum z'dreckig gwen ist.
+
       der redt nur vom Arbeitn, kriagt trotzdem gnua Geld.
   °  Wann jeder a reiche, a schöne will habm,
+
   °  A Bankdirektor, a Diplomat, a Fabrikant, a Advokat,
       wo soll denn da teixl die schiachn hintragn?
+
       a Architekt no dazua, Geld ham de gnua.
   °  Da oan links, da oan rechts, da oan brauchts, da oan möchts,
+
   °  In Schwechat wird grad a Flughafn baut,
       da oan schickt ihr an Gruaß, da oan hats scho bein Fuaß.
+
      bis der amal fertig is, san d Kinder grau.
   °  Bald tramt ma von d Ochsn, bald tramt ma von d Küah,
+
  °  In Linz in da Vöst brennt s elektrische Licht,
       bald tramt ma von d Weiberleut, was gscheits tramt ma nia.
+
      damit ma des Defizit no besser sicht.
 +
 
 +
=== FF, 20. 11. 2019 ===
 +
 
 +
  °  I geh nimma eine zur Kloahäuslerdirn,
 +
       hat a Wimmerl am Nasnspitz, kunnt des ah kriagn.
 +
   °  Hollodaro, schneids ma mein Bart net o, hollodaro, schneids man net o,
 +
      hopsdodaro, hab eich ja gar nix toan, hollodaro, schneids man net o.
 +
  °  Am Brunn steht die Mitzi und lacht voller Freud,
 +
      und wascht si die Füaß durt, s wor eh höchste Zeit.
 +
  °  In Kierling steht a Wirtshaus, is a Kellnerin, hat a Filzlaus,
 +
      kemman d Schandarm, suachn s Haus aus, und alls wegn ana Laus.
 +
  °  Früahra hab i is ah net gwisst, wia da Fuchs d Henna frisst,
 +
       heut aber waß is scho, bein Schwaf packt a s an.
 +
 
 +
=== Jörg, 18. 10. 2019 ===
  
=== Hias, 20. 4. 2017 ===
+
  °  Ka Vogl, ka Oachkatzl mecht i net sei,
 +
      da miaßt i in ganzn Tag ban Loch aus und ein.
 +
  °  Lusti is's gwen in heurign Summa,
 +
      a Nacht bei mein Dirndl geht gar so gschwind umma.
 +
  °  Es Dirndl von Liefering hats in ihrn Küberl drin,
 +
      tragts am Markt auf und ab, kaufts ihr was ab.
 +
  °  I woaß net, wias kummt, weck i's Deandl oft auf,
 +
      kriagts in a paar Monat an gschollanan Bauch.
 +
  °  A Tuttldattl von Elisabethl und Urschlarschl in an Bauch
 +
      und a Futlfadl von an Müllimald, mit Milch gurgl nach.
 +
  °  Bein Arbeitn hab i halt allweil mei Gfrett,
 +
      viel schöner als da Schef is es Dirndl in Bett.
  
  °  Musikantn san krank, wia kann mas kuriern.
+
=== Fred, 19. 9. 2019 ===
      Mit Wein muaß mas waschn, mit Fuzga einschmiern.
 
  °  Spielleut, spielts auf, und es werds scho was kriagn,
 
      am Samstag is Markttag, kriagts a Simperl vomm Birn.
 
  °  Musikantn, spülts auf, dass i ka Geld net brauch,
 
      schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
 
  °  Musikantn, sads Lumpn, habts koana ka Geld,
 
      a Stubn volla Kinder, ka Troad aufn Feld.
 
  °  Musikanten, spielts auf, i sing euch an drauf.
 
      Musikantn, ziagts an, dass neamd einschlafn kann.
 
  °  Musikantn, spielts fleißig, und es werds scho was kriagn,
 
      i leg euch an Erdäpfel außi auf d Stiagn.
 
  
=== FF, 24. 3. 2017 ===
+
Ein paar moderne:
 +
  °  In München kriagst s Bier in da Maß, des is fein,
 +
      in Östreich, da kriagn ma jetzt nur mehr Bierlein.
 +
  °  Die Prominenz fangt jetzt mitn Golfspielen an,
 +
      weil ma den Sport ah mit Handschelln spieln kann.
 +
  °  Lehrer und Lehrerin heiratn zsamm,
 +
      damit sie halt ah a Vierzg-Stundn-Woch ham.
  
  °  Am Himmel steht a Weda, dass's dunnert und blitzt.
+
=== FF, 22. 8. 2019 ===
      Steig ein bei mein Fensterl, aber einschlagn derfst nit.
+
 
   °  I bin ja so ängstli, bin net gern allan,
+
   °  Beim Dirndl ihrn Brunn wachst a Moos umadum,
       drum geh i auf d Nacht zu mein Mentsch in da Gham.
+
       muaß a schlechter Platz sei, geht da Fuchs aus und ei.
   °  Bin a lustiga Bua, brauch gar oft neue Schua,
+
   °  Geh ruck nur sche zucha, mei Bett is net brat,
       und a trauriga Narr hat recht lang an an Paar.
+
       wannsd ma außefalln tatsd, um die Zeit war ma laad.
   °  Ja, ja, hat a gsagt, der alte Pater,
+
   °  Und i hab di scho gern, aber lang derfs net sei,
       Bein Dirndl derfst schlafn, aber weggedrahter.
+
       grad heit über d Nacht, dann is's wieder vorbei.
   °  An Hahnakampl, a Kanariwampl, aSpatznleber und an Sterz
+
   °  Madl, wasst was, auf dein Hemd wachst a Gras,
       muaß ma zsammaröstn, gibts in Dirndl z'essn, des gibt a treus Herz.
+
       ziags aus und setz ei, nacha leg ma uns drei.
   °  Wann da Hahn kraht, druckt a d Augn zua, weil a s auswendig kann,
+
   °  Madl, wasst was, dei Kiderl is nass,
       und i geh heut zu mein Dirndl, hab ah a Freud dran.
+
       ziags aus und brats auf, nacha leg ma uns drauf.
 +
 
 +
== Ältere Gstanzln, nach Themen sortiert ==
  
=== Franz, 28. 2. 2017 ===
+
=== Tanzgstanzln von Frauen ===
  
  °  Mei Vata, der faulenzt, mei Muatta pflegt Ruah,
+
Roswitha schrieb am 22. 11. 2012:
      mei Bruada reißt's Mäul auf und i schau ea zua.
 
  °  Lachts net so viel, sunst lach i no mit,
 
      wann i amal lach, geht des Singa halt nit.
 
  °  Des Gstanzldichtn, des is mei Passion.
 
      I sag: reim di oder i friß di, dann reimt sa si schon.
 
  °  Furt in da Früah, ham auf d'Nacht, so hats mei Vata gmacht,
 
      furt auf d'Nacht, ham in da Früah, so machens mir.
 
  
=== Bayerischer Hias, 15. 1. 2017 ===
+
Hallo! Es gibt einige Tanzgstanzln von Frauen. Gibt es noch mehr?
  
   °  Mei Schwiegamuatta, die hams jetzt bei da Zeitung angagiert,
+
   °  Das steirische Tanzn und's Gatterschliefn,
       weil sie am Montag scho woaß, was am Freitag passiert.
+
       das hab i mein Büabl erst lerna müaßn.
   °  Mei Schwiegamuatta und a Papagei ham die gleiche Natur,
+
   °  Mei Schatz is a Jager, a Lump, a vadrahter
      wanns an Schnabel amal auftoan, bringans n eh neama zua.
+
       geht aus mit da Büx, aber hoam bringt a nix.
  °  I hab mei Schwiegamuatte zwegn ihrn Meckern mal unter d Schof einitoan,
+
   °  Hinta da Schupfntür hängt a Trumm Ochsengschirr,
       des ham d Schof net ausghaltn, de san auf und davon.
+
       Spann ma zwa Lausbuam ei, gfuhrwerkt muaß sei.
   °  Mei Schwiegamuatta, de halt de Antn, mei Schwiegamuatta, de halt de Kia,
+
   °  Drei Berg und drei Tal und drei Buam auf amal,
       mei Schwiegamuatta, de halt alls, grad ihr Goschn halts nia.
+
       zum Bussln, zum Foppn, zum Heiratn amal.
   °  Mei Schwiegamuatta is wia a Bumerang, de wirst anfach net luck,
+
   °  Wenn a Frau si recht schön macht, dann nur wegn an Mann,
       de kannst hinschleudern, wosd magst, de kummt glei wieder zruck.
+
       weil da Mann besser sehgn - als denkn kann.
   °  I wollt mei Schwiegamuatta recyclen, Bua, des wor a Gfrett,
 
      s ganze Alteisn hams gnumme, aber solchane Beißzangan net.
 
  °  Dass mei Schwiegamuatta net in Himmi kimmt, Leutln, des waß i schon,
 
       weil a Drachn net höcher als wia hundert Meter steign kann.
 
  °  Drei Schwiegermütter gingen badn in an See bei Berchtesgadn,
 
      zwa davon san glei ersoffn, von da drittn wolln mas hoffn.
 
  °  Zwa Burgermaster, drei Gendarm, fünf Polizistn und a Kua
 
      und a Schwiegamuatta, ja jetzt man i, des san Rindviecher gnua.
 
  
=== Robert, 14. 1. 2017 ===
+
=== Einleitung ===
  
   °  Du schwarzaugerts Dirndl, wia gehn mas denn an,
+
   °  Da Franz von da Ebn, der spielt euch heut auf,
       dass dir dann dei Kidal net z'kurz wird voran.
+
       und lustige Gstanzln, die sing i euch drauf.
   °  Du herzigs, schöns Dirndl, a so gehn mas an,
+
   °  Ja lustige Gstanzln, a Musi voll Schneid,
       hint schneid ma a Trumm außa, furn stickln ma's an.
+
      fest aufgspielt und gsunga i s guat für die Leut.
   °  Manchesmal denk i mir, dass i guat lieg bei dir,
+
  °  Mei liaba Musikant mit da schiefn Nasn,
       dann wieder fallts ma ein, 's muaß ja net sein.
+
       du derfst bei mein Gsangl hint nachiblasn.
   °  Wo i daham bin, hams an hölzern Kamin,
+
   °  Lachts net so viel, sunst lach i no mit,
       hams a zbrochane Tür, Dirndl, dassd eina kannst zu mir.
+
      wann i amal lach, geht des Singa halt nit.
   °  De Dirndlsprach lern i no, is net so schwer,
+
  °  Des Gstanzldichtn, des is mei Passion.
       wanns sagt, du geh furt, mants nur, kumm amal her.
+
       I sag: reim di oder i friß di, dann reimt sa si schon.
 
+
  °  I bin da lang Franz und mi kennt d ganze Welt,
== ältere Gstanzln, nach Themen sortiert ==
+
      hab d Hosn voll Taschn, aber nirgends a Geld.
 
+
   °  San unsa vier Brüada, aber i bin da längst,
=== Tanzgstanzln von Frauen ===
+
      san alle vier sauba, aber i bin da schönst.
 
+
  °  Meine Stiefln san aus Fuchsleda, weil i allaweil so ummanandapläda,
Roswitha schrieb am 22. 11. 2012:
+
      meine Stiefln san fuchsrot, weil i hamgeh so spat.
 
+
  °  Mei Huat und mei Gwand san aus Fuchsleda gmacht,
Hallo! Es gibt einige Tanzgstanzln von Frauen. Gibt es noch mehr?
+
      die schlafn bein Tag und die saufn bei da Nacht.
 
+
  °  Durt druntn bein Zaun, da sitzn zwa Füchs,
   °  Das steirische Tanzn und's Gatterschliefn,
+
       da oa hat a Henn in Mäul, da oa der hat nix.
       das hab i mein Büabl erst lerna müaßn.
+
  °  Mei Quetschn kann i brauchn, so a Quetschn is guat,
   °  Mei Schatz is a Jager, a Lump, a vadrahter
+
      weil ma si beim Singa dran anhalten tuat.
       geht aus mit da Büx, aber hoam bringt a nix.
+
   °  Und wann i kan Bart net hätt, des war net guat,
   °  Hinta da Schupfntür hängt a Trumm Ochsengschirr,
+
       weils Bussln min Bart gar so guat schmeckn tuat.
       Spann ma zwa Lausbuam ei, gfuhrwerkt muaß sei.
+
  °  Gstanzln kann i gnua, zählt hab i s nia,
   °  Drei Berg und drei Tal und drei Buam auf amal,
+
      an vierspännign Laterwag brauchat ma schier.
       zum Bussln, zum Foppn, zum Heiratn amal.
+
  °  A neugs Liadl singat i allweil so gern,
   °  Wenn a Frau si recht schön macht, dann nur wegn an Mann,
+
      aber d Leut wolln halt immer des alte no hörn.
       weil da Mann besser sehgn - als denkn kann.
+
  °  Die Vierzeiler, Gstanzln, die hört jeder gern,
 +
      drum passt's jetzt guat auf, meine Damen und Herrn.
 +
  °  Es gfreit si die Wirtin, es gfrein si die Gäst,
 +
      dass's heut da beim Stammtisch so lustig is gwest.
 +
  °  Buama, singts Gstanzln, tuats net langweilig sein,
 +
      wanns a Zeit singts, fallt euch selber was ein.
 +
  °  Beim Stammtisch da Wirt, der is intressiert,
 +
      dass ma singt, dass ma trinkt, dass ma s Geld zu eam bringt.
 +
  °  Wer hat die schön Gstanzln gmacht? Bauernbuam bei der Nacht
 +
      Bauernbuam bei der Nacht, die hams aufbracht.
 +
   °  I sing euch heut Gstanzln, s' is allas ganz wahr,
 +
      und wann was net wahr war, is's erlogn sogar.
 +
  °  Hurchts zua, liabe Leutln, geht’s, machts ma die Freud,
 +
       die ... und den ..., die feiern ma heut.
 +
   °  Drum sing ma euch Gstanzln, s’is allas ganz wahr,
 +
      und wann was net wahr war, is’s erfundn sogar.
 +
  °  Wer woaß denn a Gstanzl, wem fallt denn was ein?
 +
       Es braucht ja net wahr, aber lustig muaß 's sein.
 +
   °  Weil d steirischn Gstanzln die Grilln so vertreibm,
 +
       drum wolln ma den Wert von die Gstanzln beschreibm.
 +
  °  I bin heut herkumma mitn Schifferklavier,
 +
      i sing eich heit Gstanzln und trink sehr viel Bier.
 +
   °  Griaß eich Gott, liabe Leit, im neichn Joahr,
 +
      und wem`s nu net aufgfålln is, dös ålte is goar
 +
  °  Jeda wülls bessa måcha im neichn Joahr,
 +
       åwa nåch oana Wocha is ålles, wias woar
 +
  °  Ja Leit, habt's es g'merkt, jetzt is's Liedl glei aus,
 +
      i hoff, ihr geihts trotzdem no lang niat nach Haus.
 +
   °  Drum hörn ma jetzt auf, die Gstanzln san gar.
 +
       Mir wünschn alls Guate für d’ nächstn 50 Jahr.
  
=== Einleitung ===
+
=== Alte Zeiten ===
  
   °  I bin da lang Franz und mi kennt d ganze Welt,
+
   °  Für an langweiligen Knecht is a Hoamdiandl recht,
       hab d Hosn voll Taschn, aber nirgends a Geld.
+
       do a lustiga Bua geht an Almdiandl zua.
   °  San unsa vier Brüada, aber i bin da längst,
+
   °  Die Sennerin auf der Alm, die kocht sich a Muas,
       san alle vier sauba, aber i bin da schönst.
+
       und hat sie kein Löffl, dann rührts mit dem Fuaß.
   °  Meine Stiefln san aus Fuchsleda, weil i allaweil so ummanandapläda,
+
   °  Beim Diandl auf der Alm gibts alleweil an Spaß,
       meine Stiefln san fuchsrot, weil i hamgeh so spat.
+
       wenn der Vata im Tal is, und d' Muatta nix woaß.
   °  Mei Huat und mei Gwand san aus Fuchsleda gmacht,
+
   °  D'Sennerin is grantig, an was werd dös liegn?
       die schlafn bein Tag und die saufn bei da Nacht.
+
       De is heit beim Aufstehn in an Kuahdreck einigstiegn.
   °  Durt druntn bein Zaun, da sitzn zwa Füchs,
+
   °  Auf der Alm drobn muaßt schlafn, Bua, dös is a Sach !
       da oa hat a Henn in Mäul, da oa der hat nix.
+
       Derfst rumpln und pumpln, werd koa Bauer nit wach.
   °  Mei Quetschn kann i brauchn, so a Quetschn is guat,
+
   °  Ja auf der Alm, da is a Lebn grad wia im Himmi obn,
       weil ma si beim Singa dran anhalten tuat.
+
       und 's Beichtn und Predigtgehn wird aufs nächst Jahr verschobn !
   °  Und wann i kan Bart net hätt, des war net guat,
+
   °  Wenn mei herzliaba Bua laut jodelt in der Fruah,
       weils Bussln min Bart gar so guat schmeckn tuat.
+
       dann gfreut sich unser Herrgott und juchazt dazua.
   °  Gstanzln kann i gnua, zählt hab i s nia,
+
   °  Wanns koa Almhütterl gab und koa stoanas Wandl
       an vierspännign Laterwag brauchat ma schier.
+
       wo hätt denn da Wildschütz sei Unterstandl?
   °  A neugs Liadl singat i allweil so gern,
+
   °  In Summer is lustig, geht alls da Höh zua,
       aber d Leut wolln halt immer des alte no hörn.
+
       bleibt beim Bodn ka Vogerl und ka lustiga Bua.
   °  Die Vierzeiler, Gstanzln, die hört jeder gern,
+
   °  Nur aufi, nur aufi der hohen Alm zua,
       drum passt's jetzt guat auf, meine Damen und Herrn.
+
       wer si net aufi traut, is ka lustiga Bua.
   °  Es gfreit si die Wirtin, es gfrein si die Gäst,
+
   °  Die Sennrin auf da Alm, die hat sechsadreißg Küah,
       dass's heut da beim Stammtisch so lustig is gwest.
+
       aber net so viel Butter wia Dreck auf die Knia.
   °  Buama, singts Gstanzln, tuats net langweilig sein,
+
   °  Wo i gestern bin gwesn, geh i heit neama hin,
       wanns a Zeit singts, fallt euch selber was ein.
+
       tan Rosnkranz betn in da Rauchkuchl drin.
   °  Beim Stammtisch da Wirt, der is intressiert,
+
   °  ischl is a stadl, wean is a stod (Stadt)
       dass ma singt, dass ma trinkt, dass ma s Geld zu eam bringt.
+
       in ischl iß i s bratl und in wean in solot. (Salat)
   °  Wer hat die schön Gstanzln gmacht? Bauernbuam bei der Nacht
+
 
       Bauernbuam bei der Nacht, die hams aufbracht.
+
=== Historisches ===
   °  I sing euch heut Gstanzln, s' is allas ganz wahr,
+
 
       und wann was net wahr war, is's erlogn sogar.
+
   °  Zwischen England und Frankreich, da is a groß's Meer
   °  Hurchts zua, liabe Leutln, geht’s, machts ma die Freud,
+
       und da schwimmet da Churchill auf an Karpfn daher.
       die ... und den ..., die feiern ma heut.
+
Gehört vom Vater Franz Fuchs. Die Soldaten haben es im Krieg gesungen.
   °  Drum sing ma euch Gstanzln, s’is allas ganz wahr,
+
   °  Mir habn jetzt a Hauptstadt, Sankt Pölten hats gschafft,
       und wann was net wahr war, is’s erfundn sogar.
+
       durt essns es Gulasch und uns bleibt da Saft.
   °  Wer woaß denn a Gstanzl, wem fallt denn was ein?
+
   °  Da Vranitzky hat an Vogl, da Mock hat an Krah,
       Es braucht ja net wahr, aber lustig muaß 's sein.
+
       de miaß ma guat fiadan, sunst fliagns uns davon.
   °  Weil d steirischn Gstanzln die Grilln so vertreibm,
+
   °  Des Feuer is rot und der Rauch, der is schwarz,
       drum wolln ma den Wert von die Gstanzln beschreibm.
+
       jetzt gibts in da Höll druntn ah in Proporz.
   °  I bin heut herkumma mitn Schifferklavier,
+
   °  Zwentndorf, Greifnstein, was wird es nächste sein?
       i sing eich heit Gstanzln und trink sehr viel Bier.
+
       Bald werdns uns es Hirn ah zuabetoniern.
   °  Griaß eich Gott, liabe Leit, im neichn Joahr,
+
Die obigen Gstanzln stammten offensichtlich aus dem Jahr 1987.
       und wem`s nu net aufgfålln is, dös ålte is goar
+
   °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
   °  Jeda wülls bessa måcha im neichn Joahr,
+
       es gschicht eam scho recht, warum sticht er so schlecht.
       åwa nåch oana Wocha is ålles, wias woar
+
   °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
  °  Ja Leit, habt's es g'merkt, jetzt is's Liedl glei aus,
+
       mit der Nadel samt'n Öhr, samt'n Zwirn und der Scher.
      i hoff, ihr geihts trotzdem no lang niat nach Haus.
+
   °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
   °  Drum hörn ma jetzt auf, die Gstanzln san gar.
+
       allen sei es a Lehr, er lebt nimmermehr.
      Mir wünschn alls Guate für d’ nächstn 50 Jahr.
+
   °  Und Leutln hurchts auf, der Wind hört schon auf,
 +
       gang er allerweil so furt, war ka Schneider mehr durt.
 +
Der Schneidergeselle Janos Libenyi verübte am 18. 2. 1853 mit seinem Dolch ein Attentat auf den Kaiser Franz Josef, das missglückte. Er wurde zum Tode verurteilt und durch den Strang hingerichtet, allerdings nicht auf der Simmeringer Haide, wie heute noch erzählt wird, sondern bei der Spinnerin am Kreuz.
 +
   °  Da Siccardsburg und Van Der Nüll, die können beide viel zu viel,
 +
      Romanik, Gotik, Renaissance, des is den beiden alles ans.
 +
Die beiden bauten als Architekten unter anderem die Hofoper in Wien, heute Staatsoper. Der Baustil (im Stil der Frührenaissance) gefiel weder dem Kaiser noch den Wienern. Van der Nüll verzweifelte an der Kritik und erhängte sich am 4. April 1868. Sein Partner Siccardsburg starb knapp 10 Wochen später. Das damals auf die beiden gesungene Spottgstanzl hat sich erhalten.
  
=== Alte Zeiten ===
+
=== Modern ===
  
   °  Für an langweiligen Knecht is a Hoamdiandl recht,
+
   °  Gehts Leutln, hurchts zu, wenn ihr net mehr bet’s,
       do a lustiga Bua geht an Almdiandl zua.
+
      dann kummts in die Höll, oder ihr kriagts Aids.
   °  Die Sennerin auf der Alm, die kocht sich a Muas,
+
  °  Wann oana was werdn und was sein will im Lebm,  
       und hat sie kein Löffl, dann rührts mit dem Fuaß.
+
       dann braucht er a Handy, sunst steht er danebm.
   °  Beim Diandl auf der Alm gibts alleweil an Spaß,
+
   °  A Handy, des is halt a praktische Sach,
      wenn der Vata im Tal is, und d' Muatta nix woaß.
+
       da ziagt ma beim Redn koa Schnur nimmer nach.
   °  D'Sennerin is grantig, an was werd dös liegn?
+
   °  Ma tragt 's Handy sichtbar, dass jeder glei sagt,
       De is heit beim Aufstehn in an Kuahdreck einigstiegn.
+
      der Neid kunnt an fressn, der Typ, der is gfragt.
   °  Auf der Alm drobn muaßt schlafn, Bua, dös is a Sach !
+
   °  Der Schnee, den du gerne in Flocken siehst,
       Derfst rumpln und pumpln, werd koa Bauer nit wach.
+
       mir unt in meine Socken fließt
   °  Ja auf der Alm, da is a Lebn grad wia im Himmi obn,
+
  °  Mein Auto gar lang schon im Garten steht,
       und 's Beichtn und Predigtgehn wird aufs nächst Jahr verschobn !
+
      Weil es halt gar nicht zum Starten geht.
   °  Wenn mei herzliaba Bua laut jodelt in der Fruah,
+
   °  Da Lipp und da Lenz ham a oanduttats Mensch
       dann gfreut sich unser Herrgott und juchazt dazua.
+
      und da Lipp hats net gwisst, dass's Mensch oanduttat is
   °  Wanns koa Almhütterl gab und koa stoanas Wandl
+
  °  Da Lipp und da Lenz ham a dreiduttats Mensch
       wo hätt denn da Wildschütz sei Unterstandl?
+
       und da Lipp hats ned gwisst, dass's genmanipuliert is
   °  In Summer is lustig, geht alls da Höh zua,
+
   °  Da Lipp und da Lenz ham a zwoaduttats Mensch
       bleibt beim Bodn ka Vogerl und ka lustiga Bua.
+
       und da gfreun sa si gwiss, dass's Mensch zwoaduttat is
   °  Nur aufi, nur aufi der hohen Alm zua,
+
   °  Wos hod 4 Fiass und Zähnt so vü
       wer si net aufi traut, is ka lustiga Bua.
+
       des muas woi sei a Krokodü
   °  Die Sennrin auf da Alm, die hat sechsadreißg Küah,
+
   °  Und wos hod 90 Fiass und 2 Zähnt im Mund
       aber net so viel Butter wia Dreck auf die Knia.
+
       Ba da Prozession da Kameradschaftsbund
   °  Wo i gestern bin gwesn, geh i heit neama hin,
+
   °  Es is alleweil a Schand in diesm Land
       tan Rosnkranz betn in da Rauchkuchl drin.
+
      Denn sie lügen, unsere Politiker, die rüden.
   °  ischl is a stadl, wean is a stod (Stadt)
+
  °  Es is alleweil a Schand in diesem Land
       in ischl iß i s bratl und in wean in solot. (Salat)
+
       Denn wir wolln studiern und net alleweil nur pariern
 +
   °  Genie auf de Ski san wir, und wie
 +
      Kriegn alle Madln und damit: Servus de Wadln
 +
  °  Genie auf de Ski san wir, und wie
 +
       Kriegn alle Buam und ham a poar verlurn
 +
   °  Da Golf is jetzt tiafaglegt, da Subwoofer bumpert,
 +
       aber sonst is a Golf a ganz schenes Glumpert.
 +
   °  An Scheibtruchnfahrer hams znagst arretiert,
 +
       wegnan Schnellfahrn hams eam glei zwölf Stundn eingspirrt.
 +
   °  Im Gras sitzt a Grüll, der singt was er wüll,
 +
      auf oan mal is's stüll - Tschernobül!
 +
  °  An Automobui bleibt an Automobui,
 +
       ma kauns drah wia mas wui bleibt an Automobui!
  
=== Historisches ===
+
=== Jahreszeiten ===
  
   °  Mir habn jetzt a Hauptstadt, Sankt Pölten hats gschafft,
+
   °  Im Advent sing i wieder die schön Weihnachtslieder,
       durt essns es Gulasch und uns bleibt da Saft.
+
       nur z'Weihnachten net, da werdns ma scho z'bled.
   °  Da Vranitzky hat an Vogl, da Mock hat an Krah,
+
   °  Des Christkind streit allawäu min Weihnachtsmann,
       de miaß ma guat fiadan, sunst fliagns uns davon.
+
       wer uns den greßeren Kitsch bringen kann.
   °  Des Feuer is rot und der Rauch, der is schwarz,
+
   °  Weihnacht is schön, wäu die Keks schmeckn guat,
       jetzt gibts in da Höll druntn ah in Proporz.
+
       und ah, wäu ma herschenkt, was ma nia brauchn tuat.  
   °  Zwentndorf, Greifnstein, was wird es nächste sein?
+
   °  Im Winter ist's kalt und im Sommer ist's warm
       Bald werdns uns es Hirn ah zuabetoniern.
+
       und wenn man kein Schatz hat, dann ist man recht arm.
Die obigen Gstanzln stammten offensichtlich aus dem Jahr 1987.
+
   °  Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
   °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
+
       da heirat mein Schatzerl, und ich hab an Dreck
       es gschicht eam scho recht, warum sticht er so schlecht.
+
 
   °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
+
=== Bergerl ===
       mit der Nadel samt'n Öhr, samt'n Zwirn und der Scher.
+
 
   °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
+
   °  Da drobn am Bergerl, da drunten am See,
       allen sei es a Lehr, er lebt nimmermehr.
+
       da schwimmt der Herr Pfarrer mit'm Oarsch in da Höh.
   °  Und Leutln hurchts auf, der Wind hört schon auf,
+
   °  Da drobn am Bergerl, da steht a Soldat
       gang er allerweil so furt, war ka Schneider mehr durt.
+
       und traut si net oba, weil er die Hos'n voi hot.
Der Schneidergeselle Janos Libenyi verübte am 18. 2. 1853 mit seinem Dolch ein Attentat auf den Kaiser Franz Josef, das missglückte. Er wurde zum Tode verurteilt und durch den Strang hingerichtet, allerdings nicht auf der Simmeringer Haide, wie heute noch erzählt wird, sondern bei der Spinnerin am Kreuz.
+
   °  Zwischen Salzburg und Ischl, da ist a Tunne,
   °  Da Siccardsburg und Van Der Nüll, die können beide viel zu viel,
+
       foat ma eine wird's finsta, foat ma außa, wird's hö.  
       Romanik, Gotik, Renaissance, des is den beiden alles ans.
+
   °  Da drobn am Bergerl, da steht a Klosett,
Die beiden bauten als Architekten unter anderem die Hofoper in Wien, heute Staatsoper. Der Baustil (im Stil der Frührenaissance) gefiel weder dem Kaiser noch den Wienern. Van der Nüll verzweifelte an der Kritik und erhängte sich am 4. April 1868. Sein Partner Siccardsburg starb knapp 10 Wochen später. Das damals auf die beiden gesungene Spottgstanzl hat sich erhalten.
+
       da tanz'n die Würschtln am Brettl Ballett.
 
+
  °  Do ob'n aufn bergerl, do geht da schnee weg.
=== Modern ===
+
      Do heirat mei diandl und i hob an dreck.
 
+
  °  Do obn aufn bergal do is a fuhr hei.
   °  Gehts Leutln, hurchts zu, wenn ihr net mehr bet’s,
+
      Do laufn zwoa eini und aussa kemman drei.
       dann kummts in die Höll, oder ihr kriagts Aids.
+
   °  Do oben aufn bergal do steht a maschin.
   °  Wann oana was werdn und was sein will im Lebm,  
+
       Do werdn den weibern de busen obgschnittn.
       dann braucht er a Handy, sunst steht er danebm.
+
   °  Da droben am Bergerl, man kann es kaum sehn,
   °  A Handy, des is halt a praktische Sach,
+
       da packt grod a Feldmaus an Gamsbock im Stehn.
       da ziagt ma beim Redn koa Schnur nimmer nach.
+
   °  Da drobm aufm Bergerl, da steht ein Gerüst,
   °  Ma tragt 's Handy sichtbar, dass jeder glei sagt,
+
       da werdn die Weiber elektrisch geküsst.
       der Neid kunnt an fressn, der Typ, der is gfragt.
+
   °  Jo drobm aufm Bergerl, do steht a kloans Haus,
   °  Der Schnee, den du gerne in Flocken siehst,
+
       do schaugn drei Weiber zum Fenster heraus:
       mir unt in meine Socken fließt
+
   °  Die oane isch glotzat, die andre hot Leis`,
   °  Mein Auto gar lang schon im Garten steht,
+
       die dritte hot Gelbsucht und werd neama weiss!
       Weil es halt gar nicht zum Starten geht.
+
   °  Do drobm aufm Bergerl, do steht a Kapelln
   °  Da Lipp und da Lenz ham a oanduttats Mensch
+
       do geand drei Lehra Easchtepfe stöhn
       und da Lipp hats net gwisst, dass's Mensch oanduttat is
+
   °  Da Easchte kricht eiche, da Zwoate kriacht noch
   °  Da Lipp und da Lenz ham a dreiduttats Mensch
+
       da Dritte kimb aussa mitn Easchtepfesock.
       und da Lipp hats ned gwisst, dass's genmanipuliert is
+
   °  Do drob’n auf’m Bergl, do steht a Kapelln
   °  Da Lipp und da Lenz ham a zwoaduttats Mensch
+
       do läutet der Mesner mit der eigenen Schelln.
       und da gfreun sa si gwiss, dass's Mensch zwoaduttat is
+
   °  Da oben auf dem Berge, da geht ein Weg links,
   °  Wos hod 4 Fiass und Zähnt so vü
+
       da sitzen zwei Gauner, pfui Teufel, da stinkt's.
       des muas woi sei a Krokodü
+
   °  Dort oben auf dem Berge, da steht ein Karton,
   °  Und wos hod 90 Fiass und 2 Zähnt im Mund
+
       da machen die Zwerge aus Sch ... Bonbon.
       Ba da Prozession da Kameradschaftsbund
+
   °  Da unten im Tale, da ist ein Tunnel,
   °  Es is alleweil a Schand in diesm Land
+
       wenn man reinkommt, ist's dunkel, wenn man rauskommt, ist's hell.
       Denn sie lügen, unsere Politiker, die rüden.
+
 
   °  Es is alleweil a Schand in diesem Land
+
=== Hochzeit ===
       Denn wir wolln studiern und net alleweil nur pariern
+
 
   °  Genie auf de Ski san wir, und wie
+
   °  Wannsd no amal heiratst, dann heirat a Kuah,
       Kriegn alle Madln und damit: Servus de Wadln
+
       beim Tag gibts a Milch, in da Nacht gibts a Ruah.  
   °  Genie auf de Ski san wir, und wie
+
   °  Aba oana is a Noarr und zwoa san a Poar,
       Kriegn alle Buam und ham a poar verlurn
+
       und drei san zu vül, wann ma heiratn will.
   °  Da Golf is jetzt tiafaglegt, da Subwoofer bumpert,
+
   °  Jetzt hab i di gheirat, was hab i davon,
       aber sonst is a Golf a ganz schenes Glumpert.
+
       a Stubn voller Kinder und an lumpign Mann.
   °  An Scheibtruchnfahrer hams znagst arretiert,
+
   °  Seit i verheirat bin und bin a Mann,
       wegnan Schnellfahrn hams eam glei zwölf Stundn eingspirrt.
+
       hiatzt schaut mi ka saubernes Diandl mehr an.
   °  Im Gras sitzt a Grüll, der singt was er wüll,
+
   °  Mittn auf da Straß bleibt a Hochzeitauto stehn
       auf oan mal is's stüll - Tschernobül!
+
       da steigt die Braut aus, weils halt Wischerln muass gehn.
   °  An Automobui bleibt an Automobui,
+
   °  Zur Gsundheit vum Bräutigam, zur Gsundheit vo da Braut
       ma kauns drah wia mas wui bleibt an Automobui!
+
       und zur Gsundheit von der Brautjungfrau, weils goar so liab schaut.
 +
   °  Da Franzi håt gheirat, då samma recht froh
 +
       iaz hoff ma nu weida, daß er s`Kindermåcha recht kånn.
 +
   °  Aber s’Dindl hot gheirat in Weanawald nei,
 +
       an buglatn Schneider, der bringt’n net nei.
  
=== Jahreszeiten ===
+
=== Ehe ===
  
   °  Im Advent sing i wieder die schön Weihnachtslieder,
+
   °  Hiaz hob i schon gheirat, hiaz  hob i scho olls,
       nur z'Weihnachten net, da werdns ma scho z'bled.
+
      a Stubn vulla Kinda unds Kreuz aufn Hols.
   °  Des Christkind streit allawäu min Weihnachtsmann,
+
  °  Erst wünscht er sich ein lieb, trautes Heim,
       wer uns den greßeren Kitsch bringen kann.
+
       vom Wirtshaus, da traut er sich heute net heim.
   °  Weihnacht is schön, wäu die Keks schmeckn guat,
+
   °  O mei, bist du dick worn grad wia da wampad Gust.
       und ah, wäu ma herschenkt, was ma nia brauchn tuat.  
+
       Do kann i dei Weib versteh, dass dera nix mehr glust’.
   °  Im Winter ist's kalt und im Sommer ist's warm
+
   °  Die Frauen san Engerln, is a Flügerl abbrochn,
       und wenn man kein Schatz hat, dann ist man recht arm.
+
       dann fliagns immer weiter auf an Besn und lachn.
   °  Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
+
   °  Die Resi und der Sepp, des san gar sparsame Leut
       da heirat mein Schatzerl, und ich hab an Dreck
+
      die stopfen se d'Seckln mit Erdöpflhäut
 +
  °  Und i tu, was i will, und i tu, was i mag,
 +
      das einzige ist, dass i mei Alte erst frag!
 +
  °  Mei Frau de hoast Frida, wonn is ogreif, is zwida,
 +
       wonn is net ogreif a, mit da Frida is schwa.
 +
   °  Mei Alte hoaßt Frieda, wann is anschau, schauts zwieda,
 +
      wann i s angreif, dann schreits, mit da Frieda is's a Kreiz.
 +
  °  Zur silbernen Hochzeit wird d' Sau abgstochn
 +
       da sagt er zu ihr: Was kann d' Sau denn dafür?
 +
  °  Und i und da Franzl, mia hom uns so gern,
 +
      i iss die Zwetschkn und er isst de Kean.
  
