Gstanzln: Unterschied zwischen den Versionen

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Auf [https://www.volksmusik.cc/ Volksmusik handgemacht] sind einige der vielen, unzähligen Gstanzlmelodien veröffentlicht. Die allermeisten stehen im '''Dreivierteltakt''':
 
Auf [https://www.volksmusik.cc/ Volksmusik handgemacht] sind einige der vielen, unzähligen Gstanzlmelodien veröffentlicht. Die allermeisten stehen im '''Dreivierteltakt''':
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*[https://www.volksmusik.cc/lieder/dateiflunddatod.htm Da Teifl und da Tod]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/dersteirischebrauch.htm Der steirische Brauch]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/dersteirischebrauch.htm Der steirische Brauch]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/estamtamgstanzln.htm Es-tam-tam-Gstanzln]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/estamtamgstanzln.htm Es-tam-tam-Gstanzln]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/fensterstockhias.htm Fensterstockhias] (Gstanzlmelodie aus Franken)
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/fensterstockhias.htm Fensterstockhias] (Gstanzlmelodie aus Franken)
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*[https://www.volksmusik.cc/lieder/heutisderkiritag.htm Heut is der Kiritag]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/i_bin_da_bauer.htm I bin da Bauer, sagt a]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/i_bin_da_bauer.htm I bin da Bauer, sagt a]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/ibindaturlhofer.htm I bin da Turlhofer]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/ibindaturlhofer.htm I bin da Turlhofer]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/maurergstanzln.htm Maurergstanzln] (unsere beliebteste Gstanzlmelodie)
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/maurergstanzln.htm Maurergstanzln] (unsere beliebteste Gstanzlmelodie)
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/meischatzhatmaaufgsagt.htm Mei Schatz hat ma aufgsagt]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/meischatzhatmaaufgsagt.htm Mei Schatz hat ma aufgsagt]
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/meivateri.htm Mei Vater is Maurer] ([https://www.stammtischmusik.at/noten/habernstrohwalzer.shtml Mein Vatern sei Häusl])
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*[https://www.volksmusik.cc/lieder/meivateri.htm Mei Vater is Maurer]
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*[https://www.stammtischmusik.at/noten/habernstrohwalzer.shtml Mein Vatern sei Häusl])
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/schauschau.htm Schau, schau, wia's regna tuat]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/schauschau.htm Schau, schau, wia's regna tuat]
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*[https://www.volksmusik.cc/lieder/schulgstanzl.htm Schulgstanzln]
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*[https://www.volksmusik.cc/lieder/triho.htm Triho, hinter mein Vaters Haus]
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*[https://www.volksmusik.cc/lieder/vomgamsbockdiekrickal.htm Vom Gamsbock die Krickaln]
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*[https://www.volksmusik.cc/lieder/wannizumtanzngeh.htm Wann i zum Tanzn geh]
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Es gibt aber auch Gstanzlmelodien im '''Zweivierteltakt''':
 
Es gibt aber auch Gstanzlmelodien im '''Zweivierteltakt''':
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/heut_iss_i_nix.htm Heut iss i nix]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/heut_iss_i_nix.htm Heut iss i nix]
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*[https://www.volksmusik.cc/lieder/isdenndes.htm Is denn des net a Lebm]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/steigaufi.htm Steig aufi]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/steigaufi.htm Steig aufi]
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*[https://www.volksmusik.cc/lieder/wannisgeh.htm Wann i's geh, geh i's schnöll]
  
einige Landler und Volkstänze mit Gstanzlsingen:
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Einige Landler und Volkstänze mit Gstanzlsingen:
 
*[[Aberseer Landler]]
 
*[[Aberseer Landler]]
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*[[Ausseer Landler]]
 
*[[Ausseer Steirischer]]
 
*[[Ausseer Steirischer]]
 
*[[Die Drei Schleunigen]]
 
*[[Die Drei Schleunigen]]
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Bei den einzelnen Tanzbeschreibungen sind auch die Singnoten abrufbar.
 
Bei den einzelnen Tanzbeschreibungen sind auch die Singnoten abrufbar.
  
einige Volksmusikstückln mit Gstanzlsingen
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Einige Volksmusikstückln mit Gstanzlsingen
 
*[https://www.stammtischmusik.at/noten/habernstrohwalzer.shtml Habernstrohwalzer]
 
*[https://www.stammtischmusik.at/noten/habernstrohwalzer.shtml Habernstrohwalzer]
 
*[https://www.stammtischmusik.at/noten/holzschneiderjagl.shtml Holzschneiderjogl]
 
*[https://www.stammtischmusik.at/noten/holzschneiderjagl.shtml Holzschneiderjogl]
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Flugblätter mit Gstanzln
 
Flugblätter mit Gstanzln
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/flugblaetter/wienergstanzl1.jpg Wiener G'stanzeln (Th. F. Schild)]  
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/flugblaetter/wienergstanzl1.jpg Wiener G'stanzeln (Th. F. Schild)]  
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*[https://www.volksmusik.cc/lieder/flugblaetter/ZsammzogeneoriginalboarischeSchnadahuepferl.jpg Zsammzogene original boarische Schnadahüpfl]
 
*[https://www.volksmusik.cc/lieder/flugblaetter/ZsammzogeneoriginalboarischeSchnadahuepferl.jpg Zsammzogene original boarische Schnadahüpfl]
 
und etliche weitere Gstanzllieder auf "[https://www.volksmusik.cc/lieder/flugblaetter.htm Flugblätter]"
 
und etliche weitere Gstanzllieder auf "[https://www.volksmusik.cc/lieder/flugblaetter.htm Flugblätter]"
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*[[Landlergstanzln|Vierzeiler für Landler-Tänze]]
 
*[[Landlergstanzln|Vierzeiler für Landler-Tänze]]
 
*[[Waldviertler Landlergstanzln]]
 
*[[Waldviertler Landlergstanzln]]
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== neu eingesandte Gstanzltexte ==
 
== neu eingesandte Gstanzltexte ==
  
weitere Gstanzltexte, größtenteils von Usern eingesandt. Diese neueren Einsendungen werden nach vier Monaten in die unten stehenden Themengebiete einsortiert.
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Weitere Gstanzltexte, größtenteils von Usern eingesandt. Diese neueren Einsendungen werden nach etwa vier Monaten in die unten stehenden Themengebiete einsortiert.
  
 
Besten Dank allen Einsendern für die folgenden Vierzeiler:
 
Besten Dank allen Einsendern für die folgenden Vierzeiler:
  
=== Robert, 14. 1. 2017 ===
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=== Pezi, 13. 12. 2019 ===
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  °  Im Radio hört man den Wetterbericht,
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      wanns heute net kalt wird, dann gfrierts heute nicht.
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  °  Die Kunst, liaba Mann, die versteht ma erst dann,
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      wann ma's nimma versteht, weil sunst is's ka Kunst net.
 +
  °  So a Politiker, des is a Held,
 +
      der redt nur vom Arbeitn, kriagt trotzdem gnua Geld.
 +
  °  A Bankdirektor, a Diplomat, a Fabrikant, a Advokat,
 +
      a Architekt no dazua, Geld ham de gnua.
 +
  °  In Schwechat wird grad a Flughafn baut,
 +
      bis der amal fertig is, san d Kinder grau.
 +
  °  In Linz in da Vöst brennt s elektrische Licht,
 +
      damit ma des Defizit no besser sicht.
 +
 
 +
=== FF, 20. 11. 2019 ===
 +
 
 +
  °  I geh nimma eine zur Kloahäuslerdirn,
 +
      hat a Wimmerl am Nasnspitz, kunnt des ah kriagn.
 +
  °  Hollodaro, schneids ma mein Bart net o, hollodaro, schneids man net o,
 +
      hopsdodaro, hab eich ja gar nix toan, hollodaro, schneids man net o.
 +
  °  Am Brunn steht die Mitzi und lacht voller Freud,
 +
      und wascht si die Füaß durt, s wor eh höchste Zeit.
 +
  °  In Kierling steht a Wirtshaus, is a Kellnerin, hat a Filzlaus,
 +
      kemman d Schandarm, suachn s Haus aus, und alls wegn ana Laus.
 +
  °  Früahra hab i is ah net gwisst, wia da Fuchs d Henna frisst,
 +
      heut aber waß is scho, bein Schwaf packt a s an.
 +
 
 +
=== Jörg, 18. 10. 2019 ===
 +
 
 +
  °  Ka Vogl, ka Oachkatzl mecht i net sei,
 +
      da miaßt i in ganzn Tag ban Loch aus und ein.
 +
  °  Lusti is's gwen in heurign Summa,
 +
      a Nacht bei mein Dirndl geht gar so gschwind umma.
 +
  °  Es Dirndl von Liefering hats in ihrn Küberl drin,
 +
      tragts am Markt auf und ab, kaufts ihr was ab.
 +
  °  I woaß net, wias kummt, weck i's Deandl oft auf,
 +
      kriagts in a paar Monat an gschollanan Bauch.
 +
  °  A Tuttldattl von Elisabethl und Urschlarschl in an Bauch
 +
      und a Futlfadl von an Müllimald, mit Milch gurgl nach.
 +
  °  Bein Arbeitn hab i halt allweil mei Gfrett,
 +
      viel schöner als da Schef is es Dirndl in Bett.
 +
 
 +
=== Fred, 19. 9. 2019 ===
  
  °  Du schwarzaugerts Dirndl, wia gehn mas denn an,
+
Ein paar moderne:
      dass dir dann dei Kidal net z'kurz wird voran.
+
   °  In München kriagst s Bier in da Maß, des is fein,
   °  Du herzigs, schöns Dirndl, a so gehn mas an,
+
       in Östreich, da kriagn ma jetzt nur mehr Bierlein.
       hint schneid ma a Trumm außa, furn stickln ma's an.
+
   °  Die Prominenz fangt jetzt mitn Golfspielen an,
   °  Manchesmal denk i mir, dass i guat lieg bei dir,
+
       weil ma den Sport ah mit Handschelln spieln kann.
       dann wieder fallts ma ein, 's muaß ja net sein.
+
   °  Lehrer und Lehrerin heiratn zsamm,
   °  Wo i daham bin, hams an hölzern Kamin,
+
       damit sie halt ah a Vierzg-Stundn-Woch ham.
       hams a zbrochane Tür, Dirndl, dassd eina kannst zu mir.
+
 
  °  De Dirndlsprach lern i no, is net so schwer,
+
=== FF, 22. 8. 2019 ===
      wanns sagt, du geh furt, mants nur, kumm amal her.
 
  
=== FF, 11. 12. 2016 ===
+
  °  Beim Dirndl ihrn Brunn wachst a Moos umadum,
 +
      muaß a schlechter Platz sei, geht da Fuchs aus und ei.
 +
  °  Geh ruck nur sche zucha, mei Bett is net brat,
 +
      wannsd ma außefalln tatsd, um die Zeit war ma laad.
 +
  °  Und i hab di scho gern, aber lang derfs net sei,
 +
      grad heit über d Nacht, dann is's wieder vorbei.
 +
  °  Madl, wasst was, auf dein Hemd wachst a Gras,
 +
      ziags aus und setz ei, nacha leg ma uns drei.
 +
  °  Madl, wasst was, dei Kiderl is nass,
 +
      ziags aus und brats auf, nacha leg ma uns drauf.
  
   °  I bin da lang Franz und mi kennt d ganze Welt,
+
== Ältere Gstanzln, nach Themen sortiert ==
       hab d Hosn voll Taschn, aber nirgends a Geld.
+
 
   °  San unsa vier Brüada, aber i bin da längst,
+
=== Tanzgstanzln von Frauen ===
       san alle vier sauba, aber i bin da schönst.
+
 
   °  Meine Stiefln san aus Fuchsleda, weil i allaweil so ummanandapläda,
+
Roswitha schrieb am 22. 11. 2012:
       meine Stiefln san fuchsrot, weil i hamgeh so spat.
+
 
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Hallo! Es gibt einige Tanzgstanzln von Frauen. Gibt es noch mehr?
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  °  Das steirische Tanzn und's Gatterschliefn,
 +
      das hab i mein Büabl erst lerna müaßn.
 +
  °  Mei Schatz is a Jager, a Lump, a vadrahter
 +
      geht aus mit da Büx, aber hoam bringt a nix.
 +
  °  Hinta da Schupfntür hängt a Trumm Ochsengschirr,
 +
      Spann ma zwa Lausbuam ei, gfuhrwerkt muaß sei.
 +
  °  Drei Berg und drei Tal und drei Buam auf amal,
 +
      zum Bussln, zum Foppn, zum Heiratn amal.
 +
  °  Wenn a Frau si recht schön macht, dann nur wegn an Mann,
 +
      weil da Mann besser sehgn - als denkn kann.
 +
 
 +
=== Einleitung ===
 +
 
 +
  °  Da Franz von da Ebn, der spielt euch heut auf,
 +
      und lustige Gstanzln, die sing i euch drauf.
 +
  °  Ja lustige Gstanzln, a Musi voll Schneid,
 +
      fest aufgspielt und gsunga i s guat für die Leut.
 +
  °  Mei liaba Musikant mit da schiefn Nasn,
 +
      du derfst bei mein Gsangl hint nachiblasn.
 +
  °  Lachts net so viel, sunst lach i no mit,
 +
      wann i amal lach, geht des Singa halt nit.
 +
  °  Des Gstanzldichtn, des is mei Passion.
 +
      I sag: reim di oder i friß di, dann reimt sa si schon.
 +
   °  I bin da lang Franz und mi kennt d ganze Welt,
 +
       hab d Hosn voll Taschn, aber nirgends a Geld.
 +
   °  San unsa vier Brüada, aber i bin da längst,
 +
       san alle vier sauba, aber i bin da schönst.
 +
   °  Meine Stiefln san aus Fuchsleda, weil i allaweil so ummanandapläda,
 +
       meine Stiefln san fuchsrot, weil i hamgeh so spat.
 
   °  Mei Huat und mei Gwand san aus Fuchsleda gmacht,
 
   °  Mei Huat und mei Gwand san aus Fuchsleda gmacht,
 
       die schlafn bein Tag und die saufn bei da Nacht.
 
       die schlafn bein Tag und die saufn bei da Nacht.
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   °  Und wann i kan Bart net hätt, des war net guat,
 
   °  Und wann i kan Bart net hätt, des war net guat,
 
       weils Bussln min Bart gar so guat schmeckn tuat.
 
       weils Bussln min Bart gar so guat schmeckn tuat.
 +
  °  Gstanzln kann i gnua, zählt hab i s nia,
 +
      an vierspännign Laterwag brauchat ma schier.
 +
  °  A neugs Liadl singat i allweil so gern,
 +
      aber d Leut wolln halt immer des alte no hörn.
 +
  °  Die Vierzeiler, Gstanzln, die hört jeder gern,
 +
      drum passt's jetzt guat auf, meine Damen und Herrn.
 +
  °  Es gfreit si die Wirtin, es gfrein si die Gäst,
 +
      dass's heut da beim Stammtisch so lustig is gwest.
 +
  °  Buama, singts Gstanzln, tuats net langweilig sein,
 +
      wanns a Zeit singts, fallt euch selber was ein.
 +
  °  Beim Stammtisch da Wirt, der is intressiert,
 +
      dass ma singt, dass ma trinkt, dass ma s Geld zu eam bringt.
 +
  °  Wer hat die schön Gstanzln gmacht? Bauernbuam bei der Nacht
 +
      Bauernbuam bei der Nacht, die hams aufbracht.
 +
  °  I sing euch heut Gstanzln, s' is allas ganz wahr,
 +
      und wann was net wahr war, is's erlogn sogar.
 +
  °  Hurchts zua, liabe Leutln, geht’s, machts ma die Freud,
 +
      die ... und den ..., die feiern ma heut.
 +
  °  Drum sing ma euch Gstanzln, s’is allas ganz wahr,
 +
      und wann was net wahr war, is’s erfundn sogar.
 +
  °  Wer woaß denn a Gstanzl, wem fallt denn was ein?
 +
      Es braucht ja net wahr, aber lustig muaß 's sein.
 +
  °  Weil d steirischn Gstanzln die Grilln so vertreibm,
 +
      drum wolln ma den Wert von die Gstanzln beschreibm.
 +
  °  I bin heut herkumma mitn Schifferklavier,
 +
      i sing eich heit Gstanzln und trink sehr viel Bier.
 +
  °  Griaß eich Gott, liabe Leit, im neichn Joahr,
 +
      und wem`s nu net aufgfålln is, dös ålte is goar
 +
  °  Jeda wülls bessa måcha im neichn Joahr,
 +
      åwa nåch oana Wocha is ålles, wias woar
 +
  °  Ja Leit, habt's es g'merkt, jetzt is's Liedl glei aus,
 +
      i hoff, ihr geihts trotzdem no lang niat nach Haus.
 +
  °  Drum hörn ma jetzt auf, die Gstanzln san gar.
 +
      Mir wünschn alls Guate für d’ nächstn 50 Jahr.
  
=== Egon, 11. 11. 2016 ===
+
=== Alte Zeiten ===
 
 
  °  Die Nacht macht alls finster, der Regn macht alls nass,
 
      dass du an Rausch hast, machts Bier drin im Glas.
 
  °  Hintn im Grabn hams an Kater derschlagn,
 
      da Hans is glei ghupft und hats Fleisch davon tragn.
 
  °  Jetzt hat ana gsunga, des hat si net greimt,
 
      den ghörat die Pappn mit Uhu zua gleimt.
 
  °  Da Hans, der hat Schädlweh, der tuat urndli klagn,
 
      sei Weib hat eam drauf - a Häferl zerschlagn.
 
  °  Der Hans is a Mann, des muass ma scho sagn,
 
      nur sein Bauch, den muass a in Rucksack mittragn.
 
  °  Geh tua net so singa, geh tua net so prahln,
 
      geh liaba zum Greißler und tua Schuldn zahln.
 
 
 
=== Waldhof, 29. 10. 2016 ===
 
  
   °  Die Eva, des Luada, gab in Adam die Frucht,
+
  °  Für an langweiligen Knecht is a Hoamdiandl recht,
       des Rindviech hat's gfressn, jetzt san ma verflucht.
+
      do a lustiga Bua geht an Almdiandl zua.
 
+
   °  Die Sennerin auf der Alm, die kocht sich a Muas,
=== Edgar, 5. 10. 2016 ===
+
      und hat sie kein Löffl, dann rührts mit dem Fuaß.
 +
  °  Beim Diandl auf der Alm gibts alleweil an Spaß,
 +
      wenn der Vata im Tal is, und d' Muatta nix woaß.
 +
  °  D'Sennerin is grantig, an was werd dös liegn?
 +
      De is heit beim Aufstehn in an Kuahdreck einigstiegn.
 +
  °  Auf der Alm drobn muaßt schlafn, Bua, dös is a Sach !
 +
      Derfst rumpln und pumpln, werd koa Bauer nit wach.
 +
  °  Ja auf der Alm, da is a Lebn grad wia im Himmi obn,
 +
       und 's Beichtn und Predigtgehn wird aufs nächst Jahr verschobn !
 +
  °  Wenn mei herzliaba Bua laut jodelt in der Fruah,
 +
      dann gfreut sich unser Herrgott und juchazt dazua.
 +
  °  Wanns koa Almhütterl gab und koa stoanas Wandl
 +
      wo hätt denn da Wildschütz sei Unterstandl?
 +
  °  In Summer is lustig, geht alls da Höh zua,
 +
      bleibt beim Bodn ka Vogerl und ka lustiga Bua.
 +
  °  Nur aufi, nur aufi der hohen Alm zua,
 +
      wer si net aufi traut, is ka lustiga Bua.
 +
  °  Die Sennrin auf da Alm, die hat sechsadreißg Küah,
 +
      aber net so viel Butter wia Dreck auf die Knia.
 +
  °  Wo i gestern bin gwesn, geh i heit neama hin,
 +
      tan Rosnkranz betn in da Rauchkuchl drin.
 +
  °  ischl is a stadl, wean is a stod (Stadt)
 +
      in ischl iß i s bratl und in wean in solot. (Salat)
  
  °  Unsa Schafbock hat plärrt, wia d'Musikantn hat ghört,
+
=== Historisches ===
      wann a d'Notn amal kann, wird a ara Spielmann.
 
  
=== Franz, 8. 9. 2016 ===
+
  °  Zwischen England und Frankreich, da is a groß's Meer
 +
      und da schwimmet da Churchill auf an Karpfn daher.
 +
Gehört vom Vater Franz Fuchs. Die Soldaten haben es im Krieg gesungen.
 +
  °  Mir habn jetzt a Hauptstadt, Sankt Pölten hats gschafft,
 +
      durt essns es Gulasch und uns bleibt da Saft.
 +
  °  Da Vranitzky hat an Vogl, da Mock hat an Krah,
 +
      de miaß ma guat fiadan, sunst fliagns uns davon.
 +
  °  Des Feuer is rot und der Rauch, der is schwarz,
 +
      jetzt gibts in da Höll druntn ah in Proporz.
 +
  °  Zwentndorf, Greifnstein, was wird es nächste sein?
 +
      Bald werdns uns es Hirn ah zuabetoniern.
 +
Die obigen Gstanzln stammten offensichtlich aus dem Jahr 1987.
 +
  °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
 +
      es gschicht eam scho recht, warum sticht er so schlecht.
 +
  °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
 +
      mit der Nadel samt'n Öhr, samt'n Zwirn und der Scher.
 +
  °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
 +
      allen sei es a Lehr, er lebt nimmermehr.
 +
  °  Und Leutln hurchts auf, der Wind hört schon auf,
 +
      gang er allerweil so furt, war ka Schneider mehr durt.
 +
Der Schneidergeselle Janos Libenyi verübte am 18. 2. 1853 mit seinem Dolch ein Attentat auf den Kaiser Franz Josef, das missglückte. Er wurde zum Tode verurteilt und durch den Strang hingerichtet, allerdings nicht auf der Simmeringer Haide, wie heute noch erzählt wird, sondern bei der Spinnerin am Kreuz.
 +
  °  Da Siccardsburg und Van Der Nüll, die können beide viel zu viel,
 +
      Romanik, Gotik, Renaissance, des is den beiden alles ans.
 +
Die beiden bauten als Architekten unter anderem die Hofoper in Wien, heute Staatsoper. Der Baustil (im Stil der Frührenaissance) gefiel weder dem Kaiser noch den Wienern. Van der Nüll verzweifelte an der Kritik und erhängte sich am 4. April 1868. Sein Partner Siccardsburg starb knapp 10 Wochen später. Das damals auf die beiden gesungene Spottgstanzl hat sich erhalten.
  