=== Bergerl ===
+
=== Familie ===
  
   °  Da drobn am Bergerl, da drunten am See,
+
   °  Furt in da Früah, ham auf d'Nacht, so hats mei Vata gmacht,
      da schwimmt der Herr Pfarrer mit'm Oarsch in da Höh.
+
       furt auf d'Nacht, ham in da Früah, so machens mir.
  °  Da drobn am Bergerl, da steht a Soldat
+
   °  Mei Vata, der faulenzt, mei Muatta pflegt Ruah,
      und traut si net oba, weil er die Hos'n voi hot.
+
       mei Bruada reißt's Mäul auf und i schau ea zua.
  °  Zwischen Salzburg und Ischl, da ist a Tunne,
+
   °  Die Zeiserln habn Kröpferln, da singens damit.
       foat ma eine wird's finsta, foat ma außa, wird's hö.  
+
       Mei Muatta hat an Kropf, aber singa kanns nit.
   °  Da drobn am Bergerl, da steht a Klosett,
+
   °  Mei Vater hat's Haus verkauft und in Hof ah,
       da tanz'n die Würschtln am Brettl Ballett.
+
       jetzt gehts übern Goaßbock her, Hallelujah.
   °  Do ob'n aufn bergerl, do geht da schnee weg.
+
   °  Mein Vater tut gar nichts, die Mutter schaut zu,
       Do heirat mei diandl und i hob an dreck.
+
       mein Bruder reißt's Maul auf, und ich pfleg die Ruh.
   °  Do obn aufn bergal do is a fuhr hei.
+
   °  Mein' Schwester spielt Geige, mein Bruder Klarinett,
      Do laufn zwoa eini und aussa kemman drei.
+
       mein Vater schlägt mich, das gibt ein Quartett.
  °  Do oben aufn bergal do steht a maschin.
+
   °  Dei Vota is deppat und du bist sei Bua,
       Do werdn den weibern de busen obgschnittn.
+
       er redt nix und sogt nix aber du horchst erm zua!
   °  Da droben am Bergerl, man kann es kaum sehn,
+
   °  Mei Vota, der hot mi ums Brot obi gschickt,
       da packt grod a Feldmaus an Gamsbock im Stehn.
+
       i hobs foisch vostandn, hob d´ Nochbarin g....
   °  Da drobm aufm Bergerl, da steht ein Gerüst,
+
   °  Mei Bruder is Beamter, do geht es nie rund,
       da werdn die Weiber elektrisch geküsst.
+
       der arbeitet wenig, der is en faul Hund.
   °  Jo drobm aufm Bergerl, do steht a kloans Haus,
+
   °  Mei Schwester is blond, die hot auch ein Stich
       do schaugn drei Weiber zum Fenster heraus:
+
       die sucht keine Arbeit, die geht auf den Strich.  
   °  Die oane isch glotzat, die andre hot Leis`,
+
   °  Hab' g'heirat, hab' g'haust, hab' a Weib wia a Faust,
       die dritte hot Gelbsucht und werd neama weiss!
+
       hab' a Kind in der Wiagn wia a Zwitbuschenbirn.
   °  Do drobm aufm Bergerl, do steht a Kapelln
+
   °  jo a Schippl oide Weiwa, Herr vazeih' ma die Sünd,
       do geand drei Lehra Easchtepfe stöhn
+
       obn zuabindn, unten auzindn und zuaschaun, wia's brinnt.
   °  Da Easchte kricht eiche, da Zwoate kriacht noch
+
   °  Furt in da Friah, hoam aufd Nocht, so hods mei Voda gmocht!
       da Dritte kimb aussa mitn Easchtepfesock.
+
       Furt aufd Nocht, hoam a da Friah, so mochans mia!
   °  Do drob’n auf’m Bergl, do steht a Kapelln
+
   °  Da Vota hot gsogt i sois Heu owa haun,
       do läutet der Mesner mit der eigenen Schelln.  
+
       habs foisch vastondn hobs Keiwe daschlogn.
   °  Da oben auf dem Berge, da geht ein Weg links,
 
       da sitzen zwei Gauner, pfui Teufel, da stinkt's.
 
   °  Dort oben auf dem Berge, da steht ein Karton,
 
       da machen die Zwerge aus Sch ... Bonbon.
 
   °  Da unten im Tale, da ist ein Tunnel,
 
       wenn man reinkommt, ist's dunkel, wenn man rauskommt, ist's hell.
 
  
=== Hochzeit ===
+
=== Mein Vater ===
  
   °  Wannsd no amal heiratst, dann heirat a Kuah,
+
   °  Mei Voda hat gsagt, i solls Küahfuada holn,
       beim Tag gibts a Milch, in da Nacht gibts a Ruah.  
+
       hab n unrecht verstandn, hab eams Briaftaschl zogn.
   °  Aba oana is a Noarr und zwoa san a Poar,
+
   °  Mei Voda hat gsagt, i soll s Heu aufa tragn,
       und drei san zu vül, wann ma heiratn will.
+
       hab n unrecht verstandn, hab Käubl derschlagn.
   °  Jetzt hab i di gheirat, was hab i davon,
+
   °  Mei Voda hat gsagt, i soll d Ross eispannan,
       a Stubn voller Kinder und an lumpign Mann.
+
       hab n unrecht verstandn, bin schlafn gangan,
   °  Seit i verheirat bin und bin a Mann,
+
   °  Mei Voda hat s Haus verkaft und die Kuah ah,
       hiatzt schaut mi ka saubernes Diandl mehr an.
+
       jetzt gehts übern Gasbock her, halleluja.
   °  Mittn auf da Straß bleibt a Hochzeitauto stehn
+
   °  Mein Vadern sei Häusl, des ghört amal mei,
       da steigt die Braut aus, weils halt Wischerln muass gehn.
+
       hat rundumadum Löcher, geht da Wind aus und ei.
   °  Zur Gsundheit vum Bräutigam, zur Gsundheit vo da Braut
+
   °  Mei Vader hat Ochsn, hat Ochsn grad an,
       und zur Gsundheit von der Brautjungfrau, weils goar so liab schaut.
+
       wann i net daham bin, dann hat er gar kann.
   °  Da Franzi håt gheirat, då samma recht froh
+
   °  Geh, dalkater Vata, geh schimpf net auf d Letzt,
       iaz hoff ma nu weida, daß er s`Kindermåcha recht kånn.
+
       gangst selber zum Dirndl, wanns d Muatta net hättst.
   °  Aber s’Dindl hot gheirat in Weanawald nei,
+
   °  Mei Vater is Sänger und Sänger bin i,
       an buglatn Schneider, der bringt’n net nei.
+
       Mei Vater singt Opern und Liadln sing i.
 
+
   °  Mei Vater is Lehrer und Lehrer bin i,
=== Ehe ===
+
      er hobelt und leimt und die Moidln nagl i.
 
+
   °  Mei Vater is Bauer und Bauer bin i,
   °  Hiaz hob i schon gheirat, hiaz  hob i scho olls,
+
       mei Vater batu G'müs an und an Bockmist bau i.
      a Stubn vulla Kinda unds Kreuz aufn Hols.
+
   °  Mei Vater, der is bei da Sittenpolizie,
   °  Erst wünscht er sich ein lieb, trautes Heim,
+
       wenn der meine Moidln kriagt, sperrt er sie ei.
       vom Wirtshaus, da traut er sich heute net heim.
+
   °  Mei Vater is Metzger und Metzger bin i,
  °  O mei, bist du dick worn grad wia da wampad Gust.
+
       mei Vater sticht d'Sei an und d' Moidln stech i.
      Do kann i dei Weib versteh, dass dera nix mehr glust’.
+
   °  Mei Vater is Jacher un Jacher bin i,
   °  Die Frauen san Engerln, is a Flügerl abbrochn,
+
       mei Vater jagt d'Hirschln und d'Moidln jag i.
       dann fliagns immer weiter auf an Besn und lachn.
+
   °  Mei Vater is Nachtwächter, soa a Glück für mi,
   °  Die Resi und der Sepp, des san gar sparsame Leut
+
       denn wenn mei Vater oarwat, dann oarwa a i.
       die stopfen se d'Seckln mit Erdöpflhäut
+
   °  Mei Vater is Flieger und Flieger bin i,
   °  Und i tu, was i will, und i tu, was i mag,
+
       er fliegt über die Wolken, auf d'Moidln flieg i.
       das einzige ist, dass i mei Alte erst frag!
+
  °  Mei Vater, da haut soa a grauße Fabrik,
   °  Mei Frau de hoast Frida, wonn is ogreif, is zwida,
+
      i ho meine Moidln, ja des is a Glück.
       wonn is net ogreif a, mit da Frida is schwa.
+
   °  Mei Vater, der oarwat in an sägewerk
   °  Mei Alte hoaßt Frieda, wann is anschau, schauts zwieda,
+
       und zu mir sagt mei Modl: "Mei haust du an kloin Zwerg."
       wann i s angreif, dann schreits, mit da Frieda is's a Kreiz.  
+
   °  Mei Vater, der is oft a rechter Hanswurscht,
   °  Zur silbernen Hochzeit wird d' Sau abgstochn
+
       und i sitz im Wirtshaus und hob an mords Durscht.
       da sagt er zu ihr: Was kann d' Sau denn dafür?
+
   °  Mei Vater, der klettert und klettern tou i.
   °  Und i und da Franzl, mia hom uns so gern,
+
       Er klettert im Gebirg rum und af d'Moidln kletter i.
       i iss die Zwetschkn und er isst de Kean.
+
   °  Mei Vater is Büchs'nmacher und des selbe bin i,
 
+
       mei Vater macht G'wehrln und d'Bixn mach i.
=== Familie ===
+
   °  Mei Vater is Bäcker und Bäcker bin i.
 
+
       Mei Vater backt Semmeln und d'Moidln pack i.
   °  Die Zeiserln habn Kröpferln, da singens damit.
+
   °  Mei Vater spielt Zitzer und zittern tou i,
       Mei Muatta hat an Kropf, aber singa kanns nit.
+
       wenn i auf d'Nacht hoim kumm und ma Alte sieh.
   °  Mei Vater hat's Haus verkauft und in Hof ah,
+
   °  Mei Vater is Schnitzer und Schnitzer bi i,
       jetzt gehts übern Goaßbock her, Hallelujah.
+
       er schnitzt schöne Manndln und d'Weibla schnitz i.
   °  Mein Vater tut gar nichts, die Mutter schaut zu,
+
   °  Mei Vater is Angler und Angler bin i,
       mein Bruder reißt's Maul auf, und ich pfleg die Ruh.
+
       mei Vater angelt Fischl und dÄMoidln angel i.
   °  Mein' Schwester spielt Geige, mein Bruder Klarinett,
+
   °  Mei Vater hot Henna, ja des is a Pracht,
       mein Vater schlägt mich, das gibt ein Quartett.
+
       i hab meine Moidln, hob's immer so g'macht.
   °  Dei Vota is deppat und du bist sei Bua,
+
   °  Mei Vater deckt Dächer und Dächer deck i,
       er redt nix und sogt nix aber du horchst erm zua!
+
       und i deck a die Moidln, ja dau legst di hi.
   °  Mei Vota, der hot mi ums Brot obi gschickt,
+
   °  Mei Vater is Winzer und Winzer bin i,
       i hobs foisch vostandn, hob d´ Nochbarin g....  
+
       er steigt afm Berg rum, auf d'Moidln steig i.
   °  Mei Bruder is Beamter, do geht es nie rund,
+
   °  Mei Vater, der spielt afm Schifferklavier,
       der arbeitet wenig, der is en faul Hund.
+
       i spiel mit die Moidln af d'Nacht bis um vier.
   °  Mei Schwester is blond, die hot auch ein Stich
+
   °  Mein Vater, den ziegt's zu da Feierwehr hi,
       die sucht keine Arbeit, die geht auf den Strich.  
+
       dau spritzt er mitn Schlauch um, wos glabst daan, mach i?
   °  Hab' g'heirat, hab' g'haust, hab' a Weib wia a Faust,
+
   °  Mei Vater fegt Schornstein und Schornstein feg i
       hab' a Kind in der Wiagn wia a Zwitbuschenbirn.
+
       und i feg a d'Moidln knapp ober die Knie.
   °  jo a Schippl oide Weiwa, Herr vazeih' ma die Sünd,
+
   °  Mei Vater is Maler und Maler bin i,
       obn zuabindn, unten auzindn und zuaschaun, wia's brinnt.
+
       er malt lauter Viecher, schöne Moidln mal i.
   °  Furt in da Friah, hoam aufd Nocht, so hods mei Voda gmocht!
+
   °  Mei Vater is Pfoarra und Pfoarra bin i,
       Furt aufd Nocht, hoam a da Friah, so mochans mia!
+
       er treibt's mit die Boum und mit wem treib's nachat i?
   °  Da Vota hot gsogt i sois Heu owa haun,
+
   °  Mei Vaer is Schaffner und Schaffner bin i,
       habs foisch vastondn hobs Keiwe daschlogn.
+
       er zwickt die Billettln und die Moidln zwick i.
 
+
   °  Mei Vater spielt Flötn, da des mach i nie,
=== Mein Vater ===
+
       weil an meine Flötn lass i d'Moidln no hi.
 
+
   °  Mei Vater hot an Zeiger und an Zeiger ho i.
   °  Mei Voda hat gsagt, i solls Küahfuada holn,
+
      er zeigt'n seiner Alt'n und die Moidln zeig'n i.
       hab n unrecht verstandn, hab eams Briaftaschl zogn.
+
   °  Mei Vater is beim Bauhof, dau steckt er oft in an Loch,
   °  Mei Voda hat gsagt, i soll s Heu aufa tragn,
+
       i steck in mein Moidl, wos will i denn noch.
       hab n unrecht verstandn, hab Käubl derschlagn.
+
   °  Mein Vatern sei Alte, die haut grauße Händ,
   °  Mei Voda hat gsagt, i soll d Ross eispannan,
+
       und mir kosten d'Moidln no mei letztes Hemd.
       hab n unrecht verstandn, bin schlafn gangan,
+
   °  Mei Vater, der haut sua a alte Matratz'n,
   °  Mei Voda hat s Haus verkaft und die Kuah ah,
+
       wenn der auf ihr pimert, dann plärrn glei die Ratz'n.
       jetzt gehts übern Gasbock her, halleluja.
+
   °  Ihr lieben Leit, i bin meim Vater sei Bou,
   °  Mein Vadern sei Häusl, des ghört amal mei,
+
       i hab mei Matratzl scho g'pimpert grod gnou.
      hat rundumadum Löcher, geht da Wind aus und ei.
+
   °  Mei Vater is Baumeister und Baumeister bin i,
  °  Mei Vader hat Ochsn, hat Ochsn grad an,
+
       mei Vater baut Heiser, Luftschlösser bau i.
      wann i net daham bin, dann hat er gar kann.
+
   °  Mei Vateri ind i, mir san rechte Charmeur,
   °  Geh, dalkater Vata, geh schimpf net auf d Letzt,
+
       doch wenn's um a Moidl geiht, schaut er in d' Röhr.
       gangst selber zum Dirndl, wanns d Muatta net hättst.
+
   °  Mei Vater is Schouster und Schouster bin i,
   °  Mei Vater is Sänger und Sänger bin i,
+
       mei Vater leimt d'Sohln an und d'Moidln leim i.
       Mei Vater singt Opern und Liadln sing i.
+
   °  Mei Vater is Gendarm und Gendarm bi i,
   °  Mei Vater is Lehrer und Lehrer bin i,
+
       er jagt die Verbrecher und d'Moidln jag i.
       er hobelt und leimt und die Moidln nagl i.
+
   °  Mei Vater und i machen 'S Nikolausi,
   °  Mei Vater is Bauer und Bauer bin i,
+
       dau braucht ar a Zipfelmütz, owar a andre wie i.
       mei Vater batu G'müs an und an Bockmist bau i.
+
   °  Mei Vater, der steiht oft vorm Altersheim rum,
   °  Mei Vater, der is bei da Sittenpolizie,
+
       weil dau wohnt sa Moidl, ja schrum didel dum.
       wenn der meine Moidln kriagt, sperrt er sie ei.
+
   °  Mei Vater is rentner, da des wir i nie,
   °  Mei Vater is Metzger und Metzger bin i,
+
       bevor i so alt bin, mach'n d'Moidln mi hi.
       mei Vater sticht d'Sei an und d' Moidln stech i.
+
  °  Mei Vota is Metzga und Metzga bin i
   °  Mei Vater is Jacher un Jacher bin i,
+
      mei Vota sticht dSauna und dWeiba stich i.
       mei Vater jagt d'Hirschln und d'Moidln jag i.
+
   °  Mei Vota is Tischla und Tischla bin i
   °  Mei Vater is Nachtwächter, soa a Glück für mi,
+
       mei Vota hobelt dBretta und dWeiba hoblt i.
       denn wenn mei Vater oarwat, dann oarwa a i.
+
   °  Mei Vota is Dochdecka und Dochdecka bin i
   °  Mei Vater is Flieger und Flieger bin i,
+
       mei Vota deckt dHeisa und dWeiba deck i.
       er fliegt über die Wolken, auf d'Moidln flieg i.
+
   °  mei vodda is schuasta, und schuasta bin i,
   °  Mei Vater, da haut soa a grauße Fabrik,
+
       mei vodda noglt di schuach und die weiwa nogl i!
       i ho meine Moidln, ja des is a Glück.
+
   °  mei vodda is maura, und maura bin i,
   °  Mei Vater, der oarwat in an sägewerk
+
       mei vodda schiabt die scheibtruchn und die weiwa schiab i
       und zu mir sagt mei Modl: "Mei haust du an kloin Zwerg."
+
   °  Mei Vadder ist Fuhrmann, er steht sehr früh auf,
   °  Mei Vater, der is oft a rechter Hanswurscht,
+
       doch ich bleib gern liege weil i abends so sauf.
       und i sitz im Wirtshaus und hob an mords Durscht.
+
   °  Mein Vater ist Schreiner und Schreiner bin ich,
   °  Mei Vater, der klettert und klettern tou i.
+
       mein Vater macht die Wiege, was’ neikommt, mach’ ich.
       Er klettert im Gebirg rum und af d'Moidln kletter i.
+
   °  Da Vota is Tischler und Tischler bin i,
   °  Mei Vater is Büchs'nmacher und des selbe bin i,
+
       da Vota mocht d´Wiagn und wos eini keart i.
       mei Vater macht G'wehrln und d'Bixn mach i.
+
 
   °  Mei Vater is Bäcker und Bäcker bin i.
+
=== Schwiegermutter ===
       Mei Vater backt Semmeln und d'Moidln pack i.
+
 
   °  Mei Vater spielt Zitzer und zittern tou i,
+
   °  Mei Schwiegermuada, des Schinderluada, kebbelt allweil mit mir,
       wenn i auf d'Nacht hoim kumm und ma Alte sieh.
+
       Hätts Radln, wars a Autobus, kunnt i ummafahrn mit ihr.
   °  Mei Vater is Schnitzer und Schnitzer bi i,
+
   °  Mei Schwiegamuatta, die hams jetzt bei da Zeitung angagiert,
       er schnitzt schöne Manndln und d'Weibla schnitz i.
+
       weil sie am Montag scho woaß, was am Freitag passiert.
   °  Mei Vater is Angler und Angler bin i,
+
   °  Mei Schwiegamuatta und a Papagei ham die gleiche Natur,
       mei Vater angelt Fischl und dÄMoidln angel i.
+
       wanns an Schnabel amal auftoan, bringans n eh neama zua.
   °  Mei Vater hot Henna, ja des is a Pracht,
+
   °  I hab mei Schwiegamuatta zwegn ihrn Meckern mal unter d Schof einitoan,
       i hab meine Moidln, hob's immer so g'macht.
+
       des ham d Schof net ausghaltn, de san auf und davon.
   °  Mei Vater deckt Dächer und Dächer deck i,
+
   °  Mei Schwiegamuatta, de halt de Antn, mei Schwiegamuatta, de halt de Kia,
       und i deck a die Moidln, ja dau legst di hi.
+
       mei Schwiegamuatta, de halt alls, grad ihr Goschn halts nia.
   °  Mei Vater is Winzer und Winzer bin i,
+
   °  Mei Schwiegamuatta is wia a Bumerang, de wirst anfach net luck,
       er steigt afm Berg rum, auf d'Moidln steig i.
+
       de kannst hinschleudern, wosd magst, de kummt glei wieder zruck.
   °  Mei Vater, der spielt afm Schifferklavier,
+
   °  I wollt mei Schwiegamuatta recyclen, Bua, des wor a Gfrett,
       i spiel mit die Moidln af d'Nacht bis um vier.
+
       s ganze Alteisn hams gnumme, aber solchane Beißzangan net.
   °  Mein Vater, den ziegt's zu da Feierwehr hi,
+
   °  Dass mei Schwiegamuatta net in Himmi kimmt, Leutln, des waß i schon,
       dau spritzt er mitn Schlauch um, wos glabst daan, mach i?
+
       weil a Drachn net höcher als wia hundert Meter steign kann.
   °  Mei Vater fegt Schornstein und Schornstein feg i
+
   °  Drei Schwiegermütter gingen badn in an See bei Berchtesgadn,
       und i feg a d'Moidln knapp ober die Knie.
+
       zwa davon san glei ersoffn, von da drittn wolln mas hoffn.
   °  Mei Vater is Maler und Maler bin i,
+
   °  Zwa Burgermaster, drei Gendarm, fünf Polizistn und a Kua
       er malt lauter Viecher, schöne Moidln mal i.
+
       und a Schwiegamuatta, ja jetzt man i, des san Rindviecher gnua.
   °  Mei Vater is Pfoarra und Pfoarra bin i,
+
 
       er treibt's mit die Boum und mit wem treib's nachat i?
+
=== Berufe ===
   °  Mei Vaer is Schaffner und Schaffner bin i,
+
 
       er zwickt die Billettln und die Moidln zwick i.
+
   °  Da Fischer fischt Fischerln im Fischteich drin heut,
   °  Mei Vater spielt Flötn, da des mach i nie,
+
      fischt er a Fischerl, hat da Fischer a Freud.
       weil an meine Flötn lass i d'Moidln no hi.
+
   °  Wann i zum Zahnarzt geh, tuat ma ka Zahn mehr weh,
   °  Mei Vater hot an Zeiger und an Zeiger ho i.
+
       nur wann i wegga geh, tuat a ma weh.
      er zeigt'n seiner Alt'n und die Moidln zeig'n i.
+
   °  Auf und auf waschlnass und die Schuach voller Sand.
   °  Mei Vater is beim Bauhof, dau steckt er oft in an Loch,
+
       bringt die Kellnarin ka Bier her, zerreiß ma ihr s Gwand.
       i steck in mein Moidl, wos will i denn noch.
+
   °  A Schwalbn macht kan Summer, a Maurer ka Haus,
   °  Mein Vatern sei Alte, die haut grauße Händ,
+
       wegn an Dirndl trauern, des zahlt si net aus.
       und mir kosten d'Moidln no mei letztes Hemd.
+
   °  Mei Bruader is Schweizer, der arbeit gar fein,
   °  Mei Vater, der haut sua a alte Matratz'n,
+
       er macht in an Kas allweil - d Löcher hinein.
       wenn der auf ihr pimert, dann plärrn glei die Ratz'n.
+
   °  Lustig san d Maurergsölln, wanns in Papp aufschnölln,
   °  Ihr lieben Leit, i bin meim Vater sei Bou,
+
       wann a drobn pickn bleibt, - dann hams a Freid.
       i hab mei Matratzl scho g'pimpert grod gnou.
+
   °  Da Fiaker, der sitzt aufn Bock, wia ma woaß,
   °  Mei Vater is Baumeister und Baumeister bin i,
+
       nur da Schneider, der sitzt allerweil - auf da Goaß.
       mei Vater baut Heiser, Luftschlösser bau i.
+
   °  Da Wirt und da Pfarrer san mir d liabstn Leut,
   °  Mei Vateri ind i, mir san rechte Charmeur,
+
       da wird ma vom Durscht und von d Sündn befreit.
       doch wenn's um a Moidl geiht, schaut er in d' Röhr.
+
   °  Da Schmied haut am Amboss, da Fuaßballer am Balln,
   °  Mei Vater is Schouster und Schouster bin i,
+
       mei Weib haut am Putz, und i - i derf s zahln.
       mei Vater leimt d'Sohln an und d'Moidln leim i.
+
   °  Die Handwerker jammern, dass ka Arbeit mehr gibt,
   °  Mei Vater is Gendarm und Gendarm bi i,
+
       aber lebn tuans recht guat, vom Defizit.
       er jagt die Verbrecher und d'Moidln jag i.
+
   °  Znaxt war uns a Maurer bei da Arbeit dafrorn,
   °  Mei Vater und i machen 'S Nikolausi,
+
      ham man in d Sunn einiglant, is a do wieda worn.
       dau braucht ar a Zipfelmütz, owar a andre wie i.
+
   °  Znaxt hat si a Maurer in d Sunn einigsitzt,
   °  Mei Vater, der steiht oft vorm Altersheim rum,
+
      dass d Leut amal sehgn, dass a a amal schwitzt.
      weil dau wohnt sa Moidl, ja schrum didel dum.
+
   °  Die Maurer tan Vurmittag auffipatzen,
   °  Mei Vater is rentner, da des wir i nie,
+
       am Nachmittag kummans dann, awikratzen.
      bevor i so alt bin, mach'n d'Moidln mi hi.
+
   °  Wann d Sunn owigeht, gehn die Zimmerleut ham,
   °  Mei Vota is Metzga und Metzga bin i
+
       die patschaten Maurer bleibm steckn im Lahm.
       mei Vota sticht dSauna und dWeiba stich i.
+
   °  Wann die Zeit amol war, wann die Zeit amol kam,
   °  Mei Vota is Tischla und Tischla bin i
+
       dass a Bauer den andern bei dö Ohrwascheln nahm.
       mei Vota hobelt dBretta und dWeiba hoblt i.
+
   °  Der Bäcker backt Brot, der Müller tuat mahln,
   °  Mei Vota is Dochdecka und Dochdecka bin i
+
       der Finanzminister macht Schuldn und mir kennans zahln.
       mei Vota deckt dHeisa und dWeiba deck i.
+
   °  Der Hauer presst d Weinbeer, so lang er was gspürt,
   °  mei vodda is schuasta, und schuasta bin i,
+
       die selbe Method hat's Finanzamt eingführt.
       mei vodda noglt di schuach und die weiwa nogl i!
+
   °  In da Schul fragt da Lehrer: Was willst denn du werdn?
   °  mei vodda is maura, und maura bin i,
+
      I lern auf an Rentner, net tuans mi mehr störn.
       mei vodda schiabt die scheibtruchn und die weiwa schiab i
+
   °  Studenten san jung, könnan lesn und schreibn
   °  Mei Vadder ist Fuhrmann, er steht sehr früh auf,
+
       und miassn si d'Zeit mit n Lernen vatreiben.
      doch ich bleib gern liege weil i abends so sauf.
+
   °  A Ix und a Zet und Studentn san nett
   °  Mein Vater ist Schreiner und Schreiner bin ich,
+
       und a Zet und a Ix, aber lerna tans nix.
       mein Vater macht die Wiege, was’ neikommt, mach’ ich.
+
   °  S gibt allerhand Maschinen, zum Mahn und zur Saat,
   °  Da Vota is Tischler und Tischler bin i,
+
       jetzt brauchat ma ane, die d Steuern zahln tat.
       da Vota mocht d´Wiagn und wos eini keart i.
+
   °  Wallfahrn bin i ganga seit gestern in da Fruah,
 
+
       hab d Kirchn net gfundn, aber Wirtshäuser gnua.
=== Berufe ===
+
   °  Der Keller und s Presshaus san s schönste Quartier,
 
+
       da gfreit mi s Dahambleibm oft bis in da Früah.
   °  A Schwalbn macht kan Summer, a Maurer ka Haus,
+
   °  Beim Wirtn an da Eckn gibts Ochsn grad gnua,
       wegn an Dirndl trauern, des zahlt si net aus.
+
       die an, die werdn bratn, die andern schaun zua.
   °  Mei Bruader is Schweizer, der arbeit gar fein,
+
   °  Hinta da Wirtshaustür hängt an alts Ochsngschirr,
       er macht in an Kas allweil - d Löcher hinein.
+
       spann ma die Wirtin ein, fahr ma um an Wein.
   °  Lustig san d Maurergsölln, wanns in Papp aufschnölln,
+
   °  In Wirtn hat tramt, in Keller brennt da Wein,
       wann a drobn pickn bleibt, - dann hams a Freid.
+
       jetzt rennt der Narr abe und schütt Wasser drein.
   °  Da Fiaker, der sitzt aufn Bock, wia ma woaß,
+
   °  Da Wirt huckt im Keller, tuat Wasser pumpen,
       nur da Schneider, der sitzt allerweil - auf da Goaß.
+
       die Wirtin schreit abe, tan no fünf Viertln fehln.
   °  Da Wirt und da Pfarrer san mir d liabstn Leut,
+
   °  Da Wirt und da Pfarrer san mir d'liabstn Leut,
       da wird ma vom Durscht und von d Sündn befreit.
+
       da wird ma vom Durscht und von d'Sündn befreit.
   °  Da Schmied haut am Amboss, da Fuaßballer am Balln,
+
   °  Da Schmid hat an Amboss, da Fuaßballer an Balln,
       mei Weib haut am Putz, und i - i derf s zahln.
+
       Mei Frau hat an Putz, und i derf des zahln.
   °  Die Handwerker jammern, dass ka Arbeit mehr gibt,
+
   °  Aber lusti is's gwesn in vurign Winta,
       aber lebn tuans recht guat, vom Defizit.
+
       habn zwa Mentscha graft um an Besnbinda.
   °  Znaxt war uns a Maurer bei da Arbeit dafrorn,
+
   °  Da Fiaka sitzt auf sein Bock, wia ma waaß,
       ham man in d Sunn einiglant, is a do wieda worn.
+
       nur da Schneider, der sitzt allerweil auf da Gaß.
   °  Znaxt hat si a Maurer in d Sunn einigsitzt,
+
   °  Ja z’erst schick i an Bürgermeister und an Pfarrer an schö’na Gruaß,
       dass d Leut amal sehgn, dass a a amal schwitzt.
+
       weil i hoff, das i dann Heut Abend mei Zech, net selber Zahl’n muaß.
   °  Die Maurer tan Vurmittag auffipatzen,
+
   °  Und mit’n Pfarrer sing i heut net, ja i hoff dass er des versteht
       am Nachmittag kummans dann, awikratzen.
+
       zum Halleluja singa liabe Geistlichkeit, hob i Heut koa Zeit.
   °  Wann d Sunn owigeht, gehn die Zimmerleut ham,
+
   °  Und weil i ka Bauer bin, wird ma ka Kuah net hin,
       die patschaten Maurer bleibm steckn im Lahm.
+
      scheißt ma ka Katz ins Korn, kriag i kan Zorn.
   °  Wann die Zeit amol war, wann die Zeit amol kam,
+
   °  An Jät und an Schnitt brauch i mei Diandl nit,
       dass a Bauer den andern bei dö Ohrwascheln nahm.
+
       aber zum Erdäpfelgrabn muaß is a Diandl wohl habn.
  °  Der Bäcker backt Brot, der Müller tuat mahln,
+
   °  I woiß net, i hab mit der Arbeit ka Freid,
      der Finanzminister macht Schuldn und mir kennans zahln.
+
       denn grad mit der Arbeit versaut ma die Zeit
   °  Der Hauer presst d Weinbeer, so lang er was gspürt,
+
   °  Grad heut hab i halt mit da Arbeit ka Freud,
       die selbe Method hat's Finanzamt eingführt.
+
       und i man, des is morgn grad so als wia heut.
   °  In da Schul fragt da Lehrer: Was willst denn du werdn?
+
   °  Der Bäcker macht Wecken und der Sattler de Schnalln,
      I lern auf an Rentner, net tuans mi mehr störn.
+
       Der Burgermaster macht Schulden, und mir kennans zahln.
  °  Studenten san jung, könnan lesn und schreibn
+
   °  Der Bäcker tuat bocha, a Mülla tuat moin,
      und miassn si d'Zeit mit n Lernen vatreiben.
+
       und d Gemeinde mocht Schuidn und mia miassns zoin.
   °  A Ix und a Zet und Studentn san nett
+
   °  iats wa scho glei a Maura ba da Arbeit dafroan.
       und a Zet und a Ix, aber lerna tans nix.
+
       Homsn in´d Sunn dauniglegt, is a e wieda woan.
   °  S gibt allerhand Maschinen, zum Mahn und zur Saat,
+
   °  Wonn d´Sunn owi geht, gehn Zimmaleit hoam.
       jetzt brauchat ma ane, die d Steuern zahln tat.
+
       Nur de potschatn Maura bleibn stecka im Loam.
   °  Wallfahrn bin i ganga seit gestern in da Fruah,
+
   °  Was macht denn a Jager alloani im Wald,
       hab d Kirchn net gfundn, aber Wirtshäuser gnua.
+
       ja was wird er denn machn, auf a Wildsau passt a halt.
   °  Der Keller und s Presshaus san s schönste Quartier,
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   °  Es Wildsau-Fleisch schmeckt guat, dass es höcha nimmer geht,
       da gfreit mi s Dahambleibm oft bis in da Früah.
+
       es is nur so bled, so a Sau derwischt ma net.
   °  Beim Wirtn an da Eckn gibts Ochsn grad gnua,
+
   °  Die Jäger sind Heger, sind Wild- und Waldpfleger,
       die an, die werdn bratn, die andern schaun zua.
+
       die Sprach is scho fein, dieses Jägerlatein.
   °  Hinta da Wirtshaustür hängt an alts Ochsngschirr,
+
   °  Wanns amoi apper wiad, das mi koa Jaga gschpiart,
       spann ma die Wirtin ein, fahr ma um an Wein.
+
       geh i aussi in Wald und schiaß, dass ois knoit.
   °  In Wirtn hat tramt, in Keller brennt da Wein,
+
   °  Warum halt an Jager es Kirchgehn net gfreit,
       jetzt rennt der Narr abe und schütt Wasser drein.
+
       fürn Jeep is's zu eng, für die Füaß is' zu weit.
   °  Da Wirt huckt im Keller, tuat Wasser pumpen,
+
   °  Dort drobn auf da Höh, steht a Gams und a Reh.
       die Wirtin schreit abe, tan no fünf Viertln fehln.
+
       Und da Jaga dabei, leckts mi am Oarsch olle drei.
   °  Da Wirt und da Pfarrer san mir d'liabstn Leut,
+
   °  Da Wirt tramt all Tag, in Keller brennt da Wein,
       da wird ma vom Durscht und von d'Sündn befreit.
+
       bei da Nacht steht a auf und schütt Wasser drein
   °  Da Schmid hat an Amboss, da Fuaßballer an Balln,
+
   °  Da Wirt geht in Wald, brockt Schwammerln voll Freud,
       Mei Frau hat an Putz, und i derf des zahln.
+
       was er kennt, isst er selber, was net, kriagn die Leut.
   °  Aber lusti is's gwesn in vurign Winta,
+
   °  Mein Schatz is a Köchin, die kocht mir a Mus,
       habn zwa Mentscha graft um an Besnbinda.
+
       sie sitzt auf dem Pfann'stiel und rührt mit dem Fuß.
   °  Da Fiaka sitzt auf sein Bock, wia ma waaß,
+
   °  Mei Vata is Tischler und hoblt in Bodn
       nur da Schneider, der sitzt allerweil auf da Gaß.
+
       Da hat a si an Schiefer in Oarsch eini zogn
   °  Ja z’erst schick i an Bürgermeister und an Pfarrer an schö’na Gruaß,
+
   °  Hiazt geht er zan Dokter und lasst si kuriern
       weil i hoff, das i dann Heut Abend mei Zech, net selber Zahl’n muaß.
+
       Und lass si den Schiefern vom Oarsch außaziagn
   °  Und mit’n Pfarrer sing i heut net, ja i hoff dass er des versteht
+
   °  I geh jetzt zum Zahnarzt, meine Zahnderln kuriern,
       zum Halleluja singa liabe Geistlichkeit, hob i Heut koa Zeit.
+
       i lass ma den vordern und hintern plombiern.
   °  Und weil i ka Bauer bin, wird ma ka Kuah net hin,
+
   °  d' Polizisten warn grean, d' Gendarm, de warn grau,
       scheißt ma ka Katz ins Korn, kriag i kan Zorn.
+
       seid s' jetzt beinand san, san s' alle zwa blau.
   °  An Jät und an Schnitt brauch i mei Diandl nit,
+
   °  Do drobn aum Berg, da steht a Schaundarm,
       aber zum Erdäpfelgrabn muaß is a Diandl wohl habn.
+
       der gibt mit da Giaskaul an Fliegaarlarm.
   °  I woiß net, i hab mit der Arbeit ka Freid,
+
   °  Do drob'm am Bergerl, da ganz droben links
       denn grad mit der Arbeit versaut ma die Zeit
+
       do stengan zwoa Kiwara, do drob'm ja dort stinkts
   °  Grad heut hab i halt mit da Arbeit ka Freud,
+
   °  Mir Holzhackerbuama, mir müassn uns plagn,
       und i man, des is morgn grad so als wia heut.
+
       mir müassn die Zwanzger ausn Holz ausserschlagn.
   °  Der Bäcker macht Wecken und der Sattler de Schnalln,
+
   °  I bin a jungs Bürscherl, zwanzg Jahr bin i alt,
       Der Burgermaster macht Schulden, und mir kennans zahln.
+
       und jetzt schreibt ma da Kaiser, er brauchert mi bald.
   °  Der Bäcker tuat bocha, a Mülla tuat moin,
+
   °  Jetzt bin i Soldat, und mei Schatz want si z'tod,
       und d Gemeinde mocht Schuidn und mia miassns zoin.
+
       bin a lustiger Bua und lach nur dazua.
   °  iats wa scho glei a Maura ba da Arbeit dafroan.
+
   °  Geh Schatzerl, sei gscheit, waaßt, der Kaiser braucht Leit,
       Homsn in´d Sunn dauniglegt, is a e wieda woan.
+
       wann i zruck kumm retour, bin i wieder dei Bua.
   °  Wonn d´Sunn owi geht, gehn Zimmaleit hoam.
+
   °  Wos hod den da Baua fia an schneidign Huad,  
       Nur de potschatn Maura bleibn stecka im Loam.
+
       Fia so an gscheadn Hamme war a Zipfehaum gnuag
   °  Was macht denn a Jager alloani im Wald,
+
 
       ja was wird er denn machn, auf a Wildsau passt a halt.
+
=== Musikanten ===
   °  Es Wildsau-Fleisch schmeckt guat, dass es höcha nimmer geht,
+
 
       es is nur so bled, so a Sau derwischt ma net.
+
   °  Musikantn san krank, wia kann mas kuriern.
   °  Die Jäger sind Heger, sind Wild- und Waldpfleger,
+
       Mit Wein muaß mas waschn, mit Fuzga einschmiern.
       die Sprach is scho fein, dieses Jägerlatein.
+
   °  Spielleut, spielts auf, und es werds scho was kriagn,
   °  Wanns amoi apper wiad, das mi koa Jaga gschpiart,
+
       am Samstag is Markttag, kriagts a Simperl vomm Birn.
       geh i aussi in Wald und schiaß, dass ois knoit.
+
   °  Musikantn, spülts auf, dass i ka Geld net brauch,
   °  Warum halt an Jager es Kirchgehn net gfreit,
+
       schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
       fürn Jeep is's zu eng, für die Füaß is' zu weit.
+
   °  Musikantn, sads Lumpn, habts koana ka Geld,
   °  Dort drobn auf da Höh, steht a Gams und a Reh.
+
       a Stubn volla Kinder, ka Troad aufn Feld.
       Und da Jaga dabei, leckts mi am Oarsch olle drei.
+
   °  Musikanten, spielts auf, i sing euch an drauf.
   °  Da Wirt tramt all Tag, in Keller brennt da Wein,
+
       Musikantn, ziagts an, dass neamd einschlafn kann.
       bei da Nacht steht a auf und schütt Wasser drein
+
   °  Musikantn, spielts fleißig, und es werds scho was kriagn,
   °  Da Wirt geht in Wald, brockt Schwammerln voll Freud,
+
       i leg euch an Erdäpfel außi auf d Stiagn.
       was er kennt, isst er selber, was net, kriagn die Leut.
+
   °  Unsa Schafbock hat plärrt, wia d'Musikantn hat ghört,
   °  Mein Schatz is a Köchin, die kocht mir a Mus,
+
       wann a d'Notn amal kann, wird a ara Spielmann.
       sie sitzt auf dem Pfann'stiel und rührt mit dem Fuß.
+
   °  Spielleut, fangts o, die Mentscher san do,
   °  Mei Vata is Tischler und hoblt in Bodn
+
       lei spielts net so falsch, sinst lafns davo.
       Da hat a si an Schiefer in Oarsch eini zogn
+
   °  Jetzt hab i an Musikantn derfragt, der hat nia kan Rausch net ghabt.
   °  Hiazt geht er zan Dokter und lasst si kuriern
+
       Des is a Seltnheit bei dera Zeit.
       Und lass si den Schiefern vom Oarsch außaziagn
+
   °  A Rauchfangkira und a Safnsiada und a Geignkratza und a Niglo
   °  I geh jetzt zum Zahnarzt, meine Zahnderln kuriern,
+
       san mitananda wallfahrtn ganga, san no net do
       i lass ma den vordern und hintern plombiern.
+
   °  Und Geign und Schwegln und allahand Dreck,
   °  d' Polizisten warn grean, d' Gendarm, de warn grau,
+
      hör i a Quetschn, schmeiß i allas glei weg.
       seid s' jetzt beinand san, san s' alle zwa blau.
+
   °  Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneida,
   °  Do drobn aum Berg, da steht a Schaundarm,
+
       Musikantn dazu, des gibt Saufuada gnua.
       der gibt mit da Giaskaul an Fliegaarlarm.
+
   °  Musikantn spieln auf, ganz lustig und froh,
   °  Do drob'm am Bergerl, da ganz droben links
+
       nach an jedn schen Stickl gengans absammeln no.
       do stengan zwoa Kiwara, do drob'm ja dort stinkts
+
   °  Musikantn meine Brüada, Weiberleit meine Freund,
   °  Mir Holzhackerbuama, mir müassn uns plagn,
+
       da is's ja ka Wunda, wann d Muatta allweil greint.
      mir müassn die Zwanzger ausn Holz ausserschlagn.
+
   °  De Spielleut san notig, ob alt, ob junga,
   °  I bin a jungs Bürscherl, zwanzg Jahr bin i alt,
+
       eana Geldbeidl schreit scho vor lauter Hunga.
       und jetzt schreibt ma da Kaiser, er brauchert mi bald.
+
  °  Aber lustig wirds sein, wann die Zeit amal kimmt,
   °  Jetzt bin i Soldat, und mei Schatz want si z'tod,
+
      wo ma d Geiger stattn zahln bei die Ohrwaschln nimmt.
       bin a lustiger Bua und lach nur dazua.
+
  °  Druntn in Grabn hams an Geiger derschlagn,
   °  Geh Schatzerl, sei gscheit, waaßt, der Kaiser braucht Leit,
+
      gschicht eam scho recht, warum geigt a so schlecht.
       wann i zruck kumm retour, bin i wieder dei Bua.
+
  °  Ana steht vurn und wachlt mit d Finga,
   °  Wos hod den da Baua fia an schneidign Huad,  
+
      und des nennan d narrischn Stadtleut es Singa.
       Fia so an gscheadn Hamme war a Zipfehaum gnuag
+
  °  Spielleut, zahts o, mei Mentsch is scho do,
 +
      und spielts net so folsch, sunsta rennts ma davo.
 +
  °  Die richtign Mentscha, des san halt die kloan,
 +
      die wickln si gar a so ume um an.
 +
  °  I bin da Geiga, du bist da Tanza,
 +
      i bin a halba Narr, du bist a ganza.
 +
  °  Musikanten, spielt's auf auf der mittleren Soat'n,
 +
      sunst kann i mei Trampeltier neama darloat'n!
 +
  °  Musikanten, spielts auf, nacha sing ma ans drauf,
 +
      Musikanten, ziagts an, dass neamd einschlafa kann.
 +
  °  Aber Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneider,
 +
      Musikanten dazua san zum Saufuadan gnua..
 +
  °  Lustig im Himmel drobn, im Paradeis ah,
 +
      tan d Engln musiziern und da Heilig Geist ah.
 +
  °  Mei Schwester spü’t Zither, mei Bruada Klarinett’,
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      da Votter haut d’ Muatter, Sehn’s, des is a Quartett.
 +
  °  Musikantn, blasts eini, gehts krump oder grad,
 +
      blasts n altn Dreck außa, dass a neucha Platz hat.
 +
  °  I bin a jungs Bürscherl, geh gern zu die Geign,
 +
      drum könnan die Mentscher mi alle guat leidn.
 +
  °  Musikantn, spielts mir an auf, dass i ka Geld net brauch,
 +
      schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
 +
  °  Mir tramt vo de Ochsn. Mir tramt vo de Kiah.
 +
      Und mir tramt vo de Musikantn, owa nix gscheits tramt ma nia.
 +
  °  Schen rund is mei Huat, schen hoaß is mei Blut,
 +
      kon nix ois wia tonzn, oba des kon i guat
 +
Zur Chorleiterin
 +
  °  Jed’n Montag um’ra zeh’ne is de Chorprob für uns des schöne
 +
      egal ob jung oder a alt, jedem Sänger des recht g’fallt.
 +
  °  Doch net nur de guate’n Sänger, na, alle Männer zur Renate renna,
 +
      wenn de mitgriang das mir nach dem Singa  meist a no a Schnapserl tringa.
 +
  °  Drumm liabe Manna und Weibaleit habt’s net a zu singa Zeit
 +
      denn d’Renate, mei, de war so froh, ja wann’s Zeit habt’s ruaft’s ses o.
  
=== Musikanten ===
+
=== Pfarrer ===
  
   °  Unsa Schafbock hat plärrt, wia d'Musikantn hat ghört,
+
   °  Da Pfarra von Klack hat an ellenlangen Frack,
       wann a d'Notn amal kann, wird a ara Spielmann.
+
       zum ewigen Angedenken lasst a eam hängen.
   °  Spielleut, fangts o, die Mentscher san do,
+
   °  Da pforra vo steyr hod glosane eier
       lei spielts net so falsch, sinst lafns davo.
+
       Und wonn eam de brechan, donn nimmt er de blechan.
   °  Jetzt hab i an Musikantn derfragt, der hat nia kan Rausch net ghabt.
+
   °  Da pforra von sonkt neustift hod an schwonz wie an bleistift
       Des is a Seltnheit bei dera Zeit.
+
       Und de kechin de h*** hod  an spitzer dazua.
   °  A Rauchfangkira und a Safnsiada und a Geignkratza und a Niglo
+
   °  Wann d Kirchn a Wirtshaus war mitn Mensch als Altar,
       san mitananda wallfahrtn ganga, san no net do
+
       da möchert i Pfarrer sein drei a vier Jahr.
   °  Und Geign und Schwegln und allahand Dreck,
+
   °  Und da Burgamasta und da Oberlehrer und in Huaba Michl sei Hund
       hör i a Quetschn, schmeiß i allas glei weg.
+
       und da Pfarra mit da liabn Klosterschwester, pfiat euch Gott und bleibts gsund.
   °  Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneida,
+
   °  Mir ham a Problem in unserer Gmoa
       Musikantn dazu, des gibt Saufuada gnua.
+
      die Kirchn is zgroß und es Wirtshaus is zkla.
  °   Musikantn spieln auf, ganz lustig und froh,
+
°    Da Pfarrer macht d Predigt, da Metzger macht d Wurscht,
       nach an jedn schen Stickl gengans absammeln no.
+
       da Glaubn, der macht selig, des Singen macht Durscht.
   °  Musikantn meine Brüada, Weiberleit meine Freund,
+
°   Da Pfarrer hats predigt, da Kaplan, der hats gschriebm:
       da is's ja ka Wunda, wann d Muatta allweil greint.
+
       Mit die Dürrn is guat tanzn, bei die Dickn is guat liegn.
   °  De Spielleut san notig, ob alt, ob junga,
+
   °  Sagt die Dirn bei der Beicht: "Mit die Buam is's net leicht",
       eana Geldbeidl schreit scho vor lauter Hunga.
+
       sagt da Pfarra zu ihr: "Mir geht's grad so wie dir."
   °  Aber lustig wirds sein, wann die Zeit amal kimmt,
+
  °  I liab halt a Klosterfrau über neun Stiagn,
       wo ma d Geiger stattn zahln bei die Ohrwaschln nimmt.
+
      jetzt kann mi da Höllteufi a nimma kriagn.
   °  Druntn in Grabn hams an Geiger derschlagn,
+
  °  Da Pfarrer vo Mailand der spricht zu sein Heiland
       gschicht eam scho recht, warum geigt a so schlecht.
+
      Jo gibts den koa Gebet, dass a wiedermoi (Pause) Wallfahrten geht
   °  Ana steht vurn und wachlt mit d Finga,
+
   °  De Kircha von Thaya hot kane Stiagn,
       und des nennan d narrischn Stadtleut es Singa.
+
       drum miaßn in Pforrar mitn Strick aufe ziagn.
   °  Spielleut, zahts o, mei Mentsch is scho do,
+
   °  Da Pfarrer, der predigt, die Liab is a Sünd,
       und spielts net so folsch, sunsta rennts ma davo.
+
       daweil is der Bua von der Köchin sei Kind.
   °  Die richtign Mentscha, des san halt die kloan,
+
   °  da pforra hod a kechin da meßna a dirn,
       die wickln si gar a so ume um an.
+
       und die ministranten de spitzbuam mechtns a scho probiern!
   °  I bin da Geiga, du bist da Tanza,
+
   °  oben aufn bergal do steht a kappöln,
       i bin a halba Narr, du bist a ganza.
+
       do sieht ma in pforra die erdäpfl stöhln.
   °  Musikanten, spielt's auf auf der mittleren Soat'n,
+
   °  I hob amoi beicht mir grods Tringa ned leicht,
       sunst kann i mei Trampeltier neama darloat'n!
+
      sogt da Pforra zu mia „Mir geht’s grod so wia dia!
   °  Musikanten, spielts auf, nacha sing ma ans drauf,
+
  °  Da Pfoarra va Bozn, der kau jetzt licht protzn,
       Musikanten, ziagts an, dass neamd einschlafa kann.
+
       weil a in Pfoarra va Brixn, dawischt hod ban wixn.
   °  Aber Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneider,
+
   °  Der Pfarrer von Speyer hot blecherne Eier,
       Musikanten dazua san zum Saufuadan gnua..
+
      was glaubst wie des klimpert, wenn der ane bimpert.
   °  Lustig im Himmel drobn, im Paradeis ah,
+
  °  Da Pfarrer vo Lech hat Eier aus Blech
       tan d Engln musiziern und da Heilig Geist ah.
+
       der is scho ganz deppert weils beim Wixen so scheppert
   °  Mei Schwester spü’t Zither, mei Bruada Klarinett’,
+
   °  Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
       da Votter haut d’ Muatter, Sehn’s, des is a Quartett.
+
       des mocht a Spektakel, wenn a pudert der Lackl.
   °  Musikantn, blasts eini, gehts krump oder grad,
+
   °  Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
       blasts n altn Dreck außa, dass a neucha Platz hat.
+
       und waun earm de brechan, daun nimmt a de blechan.
   °  I bin a jungs Bürscherl, geh gern zu die Geign,
+
   °  Der Pfoara von Gmunden hot’s Brunzen erfunden,
       drum könnan die Mentscher mi alle guat leidn.
+
      Ham’s eam erschreckt, hot er’s Scheißen entdeckt.
   °  Musikantn, spielts mir an auf, dass i ka Geld net brauch,
+
  °  Der Pfarrer von Grinzing hat an kloan Winzling,
       schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
+
       hat an halbsteifen Huat, aber der steht earm gut.  
   °  Mir tramt vo de Ochsn. Mir tramt vo de Kiah.
+
   °  da pfoara von neustift hot an beidl wia a bleistift
       Und mir tramt vo de Musikantn, owa nix gscheits tramt ma nia.
+
       und d´köchin de hur hot in spitza dazua.
   °  Schen rund is mei Huat, schen hoaß is mei Blut,
+
   °  In Pfarrer vo Tunis, dem Hund dem vagun is
       kon nix ois wia tonzn, oba des kon i guat
+
       das'n da Pfarrer vo Brixen dawischt hat beim Wi...
Zur Chorleiterin
+
   °  Da Pfarrer vo Waldhausen muaß fortgeh'n zum Mausen
   °  Jed’n Montag um’ra zeh’ne is de Chorprob für uns des schöne
+
       beim Kaplan vo Grein, da kehr'n d'Menscha ein
       egal ob jung oder a alt, jedem Sänger des recht g’fallt.
+
   °  Und da Pfarra vo Sizilien vögelt ganze Familien
   °  Doch net nur de guate’n Sänger, na, alle Männer zur Renate renna,
+
       und dann schreit er hoho habst koa Verwandschaft mehr d
       wenn de mitgriang das mir nach dem Singa  meist a no a Schnapserl tringa.
+
   °  Und da Pfarrer vo Kemathen der stärkt seine Hemaden
   °  Drumm liabe Manna und Weibaleit habt’s net a zu singa Zeit
+
       mit eigenem Samen. in Ewigkeit Amen
       denn d’Renate, mei, de war so froh, ja wann’s Zeit habt’s ruaft’s ses o.
+
   °  da pforra von tuilln, der hot a schattuilln.
 +
       do drin liegt a häil is in pforra sei b...l
 +
 
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=== Jäger ===
 +
 
 +
   °  Des Gamserl im Gwänd hat ma abapfiffn.
 +
       Bua, wannst a Kügerl drunt hast, kannst mas aufaschickn.
 +
   °  Und es Gamserl im Gwänd macht an Schriat, an langan,
 +
       und es Dirndl is furt, kanns nimmer fangan.
 +
   °  Es Gamserl im Gwänd hat si sauber umdraht
 +
       und die aufrichtign Dirndl san soviel dünn gsaht.
 +
   °  Is ka Bergl so hoch, dass ka Gams umasteigt,
 +
       is ka Dirndl so treu, dass's bei an Buam nur bleibt.
 +
   °  Jetzt hab is halt gschossn, an zodatn Bock.
 +
       Wiar is suachn bin ganga, wars a Kranawittstock.
  
=== Pfarrer ===
+
=== Geld ===
  
   °  Da pforra vo steyr hod glosane eier
+
   °  Es Geldtaschl z'rissn, da Schlüssl verrost,
       Und wonn eam de brechan, donn nimmt er de blechan.
+
       und drinnat is nix, weil da Wein so viel kost.
   °  Da pforra von sonkt neustift hod an schwonz wie an bleistift
+
   °  Da Schnurrbart is aufdraht, die Stiefeln san rot,
       Und de kechin de h*** hod  an spitzer dazua.
+
       Da Geldbeutl liegt am Heubodn vor lauter Not.
   °  Wann d Kirchn a Wirtshaus war mitn Mensch als Altar,
+
   °  Du himmlischer Vader, Erschaffer der Welt,
       da möchert i Pfarrer sein drei a vier Jahr.
+
       geh schick ma fufzg Gulden, i brauch a klans Geld.
   °  Und da Burgamasta und da Oberlehrer und in Huaba Michl sei Hund
+
   °  Drei Kreuzer und a Sechserl is alls, was i hab
       und da Pfarra mit da liabn Klosterschwester, pfiat euch Gott und bleibts gsund.
+
       und was fang i nur jetzat mit so viel Geld an.
   °  Mir ham a Problem in unserer Gmoa
+
  °  Beim Finanzministerium brennt heut a Licht,
       die Kirchn is zgroß und es Wirtshaus is zkla.
+
      damit ma des Geld, was fehlt, no besser sicht.
°   Da Pfarrer macht d Predigt, da Metzger macht d Wurscht,
+
  °  Auf da bucklign Welt draht si allas ums Geld
       da Glaubn, der macht selig, des Singen macht Durscht.
+
      und um d Madln, de schön draht si ah no a weng.
°   Da Pfarrer hats predigt, da Kaplan, der hats gschriebm:
+
   °  Auf der Welt ohne Geld is ma niamals net wohl
       Mit die Dürrn is guat tanzn, bei die Dickn is guat liegn.
+
       scheiß in mein Geldbeitl nei, daunn is a wieda voll
   °  Sagt die Dirn bei der Beicht: "Mit die Buam is's net leicht",
+
  °  Lusti und ledi macht n Geldbeutel lahr
       sagt da Pfarra zu ihr: "Mir geht's grad so wie dir."
+
      wenn nur mei Geldbeutel a Kälbermagn war.
   °  I liab halt a Klosterfrau über neun Stiagn,
+
  °   Das ist halt mein Vatern sein einziger Trost,
       jetzt kann mi da Höllteufi a nimma kriagn.
+
       dass ihm, solang ich leb, sein Geld nicht verrost.
   °  Da Pfarrer vo Mailand der spricht zu sein Heiland
+
 
       Jo gibts den koa Gebet, dass a wiedermoi (Pause) Wallfahrten geht
+
=== Trinken, Essen ===
   °  De Kircha von Thaya hot kane Stiagn,
+
 
       drum miaßn in Pforrar mitn Strick aufe ziagn.
+
  °   Weinderl, di kenn i schon, hast as mein Vadern tan,
   °  Da Pfarrer, der predigt, die Liab is a Sünd,
+
       jetzt tatst as ah mit mir, aber i bin stier.
       daweil is der Bua von der Köchin sei Kind.
+
   °  Beim Wirtn in Keller drunt steht an alts Fassl unt,
   °  da pforra hod a kechin da meßna a dirn,
+
      drin waar a guata Wein, der waar halt fein.
       und die ministranten de spitzbuam mechtns a scho probiern!
+
  °  Mei Alte, die braucht wegnan Saufn net plärrn,
   °  oben aufn bergal do steht a kappöln,
+
       Wann i sauf, siach i's doppelt, und i siach's halt so gern.
       do sieht ma in pforra die erdäpfl stöhln.
+
  °  Bin Wallfahrtn ganga all Tag in da Fruah,
   °  I hob amoi beicht mir grods Tringa ned leicht,
+
      ka Kirchn hab i gfundn, aber Wirtshäuser gnua.
       sogt da Pforra zu mia „Mir geht’s grod so wia dia!
+
   °  Bei da Arbat, da tat i ja wirkli gern schwitzn,
   °  Da Pfoarra va Bozn, der kau jetzt licht protzn,
+
       muaß leider heut da in an Wirtshäusl sitzn.
       weil a in Pfoarra va Brixn, dawischt hod ban wixn.
+
   °  In Wirtn sei bester Gast, des is ja fein,
   °  Der Pfarrer von Speyer hot blecherne Eier,
+
      tuat meistens der Wirt glei selber sein.
       was glaubst wie des klimpert, wenn der ane bimpert.
+
  °  Führerschein furt, drum renn i so gschwind,
   °  Da Pfarrer vo Lech hat Eier aus Blech
+
       beim Heurign furn, bei da Arbat ganz hint.
       der is scho ganz deppert weils beim Wixen so scheppert
+
   °  I und mei Eheweib ham an schön Zeitvertreib,
   °  Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
+
       schlagn mit die Glasln zsamm, Prost in Gotts Nam.
       des mocht a Spektakel, wenn a pudert der Lackl.
+
   °  Heut ham ma an Rausch und murgn san ma net nüacht,
   °  Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
+
      und übermorgn waß i net, was da alls gschiacht.
       und waun earm de brechan, daun nimmt a de blechan.
+
  °  Zwegn an lustign Lebn, zwegn da schön Kellnerin,
   °  Der Pfoara von Gmunden hot’s Brunzen erfunden,
+
       zwegn de Weixelbaumbliah san ma eina zu dir.
       Ham’s eam erschreckt, hot er’s Scheißen entdeckt.
+
   °  In Bier und in Wein soll da Teifel drin sein,
   °  Der Pfarrer von Grinzing hat an kloan Winzling,
+
       und so load, als ma tuat, so a Teifel schmeckt guat.
       hat an halbsteifen Huat, aber der steht earm gut.  
+
   °  Die Schwamma, die wachsn meist draußn in Wald,
   °  da pfoara von neustift hot an beidl wia a bleistift
+
       aba mancher, der hat si im Wirtshaus an gholt.
       und d´köchin de hur hot in spitza dazua.
+
   °  Übern Zaun bin i gstiegn, is mei Rausch hänga bliebn,
   °  In Pfarrer vo Tunis, dem Hund dem vagun is
+
       bin i steh bliebn, hab gfluacht, hab mein Rausch wieda gsuacht.
       das'n da Pfarrer vo Brixen dawischt hat beim Wi...
+
   °  Es Bier, des is teuer, die Semmeln san klan,
   °  Da Pfarrer vo Waldhausen muaß fortgeh'n zum Mausen
+
       und wannsd da a Fleisch kaufst, kriagst ah lauter Ban.
       beim Kaplan vo Grein, da kehr'n d'Menscha ein
+
   °  Des Trinkn, des is ja wirkli ka Sünd,
   °  Und da Pfarra vo Sizilien vögelt ganze Familien
+
       des hat ma mei Muatta glernt als a klans Kind.
       und dann schreit er hoho habst koa Verwandschaft mehr d
+
   °  Wos lusti zuageht, da kehr i gern ei,
   °  Und da Pfarrer vo Kemathen der stärkt seine Hemaden
+
       drum muaß id die meiste Zeit im Wirtshäusl sei.
       mit eigenem Samen. in Ewigkeit Amen
+
   °  In so einem Wirtshaus is's austrinkn guat,
   °  da pforra von tuilln, der hot a schattuilln.
+
       wo a schöne Kellnerin einschenkn tuat.
       do drin liegt a häil is in pforra sei b...l
+
   °  Aber Wirtin, mach Feirabmd, sperr s Haustürl zua,
 
+
       die Kellnerin muaß schlafn gehn, es wart scho der Buam.
=== Geld ===
+
   °  Lusti macht durschti, macht n Geldbeutl leer
 
+
       und jetzt möcht i, dass mei Geldbeutl a Kälberkua wär.
   °  Du himmlischer Vader, Erschaffer der Welt,
+
   °  Da Mensch hat an Geist, hat da Schullehrer gsagt,
       geh schick ma fufzg Gulden, i brauch a klans Geld.
+
       dass da Schnaps ah an hat, hab i selber derfragt.
   °  Drei Kreuzer und a Sechserl is alls, was i hab
+
   °  s' Weißbier ist hantig, da Rotwein is süaß,
       und was fang i nur jetzat mit so viel Geld an.
+
       ham am d Stiefeln versoffn, bleibm uns allweil die Füaß.
   °  Beim Finanzministerium brennt heut a Licht,
+
   °  In Winter, da schmeckt an da Saurampfer guat,
       damit ma des Geld, was fehlt, no besser sicht.
+
       derfriern kannst da nimmer, seit ma n Frostschutz nei tuat.
   °  Auf da bucklign Welt draht si allas ums Geld
+
   °  Saufn tamma, dass a Mühlradl treibt, Göld hamma, dass uns kans überbleibt,
       und um d Madln, de schön draht si ah no a weng.
+
       Schneid hamma für drei oder vier, aussegschmissn hams uns nia.
   °  Auf der Welt ohne Geld is ma niamals net wohl
+
   °  Aussee is a Stadtl, und Wean is a Stadt,
       scheiß in mein Geldbeitl nei, daunn is a wieda voll
+
       z Aussee essns s Bratl und z Wean an Salat.
   °  Lusti und ledi macht n Geldbeutel lahr
+
   °  A frische Mass Bier und a Trum Wurscht,
       wenn nur mei Geldbeutel a Kälbermagn war.
+
       wer a Kellnerin liabt, hat allweil an Durscht.
   °  Das ist halt mein Vatern sein einziger Trost,
+
   °  Und da Kellnerin ihr Ziziwischperl und da Kellnerin ihr Kreidn,
       dass ihm, solang ich leb, sein Geld nicht verrost.
+
       da kann do koa Heiliger a Heiliger bleibn.
 +
  °  Die Köchin backt Krapfn und soachts a weng an,
 +
      aft werdns schen saftig und brennan net an.
 +
  °  Und a frische Halbe Bier hat an Fam, an weißen
 +
      und heit gemmas net hoam, bis uns außi schmeißen.
 +
   °  Des Bia is so teia, des Brot is so kloa,
 +
       jetz hob i a Fleisch kaft, san a lauta Boa.
 +
   °  Mia haum a Problem in unsara Gmoa
 +
      de Kirch'n is z'groß und s'Wirtshäusl z'kloa
 +
  °  Wauns Stieglbier regn't und Bratwürstel schneibt,
 +
      daun bitt i den Herrgott, daß's Wetta so bleibt
 +
  °  Da Pforra mocht d Predigt, da Metzga mocht d Wurscht
 +
       Da Glauben, der mocht selig und d Hitz mocht an Durscht
 +
  °  Üwan Zaun samma gstiegn, is da Rausch hänga bliebn,
 +
      hauma gschoint, hauma gfluacht, haum in Rausch wieda gsuacht.
 +
   °  Mei Muatta mocht Daumpfnudln fian Vodan und mi,
 +
       Da Voda isst Nudln, den Daumpf, den kriag i.
 +
   °  Oa Knedl faungt zum suarn au und da aunda suart schau,
 +
       schaut da oa Knedl den aundan au wie da oa Knedl suarn kau!
 +
  °  Krompfadern wia a Ribislstrudl und a picksiaßa Most.
 +
      Und a ogschissn Weiwagattihosn, des is a Kost.
 +
   °  Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr is mit dir,
 +
       du bist voller Gnaden, geh zahl uns a Bier!
 +
   °  Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr sei mit dir,
 +
      geh laß di net lumpen und zahl ma a Bier!
 +
  °  Heint is da Faschingtag, heint sauf i was i mag,
 +
       morgn mach i's Testament, s'Göld hat a End.
 +
   °  Und vor der Kaserne, da steht ein Soldat,
 +
       der reibt sich sein’n Glatzkopf mit Vollmilchschok’lad.
 +
  °  Da unten am Bache, da sitzt ein Chines',
 +
      der reibt sich sei Platten mit Limburger Käs'.
  
=== Trinken, Essen ===
+
=== Spaß ===
  
   °  Zwegn an lustign Lebn, zwegn da schön Kellnerin,
+
   °  Wann da Summer recht war is, wird da Winter recht kalt,
       zwegn de Weixelbaumbliah san ma eina zu dir.
+
       wann d Leut net bald sterbm, aft werdns oft recht alt.
   °  In Bier und in Wein soll da Teifel drin sein,
+
   °  Die Leut san halt Stockfisch, ma kanns mariniern
       und so load, als ma tuat, so a Teifel schmeckt guat.
+
       und eini in d Baaz legn, dass's an guatn Gschmack kriagn.
   °  Die Schwamma, die wachsn meist draußn in Wald,
+
   °  Und a Taubermandl zu an Katznweibl und a Waschrumpl zu an Bett
       aba mancher, der hat si im Wirtshaus an gholt.
+
       und a Heanasteign zu an Kopfpolster, na is das des bled.
   °  Übern Zaun bin i gstiegn, is mei Rausch hänga bliebn,
+
   °  Bein Gstanzlsinga hab i a recht guats Prinzip:
       bin i steh bliebn, hab gfluacht, hab mein Rausch wieda gsuacht.
+
       Reim di oder net, s reimt si alls aus Prinzip.
   °  Es Bier, des is teuer, die Semmeln san klan,
+
   °  Und die sakrischen Schneid, die lasst mir koa Ruah,
       und wannsd da a Fleisch kaufst, kriagst ah lauter Ban.
+
       könnt die Hälfte verschenken und hätt allweil nu gnua.
   °  Des Trinkn, des is ja wirkli ka Sünd,
+
   °  Bin a Schlinkal, a Schlankerl, hab a kloan z'rissenes Jankerl
       des hat ma mei Muatta glernt als a klans Kind.
+
       und an lucketen Huat, fürn Lumpen guat gnuag.
   °  Wos lusti zuageht, da kehr i gern ei,
+
   °  Lustig mir Ledign, wir brauchen koa Predig,
       drum muaß id die meiste Zeit im Wirtshäusl sei.
+
       wir brauchen koa Amt und werdn doch nit verdammt.
   °  In so einem Wirtshaus is's austrinkn guat,
+
   °  Gestern auf d Nacht hab i fürchterlich glacht,
       wo a schöne Kellnerin einschenkn tuat.
+
       hab nie so viel glacht als wia gestern auf d Nacht.
   °  Aber Wirtin, mach Feirabmd, sperr s Haustürl zua,
+
   °  Alle Leut schaun mi für an Sauschneider an,´
       die Kellnerin muaß schlafn gehn, es wart scho der Buam.
+
       und i hab do mein Labtag kan Fadl nix tan.
   °  Lusti macht durschti, macht n Geldbeutl leer
+
   °  Aber lustig, mir Ledign, mia gehn in ka Predigt,
       und jetzt möcht i, dass mei Geldbeutl a Kälberkua wär.
+
       mir gehn in ka Amt und wern do net verdammt.
   °  Da Mensch hat an Geist, hat da Schullehrer gsagt,
+
   °  Aber lustig mir Altn, hams Gsicht voller Faltn,
       dass da Schnaps ah an hat, hab i selber derfragt.
+
       am Kopf de grau'n Haar, jetzt gehns an, de scheen Jahr.
   °  s' Weißbier ist hantig, da Rotwein is süaß,
+
   °  1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
       ham am d Stiefeln versoffn, bleibm uns allweil die Füaß.
+
       aba 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1
  °  In Winter, da schmeckt an da Saurampfer guat,
+
  °  1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
       derfriern kannst da nimmer, seit ma n Frostschutz nei tuat.
+
       10 9- 8 -7-6-5, Geld han i kans.
   °  Saufn tamma, dass a Mühlradl treibt, Göld hamma, dass uns kans überbleibt,
+
   °  Da Bå(ch) is iwa d`Stråss auffigrunna, d`Fisch håm vo de Bam åwagsunga,
      Schneid hamma für drei oder vier, aussegschmissn hams uns nia.
+
      d`Kia håm si Schwålbnester baut, då håm d`Leit gschaut.
   °  Aussee is a Stadtl, und Wean is a Stadt,
+
   °  An Elend ham ma d Ohrn abgschnittn, die Läus hamma selbn vertriebn
       z Aussee essns s Bratl und z Wean an Salat.
+
       die Not ham ma am Rauchfang glahnt, drei Tag hats gwant
   °  A frische Mass Bier und a Trum Wurscht,
+
   °  A Briaftraga und a Bettlwei und a Teifi und a Niglo
       wer a Kellnerin liabt, hat allweil an Durscht.
+
       san letzte Woch af Maria Taferl ganga und san heut no net da
   °  Und da Kellnerin ihr Ziziwischperl und da Kellnerin ihr Kreidn,
+
   °  Schneidn ma vürschling, schneidn ma arschling, wann ma Holz schneidn, kriagn ma Schwartling,
       da kann do koa Heiliger a Heiliger bleibn.
+
       schneidn ma bierbuchsbamane Ladn, kriagn mar an Tånzbodn, an rar'n.
  °  Die Köchin backt Krapfn und soachts a weng an,
+
   °  D`Leid segn in Jesus drüber geh`n übern Genehsarether See
      aft werdns schen saftig und brennan net an.
+
       Drübm frogn`s: "wia bist denn rüber kemma"? Er sogt: "i hob an Anlauf gnumma."
   °  Und a frische Halbe Bier hat an Fam, an weißen
+
   °  Die Bäurin ist granti - woran mog dös lieg'n?
       und heit gemmas net hoam, bis uns außi schmeißen.
+
       Die ist halt beim Aufstehn in an Kuhdreck nei g stieg n.
   °  Des Bia is so teia, des Brot is so kloa,
+
   °  Weil Frankfurt so groß ist, so teilt man es ein
       jetz hob i a Fleisch kaft, san a lauta Boa.
+
       in Frankfurt an der Oder und Frankfurt am Main.
   °  Mia haum a Problem in unsara Gmoa
+
   °  Zwischen Afritz (Ortsname) und Treffen (Ortsname), da steht a Tunnel,
       de Kirch'n is z'groß und s'Wirtshäusl z'kloa
+
       fahrst eine, werds finster, fahrst aussa, werds hell!
   °  Wauns Stieglbier regn't und Bratwürstel schneibt,
+
   °  Zwoa Werklmauna und zwoa Eisnbauna und a Krampal und a Niglo
       daun bitt i den Herrgott, daß's Wetta so bleibt
+
       de san auf Maria Tafal gaunga san bis heit nu net do!
  °  Da Pforra mocht d Predigt, da Metzga mocht d Wurscht
+
   °  Hinta da Hollastaud'n, da sitzt a Krowod (Kroate)
      Da Glauben, der mocht selig und d Hitz mocht an Durscht
+
       der traut si net vira weil a d'Hosn voi hot
   °  Üwan Zaun samma gstiegn, is da Rausch hänga bliebn,
+
 
       hauma gschoint, hauma gfluacht, haum in Rausch wieda gsuacht.
+
=== Spott Burschen ===
   °  Mei Muatta mocht Daumpfnudln fian Vodan und mi,
+
 
       Da Voda isst Nudln, den Daumpf, den kriag i.
+
   °  ...(Die Musi spielt und keiner singt) ...
   °  Oa Knedl faungt zum suarn au und da aunda suart schau,
+
       Hast du ka Gstanzl mehr drauf, dann pass auf.
       schaut da oa Knedl den aundan au wie da oa Knedl suarn kau!
+
   °  Zizipe Nachtigall, Schafköpf gibts überall,
   °  Krompfadern wia a Ribislstrudl und a picksiaßa Most.
+
       Sauköpf no mehr, du Schafkopf, schau her.
       Und a ogschissn Weiwagattihosn, des is a Kost.
+
   °  Jetzt hast ma ans gsunga, des kenn i scho lang.
   °  Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr is mit dir,
+
      Wannsd ka anders net waßt, bleib daham mit dein Gsang.
       du bist voller Gnaden, geh zahl uns a Bier!
+
  °  Ja weil da da Heurige schmeckt, kikeriki,
   °  Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr sei mit dir,
+
       und a Messer und a Geld und a alts Paraplü.
       geh laß di net lumpen und zahl ma a Bier!
+
   °  Huck di da zuacha a bissl bessa,
   °  Heint is da Faschingtag, heint sauf i was i mag,
+
       aba dassd di net schneidst mit mein Taschnmessa.
       morgn mach i's Testament, s'Göld hat a End.
+
   °  Graft hab i ah mit an Kapuzina,
   °  Und vor der Kaserne, da steht ein Soldat,
+
       hab eam beim Bart packt, jetzt raft a nimma.
       der reibt sich sein’n Glatzkopf mit Vollmilchschok’lad.
+
   °  Die Nacht macht alls finster, der Regn macht alls nass,
   °  Da unten am Bache, da sitzt ein Chines',
+
       dass du an Rausch hast, machts Bier drin im Glas.
       der reibt sich sei Platten mit Limburger Käs'.
+
   °  Hintn im Grabn hams an Kater derschlagn,
 
+
      da Hans is glei ghupft und hats Fleisch davon tragn.
=== Spaß ===
+
  °  Jetzt hat ana gsunga, des hat si net greimt,
 
+
       den ghörat die Pappn mit Uhu zua gleimt.
   °  Bein Gstanzlsinga hab i a recht guats Prinzip:
+
  °  Da Hans, der hat Schädlweh, der tuat urndli klagn,
       Reim di oder net, s reimt si alls aus Prinzip.
+
      sei Weib hat eam drauf - a Häferl zerschlagn.
   °  Und die sakrischen Schneid, die lasst mir koa Ruah,
+
   °  Der Hans is a Mann, des muass ma scho sagn,
       könnt die Hälfte verschenken und hätt allweil nu gnua.
+
       nur sein Bauch, den muass a in Rucksack mittragn.
   °  Bin a Schlinkal, a Schlankerl, hab a kloan z'rissenes Jankerl
+
   °  Geh tua net so singa, geh tua net so prahln,
       und an lucketen Huat, fürn Lumpen guat gnuag.
+
       geh liaba zum Greißler und tua Schuldn zahln.
   °  Lustig mir Ledign, wir brauchen koa Predig,
+
   °  I sing, was i will und i sing, was mi gfreut
       wir brauchen koa Amt und werdn doch nit verdammt.
+
       und i scher mi gar net um die ratscherten Leut
   °  Gestern auf d Nacht hab i fürchterlich glacht,
+
   °  Wannsd gar so viel singst und schimpfst über mi,
       hab nie so viel glacht als wia gestern auf d Nacht.
+
       dann denk i ma, bist no viel schlechter als i.
   °  Alle Leut schaun mi für an Sauschneider an,´
+
   °  Geh tua di nur waschn, tua d Safn net sparn
       und i hab do mein Labtag kan Fadl nix tan.
+
       und tua da nur selber über d Pappn mal fahrn.
   °  Aber lustig, mir Ledign, mia gehn in ka Predigt,
+
   °  Jetzt hat ana gsunga, a ganz a Junga,
       mir gehn in ka Amt und wern do net verdammt.
+
       is dalkert und dumm, aber nix bringt n um.
   °  Aber lustig mir Altn, hams Gsicht voller Faltn,
+
   °  Jetzt hat ana gsunga, der klingt ganz betrübt,
       am Kopf de grau'n Haar, jetzt gehns an, de scheen Jahr.
+
       des muaß ana sei, der ka Madl net kriagt.
   °  1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
+
   °  I ghör jetzt zu de Altn, es Gsicht voller Faltn,
       aba 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1
+
       hab graue Haar am Kopf, aber di pack i beim Schopf.
   °  1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
+
   °  Dass im Wald finster is, machn die Bam.
       10 9- 8 -7-6-5, Geld han i kans.
+
       Wer si net zucha traut, der bleibt daham.
   °  Da Bå(ch) is iwa d`Stråss auffigrunna, d`Fisch håm vo de Bam åwagsunga,
+
   °  Drunt in da grean Au wachst a Bleamerl im Gras.
       d`Kia håm si Schwålbnester baut, då håm d`Leit gschaut.
+
       Wann da Franzl vom Bett aufsteht, is's allerweil nass.
   °  An Elend ham ma d Ohrn abgschnittn, die Läus hamma selbn vertriebn
+
   °  I wünsch euch allen fürs heurige Jahr,
       die Not ham ma am Rauchfang glahnt, drei Tag hats gwant
+
       dass euch alls so guat ausgeht wia in Ernstl sei Haar.
   °  A Briaftraga und a Bettlwei und a Teifi und a Niglo
+
   °  Da Ernstl is lustig, manchmal lacht er sogar,
       san letzte Woch af Maria Taferl ganga und san heut no net da
+
       und sagt: Liaba a Glatzn als gar kane Haar.
   °  Schneidn ma vürschling, schneidn ma arschling, wann ma Holz schneidn, kriagn ma Schwartling,
+
   °  Warums Erdäpfeln gibt, ja des waas i jetzt scho,
       schneidn ma bierbuchsbamane Ladn, kriagn mar an Tånzbodn, an rar'n.
+
       dass da Seppl wen hat, dem er d Haut aschäln ko.
   °  D`Leid segn in Jesus drüber geh`n übern Genehsarether See
+
   °  Mitn Ernstl, den Lotter, da is es a so,
       Drübm frogn`s: "wia bist denn rüber kemma"? Er sogt: "i hob an Anlauf gnumma."
+
       i brauch ja nur aufreibn, scho rennt er davo.
   °  Die Bäurin ist granti - woran mog dös lieg'n?
+
   °  Du schimpfst allaweil, und grad nur auf mi,
       Die ist halt beim Aufstehn in an Kuhdreck nei g stieg n.
+
       die gar so viel schimpfn, san schlechta wiar i.
   °  Weil Frankfurt so groß ist, so teilt man es ein
+
   °  Wann du ka Gstanzl waßd, kauf mar ans o,
       in Frankfurt an der Oder und Frankfurt am Main.
+
       i hab a paar Dutzend im Hosnsack do.
   °  Zwischen Afritz (Ortsname) und Treffen (Ortsname), da steht a Tunnel,
+
   °  Du hast viele Gstanzln im Hosnsack drin,
       fahrst eine, werds finster, fahrst aussa, werds hell!
+
       zreiß i dir d Hosn, sans alle dahin.
   °  Zwoa Werklmauna und zwoa Eisnbauna und a Krampal und a Niglo
+
   °  Sche rund is mei Huat und sche haß is mei Bluat,
       de san auf Maria Tafal gaunga san bis heit nu net do!
+
       sche haß is mei Faust und die schmeckt ah recht guat.
   °  Hinta da Hollastaud'n, da sitzt a Krowod (Kroate)
+
   °  Jetzt hat ana gsunga, der sollt des net sagn,
      der traut si net vira weil a d'Hosn voi hot
+
       dem kunnt ma die Schneid aus da Faust aussa schlagn.
 