   °  A Schwalbn macht kan Summer, a Maurer ka Haus,
+
=== Modern ===
       wegn an Dirndl trauern, des zahlt si net aus.
+
 
   °  Mei Bruader is Schweizer, der arbeit gar fein,
+
  °  Gehts Leutln, hurchts zu, wenn ihr net mehr bet’s,
       er macht in an Kas allweil - d Löcher hinein.
+
      dann kummts in die Höll, oder ihr kriagts Aids.
   °  Lustig san d Maurergsölln, wanns in Papp aufschnölln,
+
  °  Wann oana was werdn und was sein will im Lebm,
       wann a drobn pickn bleibt, - dann hams a Freid.
+
      dann braucht er a Handy, sunst steht er danebm.
   °  Da Fiaker, der sitzt aufn Bock, wia ma woaß,
+
   °  A Handy, des is halt a praktische Sach,
       nur da Schneider, der sitzt allerweil - auf da Goaß.
+
       da ziagt ma beim Redn koa Schnur nimmer nach.
   °  Da Wirt und da Pfarrer san mir d liabstn Leut,
+
   °  Ma tragt 's Handy sichtbar, dass jeder glei sagt,
       da wird ma vom Durscht und von d Sündn befreit.
+
       der Neid kunnt an fressn, der Typ, der is gfragt.
   °  Da Schmied haut am Amboss, da Fuaßballer am Balln,
+
   °  Der Schnee, den du gerne in Flocken siehst,
       mei Weib haut am Putz, und i - i derf s zahln.
+
       mir unt in meine Socken fließt
   °  Aber lustig is's gewesn in vurign Winta,
+
  °  Mein Auto gar lang schon im Garten steht,
       habn zwa Mentscha graft - um an Besnbinda.
+
      Weil es halt gar nicht zum Starten geht.
 
+
   °  Da Lipp und da Lenz ham a oanduttats Mensch
== ältere Gstanzln, nach Themen sortiert ==
+
      und da Lipp hats net gwisst, dass's Mensch oanduttat is
 
+
  °  Da Lipp und da Lenz ham a dreiduttats Mensch
=== Tanzgstanzln von Frauen ===
+
      und da Lipp hats ned gwisst, dass's genmanipuliert is
 +
  °  Da Lipp und da Lenz ham a zwoaduttats Mensch
 +
      und da gfreun sa si gwiss, dass's Mensch zwoaduttat is
 +
  °  Wos hod 4 Fiass und Zähnt so vü
 +
      des muas woi sei a Krokodü
 +
  °  Und wos hod 90 Fiass und 2 Zähnt im Mund
 +
       Ba da Prozession da Kameradschaftsbund
 +
  °  Es is alleweil a Schand in diesm Land
 +
      Denn sie lügen, unsere Politiker, die rüden.
 +
   °  Es is alleweil a Schand in diesem Land
 +
      Denn wir wolln studiern und net alleweil nur pariern
 +
  °  Genie auf de Ski san wir, und wie
 +
       Kriegn alle Madln und damit: Servus de Wadln
 +
  °  Genie auf de Ski san wir, und wie
 +
      Kriegn alle Buam und ham a poar verlurn
 +
   °  Da Golf is jetzt tiafaglegt, da Subwoofer bumpert,
 +
       aber sonst is a Golf a ganz schenes Glumpert.
 +
  °  An Scheibtruchnfahrer hams znagst arretiert,
 +
      wegnan Schnellfahrn hams eam glei zwölf Stundn eingspirrt.
 +
   °  Im Gras sitzt a Grüll, der singt was er wüll,
 +
      auf oan mal is's stüll - Tschernobül!
 +
  °  An Automobui bleibt an Automobui,
 +
       ma kauns drah wia mas wui bleibt an Automobui!
  
Roswitha schrieb am 22. 11. 2012:
+
=== Jahreszeiten ===
  
Hallo! Es gibt einige Tanzgstanzln von Frauen. Gibt es noch mehr?
+
  °  Im Advent sing i wieder die schön Weihnachtslieder,
 +
      nur z'Weihnachten net, da werdns ma scho z'bled.
 +
  °  Des Christkind streit allawäu min Weihnachtsmann,
 +
      wer uns den greßeren Kitsch bringen kann.
 +
  °  Weihnacht is schön, wäu die Keks schmeckn guat,
 +
      und ah, wäu ma herschenkt, was ma nia brauchn tuat.
 +
  °  Im Winter ist's kalt und im Sommer ist's warm
 +
      und wenn man kein Schatz hat, dann ist man recht arm.
 +
  °  Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
 +
      da heirat mein Schatzerl, und ich hab an Dreck
  
  °  Das steirische Tanzn und's Gatterschliefn,
+
=== Bergerl ===
      das hab i mein Büabl erst lerna müaßn.
 
  °  Mei Schatz is a Jager, a Lump, a vadrahter
 
      geht aus mit da Büx, aber hoam bringt a nix.
 
  °  Hinta da Schupfntür hängt a Trumm Ochsengschirr,
 
      Spann ma zwa Lausbuam ei, gfuhrwerkt muaß sei.
 
  °  Drei Berg und drei Tal und drei Buam auf amal,
 
      zum Bussln, zum Foppn, zum Heiratn amal.
 
  °  Wenn a Frau si recht schön macht, dann nur wegn an Mann,
 
      weil da Mann besser sehgn - als denkn kann.
 
  
=== Einleitung ===
+
   °  Da drobn am Bergerl, da drunten am See,
 
+
       da schwimmt der Herr Pfarrer mit'm Oarsch in da Höh.
   °  Gstanzln kann i gnua, zählt hab i s nia,
+
   °  Da drobn am Bergerl, da steht a Soldat
       an vierspännign Laterwag brauchat ma schier.
+
       und traut si net oba, weil er die Hos'n voi hot.
   °  A neugs Liadl singat i allweil so gern,
+
   °  Zwischen Salzburg und Ischl, da ist a Tunne,
       aber d Leut wolln halt immer des alte no hörn.
+
       foat ma eine wird's finsta, foat ma außa, wird's hö.  
   °  Die Vierzeiler, Gstanzln, die hört jeder gern,
+
   °  Da drobn am Bergerl, da steht a Klosett,
       drum passt's jetzt guat auf, meine Damen und Herrn.
+
       da tanz'n die Würschtln am Brettl Ballett.
   °  Es gfreit si die Wirtin, es gfrein si die Gäst,
+
   °  Do ob'n aufn bergerl, do geht da schnee weg.
       dass's heut da beim Stammtisch so lustig is gwest.
+
       Do heirat mei diandl und i hob an dreck.
   °  Buama, singts Gstanzln, tuats net langweilig sein,
+
   °  Do obn aufn bergal do is a fuhr hei.
       wanns a Zeit singts, fallt euch selber was ein.
+
       Do laufn zwoa eini und aussa kemman drei.
   °  Beim Stammtisch da Wirt, der is intressiert,
+
   °  Do oben aufn bergal do steht a maschin.
       dass ma singt, dass ma trinkt, dass ma s Geld zu eam bringt.
+
       Do werdn den weibern de busen obgschnittn.
   °  Wer hat die schön Gstanzln gmacht? Bauernbuam bei der Nacht
+
   °  Da droben am Bergerl, man kann es kaum sehn,
       Bauernbuam bei der Nacht, die hams aufbracht.
+
       da packt grod a Feldmaus an Gamsbock im Stehn.
   °  I sing euch heut Gstanzln, s' is allas ganz wahr,
+
   °  Da drobm aufm Bergerl, da steht ein Gerüst,
       und wann was net wahr war, is's erlogn sogar.
+
       da werdn die Weiber elektrisch geküsst.
   °  Hurchts zua, liabe Leutln, geht’s, machts ma die Freud,
+
   °  Jo drobm aufm Bergerl, do steht a kloans Haus,
       die ... und den ..., die feiern ma heut.
+
       do schaugn drei Weiber zum Fenster heraus:
   °  Drum sing ma euch Gstanzln, s’is allas ganz wahr,
+
   °  Die oane isch glotzat, die andre hot Leis`,
       und wann was net wahr war, is’s erfundn sogar.
+
       die dritte hot Gelbsucht und werd neama weiss!
   °  Wer woaß denn a Gstanzl, wem fallt denn was ein?
+
   °  Do drobm aufm Bergerl, do steht a Kapelln
       Es braucht ja net wahr, aber lustig muaß 's sein.
+
       do geand drei Lehra Easchtepfe stöhn
   °  Weil d steirischn Gstanzln die Grilln so vertreibm,
+
   °  Da Easchte kricht eiche, da Zwoate kriacht noch
       drum wolln ma den Wert von die Gstanzln beschreibm.
+
       da Dritte kimb aussa mitn Easchtepfesock.
   °  I bin heut herkumma mitn Schifferklavier,
+
   °  Do drob’n auf’m Bergl, do steht a Kapelln
       i sing eich heit Gstanzln und trink sehr viel Bier.
+
       do läutet der Mesner mit der eigenen Schelln.
   °  Griaß eich Gott, liabe Leit, im neichn Joahr,
+
   °  Da oben auf dem Berge, da geht ein Weg links,
       und wem`s nu net aufgfålln is, dös ålte is goar
+
       da sitzen zwei Gauner, pfui Teufel, da stinkt's.
   °  Jeda wülls bessa måcha im neichn Joahr,
+
   °  Dort oben auf dem Berge, da steht ein Karton,
       åwa nåch oana Wocha is ålles, wias woar
+
       da machen die Zwerge aus Sch ... Bonbon.
   °  Ja Leit, habt's es g'merkt, jetzt is's Liedl glei aus,
+
   °  Da unten im Tale, da ist ein Tunnel,
       i hoff, ihr geihts trotzdem no lang niat nach Haus.
+
       wenn man reinkommt, ist's dunkel, wenn man rauskommt, ist's hell.
   °  Drum hörn ma jetzt auf, die Gstanzln san gar.
 
       Mir wünschn alls Guate für d’ nächstn 50 Jahr.
 
  
=== Alte Zeiten ===
+
=== Hochzeit ===
  
   °  Für an langweiligen Knecht is a Hoamdiandl recht,
+
   °  Wannsd no amal heiratst, dann heirat a Kuah,
       do a lustiga Bua geht an Almdiandl zua.
+
       beim Tag gibts a Milch, in da Nacht gibts a Ruah.  
   °  Die Sennerin auf der Alm, die kocht sich a Muas,
+
   °  Aba oana is a Noarr und zwoa san a Poar,
       und hat sie kein Löffl, dann rührts mit dem Fuaß.
+
       und drei san zu vül, wann ma heiratn will.
   °  Beim Diandl auf der Alm gibts alleweil an Spaß,
+
   °  Jetzt hab i di gheirat, was hab i davon,
       wenn der Vata im Tal is, und d' Muatta nix woaß.
+
       a Stubn voller Kinder und an lumpign Mann.
   °  D'Sennerin is grantig, an was werd dös liegn?
+
   °  Seit i verheirat bin und bin a Mann,
       De is heit beim Aufstehn in an Kuahdreck einigstiegn.
+
       hiatzt schaut mi ka saubernes Diandl mehr an.
   °  Auf der Alm drobn muaßt schlafn, Bua, dös is a Sach !
+
   °  Mittn auf da Straß bleibt a Hochzeitauto stehn
      Derfst rumpln und pumpln, werd koa Bauer nit wach.
+
       da steigt die Braut aus, weils halt Wischerln muass gehn.
  °  Ja auf der Alm, da is a Lebn grad wia im Himmi obn,
+
   °  Zur Gsundheit vum Bräutigam, zur Gsundheit vo da Braut
       und 's Beichtn und Predigtgehn wird aufs nächst Jahr verschobn !
+
       und zur Gsundheit von der Brautjungfrau, weils goar so liab schaut.
  °  Wenn mei herzliaba Bua laut jodelt in der Fruah,
+
   °  Da Franzi håt gheirat, då samma recht froh
      dann gfreut sich unser Herrgott und juchazt dazua.
+
       iaz hoff ma nu weida, daß er s`Kindermåcha recht kånn.
   °  Wanns koa Almhütterl gab und koa stoanas Wandl
+
   °  Aber s’Dindl hot gheirat in Weanawald nei,
      wo hätt denn da Wildschütz sei Unterstandl?
+
       an buglatn Schneider, der bringt’n net nei.
  °  In Summer is lustig, geht alls da Höh zua,
 
       bleibt beim Bodn ka Vogerl und ka lustiga Bua.
 
  °  Nur aufi, nur aufi der hohen Alm zua,
 
      wer si net aufi traut, is ka lustiga Bua.
 
   °  Die Sennrin auf da Alm, die hat sechsadreißg Küah,
 
       aber net so viel Butter wia Dreck auf die Knia.
 
   °  Wo i gestern bin gwesn, geh i heit neama hin,
 
       tan Rosnkranz betn in da Rauchkuchl drin.
 
  °  ischl is a stadl, wean is a stod (Stadt)
 
      in ischl iß i s bratl und in wean in solot. (Salat)
 
  
=== Historisches ===
+
=== Ehe ===
  
   °  Mir habn jetzt a Hauptstadt, Sankt Pölten hats gschafft,
+
   °  Hiaz hob i schon gheirat, hiaz  hob i scho olls,
       durt essns es Gulasch und uns bleibt da Saft.
+
       a Stubn vulla Kinda unds Kreuz aufn Hols.
   °  Da Vranitzky hat an Vogl, da Mock hat an Krah,
+
   °  Erst wünscht er sich ein lieb, trautes Heim,
       de miaß ma guat fiadan, sunst fliagns uns davon.
+
       vom Wirtshaus, da traut er sich heute net heim.
   °  Des Feuer is rot und der Rauch, der is schwarz,
+
   °  O mei, bist du dick worn grad wia da wampad Gust.
       jetzt gibts in da Höll druntn ah in Proporz.
+
       Do kann i dei Weib versteh, dass dera nix mehr glust’.
   °  Zwentndorf, Greifnstein, was wird es nächste sein?
+
   °  Die Frauen san Engerln, is a Flügerl abbrochn,
       Bald werdns uns es Hirn ah zuabetoniern.
+
       dann fliagns immer weiter auf an Besn und lachn.
Die obigen Gstanzln stammten offensichtlich aus dem Jahr 1987.
+
   °  Die Resi und der Sepp, des san gar sparsame Leut
   °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
+
       die stopfen se d'Seckln mit Erdöpflhäut
       es gschicht eam scho recht, warum sticht er so schlecht.
+
   °  Und i tu, was i will, und i tu, was i mag,
   °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
+
       das einzige ist, dass i mei Alte erst frag!
       mit der Nadel samt'n Öhr, samt'n Zwirn und der Scher.
+
   °  Mei Frau de hoast Frida, wonn is ogreif, is zwida,
   °  Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
+
       wonn is net ogreif a, mit da Frida is schwa.
       allen sei es a Lehr, er lebt nimmermehr.
+
   °  Mei Alte hoaßt Frieda, wann is anschau, schauts zwieda,
   °  Und Leutln hurchts auf, der Wind hört schon auf,
+
       wann i s angreif, dann schreits, mit da Frieda is's a Kreiz.  
       gang er allerweil so furt, war ka Schneider mehr durt.  
+
  °  Zur silbernen Hochzeit wird d' Sau abgstochn
Der Schneidergeselle Janos Libenyi verübte am 18. 2. 1853 mit seinem Dolch ein Attentat auf den Kaiser Franz Josef, das missglückte. Er wurde zum Tode verurteilt und durch den Strang hingerichtet, allerdings nicht auf der Simmeringer Haide, wie heute noch erzählt wird, sondern bei der Spinnerin am Kreuz.
+
      da sagt er zu ihr: Was kann d' Sau denn dafür?
   °  Da Siccardsburg und Van Der Nüll, die können beide viel zu viel,
+
   °  Und i und da Franzl, mia hom uns so gern,
       Romanik, Gotik, Renaissance, des is den beiden alles ans.
+
       i iss die Zwetschkn und er isst de Kean.
Die beiden bauten als Architekten unter anderem die Hofoper in Wien, heute Staatsoper. Der Baustil (im Stil der Frührenaissance) gefiel weder dem Kaiser noch den Wienern. Van der Nüll verzweifelte an der Kritik und erhängte sich am 4. April 1868. Sein Partner Siccardsburg starb knapp 10 Wochen später. Das damals auf die beiden gesungene Spottgstanzl hat sich erhalten.
 
  
=== Modern ===
+
=== Familie ===
  
   °  Gehts Leutln, hurchts zu, wenn ihr net mehr bet’s,
+
   °  Furt in da Früah, ham auf d'Nacht, so hats mei Vata gmacht,
       dann kummts in die Höll, oder ihr kriagts Aids.
+
       furt auf d'Nacht, ham in da Früah, so machens mir.
   °  Wann oana was werdn und was sein will im Lebm,  
+
   °  Mei Vata, der faulenzt, mei Muatta pflegt Ruah,
       dann braucht er a Handy, sunst steht er danebm.
+
       mei Bruada reißt's Mäul auf und i schau ea zua.
   °  A Handy, des is halt a praktische Sach,
+
   °  Die Zeiserln habn Kröpferln, da singens damit.
       da ziagt ma beim Redn koa Schnur nimmer nach.
+
       Mei Muatta hat an Kropf, aber singa kanns nit.
   °  Ma tragt 's Handy sichtbar, dass jeder glei sagt,
+
   °  Mei Vater hat's Haus verkauft und in Hof ah,
       der Neid kunnt an fressn, der Typ, der is gfragt.
+
       jetzt gehts übern Goaßbock her, Hallelujah.
   °  Der Schnee, den du gerne in Flocken siehst,
+
   °  Mein Vater tut gar nichts, die Mutter schaut zu,
       mir unt in meine Socken fließt
+
       mein Bruder reißt's Maul auf, und ich pfleg die Ruh.
   °  Mein Auto gar lang schon im Garten steht,
+
   °  Mein' Schwester spielt Geige, mein Bruder Klarinett,
       Weil es halt gar nicht zum Starten geht.
+
       mein Vater schlägt mich, das gibt ein Quartett.
   °  Da Lipp und da Lenz ham a oanduttats Mensch
+
   °  Dei Vota is deppat und du bist sei Bua,
       und da Lipp hats net gwisst, dass's Mensch oanduttat is
+
       er redt nix und sogt nix aber du horchst erm zua!
   °  Da Lipp und da Lenz ham a dreiduttats Mensch
+
   °  Mei Vota, der hot mi ums Brot obi gschickt,
       und da Lipp hats ned gwisst, dass's genmanipuliert is
+
       i hobs foisch vostandn, hob d´ Nochbarin g....
   °  Da Lipp und da Lenz ham a zwoaduttats Mensch
+
   °  Mei Bruder is Beamter, do geht es nie rund,
       und da gfreun sa si gwiss, dass's Mensch zwoaduttat is
+
       der arbeitet wenig, der is en faul Hund.
   °  Wos hod 4 Fiass und Zähnt so vü
+
   °  Mei Schwester is blond, die hot auch ein Stich
      des muas woi sei a Krokodü
+
       die sucht keine Arbeit, die geht auf den Strich.  
  °  Und wos hod 90 Fiass und 2 Zähnt im Mund
+
   °  Hab' g'heirat, hab' g'haust, hab' a Weib wia a Faust,
      Ba da Prozession da Kameradschaftsbund
+
       hab' a Kind in der Wiagn wia a Zwitbuschenbirn.
  °  Es is alleweil a Schand in diesm Land
+
   °  jo a Schippl oide Weiwa, Herr vazeih' ma die Sünd,
       Denn sie lügen, unsere Politiker, die rüden.
+
       obn zuabindn, unten auzindn und zuaschaun, wia's brinnt.
   °  Es is alleweil a Schand in diesem Land
+
   °  Furt in da Friah, hoam aufd Nocht, so hods mei Voda gmocht!
      Denn wir wolln studiern und net alleweil nur pariern
+
       Furt aufd Nocht, hoam a da Friah, so mochans mia!
  °  Genie auf de Ski san wir, und wie
+
   °  Da Vota hot gsogt i sois Heu owa haun,
      Kriegn alle Madln und damit: Servus de Wadln
+
       habs foisch vastondn hobs Keiwe daschlogn.
  °  Genie auf de Ski san wir, und wie
 
      Kriegn alle Buam und ham a poar verlurn
 
  °  Da Golf is jetzt tiafaglegt, da Subwoofer bumpert,
 
       aber sonst is a Golf a ganz schenes Glumpert.
 
   °  An Scheibtruchnfahrer hams znagst arretiert,
 
       wegnan Schnellfahrn hams eam glei zwölf Stundn eingspirrt.
 
   °  Im Gras sitzt a Grüll, der singt was er wüll,
 
       auf oan mal is's stüll - Tschernobül!
 
   °  An Automobui bleibt an Automobui,
 
       ma kauns drah wia mas wui bleibt an Automobui!
 
  
=== Jahreszeiten ===
+
=== Mein Vater ===
  
   °  Im Advent sing i wieder die schön Weihnachtslieder,
+
   °  Mei Voda hat gsagt, i solls Küahfuada holn,
       nur z'Weihnachten net, da werdns ma scho z'bled.
+
       hab n unrecht verstandn, hab eams Briaftaschl zogn.
   °  Des Christkind streit allawäu min Weihnachtsmann,
+
   °  Mei Voda hat gsagt, i soll s Heu aufa tragn,
       wer uns den greßeren Kitsch bringen kann.
+
       hab n unrecht verstandn, hab Käubl derschlagn.
   °  Weihnacht is schön, wäu die Keks schmeckn guat,
+
   °  Mei Voda hat gsagt, i soll d Ross eispannan,
       und ah, wäu ma herschenkt, was ma nia brauchn tuat.  
+
       hab n unrecht verstandn, bin schlafn gangan,
   °  Im Winter ist's kalt und im Sommer ist's warm
+
  °  Mei Voda hat s Haus verkaft und die Kuah ah,
       und wenn man kein Schatz hat, dann ist man recht arm.
+
      jetzt gehts übern Gasbock her, halleluja.
   °  Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
+
   °  Mein Vadern sei Häusl, des ghört amal mei,
       da heirat mein Schatzerl, und ich hab an Dreck
+
       hat rundumadum Löcher, geht da Wind aus und ei.
 
+
  °  Mei Vader hat Ochsn, hat Ochsn grad an,
=== Bergerl ===
+
      wann i net daham bin, dann hat er gar kann.
 