+
   °  Jetzt hat ana gsunga, der singt gar net schen,
=== Spott Burschen ===
+
      und wann man derschlagt, bleibt die Pappn no stehn.
 
+
   °  Da drent bei da Donau steign d Nebeln in d Höh,
   °  Die Nacht macht alls finster, der Regn macht alls nass,
+
      Wannst du so schiach singst, tan ma d Ohrn allweil weh.
      dass du an Rausch hast, machts Bier drin im Glas.
+
   °  Du tuast allweil singa, du tuast allweil schrein,
   °  Hintn im Grabn hams an Kater derschlagn,
+
       i schiab di scho ah in mein Hosnsack nein.
       da Hans is glei ghupft und hats Fleisch davon tragn.
+
   °  Da Ernstl und i, mir san scho a zwa,
   °  Jetzt hat ana gsunga, des hat si net greimt,
+
       er hat a Glatzn und i bein Oasch kane Haar.
       den ghörat die Pappn mit Uhu zua gleimt.
+
   °  Auf Kierling, da geh i a dreiviertl Stund,
   °  Da Hans, der hat Schädlweh, der tuat urndli klagn,
+
       in Ernstl sei Nasn wägt dreiviertl Pfund.
       sei Weib hat eam drauf - a Häferl zerschlagn.
+
   °  Wann da Ernstl so weidasingt, schmeiß i eam um,
   °  Der Hans is a Mann, des muass ma scho sagn,
+
       daschlagn tua i'n net, aber s Gnack drah i eam um.
       nur sein Bauch, den muass a in Rucksack mittragn.
+
   °  Da Ernstl, der nimmts mit da Arbeit genau,
   °  Geh tua net so singa, geh tua net so prahln,
+
       beim Tag is a krank, und auf d Nacht is a blau.
       geh liaba zum Greißler und tua Schuldn zahln.
+
   °  Jetzt singt da Peter scho Gstanzl über mi, des is des was i gar nicht versteh!
   °  I sing, was i will und i sing, was mi gfreut
+
       Denn seit wann ham bei uns de Schwab’n ah scho was zum sog’n.
       und i scher mi gar net um die ratscherten Leut
+
   °  Gestan aufd Nocht hob i fiachtalich glocht
   °  Wannsd gar so viel singst und schimpfst über mi,
+
       hob nu nia so vü glocht ois wia gestan aufd Nocht!
       dann denk i ma, bist no viel schlechter als i.
+
   °  Üban Zaun drübag'stign mit'n Oarsch henga blieb'n
   °  Geh tua di nur waschn, tua d Safn net sparn
+
       sakrisch teufelt und g'fluacht und in Oarsch a weil g'suacht
       und tua da nur selber über d Pappn mal fahrn.
+
   °  Eh eh eh eh mir san de schene zwe.
   °  Jetzt hat ana gsunga, a ganz a Junga,
+
       Eh eh eh eh mei san mir sche.
       is dalkert und dumm, aber nix bringt n um.
+
   °  Da Hiasl is schön vom Fuaß bis zum Hals,
   °  Jetzt hat ana gsunga, der klingt ganz betrübt,
+
       und dann kummt der Kopf, der verschandlt eam alls.
       des muaß ana sei, der ka Madl net kriagt.
+
   °  Ja der Felix is a schöner Mensch vom Fuß bis zum Hals
   °  I ghör jetzt zu de Altn, es Gsicht voller Faltn,
+
       doch dann kimmt der Kopf der versaut wieder olls
       hab graue Haar am Kopf, aber di pack i beim Schopf.
+
   °  Ja grün ist die Hoffnung und grün der Spinat,
   °  Dass im Wald finster is, machn die Bam.
+
       und grün ist der Jüngling, der keinen Bart hat.
       Wer si net zucha traut, der bleibt daham.
+
   °  am schoastoanspitz waht a wind a woacha
   °  Drunt in da grean Au wachst a Bleamerl im Gras.
+
       die ausseer buam san ois hosnsoacha!
       Wann da Franzl vom Bett aufsteht, is's allerweil nass.
+
   °  jo da sepp hot zähn so weiß wia da schnee,
   °  I wünsch euch allen fürs heurige Jahr,
+
       hint` homs eam scho eigsetzt, drum dans eam nid weh!
       dass euch alls so guat ausgeht wia in Ernstl sei Haar.
+
   °  Dort untern am Bacherl, wo die Weiden sich biegen,
   °  Da Ernstl is lustig, manchmal lacht er sogar,
+
       da raufen zwei Glatzköpf, dass d'Haar nur so fliegen.
       und sagt: Liaba a Glatzn als gar kane Haar.
+
   °  Det de Spree musikalisch is, det weiß jeder Mann;
   °  Warums Erdäpfeln gibt, ja des waas i jetzt scho,
+
       denn neulich, da sank dort ein Äppelkahn.
       dass da Seppl wen hat, dem er d Haut aschäln ko.
+
   °  Ich steh auf der Brücke und spuck in den Kahn ,
   °  Mitn Ernstl, den Lotter, da is es a so,
+
       da freut sich die Spucke, dass sie Kahn fahren kann.
       i brauch ja nur aufreibn, scho rennt er davo.
+
   °  Ich steh in dem Kahne und spuck auf die Brück,
   °  Du schimpfst allaweil, und grad nur auf mi,
+
       da muss ich schnell fahren, denn die Spuck kommt zurück.
       die gar so viel schimpfn, san schlechta wiar i.
+
 
   °  Wann du ka Gstanzl waßd, kauf mar ans o,
+
=== Spott Mädchen ===
       i hab a paar Dutzend im Hosnsack do.
+
 
   °  Du hast viele Gstanzln im Hosnsack drin,
+
   °  Glei hintern Stadl, da gagatzt da Hahn,
       zreiß i dir d Hosn, sans alle dahin.
+
       habs Deandl wolln halsn, rennt der Trampel davon.
   °  Sche rund is mei Huat und sche haß is mei Bluat,
+
   °  Pfiat di Gott, mei liabs Schatzerl, verlass di auf mi.
       sche haß is mei Faust und die schmeckt ah recht guat.
+
       Wann i ka Schönre find, kumm i wieda um di.
   °  Jetzt hat ana gsunga, der sollt des net sagn,
+
   °  In Summa is warm und in Winter is kalt
       dem kunnt ma die Schneid aus da Faust aussa schlagn.
+
       und i mag halt ka Dirndl, ders Tanzn net gfallt.
   °  Jetzt hat ana gsunga, der singt gar net schen,
+
   °  Je höcher da Kirchturm, je schöner des Gläut,
       und wann man derschlagt, bleibt die Pappn no stehn.
+
       je älter die Weiber, umso zacher san d Häut.
   °  Da drent bei da Donau steign d Nebeln in d Höh,
+
   °  Aber heitschi bumbeidschi, du wunderliabs Kind,
       Wannst du so schiach singst, tan ma d Ohrn allweil weh.
+
       für d Arbeit bist z'fäul, nur beim Fressn bist gschwind.
   °  Du tuast allweil singa, du tuast allweil schrein,
+
   °  Es Gstanzl is aus und da draußt rennt a Maus
       i schiab di scho ah in mein Hosnsack nein.
+
       und du bist a Hex und a so geht da Text.
   °  Da Ernstl und i, mir san scho a zwa,
+
   °  Von Weidlingbach außer, da möcht i ka Mensch,
       er hat a Glatzn und i bein Oasch kane Haar.
+
       ham endslange Haxn und krahn wia die Gäns.
   °  Auf Kierling, da geh i a dreiviertl Stund,
+
   °  Ein bildhübsches Mädchen ging einstens spaziern,
       in Ernstl sei Nasn wägt dreiviertl Pfund.
+
       kam der Horsti daher, wollt die Kleine verführn.
   °  Wann da Ernstl so weidasingt, schmeiß i eam um,
+
   °  Sagt das bildhübsche Mädchen, ich bin keine solchene,
       daschlagn tua i'n net, aber s Gnack drah i eam um.
+
       hat in Horsti ane gschmiert, aber schon a solchene.
   °  Da Ernstl, der nimmts mit da Arbeit genau,
+
   °  Dabei hat er sie nur auf die Schulter geküsst,
       beim Tag is a krank, und auf d Nacht is a blau.
+
       weil des Saumensch ums Mäul herum z'dreckig gwen ist.
   °  Jetzt singt da Peter scho Gstanzl über mi, des is des was i gar nicht versteh!
+
   °  Wann jeder a reiche, a schöne will habm,
       Denn seit wann ham bei uns de Schwab’n ah scho was zum sog’n.
+
       wo soll denn da Teixl die schiachn hintragn?
   °  Gestan aufd Nocht hob i fiachtalich glocht
+
   °  Bald tramt ma von d Ochsn, bald tramt ma von d Küah,
       hob nu nia so vü glocht ois wia gestan aufd Nocht!
+
       bald tramt ma von d Weiberleut, was gscheits tramt ma nia.
   °  Üban Zaun drübag'stign mit'n Oarsch henga blieb'n
+
   °  Die Eva, des Luada, gab in Adam die Frucht,
       sakrisch teufelt und g'fluacht und in Oarsch a weil g'suacht
+
       des Rindviech hat's gfressn, jetzt san ma verflucht.
   °  Eh eh eh eh mir san de schene zwe.
+
   °  Aber lustig is's gewesn in vurign Winta,
       Eh eh eh eh mei san mir sche.
+
       habn zwa Mentscha graft - um an Besnbinda.
   °  Da Hiasl is schön vom Fuaß bis zum Hals,
+
   °  Herst Mitzi, wann du meine Gstanzln willst hörn,
       und dann kummt der Kopf, der verschandlt eam alls.
+
       nacha ruck a Weng zucha, dann brauch i net so plärrn.
   °  Ja der Felix is a schöner Mensch vom Fuß bis zum Hals
+
   °  Ja Mitzi, da schaust und da wunderst di wia,
       doch dann kimmt der Kopf der versaut wieder olls
+
       die allerschönstn Gstanzln hab i dicht heut wegn dir.
   °  Ja grün ist die Hoffnung und grün der Spinat,
+
   °  Wannst du net so schön warst, dann gang i mit dir,
       und grün ist der Jüngling, der keinen Bart hat.
+
       aba weil du so schön bist, drum trau i mi nia.
   °  am schoastoanspitz waht a wind a woacha
+
   °  A frisch Glasl Wein schenk i da Mitzi jetzt ein
       die ausseer buam san ois hosnsoacha!
+
       und a Fledermausbluat, nacher busslts scho guat.
   °  jo da sepp hot zähn so weiß wia da schnee,
+
   °  Wannst du ma kan Wein net zahlst und ka Bratl,
       hint` homs eam scho eigsetzt, drum dans eam nid weh!
+
       nacher hast die ganz Wochn ka Liegerstattl.
   °  Dort untern am Bacherl, wo die Weiden sich biegen,
+
   °  Geh Dirndl, geh her und mit mir hast ka Gscher
       da raufen zwei Glatzköpf, dass d'Haar nur so fliegen.
+
       und i zahl da a Bier, daßd a Freud hast mit mir.
   °  Det de Spree musikalisch is, det weiß jeder Mann;
+
   °  Is ana amal gwesn, hat ka Dirndl gliabt,
       denn neulich, da sank dort ein Äppelkahn.
+
       in d Höll is a kumma und Schläg hat a kriagt.
   °  Ich steh auf der Brücke und spuck in den Kahn ,
+
   °  Es Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
       da freut sich die Spucke, dass sie Kahn fahren kann.
+
       mit an Fuaß, da mahts es Gras, mit n anderen heugst zwamm.
   °  Ich steh in dem Kahne und spuck auf die Brück,
+
   °  Mei Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
       da muss ich schnell fahren, denn die Spuck kommt zurück.
+
       jetzt kumman zwa hitschate hatschate zsamm.
 
+
   °  Jetzt geh i zum Seiler und kauf ma an Strick,
=== Spott Mädchen ===
+
       nimms Mensch auf n Bugl, trags überall mit.
 
+
   °  Und wann s mi tuan fragn, was i da tua tragn,
   °  Die Eva, des Luada, gab in Adam die Frucht,
+
       so sag i, i hab in Teifl bein Kragn.
       des Rindviech hat's gfressn, jetzt san ma verflucht.
+
   °  Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
   °  Aber lustig is's gewesn in vurign Winta,
+
       er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
       habn zwa Mentscha graft - um an Besnbinda.
+
   °  Aber Mitzi, oho, auf dein Bauch sitzt a Floh,
   °  Herst Mitzi, wann du meine Gstanzln willst hörn,
+
       den fang i dir weg, aba zuckn derfst net.
       nacha ruck a Weng zucha, dann brauch i net so plärrn.
+
   °  Die Mitzi hats gsagt, meine Gstanzln gfalln net.
   °  Ja Mitzi, da schaust und da wunderst di wia,
+
      Ja du gfallst ma ah net, ah net nacha im Bett.
      die allerschönstn Gstanzln hab i dicht heut wegn dir.
+
   °  Aba Mitzi, sei gscheit, nimm an Buam, der di gfreit,
  °  Wannst du net so schön warst, dann gang i mit dir,
+
       lass den andern, den kloan bei da Saustalltür loan.
      aba weil du so schön bist, drum trau i mi nia.
+
   °  I und mei Vada, mei Mitzi, mei Kuah,
   °  A frisch Glasl Wein schenk i da Mitzi jetzt ein
+
       und jetzad man i, warn Rindviecher gnua.
       und a Fledermausbluat, nacher busslts scho guat.
+
   °  Wanns regnt und wanns schneibt und wanns dunnert und blitzt,
   °  Wannst du ma kan Wein net zahlst und ka Bratl,
+
       da fircht i mi gar net, wann d Mitzi da sitzt.
      nacher hast die ganz Wochn ka Liegerstattl.
+
   °  Die Mitzi hat Zahnderln, da lachts gern damit.
  °  Geh Dirndl, geh her und mit mir hast ka Gscher
+
       Sie kunntat a beißn, aber des tuats scho nit.
       und i zahl da a Bier, daßd a Freud hast mit mir.
+
   °  Wannsd ma a recht a schöns Gstanzl aufsagst,
   °  Is ana amal gwesn, hat ka Dirndl gliabt,
+
       dann derfst amal schlafn bei mir über d Nacht.
       in d Höll is a kumma und Schläg hat a kriagt.
+
   °  Scheint d Sunn her auf s Dacherl, wern d Schindln sche dürr.
   °  Es Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
+
       Die Mitzi is grantig, i kann nix dafür.
       mit an Fuaß, da mahts es Gras, mit n anderen heugst zwamm.
+
   °  Bin a fesche, a saubre, aber meine bist net.
   °  Mei Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
+
       Hättst ma aufgmacht, i hätt di anglahnt, aber einiganga war i net.
       jetzt kumman zwa hitschate hatschate zsamm.
+
   °  Die nettastn Dirndl san allweil die klan,
   °  Jetzt geh i zum Seiler und kauf ma an Strick,
+
       ja weil sa si bein Bussln schön zuwewuzln tan.
       nimms Mensch auf n Bugl, trags überall mit.
+
   °  Aber Hansl, sei do net gar a so faul,
   °  Und wann s mi tuan fragn, was i da tua tragn,
+
       so nimm do bein Bussln die Pfeif ausn Maul.
       so sag i, i hab in Teifl bein Kragn.
+
   °  Ja wannst net so schön warst, dann gang i mit dia,
   °  Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
+
       aber weilsd gar so schön bist, drum trau i mi nia.
       er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
+
   °  Die Mitzi is sauber, is schön, is adrett,
   °  Aber Mitzi, oho, auf dein Bauch sitzt a Floh,
+
       aber so an schön Bart als wia i hats halt net.
       den fang i dir weg, aba zuckn derfst net.
+
   °  Des Diandl is kloa, muaß schlafn alloan,
   °  Die Mitzi hats gsagt, meine Gstanzln gfalln net.
+
       zu ihrn Fensterl kummt ka Bua, weil sie hats allweil zua.
       Ja du gfallst ma ah net, ah net nacha im Bett.
+
   °  Beim Diandl sein Fenster is a Raubvoglnest
   °  Aba Mitzi, sei gscheit, nimm an Buam, der di gfreit,
+
       und i trau mi net zuche, weil des Luada is bös.
       lass den andern, den kloan bei da Saustalltür loan.
+
   °  Mitzi, wannsd nix zum Trinkn herstöllst, her i jetzt auf
   °  I und mei Vada, mei Mitzi, mei Kuah,
+
       und i sing da ka anziges Gstanzl mehr drauf.
       und jetzad man i, warn Rindviecher gnua.
+
   °  Aber Mitzi, geh her und mit mir hast ka Gscher
   °  Wanns regnt und wanns schneibt und wanns dunnert und blitzt,
+
      und i zahl dar a Bier, dassd a Freid hast mit mir.
       da fircht i mi gar net, wann d Mitzi da sitzt.
+
   °  Heut Nacht hat ma tramt, i habs Schimmerl einzaamt,
   °  Die Mitzi hat Zahnderln, da lachts gern damit.
+
       habs eingspannt in Wagn, bin zur Mitzi hin gfahrn.
       Sie kunntat a beißn, aber des tuats scho nit.
+
   °  Ja die Mitzi, die is net z'groß und net z'klan,
   °  Wannsd ma a recht a schöns Gstanzl aufsagst,
+
       is net z'dick, is net z'dünn, is grad recht nach mein Sinn.
      dann derfst amal schlafn bei mir über d Nacht.
+
   °  s'Deandl hat schwarze Augn, schwarze Pratzn,
   °  Scheint d Sunn her auf s Dacherl, wern d Schindln sche dürr.
+
       Läus hats wia Fledermäus, Flöh als wia Ratzn.
       Die Mitzi is grantig, i kann nix dafür.
+
   °  s'Deandl is a Schönheit, der kane net gleicht
   °  Bin a fesche, a saubre, aber meine bist net.
+
       und jetzt stell i's in Gartn, dass ma d Vögln verscheicht.
       Hättst ma aufgmacht, i hätt di anglahnt, aber einiganga war i net.
+
   °  A Apfel is rot und schön, inwendig faul.
   °  Die nettastn Dirndl san allweil die klan,
+
       Bein Mentsch, da is's grad a so, am Bestn schmeckt s'Maul.
       ja weil sa si bein Bussln schön zuwewuzln tan.
+
   °  Die Gams hat zwa Krickerln, da Jaga an Hund
   °  Aber Hansl, sei do net gar a so faul,
+
       und es Dirndl a Nasn, dass nei regna kunnt.
       so nimm do bein Bussln die Pfeif ausn Maul.
+
   °  In Dirndl sei Nasn is buglert, o mei,
   °  Ja wannst net so schön warst, dann gang i mit dia,
+
       wanns as weida so hoch tragt, dann regnts ihr no nei.
       aber weilsd gar so schön bist, drum trau i mi nia.
+
   °  Die Mitzi hats gsagt, i soll Gstanzln singa,
   °  Die Mitzi is sauber, is schön, is adrett,
+
       die wird des no biaßn, i wers niedersinga.
       aber so an schön Bart als wia i hats halt net.
+
   °  Die Mitzi is sauber, is liab und is nett,
   °  Des Diandl is kloa, muaß schlafn alloan,
+
       aber so an schen Bart als wia i hats halt net.
       zu ihrn Fensterl kummt ka Bua, weil sie hats allweil zua.
+
   °  Znagst bin i in Bett glegn, da hat ma was tramt,
   °  Beim Diandl sein Fenster is a Raubvoglnest
+
       hat ma tramt von da Mitzi, was bleds hat ma tramt.
       und i trau mi net zuche, weil des Luada is bös.
+
   °  Die Flöh hupfn allweil zur Mitzi ins Bett,
   °  Mitzi, wannsd nix zum Trinkn herstöllst, her i jetzt auf
+
      wia schaugert denn des aus, wann des unserans tät.
       und i sing da ka anziges Gstanzl mehr drauf.
+
   °  Warum gib’s soviel Weiber (Manner) auf da Welt weit und breit.
   °  Aber Mitzi, geh her und mit mir hast ka Gscher
+
       Ja weil halt des Unkraut halt überall gedeiht.
      und i zahl dar a Bier, dassd a Freid hast mit mir.
+
   °  A Sack voller Weiber, Gott, verzeih ma die Sünd,
  °  Heut Nacht hat ma tramt, i habs Schimmerl einzaamt,
+
       obm zuabindn, unt anzündn und zuaschaun, wia s brinnt.
       habs eingspannt in Wagn, bin zur Mitzi hin gfahrn.
+
   °  Die Madln von Grinzing ham gelbe Strümpf an,
   °  Ja die Mitzi, die is net z'groß und net z'klan,
+
       die brauchns net waschn, die soachns nur an.
      is net z'dick, is net z'dünn, is grad recht nach mein Sinn.
+
   °  In Bad Kreuzen (Ort) die Dirndln hab'm gelbe Strüpmf' an
   °  s'Deandl hat schwarze Augn, schwarze Pratzn,
+
       de brauchans net wasch'n, de wischerln s'es an
       Läus hats wia Fledermäus, Flöh als wia Ratzn.
+
 
   °  s'Deandl is a Schönheit, der kane net gleicht
+
=== Streit ===
       und jetzt stell i's in Gartn, dass ma d Vögln verscheicht.
+
 
   °  A Apfel is rot und schön, inwendig faul.
+
   °  Da Hans und die Gredl san kreizbrave Leut,
       Bein Mentsch, da is's grad a so, am Bestn schmeckt s'Maul.
+
       er is a weng narrisch und sie is net gscheid.
   °  Die Gams hat zwa Krickerln, da Jaga an Hund
+
   °  Wannsd du sagst, dass i bled bin, da trink i mein Bier,
       und es Dirndl a Nasn, dass nei regna kunnt.
+
       weu so bled wia du wer i sicher gar nia.
  °  In Dirndl sei Nasn is buglert, o mei,
+
   °  Hintn im Tal hams an Teifl derschlagn,
      wanns as weida so hoch tragt, dann regnts ihr no nei.
+
       da Hansl, der Lausbua hats Fleisch davontragn.
   °  Die Mitzi hats gsagt, i soll Gstanzln singa,
+
   °  A Ruam is ka Apfel, a Zwetschkn ka Birn,
       die wird des no biaßn, i wers niedersinga.
+
       is's Mäul allweil offn, is in Kopf net viel Hirn.
   °  Die Mitzi is sauber, is liab und is nett,
+
   °  Ja sing nur so weida und sing von an Hirn,
       aber so an schen Bart als wia i hats halt net.
+
       hast ja selber a Hirn grad so dick wiar a Zwirn.
   °  Znagst bin i in Bett glegn, da hat ma was tramt,
+
   °  I hab halt a Hirn, a liabs und a klans,
       hat ma tramt von da Mitzi, was bleds hat ma tramt.
+
      schaut ma di a so an, da findt ma gar kans.
   °  Die Flöh hupfn allweil zur Mitzi ins Bett,
+
   °  Hab a Glasaug und O-Fiass, bin zaundürr wia a Hund,
       wia schaugert denn des aus, wann des unserans tät.
+
       hab an Bugl, an Kropf, aber sunst bin i gsund.
   °  Warum gib’s soviel Weiber (Manner) auf da Welt weit und breit.
+
   °  Manchmal, da mag i di, manchmal singst schen für mi,
       Ja weil halt des Unkraut halt überall gedeiht.
+
       manchmal da kunnt i di ausseschmeißn.
   °  A Sack voller Weiber, Gott, verzeih ma die Sünd,
+
  °  Im Tal hats an Nebel, am Berg, da is's klar,
      obm zuabindn, unt anzündn und zuaschaun, wia s brinnt.
+
      was d Leut allweil ratschn, is allas net wahr.
   °  Die Madln von Grinzing ham gelbe Strümpf an,
+
  °  Jetzt hat ana gsunga, der gherat umbrunga,
       die brauchns net waschn, die soachns nur an.
+
      vagift und daschossn und nacher ausglacht.
   °  In Bad Kreuzen (Ort) die Dirndln hab'm gelbe Strüpmf' an
+
  °  Mei Liaba, dei Reim, der hat si net greimg,
       de brauchans net wasch'n, de wischerln s'es an
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      du brauchatst an Tischler, das a'n Reim amal leimt.
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  °  Du hast jetzt guat gsunga , und richtig, und schön,
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      du solltast in d Oper als Häuslfrau gehn.
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  °  Geh sing net so schiach, und sing net so laut,
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      mi tuats ja nur wundern, dassd di herkumma hast traut.
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  °  Des was du da gsunga hast, war ja net fein,
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      i mecht scho fast sagn, des war hundsgemein.
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  °  Hat oana ans gsunga, dös hat sie nit greimt
 +
      dann hab i eahm die Zung aufn Arsch aufigleimt.
 +
  °  Daß i di gar net mag, na, des sog i net.
 +
      Aber wannst a weng schener warst, schadn tat's net.
 +
  °  A Birn is ka Apfel und a Apfel ka Birn,
 +
      wanns Mäul geht spaziern, is in Kopf net viel Hirn.
 +
  °  Jetzt hat ana gsunga, is da Rotz awegrunna,
 +
      wann a no amal singt, nacha schneuz ma eam gschwind
 +
  °  Jetzt steht er do und schaut saudumm drein
 +
      er möchert was singa, doch es foit eam nix ein
 +
  °  Buama, wånn`s rafn wollts, braucht`s es gråd sågn,
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      `s Messer is gschliffn, und d`Fäust, de san glådn
 +
  °  Es Dirndl is sauba vom Kopf bis zur Brust,
 +
      und dann kummt da Arsch, da vageht da die Lust.
 +
  °  Der Hannes is sauber vom Fuaß bis zum Hals,
 +
      und dann kummt da Kopf (Kropf), und der verpatzt alls.
 +
  °  A Sack voller Weiber, Herr verzeih ma de Sünd,
 +
      obn zuabindn, unt anzündn, und zuaschaun, wias brinnt.
 +
  °  Von fünfazwanz Nussn und Dirndln hast ghört,
 +
      sand zwölfe nix nutz und dreizehn nix wert.
 +
  °  Buama won`s raffa woitt`s miasts es nur sogn
 +
      D`Messer san g`schliffa, d`Revolfer san g`lond
 +
  °  Warum gibts so vül Buama auf der Welt weit und breit?
 +
      Ja wei hoid des Unkraut üwaroi guad gedeiht.
 +
  °  Jetzt hat einer g’sungen, das hat sich nicht g’reimt,
 +
      dem gehört ja die Zunge woanders hin g’leimt.
 +
  °  Do hot ana gsunga, des hot sie net greimt,
 +
      do haum's eam de Zung, zum Oasch zuwe gleimt.
 +
  °  Der eine weiß dies, der andre weiß das,
 +
      ’s weiß jeder was andres, aber jeder weiß was.
 +
  °  Für die Flöh' gibt's a Pulver, für die Schuh gibts a Wichs,
 +
      für den Durst gibt's a Wasser, für die Dummheit gibt's nicht's.
 +
  °  Jetzt hod ana gsunga, den wos a jeda kennt,
 +
      am Kopf g´färbte Hoar und im Mund foische Zähnt.
 +
  °  27, 28, 29, 30,
 +
      host leicht du Schnackerl, weis di a so reißt.
 +
  °  In (Name) hom de Schof ogschau. De Schof hom in (Name) ogschaut.
 +
      Da (Name) hot si gschomt, wei´n d´Schof ogschaut homt.
 +
  °  Dass ma d' Faltn im Gsicht hat, des is scho bled,
 +
      hätt ma's am Oasch, nacha sachat ma's net.
 +
  °  unten im grobm homs a tatschga daschlogn,
 +
      do sieht ma den karl (name) die knochn onogn
 +
  °  jojo unser karl (name) is mehr dick als lonk,
 +
      der passat holt grod als a scheissheisl bonk.
 +
  °  Do hod oana gsunga, hod glaubt dass ers kau,
 +
      hod si au gheat wia a Raunza, von an oidn zwidan Mau.
 +
  °  Jetzt hat er halt g'sungen, jetzt ham mas halt g'hört,
 +
      mia ham z'Haus a Stallkuah, die grad a so röhrt.
 +
  °  De (Yspertola) Mendscha, de sand jo so sche,
 +
      de drahnt se de Hoar mit da Mistgowi ei.
 +
  °  Aber 27, 28, 29, 30 (siemazwanzg, achtazwanzg, neunazwanzg, dreißg)
 +
      das Dirndl muß Bauchweh hab'n, weil's a so schaut.
 +
  °  wonn da hons so sche singt jo do ko ma si gfrein,
 +
      do ruida die augn wie da hou in da steign!
 +
  °  do hod oana gsunga, hod is mäü so weit broat,
 +
      wie ba die oxn im stoi woma is hotta einiloat!
  
=== Streit ===
+
=== Tiere ===
  
   °  Hat oana ans gsunga, dös hat sie nit greimt
+
   °  Jeder Hund hat sei Hütt`n, jeder Dachs hat sein Bau,
       dann hab i eahm die Zung aufn Arsch aufigleimt.
+
       jeder Fuchs hat sei Füchsin, jeder Saubär sei Sau.
   °  Daß i di gar net mag, na, des sog i net.
+
   °  Zwoa schneeweiße Täuberln tuan schnabeln am Dach,
       Aber wannst a weng schener warst, schadn tat's net.
+
       i und mei Dianderl homs grod aso g`macht.
   °  A Birn is ka Apfel und a Apfel ka Birn,
+
   °  De Großeisenbecker Bauern, ja de san fei schlau.
       wanns Mäul geht spaziern, is in Kopf net viel Hirn.
+
       De geb’n da Kuh an Schokolad und melka dann an Kakao.
   °  Jetzt hat ana gsunga, is da Rotz awegrunna,
+
   °  Ja wenn i a mal a Geld hab, nacha kauf’i zwoa Kühe,
       wann a no amal singt, nacha schneuz ma eam gschwind
+
       de oane muaß an Schnaps geb’n und de andere a Bier.
   °  Jetzt steht er do und schaut saudumm drein
+
   °  Und wenn der Hahn kraht, dann kräht er aufm Mist
       er möchert was singa, doch es foit eam nix ein
+
       dann ändert sich’s Wetter, oder s’bleibt wie es ist.
   °  Buama, wånn`s rafn wollts, braucht`s es gråd sågn,
+
   °  Da Ochs hat vier Haxn, i waß scho, warum,
       `s Messer is gschliffn, und d`Fäust, de san glådn
+
       hätt a bloß zwa, ja, dann fallert er um.
  °  Es Dirndl is sauba vom Kopf bis zur Brust,
+
   °  Wann ana an Ochsn stiehlt, is des ganz klar,
      und dann kummt da Arsch, da vageht da die Lust.
+
       dass der, der eam gstohln hat, ka Taschndiab woar.
   °  Der Hannes is sauber vom Fuaß bis zum Hals,
+
   °  Da Saubär, der schamt si, er waß ganz genau,
       und dann kummt da Kopf (Kropf), und der verpatzt alls.
+
       seine Kinder werdn Fadln, sei Frau is a Sau.
   °  A Sack voller Weiber, Herr verzeih ma de Sünd,
+
   °  Is d Bäurin recht dick und an da Sau is nix dran,
       obn zuabindn, unt anzündn, und zuaschaun, wias brinnt.
+
       dann hat si da Baua beim Fuadan vertan
   °  Von fünfazwanz Nussn und Dirndln hast ghört,
+
   °  A Schwiegermuada und a Bandlwurm hab’n die gleiche Natur:
       sand zwölfe nix nutz und dreizehn nix wert.
+
       Solang der Schädl dran is, geb’n s’ all zwa koa Ruah.
   °  Buama won`s raffa woitt`s miasts es nur sogn
+
   °  Unten im See hams a Hochwasser ghabt, da ham's die Fisch von da Bam obaghåkt,
       D`Messer san g`schliffa, d`Revolfer san g`lond
+
       still ruht der See, fürchtet Euch nicht.
   °  Warum gibts so vül Buama auf der Welt weit und breit?
+
   °  Sagt da Walfisch zum Thunfisch, das kannst du nicht tun, Fisch,
       Ja wei hoid des Unkraut üwaroi guad gedeiht.
+
       sagt da Thunfisch zum Walfisch, du hast keine Wahl, Fisch.
   °  Jetzt hat einer g’sungen, das hat sich nicht g’reimt,
+
   °  Die Flöh hupfn eini zum Dirndl ins Bett,
       dem gehört ja die Zunge woanders hin g’leimt.
+
       wia schaugert des aus, wann des unsaans tät.
   °  Do hot ana gsunga, des hot sie net greimt,
+
   °  Waun i auf´d Nocht schlofa geh, lesch i is Liacht aus,
       do haum's eam de Zung, zum Oasch zuwe gleimt.  
+
       damit de Fleh da Moanung san, i bin net z´Haus.
   °  Der eine weiß dies, der andre weiß das,
+
   °  Für die Flöh gibt’s a Pulver, für die Schuh gibt’s a Wichs,
       ’s weiß jeder was andres, aber jeder weiß was.  
+
       für den Durst gibt’s a Wasser, für die Dummheit gibt’s nichts.
   °  Für die Flöh' gibt's a Pulver, für die Schuh gibts a Wichs,
+
   °  Und da drunt in der Türkei da gibt’s de Vielweiberei
       für den Durst gibt's a Wasser, für die Dummheit gibt's nicht's.
+
       bei uns derfs net sein zwengs dem Tierschutzverein
   °  Jetzt hod ana gsunga, den wos a jeda kennt,
+
   °  Der Dackel, der wackelt mit dem Schwanz hin und her,
       am Kopf g´färbte Hoar und im Mund foische Zähnt.
+
       der Schwanz kann das net, denn der Dackel ist zu schwer.
   °  27, 28, 29, 30,
+
   °  Meine Tante hält Hühner, meine Tante hält Vieh,
       host leicht du Schnackerl, weis di a so reißt.
+
       meine Tante hält alles, nur den Babbel hält sie nie.
   °  In (Name) hom de Schof ogschau. De Schof hom in (Name) ogschaut.
+
   °  Mei Schwiegermuatter halt Hendln, mei Schwiegermuatter halt Küah,
       Da (Name) hot si gschomt, wei´n d´Schof ogschaut homt.
+
       mei Schwiegermuatter halt alls, nur die Pappn halt's nia.
   °  Dass ma d' Faltn im Gsicht hat, des is scho bled,
+
   °  In da Wiesn zirpt a Grill und da Baua maht's Gras,
       hätt ma's am Oasch, nacha sachat ma's net.  
+
       auf amal is´ staad, Kopf åbgmaht.
   °  unten im grobm homs a tatschga daschlogn,
+
   °  Auf der Wies’ singt ein Heuschreck, doch jetzt ist er stad,
       do sieht ma den karl (name) die knochn onogn
+
       weil der Bauer mit der Sensen seinen Kopf hat abgmaht.
   °  jojo unser karl (name) is mehr dick als lonk,
+
   °  I und mei Vater, a Ochs und a Kuah,
       der passat holt grod als a scheissheisl bonk.
+
       jetzt glaub i, warat ma Rindviecher gnua.
   °  Do hod oana gsunga, hod glaubt dass ers kau,
+
  °  Mancher Ehmann tragt Hörndln wia a Ochs ganz genau,
       hod si au gheat wia a Raunza, von an oidn zwidan Mau.
+
      nur is der Ochs gscheiter, der nimmt si ka Frau.
   °  Jetzt hat er halt g'sungen, jetzt ham mas halt g'hört,
+
  °  Druntn beim Wirtn san Ochsen grad gnuag
       mia ham z'Haus a Stallkuah, die grad a so röhrt.
+
      die an, die werd’n braten, die andern schaun zua.
   °  De (Yspertola) Mendscha, de sand jo so sche,
+
   °  In München auf der Wies'n gibt's Ochsen grad gnua,
       de drahnt se de Hoar mit da Mistgowi ei.
+
       die einen werdn braten, die andern schaun zua.
   °  Aber 27, 28, 29, 30 (siemazwanzg, achtazwanzg, neunazwanzg, dreißg)
+
  °  Das Rindfleisch so teia is, des is ma z´dumm.
       das Dirndl muß Bauchweh hab'n, weil's a so schaut.
+
      Es rennan do e sovü Rindvicha umadum.
   °  wonn da hons so sche singt jo do ko ma si gfrein,
+
   °  De Kinda, de tuat ma mit da Kuamüch ernährn,
       do ruida die augn wie da hou in da steign!
+
       do sois an net wundern, wauns Rindviecha wern.
   °  do hod oana gsunga, hod is mäü so weit broat,
+
   °  Und wenn der Hahn kräht, dann kräht er am Mist,
       wie ba die oxn im stoi woma is hotta einiloat!
+
       dann ändert sich's Wetter, oder es bleibt wie es ist.
 +
   °  Die Bauern hom die Krah so gern
 +
       waö die Krah immer schlauer wern.
 +
   °  Und im Himmel hams an Schimmel und der Schimmel scheißt Geld,
 +
       ja so an scheiß Schimmel sollt mar håbn auf dera Welt.
  
=== Tiere ===
+
=== Liebe ===
  
   °  Jeder Hund hat sei Hütt`n, jeder Dachs hat sein Bau,
+
   °  Die Sunn scheint am Tag und da Mond bei da Nacht
       jeder Fuchs hat sei Füchsin, jeder Saubär sei Sau.
+
       und da hat mi mei Dirndl um die Unschuld gebracht.
   °  Zwoa schneeweiße Täuberln tuan schnabeln am Dach,
+
   °  Lustig is's Buamalebn, 's Geld hat ma d Muatter gebn,
       i und mei Dianderl homs grod aso g`macht.
+
       's Mensch hab i selber ghabt gestern auf d Nacht.
   °  De Großeisenbecker Bauern, ja de san fei schlau.
+
   °  Redn allweil von Sündn, de ganz gscheidn Leut,
       De geb’n da Kuh an Schokolad und melka dann an Kakao.
+
       wia kann des a Sünd sein, was an gar aso gfreit.
   °  Ja wenn i a mal a Geld hab, nacha kauf’i zwoa Kühe,
+
   °  I geh jetzt zum Kramer und kauf mar an Hammer
      de oane muaß an Schnaps geb’n und de andere a Bier.
+
      und nagls Mensch an, dass's ma net davon kam.
   °  Und wenn der Hahn kraht, dann kräht er aufm Mist
+
   °  Je älter, je besser, so sagt beim Wein,
      dann ändert sich’s Wetter, oder s’bleibt wie es ist.
+
      beim Mensch, da is's anders, die kunnt jünger sein.
   °  Da Ochs hat vier Haxn, i waß scho, warum,
+
   °  Manchmal, da mag i di, manchmal singst schön für mi,
       hätt a bloß zwa, ja, dann fallert er um.
+
       manchmal da kunnt i di außischmeißn.
   °  Wann ana an Ochsn stiehlt, is des ganz klar,
+
   °  Die nettastn Dirndl san allweil die klan,
       dass der, der eam gstohln hat, ka Taschndiab woar.
+
       ja weil sa sie beim Bussln schön zuwewuzln tan.
   °  Da Saubär, der schamt si, er waß ganz genau,
+
  °   Hansl spann ein und a Zwanga ghört dein,
       seine Kinder werdn Fadln, sei Frau is a Sau.
+
       fahrn ma auf Weean zu da schwarzaugatn Dean.
   °  Is d Bäurin recht dick und an da Sau is nix dran,
+
   °  A karierte Joppn und an Gamsbart am Huat
       dann hat si da Baua beim Fuadan vertan
+
       und a schwarzaugats Deandl is fürs Herzklopfn guat.
   °  A Schwiegermuada und a Bandlwurm hab’n die gleiche Natur:
+
   °  Mei Herzerl is fleißig und allweil schlagts mit,
       Solang der Schädl dran is, geb’n s’ all zwa koa Ruah.
+
       kann lachn, kann wana, aber treu sein kanns nit.
   °  Unten im See hams a Hochwasser ghabt, da ham's die Fisch von da Bam obaghåkt,
+
   °  A Schneeberl hats gschniebm, alle Berg san schneeweiß
       still ruht der See, fürchtet Euch nicht.
+
       und jetzt liab i scho wieda a Deandl, a neus.
   °  Sagt da Walfisch zum Thunfisch, das kannst du nicht tun, Fisch,
+
   °  Tuat di was kränkn, tua allweil dran denkn,
       sagt da Thunfisch zum Walfisch, du hast keine Wahl, Fisch.
+
       die dir so was tuat, der brennt selber da Huat.
   °  Die Flöh hupfn eini zum Dirndl ins Bett,
+
   °  Die Vögerln baun Nesterln und singan dazua,
       wia schaugert des aus, wann des unsaans tät.
+
       da Bua liabt sei Dirndl und lasst ihr ka Ruah.
   °  Waun i auf´d Nocht schlofa geh, lesch i is Liacht aus,
+
   °  Aber aus is's und gar is's und jetzt is Advent
       damit de Fleh da Moanung san, i bin net z´Haus.
+
       und da hab i mei Dirndl in d Rauchkuchl ghängt.
   °  Für die Flöh gibt’s a Pulver, für die Schuh gibt’s a Wichs,
+
   °  Aber jetzt is's aus, jetzt is's aus, s' Mensch is bein Rauchfang raus
       für den Durst gibt’s a Wasser, für die Dummheit gibt’s nichts.
+
       und da Bua schaut ihr zua, Selchfleisch gibt's gnua.
   °  Und da drunt in der Türkei da gibt’s de Vielweiberei
+
   °  Bei da Nacht scheint da Mond und bein Tag kraht da Hahn,
       bei uns derfs net sein zwengs dem Tierschutzverein
+
       wann i's Dirndl recht gern hab, muaß i scho wieder davon.
   °  Der Dackel, der wackelt mit dem Schwanz hin und her,
+
   °  S'Dirndl hat gfischt bei da Nacht, hat nix derwischt bei da Nacht.
       der Schwanz kann das net, denn der Dackel ist zu schwer.
+
       Weils net guat ködern kann, beißt kana an.
   °  Meine Tante hält Hühner, meine Tante hält Vieh,
+
   °  Da kloan Hahn im Wald hat an Schwaf, an krumpn,
       meine Tante hält alles, nur den Babbel hält sie nie.
+
       wann i drei Dirndln hab, kann i zwa verlumpn.
   °  Mei Schwiegermuatter halt Hendln, mei Schwiegermuatter halt Küah,
+
   °  S' Mensch liabt an Schreiber, schauts as nur an,
       mei Schwiegermuatter halt alls, nur die Pappn halt's nia.
+
       hat himmelblaue Augn vom Tintn anschaun.
   °  In da Wiesn zirpt a Grill und da Baua maht's Gras,
+
   °  Mei Mensch hat ma's gsagt, daß's mei Bart sakrisch gfreit,
       auf amal is´ staad, Kopf åbgmaht.
+
       weil wann sie mein Bart siecht, is es Gsicht nimmer weit.
   °  Auf der Wies’ singt ein Heuschreck, doch jetzt ist er stad,
+
   °  Die Äpfeln san gelb, die Birnen san braun,
       weil der Bauer mit der Sensen seinen Kopf hat abgmaht.
+
       die Madln san sauber, muaß ma ah um ans schaun.
   °  I und mei Vater, a Ochs und a Kuah,
+
   °  Die Äpfeln wern zeitig, die Birn san scho braun,
       jetzt glaub i, warat ma Rindviecher gnua.
+
       hat a jeda a Mensch, muaß ma ah um ans schaun.
   °  Mancher Ehmann tragt Hörndln wia a Ochs ganz genau,
+
   °  Die Maurer tan mäutern, die Jäger tan jagn,
       nur is der Ochs gscheiter, der nimmt si ka Frau.
+
       die Buam, wanns verliabt san, tuan allerhand fragn.
   °  Druntn beim Wirtn san Ochsen grad gnuag
+
   °  Die Leut, die sagn allerweil, d Liab war a Sünd,
       die an, die werd’n braten, die andern schaun zua.
+
       Madl, wannsd willst, nacher sündign ma gschwind.
   °  In München auf der Wies'n gibt's Ochsen grad gnua,
+
   °  Vom Berg bin i aber zan Madl ins Tal,
       die einen werdn braten, die andern schaun zua.
+
       geh zoag ma dei aufrichtigs Herzerl amal.
   °  Das Rindfleisch so teia is, des is ma z´dumm.
+
   °  Fiaker spann ein und a Guldn ghört dein,
       Es rennan do e sovü Rindvicha umadum.
+
       führ mi ummi in d Mühl, wo i's Mensch halsn will.
   °  De Kinda, de tuat ma mit da Kuamüch ernährn,
+
   °  Zwa Hasn san gsprunga, zwa Hund wolltns jagn,
       do sois an net wundern, wauns Rindviecha wern.
+
       zwa Buam, de ham graft, weils a Dirndl wolln habn.
   °  Und wenn der Hahn kräht, dann kräht er am Mist,
+
   °  Es Dirndl, des gfreit si, auf d Nacht kummt ihr Bua,
       dann ändert sich's Wetter, oder es bleibt wie es ist.
+
       er redt nix und deit nix, und sie hurcht eam zua.
   °  Die Bauern hom die Krah so gern
+
   °  Wann da Hahn kraht, macht a d Augn zua, weil a 's auswendig kann
       waö die Krah immer schlauer wern.
+
       und i geh zu mein Dirndl, dass i ah a Freud han.
   °  Und im Himmel hams an Schimmel und der Schimmel scheißt Geld,
+
   °  Da Apfel is rot und rund, innan scho faul.
       ja so an scheiß Schimmel sollt mar håbn auf dera Welt.
+
       Beim Dirndl is's grad a so, am Bestn schmeckt's Maul.
 
+
   °  Wer a schöns Deandl liabt, is scho betrogn,
=== Liebe ===
+
       was sie zwang mal verspricht, des is vierzg mal derlogn.
 
+
   °  's Bussln is 's Beste gwiss, was da Mensch hat,
   °  Treu bin i, treu bleib i und treu is mei Sinn
+
       drum tummelts euch, Deandln, sunst kummts no zu spat.
       i bleib bei meim Moidl, bis i a schöinere find.
+
   °  Deandl, geh spreiz di net, wann i vom Bussln red,
   °  Da Herr Pfarrer hat predigt: "Leut, habts  anand gern!"
+
       's Bussln, des merk da fein, muaß halt ah sein.
       Drum kann i vom Dirndl net wegga triebn wern.
+
   °  Geh gib ma a Bussl und mach do ka Gsicht.
   °  A Nasn hat a jede und Augn und a Maul,
+
       I druck schon die Äugerln zua, dass's neamand sicht.
       aber s Grüaberl im Kinn findt ma net allemal.
+
   °  Da Pfarrer hats heut bei da Predigt verkündt,
   °  Am Mittwoch, da hab i kan Segn ghabt, koa Glück.
+
       je schöner des Deandl, desto klaner die Sünd.
       Wanns Herzerl halt krank is, habn d Händ a koa Glück.
+
   °  Und i bin mit die Deandln no allweil guat gfahrn,
   °  Du steirische Gretl liegst ma allweil im Schädl,
+
       drum kunnt i net sagn, dass's ma zwieder warn wordn.
       liegst ma allweil im Sinn, wann i schlaferi bin.
+
   °  Wannsd ka Schneid hast, bleib daham und tua Erdäpfel klaubn,
   °  An Fehler muass i habn, i kimm halt nit drauf,
+
       Wannsd a Schneid hast, geh zum Deandl, tua bein Fenster einischaun.
       drum sagt ma jeds Dirndl die Liab so gschwind auf.
+
   °  Deandl, i liabat die, wansd mi willst, kriagast mi,
   °  Geh weg von mein Fenster, hör auf mit dein Singa,
+
       wannsd mi treu liabst, kannst mi habm, wannsd mi kriagst.
       wann du da recht Bua wärst, wärst längst schon drinna.
+
   °  Drei Stund übers Wasser, drei Stund übern See,
   °  Daß's Dirndl an Kropf hat, des macht mar an Schmarrn,
+
       drei Stund zu mein Deandl, das Herz tuat ma weh.
       jetzt kennt ma's viel leichter, wo hint is, wo vorn.
+
   °  Hat ana a Deandl id is a weng schön,
   °  Hast a schöns Dirndl, dann hast recht viel Freud,
+
       so sollt a die Wochn 6 Mal zu ihr geh.
       hast aber a Schiache, ham d Leut gar kan Neid.
+
   °  6 Mal is net viel, geht no a Tag a,
   °  Es Dirndl is weiß in Gsicht, weiß wia da Schnee,
+
       san 7 in da Wochn, mach erst an Tag blau.
       nur d Haar, de san braun wia a Packlkaffee.
+
   °  I liab halt mei Nanderl uns führ sie beim Handerl,
   °  Die (Ort)er Mentscher, die kannst ja net liabn,
+
      ah si liabt mit dick und führt mi am Strick.
       drum schickst as am Berg nauf zum Nebel weg schiabn.
+
   °  Auf da Alm is's a Freid, ja da is's halt a Lebn,
   °  A Mensch, des ka Herzerl hat, wirds scho no kriagn,
+
       da tuats schene Küah und ah schene Diandln gebm.
      die ganz jungan Taubn kennan ah net glei fliagn.
+
  °  Jetzt hab i zwa Dirndln, a alts und a neichs,
   °  Heirassa, ham ma net viel, tragn ma net schwar,
+
       jetzt brauch i zwa Herzerln, a falschs und a treus.
       wann ma dann gar nix ham, heirat ma zsamm.
+
   °  Wannsd du mit dein Herzerl so haglich willst sein,
  °  Du Dirndl, wannst mi willst und hast no ka Wiagn,
+
      dann nimm a Papierl und wickels guat ein,
       wo tuast denn es Wuzerl hin, wann ma ans kriagn?
+
  °  Tuas recht guat einwickeln und binds nur fest zua,
   °  Wer hoch steigt, muass tief falln, wer viel trinkt, muass viel zahln,
+
       dann kummt da dei Lebtag koa Bua net dazua.
       wer viel liabt, muass viel leidn, wer nix kriagt, is nix z'neiden.
+
  °  Und da Mensch muaß a Mensch habn, weil da Mensch braucht a Mensch
 +
      und a Mensch, der ka Mensch hat, so a Mensch is ka Mensch.
 +
  °  Jetzt is's aus, jetzt is's aus, s Mensch is beim Rauchfang naus,
 +
      und da Bua schaut eam zua, Selchfleisch gibts gnua.
 +
  °  Da oan links, da oan rechts, da oan brauchts, da oan möchts,
 +
      da oan schickt ihr an Gruaß, da oan hats scho bein Fuaß.
 +
  °  I bin ja so ängstli, bin net gern allan,
 +
      drum geh i auf d Nacht zu mein Mentsch in da Gham.
 +
  °  Bin a lustiga Bua, brauch gar oft neue Schua,
 +
      und a trauriga Narr hat recht lang an an Paar.
 +
  °  Ja, ja, hat a gsagt, der alte Pater,
 +
      Bein Dirndl derfst schlafn, aber weggedrahter.
 +
  °  An Hahnakampl, a Kanariwampl, a Spatznleber und an Sterz
 +
      muaß ma zsammaröstn, gibts in Dirndl z'essn, des gibt a treus Herz.
 +
  °  Wann da Hahn kraht, druckt a d Augn zua, weil a s auswendig kann,
 +
      und i geh heut zu mein Dirndl, hab ah a Freud dran.
 +
  °  Treu bin i, treu bleib i und treu is mei Sinn
 +
      i bleib bei meim Moidl, bis i a schöinere find.
 +
  °  Da Herr Pfarrer hat predigt: "Leut, habts  anand gern!"
 +
      Drum kann i vom Dirndl net wegga triebn wern.
 +
  °  A Nasn hat a jede und Augn und a Maul,
 +
      aber s Grüaberl im Kinn findt ma net allemal.
 +
  °  Am Mittwoch, da hab i kan Segn ghabt, koa Glück.
 +
      Wanns Herzerl halt krank is, habn d Händ a koa Glück.
 +
  °  Du steirische Gretl liegst ma allweil im Schädl,
 +
      liegst ma allweil im Sinn, wann i schlaferi bin.
 +
  °  An Fehler muass i habn, i kimm halt nit drauf,
 +
      drum sagt ma jeds Dirndl die Liab so gschwind auf.
 +
  °  Daß's Dirndl an Kropf hat, des macht mar an Schmarrn,
 +
      jetzt kennt ma's viel leichter, wo hint is, wo vorn.
 +
  °  Hast a schöns Dirndl, dann hast recht viel Freud,
 +
      hast aber a Schiache, ham d Leut gar kan Neid.
 +
  °  Es Dirndl is weiß in Gsicht, weiß wia da Schnee,
 +
      nur d Haar, de san braun wia a Packlkaffee.
 +
  °  Die (Ort)er Mentscher, die kannst ja net liabn,
 +
      drum schickst as am Berg nauf zum Nebel weg schiabn.
 +
  °  A Mensch, des ka Herzerl hat, wirds scho no kriagn,
 +
      die ganz jungan Taubn kennan ah net glei fliagn.
 +
  °  Heirassa, ham ma net viel, tragn ma net schwar,
 +
      wann ma dann gar nix ham, heirat ma zsamm.
 +
  °  Du Dirndl, wannst mi willst und hast no ka Wiagn,
 +
      wo tuast denn es Wuzerl hin, wann ma ans kriagn?
 +
  °  Wer hoch steigt, muass tief falln, wer viel trinkt, muass viel zahln,
 +
      wer viel liabt, muass viel leidn, wer nix kriagt, is nix z'neiden.
 +
  °  Diandl, muaßt wegn an Rausch net so atark aufbegehrn,
 +
      da sich i di doppelt und das hab i gern.
 +
  °  I denk hin, i denk her, i denk kreuz, i denk quer,
 +
      i denk allweil an mein Buam, sonst denk i nix mehr.
 +
  °  Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
 +
      da heirat mei Dirndl und i hab an Dreck.
 +
  °  Wenn du s Bett net besser machst und die Flöh net ausjagst
 +
      dann zahl’ i da a ka Bier und geh net ham mit dir.
 +
  °  Hab’n Schatz g’habt, hab’n gern g’habt, hab glaubt er liebt mi,
 +
      hab i nachgfragt, hot er 12e g’habt, und die 13de war i.
 +
°    Und aus is und gar is und jetzt is Advent
 +
      und jetzt hab i mei Diandl in d Rauchkuchl ghängt.
 +
°    De Diandln hamma allsamt gern, allsamt tan ma's liabn bei da Nacht,
 +
      und de selbn hamma ah no gern, de ma net kriagn.
 +
  °  Und da Mensch muass a Mensch habn, weil da Mensch braucht a Mensch
 +
      und a Mensch, der ka Mensch hat, so a Mensch is ka Mensch
 +
  °  Du herzigs schöns Dirndl, du bist mei Freud,
 +
      du bist mei Seligkeit in aller Ewigkeit.
 +
  °  Eh i mei Dirndl lass, lassat i alls,
 +
      mei Haus und mein Hof und es Tüachl vom Hals.
 +
  °  Wenns wissat, dass i waß, dass sie s gwiß wissn tat,
 +
      dann wissat i gwiß, dass i waß, wos i tat
 +
  °  A Dirndl a netts, lusti und keck,
 +
      mit an wunderschön Gspui, des is, was i wui.
 +
  °  Aba Dirndl, sei gscheit, liab an Buam, der di gfreit,
 +
      liab an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.
 +
  °  Aba Dirndl sei gscheit, tua di haltn an mi,
 +
      wann die Donau austrickat, nacha kimm i um di.
 +
  °  Wann die Donau austrickat und i bin net da,
 +
      ja so woaßt as ganz gwiss, dass i an andere ha.
 +
  °  s is nix so traurig und is nix so betrüabt,
 +
      als wann si a Tuschn in an Krautkopf verliabt.
 +
  °  S Dirndl hat "Juhe" gschrian, "is denn koa Bua zum kriagn?
 +
      Is denn koa Bua so gscheit, der bei mir bleibt?
 +
  °  Mei Schåtz is a Maurer, mauert auffi in d`Heh
 +
      und mir tuan hålt de Äugerl vum Auffischaun weh.
 +
  °  Da Lipp und da Lenz habn all s gleiche Mensch
 +
      aba da Hias und da Lex habn jedn Tag an andre Hex.
 +
  °  A Nudlwalker und a Schierhagl und a Stallbesn mit an Stiel
 +
      und a Dirndl mit ana Haknnasn, dös is was fürs Gfühl.
 +
  °  A Mistgabl zu an Lauskampl und a Kuahkettn uman Hals,
 +
      für a blitzsaubers Dirndl, da kaufat i alls
 +
  °  A Schwalbn macht kan Summa, a Jungfrau ka Kind,
 +
      hingegen bei zwa Valiabte passiert so was gschwind.
 +
  °  Verliabt is der Gockel, verliabt is die Laus,
 +
      verliabt is der Regenwurm, nur grad i geh laar aus.
 +
  °  S Dirndl hat z Wean studiert und da Bua z Linz,
 +
      und jetzt liegns im Bett beinand, feiern Priminz.
 +
  °  Drei Winter, drei Summer, drei Äpfeln vom Bam,
 +
      und wann nur mei Mensch aus da Weanastadt kam
 +
  °  Jetzt is's amal kemma, was hat's ma denn bracht,
 +
      a Ringerl am Finger, a Busserl auf d Nacht.
 +
  °  Aber Dirndl, du liabs, wannst ma du amal stirbst,
 +
      wirst ma du amal krank, leb i ah nimmer lang.
 +
  °  Und eh i mei Mentscherl lass, lass i mei Lebn,
 +
      und sollt i mei Bluat tröpferlweis gebm.
 +
  °  Dass's in Wald finster is, das macht das Holz,
 +
      dass mei Mensch sauber is, das macht mi stolz.
 +
  °  zwoa schwarzbraune Ochsen und a gscheckerte Kuha
 +
      die gibt ma mei Vater, wann i heiraten tua
 +
  °  Und a viereckats Wieserl und a dreieckats Feld,
 +
      und a herzigliabs Diandl is ma's Liabst auf da Welt.
 +
  °  Es Dirndl is liabreich, aber geldreich is's net,
 +
      is ma liaber, sie is liabreich, denn beim Geld schlaf i net.
 +
  °  Aber Dirndl, sei gscheid, nimm an Buam, der di gfreit,
 +
      nimm an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.
 +
 
 +
=== Fensterln ===
 +
 
 +
  °  A Schneeberl hats gschniebn vur mein Deandl sein Haus
 +
      und jetzt siacht ma die Fuaßstapfn nein und hinaus.
 +
  °  An Sprung übers Gasserl, an Juchiza drauf,
 +
      an Klopfer am Fensterl, schöns Dirndl, mach auf.
 +
  °  Liabs Dirndl, mach auf, tua mi einilassn,
 +
      lass mi net so lang steh auf da kaltn Straßn.
 +
  °  Fensterln bi i ganga zu da Kloahäusladirn,
 +
      habs Fensterl verfehlt, hab zur Goaß einigschrian.
 +
  °  Da Ernstl war bsoffn bein Fensterln auf d Nacht,
 +
      hat's Kammerl verfehlt, is in Kuahstall aufgwacht.
 +
  °  Beim Dirndl ihrn Fenster is a Raubvoglnest,
 +
      und i trau mi net zuhi, weil des Luada is bes.
 +
  °  Des Dirndl, des klan, des muaß schlafn allan,
 +
      zu ihrn Fensterl kummt ka bua, weil sie hats allweil zua.
 +
  °  Znagst hab i mein dirndl a Kittlzeug kaft,
 +
      dass's net allweil in Hemat zum Fensterl hin laft.
 +
  °  Bein Dirndl ihrn Fenster hängt a Rotzglockn dran,
 +
      wann a rotziger Bua kummt, dass a anläutn kann.
 +
  °  Vur da Schwoagrin ihrn Fensterl steht a trauriga Bua,
 +
      sie hats Fensterl verrieglt, er kann net dazua.
 +
  °  Vorn Dirndl ihrn Fenster hats a Eisplattn gfreat,
 +
      da hauts alle Damlang an andern um d Erd.
 +
  °  Vorn Dirndl ihrn Fenster gehts windverdraht zua,
 +
      da steht alle Damlang a anderer Bua.
 +
  °  Am Himmel steht a Weda, dass's dunnert und blitzt.
 +
      Steig ein bei mein Fensterl, aber einschlagn derfst nit.
 +
  °  A Schneewal håt's gschniebm, håt ma 's Ausgehn vatriebm,
 +
      håt ma 's Fensterl vawaht, wo mei Diandl drin lat.
 +
  °  Diandl, bist stolz, oder kennst mi am End nit,
 +
      oder is des vielleicht dei Fensterl gar nit?
 
   °  Fernsterln bin i ganga: abas Fensterl war zua,
 
   °  Fernsterln bin i ganga: abas Fensterl war zua,
 
       und i denk ma, mei Deandl schlaft in himmlischer Ruah.
 
       und i denk ma, mei Deandl schlaft in himmlischer Ruah.
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   °  Geh weg von mein Fensta, geh weg von mein Bett,
 
   °  Geh weg von mein Fensta, geh weg von mein Bett,
 
       i hab a schwache Natur, und du verstehst es no net.
 
       i hab a schwache Natur, und du verstehst es no net.
  °  Diandl, bist stolz, oder kennst mi am End nit,
 
      oder is des vielleicht dei Fensterl gar nit?
 
 
   °  Geh weg von mein Fenster, du Tepp, du groba,
 
   °  Geh weg von mein Fenster, du Tepp, du groba,
 
       Du stehst ja grad draußen wia a Grummatschoba.
 
       Du stehst ja grad draußen wia a Grummatschoba.
   °  Diandl, muaßt wegn an Rausch net so atark aufbegehrn,
+
   °  Geh weg von mein Fenster, hör auf mit dein Singa,
       da sich i di doppelt und das hab i gern.
+
       wann du da recht Bua wärst, wärst längst schon drinna.
  °  I denk hin, i denk her, i denk kreuz, i denk quer,
+
 
      i denk allweil an mein Buam, sonst denk i nix mehr.
+
=== Erotik ===
   °  Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
+
 
       da heirat mei Dirndl und i hab an Dreck.
+
   °  Es Dirndl is brennt, hat an Floh drin im Hemd,
  °  Wenn du s Bett net besser machst und die Flöh net ausjagst
+
       und i muaß jetzt einiglanga und muaß eam außafanga.
      dann zahl’ i da a ka Bier und geh net ham mit dir.
+
   °  Am Heubodn drobm is da Vada und'd Muada
   °  Hab’n Schatz g’habt, hab’n gern g’habt, hab glaubt er liebt mi,
+
       und i gfrei mi scho so aufn nächstn klan Bruada.
      hab i nachgfragt, hot er 12e g’habt, und die 13de war i.
+
   °  S Mensch von da Oberleitnahüttn tua in Buam inständig bitten,
°    Und aus is und gar is und jetzt is Advent
+
       er soll ihrn Rührkübl kitten, weil a soviel spritzt bei da Mittn.
       und jetzt hab i mei Diandl in d Rauchkuchl ghängt.
+
   °  Da Adam und d Eva ham ghabt nur zwa Buam,
°    De Diandln hamma allsamt gern, allsamt tan ma's liabn bei da Nacht,
+
       wer hat denn die übrige Menschheit geburn?
      und de selbn hamma ah no gern, de ma net kriagn.
+
   °  Weil draußn im Dörfl die Leut fleißig sind,
   °  Und da Mensch muass a Mensch habn, weil da Mensch braucht a Mensch
+
       drum hat a jeds Madl a lediges Kind.
      und a Mensch, der ka Mensch hat, so a Mensch is ka Mensch
+
   °  In Winter is's eisig, in Winter is's kalt,
  °  Du herzigs schöns Dirndl, du bist mei Freud,
+
       drum heirat ka Alte, dafrierast ma bald.
      du bist mei Seligkeit in aller Ewigkeit.
+
   °  Vo Wean bin is her, bin a lustiga Bua,
  °  Eh i mei Dirndl lass, lassat i alls,
+
       habs Trichal volla Mentscha, bring s Hosntürl nimma zua.
      mei Haus und mein Hof und es Tüachl vom Hals.
+
   °  Du schwarzaugerts Dirndl, wia gehn mas denn an,
  °  Wenns wissat, dass i waß, dass sie s gwiß wissn tat,
+
       dass dir dann dei Kidal net z'kurz wird voran.
      dann wissat i gwiß, dass i waß, wos i tat
+
   °  Du herzigs, schöns Dirndl, a so gehn mas an,
  °  A Dirndl a netts, lusti und keck,
+
       hint schneid ma a Trumm außa, furn stickln ma's an.
      mit an wunderschön Gspui, des is, was i wui.
+
   °  Manchesmal denk i mir, dass i guat lieg bei dir,
  °  Aba Dirndl, sei gscheit, liab an Buam, der di gfreit,
+
       dann wieder fallts ma ein, 's muaß ja net sein.
       liab an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.
+
   °  Wo i daham bin, hams an hölzern Kamin,
   °  Aba Dirndl sei gscheit, tua di haltn an mi,
+
       hams a zbrochane Tür, Dirndl, dassd eina kannst zu mir.
       wann die Donau austrickat, nacha kimm i um di.
+
   °  De Dirndlsprach lern i no, is net so schwer,
   °  Wann die Donau austrickat und i bin net da,
+
       wanns sagt, du geh furt, mants nur, kumm amal her.
       ja so woaßt as ganz gwiss, dass i an andere ha.
 
  °  s is nix so traurig und is nix so betrüabt,
 
      als wann si a Tuschn in an Krautkopf verliabt.
 
   °  S Dirndl hat "Juhe" gschrian, "is denn koa Bua zum kriagn?
 
      Is denn koa Bua so gscheit, der bei mir bleibt?
 
  °  A Schneewal håt's gschniebm, håt ma 's Ausgehn vatriebm,
 
       håt ma 's Fensterl vawaht, wo mei Diandl drin lat.
 
   °  Mei Schåtz is a Maurer, mauert auffi in d`Heh
 
       und mir tuan hålt de Äugerl vum Auffischaun weh.
 
  °  Da Lipp und da Lenz habn all s gleiche Mensch
 
      aba da Hias und da Lex habn jedn Tag an andre Hex.
 
   °  A Nudlwalker und a Schierhagl und a Stallbesn mit an Stiel
 
      und a Dirndl mit ana Haknnasn, dös is was fürs Gfühl.
 
  °  A Mistgabl zu an Lauskampl und a Kuahkettn uman Hals,
 
       für a blitzsaubers Dirndl, da kaufat i alls
 
  °  A Schwalbn macht kan Summa, a Jungfrau ka Kind,
 
      hingegen bei zwa Valiabte passiert so was gschwind.
 
   °  Verliabt is der Gockel, verliabt is die Laus,
 
      verliabt is der Regenwurm, nur grad i geh laar aus.
 
  °  S Dirndl hat z Wean studiert und da Bua z Linz,
 
      und jetzt liegns im Bett beinand, feiern Priminz.
 
  °  Drei Winter, drei Summer, drei Äpfeln vom Bam,
 
       und wann nur mei Mensch aus da Weanastadt kam
 
  °  Jetzt is's amal kemma, was hat's ma denn bracht,
 
      a Ringerl am Finger, a Busserl auf d Nacht.
 
   °  Aber Dirndl, du liabs, wannst ma du amal stirbst,
 
       wirst ma du amal krank, leb i ah nimmer lang.
 
   °  Und eh i mei Mentscherl lass, lass i mei Lebn,
 
       und sollt i mei Bluat tröpferlweis gebm.
 
  °  Dass's in Wald finster is, das macht das Holz,
 
      dass mei Mensch sauber is, das macht mi stolz.
 
   °  zwoa schwarzbraune Ochsen und a gscheckerte Kuha
 
      die gibt ma mei Vater, wann i heiraten tua
 
  °  Und a viereckats Wieserl und a dreieckats Feld,
 
      und a herzigliabs Diandl is ma's Liabst auf da Welt.
 
  °  Es Dirndl is liabreich, aber geldreich is's net,
 
       is ma liaber, sie is liabreich, denn beim Geld schlaf i net.
 
  °  Aber Dirndl, sei gscheid, nimm an Buam, der di gfreit,
 
      nimm an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.
 
 
 
=== Erotik ===
 
 
 
 
   °  Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
 
   °  Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
 
       er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
 
       er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
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       sag nit alls dahoam, was mir allaweil toan.
 
       sag nit alls dahoam, was mir allaweil toan.
  
=== eindeutig ===
+
=== Eindeutig ===
  
 
   °  Hinterm Bergisel, do liegt a Lock Bluet,
 
   °  Hinterm Bergisel, do liegt a Lock Bluet,
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  Zum 70. Geburtstag von Franz Fuchs haben seine Freunde achtundsechzig Gstanzln gedichtet und vorgetragen.
 
  Zum 70. Geburtstag von Franz Fuchs haben seine Freunde achtundsechzig Gstanzln gedichtet und vorgetragen.
 
  Zu finden sind sie auf [https://www.franz.fuchs.priv.at/gstanzln.htm Gstanzln fürn Franz]
 
  Zu finden sind sie auf [https://www.franz.fuchs.priv.at/gstanzln.htm Gstanzln fürn Franz]
 +
Und auch zum 80. Geburtstag gab es Gstanzln fürn Franz, zu finden auf [https://www.franz.fuchs.priv.at/80geburtstag.htm 80. Geburtstag Franz Fuchs]
  
 
Wissen Sie weitere oder eigene Gstanzln?
 
Wissen Sie weitere oder eigene Gstanzln?
  
Bitte tragen Sie sie hier ein.  
+
Bitte tragen Sie sie [[Gstanzln#neu_eingesandte_Gstanzltexte|hier]] ein.  
  
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
  
 
* Gesammelt von [[Benutzer:Franz Fuchs|Franz Fuchs]]
 
* Gesammelt von [[Benutzer:Franz Fuchs|Franz Fuchs]]
 +
* Sowie Beiträge von Usern
 
* Übertragen von [https://www.volksmusik.cc/ Volksmusik und Volkstanz im Alpenland]
 
* Übertragen von [https://www.volksmusik.cc/ Volksmusik und Volkstanz im Alpenland]
* sowie Beiträge von Lesern
 
  
 
[[Category:1Tanzlied]]
 
[[Category:1Tanzlied]]
 +
[[Category:1Musik]]
 +
[[Category:Singen]]
 
[[Category:Landlerischer]]
 
[[Category:Landlerischer]]
 
[[Category:Steirischer]]
 
[[Category:Steirischer]]

Version vom 13. Dezember 2019, 11:55 Uhr

Wollen Sie Gstanzln singen? Hier sind einige.

Gstanzl

Auf Wikipedia erfahren Sie, was ein Gstanzl ist.

Bitte

Wissen Sie weitere Gstanzln? Bitte senden Sie die Texte an Franz Fuchs. Wir freuen uns über jede Zusendung. Oder fügen Sie sie selbst hier ein, das freut uns noch mehr.

Ob Ihre Gstanzln irgend einem Geschmack entsprechen, ist egal, wir möchten keine Zensur ausüben wie so viele Volksliedsammler bisher. Wir richten uns da nach dem Steirischen Prinzen, Erzherzog Johann, der in seinem Aufruf zum Sammeln den Auftrag gab:

"... ja nichts zu gering und unbedeutend oder anstößig zu halten." 

Gstanzl-Lieder mit Melodien

Auf Volksmusik handgemacht sind einige der vielen, unzähligen Gstanzlmelodien veröffentlicht. Die allermeisten stehen im Dreivierteltakt:

Es gibt aber auch Gstanzlmelodien im Zweivierteltakt:

Einige Landler und Volkstänze mit Gstanzlsingen:

Bei den einzelnen Tanzbeschreibungen sind auch die Singnoten abrufbar.

Einige Volksmusikstückln mit Gstanzlsingen

Flugblätter mit Gstanzln

Wiener G'stanzeln (Th. F. Schild), Außenseite
30 lustige Schnadahüpfl, Seite 2

und etliche weitere Gstanzllieder auf "Flugblätter"

neu eingesandte Gstanzltexte

Weitere Gstanzltexte, größtenteils von Usern eingesandt. Diese neueren Einsendungen werden nach etwa vier Monaten in die unten stehenden Themengebiete einsortiert.

Besten Dank allen Einsendern für die folgenden Vierzeiler:

Pezi, 13. 12. 2019

 °   Im Radio hört man den Wetterbericht,
     wanns heute net kalt wird, dann gfrierts heute nicht.
 °   Die Kunst, liaba Mann, die versteht ma erst dann,
     wann ma's nimma versteht, weil sunst is's ka Kunst net.
 °   So a Politiker, des is a Held,
     der redt nur vom Arbeitn, kriagt trotzdem gnua Geld.
 °   A Bankdirektor, a Diplomat, a Fabrikant, a Advokat,
     a Architekt no dazua, Geld ham de gnua.
 °   In Schwechat wird grad a Flughafn baut,
     bis der amal fertig is, san d Kinder grau.
 °   In Linz in da Vöst brennt s elektrische Licht,
     damit ma des Defizit no besser sicht.

FF, 20. 11. 2019

 °   I geh nimma eine zur Kloahäuslerdirn,
     hat a Wimmerl am Nasnspitz, kunnt des ah kriagn.
 °   Hollodaro, schneids ma mein Bart net o, hollodaro, schneids man net o,
     hopsdodaro, hab eich ja gar nix toan, hollodaro, schneids man net o.
 °   Am Brunn steht die Mitzi und lacht voller Freud,
     und wascht si die Füaß durt, s wor eh höchste Zeit.
 °   In Kierling steht a Wirtshaus, is a Kellnerin, hat a Filzlaus,
     kemman d Schandarm, suachn s Haus aus, und alls wegn ana Laus.
 °   Früahra hab i is ah net gwisst, wia da Fuchs d Henna frisst,
     heut aber waß is scho, bein Schwaf packt a s an.

Jörg, 18. 10. 2019

 °   Ka Vogl, ka Oachkatzl mecht i net sei,
     da miaßt i in ganzn Tag ban Loch aus und ein.
 °   Lusti is's gwen in heurign Summa,
     a Nacht bei mein Dirndl geht gar so gschwind umma.
 °   Es Dirndl von Liefering hats in ihrn Küberl drin,
     tragts am Markt auf und ab, kaufts ihr was ab.
 °   I woaß net, wias kummt, weck i's Deandl oft auf,
     kriagts in a paar Monat an gschollanan Bauch.
 °   A Tuttldattl von Elisabethl und Urschlarschl in an Bauch
     und a Futlfadl von an Müllimald, mit Milch gurgl nach.
 °   Bein Arbeitn hab i halt allweil mei Gfrett,
     viel schöner als da Schef is es Dirndl in Bett.

Fred, 19. 9. 2019

Ein paar moderne:

 °   In München kriagst s Bier in da Maß, des is fein,
     in Östreich, da kriagn ma jetzt nur mehr Bierlein.
 °   Die Prominenz fangt jetzt mitn Golfspielen an,
     weil ma den Sport ah mit Handschelln spieln kann.
 °   Lehrer und Lehrerin heiratn zsamm,
     damit sie halt ah a Vierzg-Stundn-Woch ham.