+
   °  Geh, dalkater Vata, geh schimpf net auf d Letzt,
   °  Da drobn am Bergerl, da drunten am See,
+
       gangst selber zum Dirndl, wanns d Muatta net hättst.
       da schwimmt der Herr Pfarrer mit'm Oarsch in da Höh.
+
  °  Mei Vater is Sänger und Sänger bin i,
   °  Da drobn am Bergerl, da steht a Soldat
+
      Mei Vater singt Opern und Liadln sing i.
       und traut si net oba, weil er die Hos'n voi hot.
+
  °  Mei Vater is Lehrer und Lehrer bin i,
   °  Zwischen Salzburg und Ischl, da ist a Tunne,
+
      er hobelt und leimt und die Moidln nagl i.
       foat ma eine wird's finsta, foat ma außa, wird's hö.  
+
  °  Mei Vater is Bauer und Bauer bin i,
   °  Da drobn am Bergerl, da steht a Klosett,
+
      mei Vater batu G'müs an und an Bockmist bau i.
       da tanz'n die Würschtln am Brettl Ballett.
+
   °  Mei Vater, der is bei da Sittenpolizie,
   °  Do ob'n aufn bergerl, do geht da schnee weg.
+
       wenn der meine Moidln kriagt, sperrt er sie ei.
       Do heirat mei diandl und i hob an dreck.
+
  °  Mei Vater is Metzger und Metzger bin i,
   °  Do obn aufn bergal do is a fuhr hei.
+
      mei Vater sticht d'Sei an und d' Moidln stech i.
       Do laufn zwoa eini und aussa kemman drei.
+
  °  Mei Vater is Jacher un Jacher bin i,
   °  Do oben aufn bergal do steht a maschin.
+
      mei Vater jagt d'Hirschln und d'Moidln jag i.
       Do werdn den weibern de busen obgschnittn.
+
   °  Mei Vater is Nachtwächter, soa a Glück für mi,
   °  Da droben am Bergerl, man kann es kaum sehn,
+
       denn wenn mei Vater oarwat, dann oarwa a i.
       da packt grod a Feldmaus an Gamsbock im Stehn.
+
  °  Mei Vater is Flieger und Flieger bin i,
   °  Da drobm aufm Bergerl, da steht ein Gerüst,
+
      er fliegt über die Wolken, auf d'Moidln flieg i.
       da werdn die Weiber elektrisch geküsst.
+
   °  Mei Vater, da haut soa a grauße Fabrik,
   °  Jo drobm aufm Bergerl, do steht a kloans Haus,
+
       i ho meine Moidln, ja des is a Glück.
       do schaugn drei Weiber zum Fenster heraus:
+
  °  Mei Vater, der oarwat in an sägewerk
   °  Die oane isch glotzat, die andre hot Leis`,
+
      und zu mir sagt mei Modl: "Mei haust du an kloin Zwerg."
       die dritte hot Gelbsucht und werd neama weiss!
+
   °  Mei Vater, der is oft a rechter Hanswurscht,
   °  Do drobm aufm Bergerl, do steht a Kapelln
+
       und i sitz im Wirtshaus und hob an mords Durscht.
       do geand drei Lehra Easchtepfe stöhn
+
  °  Mei Vater, der klettert und klettern tou i.
   °  Da Easchte kricht eiche, da Zwoate kriacht noch
+
      Er klettert im Gebirg rum und af d'Moidln kletter i.
       da Dritte kimb aussa mitn Easchtepfesock.
+
   °  Mei Vater is Büchs'nmacher und des selbe bin i,
   °  Do drob’n auf’m Bergl, do steht a Kapelln
+
       mei Vater macht G'wehrln und d'Bixn mach i.
       do läutet der Mesner mit der eigenen Schelln.  
+
   °  Mei Vater is Bäcker und Bäcker bin i.
   °  Da oben auf dem Berge, da geht ein Weg links,
+
       Mei Vater backt Semmeln und d'Moidln pack i.
       da sitzen zwei Gauner, pfui Teufel, da stinkt's.
+
   °  Mei Vater spielt Zitzer und zittern tou i,
   °  Dort oben auf dem Berge, da steht ein Karton,
+
       wenn i auf d'Nacht hoim kumm und ma Alte sieh.
       da machen die Zwerge aus Sch ... Bonbon.
+
   °  Mei Vater is Schnitzer und Schnitzer bi i,
   °  Da unten im Tale, da ist ein Tunnel,
+
       er schnitzt schöne Manndln und d'Weibla schnitz i.
       wenn man reinkommt, ist's dunkel, wenn man rauskommt, ist's hell.
+
   °  Mei Vater is Angler und Angler bin i,
 
+
       mei Vater angelt Fischl und dÄMoidln angel i.
=== Hochzeit ===
+
   °  Mei Vater hot Henna, ja des is a Pracht,
 
+
       i hab meine Moidln, hob's immer so g'macht.
 
+
   °  Mei Vater deckt Dächer und Dächer deck i,
   °  Wannsd no amal heiratst, dann heirat a Kuah,
+
      und i deck a die Moidln, ja dau legst di hi.
       beim Tag gibts a Milch, in da Nacht gibts a Ruah.  
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  °  Mei Vater is Winzer und Winzer bin i,
   °  Aba oana is a Noarr und zwoa san a Poar,
+
       er steigt afm Berg rum, auf d'Moidln steig i.
       und drei san zu vül, wann ma heiratn will.
+
   °  Mei Vater, der spielt afm Schifferklavier,
   °  Jetzt hab i di gheirat, was hab i davon,
+
       i spiel mit die Moidln af d'Nacht bis um vier.
       a Stubn voller Kinder und an lumpign Mann.
+
   °  Mein Vater, den ziegt's zu da Feierwehr hi,
   °  Seit i verheirat bin und bin a Mann,
+
       dau spritzt er mitn Schlauch um, wos glabst daan, mach i?
       hiatzt schaut mi ka saubernes Diandl mehr an.
+
  °  Mei Vater fegt Schornstein und Schornstein feg i
   °  Mittn auf da Straß bleibt a Hochzeitauto stehn
+
      und i feg a d'Moidln knapp ober die Knie.
       da steigt die Braut aus, weils halt Wischerln muass gehn.
+
   °  Mei Vater is Maler und Maler bin i,
   °  Zur Gsundheit vum Bräutigam, zur Gsundheit vo da Braut
+
       er malt lauter Viecher, schöne Moidln mal i.
       und zur Gsundheit von der Brautjungfrau, weils goar so liab schaut.
+
   °  Mei Vater is Pfoarra und Pfoarra bin i,
   °  Da Franzi håt gheirat, då samma recht froh
+
       er treibt's mit die Boum und mit wem treib's nachat i?
       iaz hoff ma nu weida, daß er s`Kindermåcha recht kånn.
+
  °  Mei Vaer is Schaffner und Schaffner bin i,
   °  Aber s’Dindl hot gheirat in Weanawald nei,
+
      er zwickt die Billettln und die Moidln zwick i.
       an buglatn Schneider, der bringt’n net nei.
+
   °  Mei Vater spielt Flötn, da des mach i nie,
 
+
       weil an meine Flötn lass i d'Moidln no hi.
=== Ehe ===
+
  °  Mei Vater hot an Zeiger und an Zeiger ho i.
 
+
      er zeigt'n seiner Alt'n und die Moidln zeig'n i.
   °  Hiaz hob i schon gheirat, hiaz  hob i scho olls,
+
  °  Mei Vater is beim Bauhof, dau steckt er oft in an Loch,
       a Stubn vulla Kinda unds Kreuz aufn Hols.
+
      i steck in mein Moidl, wos will i denn noch.
   °  Erst wünscht er sich ein lieb, trautes Heim,
+
   °  Mein Vatern sei Alte, die haut grauße Händ,
       vom Wirtshaus, da traut er sich heute net heim.
+
       und mir kosten d'Moidln no mei letztes Hemd.
   °  O mei, bist du dick worn grad wia da wampad Gust.
+
  °  Mei Vater, der haut sua a alte Matratz'n,
       Do kann i dei Weib versteh, dass dera nix mehr glust’.
+
      wenn der auf ihr pimert, dann plärrn glei die Ratz'n.
   °  Die Frauen san Engerln, is a Flügerl abbrochn,
+
  °  Ihr lieben Leit, i bin meim Vater sei Bou,
       dann fliagns immer weiter auf an Besn und lachn.
+
      i hab mei Matratzl scho g'pimpert grod gnou.
   °  Die Resi und der Sepp, des san gar sparsame Leut
+
  °  Mei Vater is Baumeister und Baumeister bin i,
       die stopfen se d'Seckln mit Erdöpflhäut
+
      mei Vater baut Heiser, Luftschlösser bau i.
   °  Und i tu, was i will, und i tu, was i mag,
+
   °  Mei Vateri ind i, mir san rechte Charmeur,
       das einzige ist, dass i mei Alte erst frag!
+
       doch wenn's um a Moidl geiht, schaut er in d' Röhr.
   °  Mei Frau de hoast Frida, wonn is ogreif, is zwida,
+
  °  Mei Vater is Schouster und Schouster bin i,
       wonn is net ogreif a, mit da Frida is schwa.
+
      mei Vater leimt d'Sohln an und d'Moidln leim i.
   °  Mei Alte hoaßt Frieda, wann is anschau, schauts zwieda,
+
   °  Mei Vater is Gendarm und Gendarm bi i,
       wann i s angreif, dann schreits, mit da Frieda is's a Kreiz.  
+
      er jagt die Verbrecher und d'Moidln jag i.
   °  Zur silbernen Hochzeit wird d' Sau abgstochn
+
  °  Mei Vater und i machen 'S Nikolausi,
       da sagt er zu ihr: Was kann d' Sau denn dafür?
+
      dau braucht ar a Zipfelmütz, owar a andre wie i.
   °  Und i und da Franzl, mia hom uns so gern,
+
  °  Mei Vater, der steiht oft vorm Altersheim rum,
       i iss die Zwetschkn und er isst de Kean.
+
       weil dau wohnt sa Moidl, ja schrum didel dum.
 
+
   °  Mei Vater is rentner, da des wir i nie,
=== Familie ===
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      bevor i so alt bin, mach'n d'Moidln mi hi.
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  °  Mei Vota is Metzga und Metzga bin i
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       mei Vota sticht dSauna und dWeiba stich i.
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   °  Mei Vota is Tischla und Tischla bin i
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      mei Vota hobelt dBretta und dWeiba hoblt i.
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  °  Mei Vota is Dochdecka und Dochdecka bin i
 +
       mei Vota deckt dHeisa und dWeiba deck i.
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   °  mei vodda is schuasta, und schuasta bin i,
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       mei vodda noglt di schuach und die weiwa nogl i!
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   °  mei vodda is maura, und maura bin i,
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       mei vodda schiabt die scheibtruchn und die weiwa schiab i
 +
  °  Mei Vadder ist Fuhrmann, er steht sehr früh auf,
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      doch ich bleib gern liege weil i abends so sauf.
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   °  Mein Vater ist Schreiner und Schreiner bin ich,
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       mein Vater macht die Wiege, was’ neikommt, mach’ ich.
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   °  Da Vota is Tischler und Tischler bin i,
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       da Vota mocht d´Wiagn und wos eini keart i.
 +
 
 +
=== Schwiegermutter ===
 +
 
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   °  Mei Schwiegermuada, des Schinderluada, kebbelt allweil mit mir,
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       Hätts Radln, wars a Autobus, kunnt i ummafahrn mit ihr.
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   °  Mei Schwiegamuatta, die hams jetzt bei da Zeitung angagiert,
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       weil sie am Montag scho woaß, was am Freitag passiert.
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   °  Mei Schwiegamuatta und a Papagei ham die gleiche Natur,
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       wanns an Schnabel amal auftoan, bringans n eh neama zua.
 +
   °  I hab mei Schwiegamuatta zwegn ihrn Meckern mal unter d Schof einitoan,
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       des ham d Schof net ausghaltn, de san auf und davon.
 +
   °  Mei Schwiegamuatta, de halt de Antn, mei Schwiegamuatta, de halt de Kia,
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       mei Schwiegamuatta, de halt alls, grad ihr Goschn halts nia.
 +
   °  Mei Schwiegamuatta is wia a Bumerang, de wirst anfach net luck,
 +
       de kannst hinschleudern, wosd magst, de kummt glei wieder zruck.
 +
   °  I wollt mei Schwiegamuatta recyclen, Bua, des wor a Gfrett,
 +
       s ganze Alteisn hams gnumme, aber solchane Beißzangan net.
 +
   °  Dass mei Schwiegamuatta net in Himmi kimmt, Leutln, des waß i schon,
 +
       weil a Drachn net höcher als wia hundert Meter steign kann.
 +
   °  Drei Schwiegermütter gingen badn in an See bei Berchtesgadn,
 +
       zwa davon san glei ersoffn, von da drittn wolln mas hoffn.
 +
   °  Zwa Burgermaster, drei Gendarm, fünf Polizistn und a Kua
 +
       und a Schwiegamuatta, ja jetzt man i, des san Rindviecher gnua.
 +
 
 +
=== Berufe ===
  
   °  Die Zeiserln habn Kröpferln, da singens damit.
+
   °  Da Fischer fischt Fischerln im Fischteich drin heut,
       Mei Muatta hat an Kropf, aber singa kanns nit.
+
       fischt er a Fischerl, hat da Fischer a Freud.
   °  Mei Vater hat's Haus verkauft und in Hof ah,
+
   °  Wann i zum Zahnarzt geh, tuat ma ka Zahn mehr weh,
       jetzt gehts übern Goaßbock her, Hallelujah.
+
       nur wann i wegga geh, tuat a ma weh.
   °  Mein Vater tut gar nichts, die Mutter schaut zu,
+
   °  Auf und auf waschlnass und die Schuach voller Sand.
       mein Bruder reißt's Maul auf, und ich pfleg die Ruh.
+
       bringt die Kellnarin ka Bier her, zerreiß ma ihr s Gwand.
   °  Mein' Schwester spielt Geige, mein Bruder Klarinett,
+
   °  A Schwalbn macht kan Summer, a Maurer ka Haus,
       mein Vater schlägt mich, das gibt ein Quartett.
+
       wegn an Dirndl trauern, des zahlt si net aus.
   °  Dei Vota is deppat und du bist sei Bua,
+
   °  Mei Bruader is Schweizer, der arbeit gar fein,
       er redt nix und sogt nix aber du horchst erm zua!
+
       er macht in an Kas allweil - d Löcher hinein.
   °  Mei Vota, der hot mi ums Brot obi gschickt,
+
   °  Lustig san d Maurergsölln, wanns in Papp aufschnölln,
       i hobs foisch vostandn, hob d´ Nochbarin g....  
+
       wann a drobn pickn bleibt, - dann hams a Freid.
   °  Mei Bruder is Beamter, do geht es nie rund,
+
   °  Da Fiaker, der sitzt aufn Bock, wia ma woaß,
      der arbeitet wenig, der is en faul Hund.
+
       nur da Schneider, der sitzt allerweil - auf da Goaß.
  °  Mei Schwester is blond, die hot auch ein Stich
+
   °  Da Wirt und da Pfarrer san mir d liabstn Leut,
       die sucht keine Arbeit, die geht auf den Strich.  
+
       da wird ma vom Durscht und von d Sündn befreit.
   °  Hab' g'heirat, hab' g'haust, hab' a Weib wia a Faust,
+
   °  Da Schmied haut am Amboss, da Fuaßballer am Balln,
       hab' a Kind in der Wiagn wia a Zwitbuschenbirn.
+
       mei Weib haut am Putz, und i - i derf s zahln.
   °  jo a Schippl oide Weiwa, Herr vazeih' ma die Sünd,
+
   °  Die Handwerker jammern, dass ka Arbeit mehr gibt,
       obn zuabindn, unten auzindn und zuaschaun, wia's brinnt.
+
       aber lebn tuans recht guat, vom Defizit.
   °  Furt in da Friah, hoam aufd Nocht, so hods mei Voda gmocht!
+
   °  Znaxt war uns a Maurer bei da Arbeit dafrorn,
       Furt aufd Nocht, hoam a da Friah, so mochans mia!
+
       ham man in d Sunn einiglant, is a do wieda worn.
   °  Da Vota hot gsogt i sois Heu owa haun,
+
   °  Znaxt hat si a Maurer in d Sunn einigsitzt,
       habs foisch vastondn hobs Keiwe daschlogn.
+
       dass d Leut amal sehgn, dass a a amal schwitzt.
 
+
   °  Die Maurer tan Vurmittag auffipatzen,
=== Mein Vater ===
+
       am Nachmittag kummans dann, awikratzen.
 
+
   °  Wann d Sunn owigeht, gehn die Zimmerleut ham,
   °  Mei Voda hat gsagt, i solls Küahfuada holn,
+
       die patschaten Maurer bleibm steckn im Lahm.
       hab n unrecht verstandn, hab eams Briaftaschl zogn.
+
   °  Wann die Zeit amol war, wann die Zeit amol kam,
   °  Mei Voda hat gsagt, i soll s Heu aufa tragn,
+
       dass a Bauer den andern bei dö Ohrwascheln nahm.
       hab n unrecht verstandn, hab Käubl derschlagn.
+
   °  Der Bäcker backt Brot, der Müller tuat mahln,
   °  Mei Voda hat gsagt, i soll d Ross eispannan,
+
       der Finanzminister macht Schuldn und mir kennans zahln.
       hab n unrecht verstandn, bin schlafn gangan,
+
   °  Der Hauer presst d Weinbeer, so lang er was gspürt,
   °  Mei Voda hat s Haus verkaft und die Kuah ah,
+
       die selbe Method hat's Finanzamt eingführt.
       jetzt gehts übern Gasbock her, halleluja.
+
   °  In da Schul fragt da Lehrer: Was willst denn du werdn?
   °  Mein Vadern sei Häusl, des ghört amal mei,
+
       I lern auf an Rentner, net tuans mi mehr störn.
       hat rundumadum Löcher, geht da Wind aus und ei.
+
   °  Studenten san jung, könnan lesn und schreibn
   °  Mei Vader hat Ochsn, hat Ochsn grad an,
+
       und miassn si d'Zeit mit n Lernen vatreiben.
       wann i net daham bin, dann hat er gar kann.
+
   °  A Ix und a Zet und Studentn san nett
   °  Geh, dalkater Vata, geh schimpf net auf d Letzt,
+
       und a Zet und a Ix, aber lerna tans nix.
       gangst selber zum Dirndl, wanns d Muatta net hättst.
+
   °  S gibt allerhand Maschinen, zum Mahn und zur Saat,
   °  Mei Vater is Sänger und Sänger bin i,
+
       jetzt brauchat ma ane, die d Steuern zahln tat.
       Mei Vater singt Opern und Liadln sing i.
+
   °  Wallfahrn bin i ganga seit gestern in da Fruah,
   °  Mei Vater is Lehrer und Lehrer bin i,
+
       hab d Kirchn net gfundn, aber Wirtshäuser gnua.
       er hobelt und leimt und die Moidln nagl i.
+
   °  Der Keller und s Presshaus san s schönste Quartier,
   °  Mei Vater is Bauer und Bauer bin i,
+
       da gfreit mi s Dahambleibm oft bis in da Früah.
       mei Vater batu G'müs an und an Bockmist bau i.
+
   °  Beim Wirtn an da Eckn gibts Ochsn grad gnua,
   °  Mei Vater, der is bei da Sittenpolizie,
+
       die an, die werdn bratn, die andern schaun zua.
       wenn der meine Moidln kriagt, sperrt er sie ei.
+
   °  Hinta da Wirtshaustür hängt an alts Ochsngschirr,
   °  Mei Vater is Metzger und Metzger bin i,
+
       spann ma die Wirtin ein, fahr ma um an Wein.
       mei Vater sticht d'Sei an und d' Moidln stech i.
+
   °  In Wirtn hat tramt, in Keller brennt da Wein,
   °  Mei Vater is Jacher un Jacher bin i,
+
       jetzt rennt der Narr abe und schütt Wasser drein.
       mei Vater jagt d'Hirschln und d'Moidln jag i.
+
   °  Da Wirt huckt im Keller, tuat Wasser pumpen,
   °  Mei Vater is Nachtwächter, soa a Glück für mi,
+
       die Wirtin schreit abe, tan no fünf Viertln fehln.
       denn wenn mei Vater oarwat, dann oarwa a i.
+
   °  Da Wirt und da Pfarrer san mir d'liabstn Leut,
   °  Mei Vater is Flieger und Flieger bin i,
+
       da wird ma vom Durscht und von d'Sündn befreit.
       er fliegt über die Wolken, auf d'Moidln flieg i.
+
   °  Da Schmid hat an Amboss, da Fuaßballer an Balln,
   °  Mei Vater, da haut soa a grauße Fabrik,
+
       Mei Frau hat an Putz, und i derf des zahln.
       i ho meine Moidln, ja des is a Glück.
+
   °  Aber lusti is's gwesn in vurign Winta,
   °  Mei Vater, der oarwat in an sägewerk
+
       habn zwa Mentscha graft um an Besnbinda.
       und zu mir sagt mei Modl: "Mei haust du an kloin Zwerg."
+
   °  Da Fiaka sitzt auf sein Bock, wia ma waaß,
   °  Mei Vater, der is oft a rechter Hanswurscht,
+
       nur da Schneider, der sitzt allerweil auf da Gaß.
       und i sitz im Wirtshaus und hob an mords Durscht.
+
   °  Ja z’erst schick i an Bürgermeister und an Pfarrer an schö’na Gruaß,
   °  Mei Vater, der klettert und klettern tou i.
+
       weil i hoff, das i dann Heut Abend mei Zech, net selber Zahl’n muaß.
       Er klettert im Gebirg rum und af d'Moidln kletter i.
+
   °  Und mit’n Pfarrer sing i heut net, ja i hoff dass er des versteht
   °  Mei Vater is Büchs'nmacher und des selbe bin i,
+
       zum Halleluja singa liabe Geistlichkeit, hob i Heut koa Zeit.
       mei Vater macht G'wehrln und d'Bixn mach i.
+
   °  Und weil i ka Bauer bin, wird ma ka Kuah net hin,
   °  Mei Vater is Bäcker und Bäcker bin i.
+
       scheißt ma ka Katz ins Korn, kriag i kan Zorn.
       Mei Vater backt Semmeln und d'Moidln pack i.
+
   °  An Jät und an Schnitt brauch i mei Diandl nit,
   °  Mei Vater spielt Zitzer und zittern tou i,
+
       aber zum Erdäpfelgrabn muaß is a Diandl wohl habn.
       wenn i auf d'Nacht hoim kumm und ma Alte sieh.
+
   °  I woiß net, i hab mit der Arbeit ka Freid,
   °  Mei Vater is Schnitzer und Schnitzer bi i,
+
       denn grad mit der Arbeit versaut ma die Zeit
       er schnitzt schöne Manndln und d'Weibla schnitz i.
+
   °  Grad heut hab i halt mit da Arbeit ka Freud,
   °  Mei Vater is Angler und Angler bin i,
+
       und i man, des is morgn grad so als wia heut.
       mei Vater angelt Fischl und dÄMoidln angel i.
+
   °  Der Bäcker macht Wecken und der Sattler de Schnalln,
   °  Mei Vater hot Henna, ja des is a Pracht,
+
       Der Burgermaster macht Schulden, und mir kennans zahln.
       i hab meine Moidln, hob's immer so g'macht.
+
   °  Der Bäcker tuat bocha, a Mülla tuat moin,
   °  Mei Vater deckt Dächer und Dächer deck i,
+
       und d Gemeinde mocht Schuidn und mia miassns zoin.
       und i deck a die Moidln, ja dau legst di hi.
+
   °  iats wa scho glei a Maura ba da Arbeit dafroan.
   °  Mei Vater is Winzer und Winzer bin i,
+
       Homsn in´d Sunn dauniglegt, is a e wieda woan.
       er steigt afm Berg rum, auf d'Moidln steig i.
+
   °  Wonn d´Sunn owi geht, gehn Zimmaleit hoam.
   °  Mei Vater, der spielt afm Schifferklavier,
+
       Nur de potschatn Maura bleibn stecka im Loam.
       i spiel mit die Moidln af d'Nacht bis um vier.
+
   °  Was macht denn a Jager alloani im Wald,
   °  Mein Vater, den ziegt's zu da Feierwehr hi,
+
       ja was wird er denn machn, auf a Wildsau passt a halt.
       dau spritzt er mitn Schlauch um, wos glabst daan, mach i?
+
   °  Es Wildsau-Fleisch schmeckt guat, dass es höcha nimmer geht,
   °  Mei Vater fegt Schornstein und Schornstein feg i
+
       es is nur so bled, so a Sau derwischt ma net.
       und i feg a d'Moidln knapp ober die Knie.
+
   °  Die Jäger sind Heger, sind Wild- und Waldpfleger,
   °  Mei Vater is Maler und Maler bin i,
+
       die Sprach is scho fein, dieses Jägerlatein.
       er malt lauter Viecher, schöne Moidln mal i.
+
   °  Wanns amoi apper wiad, das mi koa Jaga gschpiart,
   °  Mei Vater is Pfoarra und Pfoarra bin i,
+
       geh i aussi in Wald und schiaß, dass ois knoit.
       er treibt's mit die Boum und mit wem treib's nachat i?
+
   °  Warum halt an Jager es Kirchgehn net gfreit,
   °  Mei Vaer is Schaffner und Schaffner bin i,
+
       fürn Jeep is's zu eng, für die Füaß is' zu weit.
       er zwickt die Billettln und die Moidln zwick i.
+
   °  Dort drobn auf da Höh, steht a Gams und a Reh.
   °  Mei Vater spielt Flötn, da des mach i nie,
+
       Und da Jaga dabei, leckts mi am Oarsch olle drei.
       weil an meine Flötn lass i d'Moidln no hi.
+
   °  Da Wirt tramt all Tag, in Keller brennt da Wein,
   °  Mei Vater hot an Zeiger und an Zeiger ho i.
+
       bei da Nacht steht a auf und schütt Wasser drein
       er zeigt'n seiner Alt'n und die Moidln zeig'n i.
+
   °  Da Wirt geht in Wald, brockt Schwammerln voll Freud,
   °  Mei Vater is beim Bauhof, dau steckt er oft in an Loch,
+
       was er kennt, isst er selber, was net, kriagn die Leut.
       i steck in mein Moidl, wos will i denn noch.
+
   °  Mein Schatz is a Köchin, die kocht mir a Mus,
   °  Mein Vatern sei Alte, die haut grauße Händ,
+
       sie sitzt auf dem Pfann'stiel und rührt mit dem Fuß.
       und mir kosten d'Moidln no mei letztes Hemd.
+
   °  Mei Vata is Tischler und hoblt in Bodn
   °  Mei Vater, der haut sua a alte Matratz'n,
+
       Da hat a si an Schiefer in Oarsch eini zogn
       wenn der auf ihr pimert, dann plärrn glei die Ratz'n.
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   °  Hiazt geht er zan Dokter und lasst si kuriern
   °  Ihr lieben Leit, i bin meim Vater sei Bou,
+
       Und lass si den Schiefern vom Oarsch außaziagn
       i hab mei Matratzl scho g'pimpert grod gnou.
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   °  I geh jetzt zum Zahnarzt, meine Zahnderln kuriern,
   °  Mei Vater is Baumeister und Baumeister bin i,
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       i lass ma den vordern und hintern plombiern.
       mei Vater baut Heiser, Luftschlösser bau i.
+
   °  d' Polizisten warn grean, d' Gendarm, de warn grau,
  °  Mei Vateri ind i, mir san rechte Charmeur,
+
       seid s' jetzt beinand san, san s' alle zwa blau.
      doch wenn's um a Moidl geiht, schaut er in d' Röhr.
+
   °  Do drobn aum Berg, da steht a Schaundarm,
   °  Mei Vater is Schouster und Schouster bin i,
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       der gibt mit da Giaskaul an Fliegaarlarm.
       mei Vater leimt d'Sohln an und d'Moidln leim i.
+
   °  Do drob'm am Bergerl, da ganz droben links
   °  Mei Vater is Gendarm und Gendarm bi i,
+
       do stengan zwoa Kiwara, do drob'm ja dort stinkts
       er jagt die Verbrecher und d'Moidln jag i.
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   °  Mir Holzhackerbuama, mir müassn uns plagn,
   °  Mei Vater und i machen 'S Nikolausi,
+
       mir müassn die Zwanzger ausn Holz ausserschlagn.
       dau braucht ar a Zipfelmütz, owar a andre wie i.
+
   °  I bin a jungs Bürscherl, zwanzg Jahr bin i alt,
   °  Mei Vater, der steiht oft vorm Altersheim rum,
+
       und jetzt schreibt ma da Kaiser, er brauchert mi bald.
       weil dau wohnt sa Moidl, ja schrum didel dum.
+
   °  Jetzt bin i Soldat, und mei Schatz want si z'tod,
   °  Mei Vater is rentner, da des wir i nie,
+
       bin a lustiger Bua und lach nur dazua.
       bevor i so alt bin, mach'n d'Moidln mi hi.
+
   °  Geh Schatzerl, sei gscheit, waaßt, der Kaiser braucht Leit,
   °  Mei Vota is Metzga und Metzga bin i
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       wann i zruck kumm retour, bin i wieder dei Bua.
       mei Vota sticht dSauna und dWeiba stich i.
+
   °  Wos hod den da Baua fia an schneidign Huad,  
   °  Mei Vota is Tischla und Tischla bin i
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       Fia so an gscheadn Hamme war a Zipfehaum gnuag
       mei Vota hobelt dBretta und dWeiba hoblt i.
 
   °  Mei Vota is Dochdecka und Dochdecka bin i
 
      mei Vota deckt dHeisa und dWeiba deck i.
 
  °  mei vodda is schuasta, und schuasta bin i,
 
       mei vodda noglt di schuach und die weiwa nogl i!
 
   °  mei vodda is maura, und maura bin i,
 
      mei vodda schiabt die scheibtruchn und die weiwa schiab i
 
  °  Mei Vadder ist Fuhrmann, er steht sehr früh auf,
 
       doch ich bleib gern liege weil i abends so sauf.
 
  °  Mein Vater ist Schreiner und Schreiner bin ich,
 
      mein Vater macht die Wiege, was’ neikommt, mach’ ich.
 
   °  Da Vota is Tischler und Tischler bin i,
 
       da Vota mocht d´Wiagn und wos eini keart i.
 
  
=== Berufe ===
+
=== Musikanten ===
  
   °  Die Handwerker jammern, dass ka Arbeit mehr gibt,
+
   °  Musikantn san krank, wia kann mas kuriern.
       aber lebn tuans recht guat, vom Defizit.
+
       Mit Wein muaß mas waschn, mit Fuzga einschmiern.
   °  Znaxt war uns a Maurer bei da Arbeit dafrorn,
+
   °  Spielleut, spielts auf, und es werds scho was kriagn,
       ham man in d Sunn einiglant, is a do wieda worn.
+
       am Samstag is Markttag, kriagts a Simperl vomm Birn.
   °  Znaxt hat si a Maurer in d Sunn einigsitzt,
+
   °  Musikantn, spülts auf, dass i ka Geld net brauch,
      dass d Leut amal sehgn, dass a a amal schwitzt.
+
       schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
  °  Die Maurer tan Vurmittag auffipatzen,
+
   °  Musikantn, sads Lumpn, habts koana ka Geld,
       am Nachmittag kummans dann, awikratzen.
+
       a Stubn volla Kinder, ka Troad aufn Feld.
   °  Wann d Sunn owigeht, gehn die Zimmerleut ham,
+
   °  Musikanten, spielts auf, i sing euch an drauf.
       die patschaten Maurer bleibm steckn im Lahm.
+
       Musikantn, ziagts an, dass neamd einschlafn kann.
   °  Wann die Zeit amol war, wann die Zeit amol kam,
+
   °  Musikantn, spielts fleißig, und es werds scho was kriagn,
       dass a Bauer den andern bei dö Ohrwascheln nahm.
+
       i leg euch an Erdäpfel außi auf d Stiagn.
   °  Der Bäcker backt Brot, der Müller tuat mahln,
+
   °  Unsa Schafbock hat plärrt, wia d'Musikantn hat ghört,
       der Finanzminister macht Schuldn und mir kennans zahln.
+
       wann a d'Notn amal kann, wird a ara Spielmann.
   °  Der Hauer presst d Weinbeer, so lang er was gspürt,
+
   °  Spielleut, fangts o, die Mentscher san do,
       die selbe Method hat's Finanzamt eingführt.
+
       lei spielts net so falsch, sinst lafns davo.
   °  In da Schul fragt da Lehrer: Was willst denn du werdn?
+
   °  Jetzt hab i an Musikantn derfragt, der hat nia kan Rausch net ghabt.
       I lern auf an Rentner, net tuans mi mehr störn.
+
       Des is a Seltnheit bei dera Zeit.
   °  Studenten san jung, könnan lesn und schreibn
+
   °  A Rauchfangkira und a Safnsiada und a Geignkratza und a Niglo
       und miassn si d'Zeit mit n Lernen vatreiben.
+
      san mitananda wallfahrtn ganga, san no net do
   °  A Ix und a Zet und Studentn san nett
+
  °  Und Geign und Schwegln und allahand Dreck,
      und a Zet und a Ix, aber lerna tans nix.
+
      hör i a Quetschn, schmeiß i allas glei weg.
   °  S gibt allerhand Maschinen, zum Mahn und zur Saat,
+
   °  Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneida,
       jetzt brauchat ma ane, die d Steuern zahln tat.
+
       Musikantn dazu, des gibt Saufuada gnua.
   °  Wallfahrn bin i ganga seit gestern in da Fruah,
+
   °  Musikantn spieln auf, ganz lustig und froh,
       hab d Kirchn net gfundn, aber Wirtshäuser gnua.
+
       nach an jedn schen Stickl gengans absammeln no.
   °  Der Keller und s Presshaus san s schönste Quartier,
+
   °  Musikantn meine Brüada, Weiberleit meine Freund,
       da gfreit mi s Dahambleibm oft bis in da Früah.
+
       da is's ja ka Wunda, wann d Muatta allweil greint.
   °  Beim Wirtn an da Eckn gibts Ochsn grad gnua,
+
   °  De Spielleut san notig, ob alt, ob junga,
       die an, die werdn bratn, die andern schaun zua.
+
       eana Geldbeidl schreit scho vor lauter Hunga.
   °  Hinta da Wirtshaustür hängt an alts Ochsngschirr,
+
  °  Aber lustig wirds sein, wann die Zeit amal kimmt,
       spann ma die Wirtin ein, fahr ma um an Wein.
+
      wo ma d Geiger stattn zahln bei die Ohrwaschln nimmt.
   °  In Wirtn hat tramt, in Keller brennt da Wein,
+
   °  Druntn in Grabn hams an Geiger derschlagn,
       jetzt rennt der Narr abe und schütt Wasser drein.
+
       gschicht eam scho recht, warum geigt a so schlecht.
   °  Da Wirt huckt im Keller, tuat Wasser pumpen,
+
   °  Ana steht vurn und wachlt mit d Finga,
       die Wirtin schreit abe, tan no fünf Viertln fehln.
+
       und des nennan d narrischn Stadtleut es Singa.
   °  Da Wirt und da Pfarrer san mir d'liabstn Leut,
+
   °  Spielleut, zahts o, mei Mentsch is scho do,
       da wird ma vom Durscht und von d'Sündn befreit.
+
       und spielts net so folsch, sunsta rennts ma davo.
   °  Da Schmid hat an Amboss, da Fuaßballer an Balln,
+
   °  Die richtign Mentscha, des san halt die kloan,
       Mei Frau hat an Putz, und i derf des zahln.
+
       die wickln si gar a so ume um an.
   °  Aber lusti is's gwesn in vurign Winta,
+
   °  I bin da Geiga, du bist da Tanza,
       habn zwa Mentscha graft um an Besnbinda.
+
       i bin a halba Narr, du bist a ganza.
   °  Da Fiaka sitzt auf sein Bock, wia ma waaß,
+
   °  Musikanten, spielt's auf auf der mittleren Soat'n,
       nur da Schneider, der sitzt allerweil auf da Gaß.
+
       sunst kann i mei Trampeltier neama darloat'n!
   °  Ja z’erst schick i an Bürgermeister und an Pfarrer an schö’na Gruaß,
+
   °  Musikanten, spielts auf, nacha sing ma ans drauf,
       weil i hoff, das i dann Heut Abend mei Zech, net selber Zahl’n muaß.
+
       Musikanten, ziagts an, dass neamd einschlafa kann.
   °  Und mit’n Pfarrer sing i heut net, ja i hoff dass er des versteht
+
   °  Aber Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneider,
       zum Halleluja singa liabe Geistlichkeit, hob i Heut koa Zeit.
+
       Musikanten dazua san zum Saufuadan gnua..
   °  Und weil i ka Bauer bin, wird ma ka Kuah net hin,
+
   °  Lustig im Himmel drobn, im Paradeis ah,
       scheißt ma ka Katz ins Korn, kriag i kan Zorn.
+
       tan d Engln musiziern und da Heilig Geist ah.
   °  An Jät und an Schnitt brauch i mei Diandl nit,
+
   °  Mei Schwester spü’t Zither, mei Bruada Klarinett’,
       aber zum Erdäpfelgrabn muaß is a Diandl wohl habn.
+
       da Votter haut d’ Muatter, Sehn’s, des is a Quartett.
   °  I woiß net, i hab mit der Arbeit ka Freid,
+
   °  Musikantn, blasts eini, gehts krump oder grad,
       denn grad mit der Arbeit versaut ma die Zeit
+
       blasts n altn Dreck außa, dass a neucha Platz hat.
   °  Grad heut hab i halt mit da Arbeit ka Freud,
+
   °  I bin a jungs Bürscherl, geh gern zu die Geign,
       und i man, des is morgn grad so als wia heut.
+
       drum könnan die Mentscher mi alle guat leidn.
   °  Der Bäcker macht Wecken und der Sattler de Schnalln,
+
   °  Musikantn, spielts mir an auf, dass i ka Geld net brauch,
       Der Burgermaster macht Schulden, und mir kennans zahln.
+
       schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
   °  Der Bäcker tuat bocha, a Mülla tuat moin,
+
  °  Mir tramt vo de Ochsn. Mir tramt vo de Kiah.
       und d Gemeinde mocht Schuidn und mia miassns zoin.
+
      Und mir tramt vo de Musikantn, owa nix gscheits tramt ma nia.
   °  iats wa scho glei a Maura ba da Arbeit dafroan.
+
  °  Schen rund is mei Huat, schen hoaß is mei Blut,
       Homsn in´d Sunn dauniglegt, is a e wieda woan.
+
      kon nix ois wia tonzn, oba des kon i guat
   °  Wonn d´Sunn owi geht, gehn Zimmaleit hoam.
+
Zur Chorleiterin
       Nur de potschatn Maura bleibn stecka im Loam.
+
   °  Jed’n Montag um’ra zeh’ne is de Chorprob für uns des schöne
   °  Was macht denn a Jager alloani im Wald,
+
       egal ob jung oder a alt, jedem Sänger des recht g’fallt.
       ja was wird er denn machn, auf a Wildsau passt a halt.
+
   °  Doch net nur de guate’n Sänger, na, alle Männer zur Renate renna,
   °  Es Wildsau-Fleisch schmeckt guat, dass es höcha nimmer geht,
+
       wenn de mitgriang das mir nach dem Singa  meist a no a Schnapserl tringa.
       es is nur so bled, so a Sau derwischt ma net.
+
   °  Drumm liabe Manna und Weibaleit habt’s net a zu singa Zeit
  °   Die Jäger sind Heger, sind Wild- und Waldpfleger,
+
      denn d’Renate, mei, de war so froh, ja wann’s Zeit habt’s ruaft’s ses o.
       die Sprach is scho fein, dieses Jägerlatein.
+
 
   °  Wanns amoi apper wiad, das mi koa Jaga gschpiart,
+
=== Pfarrer ===
       geh i aussi in Wald und schiaß, dass ois knoit.
+
 
   °  Warum halt an Jager es Kirchgehn net gfreit,
+
  °  Da Pfarra von Klack hat an ellenlangen Frack,
       fürn Jeep is's zu eng, für die Füaß is' zu weit.
+
       zum ewigen Angedenken lasst a eam hängen.
   °  Dort drobn auf da Höh, steht a Gams und a Reh.
+
   °  Da pforra vo steyr hod glosane eier
       Und da Jaga dabei, leckts mi am Oarsch olle drei.
+
      Und wonn eam de brechan, donn nimmt er de blechan.
   °  Da Wirt tramt all Tag, in Keller brennt da Wein,
+
  °  Da pforra von sonkt neustift hod an schwonz wie an bleistift
       bei da Nacht steht a auf und schütt Wasser drein
+
       Und de kechin de h*** hod  an spitzer dazua.
   °  Da Wirt geht in Wald, brockt Schwammerln voll Freud,
+
   °  Wann d Kirchn a Wirtshaus war mitn Mensch als Altar,
       was er kennt, isst er selber, was net, kriagn die Leut.
+
       da möchert i Pfarrer sein drei a vier Jahr.
   °  Mein Schatz is a Köchin, die kocht mir a Mus,
+
   °  Und da Burgamasta und da Oberlehrer und in Huaba Michl sei Hund
       sie sitzt auf dem Pfann'stiel und rührt mit dem Fuß.
+
      und da Pfarra mit da liabn Klosterschwester, pfiat euch Gott und bleibts gsund.
   °  Mei Vata is Tischler und hoblt in Bodn
+
  °  Mir ham a Problem in unserer Gmoa
       Da hat a si an Schiefer in Oarsch eini zogn
+
      die Kirchn is zgroß und es Wirtshaus is zkla.
   °  Hiazt geht er zan Dokter und lasst si kuriern
+
°    Da Pfarrer macht d Predigt, da Metzger macht d Wurscht,
       Und lass si den Schiefern vom Oarsch außaziagn
+
       da Glaubn, der macht selig, des Singen macht Durscht.
   °  I geh jetzt zum Zahnarzt, meine Zahnderln kuriern,
+
°   Da Pfarrer hats predigt, da Kaplan, der hats gschriebm:
       i lass ma den vordern und hintern plombiern.
+
       Mit die Dürrn is guat tanzn, bei die Dickn is guat liegn.
   °  d' Polizisten warn grean, d' Gendarm, de warn grau,
+
  °  Sagt die Dirn bei der Beicht: "Mit die Buam is's net leicht",
       seid s' jetzt beinand san, san s' alle zwa blau.
+
      sagt da Pfarra zu ihr: "Mir geht's grad so wie dir."
   °  Do drobn aum Berg, da steht a Schaundarm,
+
   °  I liab halt a Klosterfrau über neun Stiagn,
       der gibt mit da Giaskaul an Fliegaarlarm.
+
      jetzt kann mi da Höllteufi a nimma kriagn.
   °  Do drob'm am Bergerl, da ganz droben links
+
  °  Da Pfarrer vo Mailand der spricht zu sein Heiland
       do stengan zwoa Kiwara, do drob'm ja dort stinkts
+
      Jo gibts den koa Gebet, dass a wiedermoi (Pause) Wallfahrten geht
   °  Mir Holzhackerbuama, mir müassn uns plagn,
+
  °  De Kircha von Thaya hot kane Stiagn,
      mir müassn die Zwanzger ausn Holz ausserschlagn.
+
       drum miaßn in Pforrar mitn Strick aufe ziagn.
   °  I bin a jungs Bürscherl, zwanzg Jahr bin i alt,
+
   °  Da Pfarrer, der predigt, die Liab is a Sünd,
       und jetzt schreibt ma da Kaiser, er brauchert mi bald.
+
       daweil is der Bua von der Köchin sei Kind.
   °  Jetzt bin i Soldat, und mei Schatz want si z'tod,
+
   °  da pforra hod a kechin da meßna a dirn,
       bin a lustiger Bua und lach nur dazua.
+
      und die ministranten de spitzbuam mechtns a scho probiern!
   °  Geh Schatzerl, sei gscheit, waaßt, der Kaiser braucht Leit,
+
  °  oben aufn bergal do steht a kappöln,
       wann i zruck kumm retour, bin i wieder dei Bua.
+
       do sieht ma in pforra die erdäpfl stöhln.
   °  Wos hod den da Baua fia an schneidign Huad,
+
   °  I hob amoi beicht mir grods Tringa ned leicht,
       Fia so an gscheadn Hamme war a Zipfehaum gnuag
+
       sogt da Pforra zu mia „Mir geht’s grod so wia dia!
 