FF, 22. 8. 2019

 °   Beim Dirndl ihrn Brunn wachst a Moos umadum,
     muaß a schlechter Platz sei, geht da Fuchs aus und ei.
 °   Geh ruck nur sche zucha, mei Bett is net brat,
     wannsd ma außefalln tatsd, um die Zeit war ma laad.
 °   Und i hab di scho gern, aber lang derfs net sei,
     grad heit über d Nacht, dann is's wieder vorbei.
 °   Madl, wasst was, auf dein Hemd wachst a Gras,
     ziags aus und setz ei, nacha leg ma uns drei.
 °   Madl, wasst was, dei Kiderl is nass,
     ziags aus und brats auf, nacha leg ma uns drauf.

Ältere Gstanzln, nach Themen sortiert

Tanzgstanzln von Frauen

Roswitha schrieb am 22. 11. 2012:

Hallo! Es gibt einige Tanzgstanzln von Frauen. Gibt es noch mehr?

 °   Das steirische Tanzn und's Gatterschliefn,
     das hab i mein Büabl erst lerna müaßn.
 °   Mei Schatz is a Jager, a Lump, a vadrahter
     geht aus mit da Büx, aber hoam bringt a nix.
 °   Hinta da Schupfntür hängt a Trumm Ochsengschirr,
     Spann ma zwa Lausbuam ei, gfuhrwerkt muaß sei.
 °   Drei Berg und drei Tal und drei Buam auf amal,
     zum Bussln, zum Foppn, zum Heiratn amal.
 °   Wenn a Frau si recht schön macht, dann nur wegn an Mann,
     weil da Mann besser sehgn - als denkn kann.

Einleitung

 °   Da Franz von da Ebn, der spielt euch heut auf,
     und lustige Gstanzln, die sing i euch drauf.
 °   Ja lustige Gstanzln, a Musi voll Schneid,
     fest aufgspielt und gsunga i s guat für die Leut.
 °   Mei liaba Musikant mit da schiefn Nasn,
     du derfst bei mein Gsangl hint nachiblasn.
 °   Lachts net so viel, sunst lach i no mit,
     wann i amal lach, geht des Singa halt nit.
 °   Des Gstanzldichtn, des is mei Passion.
     I sag: reim di oder i friß di, dann reimt sa si schon.
 °   I bin da lang Franz und mi kennt d ganze Welt,
     hab d Hosn voll Taschn, aber nirgends a Geld.
 °   San unsa vier Brüada, aber i bin da längst,
     san alle vier sauba, aber i bin da schönst.
 °   Meine Stiefln san aus Fuchsleda, weil i allaweil so ummanandapläda,
     meine Stiefln san fuchsrot, weil i hamgeh so spat.
 °   Mei Huat und mei Gwand san aus Fuchsleda gmacht,
     die schlafn bein Tag und die saufn bei da Nacht.
 °   Durt druntn bein Zaun, da sitzn zwa Füchs,
     da oa hat a Henn in Mäul, da oa der hat nix.
 °   Mei Quetschn kann i brauchn, so a Quetschn is guat,
     weil ma si beim Singa dran anhalten tuat.
 °   Und wann i kan Bart net hätt, des war net guat,
     weils Bussln min Bart gar so guat schmeckn tuat.
 °   Gstanzln kann i gnua, zählt hab i s nia,
     an vierspännign Laterwag brauchat ma schier.
 °   A neugs Liadl singat i allweil so gern,
     aber d Leut wolln halt immer des alte no hörn.
 °   Die Vierzeiler, Gstanzln, die hört jeder gern,
     drum passt's jetzt guat auf, meine Damen und Herrn.
 °   Es gfreit si die Wirtin, es gfrein si die Gäst,
     dass's heut da beim Stammtisch so lustig is gwest.
 °   Buama, singts Gstanzln, tuats net langweilig sein,
     wanns a Zeit singts, fallt euch selber was ein.
 °   Beim Stammtisch da Wirt, der is intressiert,
     dass ma singt, dass ma trinkt, dass ma s Geld zu eam bringt.
 °   Wer hat die schön Gstanzln gmacht? Bauernbuam bei der Nacht
     Bauernbuam bei der Nacht, die hams aufbracht.
 °   I sing euch heut Gstanzln, s' is allas ganz wahr,
     und wann was net wahr war, is's erlogn sogar.
 °   Hurchts zua, liabe Leutln, geht’s, machts ma die Freud,
     die ... und den ..., die feiern ma heut.
 °   Drum sing ma euch Gstanzln, s’is allas ganz wahr,
     und wann was net wahr war, is’s erfundn sogar.
 °   Wer woaß denn a Gstanzl, wem fallt denn was ein?
     Es braucht ja net wahr, aber lustig muaß 's sein.
 °   Weil d steirischn Gstanzln die Grilln so vertreibm,
     drum wolln ma den Wert von die Gstanzln beschreibm.
 °   I bin heut herkumma mitn Schifferklavier,
     i sing eich heit Gstanzln und trink sehr viel Bier.
 °   Griaß eich Gott, liabe Leit, im neichn Joahr,
     und wem`s nu net aufgfålln is, dös ålte is goar
 °   Jeda wülls bessa måcha im neichn Joahr,
     åwa nåch oana Wocha is ålles, wias woar
 °   Ja Leit, habt's es g'merkt, jetzt is's Liedl glei aus,
     i hoff, ihr geihts trotzdem no lang niat nach Haus.
 °   Drum hörn ma jetzt auf, die Gstanzln san gar.
     Mir wünschn alls Guate für d’ nächstn 50 Jahr.

Alte Zeiten

 °   Für an langweiligen Knecht is a Hoamdiandl recht,
     do a lustiga Bua geht an Almdiandl zua.
 °   Die Sennerin auf der Alm, die kocht sich a Muas,
     und hat sie kein Löffl, dann rührts mit dem Fuaß.
 °   Beim Diandl auf der Alm gibts alleweil an Spaß,
     wenn der Vata im Tal is, und d' Muatta nix woaß.
 °   D'Sennerin is grantig, an was werd dös liegn?
     De is heit beim Aufstehn in an Kuahdreck einigstiegn.
 °   Auf der Alm drobn muaßt schlafn, Bua, dös is a Sach !
     Derfst rumpln und pumpln, werd koa Bauer nit wach.
 °   Ja auf der Alm, da is a Lebn grad wia im Himmi obn,
     und 's Beichtn und Predigtgehn wird aufs nächst Jahr verschobn !
 °   Wenn mei herzliaba Bua laut jodelt in der Fruah,
     dann gfreut sich unser Herrgott und juchazt dazua.
 °   Wanns koa Almhütterl gab und koa stoanas Wandl
     wo hätt denn da Wildschütz sei Unterstandl?
 °   In Summer is lustig, geht alls da Höh zua,
     bleibt beim Bodn ka Vogerl und ka lustiga Bua.
 °   Nur aufi, nur aufi der hohen Alm zua,
     wer si net aufi traut, is ka lustiga Bua.
 °   Die Sennrin auf da Alm, die hat sechsadreißg Küah,
     aber net so viel Butter wia Dreck auf die Knia.
 °   Wo i gestern bin gwesn, geh i heit neama hin,
     tan Rosnkranz betn in da Rauchkuchl drin.
 °   ischl is a stadl, wean is a stod (Stadt)
     in ischl iß i s bratl und in wean in solot. (Salat) 

Historisches

 °   Zwischen England und Frankreich, da is a groß's Meer
     und da schwimmet da Churchill auf an Karpfn daher.

Gehört vom Vater Franz Fuchs. Die Soldaten haben es im Krieg gesungen.

 °   Mir habn jetzt a Hauptstadt, Sankt Pölten hats gschafft,
     durt essns es Gulasch und uns bleibt da Saft.
 °   Da Vranitzky hat an Vogl, da Mock hat an Krah,
     de miaß ma guat fiadan, sunst fliagns uns davon.
 °   Des Feuer is rot und der Rauch, der is schwarz,
     jetzt gibts in da Höll druntn ah in Proporz.
 °   Zwentndorf, Greifnstein, was wird es nächste sein?
     Bald werdns uns es Hirn ah zuabetoniern.

Die obigen Gstanzln stammten offensichtlich aus dem Jahr 1987.

 °   Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
     es gschicht eam scho recht, warum sticht er so schlecht.
 °   Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
     mit der Nadel samt'n Öhr, samt'n Zwirn und der Scher.
 °   Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
     allen sei es a Lehr, er lebt nimmermehr.
 °   Und Leutln hurchts auf, der Wind hört schon auf,
     gang er allerweil so furt, war ka Schneider mehr durt. 

Der Schneidergeselle Janos Libenyi verübte am 18. 2. 1853 mit seinem Dolch ein Attentat auf den Kaiser Franz Josef, das missglückte. Er wurde zum Tode verurteilt und durch den Strang hingerichtet, allerdings nicht auf der Simmeringer Haide, wie heute noch erzählt wird, sondern bei der Spinnerin am Kreuz.

 °   Da Siccardsburg und Van Der Nüll, die können beide viel zu viel,
     Romanik, Gotik, Renaissance, des is den beiden alles ans.

Die beiden bauten als Architekten unter anderem die Hofoper in Wien, heute Staatsoper. Der Baustil (im Stil der Frührenaissance) gefiel weder dem Kaiser noch den Wienern. Van der Nüll verzweifelte an der Kritik und erhängte sich am 4. April 1868. Sein Partner Siccardsburg starb knapp 10 Wochen später. Das damals auf die beiden gesungene Spottgstanzl hat sich erhalten.

Modern

 °   Gehts Leutln, hurchts zu, wenn ihr net mehr bet’s,
     dann kummts in die Höll, oder ihr kriagts Aids.
 °   Wann oana was werdn und was sein will im Lebm, 
     dann braucht er a Handy, sunst steht er danebm.
 °   A Handy, des is halt a praktische Sach,
     da ziagt ma beim Redn koa Schnur nimmer nach.
 °   Ma tragt 's Handy sichtbar, dass jeder glei sagt,
     der Neid kunnt an fressn, der Typ, der is gfragt.
 °   Der Schnee, den du gerne in Flocken siehst,
     mir unt in meine Socken fließt
 °   Mein Auto gar lang schon im Garten steht,
     Weil es halt gar nicht zum Starten geht.
 °   Da Lipp und da Lenz ham a oanduttats Mensch
     und da Lipp hats net gwisst, dass's Mensch oanduttat is
 °   Da Lipp und da Lenz ham a dreiduttats Mensch
     und da Lipp hats ned gwisst, dass's genmanipuliert is
 °   Da Lipp und da Lenz ham a zwoaduttats Mensch
     und da gfreun sa si gwiss, dass's Mensch zwoaduttat is
 °   Wos hod 4 Fiass und Zähnt so vü
     des muas woi sei a Krokodü
 °   Und wos hod 90 Fiass und 2 Zähnt im Mund
     Ba da Prozession da Kameradschaftsbund
 °   Es is alleweil a Schand in diesm Land
     Denn sie lügen, unsere Politiker, die rüden.
 °   Es is alleweil a Schand in diesem Land
     Denn wir wolln studiern und net alleweil nur pariern
 °   Genie auf de Ski san wir, und wie
     Kriegn alle Madln und damit: Servus de Wadln 
 °   Genie auf de Ski san wir, und wie
     Kriegn alle Buam und ham a poar verlurn
 °   Da Golf is jetzt tiafaglegt, da Subwoofer bumpert,
     aber sonst is a Golf a ganz schenes Glumpert.
 °   An Scheibtruchnfahrer hams znagst arretiert,
     wegnan Schnellfahrn hams eam glei zwölf Stundn eingspirrt.
 °   Im Gras sitzt a Grüll, der singt was er wüll,
     auf oan mal is's stüll - Tschernobül!
 °   An Automobui bleibt an Automobui,
     ma kauns drah wia mas wui bleibt an Automobui!

Jahreszeiten

 °   Im Advent sing i wieder die schön Weihnachtslieder,
     nur z'Weihnachten net, da werdns ma scho z'bled.
 °   Des Christkind streit allawäu min Weihnachtsmann,
     wer uns den greßeren Kitsch bringen kann.
 °   Weihnacht is schön, wäu die Keks schmeckn guat,
     und ah, wäu ma herschenkt, was ma nia brauchn tuat. 
 °   Im Winter ist's kalt und im Sommer ist's warm
     und wenn man kein Schatz hat, dann ist man recht arm.
 °   Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
     da heirat mein Schatzerl, und ich hab an Dreck

Bergerl

 °   Da drobn am Bergerl, da drunten am See,
     da schwimmt der Herr Pfarrer mit'm Oarsch in da Höh.
 °   Da drobn am Bergerl, da steht a Soldat
     und traut si net oba, weil er die Hos'n voi hot.
 °   Zwischen Salzburg und Ischl, da ist a Tunne,
     foat ma eine wird's finsta, foat ma außa, wird's hö. 
 °   Da drobn am Bergerl, da steht a Klosett,
     da tanz'n die Würschtln am Brettl Ballett.
 °   Do ob'n aufn bergerl, do geht da schnee weg.
     Do heirat mei diandl und i hob an dreck.
 °   Do obn aufn bergal do is a fuhr hei.
     Do laufn zwoa eini und aussa kemman drei.
 °   Do oben aufn bergal do steht a maschin.
     Do werdn den weibern de busen obgschnittn.
 °   Da droben am Bergerl, man kann es kaum sehn,
     da packt grod a Feldmaus an Gamsbock im Stehn.
 °   Da drobm aufm Bergerl, da steht ein Gerüst,
     da werdn die Weiber elektrisch geküsst.
 °   Jo drobm aufm Bergerl, do steht a kloans Haus,
     do schaugn drei Weiber zum Fenster heraus:
 °   Die oane isch glotzat, die andre hot Leis`,
     die dritte hot Gelbsucht und werd neama weiss!
 °   Do drobm aufm Bergerl, do steht a Kapelln 
     do geand drei Lehra Easchtepfe stöhn
 °   Da Easchte kricht eiche, da Zwoate kriacht noch
     da Dritte kimb aussa mitn Easchtepfesock.
 °   Do drob’n auf’m Bergl, do steht a Kapelln
     do läutet der Mesner mit der eigenen Schelln. 
 °   Da oben auf dem Berge, da geht ein Weg links,
     da sitzen zwei Gauner, pfui Teufel, da stinkt's.
 °   Dort oben auf dem Berge, da steht ein Karton,
     da machen die Zwerge aus Sch ... Bonbon.
 °   Da unten im Tale, da ist ein Tunnel,
     wenn man reinkommt, ist's dunkel, wenn man rauskommt, ist's hell.

Hochzeit

 °   Wannsd no amal heiratst, dann heirat a Kuah,
     beim Tag gibts a Milch, in da Nacht gibts a Ruah. 
 °   Aba oana is a Noarr und zwoa san a Poar,
     und drei san zu vül, wann ma heiratn will.
 °   Jetzt hab i di gheirat, was hab i davon,
     a Stubn voller Kinder und an lumpign Mann.
 °   Seit i verheirat bin und bin a Mann,
     hiatzt schaut mi ka saubernes Diandl mehr an.
 °   Mittn auf da Straß bleibt a Hochzeitauto stehn
     da steigt die Braut aus, weils halt Wischerln muass gehn.
 °   Zur Gsundheit vum Bräutigam, zur Gsundheit vo da Braut
     und zur Gsundheit von der Brautjungfrau, weils goar so liab schaut.
 °   Da Franzi håt gheirat, då samma recht froh
     iaz hoff ma nu weida, daß er s`Kindermåcha recht kånn.
 °   Aber s’Dindl hot gheirat in Weanawald nei,
     an buglatn Schneider, der bringt’n net nei.

Ehe

 °   Hiaz hob i schon gheirat, hiaz  hob i scho olls,
     a Stubn vulla Kinda unds Kreuz aufn Hols.
 °   Erst wünscht er sich ein lieb, trautes Heim,
     vom Wirtshaus, da traut er sich heute net heim.
 °   O mei, bist du dick worn grad wia da wampad Gust.
     Do kann i dei Weib versteh, dass dera nix mehr glust’.
 °   Die Frauen san Engerln, is a Flügerl abbrochn,
     dann fliagns immer weiter auf an Besn und lachn.
 °   Die Resi und der Sepp, des san gar sparsame Leut
     die stopfen se d'Seckln mit Erdöpflhäut
 °   Und i tu, was i will, und i tu, was i mag,
     das einzige ist, dass i mei Alte erst frag!
 °   Mei Frau de hoast Frida, wonn is ogreif, is zwida,
     wonn is net ogreif a, mit da Frida is schwa.
 °   Mei Alte hoaßt Frieda, wann is anschau, schauts zwieda,
     wann i s angreif, dann schreits, mit da Frieda is's a Kreiz. 
 °   Zur silbernen Hochzeit wird d' Sau abgstochn
     da sagt er zu ihr: Was kann d' Sau denn dafür?
 °   Und i und da Franzl, mia hom uns so gern,
     i iss die Zwetschkn und er isst de Kean.

Familie

 °   Furt in da Früah, ham auf d'Nacht, so hats mei Vata gmacht,
     furt auf d'Nacht, ham in da Früah, so machens mir.
 °   Mei Vata, der faulenzt, mei Muatta pflegt Ruah,
     mei Bruada reißt's Mäul auf und i schau ea zua.
 °   Die Zeiserln habn Kröpferln, da singens damit.
     Mei Muatta hat an Kropf, aber singa kanns nit.
 °   Mei Vater hat's Haus verkauft und in Hof ah,
     jetzt gehts übern Goaßbock her, Hallelujah.
 °   Mein Vater tut gar nichts, die Mutter schaut zu,
     mein Bruder reißt's Maul auf, und ich pfleg die Ruh.
 °   Mein' Schwester spielt Geige, mein Bruder Klarinett,
     mein Vater schlägt mich, das gibt ein Quartett.
 °   Dei Vota is deppat und du bist sei Bua,
     er redt nix und sogt nix aber du horchst erm zua!
 °   Mei Vota, der hot mi ums Brot obi gschickt,
     i hobs foisch vostandn, hob d´ Nochbarin g.... 
 °   Mei Bruder is Beamter, do geht es nie rund,
     der arbeitet wenig, der is en faul Hund.
 °   Mei Schwester is blond, die hot auch ein Stich
     die sucht keine Arbeit, die geht auf den Strich. 
 °   Hab' g'heirat, hab' g'haust, hab' a Weib wia a Faust,
     hab' a Kind in der Wiagn wia a Zwitbuschenbirn.
 °   jo a Schippl oide Weiwa, Herr vazeih' ma die Sünd,
     obn zuabindn, unten auzindn und zuaschaun, wia's brinnt.
 °   Furt in da Friah, hoam aufd Nocht, so hods mei Voda gmocht!
     Furt aufd Nocht, hoam a da Friah, so mochans mia!
 °   Da Vota hot gsogt i sois Heu owa haun,
     habs foisch vastondn hobs Keiwe daschlogn.

Mein Vater

 °   Mei Voda hat gsagt, i solls Küahfuada holn,
     hab n unrecht verstandn, hab eams Briaftaschl zogn.
 °   Mei Voda hat gsagt, i soll s Heu aufa tragn,
     hab n unrecht verstandn, hab Käubl derschlagn.
 °   Mei Voda hat gsagt, i soll d Ross eispannan,
     hab n unrecht verstandn, bin schlafn gangan,
 °   Mei Voda hat s Haus verkaft und die Kuah ah,
     jetzt gehts übern Gasbock her, halleluja.
 °   Mein Vadern sei Häusl, des ghört amal mei,
     hat rundumadum Löcher, geht da Wind aus und ei.
 °   Mei Vader hat Ochsn, hat Ochsn grad an,
     wann i net daham bin, dann hat er gar kann.
 °   Geh, dalkater Vata, geh schimpf net auf d Letzt,
     gangst selber zum Dirndl, wanns d Muatta net hättst.
 °   Mei Vater is Sänger und Sänger bin i,
     Mei Vater singt Opern und Liadln sing i.
 °   Mei Vater is Lehrer und Lehrer bin i,
     er hobelt und leimt und die Moidln nagl i.
 °   Mei Vater is Bauer und Bauer bin i,
     mei Vater batu G'müs an und an Bockmist bau i.
 °   Mei Vater, der is bei da Sittenpolizie,
     wenn der meine Moidln kriagt, sperrt er sie ei.
 °   Mei Vater is Metzger und Metzger bin i,
     mei Vater sticht d'Sei an und d' Moidln stech i.
 °   Mei Vater is Jacher un Jacher bin i,
     mei Vater jagt d'Hirschln und d'Moidln jag i.
 °   Mei Vater is Nachtwächter, soa a Glück für mi,
     denn wenn mei Vater oarwat, dann oarwa a i.
 °   Mei Vater is Flieger und Flieger bin i,
     er fliegt über die Wolken, auf d'Moidln flieg i.
 °   Mei Vater, da haut soa a grauße Fabrik,
     i ho meine Moidln, ja des is a Glück.
 °   Mei Vater, der oarwat in an sägewerk
     und zu mir sagt mei Modl: "Mei haust du an kloin Zwerg."
 °   Mei Vater, der is oft a rechter Hanswurscht,
     und i sitz im Wirtshaus und hob an mords Durscht.
 °   Mei Vater, der klettert und klettern tou i.
     Er klettert im Gebirg rum und af d'Moidln kletter i.
 °   Mei Vater is Büchs'nmacher und des selbe bin i,
     mei Vater macht G'wehrln und d'Bixn mach i.
 °   Mei Vater is Bäcker und Bäcker bin i.
     Mei Vater backt Semmeln und d'Moidln pack i.
 °   Mei Vater spielt Zitzer und zittern tou i,
     wenn i auf d'Nacht hoim kumm und ma Alte sieh.
 °   Mei Vater is Schnitzer und Schnitzer bi i,
     er schnitzt schöne Manndln und d'Weibla schnitz i.
 °   Mei Vater is Angler und Angler bin i,
     mei Vater angelt Fischl und dÄMoidln angel i.
 °   Mei Vater hot Henna, ja des is a Pracht,
     i hab meine Moidln, hob's immer so g'macht.
 °   Mei Vater deckt Dächer und Dächer deck i,
     und i deck a die Moidln, ja dau legst di hi.
 °   Mei Vater is Winzer und Winzer bin i,
     er steigt afm Berg rum, auf d'Moidln steig i.
 °   Mei Vater, der spielt afm Schifferklavier,
     i spiel mit die Moidln af d'Nacht bis um vier.
 °   Mein Vater, den ziegt's zu da Feierwehr hi,
     dau spritzt er mitn Schlauch um, wos glabst daan, mach i?
 °   Mei Vater fegt Schornstein und Schornstein feg i
     und i feg a d'Moidln knapp ober die Knie.
 °   Mei Vater is Maler und Maler bin i,
     er malt lauter Viecher, schöne Moidln mal i.
 °   Mei Vater is Pfoarra und Pfoarra bin i,
     er treibt's mit die Boum und mit wem treib's nachat i?
 °   Mei Vaer is Schaffner und Schaffner bin i,
     er zwickt die Billettln und die Moidln zwick i.
 °   Mei Vater spielt Flötn, da des mach i nie,
     weil an meine Flötn lass i d'Moidln no hi.
 °   Mei Vater hot an Zeiger und an Zeiger ho i.
     er zeigt'n seiner Alt'n und die Moidln zeig'n i.
 °   Mei Vater is beim Bauhof, dau steckt er oft in an Loch,
     i steck in mein Moidl, wos will i denn noch.
 °   Mein Vatern sei Alte, die haut grauße Händ,
     und mir kosten d'Moidln no mei letztes Hemd.
 °   Mei Vater, der haut sua a alte Matratz'n,
     wenn der auf ihr pimert, dann plärrn glei die Ratz'n.
 °   Ihr lieben Leit, i bin meim Vater sei Bou,
     i hab mei Matratzl scho g'pimpert grod gnou.
 °   Mei Vater is Baumeister und Baumeister bin i,
     mei Vater baut Heiser, Luftschlösser bau i.
 °   Mei Vateri ind i, mir san rechte Charmeur,
     doch wenn's um a Moidl geiht, schaut er in d' Röhr.
 °   Mei Vater is Schouster und Schouster bin i,
     mei Vater leimt d'Sohln an und d'Moidln leim i.
 °   Mei Vater is Gendarm und Gendarm bi i,
     er jagt die Verbrecher und d'Moidln jag i.
 °   Mei Vater und i machen 'S Nikolausi,
     dau braucht ar a Zipfelmütz, owar a andre wie i.
 °   Mei Vater, der steiht oft vorm Altersheim rum,
     weil dau wohnt sa Moidl, ja schrum didel dum.
 °   Mei Vater is rentner, da des wir i nie,
     bevor i so alt bin, mach'n d'Moidln mi hi.
 °   Mei Vota is Metzga und Metzga bin i
     mei Vota sticht dSauna und dWeiba stich i.
 °   Mei Vota is Tischla und Tischla bin i
     mei Vota hobelt dBretta und dWeiba hoblt i.
 °   Mei Vota is Dochdecka und Dochdecka bin i
     mei Vota deckt dHeisa und dWeiba deck i.
 °   mei vodda is schuasta, und schuasta bin i,
     mei vodda noglt di schuach und die weiwa nogl i!
 °   mei vodda is maura, und maura bin i,
     mei vodda schiabt die scheibtruchn und die weiwa schiab i
 °   Mei Vadder ist Fuhrmann, er steht sehr früh auf,
     doch ich bleib gern liege weil i abends so sauf.
 °   Mein Vater ist Schreiner und Schreiner bin ich,
     mein Vater macht die Wiege, was’ neikommt, mach’ ich.
 °   Da Vota is Tischler und Tischler bin i,
     da Vota mocht d´Wiagn und wos eini keart i.

Schwiegermutter

 °   Mei Schwiegermuada, des Schinderluada, kebbelt allweil mit mir,
     Hätts Radln, wars a Autobus, kunnt i ummafahrn mit ihr.
 °   Mei Schwiegamuatta, die hams jetzt bei da Zeitung angagiert,
     weil sie am Montag scho woaß, was am Freitag passiert.
 °   Mei Schwiegamuatta und a Papagei ham die gleiche Natur,
     wanns an Schnabel amal auftoan, bringans n eh neama zua.
 °   I hab mei Schwiegamuatta zwegn ihrn Meckern mal unter d Schof einitoan,
     des ham d Schof net ausghaltn, de san auf und davon.
 °   Mei Schwiegamuatta, de halt de Antn, mei Schwiegamuatta, de halt de Kia,
     mei Schwiegamuatta, de halt alls, grad ihr Goschn halts nia.
 °   Mei Schwiegamuatta is wia a Bumerang, de wirst anfach net luck,
     de kannst hinschleudern, wosd magst, de kummt glei wieder zruck.
 °   I wollt mei Schwiegamuatta recyclen, Bua, des wor a Gfrett,
     s ganze Alteisn hams gnumme, aber solchane Beißzangan net.
 °   Dass mei Schwiegamuatta net in Himmi kimmt, Leutln, des waß i schon,
     weil a Drachn net höcher als wia hundert Meter steign kann.
 °   Drei Schwiegermütter gingen badn in an See bei Berchtesgadn,
     zwa davon san glei ersoffn, von da drittn wolln mas hoffn.
 °   Zwa Burgermaster, drei Gendarm, fünf Polizistn und a Kua
     und a Schwiegamuatta, ja jetzt man i, des san Rindviecher gnua.

Berufe

 °   Da Fischer fischt Fischerln im Fischteich drin heut,
     fischt er a Fischerl, hat da Fischer a Freud.
 °   Wann i zum Zahnarzt geh, tuat ma ka Zahn mehr weh,
     nur wann i wegga geh, tuat a ma weh.
 °   Auf und auf waschlnass und die Schuach voller Sand.
     bringt die Kellnarin ka Bier her, zerreiß ma ihr s Gwand.
 °   A Schwalbn macht kan Summer, a Maurer ka Haus,
     wegn an Dirndl trauern, des zahlt si net aus.
 °   Mei Bruader is Schweizer, der arbeit gar fein,
     er macht in an Kas allweil - d Löcher hinein.
 °   Lustig san d Maurergsölln, wanns in Papp aufschnölln,
     wann a drobn pickn bleibt, - dann hams a Freid.
 °   Da Fiaker, der sitzt aufn Bock, wia ma woaß,
     nur da Schneider, der sitzt allerweil - auf da Goaß.
 °   Da Wirt und da Pfarrer san mir d liabstn Leut,
     da wird ma vom Durscht und von d Sündn befreit.
 °   Da Schmied haut am Amboss, da Fuaßballer am Balln,
     mei Weib haut am Putz, und i - i derf s zahln.
 °   Die Handwerker jammern, dass ka Arbeit mehr gibt,
     aber lebn tuans recht guat, vom Defizit.
 °   Znaxt war uns a Maurer bei da Arbeit dafrorn,
     ham man in d Sunn einiglant, is a do wieda worn.
 °   Znaxt hat si a Maurer in d Sunn einigsitzt,
     dass d Leut amal sehgn, dass a a amal schwitzt.
 °   Die Maurer tan Vurmittag auffipatzen,
     am Nachmittag kummans dann, awikratzen.
 °   Wann d Sunn owigeht, gehn die Zimmerleut ham,
     die patschaten Maurer bleibm steckn im Lahm.
 °   Wann die Zeit amol war, wann die Zeit amol kam,
     dass a Bauer den andern bei dö Ohrwascheln nahm.
 °   Der Bäcker backt Brot, der Müller tuat mahln,
     der Finanzminister macht Schuldn und mir kennans zahln.
 °   Der Hauer presst d Weinbeer, so lang er was gspürt,
     die selbe Method hat's Finanzamt eingführt.
 °   In da Schul fragt da Lehrer: Was willst denn du werdn?
     I lern auf an Rentner, net tuans mi mehr störn.
 °   Studenten san jung, könnan lesn und schreibn
     und miassn si d'Zeit mit n Lernen vatreiben.
 °   A Ix und a Zet und Studentn san nett
     und a Zet und a Ix, aber lerna tans nix.
 °   S gibt allerhand Maschinen, zum Mahn und zur Saat,
     jetzt brauchat ma ane, die d Steuern zahln tat.
 °   Wallfahrn bin i ganga seit gestern in da Fruah,
     hab d Kirchn net gfundn, aber Wirtshäuser gnua.
 °   Der Keller und s Presshaus san s schönste Quartier,
     da gfreit mi s Dahambleibm oft bis in da Früah.
 °   Beim Wirtn an da Eckn gibts Ochsn grad gnua,
     die an, die werdn bratn, die andern schaun zua.
 °   Hinta da Wirtshaustür hängt an alts Ochsngschirr,
     spann ma die Wirtin ein, fahr ma um an Wein.
 °   In Wirtn hat tramt, in Keller brennt da Wein,
     jetzt rennt der Narr abe und schütt Wasser drein.
 °   Da Wirt huckt im Keller, tuat Wasser pumpen,
     die Wirtin schreit abe, tan no fünf Viertln fehln.
 °   Da Wirt und da Pfarrer san mir d'liabstn Leut,
     da wird ma vom Durscht und von d'Sündn befreit.
 °   Da Schmid hat an Amboss, da Fuaßballer an Balln,
     Mei Frau hat an Putz, und i derf des zahln.
 °   Aber lusti is's gwesn in vurign Winta,
     habn zwa Mentscha graft um an Besnbinda.
 °   Da Fiaka sitzt auf sein Bock, wia ma waaß,
     nur da Schneider, der sitzt allerweil auf da Gaß.
 °   Ja z’erst schick i an Bürgermeister und an Pfarrer an schö’na Gruaß,
     weil i hoff, das i dann Heut Abend mei Zech, net selber Zahl’n muaß.
 °   Und mit’n Pfarrer sing i heut net, ja i hoff dass er des versteht
     zum Halleluja singa liabe Geistlichkeit, hob i Heut koa Zeit.
 °   Und weil i ka Bauer bin, wird ma ka Kuah net hin,
     scheißt ma ka Katz ins Korn, kriag i kan Zorn.
 °   An Jät und an Schnitt brauch i mei Diandl nit,
     aber zum Erdäpfelgrabn muaß is a Diandl wohl habn.
 °   I woiß net, i hab mit der Arbeit ka Freid,
     denn grad mit der Arbeit versaut ma die Zeit
 °   Grad heut hab i halt mit da Arbeit ka Freud,
     und i man, des is morgn grad so als wia heut.
 °   Der Bäcker macht Wecken und der Sattler de Schnalln,
     Der Burgermaster macht Schulden, und mir kennans zahln.
 °   Der Bäcker tuat bocha, a Mülla tuat moin,
     und d Gemeinde mocht Schuidn und mia miassns zoin.
 °   iats wa scho glei a Maura ba da Arbeit dafroan.
     Homsn in´d Sunn dauniglegt, is a e wieda woan.
 °   Wonn d´Sunn owi geht, gehn Zimmaleit hoam.
     Nur de potschatn Maura bleibn stecka im Loam.
 °   Was macht denn a Jager alloani im Wald,
     ja was wird er denn machn, auf a Wildsau passt a halt.
 °   Es Wildsau-Fleisch schmeckt guat, dass es höcha nimmer geht,
     es is nur so bled, so a Sau derwischt ma net.
 °   Die Jäger sind Heger, sind Wild- und Waldpfleger,
     die Sprach is scho fein, dieses Jägerlatein.
 °   Wanns amoi apper wiad, das mi koa Jaga gschpiart,
     geh i aussi in Wald und schiaß, dass ois knoit.
 °   Warum halt an Jager es Kirchgehn net gfreit,
     fürn Jeep is's zu eng, für die Füaß is' zu weit.
 °   Dort drobn auf da Höh, steht a Gams und a Reh.
     Und da Jaga dabei, leckts mi am Oarsch olle drei.
 °   Da Wirt tramt all Tag, in Keller brennt da Wein,
     bei da Nacht steht a auf und schütt Wasser drein
 °   Da Wirt geht in Wald, brockt Schwammerln voll Freud,
     was er kennt, isst er selber, was net, kriagn die Leut.
 °   Mein Schatz is a Köchin, die kocht mir a Mus,
     sie sitzt auf dem Pfann'stiel und rührt mit dem Fuß.
 °   Mei Vata is Tischler und hoblt in Bodn
     Da hat a si an Schiefer in Oarsch eini zogn
 °   Hiazt geht er zan Dokter und lasst si kuriern
     Und lass si den Schiefern vom Oarsch außaziagn
 °   I geh jetzt zum Zahnarzt, meine Zahnderln kuriern,
     i lass ma den vordern und hintern plombiern.
 °   d' Polizisten warn grean, d' Gendarm, de warn grau,
     seid s' jetzt beinand san, san s' alle zwa blau.
 °   Do drobn aum Berg, da steht a Schaundarm,
     der gibt mit da Giaskaul an Fliegaarlarm.
 °   Do drob'm am Bergerl, da ganz droben links
     do stengan zwoa Kiwara, do drob'm ja dort stinkts
 °   Mir Holzhackerbuama, mir müassn uns plagn,
     mir müassn die Zwanzger ausn Holz ausserschlagn.
 °   I bin a jungs Bürscherl, zwanzg Jahr bin i alt,
     und jetzt schreibt ma da Kaiser, er brauchert mi bald.
 °   Jetzt bin i Soldat, und mei Schatz want si z'tod,
     bin a lustiger Bua und lach nur dazua.
 °   Geh Schatzerl, sei gscheit, waaßt, der Kaiser braucht Leit,
     wann i zruck kumm retour, bin i wieder dei Bua.
 °   Wos hod den da Baua fia an schneidign Huad, 
     Fia so an gscheadn Hamme war a Zipfehaum gnuag

Musikanten

 °   Musikantn san krank, wia kann mas kuriern.
     Mit Wein muaß mas waschn, mit Fuzga einschmiern.
 °   Spielleut, spielts auf, und es werds scho was kriagn,
     am Samstag is Markttag, kriagts a Simperl vomm Birn.
 °   Musikantn, spülts auf, dass i ka Geld net brauch,
     schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
 °   Musikantn, sads Lumpn, habts koana ka Geld,
     a Stubn volla Kinder, ka Troad aufn Feld.
 °   Musikanten, spielts auf, i sing euch an drauf.
     Musikantn, ziagts an, dass neamd einschlafn kann.
 °   Musikantn, spielts fleißig, und es werds scho was kriagn,
     i leg euch an Erdäpfel außi auf d Stiagn.
 °   Unsa Schafbock hat plärrt, wia d'Musikantn hat ghört,
     wann a d'Notn amal kann, wird a ara Spielmann.
 °   Spielleut, fangts o, die Mentscher san do,
     lei spielts net so falsch, sinst lafns davo.
 °   Jetzt hab i an Musikantn derfragt, der hat nia kan Rausch net ghabt.
     Des is a Seltnheit bei dera Zeit.
 °   A Rauchfangkira und a Safnsiada und a Geignkratza und a Niglo
     san mitananda wallfahrtn ganga, san no net do
 °   Und Geign und Schwegln und allahand Dreck,
     hör i a Quetschn, schmeiß i allas glei weg.
 °   Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneida,
     Musikantn dazu, des gibt Saufuada gnua.
 °   Musikantn spieln auf, ganz lustig und froh,
     nach an jedn schen Stickl gengans absammeln no.
 °   Musikantn meine Brüada, Weiberleit meine Freund,
     da is's ja ka Wunda, wann d Muatta allweil greint.
 °   De Spielleut san notig, ob alt, ob junga,
     eana Geldbeidl schreit scho vor lauter Hunga.
 °   Aber lustig wirds sein, wann die Zeit amal kimmt,
     wo ma d Geiger stattn zahln bei die Ohrwaschln nimmt.
 °   Druntn in Grabn hams an Geiger derschlagn,
     gschicht eam scho recht, warum geigt a so schlecht.
 °   Ana steht vurn und wachlt mit d Finga,
     und des nennan d narrischn Stadtleut es Singa.
 °   Spielleut, zahts o, mei Mentsch is scho do,
     und spielts net so folsch, sunsta rennts ma davo.
 °   Die richtign Mentscha, des san halt die kloan,
     die wickln si gar a so ume um an.
 °   I bin da Geiga, du bist da Tanza,
     i bin a halba Narr, du bist a ganza.
 °   Musikanten, spielt's auf auf der mittleren Soat'n,
     sunst kann i mei Trampeltier neama darloat'n!
 °   Musikanten, spielts auf, nacha sing ma ans drauf,
     Musikanten, ziagts an, dass neamd einschlafa kann.
 °   Aber Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneider,
     Musikanten dazua san zum Saufuadan gnua..
 °   Lustig im Himmel drobn, im Paradeis ah,
     tan d Engln musiziern und da Heilig Geist ah.
 °   Mei Schwester spü’t Zither, mei Bruada Klarinett’,
     da Votter haut d’ Muatter, Sehn’s, des is a Quartett.
 °   Musikantn, blasts eini, gehts krump oder grad,
     blasts n altn Dreck außa, dass a neucha Platz hat.
 °   I bin a jungs Bürscherl, geh gern zu die Geign,
     drum könnan die Mentscher mi alle guat leidn.
 °   Musikantn, spielts mir an auf, dass i ka Geld net brauch,
     schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
 °   Mir tramt vo de Ochsn. Mir tramt vo de Kiah.
     Und mir tramt vo de Musikantn, owa nix gscheits tramt ma nia.
 °   Schen rund is mei Huat, schen hoaß is mei Blut,
     kon nix ois wia tonzn, oba des kon i guat

Zur Chorleiterin

 °   Jed’n Montag um’ra zeh’ne is de Chorprob für uns des schöne
     egal ob jung oder a alt, jedem Sänger des recht g’fallt.
 °   Doch net nur de guate’n Sänger, na, alle Männer zur Renate renna,
     wenn de mitgriang das mir nach dem Singa  meist a no a Schnapserl tringa.
 °   Drumm liabe Manna und Weibaleit habt’s net a zu singa Zeit
     denn d’Renate, mei, de war so froh, ja wann’s Zeit habt’s ruaft’s ses o.