+
   °  Da Pfoarra va Bozn, der kau jetzt licht protzn,
=== Musikanten ===
+
       weil a in Pfoarra va Brixn, dawischt hod ban wixn.
 +
  °  Der Pfarrer von Speyer hot blecherne Eier,
 +
      was glaubst wie des klimpert, wenn der ane bimpert.
 +
   °  Da Pfarrer vo Lech hat Eier aus Blech
 +
      der is scho ganz deppert weils beim Wixen so scheppert
 +
  °  Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
 +
      des mocht a Spektakel, wenn a pudert der Lackl.
 +
  °  Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
 +
       und waun earm de brechan, daun nimmt a de blechan.
 +
  °  Der Pfoara von Gmunden hot’s Brunzen erfunden,
 +
      Ham’s eam erschreckt, hot er’s Scheißen entdeckt.
 +
   °  Der Pfarrer von Grinzing hat an kloan Winzling,
 +
       hat an halbsteifen Huat, aber der steht earm gut.
 +
   °  da pfoara von neustift hot an beidl wia a bleistift
 +
       und d´köchin de hur hot in spitza dazua.
 +
   °  In Pfarrer vo Tunis, dem Hund dem vagun is
 +
       das'n da Pfarrer vo Brixen dawischt hat beim Wi...
 +
   °  Da Pfarrer vo Waldhausen muaß fortgeh'n zum Mausen
 +
      beim Kaplan vo Grein, da kehr'n d'Menscha ein
 +
  °  Und da Pfarra vo Sizilien vögelt ganze Familien
 +
       und dann schreit er hoho habst koa Verwandschaft mehr d
 +
   °  Und da Pfarrer vo Kemathen der stärkt seine Hemaden
 +
       mit eigenem Samen. in Ewigkeit Amen
 +
   °  da pforra von tuilln, der hot a schattuilln.
 +
       do drin liegt a häil is in pforra sei b...l
 +
 
 +
=== Jäger ===
 +
 
 +
   °  Des Gamserl im Gwänd hat ma abapfiffn.
 +
      Bua, wannst a Kügerl drunt hast, kannst mas aufaschickn.
 +
   °  Und es Gamserl im Gwänd macht an Schriat, an langan,
 +
       und es Dirndl is furt, kanns nimmer fangan.
 +
   °  Es Gamserl im Gwänd hat si sauber umdraht
 +
       und die aufrichtign Dirndl san soviel dünn gsaht.
 +
   °  Is ka Bergl so hoch, dass ka Gams umasteigt,
 +
       is ka Dirndl so treu, dass's bei an Buam nur bleibt.
 +
   °  Jetzt hab is halt gschossn, an zodatn Bock.
 +
       Wiar is suachn bin ganga, wars a Kranawittstock.
 +
 
 +
=== Geld ===
  
   °  Spielleut, fangts o, die Mentscher san do,
+
   °  Es Geldtaschl z'rissn, da Schlüssl verrost,
       lei spielts net so falsch, sinst lafns davo.
+
      und drinnat is nix, weil da Wein so viel kost.
   °  Jetzt hab i an Musikantn derfragt, der hat nia kan Rausch net ghabt.
+
  °  Da Schnurrbart is aufdraht, die Stiefeln san rot,
       Des is a Seltnheit bei dera Zeit.
+
       Da Geldbeutl liegt am Heubodn vor lauter Not.
   °  A Rauchfangkira und a Safnsiada und a Geignkratza und a Niglo
+
   °  Du himmlischer Vader, Erschaffer der Welt,
       san mitananda wallfahrtn ganga, san no net do
+
       geh schick ma fufzg Gulden, i brauch a klans Geld.
   °  Und Geign und Schwegln und allahand Dreck,
+
   °  Drei Kreuzer und a Sechserl is alls, was i hab
       hör i a Quetschn, schmeiß i allas glei weg.
+
      und was fang i nur jetzat mit so viel Geld an.
   °  Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneida,
+
  °  Beim Finanzministerium brennt heut a Licht,
       Musikantn dazu, des gibt Saufuada gnua.
+
      damit ma des Geld, was fehlt, no besser sicht.
   °  Musikantn spieln auf, ganz lustig und froh,
+
  °  Auf da bucklign Welt draht si allas ums Geld
       nach an jedn schen Stickl gengans absammeln no.
+
      und um d Madln, de schön draht si ah no a weng.
   °  Musikantn meine Brüada, Weiberleit meine Freund,
+
  °  Auf der Welt ohne Geld is ma niamals net wohl
       da is's ja ka Wunda, wann d Muatta allweil greint.
+
       scheiß in mein Geldbeitl nei, daunn is a wieda voll
   °  De Spielleut san notig, ob alt, ob junga,
+
   °  Lusti und ledi macht n Geldbeutel lahr
       eana Geldbeidl schreit scho vor lauter Hunga.
+
      wenn nur mei Geldbeutel a Kälbermagn war.
   °  Aber lustig wirds sein, wann die Zeit amal kimmt,
+
  °  Das ist halt mein Vatern sein einziger Trost,
       wo ma d Geiger stattn zahln bei die Ohrwaschln nimmt.
+
       dass ihm, solang ich leb, sein Geld nicht verrost.
   °  Druntn in Grabn hams an Geiger derschlagn,
+
 
       gschicht eam scho recht, warum geigt a so schlecht.
+
=== Trinken, Essen ===
   °  Ana steht vurn und wachlt mit d Finga,
+
 
       und des nennan d narrischn Stadtleut es Singa.
+
   °  Weinderl, di kenn i schon, hast as mein Vadern tan,
   °  Spielleut, zahts o, mei Mentsch is scho do,
+
       jetzt tatst as ah mit mir, aber i bin stier.
       und spielts net so folsch, sunsta rennts ma davo.
+
   °  Beim Wirtn in Keller drunt steht an alts Fassl unt,
   °  Die richtign Mentscha, des san halt die kloan,
+
       drin waar a guata Wein, der waar halt fein.
       die wickln si gar a so ume um an.
+
   °  Mei Alte, die braucht wegnan Saufn net plärrn,
   °  I bin da Geiga, du bist da Tanza,
+
       Wann i sauf, siach i's doppelt, und i siach's halt so gern.
       i bin a halba Narr, du bist a ganza.
+
  °  Bin Wallfahrtn ganga all Tag in da Fruah,
   °  Musikanten, spielt's auf auf der mittleren Soat'n,
+
      ka Kirchn hab i gfundn, aber Wirtshäuser gnua.
      sunst kann i mei Trampeltier neama darloat'n!
+
   °  Bei da Arbat, da tat i ja wirkli gern schwitzn,
  °  Musikanten, spielts auf, nacha sing ma ans drauf,
+
      muaß leider heut da in an Wirtshäusl sitzn.
       Musikanten, ziagts an, dass neamd einschlafa kann.
+
  °  In Wirtn sei bester Gast, des is ja fein,
   °  Aber Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneider,
+
       tuat meistens der Wirt glei selber sein.
       Musikanten dazua san zum Saufuadan gnua..
+
   °  Führerschein furt, drum renn i so gschwind,
   °  Lustig im Himmel drobn, im Paradeis ah,
+
       beim Heurign furn, bei da Arbat ganz hint.
       tan d Engln musiziern und da Heilig Geist ah.
+
   °  I und mei Eheweib ham an schön Zeitvertreib,
   °  Mei Schwester spü’t Zither, mei Bruada Klarinett’,
+
       schlagn mit die Glasln zsamm, Prost in Gotts Nam.
       da Votter haut d’ Muatter, Sehn’s, des is a Quartett.
+
   °  Heut ham ma an Rausch und murgn san ma net nüacht,
   °  Musikantn, blasts eini, gehts krump oder grad,
+
       und übermorgn waß i net, was da alls gschiacht.
       blasts n altn Dreck außa, dass a neucha Platz hat.
+
   °  Zwegn an lustign Lebn, zwegn da schön Kellnerin,
   °  I bin a jungs Bürscherl, geh gern zu die Geign,
+
      zwegn de Weixelbaumbliah san ma eina zu dir.
       drum könnan die Mentscher mi alle guat leidn.
+
  °  In Bier und in Wein soll da Teifel drin sein,
   °  Musikantn, spielts mir an auf, dass i ka Geld net brauch,
+
       und so load, als ma tuat, so a Teifel schmeckt guat.
       schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
+
   °  Die Schwamma, die wachsn meist draußn in Wald,
   °  Mir tramt vo de Ochsn. Mir tramt vo de Kiah.
+
       aba mancher, der hat si im Wirtshaus an gholt.
       Und mir tramt vo de Musikantn, owa nix gscheits tramt ma nia.
+
   °  Übern Zaun bin i gstiegn, is mei Rausch hänga bliebn,
   °  Schen rund is mei Huat, schen hoaß is mei Blut,
+
       bin i steh bliebn, hab gfluacht, hab mein Rausch wieda gsuacht.
       kon nix ois wia tonzn, oba des kon i guat
+
   °  Es Bier, des is teuer, die Semmeln san klan,
Zur Chorleiterin
+
       und wannsd da a Fleisch kaufst, kriagst ah lauter Ban.
   °  Jed’n Montag um’ra zeh’ne is de Chorprob für uns des schöne
+
   °  Des Trinkn, des is ja wirkli ka Sünd,
       egal ob jung oder a alt, jedem Sänger des recht g’fallt.
+
       des hat ma mei Muatta glernt als a klans Kind.
   °  Doch net nur de guate’n Sänger, na, alle Männer zur Renate renna,
+
   °  Wos lusti zuageht, da kehr i gern ei,
       wenn de mitgriang das mir nach dem Singa  meist a no a Schnapserl tringa.
+
       drum muaß id die meiste Zeit im Wirtshäusl sei.
   °  Drumm liabe Manna und Weibaleit habt’s net a zu singa Zeit
+
   °  In so einem Wirtshaus is's austrinkn guat,
       denn d’Renate, mei, de war so froh, ja wann’s Zeit habt’s ruaft’s ses o.
+
       wo a schöne Kellnerin einschenkn tuat.
 
+
   °  Aber Wirtin, mach Feirabmd, sperr s Haustürl zua,
=== Pfarrer ===
+
       die Kellnerin muaß schlafn gehn, es wart scho der Buam.
 
+
   °  Lusti macht durschti, macht n Geldbeutl leer
   °  Da pforra vo steyr hod glosane eier
+
       und jetzt möcht i, dass mei Geldbeutl a Kälberkua wär.
       Und wonn eam de brechan, donn nimmt er de blechan.
+
   °  Da Mensch hat an Geist, hat da Schullehrer gsagt,
   °  Da pforra von sonkt neustift hod an schwonz wie an bleistift
+
       dass da Schnaps ah an hat, hab i selber derfragt.
       Und de kechin de h*** hod  an spitzer dazua.
+
   °  s' Weißbier ist hantig, da Rotwein is süaß,
   °  Wann d Kirchn a Wirtshaus war mitn Mensch als Altar,
+
       ham am d Stiefeln versoffn, bleibm uns allweil die Füaß.
       da möchert i Pfarrer sein drei a vier Jahr.
+
   °  In Winter, da schmeckt an da Saurampfer guat,
   °  Und da Burgamasta und da Oberlehrer und in Huaba Michl sei Hund
+
       derfriern kannst da nimmer, seit ma n Frostschutz nei tuat.
       und da Pfarra mit da liabn Klosterschwester, pfiat euch Gott und bleibts gsund.
+
   °  Saufn tamma, dass a Mühlradl treibt, Göld hamma, dass uns kans überbleibt,
   °  Mir ham a Problem in unserer Gmoa
+
       Schneid hamma für drei oder vier, aussegschmissn hams uns nia.
       die Kirchn is zgroß und es Wirtshaus is zkla.
+
   °  Aussee is a Stadtl, und Wean is a Stadt,
°   Da Pfarrer macht d Predigt, da Metzger macht d Wurscht,
+
       z Aussee essns s Bratl und z Wean an Salat.
       da Glaubn, der macht selig, des Singen macht Durscht.
+
   °  A frische Mass Bier und a Trum Wurscht,
°   Da Pfarrer hats predigt, da Kaplan, der hats gschriebm:
+
       wer a Kellnerin liabt, hat allweil an Durscht.
       Mit die Dürrn is guat tanzn, bei die Dickn is guat liegn.
+
   °  Und da Kellnerin ihr Ziziwischperl und da Kellnerin ihr Kreidn,
   °  Sagt die Dirn bei der Beicht: "Mit die Buam is's net leicht",
+
       da kann do koa Heiliger a Heiliger bleibn.
       sagt da Pfarra zu ihr: "Mir geht's grad so wie dir."
+
   °  Die Köchin backt Krapfn und soachts a weng an,
   °  I liab halt a Klosterfrau über neun Stiagn,
+
       aft werdns schen saftig und brennan net an.
       jetzt kann mi da Höllteufi a nimma kriagn.
+
   °  Und a frische Halbe Bier hat an Fam, an weißen
   °  Da Pfarrer vo Mailand der spricht zu sein Heiland
+
       und heit gemmas net hoam, bis uns außi schmeißen.
       Jo gibts den koa Gebet, dass a wiedermoi (Pause) Wallfahrten geht
+
   °  Des Bia is so teia, des Brot is so kloa,
   °  De Kircha von Thaya hot kane Stiagn,
+
       jetz hob i a Fleisch kaft, san a lauta Boa.
       drum miaßn in Pforrar mitn Strick aufe ziagn.
+
   °  Mia haum a Problem in unsara Gmoa
   °  Da Pfarrer, der predigt, die Liab is a Sünd,
+
       de Kirch'n is z'groß und s'Wirtshäusl z'kloa
       daweil is der Bua von der Köchin sei Kind.
+
  °  Wauns Stieglbier regn't und Bratwürstel schneibt,
   °  da pforra hod a kechin da meßna a dirn,
+
      daun bitt i den Herrgott, daß's Wetta so bleibt
       und die ministranten de spitzbuam mechtns a scho probiern!
+
  °   Da Pforra mocht d Predigt, da Metzga mocht d Wurscht
   °  oben aufn bergal do steht a kappöln,
+
       Da Glauben, der mocht selig und d Hitz mocht an Durscht
       do sieht ma in pforra die erdäpfl stöhln.
+
  °   Üwan Zaun samma gstiegn, is da Rausch hänga bliebn,
   °  I hob amoi beicht mir grods Tringa ned leicht,
+
      hauma gschoint, hauma gfluacht, haum in Rausch wieda gsuacht.
       sogt da Pforra zu mia „Mir geht’s grod so wia dia!
+
  °  Mei Muatta mocht Daumpfnudln fian Vodan und mi,
   °  Da Pfoarra va Bozn, der kau jetzt licht protzn,
+
       Da Voda isst Nudln, den Daumpf, den kriag i.
       weil a in Pfoarra va Brixn, dawischt hod ban wixn.
+
   °  Oa Knedl faungt zum suarn au und da aunda suart schau,
   °  Der Pfarrer von Speyer hot blecherne Eier,
+
       schaut da oa Knedl den aundan au wie da oa Knedl suarn kau!
       was glaubst wie des klimpert, wenn der ane bimpert.
+
   °  Krompfadern wia a Ribislstrudl und a picksiaßa Most.
   °  Da Pfarrer vo Lech hat Eier aus Blech
+
       Und a ogschissn Weiwagattihosn, des is a Kost.
       der is scho ganz deppert weils beim Wixen so scheppert
+
   °  Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr is mit dir,
   °  Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
+
       du bist voller Gnaden, geh zahl uns a Bier!
       des mocht a Spektakel, wenn a pudert der Lackl.
+
  °  Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr sei mit dir,
   °  Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
+
      geh laß di net lumpen und zahl ma a Bier!
       und waun earm de brechan, daun nimmt a de blechan.
+
   °  Heint is da Faschingtag, heint sauf i was i mag,
   °  Der Pfoara von Gmunden hot’s Brunzen erfunden,
+
       morgn mach i's Testament, s'Göld hat a End.
       Ham’s eam erschreckt, hot er’s Scheißen entdeckt.
+
   °  Und vor der Kaserne, da steht ein Soldat,
   °  Der Pfarrer von Grinzing hat an kloan Winzling,
+
      der reibt sich sein’n Glatzkopf mit Vollmilchschok’lad.
       hat an halbsteifen Huat, aber der steht earm gut.  
+
  °  Da unten am Bache, da sitzt ein Chines',
   °  da pfoara von neustift hot an beidl wia a bleistift
+
       der reibt sich sei Platten mit Limburger Käs'.
       und d´köchin de hur hot in spitza dazua.
+
 
   °  In Pfarrer vo Tunis, dem Hund dem vagun is
+
=== Spaß ===
       das'n da Pfarrer vo Brixen dawischt hat beim Wi...
+
 
   °  Da Pfarrer vo Waldhausen muaß fortgeh'n zum Mausen
+
   °  Wann da Summer recht war is, wird da Winter recht kalt,
       beim Kaplan vo Grein, da kehr'n d'Menscha ein
+
      wann d Leut net bald sterbm, aft werdns oft recht alt.
   °  Und da Pfarra vo Sizilien vögelt ganze Familien
+
  °  Die Leut san halt Stockfisch, ma kanns mariniern
       und dann schreit er hoho habst koa Verwandschaft mehr d
+
      und eini in d Baaz legn, dass's an guatn Gschmack kriagn.
   °  Und da Pfarrer vo Kemathen der stärkt seine Hemaden
+
  °  Und a Taubermandl zu an Katznweibl und a Waschrumpl zu an Bett
       mit eigenem Samen. in Ewigkeit Amen
+
       und a Heanasteign zu an Kopfpolster, na is das des bled.
   °  da pforra von tuilln, der hot a schattuilln.
+
   °  Bein Gstanzlsinga hab i a recht guats Prinzip:
       do drin liegt a häil is in pforra sei b...l
+
       Reim di oder net, s reimt si alls aus Prinzip.
 
+
   °  Und die sakrischen Schneid, die lasst mir koa Ruah,
=== Geld ===
+
       könnt die Hälfte verschenken und hätt allweil nu gnua.
 +
   °  Bin a Schlinkal, a Schlankerl, hab a kloan z'rissenes Jankerl
 +
       und an lucketen Huat, fürn Lumpen guat gnuag.
 +
   °  Lustig mir Ledign, wir brauchen koa Predig,
 +
       wir brauchen koa Amt und werdn doch nit verdammt.
 +
   °  Gestern auf d Nacht hab i fürchterlich glacht,
 +
       hab nie so viel glacht als wia gestern auf d Nacht.
 +
   °  Alle Leut schaun mi für an Sauschneider an,´
 +
       und i hab do mein Labtag kan Fadl nix tan.
 +
  °  Aber lustig, mir Ledign, mia gehn in ka Predigt,
 +
      mir gehn in ka Amt und wern do net verdammt.
 +
   °  Aber lustig mir Altn, hams Gsicht voller Faltn,
 +
       am Kopf de grau'n Haar, jetzt gehns an, de scheen Jahr.
 +
   °  1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
 +
       aba 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1
 +
  °  1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
 +
      10 9- 8 -7-6-5, Geld han i kans.
 +
   °  Da Bå(ch) is iwa d`Stråss auffigrunna, d`Fisch håm vo de Bam åwagsunga,
 +
       d`Kia håm si Schwålbnester baut, då håm d`Leit gschaut.
 +
   °  An Elend ham ma d Ohrn abgschnittn, die Läus hamma selbn vertriebn
 +
      die Not ham ma am Rauchfang glahnt, drei Tag hats gwant
 +
  °  A Briaftraga und a Bettlwei und a Teifi und a Niglo
 +
       san letzte Woch af Maria Taferl ganga und san heut no net da
 +
   °  Schneidn ma vürschling, schneidn ma arschling, wann ma Holz schneidn, kriagn ma Schwartling,
 +
       schneidn ma bierbuchsbamane Ladn, kriagn mar an Tånzbodn, an rar'n.
 +
  °  D`Leid segn in Jesus drüber geh`n übern Genehsarether See
 +
      Drübm frogn`s: "wia bist denn rüber kemma"? Er sogt: "i hob an Anlauf gnumma."
 +
   °  Die Bäurin ist granti - woran mog dös lieg'n?
 +
       Die ist halt beim Aufstehn in an Kuhdreck nei g stieg n.
 +
  °  Weil Frankfurt so groß ist, so teilt man es ein
 +
      in Frankfurt an der Oder und Frankfurt am Main.
 +
   °  Zwischen Afritz (Ortsname) und Treffen (Ortsname), da steht a Tunnel,
 +
       fahrst eine, werds finster, fahrst aussa, werds hell!
 +
   °  Zwoa Werklmauna und zwoa Eisnbauna und a Krampal und a Niglo
 +
       de san auf Maria Tafal gaunga san bis heit nu net do!
 +
   °  Hinta da Hollastaud'n, da sitzt a Krowod (Kroate)
 +
       der traut si net vira weil a d'Hosn voi hot
  
  °  Du himmlischer Vader, Erschaffer der Welt,
+
=== Spott Burschen ===
      geh schick ma fufzg Gulden, i brauch a klans Geld.
 
  °  Drei Kreuzer und a Sechserl is alls, was i hab
 
      und was fang i nur jetzat mit so viel Geld an.
 
  °  Beim Finanzministerium brennt heut a Licht,
 
      damit ma des Geld, was fehlt, no besser sicht.
 
  °  Auf da bucklign Welt draht si allas ums Geld
 
      und um d Madln, de schön draht si ah no a weng.
 
  °  Auf der Welt ohne Geld is ma niamals net wohl
 
      scheiß in mein Geldbeitl nei, daunn is a wieda voll
 
  °  Lusti und ledi macht n Geldbeutel lahr
 
      wenn nur mei Geldbeutel a Kälbermagn war.
 
  °  Das ist halt mein Vatern sein einziger Trost,
 
      dass ihm, solang ich leb, sein Geld nicht verrost.
 
  
=== Trinken, Essen ===
+
  °  ...(Die Musi spielt und keiner singt) ...
 
+
      Hast du ka Gstanzl mehr drauf, dann pass auf.
   °  Zwegn an lustign Lebn, zwegn da schön Kellnerin,
+
   °  Zizipe Nachtigall, Schafköpf gibts überall,
       zwegn de Weixelbaumbliah san ma eina zu dir.
+
       Sauköpf no mehr, du Schafkopf, schau her.
   °  In Bier und in Wein soll da Teifel drin sein,
+
  °  Jetzt hast ma ans gsunga, des kenn i scho lang.
       und so load, als ma tuat, so a Teifel schmeckt guat.
+
      Wannsd ka anders net waßt, bleib daham mit dein Gsang.
   °  Die Schwamma, die wachsn meist draußn in Wald,
+
   °  Ja weil da da Heurige schmeckt, kikeriki,
       aba mancher, der hat si im Wirtshaus an gholt.
+
       und a Messer und a Geld und a alts Paraplü.
   °  Übern Zaun bin i gstiegn, is mei Rausch hänga bliebn,
+
   °  Huck di da zuacha a bissl bessa,
       bin i steh bliebn, hab gfluacht, hab mein Rausch wieda gsuacht.
+
       aba dassd di net schneidst mit mein Taschnmessa.
   °  Es Bier, des is teuer, die Semmeln san klan,
+
   °  Graft hab i ah mit an Kapuzina,
       und wannsd da a Fleisch kaufst, kriagst ah lauter Ban.
+
       hab eam beim Bart packt, jetzt raft a nimma.
   °  Des Trinkn, des is ja wirkli ka Sünd,
+
   °  Die Nacht macht alls finster, der Regn macht alls nass,
       des hat ma mei Muatta glernt als a klans Kind.
+
      dass du an Rausch hast, machts Bier drin im Glas.
   °  Wos lusti zuageht, da kehr i gern ei,
+
  °  Hintn im Grabn hams an Kater derschlagn,
       drum muaß id die meiste Zeit im Wirtshäusl sei.
+
       da Hans is glei ghupft und hats Fleisch davon tragn.
   °  In so einem Wirtshaus is's austrinkn guat,
+
   °  Jetzt hat ana gsunga, des hat si net greimt,
       wo a schöne Kellnerin einschenkn tuat.
+
       den ghörat die Pappn mit Uhu zua gleimt.
   °  Aber Wirtin, mach Feirabmd, sperr s Haustürl zua,
+
   °  Da Hans, der hat Schädlweh, der tuat urndli klagn,
       die Kellnerin muaß schlafn gehn, es wart scho der Buam.
+
       sei Weib hat eam drauf - a Häferl zerschlagn.
   °  Lusti macht durschti, macht n Geldbeutl leer
+
   °  Der Hans is a Mann, des muass ma scho sagn,
       und jetzt möcht i, dass mei Geldbeutl a Kälberkua wär.
+
       nur sein Bauch, den muass a in Rucksack mittragn.
   °  Da Mensch hat an Geist, hat da Schullehrer gsagt,
+
   °  Geh tua net so singa, geh tua net so prahln,
       dass da Schnaps ah an hat, hab i selber derfragt.
+
      geh liaba zum Greißler und tua Schuldn zahln.
   °  s' Weißbier ist hantig, da Rotwein is süaß,
+
  °  I sing, was i will und i sing, was mi gfreut
       ham am d Stiefeln versoffn, bleibm uns allweil die Füaß.
+
       und i scher mi gar net um die ratscherten Leut
   °  In Winter, da schmeckt an da Saurampfer guat,
+
  °  Wannsd gar so viel singst und schimpfst über mi,
       derfriern kannst da nimmer, seit ma n Frostschutz nei tuat.
+
      dann denk i ma, bist no viel schlechter als i.
   °  Saufn tamma, dass a Mühlradl treibt, Göld hamma, dass uns kans überbleibt,
+
   °  Geh tua di nur waschn, tua d Safn net sparn
       Schneid hamma für drei oder vier, aussegschmissn hams uns nia.
+
       und tua da nur selber über d Pappn mal fahrn.
   °  Aussee is a Stadtl, und Wean is a Stadt,
+
  °  Jetzt hat ana gsunga, a ganz a Junga,
       z Aussee essns s Bratl und z Wean an Salat.
+
      is dalkert und dumm, aber nix bringt n um.
   °  A frische Mass Bier und a Trum Wurscht,
+
   °  Jetzt hat ana gsunga, der klingt ganz betrübt,
       wer a Kellnerin liabt, hat allweil an Durscht.
+
       des muaß ana sei, der ka Madl net kriagt.
   °  Und da Kellnerin ihr Ziziwischperl und da Kellnerin ihr Kreidn,
+
  °  I ghör jetzt zu de Altn, es Gsicht voller Faltn,
       da kann do koa Heiliger a Heiliger bleibn.
+
      hab graue Haar am Kopf, aber di pack i beim Schopf.
   °  Die Köchin backt Krapfn und soachts a weng an,
+
   °  Dass im Wald finster is, machn die Bam.
       aft werdns schen saftig und brennan net an.
+
       Wer si net zucha traut, der bleibt daham.
   °  Und a frische Halbe Bier hat an Fam, an weißen
+
   °  Drunt in da grean Au wachst a Bleamerl im Gras.
       und heit gemmas net hoam, bis uns außi schmeißen.
+
       Wann da Franzl vom Bett aufsteht, is's allerweil nass.
   °  Des Bia is so teia, des Brot is so kloa,
+
   °  I wünsch euch allen fürs heurige Jahr,
       jetz hob i a Fleisch kaft, san a lauta Boa.
+
      dass euch alls so guat ausgeht wia in Ernstl sei Haar.
   °  Mia haum a Problem in unsara Gmoa
+
  °  Da Ernstl is lustig, manchmal lacht er sogar,
       de Kirch'n is z'groß und s'Wirtshäusl z'kloa
+
      und sagt: Liaba a Glatzn als gar kane Haar.
   °  Wauns Stieglbier regn't und Bratwürstel schneibt,
+
  °  Warums Erdäpfeln gibt, ja des waas i jetzt scho,
       daun bitt i den Herrgott, daß's Wetta so bleibt
+
       dass da Seppl wen hat, dem er d Haut aschäln ko.
   °  Da Pforra mocht d Predigt, da Metzga mocht d Wurscht
+
   °  Mitn Ernstl, den Lotter, da is es a so,
       Da Glauben, der mocht selig und d Hitz mocht an Durscht
+
       i brauch ja nur aufreibn, scho rennt er davo.
   °  Üwan Zaun samma gstiegn, is da Rausch hänga bliebn,
+
   °  Du schimpfst allaweil, und grad nur auf mi,
       hauma gschoint, hauma gfluacht, haum in Rausch wieda gsuacht.
+
       die gar so viel schimpfn, san schlechta wiar i.
   °  Mei Muatta mocht Daumpfnudln fian Vodan und mi,
+
   °  Wann du ka Gstanzl waßd, kauf mar ans o,
       Da Voda isst Nudln, den Daumpf, den kriag i.
+
       i hab a paar Dutzend im Hosnsack do.
   °  Oa Knedl faungt zum suarn au und da aunda suart schau,
+
   °  Du hast viele Gstanzln im Hosnsack drin,
       schaut da oa Knedl den aundan au wie da oa Knedl suarn kau!
+
      zreiß i dir d Hosn, sans alle dahin.
   °  Krompfadern wia a Ribislstrudl und a picksiaßa Most.
+
  °  Sche rund is mei Huat und sche haß is mei Bluat,
       Und a ogschissn Weiwagattihosn, des is a Kost.
+
       sche haß is mei Faust und die schmeckt ah recht guat.
   °  Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr is mit dir,
+
   °  Jetzt hat ana gsunga, der sollt des net sagn,
       du bist voller Gnaden, geh zahl uns a Bier!
+
       dem kunnt ma die Schneid aus da Faust aussa schlagn.
   °  Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr sei mit dir,
+
   °  Jetzt hat ana gsunga, der singt gar net schen,
       geh laß di net lumpen und zahl ma a Bier!
+
       und wann man derschlagt, bleibt die Pappn no stehn.
   °  Heint is da Faschingtag, heint sauf i was i mag,
+
   °  Da drent bei da Donau steign d Nebeln in d Höh,
       morgn mach i's Testament, s'Göld hat a End.
+
       Wannst du so schiach singst, tan ma d Ohrn allweil weh.
   °  Und vor der Kaserne, da steht ein Soldat,
+
   °  Du tuast allweil singa, du tuast allweil schrein,
       der reibt sich sein’n Glatzkopf mit Vollmilchschok’lad.
+
       i schiab di scho ah in mein Hosnsack nein.
   °  Da unten am Bache, da sitzt ein Chines',
+
   °  Da Ernstl und i, mir san scho a zwa,
      der reibt sich sei Platten mit Limburger Käs'.
+
       er hat a Glatzn und i bein Oasch kane Haar.
 
+
   °  Auf Kierling, da geh i a dreiviertl Stund,
=== Spaß ===
+
       in Ernstl sei Nasn wägt dreiviertl Pfund.
 +
   °  Wann da Ernstl so weidasingt, schmeiß i eam um,
 +
       daschlagn tua i'n net, aber s Gnack drah i eam um.
 +
   °  Da Ernstl, der nimmts mit da Arbeit genau,
 +
       beim Tag is a krank, und auf d Nacht is a blau.
 +
  °  Jetzt singt da Peter scho Gstanzl über mi, des is des was i gar nicht versteh!
 +
      Denn seit wann ham bei uns de Schwab’n ah scho was zum sog’n.
 +
   °  Gestan aufd Nocht hob i fiachtalich glocht
 +
      hob nu nia so vü glocht ois wia gestan aufd Nocht!
 +
  °  Üban Zaun drübag'stign mit'n Oarsch henga blieb'n
 +
      sakrisch teufelt und g'fluacht und in Oarsch a weil g'suacht
 +
  °  Eh eh eh eh mir san de schene zwe.
 +
       Eh eh eh eh mei san mir sche.
 +
   °  Da Hiasl is schön vom Fuaß bis zum Hals,
 +
      und dann kummt der Kopf, der verschandlt eam alls.
 +
  °  Ja der Felix is a schöner Mensch vom Fuß bis zum Hals
 +
      doch dann kimmt der Kopf der versaut wieder olls
 +
  °  Ja grün ist die Hoffnung und grün der Spinat,
 +
       und grün ist der Jüngling, der keinen Bart hat.
 +
  °  am schoastoanspitz waht a wind a woacha
 +
      die ausseer buam san ois hosnsoacha!
 +
   °  jo da sepp hot zähn so weiß wia da schnee,
 +
       hint` homs eam scho eigsetzt, drum dans eam nid weh!
 +
   °  Dort untern am Bacherl, wo die Weiden sich biegen,
 +
       da raufen zwei Glatzköpf, dass d'Haar nur so fliegen.
 +
   °  Det de Spree musikalisch is, det weiß jeder Mann;
 +
      denn neulich, da sank dort ein Äppelkahn.
 +
  °  Ich steh auf der Brücke und spuck in den Kahn ,
 +
       da freut sich die Spucke, dass sie Kahn fahren kann.
 +
   °  Ich steh in dem Kahne und spuck auf die Brück,
 +
      da muss ich schnell fahren, denn die Spuck kommt zurück.
  
   °  Bein Gstanzlsinga hab i a recht guats Prinzip:
+
=== Spott Mädchen ===
       Reim di oder net, s reimt si alls aus Prinzip.
+
 
   °  Und die sakrischen Schneid, die lasst mir koa Ruah,
+
   °  Glei hintern Stadl, da gagatzt da Hahn,
       könnt die Hälfte verschenken und hätt allweil nu gnua.
+
       habs Deandl wolln halsn, rennt der Trampel davon.
   °  Bin a Schlinkal, a Schlankerl, hab a kloan z'rissenes Jankerl
+
   °  Pfiat di Gott, mei liabs Schatzerl, verlass di auf mi.
      und an lucketen Huat, fürn Lumpen guat gnuag.
+
       Wann i ka Schönre find, kumm i wieda um di.
   °  Lustig mir Ledign, wir brauchen koa Predig,
+
   °  In Summa is warm und in Winter is kalt
       wir brauchen koa Amt und werdn doch nit verdammt.
+
      und i mag halt ka Dirndl, ders Tanzn net gfallt.
   °  Gestern auf d Nacht hab i fürchterlich glacht,
+
   °  Je höcher da Kirchturm, je schöner des Gläut,
       hab nie so viel glacht als wia gestern auf d Nacht.
+
       je älter die Weiber, umso zacher san d Häut.
   °  Alle Leut schaun mi für an Sauschneider an,´
+
   °  Aber heitschi bumbeidschi, du wunderliabs Kind,
       und i hab do mein Labtag kan Fadl nix tan.
+
       für d Arbeit bist z'fäul, nur beim Fressn bist gschwind.
   °  Aber lustig, mir Ledign, mia gehn in ka Predigt,
+
   °  Es Gstanzl is aus und da draußt rennt a Maus
       mir gehn in ka Amt und wern do net verdammt.
+
       und du bist a Hex und a so geht da Text.
   °  Aber lustig mir Altn, hams Gsicht voller Faltn,
+
   °  Von Weidlingbach außer, da möcht i ka Mensch,
       am Kopf de grau'n Haar, jetzt gehns an, de scheen Jahr.
+
       ham endslange Haxn und krahn wia die Gäns.
   °  1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
+
   °  Ein bildhübsches Mädchen ging einstens spaziern,
       aba 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1
+
       kam der Horsti daher, wollt die Kleine verführn.
   °  1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
+
   °  Sagt das bildhübsche Mädchen, ich bin keine solchene,
       10 9- 8 -7-6-5, Geld han i kans.
+
       hat in Horsti ane gschmiert, aber schon a solchene.
   °  Da Bå(ch) is iwa d`Stråss auffigrunna, d`Fisch håm vo de Bam åwagsunga,
+
   °  Dabei hat er sie nur auf die Schulter geküsst,
       d`Kia håm si Schwålbnester baut, då håm d`Leit gschaut.
+
       weil des Saumensch ums Mäul herum z'dreckig gwen ist.
   °  An Elend ham ma d Ohrn abgschnittn, die Läus hamma selbn vertriebn
+
   °  Wann jeder a reiche, a schöne will habm,
       die Not ham ma am Rauchfang glahnt, drei Tag hats gwant
+
       wo soll denn da Teixl die schiachn hintragn?
   °  A Briaftraga und a Bettlwei und a Teifi und a Niglo
+
   °  Bald tramt ma von d Ochsn, bald tramt ma von d Küah,
       san letzte Woch af Maria Taferl ganga und san heut no net da
+
       bald tramt ma von d Weiberleut, was gscheits tramt ma nia.
   °  Schneidn ma vürschling, schneidn ma arschling, wann ma Holz schneidn, kriagn ma Schwartling,
+
   °  Die Eva, des Luada, gab in Adam die Frucht,
       schneidn ma bierbuchsbamane Ladn, kriagn mar an Tånzbodn, an rar'n.
+
       des Rindviech hat's gfressn, jetzt san ma verflucht.
   °  D`Leid segn in Jesus drüber geh`n übern Genehsarether See
+
   °  Aber lustig is's gewesn in vurign Winta,
       Drübm frogn`s: "wia bist denn rüber kemma"? Er sogt: "i hob an Anlauf gnumma."
+
       habn zwa Mentscha graft - um an Besnbinda.
   °  Die Bäurin ist granti - woran mog dös lieg'n?
+
   °  Herst Mitzi, wann du meine Gstanzln willst hörn,
       Die ist halt beim Aufstehn in an Kuhdreck nei g stieg n.
+
       nacha ruck a Weng zucha, dann brauch i net so plärrn.
   °  Weil Frankfurt so groß ist, so teilt man es ein
+
   °  Ja Mitzi, da schaust und da wunderst di wia,
       in Frankfurt an der Oder und Frankfurt am Main.
+
       die allerschönstn Gstanzln hab i dicht heut wegn dir.
   °  Zwischen Afritz (Ortsname) und Treffen (Ortsname), da steht a Tunnel,
+
   °  Wannst du net so schön warst, dann gang i mit dir,
       fahrst eine, werds finster, fahrst aussa, werds hell!
+
       aba weil du so schön bist, drum trau i mi nia.
   °  Zwoa Werklmauna und zwoa Eisnbauna und a Krampal und a Niglo
+
   °  A frisch Glasl Wein schenk i da Mitzi jetzt ein
       de san auf Maria Tafal gaunga san bis heit nu net do!
+
       und a Fledermausbluat, nacher busslts scho guat.
   °  Hinta da Hollastaud'n, da sitzt a Krowod (Kroate)
+
   °  Wannst du ma kan Wein net zahlst und ka Bratl,
      der traut si net vira weil a d'Hosn voi hot
+
       nacher hast die ganz Wochn ka Liegerstattl.
 
+
   °  Geh Dirndl, geh her und mit mir hast ka Gscher
=== Spott Burschen ===
+
      und i zahl da a Bier, daßd a Freud hast mit mir.
 
+
   °  Is ana amal gwesn, hat ka Dirndl gliabt,
   °  I sing, was i will und i sing, was mi gfreut
+
       in d Höll is a kumma und Schläg hat a kriagt.
       und i scher mi gar net um die ratscherten Leut
+
   °  Es Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
   °  Wannsd gar so viel singst und schimpfst über mi,
+
       mit an Fuaß, da mahts es Gras, mit n anderen heugst zwamm.
       dann denk i ma, bist no viel schlechter als i.
+
   °  Mei Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
   °  Geh tua di nur waschn, tua d Safn net sparn
+
       jetzt kumman zwa hitschate hatschate zsamm.
       und tua da nur selber über d Pappn mal fahrn.
+
   °  Jetzt geh i zum Seiler und kauf ma an Strick,
   °  Jetzt hat ana gsunga, a ganz a Junga,
+
       nimms Mensch auf n Bugl, trags überall mit.
       is dalkert und dumm, aber nix bringt n um.
+
   °  Und wann s mi tuan fragn, was i da tua tragn,
   °  Jetzt hat ana gsunga, der klingt ganz betrübt,
+
       so sag i, i hab in Teifl bein Kragn.
       des muaß ana sei, der ka Madl net kriagt.
+
   °  Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
   °  I ghör jetzt zu de Altn, es Gsicht voller Faltn,
+
       er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
       hab graue Haar am Kopf, aber di pack i beim Schopf.
+
   °  Aber Mitzi, oho, auf dein Bauch sitzt a Floh,
   °  Dass im Wald finster is, machn die Bam.
+
       den fang i dir weg, aba zuckn derfst net.
       Wer si net zucha traut, der bleibt daham.
+
   °  Die Mitzi hats gsagt, meine Gstanzln gfalln net.
   °  Drunt in da grean Au wachst a Bleamerl im Gras.
+
       Ja du gfallst ma ah net, ah net nacha im Bett.
       Wann da Franzl vom Bett aufsteht, is's allerweil nass.
+
   °  Aba Mitzi, sei gscheit, nimm an Buam, der di gfreit,
   °  I wünsch euch allen fürs heurige Jahr,
+
       lass den andern, den kloan bei da Saustalltür loan.
       dass euch alls so guat ausgeht wia in Ernstl sei Haar.
+
   °  I und mei Vada, mei Mitzi, mei Kuah,
   °  Da Ernstl is lustig, manchmal lacht er sogar,
+
       und jetzad man i, warn Rindviecher gnua.
       und sagt: Liaba a Glatzn als gar kane Haar.
+
   °  Wanns regnt und wanns schneibt und wanns dunnert und blitzt,
   °  Warums Erdäpfeln gibt, ja des waas i jetzt scho,
+
       da fircht i mi gar net, wann d Mitzi da sitzt.
       dass da Seppl wen hat, dem er d Haut aschäln ko.
+
   °  Die Mitzi hat Zahnderln, da lachts gern damit.
   °  Mitn Ernstl, den Lotter, da is es a so,
+
       Sie kunntat a beißn, aber des tuats scho nit.
       i brauch ja nur aufreibn, scho rennt er davo.
+
   °  Wannsd ma a recht a schöns Gstanzl aufsagst,
   °  Du schimpfst allaweil, und grad nur auf mi,
+
       dann derfst amal schlafn bei mir über d Nacht.
       die gar so viel schimpfn, san schlechta wiar i.
+
   °  Scheint d Sunn her auf s Dacherl, wern d Schindln sche dürr.
   °  Wann du ka Gstanzl waßd, kauf mar ans o,
+
       Die Mitzi is grantig, i kann nix dafür.
       i hab a paar Dutzend im Hosnsack do.
+
   °  Bin a fesche, a saubre, aber meine bist net.
   °  Du hast viele Gstanzln im Hosnsack drin,
+
      Hättst ma aufgmacht, i hätt di anglahnt, aber einiganga war i net.
      zreiß i dir d Hosn, sans alle dahin.
+
   °  Die nettastn Dirndl san allweil die klan,
   °  Sche rund is mei Huat und sche haß is mei Bluat,
+
       ja weil sa si bein Bussln schön zuwewuzln tan.
       sche haß is mei Faust und die schmeckt ah recht guat.
+
   °  Aber Hansl, sei do net gar a so faul,
   °  Jetzt hat ana gsunga, der sollt des net sagn,
+
       so nimm do bein Bussln die Pfeif ausn Maul.
       dem kunnt ma die Schneid aus da Faust aussa schlagn.
+
   °  Ja wannst net so schön warst, dann gang i mit dia,
   °  Jetzt hat ana gsunga, der singt gar net schen,
+
       aber weilsd gar so schön bist, drum trau i mi nia.
       und wann man derschlagt, bleibt die Pappn no stehn.
+
   °  Die Mitzi is sauber, is schön, is adrett,
   °  Da drent bei da Donau steign d Nebeln in d Höh,
+
       aber so an schön Bart als wia i hats halt net.
       Wannst du so schiach singst, tan ma d Ohrn allweil weh.
+
   °  Des Diandl is kloa, muaß schlafn alloan,
   °  Du tuast allweil singa, du tuast allweil schrein,
+
       zu ihrn Fensterl kummt ka Bua, weil sie hats allweil zua.
       i schiab di scho ah in mein Hosnsack nein.
+
   °  Beim Diandl sein Fenster is a Raubvoglnest
   °  Da Ernstl und i, mir san scho a zwa,
+
       und i trau mi net zuche, weil des Luada is bös.
       er hat a Glatzn und i bein Oasch kane Haar.
+
   °  Mitzi, wannsd nix zum Trinkn herstöllst, her i jetzt auf
   °  Auf Kierling, da geh i a dreiviertl Stund,
+
       und i sing da ka anziges Gstanzl mehr drauf.
       in Ernstl sei Nasn wägt dreiviertl Pfund.
+
   °  Aber Mitzi, geh her und mit mir hast ka Gscher
   °  Wann da Ernstl so weidasingt, schmeiß i eam um,
+
       und i zahl dar a Bier, dassd a Freid hast mit mir.
       daschlagn tua i'n net, aber s Gnack drah i eam um.
+
   °  Heut Nacht hat ma tramt, i habs Schimmerl einzaamt,
   °  Da Ernstl, der nimmts mit da Arbeit genau,
+
       habs eingspannt in Wagn, bin zur Mitzi hin gfahrn.
       beim Tag is a krank, und auf d Nacht is a blau.
+
   °  Ja die Mitzi, die is net z'groß und net z'klan,
   °  Jetzt singt da Peter scho Gstanzl über mi, des is des was i gar nicht versteh!
+
       is net z'dick, is net z'dünn, is grad recht nach mein Sinn.
       Denn seit wann ham bei uns de Schwab’n ah scho was zum sog’n.
+
   °  s'Deandl hat schwarze Augn, schwarze Pratzn,
   °  Gestan aufd Nocht hob i fiachtalich glocht
+
       Läus hats wia Fledermäus, Flöh als wia Ratzn.
       hob nu nia so vü glocht ois wia gestan aufd Nocht!
+
   °  s'Deandl is a Schönheit, der kane net gleicht
   °  Üban Zaun drübag'stign mit'n Oarsch henga blieb'n
+
       und jetzt stell i's in Gartn, dass ma d Vögln verscheicht.
       sakrisch teufelt und g'fluacht und in Oarsch a weil g'suacht
+
   °  A Apfel is rot und schön, inwendig faul.
  °  Eh eh eh eh mir san de schene zwe.
+
       Bein Mentsch, da is's grad a so, am Bestn schmeckt s'Maul.
      Eh eh eh eh mei san mir sche.
+
   °  Die Gams hat zwa Krickerln, da Jaga an Hund
   °  Da Hiasl is schön vom Fuaß bis zum Hals,
+
       und es Dirndl a Nasn, dass nei regna kunnt.
       und dann kummt der Kopf, der verschandlt eam alls.
+
   °  In Dirndl sei Nasn is buglert, o mei,
   °  Ja der Felix is a schöner Mensch vom Fuß bis zum Hals
+
       wanns as weida so hoch tragt, dann regnts ihr no nei.
       doch dann kimmt der Kopf der versaut wieder olls
+
   °  Die Mitzi hats gsagt, i soll Gstanzln singa,
   °  Ja grün ist die Hoffnung und grün der Spinat,
+
       die wird des no biaßn, i wers niedersinga.
       und grün ist der Jüngling, der keinen Bart hat.
+
   °  Die Mitzi is sauber, is liab und is nett,
   °  am schoastoanspitz waht a wind a woacha
+
       aber so an schen Bart als wia i hats halt net.
       die ausseer buam san ois hosnsoacha!
+
   °  Znagst bin i in Bett glegn, da hat ma was tramt,
   °  jo da sepp hot zähn so weiß wia da schnee,
+
       hat ma tramt von da Mitzi, was bleds hat ma tramt.
       hint` homs eam scho eigsetzt, drum dans eam nid weh!
+
   °  Die Flöh hupfn allweil zur Mitzi ins Bett,
   °  Dort untern am Bacherl, wo die Weiden sich biegen,
+
       wia schaugert denn des aus, wann des unserans tät.
       da raufen zwei Glatzköpf, dass d'Haar nur so fliegen.
+
   °  Warum gib’s soviel Weiber (Manner) auf da Welt weit und breit.
   °  Det de Spree musikalisch is, det weiß jeder Mann;
+
       Ja weil halt des Unkraut halt überall gedeiht.
       denn neulich, da sank dort ein Äppelkahn.
+
   °  A Sack voller Weiber, Gott, verzeih ma die Sünd,
   °  Ich steh auf der Brücke und spuck in den Kahn ,
+
       obm zuabindn, unt anzündn und zuaschaun, wia s brinnt.
       da freut sich die Spucke, dass sie Kahn fahren kann.
+
   °  Die Madln von Grinzing ham gelbe Strümpf an,
   °  Ich steh in dem Kahne und spuck auf die Brück,
+
       die brauchns net waschn, die soachns nur an.
       da muss ich schnell fahren, denn die Spuck kommt zurück.
+
   °  In Bad Kreuzen (Ort) die Dirndln hab'm gelbe Strüpmf' an
 