Pfarrer

 °   Da Pfarra von Klack hat an ellenlangen Frack,
     zum ewigen Angedenken lasst a eam hängen.
 °   Da pforra vo steyr hod glosane eier
     Und wonn eam de brechan, donn nimmt er de blechan.
 °   Da pforra von sonkt neustift hod an schwonz wie an bleistift
     Und de kechin de h*** hod  an spitzer dazua.
 °   Wann d Kirchn a Wirtshaus war mitn Mensch als Altar,
     da möchert i Pfarrer sein drei a vier Jahr.
 °   Und da Burgamasta und da Oberlehrer und in Huaba Michl sei Hund
     und da Pfarra mit da liabn Klosterschwester, pfiat euch Gott und bleibts gsund.
 °   Mir ham a Problem in unserer Gmoa
     die Kirchn is zgroß und es Wirtshaus is zkla.
°    Da Pfarrer macht d Predigt, da Metzger macht d Wurscht,
     da Glaubn, der macht selig, des Singen macht Durscht.
°    Da Pfarrer hats predigt, da Kaplan, der hats gschriebm:
     Mit die Dürrn is guat tanzn, bei die Dickn is guat liegn.
 °   Sagt die Dirn bei der Beicht: "Mit die Buam is's net leicht",
     sagt da Pfarra zu ihr: "Mir geht's grad so wie dir."
 °   I liab halt a Klosterfrau über neun Stiagn,
     jetzt kann mi da Höllteufi a nimma kriagn.
 °   Da Pfarrer vo Mailand der spricht zu sein Heiland
     Jo gibts den koa Gebet, dass a wiedermoi (Pause) Wallfahrten geht 
 °   De Kircha von Thaya hot kane Stiagn,
     drum miaßn in Pforrar mitn Strick aufe ziagn.
 °   Da Pfarrer, der predigt, die Liab is a Sünd,
     daweil is der Bua von der Köchin sei Kind.
 °   da pforra hod a kechin da meßna a dirn,
     und die ministranten de spitzbuam mechtns a scho probiern!
 °   oben aufn bergal do steht a kappöln,
     do sieht ma in pforra die erdäpfl stöhln.
 °   I hob amoi beicht mir grods Tringa ned leicht,
     sogt da Pforra zu mia „Mir geht’s grod so wia dia!
 °   Da Pfoarra va Bozn, der kau jetzt licht protzn,
     weil a in Pfoarra va Brixn, dawischt hod ban wixn.
 °   Der Pfarrer von Speyer hot blecherne Eier,
     was glaubst wie des klimpert, wenn der ane bimpert.
 °   Da Pfarrer vo Lech hat Eier aus Blech
     der is scho ganz deppert weils beim Wixen so scheppert
 °   Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
     des mocht a Spektakel, wenn a pudert der Lackl.
 °   Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
     und waun earm de brechan, daun nimmt a de blechan.
 °   Der Pfoara von Gmunden hot’s Brunzen erfunden,
     Ham’s eam erschreckt, hot er’s Scheißen entdeckt.
 °   Der Pfarrer von Grinzing hat an kloan Winzling,
     hat an halbsteifen Huat, aber der steht earm gut. 
 °   da pfoara von neustift hot an beidl wia a bleistift
     und d´köchin de hur hot in spitza dazua.
 °   In Pfarrer vo Tunis, dem Hund dem vagun is
     das'n da Pfarrer vo Brixen dawischt hat beim Wi...
 °   Da Pfarrer vo Waldhausen muaß fortgeh'n zum Mausen
     beim Kaplan vo Grein, da kehr'n d'Menscha ein
 °   Und da Pfarra vo Sizilien vögelt ganze Familien
     und dann schreit er hoho habst koa Verwandschaft mehr d
 °   Und da Pfarrer vo Kemathen der stärkt seine Hemaden
     mit eigenem Samen. in Ewigkeit Amen 
 °   da pforra von tuilln, der hot a schattuilln.
     do drin liegt a häil is in pforra sei b...l 

Jäger

 °   Des Gamserl im Gwänd hat ma abapfiffn.
     Bua, wannst a Kügerl drunt hast, kannst mas aufaschickn.
 °   Und es Gamserl im Gwänd macht an Schriat, an langan,
     und es Dirndl is furt, kanns nimmer fangan.
 °   Es Gamserl im Gwänd hat si sauber umdraht
     und die aufrichtign Dirndl san soviel dünn gsaht.
 °   Is ka Bergl so hoch, dass ka Gams umasteigt,
     is ka Dirndl so treu, dass's bei an Buam nur bleibt.
 °   Jetzt hab is halt gschossn, an zodatn Bock.
     Wiar is suachn bin ganga, wars a Kranawittstock.

Geld

 °   Es Geldtaschl z'rissn, da Schlüssl verrost,
     und drinnat is nix, weil da Wein so viel kost.
 °   Da Schnurrbart is aufdraht, die Stiefeln san rot,
     Da Geldbeutl liegt am Heubodn vor lauter Not.
 °   Du himmlischer Vader, Erschaffer der Welt,
     geh schick ma fufzg Gulden, i brauch a klans Geld.
 °   Drei Kreuzer und a Sechserl is alls, was i hab
     und was fang i nur jetzat mit so viel Geld an.
 °   Beim Finanzministerium brennt heut a Licht,
     damit ma des Geld, was fehlt, no besser sicht.
 °   Auf da bucklign Welt draht si allas ums Geld
     und um d Madln, de schön draht si ah no a weng.
 °   Auf der Welt ohne Geld is ma niamals net wohl
     scheiß in mein Geldbeitl nei, daunn is a wieda voll
 °   Lusti und ledi macht n Geldbeutel lahr
     wenn nur mei Geldbeutel a Kälbermagn war.
 °   Das ist halt mein Vatern sein einziger Trost,
     dass ihm, solang ich leb, sein Geld nicht verrost.

Trinken, Essen

 °   Weinderl, di kenn i schon, hast as mein Vadern tan,
     jetzt tatst as ah mit mir, aber i bin stier.
 °   Beim Wirtn in Keller drunt steht an alts Fassl unt,
     drin waar a guata Wein, der waar halt fein.
 °   Mei Alte, die braucht wegnan Saufn net plärrn,
     Wann i sauf, siach i's doppelt, und i siach's halt so gern.
 °   Bin Wallfahrtn ganga all Tag in da Fruah,
     ka Kirchn hab i gfundn, aber Wirtshäuser gnua.
 °   Bei da Arbat, da tat i ja wirkli gern schwitzn,
     muaß leider heut da in an Wirtshäusl sitzn.
 °   In Wirtn sei bester Gast, des is ja fein,
     tuat meistens der Wirt glei selber sein.
 °   Führerschein furt, drum renn i so gschwind,
     beim Heurign furn, bei da Arbat ganz hint.
 °   I und mei Eheweib ham an schön Zeitvertreib,
     schlagn mit die Glasln zsamm, Prost in Gotts Nam.
 °   Heut ham ma an Rausch und murgn san ma net nüacht,
     und übermorgn waß i net, was da alls gschiacht.
 °   Zwegn an lustign Lebn, zwegn da schön Kellnerin,
     zwegn de Weixelbaumbliah san ma eina zu dir.
 °   In Bier und in Wein soll da Teifel drin sein,
     und so load, als ma tuat, so a Teifel schmeckt guat.
 °   Die Schwamma, die wachsn meist draußn in Wald,
     aba mancher, der hat si im Wirtshaus an gholt.
 °   Übern Zaun bin i gstiegn, is mei Rausch hänga bliebn,
     bin i steh bliebn, hab gfluacht, hab mein Rausch wieda gsuacht.
 °   Es Bier, des is teuer, die Semmeln san klan,
     und wannsd da a Fleisch kaufst, kriagst ah lauter Ban.
 °   Des Trinkn, des is ja wirkli ka Sünd,
     des hat ma mei Muatta glernt als a klans Kind.
 °   Wos lusti zuageht, da kehr i gern ei,
     drum muaß id die meiste Zeit im Wirtshäusl sei.
 °   In so einem Wirtshaus is's austrinkn guat,
     wo a schöne Kellnerin einschenkn tuat.
 °   Aber Wirtin, mach Feirabmd, sperr s Haustürl zua,
     die Kellnerin muaß schlafn gehn, es wart scho der Buam.
 °   Lusti macht durschti, macht n Geldbeutl leer
     und jetzt möcht i, dass mei Geldbeutl a Kälberkua wär.
 °   Da Mensch hat an Geist, hat da Schullehrer gsagt,
     dass da Schnaps ah an hat, hab i selber derfragt.
 °   s' Weißbier ist hantig, da Rotwein is süaß,
     ham am d Stiefeln versoffn, bleibm uns allweil die Füaß.
 °   In Winter, da schmeckt an da Saurampfer guat,
     derfriern kannst da nimmer, seit ma n Frostschutz nei tuat.
 °   Saufn tamma, dass a Mühlradl treibt, Göld hamma, dass uns kans überbleibt,
     Schneid hamma für drei oder vier, aussegschmissn hams uns nia.
 °   Aussee is a Stadtl, und Wean is a Stadt,
     z Aussee essns s Bratl und z Wean an Salat.
 °   A frische Mass Bier und a Trum Wurscht,
     wer a Kellnerin liabt, hat allweil an Durscht.
 °   Und da Kellnerin ihr Ziziwischperl und da Kellnerin ihr Kreidn,
     da kann do koa Heiliger a Heiliger bleibn.
 °   Die Köchin backt Krapfn und soachts a weng an,
     aft werdns schen saftig und brennan net an.
 °   Und a frische Halbe Bier hat an Fam, an weißen
     und heit gemmas net hoam, bis uns außi schmeißen.
 °   Des Bia is so teia, des Brot is so kloa,
     jetz hob i a Fleisch kaft, san a lauta Boa.
 °   Mia haum a Problem in unsara Gmoa
     de Kirch'n is z'groß und s'Wirtshäusl z'kloa
 °   Wauns Stieglbier regn't und Bratwürstel schneibt,
     daun bitt i den Herrgott, daß's Wetta so bleibt
 °   Da Pforra mocht d Predigt, da Metzga mocht d Wurscht
     Da Glauben, der mocht selig und d Hitz mocht an Durscht
 °   Üwan Zaun samma gstiegn, is da Rausch hänga bliebn,
     hauma gschoint, hauma gfluacht, haum in Rausch wieda gsuacht.
 °   Mei Muatta mocht Daumpfnudln fian Vodan und mi,
     Da Voda isst Nudln, den Daumpf, den kriag i.
 °   Oa Knedl faungt zum suarn au und da aunda suart schau,
     schaut da oa Knedl den aundan au wie da oa Knedl suarn kau!
 °   Krompfadern wia a Ribislstrudl und a picksiaßa Most.
     Und a ogschissn Weiwagattihosn, des is a Kost.
 °   Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr is mit dir,
     du bist voller Gnaden, geh zahl uns a Bier!
 °   Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr sei mit dir,
     geh laß di net lumpen und zahl ma a Bier!
 °   Heint is da Faschingtag, heint sauf i was i mag,
     morgn mach i's Testament, s'Göld hat a End.
 °   Und vor der Kaserne, da steht ein Soldat,
     der reibt sich sein’n Glatzkopf mit Vollmilchschok’lad.
 °   Da unten am Bache, da sitzt ein Chines',
     der reibt sich sei Platten mit Limburger Käs'.

Spaß

 °   Wann da Summer recht war is, wird da Winter recht kalt,
     wann d Leut net bald sterbm, aft werdns oft recht alt.
 °   Die Leut san halt Stockfisch, ma kanns mariniern
     und eini in d Baaz legn, dass's an guatn Gschmack kriagn.
 °   Und a Taubermandl zu an Katznweibl und a Waschrumpl zu an Bett
     und a Heanasteign zu an Kopfpolster, na is das des bled.
 °   Bein Gstanzlsinga hab i a recht guats Prinzip:
     Reim di oder net, s reimt si alls aus Prinzip.
 °   Und die sakrischen Schneid, die lasst mir koa Ruah,
     könnt die Hälfte verschenken und hätt allweil nu gnua.
 °   Bin a Schlinkal, a Schlankerl, hab a kloan z'rissenes Jankerl
     und an lucketen Huat, fürn Lumpen guat gnuag.
 °   Lustig mir Ledign, wir brauchen koa Predig,
     wir brauchen koa Amt und werdn doch nit verdammt.
 °   Gestern auf d Nacht hab i fürchterlich glacht,
     hab nie so viel glacht als wia gestern auf d Nacht.
 °   Alle Leut schaun mi für an Sauschneider an,´
     und i hab do mein Labtag kan Fadl nix tan.
 °   Aber lustig, mir Ledign, mia gehn in ka Predigt,
     mir gehn in ka Amt und wern do net verdammt.
 °   Aber lustig mir Altn, hams Gsicht voller Faltn,
     am Kopf de grau'n Haar, jetzt gehns an, de scheen Jahr.
 °   1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
     aba 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1
 °   1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
     10 9- 8 -7-6-5, Geld han i kans.
 °   Da Bå(ch) is iwa d`Stråss auffigrunna, d`Fisch håm vo de Bam åwagsunga,
     d`Kia håm si Schwålbnester baut, då håm d`Leit gschaut.
 °   An Elend ham ma d Ohrn abgschnittn, die Läus hamma selbn vertriebn
     die Not ham ma am Rauchfang glahnt, drei Tag hats gwant
 °   A Briaftraga und a Bettlwei und a Teifi und a Niglo
     san letzte Woch af Maria Taferl ganga und san heut no net da
 °   Schneidn ma vürschling, schneidn ma arschling, wann ma Holz schneidn, kriagn ma Schwartling,
     schneidn ma bierbuchsbamane Ladn, kriagn mar an Tånzbodn, an rar'n.
 °   D`Leid segn in Jesus drüber geh`n übern Genehsarether See
     Drübm frogn`s: "wia bist denn rüber kemma"? Er sogt: "i hob an Anlauf gnumma."
 °   Die Bäurin ist granti - woran mog dös lieg'n?
     Die ist halt beim Aufstehn in an Kuhdreck nei g stieg n.
 °   Weil Frankfurt so groß ist, so teilt man es ein
     in Frankfurt an der Oder und Frankfurt am Main.
 °   Zwischen Afritz (Ortsname) und Treffen (Ortsname), da steht a Tunnel,
     fahrst eine, werds finster, fahrst aussa, werds hell!
 °   Zwoa Werklmauna und zwoa Eisnbauna und a Krampal und a Niglo
     de san auf Maria Tafal gaunga san bis heit nu net do!
 °   Hinta da Hollastaud'n, da sitzt a Krowod (Kroate)
     der traut si net vira weil a d'Hosn voi hot

Spott Burschen

 °   ...(Die Musi spielt und keiner singt) ...
     Hast du ka Gstanzl mehr drauf, dann pass auf.
 °   Zizipe Nachtigall, Schafköpf gibts überall,
     Sauköpf no mehr, du Schafkopf, schau her.
 °   Jetzt hast ma ans gsunga, des kenn i scho lang.
     Wannsd ka anders net waßt, bleib daham mit dein Gsang.
 °   Ja weil da da Heurige schmeckt, kikeriki,
     und a Messer und a Geld und a alts Paraplü.
 °   Huck di da zuacha a bissl bessa,
     aba dassd di net schneidst mit mein Taschnmessa.
 °   Graft hab i ah mit an Kapuzina,
     hab eam beim Bart packt, jetzt raft a nimma.
 °   Die Nacht macht alls finster, der Regn macht alls nass,
     dass du an Rausch hast, machts Bier drin im Glas.
 °   Hintn im Grabn hams an Kater derschlagn,
     da Hans is glei ghupft und hats Fleisch davon tragn.
 °   Jetzt hat ana gsunga, des hat si net greimt,
     den ghörat die Pappn mit Uhu zua gleimt.
 °   Da Hans, der hat Schädlweh, der tuat urndli klagn,
     sei Weib hat eam drauf - a Häferl zerschlagn.
 °   Der Hans is a Mann, des muass ma scho sagn,
     nur sein Bauch, den muass a in Rucksack mittragn.
 °   Geh tua net so singa, geh tua net so prahln,
     geh liaba zum Greißler und tua Schuldn zahln.
 °   I sing, was i will und i sing, was mi gfreut
     und i scher mi gar net um die ratscherten Leut
 °   Wannsd gar so viel singst und schimpfst über mi,
     dann denk i ma, bist no viel schlechter als i.
 °   Geh tua di nur waschn, tua d Safn net sparn
     und tua da nur selber über d Pappn mal fahrn.
 °   Jetzt hat ana gsunga, a ganz a Junga,
     is dalkert und dumm, aber nix bringt n um.
 °   Jetzt hat ana gsunga, der klingt ganz betrübt,
     des muaß ana sei, der ka Madl net kriagt.
 °   I ghör jetzt zu de Altn, es Gsicht voller Faltn,
     hab graue Haar am Kopf, aber di pack i beim Schopf.
 °   Dass im Wald finster is, machn die Bam.
     Wer si net zucha traut, der bleibt daham.
 °   Drunt in da grean Au wachst a Bleamerl im Gras.
     Wann da Franzl vom Bett aufsteht, is's allerweil nass.
 °   I wünsch euch allen fürs heurige Jahr,
     dass euch alls so guat ausgeht wia in Ernstl sei Haar.
 °   Da Ernstl is lustig, manchmal lacht er sogar,
     und sagt: Liaba a Glatzn als gar kane Haar.
 °   Warums Erdäpfeln gibt, ja des waas i jetzt scho,
     dass da Seppl wen hat, dem er d Haut aschäln ko.
 °   Mitn Ernstl, den Lotter, da is es a so,
     i brauch ja nur aufreibn, scho rennt er davo.
 °   Du schimpfst allaweil, und grad nur auf mi,
     die gar so viel schimpfn, san schlechta wiar i.
 °   Wann du ka Gstanzl waßd, kauf mar ans o,
     i hab a paar Dutzend im Hosnsack do.
 °   Du hast viele Gstanzln im Hosnsack drin,
     zreiß i dir d Hosn, sans alle dahin.
 °   Sche rund is mei Huat und sche haß is mei Bluat,
     sche haß is mei Faust und die schmeckt ah recht guat.
 °   Jetzt hat ana gsunga, der sollt des net sagn,
     dem kunnt ma die Schneid aus da Faust aussa schlagn.
 °   Jetzt hat ana gsunga, der singt gar net schen,
     und wann man derschlagt, bleibt die Pappn no stehn.
 °   Da drent bei da Donau steign d Nebeln in d Höh,
     Wannst du so schiach singst, tan ma d Ohrn allweil weh.
 °   Du tuast allweil singa, du tuast allweil schrein,
     i schiab di scho ah in mein Hosnsack nein.
 °   Da Ernstl und i, mir san scho a zwa,
     er hat a Glatzn und i bein Oasch kane Haar.
 °   Auf Kierling, da geh i a dreiviertl Stund,
     in Ernstl sei Nasn wägt dreiviertl Pfund.
 °   Wann da Ernstl so weidasingt, schmeiß i eam um,
     daschlagn tua i'n net, aber s Gnack drah i eam um.
 °   Da Ernstl, der nimmts mit da Arbeit genau,
     beim Tag is a krank, und auf d Nacht is a blau.
 °   Jetzt singt da Peter scho Gstanzl über mi, des is des was i gar nicht versteh!
     Denn seit wann ham bei uns de Schwab’n ah scho was zum sog’n.
 °   Gestan aufd Nocht hob i fiachtalich glocht
     hob nu nia so vü glocht ois wia gestan aufd Nocht!
 °   Üban Zaun drübag'stign mit'n Oarsch henga blieb'n
     sakrisch teufelt und g'fluacht und in Oarsch a weil g'suacht
 °   Eh eh eh eh mir san de schene zwe.
     Eh eh eh eh mei san mir sche.
 °   Da Hiasl is schön vom Fuaß bis zum Hals,
     und dann kummt der Kopf, der verschandlt eam alls.
 °   Ja der Felix is a schöner Mensch vom Fuß bis zum Hals
     doch dann kimmt der Kopf der versaut wieder olls
 °   Ja grün ist die Hoffnung und grün der Spinat,
     und grün ist der Jüngling, der keinen Bart hat.
 °   am schoastoanspitz waht a wind a woacha
     die ausseer buam san ois hosnsoacha!
 °   jo da sepp hot zähn so weiß wia da schnee,
     hint` homs eam scho eigsetzt, drum dans eam nid weh!
 °   Dort untern am Bacherl, wo die Weiden sich biegen,
     da raufen zwei Glatzköpf, dass d'Haar nur so fliegen.
 °   Det de Spree musikalisch is, det weiß jeder Mann;
     denn neulich, da sank dort ein Äppelkahn.
 °   Ich steh auf der Brücke und spuck in den Kahn ,
     da freut sich die Spucke, dass sie Kahn fahren kann.
 °   Ich steh in dem Kahne und spuck auf die Brück,
     da muss ich schnell fahren, denn die Spuck kommt zurück.

Spott Mädchen

 °   Glei hintern Stadl, da gagatzt da Hahn,
     habs Deandl wolln halsn, rennt der Trampel davon.
 °   Pfiat di Gott, mei liabs Schatzerl, verlass di auf mi.
     Wann i ka Schönre find, kumm i wieda um di.
 °   In Summa is warm und in Winter is kalt
     und i mag halt ka Dirndl, ders Tanzn net gfallt.
 °   Je höcher da Kirchturm, je schöner des Gläut,
     je älter die Weiber, umso zacher san d Häut.
 °   Aber heitschi bumbeidschi, du wunderliabs Kind,
     für d Arbeit bist z'fäul, nur beim Fressn bist gschwind.
 °   Es Gstanzl is aus und da draußt rennt a Maus
     und du bist a Hex und a so geht da Text.
 °   Von Weidlingbach außer, da möcht i ka Mensch,
     ham endslange Haxn und krahn wia die Gäns.
 °   Ein bildhübsches Mädchen ging einstens spaziern,
     kam der Horsti daher, wollt die Kleine verführn.
 °   Sagt das bildhübsche Mädchen, ich bin keine solchene,
     hat in Horsti ane gschmiert, aber schon a solchene.
 °   Dabei hat er sie nur auf die Schulter geküsst,
     weil des Saumensch ums Mäul herum z'dreckig gwen ist.
 °   Wann jeder a reiche, a schöne will habm,
     wo soll denn da Teixl die schiachn hintragn?
 °   Bald tramt ma von d Ochsn, bald tramt ma von d Küah,
     bald tramt ma von d Weiberleut, was gscheits tramt ma nia.
 °   Die Eva, des Luada, gab in Adam die Frucht,
     des Rindviech hat's gfressn, jetzt san ma verflucht.
 °   Aber lustig is's gewesn in vurign Winta,
     habn zwa Mentscha graft - um an Besnbinda.
 °   Herst Mitzi, wann du meine Gstanzln willst hörn,
     nacha ruck a Weng zucha, dann brauch i net so plärrn.
 °   Ja Mitzi, da schaust und da wunderst di wia,
     die allerschönstn Gstanzln hab i dicht heut wegn dir.
 °   Wannst du net so schön warst, dann gang i mit dir,
     aba weil du so schön bist, drum trau i mi nia.
 °   A frisch Glasl Wein schenk i da Mitzi jetzt ein
     und a Fledermausbluat, nacher busslts scho guat.
 °   Wannst du ma kan Wein net zahlst und ka Bratl,
     nacher hast die ganz Wochn ka Liegerstattl.
 °   Geh Dirndl, geh her und mit mir hast ka Gscher
     und i zahl da a Bier, daßd a Freud hast mit mir.
 °   Is ana amal gwesn, hat ka Dirndl gliabt,
     in d Höll is a kumma und Schläg hat a kriagt.
 °   Es Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
     mit an Fuaß, da mahts es Gras, mit n anderen heugst zwamm.
 °   Mei Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
     jetzt kumman zwa hitschate hatschate zsamm.
 °   Jetzt geh i zum Seiler und kauf ma an Strick,
     nimms Mensch auf n Bugl, trags überall mit.
 °   Und wann s mi tuan fragn, was i da tua tragn,
     so sag i, i hab in Teifl bein Kragn.
 °   Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
     er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
 °   Aber Mitzi, oho, auf dein Bauch sitzt a Floh,
     den fang i dir weg, aba zuckn derfst net.
 °   Die Mitzi hats gsagt, meine Gstanzln gfalln net.
     Ja du gfallst ma ah net, ah net nacha im Bett.
 °   Aba Mitzi, sei gscheit, nimm an Buam, der di gfreit,
     lass den andern, den kloan bei da Saustalltür loan.
 °   I und mei Vada, mei Mitzi, mei Kuah,
     und jetzad man i, warn Rindviecher gnua.
 °   Wanns regnt und wanns schneibt und wanns dunnert und blitzt,
     da fircht i mi gar net, wann d Mitzi da sitzt.
 °   Die Mitzi hat Zahnderln, da lachts gern damit.
     Sie kunntat a beißn, aber des tuats scho nit.
 °   Wannsd ma a recht a schöns Gstanzl aufsagst,
     dann derfst amal schlafn bei mir über d Nacht.
 °   Scheint d Sunn her auf s Dacherl, wern d Schindln sche dürr.
     Die Mitzi is grantig, i kann nix dafür.
 °   Bin a fesche, a saubre, aber meine bist net.
     Hättst ma aufgmacht, i hätt di anglahnt, aber einiganga war i net.
 °   Die nettastn Dirndl san allweil die klan,
     ja weil sa si bein Bussln schön zuwewuzln tan.
 °   Aber Hansl, sei do net gar a so faul,
     so nimm do bein Bussln die Pfeif ausn Maul.
 °   Ja wannst net so schön warst, dann gang i mit dia,
     aber weilsd gar so schön bist, drum trau i mi nia.
 °   Die Mitzi is sauber, is schön, is adrett,
     aber so an schön Bart als wia i hats halt net.
 °   Des Diandl is kloa, muaß schlafn alloan,
     zu ihrn Fensterl kummt ka Bua, weil sie hats allweil zua.
 °   Beim Diandl sein Fenster is a Raubvoglnest
     und i trau mi net zuche, weil des Luada is bös.
 °   Mitzi, wannsd nix zum Trinkn herstöllst, her i jetzt auf
     und i sing da ka anziges Gstanzl mehr drauf.
 °   Aber Mitzi, geh her und mit mir hast ka Gscher
     und i zahl dar a Bier, dassd a Freid hast mit mir.
 °   Heut Nacht hat ma tramt, i habs Schimmerl einzaamt,
     habs eingspannt in Wagn, bin zur Mitzi hin gfahrn.
 °   Ja die Mitzi, die is net z'groß und net z'klan,
     is net z'dick, is net z'dünn, is grad recht nach mein Sinn.
 °   s'Deandl hat schwarze Augn, schwarze Pratzn,
     Läus hats wia Fledermäus, Flöh als wia Ratzn.
 °   s'Deandl is a Schönheit, der kane net gleicht
     und jetzt stell i's in Gartn, dass ma d Vögln verscheicht.
 °   A Apfel is rot und schön, inwendig faul.
     Bein Mentsch, da is's grad a so, am Bestn schmeckt s'Maul.
 °   Die Gams hat zwa Krickerln, da Jaga an Hund
     und es Dirndl a Nasn, dass nei regna kunnt.
 °   In Dirndl sei Nasn is buglert, o mei,
     wanns as weida so hoch tragt, dann regnts ihr no nei.
 °   Die Mitzi hats gsagt, i soll Gstanzln singa,
     die wird des no biaßn, i wers niedersinga.
 °   Die Mitzi is sauber, is liab und is nett,
     aber so an schen Bart als wia i hats halt net.
 °   Znagst bin i in Bett glegn, da hat ma was tramt,
     hat ma tramt von da Mitzi, was bleds hat ma tramt.
 °   Die Flöh hupfn allweil zur Mitzi ins Bett,
     wia schaugert denn des aus, wann des unserans tät.
 °   Warum gib’s soviel Weiber (Manner) auf da Welt weit und breit.
     Ja weil halt des Unkraut halt überall gedeiht.
 °   A Sack voller Weiber, Gott, verzeih ma die Sünd,
     obm zuabindn, unt anzündn und zuaschaun, wia s brinnt.
 °   Die Madln von Grinzing ham gelbe Strümpf an,
     die brauchns net waschn, die soachns nur an.
 °   In Bad Kreuzen (Ort) die Dirndln hab'm gelbe Strüpmf' an
     de brauchans net wasch'n, de wischerln s'es an

Streit

 °   Da Hans und die Gredl san kreizbrave Leut,
     er is a weng narrisch und sie is net gscheid.
 °   Wannsd du sagst, dass i bled bin, da trink i mein Bier,
     weu so bled wia du wer i sicher gar nia.
 °   Hintn im Tal hams an Teifl derschlagn,
     da Hansl, der Lausbua hats Fleisch davontragn.
 °   A Ruam is ka Apfel, a Zwetschkn ka Birn,
     is's Mäul allweil offn, is in Kopf net viel Hirn.
 °   Ja sing nur so weida und sing von an Hirn,
     hast ja selber a Hirn grad so dick wiar a Zwirn.
 °   I hab halt a Hirn, a liabs und a klans,
     schaut ma di a so an, da findt ma gar kans.
 °   Hab a Glasaug und O-Fiass, bin zaundürr wia a Hund,
     hab an Bugl, an Kropf, aber sunst bin i gsund.
 °   Manchmal, da mag i di, manchmal singst schen für mi,
     manchmal da kunnt i di ausseschmeißn.
 °   Im Tal hats an Nebel, am Berg, da is's klar,
     was d Leut allweil ratschn, is allas net wahr.
 °   Jetzt hat ana gsunga, der gherat umbrunga,
     vagift und daschossn und nacher ausglacht.
 °   Mei Liaba, dei Reim, der hat si net greimg,
     du brauchatst an Tischler, das a'n Reim amal leimt.
 °   Du hast jetzt guat gsunga , und richtig, und schön,
     du solltast in d Oper als Häuslfrau gehn.
 °   Geh sing net so schiach, und sing net so laut,
     mi tuats ja nur wundern, dassd di herkumma hast traut.
 °   Des was du da gsunga hast, war ja net fein,
     i mecht scho fast sagn, des war hundsgemein.
 °   Hat oana ans gsunga, dös hat sie nit greimt
     dann hab i eahm die Zung aufn Arsch aufigleimt.
 °   Daß i di gar net mag, na, des sog i net.
     Aber wannst a weng schener warst, schadn tat's net.
 °   A Birn is ka Apfel und a Apfel ka Birn,
     wanns Mäul geht spaziern, is in Kopf net viel Hirn.
 °   Jetzt hat ana gsunga, is da Rotz awegrunna,
     wann a no amal singt, nacha schneuz ma eam gschwind
 °   Jetzt steht er do und schaut saudumm drein
     er möchert was singa, doch es foit eam nix ein
 °   Buama, wånn`s rafn wollts, braucht`s es gråd sågn,
     `s Messer is gschliffn, und d`Fäust, de san glådn
 °   Es Dirndl is sauba vom Kopf bis zur Brust,
     und dann kummt da Arsch, da vageht da die Lust.
 °   Der Hannes is sauber vom Fuaß bis zum Hals,
     und dann kummt da Kopf (Kropf), und der verpatzt alls.
 °   A Sack voller Weiber, Herr verzeih ma de Sünd,
     obn zuabindn, unt anzündn, und zuaschaun, wias brinnt.
 °   Von fünfazwanz Nussn und Dirndln hast ghört,
     sand zwölfe nix nutz und dreizehn nix wert.
 °   Buama won`s raffa woitt`s miasts es nur sogn
     D`Messer san g`schliffa, d`Revolfer san g`lond
 °   Warum gibts so vül Buama auf der Welt weit und breit?
     Ja wei hoid des Unkraut üwaroi guad gedeiht.
 °   Jetzt hat einer g’sungen, das hat sich nicht g’reimt,
     dem gehört ja die Zunge woanders hin g’leimt.
 °   Do hot ana gsunga, des hot sie net greimt,
     do haum's eam de Zung, zum Oasch zuwe gleimt. 
 °   Der eine weiß dies, der andre weiß das,
     ’s weiß jeder was andres, aber jeder weiß was. 
 °   Für die Flöh' gibt's a Pulver, für die Schuh gibts a Wichs,
     für den Durst gibt's a Wasser, für die Dummheit gibt's nicht's.
 °   Jetzt hod ana gsunga, den wos a jeda kennt,
     am Kopf g´färbte Hoar und im Mund foische Zähnt.
 °   27, 28, 29, 30,
     host leicht du Schnackerl, weis di a so reißt.
 °   In (Name) hom de Schof ogschau. De Schof hom in (Name) ogschaut.
     Da (Name) hot si gschomt, wei´n d´Schof ogschaut homt.
 °   Dass ma d' Faltn im Gsicht hat, des is scho bled,
     hätt ma's am Oasch, nacha sachat ma's net. 
 °   unten im grobm homs a tatschga daschlogn,
     do sieht ma den karl (name) die knochn onogn
 °   jojo unser karl (name) is mehr dick als lonk,
     der passat holt grod als a scheissheisl bonk.
 °   Do hod oana gsunga, hod glaubt dass ers kau,
     hod si au gheat wia a Raunza, von an oidn zwidan Mau.
 °   Jetzt hat er halt g'sungen, jetzt ham mas halt g'hört,
     mia ham z'Haus a Stallkuah, die grad a so röhrt.
 °   De (Yspertola) Mendscha, de sand jo so sche,
     de drahnt se de Hoar mit da Mistgowi ei.
 °   Aber 27, 28, 29, 30 (siemazwanzg, achtazwanzg, neunazwanzg, dreißg)
     das Dirndl muß Bauchweh hab'n, weil's a so schaut.
 °   wonn da hons so sche singt jo do ko ma si gfrein,
     do ruida die augn wie da hou in da steign!
 °   do hod oana gsunga, hod is mäü so weit broat,
     wie ba die oxn im stoi woma is hotta einiloat!

Tiere

 °   Jeder Hund hat sei Hütt`n, jeder Dachs hat sein Bau,
     jeder Fuchs hat sei Füchsin, jeder Saubär sei Sau.
 °   Zwoa schneeweiße Täuberln tuan schnabeln am Dach,
     i und mei Dianderl homs grod aso g`macht.
 °   De Großeisenbecker Bauern, ja de san fei schlau.
     De geb’n da Kuh an Schokolad und melka dann an Kakao.
 °   Ja wenn i a mal a Geld hab, nacha kauf’i zwoa Kühe,
     de oane muaß an Schnaps geb’n und de andere a Bier.
 °   Und wenn der Hahn kraht, dann kräht er aufm Mist
     dann ändert sich’s Wetter, oder s’bleibt wie es ist.
 °   Da Ochs hat vier Haxn, i waß scho, warum,
     hätt a bloß zwa, ja, dann fallert er um.
 °   Wann ana an Ochsn stiehlt, is des ganz klar,
     dass der, der eam gstohln hat, ka Taschndiab woar.
 °   Da Saubär, der schamt si, er waß ganz genau,
     seine Kinder werdn Fadln, sei Frau is a Sau.
 °   Is d Bäurin recht dick und an da Sau is nix dran,
     dann hat si da Baua beim Fuadan vertan
 °   A Schwiegermuada und a Bandlwurm hab’n die gleiche Natur:
     Solang der Schädl dran is, geb’n s’ all zwa koa Ruah.
 °   Unten im See hams a Hochwasser ghabt, da ham's die Fisch von da Bam obaghåkt,
     still ruht der See, fürchtet Euch nicht.
 °   Sagt da Walfisch zum Thunfisch, das kannst du nicht tun, Fisch,
     sagt da Thunfisch zum Walfisch, du hast keine Wahl, Fisch.
 °   Die Flöh hupfn eini zum Dirndl ins Bett,
     wia schaugert des aus, wann des unsaans tät.
 °   Waun i auf´d Nocht schlofa geh, lesch i is Liacht aus,
     damit de Fleh da Moanung san, i bin net z´Haus.
 °   Für die Flöh gibt’s a Pulver, für die Schuh gibt’s a Wichs,
     für den Durst gibt’s a Wasser, für die Dummheit gibt’s nichts.
 °   Und da drunt in der Türkei da gibt’s de Vielweiberei
     bei uns derfs net sein zwengs dem Tierschutzverein
 °   Der Dackel, der wackelt mit dem Schwanz hin und her,
     der Schwanz kann das net, denn der Dackel ist zu schwer.
 °   Meine Tante hält Hühner, meine Tante hält Vieh,
     meine Tante hält alles, nur den Babbel hält sie nie.
 °   Mei Schwiegermuatter halt Hendln, mei Schwiegermuatter halt Küah,
     mei Schwiegermuatter halt alls, nur die Pappn halt's nia.
 °   In da Wiesn zirpt a Grill und da Baua maht's Gras,
     auf amal is´ staad, Kopf åbgmaht.
 °   Auf der Wies’ singt ein Heuschreck, doch jetzt ist er stad,
     weil der Bauer mit der Sensen seinen Kopf hat abgmaht.
 °   I und mei Vater, a Ochs und a Kuah,
     jetzt glaub i, warat ma Rindviecher gnua.
 °   Mancher Ehmann tragt Hörndln wia a Ochs ganz genau,
     nur is der Ochs gscheiter, der nimmt si ka Frau.
 °   Druntn beim Wirtn san Ochsen grad gnuag
     die an, die werd’n braten, die andern schaun zua.
 °   In München auf der Wies'n gibt's Ochsen grad gnua,
     die einen werdn braten, die andern schaun zua.
 °   Das Rindfleisch so teia is, des is ma z´dumm.
     Es rennan do e sovü Rindvicha umadum.
 °   De Kinda, de tuat ma mit da Kuamüch ernährn,
     do sois an net wundern, wauns Rindviecha wern.
 °   Und wenn der Hahn kräht, dann kräht er am Mist,
     dann ändert sich's Wetter, oder es bleibt wie es ist.
 °   Die Bauern hom die Krah so gern
     waö die Krah immer schlauer wern.
 °   Und im Himmel hams an Schimmel und der Schimmel scheißt Geld,
     ja so an scheiß Schimmel sollt mar håbn auf dera Welt.