+
      de brauchans net wasch'n, de wischerln s'es an
=== Spott Mädchen ===
+
 
 
+
=== Streit ===
   °  Herst Mitzi, wann du meine Gstanzln willst hörn,
+
 
       nacha ruck a Weng zucha, dann brauch i net so plärrn.
+
   °  Da Hans und die Gredl san kreizbrave Leut,
   °  Ja Mitzi, da schaust und da wunderst di wia,
+
       er is a weng narrisch und sie is net gscheid.
      die allerschönstn Gstanzln hab i dicht heut wegn dir.
+
   °  Wannsd du sagst, dass i bled bin, da trink i mein Bier,
  °  Wannst du net so schön warst, dann gang i mit dir,
+
       weu so bled wia du wer i sicher gar nia.
      aba weil du so schön bist, drum trau i mi nia.
+
   °  Hintn im Tal hams an Teifl derschlagn,
   °  A frisch Glasl Wein schenk i da Mitzi jetzt ein
+
       da Hansl, der Lausbua hats Fleisch davontragn.
       und a Fledermausbluat, nacher busslts scho guat.
+
   °  A Ruam is ka Apfel, a Zwetschkn ka Birn,
   °  Wannst du ma kan Wein net zahlst und ka Bratl,
+
       is's Mäul allweil offn, is in Kopf net viel Hirn.
       nacher hast die ganz Wochn ka Liegerstattl.
+
   °  Ja sing nur so weida und sing von an Hirn,
   °  Geh Dirndl, geh her und mit mir hast ka Gscher
+
       hast ja selber a Hirn grad so dick wiar a Zwirn.
       und i zahl da a Bier, daßd a Freud hast mit mir.
+
   °  I hab halt a Hirn, a liabs und a klans,
   °  Is ana amal gwesn, hat ka Dirndl gliabt,
+
       schaut ma di a so an, da findt ma gar kans.
       in d Höll is a kumma und Schläg hat a kriagt.
+
   °  Hab a Glasaug und O-Fiass, bin zaundürr wia a Hund,
   °  Es Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
+
       hab an Bugl, an Kropf, aber sunst bin i gsund.
       mit an Fuaß, da mahts es Gras, mit n anderen heugst zwamm.
+
   °  Manchmal, da mag i di, manchmal singst schen für mi,
   °  Mei Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
+
      manchmal da kunnt i di ausseschmeißn.
       jetzt kumman zwa hitschate hatschate zsamm.
+
   °  Im Tal hats an Nebel, am Berg, da is's klar,
   °  Jetzt geh i zum Seiler und kauf ma an Strick,
+
       was d Leut allweil ratschn, is allas net wahr.
       nimms Mensch auf n Bugl, trags überall mit.
+
   °  Jetzt hat ana gsunga, der gherat umbrunga,
   °  Und wann s mi tuan fragn, was i da tua tragn,
+
       vagift und daschossn und nacher ausglacht.
      so sag i, i hab in Teifl bein Kragn.
+
   °  Mei Liaba, dei Reim, der hat si net greimg,
   °  Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
+
       du brauchatst an Tischler, das a'n Reim amal leimt.
       er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
+
   °  Du hast jetzt guat gsunga , und richtig, und schön,
   °  Aber Mitzi, oho, auf dein Bauch sitzt a Floh,
+
       du solltast in d Oper als Häuslfrau gehn.
       den fang i dir weg, aba zuckn derfst net.
+
   °  Geh sing net so schiach, und sing net so laut,
   °  Die Mitzi hats gsagt, meine Gstanzln gfalln net.
+
       mi tuats ja nur wundern, dassd di herkumma hast traut.
       Ja du gfallst ma ah net, ah net nacha im Bett.
+
   °  Des was du da gsunga hast, war ja net fein,
   °  Aba Mitzi, sei gscheit, nimm an Buam, der di gfreit,
+
       i mecht scho fast sagn, des war hundsgemein.
       lass den andern, den kloan bei da Saustalltür loan.
+
   °  Hat oana ans gsunga, dös hat sie nit greimt
   °  I und mei Vada, mei Mitzi, mei Kuah,
+
       dann hab i eahm die Zung aufn Arsch aufigleimt.
       und jetzad man i, warn Rindviecher gnua.
+
   °  Daß i di gar net mag, na, des sog i net.
   °  Wanns regnt und wanns schneibt und wanns dunnert und blitzt,
+
       Aber wannst a weng schener warst, schadn tat's net.
       da fircht i mi gar net, wann d Mitzi da sitzt.
+
   °  A Birn is ka Apfel und a Apfel ka Birn,
   °  Die Mitzi hat Zahnderln, da lachts gern damit.
+
       wanns Mäul geht spaziern, is in Kopf net viel Hirn.
       Sie kunntat a beißn, aber des tuats scho nit.
+
   °  Jetzt hat ana gsunga, is da Rotz awegrunna,
   °  Wannsd ma a recht a schöns Gstanzl aufsagst,
+
       wann a no amal singt, nacha schneuz ma eam gschwind
       dann derfst amal schlafn bei mir über d Nacht.
+
   °  Jetzt steht er do und schaut saudumm drein
   °  Scheint d Sunn her auf s Dacherl, wern d Schindln sche dürr.
+
       er möchert was singa, doch es foit eam nix ein
       Die Mitzi is grantig, i kann nix dafür.
+
   °  Buama, wånn`s rafn wollts, braucht`s es gråd sågn,
   °  Bin a fesche, a saubre, aber meine bist net.
+
       `s Messer is gschliffn, und d`Fäust, de san glådn
       Hättst ma aufgmacht, i hätt di anglahnt, aber einiganga war i net.
+
   °  Es Dirndl is sauba vom Kopf bis zur Brust,
   °  Die nettastn Dirndl san allweil die klan,
+
       und dann kummt da Arsch, da vageht da die Lust.
       ja weil sa si bein Bussln schön zuwewuzln tan.
+
   °  Der Hannes is sauber vom Fuaß bis zum Hals,
   °  Aber Hansl, sei do net gar a so faul,
+
       und dann kummt da Kopf (Kropf), und der verpatzt alls.
       so nimm do bein Bussln die Pfeif ausn Maul.
+
   °  A Sack voller Weiber, Herr verzeih ma de Sünd,
   °  Ja wannst net so schön warst, dann gang i mit dia,
+
       obn zuabindn, unt anzündn, und zuaschaun, wias brinnt.
       aber weilsd gar so schön bist, drum trau i mi nia.
+
   °  Von fünfazwanz Nussn und Dirndln hast ghört,
   °  Die Mitzi is sauber, is schön, is adrett,
+
       sand zwölfe nix nutz und dreizehn nix wert.
       aber so an schön Bart als wia i hats halt net.
+
   °  Buama won`s raffa woitt`s miasts es nur sogn
   °  Des Diandl is kloa, muaß schlafn alloan,
+
       D`Messer san g`schliffa, d`Revolfer san g`lond
       zu ihrn Fensterl kummt ka Bua, weil sie hats allweil zua.
+
   °  Warum gibts so vül Buama auf der Welt weit und breit?
   °  Beim Diandl sein Fenster is a Raubvoglnest
+
       Ja wei hoid des Unkraut üwaroi guad gedeiht.
       und i trau mi net zuche, weil des Luada is bös.
+
   °  Jetzt hat einer g’sungen, das hat sich nicht g’reimt,
   °  Mitzi, wannsd nix zum Trinkn herstöllst, her i jetzt auf
+
       dem gehört ja die Zunge woanders hin g’leimt.
       und i sing da ka anziges Gstanzl mehr drauf.
+
   °  Do hot ana gsunga, des hot sie net greimt,
   °  Aber Mitzi, geh her und mit mir hast ka Gscher
+
      do haum's eam de Zung, zum Oasch zuwe gleimt.  
       und i zahl dar a Bier, dassd a Freid hast mit mir.
+
   °  Der eine weiß dies, der andre weiß das,
   °  Heut Nacht hat ma tramt, i habs Schimmerl einzaamt,
+
       ’s weiß jeder was andres, aber jeder weiß was.  
       habs eingspannt in Wagn, bin zur Mitzi hin gfahrn.
+
   °  Für die Flöh' gibt's a Pulver, für die Schuh gibts a Wichs,
   °  Ja die Mitzi, die is net z'groß und net z'klan,
+
       für den Durst gibt's a Wasser, für die Dummheit gibt's nicht's.
      is net z'dick, is net z'dünn, is grad recht nach mein Sinn.
+
   °  Jetzt hod ana gsunga, den wos a jeda kennt,
   °  s'Deandl hat schwarze Augn, schwarze Pratzn,
+
       am Kopf g´färbte Hoar und im Mund foische Zähnt.
       Läus hats wia Fledermäus, Flöh als wia Ratzn.
+
   °  27, 28, 29, 30,
   °  s'Deandl is a Schönheit, der kane net gleicht
+
       host leicht du Schnackerl, weis di a so reißt.
       und jetzt stell i's in Gartn, dass ma d Vögln verscheicht.
+
   °  In (Name) hom de Schof ogschau. De Schof hom in (Name) ogschaut.
   °  A Apfel is rot und schön, inwendig faul.
+
       Da (Name) hot si gschomt, wei´n d´Schof ogschaut homt.
       Bein Mentsch, da is's grad a so, am Bestn schmeckt s'Maul.
+
   °  Dass ma d' Faltn im Gsicht hat, des is scho bled,
   °  Die Gams hat zwa Krickerln, da Jaga an Hund
+
       hätt ma's am Oasch, nacha sachat ma's net.  
       und es Dirndl a Nasn, dass nei regna kunnt.
+
   °  unten im grobm homs a tatschga daschlogn,
   °  In Dirndl sei Nasn is buglert, o mei,
+
       do sieht ma den karl (name) die knochn onogn
       wanns as weida so hoch tragt, dann regnts ihr no nei.
+
   °  jojo unser karl (name) is mehr dick als lonk,
   °  Die Mitzi hats gsagt, i soll Gstanzln singa,
+
       der passat holt grod als a scheissheisl bonk.
       die wird des no biaßn, i wers niedersinga.
+
   °  Do hod oana gsunga, hod glaubt dass ers kau,
   °  Die Mitzi is sauber, is liab und is nett,
+
       hod si au gheat wia a Raunza, von an oidn zwidan Mau.
       aber so an schen Bart als wia i hats halt net.
+
   °  Jetzt hat er halt g'sungen, jetzt ham mas halt g'hört,
   °  Znagst bin i in Bett glegn, da hat ma was tramt,
+
      mia ham z'Haus a Stallkuah, die grad a so röhrt.
       hat ma tramt von da Mitzi, was bleds hat ma tramt.
+
   °  De (Yspertola) Mendscha, de sand jo so sche,
   °  Die Flöh hupfn allweil zur Mitzi ins Bett,
+
       de drahnt se de Hoar mit da Mistgowi ei.
       wia schaugert denn des aus, wann des unserans tät.
+
   °  Aber 27, 28, 29, 30 (siemazwanzg, achtazwanzg, neunazwanzg, dreißg)
   °  Warum gib’s soviel Weiber (Manner) auf da Welt weit und breit.
+
       das Dirndl muß Bauchweh hab'n, weil's a so schaut.
      Ja weil halt des Unkraut halt überall gedeiht.
+
   °  wonn da hons so sche singt jo do ko ma si gfrein,
   °  A Sack voller Weiber, Gott, verzeih ma die Sünd,
+
       do ruida die augn wie da hou in da steign!
       obm zuabindn, unt anzündn und zuaschaun, wia s brinnt.
+
  °  do hod oana gsunga, hod is mäü so weit broat,
   °  Die Madln von Grinzing ham gelbe Strümpf an,
+
      wie ba die oxn im stoi woma is hotta einiloat!
       die brauchns net waschn, die soachns nur an.
+
 
   °  In Bad Kreuzen (Ort) die Dirndln hab'm gelbe Strüpmf' an
+
=== Tiere ===
       de brauchans net wasch'n, de wischerln s'es an
+
 
 +
  °  Jeder Hund hat sei Hütt`n, jeder Dachs hat sein Bau,
 +
      jeder Fuchs hat sei Füchsin, jeder Saubär sei Sau.
 +
  °  Zwoa schneeweiße Täuberln tuan schnabeln am Dach,
 +
      i und mei Dianderl homs grod aso g`macht.
 +
  °  De Großeisenbecker Bauern, ja de san fei schlau.
 +
      De geb’n da Kuh an Schokolad und melka dann an Kakao.
 +
  °  Ja wenn i a mal a Geld hab, nacha kauf’i zwoa Kühe,
 +
      de oane muaß an Schnaps geb’n und de andere a Bier.
 +
  °  Und wenn der Hahn kraht, dann kräht er aufm Mist
 +
      dann ändert sich’s Wetter, oder s’bleibt wie es ist.
 +
  °  Da Ochs hat vier Haxn, i waß scho, warum,
 +
      hätt a bloß zwa, ja, dann fallert er um.
 +
  °  Wann ana an Ochsn stiehlt, is des ganz klar,
 +
      dass der, der eam gstohln hat, ka Taschndiab woar.
 +
  °  Da Saubär, der schamt si, er waß ganz genau,
 +
      seine Kinder werdn Fadln, sei Frau is a Sau.
 +
  °  Is d Bäurin recht dick und an da Sau is nix dran,
 +
      dann hat si da Baua beim Fuadan vertan
 +
  °  A Schwiegermuada und a Bandlwurm hab’n die gleiche Natur:
 +
      Solang der Schädl dran is, geb’n s’ all zwa koa Ruah.
 +
  °  Unten im See hams a Hochwasser ghabt, da ham's die Fisch von da Bam obaghåkt,
 +
      still ruht der See, fürchtet Euch nicht.
 +
  °  Sagt da Walfisch zum Thunfisch, das kannst du nicht tun, Fisch,
 +
      sagt da Thunfisch zum Walfisch, du hast keine Wahl, Fisch.
 +
  °  Die Flöh hupfn eini zum Dirndl ins Bett,
 +
      wia schaugert des aus, wann des unsaans tät.
 +
  °  Waun i auf´d Nocht schlofa geh, lesch i is Liacht aus,
 +
      damit de Fleh da Moanung san, i bin net z´Haus.
 +
  °  Für die Flöh gibt’s a Pulver, für die Schuh gibt’s a Wichs,
 +
      für den Durst gibt’s a Wasser, für die Dummheit gibt’s nichts.
 +
  °  Und da drunt in der Türkei da gibt’s de Vielweiberei
 +
      bei uns derfs net sein zwengs dem Tierschutzverein
 +
  °  Der Dackel, der wackelt mit dem Schwanz hin und her,
 +
      der Schwanz kann das net, denn der Dackel ist zu schwer.
 +
  °  Meine Tante hält Hühner, meine Tante hält Vieh,
 +
      meine Tante hält alles, nur den Babbel hält sie nie.
 +
  °  Mei Schwiegermuatter halt Hendln, mei Schwiegermuatter halt Küah,
 +
      mei Schwiegermuatter halt alls, nur die Pappn halt's nia.
 +
  °  In da Wiesn zirpt a Grill und da Baua maht's Gras,
 +
      auf amal is´ staad, Kopf åbgmaht.
 +
  °  Auf der Wies’ singt ein Heuschreck, doch jetzt ist er stad,
 +
      weil der Bauer mit der Sensen seinen Kopf hat abgmaht.
 +
  °  I und mei Vater, a Ochs und a Kuah,
 +
      jetzt glaub i, warat ma Rindviecher gnua.
 +
  °  Mancher Ehmann tragt Hörndln wia a Ochs ganz genau,
 +
      nur is der Ochs gscheiter, der nimmt si ka Frau.
 +
  °  Druntn beim Wirtn san Ochsen grad gnuag
 +
      die an, die werd’n braten, die andern schaun zua.
 +
  °  In München auf der Wies'n gibt's Ochsen grad gnua,
 +
      die einen werdn braten, die andern schaun zua.
 +
  °  Das Rindfleisch so teia is, des is ma z´dumm.
 +
      Es rennan do e sovü Rindvicha umadum.
 +
  °  De Kinda, de tuat ma mit da Kuamüch ernährn,
 +
      do sois an net wundern, wauns Rindviecha wern.
 +
  °  Und wenn der Hahn kräht, dann kräht er am Mist,
 +
      dann ändert sich's Wetter, oder es bleibt wie es ist.
 +
  °  Die Bauern hom die Krah so gern
 +
      waö die Krah immer schlauer wern.
 +
  °  Und im Himmel hams an Schimmel und der Schimmel scheißt Geld,
 +
      ja so an scheiß Schimmel sollt mar håbn auf dera Welt.
 +
 