Liebe

 °   Die Sunn scheint am Tag und da Mond bei da Nacht
     und da hat mi mei Dirndl um die Unschuld gebracht.
 °   Lustig is's Buamalebn, 's Geld hat ma d Muatter gebn,
     's Mensch hab i selber ghabt gestern auf d Nacht.
 °   Redn allweil von Sündn, de ganz gscheidn Leut,
     wia kann des a Sünd sein, was an gar aso gfreit.
 °   I geh jetzt zum Kramer und kauf mar an Hammer
     und nagls Mensch an, dass's ma net davon kam.
 °   Je älter, je besser, so sagt beim Wein,
     beim Mensch, da is's anders, die kunnt jünger sein.
 °   Manchmal, da mag i di, manchmal singst schön für mi,
     manchmal da kunnt i di außischmeißn.
 °   Die nettastn Dirndl san allweil die klan,
     ja weil sa sie beim Bussln schön zuwewuzln tan.
 °   Hansl spann ein und a Zwanga ghört dein,
     fahrn ma auf Weean zu da schwarzaugatn Dean.
 °   A karierte Joppn und an Gamsbart am Huat
     und a schwarzaugats Deandl is fürs Herzklopfn guat.
 °   Mei Herzerl is fleißig und allweil schlagts mit,
     kann lachn, kann wana, aber treu sein kanns nit.
 °   A Schneeberl hats gschniebm, alle Berg san schneeweiß
     und jetzt liab i scho wieda a Deandl, a neus.
 °   Tuat di was kränkn, tua allweil dran denkn,
     die dir so was tuat, der brennt selber da Huat.
 °   Die Vögerln baun Nesterln und singan dazua,
     da Bua liabt sei Dirndl und lasst ihr ka Ruah.
 °   Aber aus is's und gar is's und jetzt is Advent
     und da hab i mei Dirndl in d Rauchkuchl ghängt.
 °   Aber jetzt is's aus, jetzt is's aus, s' Mensch is bein Rauchfang raus
     und da Bua schaut ihr zua, Selchfleisch gibt's gnua.
 °   Bei da Nacht scheint da Mond und bein Tag kraht da Hahn,
     wann i's Dirndl recht gern hab, muaß i scho wieder davon.
 °   S'Dirndl hat gfischt bei da Nacht, hat nix derwischt bei da Nacht.
     Weils net guat ködern kann, beißt kana an.
 °   Da kloan Hahn im Wald hat an Schwaf, an krumpn,
     wann i drei Dirndln hab, kann i zwa verlumpn.
 °   S' Mensch liabt an Schreiber, schauts as nur an,
     hat himmelblaue Augn vom Tintn anschaun.
 °   Mei Mensch hat ma's gsagt, daß's mei Bart sakrisch gfreit,
     weil wann sie mein Bart siecht, is es Gsicht nimmer weit.
 °   Die Äpfeln san gelb, die Birnen san braun,
     die Madln san sauber, muaß ma ah um ans schaun.
 °   Die Äpfeln wern zeitig, die Birn san scho braun,
     hat a jeda a Mensch, muaß ma ah um ans schaun.
 °   Die Maurer tan mäutern, die Jäger tan jagn,
     die Buam, wanns verliabt san, tuan allerhand fragn.
 °   Die Leut, die sagn allerweil, d Liab war a Sünd,
     Madl, wannsd willst, nacher sündign ma gschwind.
 °   Vom Berg bin i aber zan Madl ins Tal,
     geh zoag ma dei aufrichtigs Herzerl amal.
 °   Fiaker spann ein und a Guldn ghört dein,
     führ mi ummi in d Mühl, wo i's Mensch halsn will.
 °   Zwa Hasn san gsprunga, zwa Hund wolltns jagn,
     zwa Buam, de ham graft, weils a Dirndl wolln habn.
 °   Es Dirndl, des gfreit si, auf d Nacht kummt ihr Bua,
     er redt nix und deit nix, und sie hurcht eam zua.
 °   Wann da Hahn kraht, macht a d Augn zua, weil a 's auswendig kann
     und i geh zu mein Dirndl, dass i ah a Freud han.
 °   Da Apfel is rot und rund, innan scho faul.
     Beim Dirndl is's grad a so, am Bestn schmeckt's Maul.
 °   Wer a schöns Deandl liabt, is scho betrogn,
     was sie zwang mal verspricht, des is vierzg mal derlogn.
 °   's Bussln is 's Beste gwiss, was da Mensch hat,
     drum tummelts euch, Deandln, sunst kummts no zu spat.
 °   Deandl, geh spreiz di net, wann i vom Bussln red,
     's Bussln, des merk da fein, muaß halt ah sein.
 °   Geh gib ma a Bussl und mach do ka Gsicht.
     I druck schon die Äugerln zua, dass's neamand sicht.
 °   Da Pfarrer hats heut bei da Predigt verkündt,
     je schöner des Deandl, desto klaner die Sünd.
 °   Und i bin mit die Deandln no allweil guat gfahrn,
     drum kunnt i net sagn, dass's ma zwieder warn wordn.
 °   Wannsd ka Schneid hast, bleib daham und tua Erdäpfel klaubn,
     Wannsd a Schneid hast, geh zum Deandl, tua bein Fenster einischaun.
 °   Deandl, i liabat die, wansd mi willst, kriagast mi,
     wannsd mi treu liabst, kannst mi habm, wannsd mi kriagst.
 °   Drei Stund übers Wasser, drei Stund übern See,
     drei Stund zu mein Deandl, das Herz tuat ma weh.
 °   Hat ana a Deandl id is a weng schön,
     so sollt a die Wochn 6 Mal zu ihr geh.
 °   6 Mal is net viel, geht no a Tag a,
     san 7 in da Wochn, mach erst an Tag blau.
 °   I liab halt mei Nanderl uns führ sie beim Handerl,
     ah si liabt mit dick und führt mi am Strick.
 °   Auf da Alm is's a Freid, ja da is's halt a Lebn,
     da tuats schene Küah und ah schene Diandln gebm.
 °   Jetzt hab i zwa Dirndln, a alts und a neichs,
     jetzt brauch i zwa Herzerln, a falschs und a treus.
 °   Wannsd du mit dein Herzerl so haglich willst sein,
     dann nimm a Papierl und wickels guat ein,
 °   Tuas recht guat einwickeln und binds nur fest zua,
     dann kummt da dei Lebtag koa Bua net dazua.
 °   Und da Mensch muaß a Mensch habn, weil da Mensch braucht a Mensch
     und a Mensch, der ka Mensch hat, so a Mensch is ka Mensch.
 °   Jetzt is's aus, jetzt is's aus, s Mensch is beim Rauchfang naus,
     und da Bua schaut eam zua, Selchfleisch gibts gnua.
 °   Da oan links, da oan rechts, da oan brauchts, da oan möchts,
     da oan schickt ihr an Gruaß, da oan hats scho bein Fuaß.
 °   I bin ja so ängstli, bin net gern allan,
     drum geh i auf d Nacht zu mein Mentsch in da Gham.
 °   Bin a lustiga Bua, brauch gar oft neue Schua,
     und a trauriga Narr hat recht lang an an Paar.
 °   Ja, ja, hat a gsagt, der alte Pater,
     Bein Dirndl derfst schlafn, aber weggedrahter.
 °   An Hahnakampl, a Kanariwampl, a Spatznleber und an Sterz
     muaß ma zsammaröstn, gibts in Dirndl z'essn, des gibt a treus Herz.
 °   Wann da Hahn kraht, druckt a d Augn zua, weil a s auswendig kann,
     und i geh heut zu mein Dirndl, hab ah a Freud dran.
 °   Treu bin i, treu bleib i und treu is mei Sinn
     i bleib bei meim Moidl, bis i a schöinere find.
 °   Da Herr Pfarrer hat predigt: "Leut, habts  anand gern!"
     Drum kann i vom Dirndl net wegga triebn wern.
 °   A Nasn hat a jede und Augn und a Maul,
     aber s Grüaberl im Kinn findt ma net allemal.
 °   Am Mittwoch, da hab i kan Segn ghabt, koa Glück.
     Wanns Herzerl halt krank is, habn d Händ a koa Glück.
 °   Du steirische Gretl liegst ma allweil im Schädl,
     liegst ma allweil im Sinn, wann i schlaferi bin.
 °   An Fehler muass i habn, i kimm halt nit drauf,
     drum sagt ma jeds Dirndl die Liab so gschwind auf.
 °   Daß's Dirndl an Kropf hat, des macht mar an Schmarrn,
     jetzt kennt ma's viel leichter, wo hint is, wo vorn.
 °   Hast a schöns Dirndl, dann hast recht viel Freud,
     hast aber a Schiache, ham d Leut gar kan Neid.
 °   Es Dirndl is weiß in Gsicht, weiß wia da Schnee,
     nur d Haar, de san braun wia a Packlkaffee.
 °   Die (Ort)er Mentscher, die kannst ja net liabn,
     drum schickst as am Berg nauf zum Nebel weg schiabn.
 °   A Mensch, des ka Herzerl hat, wirds scho no kriagn,
     die ganz jungan Taubn kennan ah net glei fliagn.
 °   Heirassa, ham ma net viel, tragn ma net schwar,
     wann ma dann gar nix ham, heirat ma zsamm.
 °   Du Dirndl, wannst mi willst und hast no ka Wiagn,
     wo tuast denn es Wuzerl hin, wann ma ans kriagn?
 °   Wer hoch steigt, muass tief falln, wer viel trinkt, muass viel zahln,
     wer viel liabt, muass viel leidn, wer nix kriagt, is nix z'neiden.
 °   Diandl, muaßt wegn an Rausch net so atark aufbegehrn,
     da sich i di doppelt und das hab i gern.
 °   I denk hin, i denk her, i denk kreuz, i denk quer,
     i denk allweil an mein Buam, sonst denk i nix mehr.
 °   Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
     da heirat mei Dirndl und i hab an Dreck.
 °   Wenn du s Bett net besser machst und die Flöh net ausjagst
     dann zahl’ i da a ka Bier und geh net ham mit dir.
 °   Hab’n Schatz g’habt, hab’n gern g’habt, hab glaubt er liebt mi,
     hab i nachgfragt, hot er 12e g’habt, und die 13de war i.
°    Und aus is und gar is und jetzt is Advent
     und jetzt hab i mei Diandl in d Rauchkuchl ghängt.
°    De Diandln hamma allsamt gern, allsamt tan ma's liabn bei da Nacht,
     und de selbn hamma ah no gern, de ma net kriagn.
 °   Und da Mensch muass a Mensch habn, weil da Mensch braucht a Mensch
     und a Mensch, der ka Mensch hat, so a Mensch is ka Mensch
 °   Du herzigs schöns Dirndl, du bist mei Freud,
     du bist mei Seligkeit in aller Ewigkeit.
 °   Eh i mei Dirndl lass, lassat i alls,
     mei Haus und mein Hof und es Tüachl vom Hals.
 °   Wenns wissat, dass i waß, dass sie s gwiß wissn tat,
     dann wissat i gwiß, dass i waß, wos i tat
 °   A Dirndl a netts, lusti und keck,
     mit an wunderschön Gspui, des is, was i wui.
 °   Aba Dirndl, sei gscheit, liab an Buam, der di gfreit,
     liab an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.
 °   Aba Dirndl sei gscheit, tua di haltn an mi,
     wann die Donau austrickat, nacha kimm i um di.
 °   Wann die Donau austrickat und i bin net da,
     ja so woaßt as ganz gwiss, dass i an andere ha.
 °   s is nix so traurig und is nix so betrüabt,
     als wann si a Tuschn in an Krautkopf verliabt.
 °   S Dirndl hat "Juhe" gschrian, "is denn koa Bua zum kriagn?
     Is denn koa Bua so gscheit, der bei mir bleibt?
 °   Mei Schåtz is a Maurer, mauert auffi in d`Heh
     und mir tuan hålt de Äugerl vum Auffischaun weh.
 °   Da Lipp und da Lenz habn all s gleiche Mensch
     aba da Hias und da Lex habn jedn Tag an andre Hex.
 °   A Nudlwalker und a Schierhagl und a Stallbesn mit an Stiel
     und a Dirndl mit ana Haknnasn, dös is was fürs Gfühl.
 °   A Mistgabl zu an Lauskampl und a Kuahkettn uman Hals,
     für a blitzsaubers Dirndl, da kaufat i alls
 °   A Schwalbn macht kan Summa, a Jungfrau ka Kind,
     hingegen bei zwa Valiabte passiert so was gschwind.
 °   Verliabt is der Gockel, verliabt is die Laus,
     verliabt is der Regenwurm, nur grad i geh laar aus.
 °   S Dirndl hat z Wean studiert und da Bua z Linz,
     und jetzt liegns im Bett beinand, feiern Priminz.
 °   Drei Winter, drei Summer, drei Äpfeln vom Bam,
     und wann nur mei Mensch aus da Weanastadt kam
 °   Jetzt is's amal kemma, was hat's ma denn bracht,
     a Ringerl am Finger, a Busserl auf d Nacht.
 °   Aber Dirndl, du liabs, wannst ma du amal stirbst,
     wirst ma du amal krank, leb i ah nimmer lang.
 °   Und eh i mei Mentscherl lass, lass i mei Lebn,
     und sollt i mei Bluat tröpferlweis gebm.
 °   Dass's in Wald finster is, das macht das Holz,
     dass mei Mensch sauber is, das macht mi stolz.
 °   zwoa schwarzbraune Ochsen und a gscheckerte Kuha
     die gibt ma mei Vater, wann i heiraten tua
 °   Und a viereckats Wieserl und a dreieckats Feld,
     und a herzigliabs Diandl is ma's Liabst auf da Welt.
 °   Es Dirndl is liabreich, aber geldreich is's net,
     is ma liaber, sie is liabreich, denn beim Geld schlaf i net.
 °   Aber Dirndl, sei gscheid, nimm an Buam, der di gfreit,
     nimm an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.

Fensterln

 °   A Schneeberl hats gschniebn vur mein Deandl sein Haus
     und jetzt siacht ma die Fuaßstapfn nein und hinaus.
 °   An Sprung übers Gasserl, an Juchiza drauf,
     an Klopfer am Fensterl, schöns Dirndl, mach auf.
 °   Liabs Dirndl, mach auf, tua mi einilassn,
     lass mi net so lang steh auf da kaltn Straßn.
 °   Fensterln bi i ganga zu da Kloahäusladirn,
     habs Fensterl verfehlt, hab zur Goaß einigschrian.
 °   Da Ernstl war bsoffn bein Fensterln auf d Nacht,
     hat's Kammerl verfehlt, is in Kuahstall aufgwacht.
 °   Beim Dirndl ihrn Fenster is a Raubvoglnest,
     und i trau mi net zuhi, weil des Luada is bes.
 °   Des Dirndl, des klan, des muaß schlafn allan,
     zu ihrn Fensterl kummt ka bua, weil sie hats allweil zua.
 °   Znagst hab i mein dirndl a Kittlzeug kaft,
     dass's net allweil in Hemat zum Fensterl hin laft.
 °   Bein Dirndl ihrn Fenster hängt a Rotzglockn dran,
     wann a rotziger Bua kummt, dass a anläutn kann.
 °   Vur da Schwoagrin ihrn Fensterl steht a trauriga Bua,
     sie hats Fensterl verrieglt, er kann net dazua.
 °   Vorn Dirndl ihrn Fenster hats a Eisplattn gfreat,
     da hauts alle Damlang an andern um d Erd.
 °   Vorn Dirndl ihrn Fenster gehts windverdraht zua,
     da steht alle Damlang a anderer Bua.
 °   Am Himmel steht a Weda, dass's dunnert und blitzt.
     Steig ein bei mein Fensterl, aber einschlagn derfst nit.
 °   A Schneewal håt's gschniebm, håt ma 's Ausgehn vatriebm,
     håt ma 's Fensterl vawaht, wo mei Diandl drin lat.
 °   Diandl, bist stolz, oder kennst mi am End nit,
     oder is des vielleicht dei Fensterl gar nit?
 °   Fernsterln bin i ganga: abas Fensterl war zua,
     und i denk ma, mei Deandl schlaft in himmlischer Ruah.
 °   Aba 's Deandl, jetzt woaß i's, die schlaft net alloan,
     sie kann ja kan doppelten Schnaufer net toan.
 °   Geh weg von mein Fensta, geh weg von mein Bett,
     i hab a schwache Natur, und du verstehst es no net.
 °   Geh weg von mein Fenster, du Tepp, du groba,
     Du stehst ja grad draußen wia a Grummatschoba.
 °   Geh weg von mein Fenster, hör auf mit dein Singa,
     wann du da recht Bua wärst, wärst längst schon drinna.

Erotik

 °   Es Dirndl is brennt, hat an Floh drin im Hemd,
     und i muaß jetzt einiglanga und muaß eam außafanga.
 °   Am Heubodn drobm is da Vada und'd Muada
     und i gfrei mi scho so aufn nächstn klan Bruada.
 °   S Mensch von da Oberleitnahüttn tua in Buam inständig bitten,
     er soll ihrn Rührkübl kitten, weil a soviel spritzt bei da Mittn.
 °   Da Adam und d Eva ham ghabt nur zwa Buam,
     wer hat denn die übrige Menschheit geburn?
 °   Weil draußn im Dörfl die Leut fleißig sind,
     drum hat a jeds Madl a lediges Kind.
 °   In Winter is's eisig, in Winter is's kalt,
     drum heirat ka Alte, dafrierast ma bald.
 °   Vo Wean bin is her, bin a lustiga Bua,
     habs Trichal volla Mentscha, bring s Hosntürl nimma zua.
 °   Du schwarzaugerts Dirndl, wia gehn mas denn an,
     dass dir dann dei Kidal net z'kurz wird voran.
 °   Du herzigs, schöns Dirndl, a so gehn mas an,
     hint schneid ma a Trumm außa, furn stickln ma's an.
 °   Manchesmal denk i mir, dass i guat lieg bei dir,
     dann wieder fallts ma ein, 's muaß ja net sein.
 °   Wo i daham bin, hams an hölzern Kamin,
     hams a zbrochane Tür, Dirndl, dassd eina kannst zu mir.
 °   De Dirndlsprach lern i no, is net so schwer,
     wanns sagt, du geh furt, mants nur, kumm amal her.
 °   Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
     er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
 °   Aber Mitzi, oho, auf dein Bauch sitzt a Floh,
     den fang i dir weg, aba zuckn derfst net.
 °   Die Mitzi hats gsagt, meine Gstanzln gfalln net.
     Ja du gfallst ma ah net, ah net nacha im Bett.
 °   Aba Mitzi, sei gscheit, nimm an Buam, der di gfreit,
     lass den andern, den kloan bei da Saustalltür loan.
 °   Aber Dirndl hehe, in da Fruah an Kaffee,
     zmittag saure Ruam, auf d Nacht an schen Buam.
 °   Aber Schuasta hoho, dei Weib hat an Floh,
     von was hats den Floh, von Schuaster hoho.
 °   Glei  hinter Kierling a Dreiviertelstund
     hat ana sei Mentsch verkaft gegn an klan Hund.
 °   Gestern ham ma gar nix ghabt, ka Geld und ka Gwand,
     heut ham ma wieder Läus und Flöh, alls mitanand.
 °   An Floh, wannsd eam angreifst, brauchst Finger halt zwa,
     a Mentsch, wannsd as angreifst, de macht glei an Schra.
 °   Bist gestern erst kumma, kummst heut scho wieda,
     wannsd alle Tag kummst, wirst ma ah scho zwieda.
 °   Des Diandl, des schaut mi von unt herauf an,
     i muaß amal kitzln, dass ma ah was davon ham.
 °   Wann bei da Nacht s'Bettstadl knarrezn tuat,
     dann waß i, dass d'Muatter an Vatern nix tuat.
 °   Beim Arbeitn hab i halt allweil a Gfrett
     weit schöner als da Schef is es Dirndl in Bett.
 °   I habs linksum busslt, i habs rechtsum busslt, i habs einebusslt ins Bett,
     is da Vata kumma, hat uns aussegschmissn, dabei war's grad so nett.
 °   I hab jetzt scho zahlt 18 Jahr lang ganz gwiss,
     jetzt sagt ma mei Dirndl, dass's scho wieda so is.
 °   Hat a oanzigsmal ghuchazt da drobn auf der Alm
     und jetzt hot er scho wieda de Hebamm zum zahln.
 °   Dirndl, sei net zwieda, Dirndl, sei net fad, 
     Dirndl, lass mi drüber, kriagst ah an Tschoklad.
 °   Auf d' Alm bin i gstiegn, habs Mensch gfragt ums Liegn,
     gar spöttla hats gredt: sie hätt Flöh drein im Bett.
 °   s' Mensch tuat ma load, hat an Floh in da Pfoad,
     muaß i eini glanga und ihrn aussa fanga.
 °   Ja, d' Madln san nett, wia z' Alm drobn die Küah,
     wannst eahna nix gibst, gehn s' wieda von dir.
 °   I pfeif auf mei Jungfernschaft, i pfeif auf mei Leben,
     der Bua, der mir’s gnumma hot, kann’s nimmer hergeb’n.
 °   Auf da Alm, do musst schlafn, Bua, des is a Sach,
     derfst niglnagln, derfst arschwagln, wird ka Bauer net wach.
 °   Drent im Föhrawald, da geht da Wind so kalt, da kennan d Vögln neama pfeifa,
     und da Oberlehra hat si d Finger gfrert, jetzt kann a d Vögln neama greifa.
 °   S`Dirndl håt oane wia a Einbrennschissl
     wånn da rechte Bua kimmt, sågt`s: "geh Bua riahr a bissl".
 °   S Dirndl hat oani wiar a Oachischüssl,
     und wann ma ihrs anrührt, aft soachts halt a bissal.
 °   Auf'd Nacht hab i's "pstn" ghört druntn beim Zaun,
     wanns nu amal "pstn" tuat, geh i nachschaun.
 °   Wann i amal greßa bin, und nimma so kloa,
     aft geh i ah zu die Menscha as "pstn" neitoan.
 °   Und die richtign Dirndln, die "pstn" so gern,
     und wia öfter dass "pstn", um so besser tuans werdn.
 °   Und s Dirndl hat a Zidan und da Bua hats net gwisst,
     bis dass er mitm Zidanschlüssl ins Stimma kemm is.
 °   Die Äpfi san saua und d Zwetschkn san siaß,
     es Dirndl hat Nasnbliatn zwischn die Fiaß.
 °   Muass i ma beim Hosntürl a Gschlössl anschlagn,
     weil ma d Weiba, die Luadan, allweil s Werkzeug vertragn.
 °   Aber Diandl, wo host as denn, daß i's net findt?
     Hast as ‘leicht gar verlurn, oder z' weit hint’?
 °   Und i han's nit z' weit vorn, und i han's nit z' weit hint.
     Han's zum Fassbinder trag’n, weu ‘s all’weil so rinnt.
 °   Wann i amal groß bin und i bin a Mon,
     dann derf i den Mentschern in Zipfel nei toan.
 °   D Schmiedin mitm Hammer, da Schmied mitm Stui,
     da Schmied kann net hammern, wann d Schmiedin net wui.
 °   Wann der Stier nimma wü und da Bau nimma kann
     Dann ruaft halt die Bäurin in Viechdokta an 
 °   Beim Dirndl ihrn Fenster is a Raubvogelnest,
     und i trau mi net zuawa, die Luadan san bes.
 °   A niglneuchs Häusl und a niglneuchs Bett,
     und a niglneuchs Dirndl, aba niedernagln derf is net.
 °   Gestern auf d Nacht hab i lachn müassn,
     hab gmoant, i habs Mensch, 's war die Katz bei d Füaßn.
 °   Und wann i beim Dirndl bin, geht allweil 's gleiche Gspiel:
     sie hebt s Röckerl vors Gsicht und sagt: schaum mi so viel.
 °   Dreimal uman Stodl und viermal ums Haus,
     und wannst ma 'n jezt no net zagst, reiß i da 'n aus.
 °   Je höher die Alm, desto schärfer da Wind,
     je schöner es Diandl, desto kloaner die Sünd.
 °   Aber Dirndl, setz di zuwa, du blitzsaubers Leutl,
     Aber daß'd di net schneid’tst mit mein’ trumm Taschenfeitl.
 °   Zwischn zwa Heuballn, da is mei Mensch neigfalln,
     's lasst ma ka Ruah, i leg mi dazua.
 °   A wengl kurz und an wengl lang, und a wengl umaruck’n auf der Bank.
     A wengl eng und a wengl weit, mit an schön’ Dirndl hätt i mei Freud.
 °   Unser alts Häuslwei jammert schon lang allwei,
     weil da alt Häuslmann gar nimma kann.
 °   Beim Dirndl ihrn Fensta hab i umigschnagglt,
     hat a Katz außaglangt, hat mi einighagglt.
 °   S`Dirndl hoaßt Lena, håt an Ståll volla Henna
     und a Schlupfloch håts drån, daß da Håhn eine kånn.
 °   Aber lustig und ledig, mir gehn in koa Predigt,
     Mir gehn in koa Beicht, aba d’Menscha kriagn ma leicht. 
 °   Fidö bei da Zittern, fidö bei da Geign
     Fidö bei mein Diandl, wann i auffi muaß steign.
 °   Greif net soweit auffi, wo da Fuaß dicka is,
     sunst kimmst in de Landschaft, wost herkemma bist!
 °   Gell, du Schwarzaugerte, gell, für di taugert i,
     gell, für di war i recht, wann i di mecht.
 °   Es Diandl bet allweil, daß ka Unglück entsteht,
     daß in Kierlinger Wildbach ka Schiff untergeht.
 °   S'hat oans gschlagn, s'hat zwoa gschlagn s'hat drei gschlagn bei da Nacht
     Da hat mit da Bua um mei Jungfernschaft bracht
 °   I pfeiff auf mei Jungfernschaft, des is ja net mei Leben
     Da Bua der mas gnumma hat, der kammas nimmer gebn. 
 °   s'Deandl is liabreich, aber geldreich is net.
     is ma liaba, sie is liabreich, beim Geld liag i net!
 °   A Katz und a Dirndl, die san ziemlich gleich,
     da Schädl is hart und da Bauch, der is weich.
 °   De Bäuerin is schwanga und mo woas nit vo wem
     Ban Nochborn homs an Goasbock, jo oft schiamas af den.
 °   De Wirtn is schwonga, de Kechin is dick.
     De Könnarin is guata Hoffnung. Heast de Leit hom a Glick.
 °   Auffigschaut, auffigschaut hob i aufs Bett
     Oba auffitraut, auffitraut hob i mi ned!
 °   Waunst scho moanst, i hätt’ di gern, du oide Sturmlatern, 
     rinnaugads Odlfass,  na, dia pfeif i wos!
 °   Des Deandl hod gsoad hod an Floh a da Pfoad.
     Muaß i einiglaunga muaß in auafaunga!
 °   Da Gigl-Gogl hat a Henn ghabt und da Gogl-Gigl hat's a.
     Sagt da Gigl-Gogl znagst zum Gogl-Gigl, gigl gogl du die meine a.
 °   Da Goglgigl hat a Henn ghabt und hats giglgoglt in da Strah,
     sagt da Giglgogl znagst zum Goglgigl, giglgogl du die meine ah.
 °   Hab' a nigelnagelneus Häusl, hab' a nigelnagleus Bett
     hab' a nigalnagelneus Dirndl, aber niedernageln derf i's net
 °   I hobs higwuzelt, i hobs hergwuzelt i hobs einegwuzelt in d Strah,
     Is da Bauer kumma hot uns aussagwuzelt wias am allerschenan gwen war!
 °   über da bruck, unta da bruck hot da baur d´bäurin buckt
     er hot glocht, sie hot glocht homs an klan baunbuam gmocht
 °   nudl in da rein, nudl in da rein heit muass nu lustig sei
     nudl in da rein, nudl in da rein lustig muass sei 
 °   Drunt in da Au liegt a Mo auf da Frau.
     Liegt da Knecht auf da Dirn, und tan multiplizieren.
 °   Mei broatoarschats Dirndl i hob di so gern.
     I mecht wengn dein Broatoarsch a Scheißhäusl (Häuslbrett) werdn.
 °   Ban Dirndl sein Fensta, do gehts zünfti zua.
     San o sechs a siebn Loatan und koa oanziga Bua.
 °   Zwidiwischpal zwidiwaschpal zwidiwuschpal mei Bua.
     Heit is nix mehr mitn radidetzgaln, mochs Hosndürl wieda zua.
 °   Da Fuchs tuats da Füchsin, da Guck tuats da Gückin,
     in Dirndl da Bua, jo do gehts gaunz schei zua.
 °   Waun i a Oidi wetz, daun is a muads drum Hetz,
     Waun I a Junge wetz, daun is glei nu mehr Hetz.
 °   Kannst gern a Bissl zuwisteign,
     i tat da gern mei Stubi zeign. 
 °   Aber Dirndl, du Luada, sag nit alls da Muada,
     sag nit alls dahoam, was mir allaweil toan.

Eindeutig

 °   Hinterm Bergisel, do liegt a Lock Bluet,
     Drneben a Maschin, de die Jungfrauen au tuet.
 °   Und mei Jungfrau hoaßt Nani, hat a winzige klani
     Muß ma’n wuzeln und schmier’n, dass ma’n eini kann kriag’n.
 °   Meine Duttn san hart und mei Pumperl, des tropft,
     drum möcht i gern ham, dass mir’s aner verstopft.
 °   S Dirndl vo Hohenzö reckt d Haxn grad in d Höh
     springt eahm a Heuschreck drein mittn in d Rein.
 °   Der Bauer is a Spitzbua, wann er scheißt, dann druckt er d' Aug’n zua.
     Wann er ausgschissn hat, dann steht er wieder grad.
 °   Gigade Gogade, s'Mensch hod a nockade
     is do ned woar, sie hods volla Hoar
 °   Ban Mensch vo Adlwang wird ma die Zeit net lang
     boid pack is vorn boid hint, wia is Lo hoit grad find
 °   S'Mensch von Sattledt gfreit si hoit, boid a steht
     boid i ihr einifahr grad unterm Pfoad
 °   S'Mensch, des hoaßt Zülli, sie lasst mas freiwülli
     tat ma's nochschicka a, wanns zan oschraufa war
 °   S'Mensch vo da Haunoldmühl lass mi hoit, wann i wüll
     aufi und obi steign vo da Bassgeign
 °   Znagst bin i auffi gstiegn, bin i drobn hänga bliebn
     druck i ihr d'Geign vanand, Bua des war a Schand
 °   wo i moi greßa bi und nima so kloa,
     don gen e za de Menscha, as Zipfi ei doa!
 °   s dirndl is 18 wön und nu nia bedad wön,
     iaz wiad ia ongst und bang, slo wächst ihr zam!
 °   aber gschißn is gschißn, scheiß zuawi zum zaun,
     mit die finger dreingriffen, werden die nägel schön braun.
 °   die könarin die schlompn hod a muaz trum wompn
     is kind schaut scho aussa bam loch owa budan wüs doch!
 °   An oids Foss hod an oidn Roaf, an oida Maun an oidn Schwoaf
     an oids Weib hod an oids Lo, aber mausn mechts do
 °   S' Dirnd va Obertraun losst in Buam ois aunschaun, 
     Duddl, Fut, Orsch und Bau, des is a Sau
 °   Mei Dirndl, des Lieserl, des sitzt af an Bam
     i greif ihr aufs Wischerl sie brunzt ma am Dam
 °   Jo und i scheiß und i scheiß und i scheiß ohne End
     Und iatz scheiß i aufs scheißen, wal ma es Orschloch soo brennt.
 °   A Fut und a Fliagn, san schwa zum dagriagn,
     und kunt a Fut fliagn, warats nia zu dagriagn!
 °   Da Essig is sauer und da Zuger is siaß
     Und wons da a da Hosn scheißt, oft stinkn a de Fiaß
 °   Zwiwuschpel, zwiwaschpel, mei peill schaut aus wia kaschpl,
     mei peil is voller bluat, i glaub das er bei einer jungfrau lernen tuat. 
 °   A oita Bam hot a oite Rindn, und a oits Weib hots weit hintn,
     und a poar Hoar hots drau, daß wos firazoagn ko.
 °   Am Ötscha bin i auffi bis ganz am Güpfi.
     Auf da oan Seit hob i in Oarsch owi ghoitn, auf da ondan s`Züpfi.
 °   Fut voller Gretzn, da Beidl voi Bluat.
     Gschnaxlt muas werdn, a wonns nu so weh tuat.
 °   i woa grod am klo drin, hob mir an radiert,
     i bin hoit a wixa, jetzt hob is kapiert.
 °   S´Dirndl hod an Euro gstoin, und kaft sie an Rahm
     schmiert sie s´Pfuiteixl ein, dass bessa gang.
 °   da bauer am berg obm, der hot hoit sei not,
     wixt si an owa und schmiat si`s aufs brot.
 °   Auf der Brixleggerer Bruck scheißt oana am Inn,
     aft schreit da Dreck aufa: jetzt bin i dahin. 

Weinviertler Weingstanzln

Folgende Gstanzln hat Franz Fuchs über Weinviertel und Wein verfasst:

 1.  und da schuastaseppe und da maurapoldl und die schneidamitzi und ia gsö
     san in vurjoa mitanaund auf d brünnerstrossn und san heit no ollawäu in ö
 2.  und die graue hausmaus und die klane zwergmaus und die spitzmaus und da bisamrotz
     und die weiße maus mitsaumt di alkomatn, des is olls für die kotz
 3.  aber übermorgn, do wirds vuagestern gwesn sei und gestern, do wors sicher murgn
     heite huck ma do und flaschln mitanand,  kunntsd ma du net no an lita burgn
 4.  ja die oxnwirtin is a riesnbißgurn,  keift und schimpft und kebbelt furt und furt
     hot a spitze nosn zan trompetnblosn, nur ihr wei, der geht da holt ins bluat
 5.  und da blau port'giesa und da weißburgunda rafn mitanaund glei hintern foss
     wäu da blau port'giesa hat a schene rode forb, da weißburgunda is gaunz bloss
 6.  mei schwiegermuatta und a weinfassl, der unterschied is gar net wüd
     oll zwa liegns in kölla, oll zwa sans recht gfüd
 7.  d beaumtn san kraunk, wia kau ma s kuriern
     mit geld muaß ma s waschn mit wei muaß ma s schmiern
 8.  da wei und es wossa, des is ja bekaunnt
     de rinnan in wirtn oft gnua durchranaund
 9.  Da wirt tramt, in fassl verbrennt eam da wei,
     jetzt rennt dea noar owe und schitt wossa drei
10.  rot san die kerschn und weiß san die blia
     grean da veltlina und blau, des san mia
11.  gibsd an weivierdla mentscherl an weivierdla wei
     ins weivierdla doppebett follts da glei nei
12.  hollodareiduljo, i und mei mau
     hollodariadu mia saufn uns au
13.  hollodareidu mei olde und mi
     hollodariadu strahts ollawäu hi
14.  die gams hod an boat, an boat, den hob i
     mei schotz schleift an boat, waun i augsoffn bi
15.  a baumasta bin i, ka haus foit ma ei
     und a ka gstanzl von heirign wei
16.  und wäu ma nix eifollt, in huat hauri drauf
     köönarin, moch ma a zwiemandl auf
17.  die muatta hots gsogt und da vota sogts aa
     so a flaschl veltlina is ollwäul glei laa
18.  mei voda sogt, er möcht vetschina tschickn
     i versteh ollwäu, i soll veltlina schlickn
19.  da bush mocht an kriag und da blair mocht eam a,
     s'war gscheida, de gangatn saufn, de zwa
20.  a kaiwe sauft mülli, sei leber schmeckt guat
     i mecht goa net wissn, wias mei leber tuat
21.  die kuah, die schreit muh und die kotz schreit miau
     und i schrei heit prost, so laung i no kau
22.  a ausdirndlts dirndl, a veltlinerfloschn,
     da muaß i sinniern, wos i zerscht soll vernoschn 

U-Bahn-Gstanzln

Folgende Gstanzln hat Franz Fuchs über die Wiener U-Bahn verfasst:

 1.  In da U-Baun is's lustig, in da U-Baun is's fein,
     wann die Schwarzfahrer rennan und die Schwarzkappler schrein.
 2.  Bei da heurign Hitzn kannst da 's U-Baun-Fahrn sparn,
     wäu die klimatisiertn Wägn de derfn net fahrn.
 3.  Reumannplotz - Schwednplotz - Donau - Kagrau.
     Simmaring - Ottakring,  i sauf mi au.
 4.  Mei uralte Kraxn, de schenk i bald her,
     wäu die U-Baun in Wean, die fahrt vü schnellerer.
 5.  In da U 4 sauf i mei Bia
     augflaschlt ois wia in da U 4
 6.  In da U 4 schbeib i als wia
     In da U 2 schbeib i a
 7.  Nordic walking, nordic skäting auf Hüttldorf naus.
     Nordic sitzing, nordic fahring d'U 4 bringt mi zhaus.
 8.  I renn, dass i schnö in da U drinnat bin.
     A Sandler streckt d Haxn aus, scho strahts mi hin.
 9.  In d Ubaun, da hupfert i öfters gern nei,
     nur biagts halt so seltn ins Kierlingtal ei.
10.  Von da Ubaun a Gstanzl gibts nur, waunns mi gfreit.
     I bin in da Rentn, pfiat eich, "ka Zeit". 

Gstanzln fürn Franz

Bei uns ist üblich, zu jedem Geburtstagsfest oder ähnlichem frisch gedichtete Gstanzln vorzusingen.
Zum 70. Geburtstag von Franz Fuchs haben seine Freunde achtundsechzig Gstanzln gedichtet und vorgetragen.
Zu finden sind sie auf Gstanzln fürn Franz
Und auch zum 80. Geburtstag gab es Gstanzln fürn Franz, zu finden auf 80. Geburtstag Franz Fuchs

Wissen Sie weitere oder eigene Gstanzln?

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Quellen