 +
=== Liebe ===
  
=== Streit ===
+
  °  Die Sunn scheint am Tag und da Mond bei da Nacht
 
+
      und da hat mi mei Dirndl um die Unschuld gebracht.
   °  Hat oana ans gsunga, dös hat sie nit greimt
+
   °  Lustig is's Buamalebn, 's Geld hat ma d Muatter gebn,
       dann hab i eahm die Zung aufn Arsch aufigleimt.
+
       's Mensch hab i selber ghabt gestern auf d Nacht.
   °  Daß i di gar net mag, na, des sog i net.
+
   °  Redn allweil von Sündn, de ganz gscheidn Leut,
       Aber wannst a weng schener warst, schadn tat's net.
+
       wia kann des a Sünd sein, was an gar aso gfreit.
   °  A Birn is ka Apfel und a Apfel ka Birn,
+
   °  I geh jetzt zum Kramer und kauf mar an Hammer
       wanns Mäul geht spaziern, is in Kopf net viel Hirn.
+
       und nagls Mensch an, dass's ma net davon kam.
   °  Jetzt hat ana gsunga, is da Rotz awegrunna,
+
   °  Je älter, je besser, so sagt beim Wein,
       wann a no amal singt, nacha schneuz ma eam gschwind
+
       beim Mensch, da is's anders, die kunnt jünger sein.
   °  Jetzt steht er do und schaut saudumm drein
+
   °  Manchmal, da mag i di, manchmal singst schön für mi,
       er möchert was singa, doch es foit eam nix ein
+
       manchmal da kunnt i di außischmeißn.
   °  Buama, wånn`s rafn wollts, braucht`s es gråd sågn,
+
   °  Die nettastn Dirndl san allweil die klan,
       `s Messer is gschliffn, und d`Fäust, de san glådn
+
       ja weil sa sie beim Bussln schön zuwewuzln tan.
   °  Es Dirndl is sauba vom Kopf bis zur Brust,
+
   °  Hansl spann ein und a Zwanga ghört dein,
       und dann kummt da Arsch, da vageht da die Lust.
+
       fahrn ma auf Weean zu da schwarzaugatn Dean.
   °  Der Hannes is sauber vom Fuaß bis zum Hals,
+
   °  A karierte Joppn und an Gamsbart am Huat
       und dann kummt da Kopf (Kropf), und der verpatzt alls.
+
       und a schwarzaugats Deandl is fürs Herzklopfn guat.
   °  A Sack voller Weiber, Herr verzeih ma de Sünd,
+
   °  Mei Herzerl is fleißig und allweil schlagts mit,
      obn zuabindn, unt anzündn, und zuaschaun, wias brinnt.
+
      kann lachn, kann wana, aber treu sein kanns nit.
   °  Von fünfazwanz Nussn und Dirndln hast ghört,
+
   °  A Schneeberl hats gschniebm, alle Berg san schneeweiß
       sand zwölfe nix nutz und dreizehn nix wert.
+
       und jetzt liab i scho wieda a Deandl, a neus.
   °  Buama won`s raffa woitt`s miasts es nur sogn
+
   °  Tuat di was kränkn, tua allweil dran denkn,
       D`Messer san g`schliffa, d`Revolfer san g`lond
+
       die dir so was tuat, der brennt selber da Huat.
   °  Warum gibts so vül Buama auf der Welt weit und breit?
+
   °  Die Vögerln baun Nesterln und singan dazua,
      Ja wei hoid des Unkraut üwaroi guad gedeiht.
+
       da Bua liabt sei Dirndl und lasst ihr ka Ruah.
  °  Jetzt hat einer g’sungen, das hat sich nicht g’reimt,
+
   °  Aber aus is's und gar is's und jetzt is Advent
       dem gehört ja die Zunge woanders hin g’leimt.
+
      und da hab i mei Dirndl in d Rauchkuchl ghängt.
   °  Do hot ana gsunga, des hot sie net greimt,
+
   °  Aber jetzt is's aus, jetzt is's aus, s' Mensch is bein Rauchfang raus
      do haum's eam de Zung, zum Oasch zuwe gleimt.
+
       und da Bua schaut ihr zua, Selchfleisch gibt's gnua.
  °  Der eine weiß dies, der andre weiß das,
+
   °  Bei da Nacht scheint da Mond und bein Tag kraht da Hahn,
      ’s weiß jeder was andres, aber jeder weiß was.  
+
       wann i's Dirndl recht gern hab, muaß i scho wieder davon.
   °  Für die Flöh' gibt's a Pulver, für die Schuh gibts a Wichs,
+
   °  S'Dirndl hat gfischt bei da Nacht, hat nix derwischt bei da Nacht.
       für den Durst gibt's a Wasser, für die Dummheit gibt's nicht's.
+
       Weils net guat ködern kann, beißt kana an.
   °  Jetzt hod ana gsunga, den wos a jeda kennt,
+
   °  Da kloan Hahn im Wald hat an Schwaf, an krumpn,
       am Kopf g´färbte Hoar und im Mund foische Zähnt.
+
      wann i drei Dirndln hab, kann i zwa verlumpn.
   °  27, 28, 29, 30,
+
   °  S' Mensch liabt an Schreiber, schauts as nur an,
       host leicht du Schnackerl, weis di a so reißt.
+
       hat himmelblaue Augn vom Tintn anschaun.
   °  In (Name) hom de Schof ogschau. De Schof hom in (Name) ogschaut.
+
  °  Mei Mensch hat ma's gsagt, daß's mei Bart sakrisch gfreit,
      Da (Name) hot si gschomt, wei´n d´Schof ogschaut homt.
+
      weil wann sie mein Bart siecht, is es Gsicht nimmer weit.
   °  Dass ma d' Faltn im Gsicht hat, des is scho bled,
+
   °  Die Äpfeln san gelb, die Birnen san braun,
       hätt ma's am Oasch, nacha sachat ma's net.  
+
       die Madln san sauber, muaß ma ah um ans schaun.
   °  unten im grobm homs a tatschga daschlogn,
+
   °  Die Äpfeln wern zeitig, die Birn san scho braun,
       do sieht ma den karl (name) die knochn onogn
+
       hat a jeda a Mensch, muaß ma ah um ans schaun.
   °  jojo unser karl (name) is mehr dick als lonk,
+
   °  Die Maurer tan mäutern, die Jäger tan jagn,
       der passat holt grod als a scheissheisl bonk.
+
       die Buam, wanns verliabt san, tuan allerhand fragn.
   °  Do hod oana gsunga, hod glaubt dass ers kau,
+
   °  Die Leut, die sagn allerweil, d Liab war a Sünd,
       hod si au gheat wia a Raunza, von an oidn zwidan Mau.
+
       Madl, wannsd willst, nacher sündign ma gschwind.
   °  Jetzt hat er halt g'sungen, jetzt ham mas halt g'hört,
+
   °  Vom Berg bin i aber zan Madl ins Tal,
       mia ham z'Haus a Stallkuah, die grad a so röhrt.
+
       geh zoag ma dei aufrichtigs Herzerl amal.
   °  De (Yspertola) Mendscha, de sand jo so sche,
+
   °  Fiaker spann ein und a Guldn ghört dein,
       de drahnt se de Hoar mit da Mistgowi ei.
+
       führ mi ummi in d Mühl, wo i's Mensch halsn will.
   °  Aber 27, 28, 29, 30 (siemazwanzg, achtazwanzg, neunazwanzg, dreißg)
+
   °  Zwa Hasn san gsprunga, zwa Hund wolltns jagn,
       das Dirndl muß Bauchweh hab'n, weil's a so schaut.
+
       zwa Buam, de ham graft, weils a Dirndl wolln habn.
   °  wonn da hons so sche singt jo do ko ma si gfrein,
+
   °  Es Dirndl, des gfreit si, auf d Nacht kummt ihr Bua,
       do ruida die augn wie da hou in da steign!
+
       er redt nix und deit nix, und sie hurcht eam zua.
   °  do hod oana gsunga, hod is mäü so weit broat,
+
   °  Wann da Hahn kraht, macht a d Augn zua, weil a 's auswendig kann
       wie ba die oxn im stoi woma is hotta einiloat!
+
       und i geh zu mein Dirndl, dass i ah a Freud han.
 
+
   °  Da Apfel is rot und rund, innan scho faul.
=== Tiere ===
+
       Beim Dirndl is's grad a so, am Bestn schmeckt's Maul.
 
+
   °  Wer a schöns Deandl liabt, is scho betrogn,
   °  Jeder Hund hat sei Hütt`n, jeder Dachs hat sein Bau,
+
       was sie zwang mal verspricht, des is vierzg mal derlogn.
       jeder Fuchs hat sei Füchsin, jeder Saubär sei Sau.
+
   °  's Bussln is 's Beste gwiss, was da Mensch hat,
   °  Zwoa schneeweiße Täuberln tuan schnabeln am Dach,
+
       drum tummelts euch, Deandln, sunst kummts no zu spat.
       i und mei Dianderl homs grod aso g`macht.
+
   °  Deandl, geh spreiz di net, wann i vom Bussln red,
   °  De Großeisenbecker Bauern, ja de san fei schlau.
+
       's Bussln, des merk da fein, muaß halt ah sein.
       De geb’n da Kuh an Schokolad und melka dann an Kakao.
+
   °  Geh gib ma a Bussl und mach do ka Gsicht.
   °  Ja wenn i a mal a Geld hab, nacha kauf’i zwoa Kühe,
+
       I druck schon die Äugerln zua, dass's neamand sicht.
       de oane muaß an Schnaps geb’n und de andere a Bier.
+
   °  Da Pfarrer hats heut bei da Predigt verkündt,
   °  Und wenn der Hahn kraht, dann kräht er aufm Mist
+
       je schöner des Deandl, desto klaner die Sünd.
       dann ändert sich’s Wetter, oder s’bleibt wie es ist.
+
   °  Und i bin mit die Deandln no allweil guat gfahrn,
   °  Da Ochs hat vier Haxn, i waß scho, warum,
+
       drum kunnt i net sagn, dass's ma zwieder warn wordn.
       hätt a bloß zwa, ja, dann fallert er um.
+
   °  Wannsd ka Schneid hast, bleib daham und tua Erdäpfel klaubn,
   °  Wann ana an Ochsn stiehlt, is des ganz klar,
+
       Wannsd a Schneid hast, geh zum Deandl, tua bein Fenster einischaun.
       dass der, der eam gstohln hat, ka Taschndiab woar.
+
   °  Deandl, i liabat die, wansd mi willst, kriagast mi,
   °  Da Saubär, der schamt si, er waß ganz genau,
+
       wannsd mi treu liabst, kannst mi habm, wannsd mi kriagst.
       seine Kinder werdn Fadln, sei Frau is a Sau.
+
   °  Drei Stund übers Wasser, drei Stund übern See,
   °  Is d Bäurin recht dick und an da Sau is nix dran,
+
       drei Stund zu mein Deandl, das Herz tuat ma weh.
       dann hat si da Baua beim Fuadan vertan
+
   °  Hat ana a Deandl id is a weng schön,
   °  A Schwiegermuada und a Bandlwurm hab’n die gleiche Natur:
+
      so sollt a die Wochn 6 Mal zu ihr geh.
       Solang der Schädl dran is, geb’n s’ all zwa koa Ruah.
+
  °  6 Mal is net viel, geht no a Tag a,
   °  Unten im See hams a Hochwasser ghabt, da ham's die Fisch von da Bam obaghåkt,
+
       san 7 in da Wochn, mach erst an Tag blau.
       still ruht der See, fürchtet Euch nicht.
+
   °  I liab halt mei Nanderl uns führ sie beim Handerl,
   °  Sagt da Walfisch zum Thunfisch, das kannst du nicht tun, Fisch,
+
       ah si liabt mit dick und führt mi am Strick.
       sagt da Thunfisch zum Walfisch, du hast keine Wahl, Fisch.
+
   °  Auf da Alm is's a Freid, ja da is's halt a Lebn,
   °  Die Flöh hupfn eini zum Dirndl ins Bett,
+
       da tuats schene Küah und ah schene Diandln gebm.
       wia schaugert des aus, wann des unsaans tät.
+
   °  Jetzt hab i zwa Dirndln, a alts und a neichs,
   °  Waun i auf´d Nocht schlofa geh, lesch i is Liacht aus,
+
       jetzt brauch i zwa Herzerln, a falschs und a treus.
       damit de Fleh da Moanung san, i bin net z´Haus.
+
   °  Wannsd du mit dein Herzerl so haglich willst sein,
   °  Für die Flöh gibt’s a Pulver, für die Schuh gibt’s a Wichs,
+
       dann nimm a Papierl und wickels guat ein,
       für den Durst gibt’s a Wasser, für die Dummheit gibt’s nichts.
+
   °  Tuas recht guat einwickeln und binds nur fest zua,
   °  Und da drunt in der Türkei da gibt’s de Vielweiberei
+
       dann kummt da dei Lebtag koa Bua net dazua.
       bei uns derfs net sein zwengs dem Tierschutzverein
+
   °  Und da Mensch muaß a Mensch habn, weil da Mensch braucht a Mensch
   °  Der Dackel, der wackelt mit dem Schwanz hin und her,
+
       und a Mensch, der ka Mensch hat, so a Mensch is ka Mensch.
       der Schwanz kann das net, denn der Dackel ist zu schwer.
+
   °  Jetzt is's aus, jetzt is's aus, s Mensch is beim Rauchfang naus,
   °  Meine Tante hält Hühner, meine Tante hält Vieh,
+
       und da Bua schaut eam zua, Selchfleisch gibts gnua.
       meine Tante hält alles, nur den Babbel hält sie nie.
+
   °  Da oan links, da oan rechts, da oan brauchts, da oan möchts,
   °  Mei Schwiegermuatter halt Hendln, mei Schwiegermuatter halt Küah,
+
       da oan schickt ihr an Gruaß, da oan hats scho bein Fuaß.
       mei Schwiegermuatter halt alls, nur die Pappn halt's nia.
+
   °  I bin ja so ängstli, bin net gern allan,
   °  In da Wiesn zirpt a Grill und da Baua maht's Gras,
+
       drum geh i auf d Nacht zu mein Mentsch in da Gham.
       auf amal is´ staad, Kopf åbgmaht.
+
   °  Bin a lustiga Bua, brauch gar oft neue Schua,
   °  Auf der Wies’ singt ein Heuschreck, doch jetzt ist er stad,
+
       und a trauriga Narr hat recht lang an an Paar.
       weil der Bauer mit der Sensen seinen Kopf hat abgmaht.
+
   °  Ja, ja, hat a gsagt, der alte Pater,
   °  I und mei Vater, a Ochs und a Kuah,
+
       Bein Dirndl derfst schlafn, aber weggedrahter.
       jetzt glaub i, warat ma Rindviecher gnua.
+
   °  An Hahnakampl, a Kanariwampl, a Spatznleber und an Sterz
   °  Mancher Ehmann tragt Hörndln wia a Ochs ganz genau,
+
       muaß ma zsammaröstn, gibts in Dirndl z'essn, des gibt a treus Herz.
       nur is der Ochs gscheiter, der nimmt si ka Frau.
+
   °  Wann da Hahn kraht, druckt a d Augn zua, weil a s auswendig kann,
   °  Druntn beim Wirtn san Ochsen grad gnuag
+
       und i geh heut zu mein Dirndl, hab ah a Freud dran.
       die an, die werd’n braten, die andern schaun zua.
+
   °  Treu bin i, treu bleib i und treu is mei Sinn
   °  In München auf der Wies'n gibt's Ochsen grad gnua,
+
       i bleib bei meim Moidl, bis i a schöinere find.
       die einen werdn braten, die andern schaun zua.
+
   °  Da Herr Pfarrer hat predigt: "Leut, habts  anand gern!"
   °  Das Rindfleisch so teia is, des is ma z´dumm.
+
       Drum kann i vom Dirndl net wegga triebn wern.
       Es rennan do e sovü Rindvicha umadum.
+
   °  A Nasn hat a jede und Augn und a Maul,
   °  De Kinda, de tuat ma mit da Kuamüch ernährn,
+
       aber s Grüaberl im Kinn findt ma net allemal.
       do sois an net wundern, wauns Rindviecha wern.
+
   °  Am Mittwoch, da hab i kan Segn ghabt, koa Glück.
   °  Und wenn der Hahn kräht, dann kräht er am Mist,
+
       Wanns Herzerl halt krank is, habn d Händ a koa Glück.
       dann ändert sich's Wetter, oder es bleibt wie es ist.
+
   °  Du steirische Gretl liegst ma allweil im Schädl,
   °  Die Bauern hom die Krah so gern
+
       liegst ma allweil im Sinn, wann i schlaferi bin.
       waö die Krah immer schlauer wern.
+
  °  An Fehler muass i habn, i kimm halt nit drauf,
   °  Und im Himmel hams an Schimmel und der Schimmel scheißt Geld,
+
      drum sagt ma jeds Dirndl die Liab so gschwind auf.
       ja so an scheiß Schimmel sollt mar håbn auf dera Welt.
+
  °  Daß's Dirndl an Kropf hat, des macht mar an Schmarrn,
 +
      jetzt kennt ma's viel leichter, wo hint is, wo vorn.
 +
  °  Hast a schöns Dirndl, dann hast recht viel Freud,
 +
      hast aber a Schiache, ham d Leut gar kan Neid.
 +
  °  Es Dirndl is weiß in Gsicht, weiß wia da Schnee,
 +
      nur d Haar, de san braun wia a Packlkaffee.
 +
  °  Die (Ort)er Mentscher, die kannst ja net liabn,
 +
      drum schickst as am Berg nauf zum Nebel weg schiabn.
 +
  °  A Mensch, des ka Herzerl hat, wirds scho no kriagn,
 +
      die ganz jungan Taubn kennan ah net glei fliagn.
 +
  °  Heirassa, ham ma net viel, tragn ma net schwar,
 +
      wann ma dann gar nix ham, heirat ma zsamm.
 +
  °  Du Dirndl, wannst mi willst und hast no ka Wiagn,
 +
      wo tuast denn es Wuzerl hin, wann ma ans kriagn?
 +
  °  Wer hoch steigt, muass tief falln, wer viel trinkt, muass viel zahln,
 +
      wer viel liabt, muass viel leidn, wer nix kriagt, is nix z'neiden.
 +
  °  Diandl, muaßt wegn an Rausch net so atark aufbegehrn,
 +
      da sich i di doppelt und das hab i gern.
 +
  °  I denk hin, i denk her, i denk kreuz, i denk quer,
 +
      i denk allweil an mein Buam, sonst denk i nix mehr.
 +
  °  Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
 +
      da heirat mei Dirndl und i hab an Dreck.
 +
  °  Wenn du s Bett net besser machst und die Flöh net ausjagst
 +
      dann zahl’ i da a ka Bier und geh net ham mit dir.
 +
  °  Hab’n Schatz g’habt, hab’n gern g’habt, hab glaubt er liebt mi,
 +
      hab i nachgfragt, hot er 12e g’habt, und die 13de war i.
 +
°    Und aus is und gar is und jetzt is Advent
 +
      und jetzt hab i mei Diandl in d Rauchkuchl ghängt.
 +
°    De Diandln hamma allsamt gern, allsamt tan ma's liabn bei da Nacht,
 +
      und de selbn hamma ah no gern, de ma net kriagn.
 +
  °  Und da Mensch muass a Mensch habn, weil da Mensch braucht a Mensch
 +
      und a Mensch, der ka Mensch hat, so a Mensch is ka Mensch
 +
  °  Du herzigs schöns Dirndl, du bist mei Freud,
 +
      du bist mei Seligkeit in aller Ewigkeit.
 +
  °  Eh i mei Dirndl lass, lassat i alls,
 +
      mei Haus und mein Hof und es Tüachl vom Hals.
 +
  °  Wenns wissat, dass i waß, dass sie s gwiß wissn tat,
 +
      dann wissat i gwiß, dass i waß, wos i tat
 +
  °  A Dirndl a netts, lusti und keck,
 +
      mit an wunderschön Gspui, des is, was i wui.
 +
  °  Aba Dirndl, sei gscheit, liab an Buam, der di gfreit,
 +
      liab an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.
 +
  °  Aba Dirndl sei gscheit, tua di haltn an mi,
 +
      wann die Donau austrickat, nacha kimm i um di.
 +
  °  Wann die Donau austrickat und i bin net da,
 +
      ja so woaßt as ganz gwiss, dass i an andere ha.
 +
  °  s is nix so traurig und is nix so betrüabt,
 +
      als wann si a Tuschn in an Krautkopf verliabt.
 +
  °  S Dirndl hat "Juhe" gschrian, "is denn koa Bua zum kriagn?
 +
      Is denn koa Bua so gscheit, der bei mir bleibt?
 +
  °  Mei Schåtz is a Maurer, mauert auffi in d`Heh
 +
      und mir tuan hålt de Äugerl vum Auffischaun weh.
 +
  °  Da Lipp und da Lenz habn all s gleiche Mensch
 +
      aba da Hias und da Lex habn jedn Tag an andre Hex.
 +
  °  A Nudlwalker und a Schierhagl und a Stallbesn mit an Stiel
 +
      und a Dirndl mit ana Haknnasn, dös is was fürs Gfühl.
 +
  °  A Mistgabl zu an Lauskampl und a Kuahkettn uman Hals,
 +
      für a blitzsaubers Dirndl, da kaufat i alls
 +
  °  A Schwalbn macht kan Summa, a Jungfrau ka Kind,
 +
      hingegen bei zwa Valiabte passiert so was gschwind.
 +
  °  Verliabt is der Gockel, verliabt is die Laus,
 +
      verliabt is der Regenwurm, nur grad i geh laar aus.
 +
  °  S Dirndl hat z Wean studiert und da Bua z Linz,
 +
      und jetzt liegns im Bett beinand, feiern Priminz.
 +
  °  Drei Winter, drei Summer, drei Äpfeln vom Bam,
 +
      und wann nur mei Mensch aus da Weanastadt kam
 +
  °  Jetzt is's amal kemma, was hat's ma denn bracht,
 +
      a Ringerl am Finger, a Busserl auf d Nacht.
 +
  °  Aber Dirndl, du liabs, wannst ma du amal stirbst,
 +
      wirst ma du amal krank, leb i ah nimmer lang.
 +
  °  Und eh i mei Mentscherl lass, lass i mei Lebn,
 +
      und sollt i mei Bluat tröpferlweis gebm.
 +
  °  Dass's in Wald finster is, das macht das Holz,
 +
      dass mei Mensch sauber is, das macht mi stolz.
 +
  °  zwoa schwarzbraune Ochsen und a gscheckerte Kuha
 +
      die gibt ma mei Vater, wann i heiraten tua
 +
  °  Und a viereckats Wieserl und a dreieckats Feld,
 +
      und a herzigliabs Diandl is ma's Liabst auf da Welt.
 +
  °  Es Dirndl is liabreich, aber geldreich is's net,
 +
      is ma liaber, sie is liabreich, denn beim Geld schlaf i net.
 +
  °  Aber Dirndl, sei gscheid, nimm an Buam, der di gfreit,
 +
      nimm an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.
 +
 
 +
=== Fensterln ===
 +
 
 +
  °  A Schneeberl hats gschniebn vur mein Deandl sein Haus
 +
      und jetzt siacht ma die Fuaßstapfn nein und hinaus.
 +
  °  An Sprung übers Gasserl, an Juchiza drauf,
 +
      an Klopfer am Fensterl, schöns Dirndl, mach auf.
 +
  °  Liabs Dirndl, mach auf, tua mi einilassn,
 +
      lass mi net so lang steh auf da kaltn Straßn.
 +
  °  Fensterln bi i ganga zu da Kloahäusladirn,
 +
      habs Fensterl verfehlt, hab zur Goaß einigschrian.
 +
  °  Da Ernstl war bsoffn bein Fensterln auf d Nacht,
 +
      hat's Kammerl verfehlt, is in Kuahstall aufgwacht.
 +
  °  Beim Dirndl ihrn Fenster is a Raubvoglnest,
 +
      und i trau mi net zuhi, weil des Luada is bes.
 +
  °  Des Dirndl, des klan, des muaß schlafn allan,
 +
      zu ihrn Fensterl kummt ka bua, weil sie hats allweil zua.
 +
  °  Znagst hab i mein dirndl a Kittlzeug kaft,
 +
      dass's net allweil in Hemat zum Fensterl hin laft.
 +
  °  Bein Dirndl ihrn Fenster hängt a Rotzglockn dran,
 +
      wann a rotziger Bua kummt, dass a anläutn kann.
 +
  °  Vur da Schwoagrin ihrn Fensterl steht a trauriga Bua,
 +
      sie hats Fensterl verrieglt, er kann net dazua.
 +
  °  Vorn Dirndl ihrn Fenster hats a Eisplattn gfreat,
 +
      da hauts alle Damlang an andern um d Erd.
 +
  °  Vorn Dirndl ihrn Fenster gehts windverdraht zua,
 +
      da steht alle Damlang a anderer Bua.
 +
  °  Am Himmel steht a Weda, dass's dunnert und blitzt.
 +
      Steig ein bei mein Fensterl, aber einschlagn derfst nit.
 +
  °  A Schneewal håt's gschniebm, håt ma 's Ausgehn vatriebm,
 +
      håt ma 's Fensterl vawaht, wo mei Diandl drin lat.
 +
  °  Diandl, bist stolz, oder kennst mi am End nit,
 +
      oder is des vielleicht dei Fensterl gar nit?
 +
  °  Fernsterln bin i ganga: abas Fensterl war zua,
 +
      und i denk ma, mei Deandl schlaft in himmlischer Ruah.
 +
  °  Aba 's Deandl, jetzt woaß i's, die schlaft net alloan,
 +
      sie kann ja kan doppelten Schnaufer net toan.
 +
  °  Geh weg von mein Fensta, geh weg von mein Bett,
 +
      i hab a schwache Natur, und du verstehst es no net.
 +
  °  Geh weg von mein Fenster, du Tepp, du groba,
 +
      Du stehst ja grad draußen wia a Grummatschoba.
 +
  °  Geh weg von mein Fenster, hör auf mit dein Singa,
 +
      wann du da recht Bua wärst, wärst längst schon drinna.
  
=== Liebe ===
+
=== Erotik ===
 
 
  °  Treu bin i, treu bleib i und treu is mei Sinn
 
      i bleib bei meim Moidl, bis i a schöinere find.
 
  °  Da Herr Pfarrer hat predigt: "Leut, habts  anand gern!"
 
      Drum kann i vom Dirndl net wegga triebn wern.
 
  °  A Nasn hat a jede und Augn und a Maul,
 
      aber s Grüaberl im Kinn findt ma net allemal.
 
  °  Am Mittwoch, da hab i kan Segn ghabt, koa Glück.
 
      Wanns Herzerl halt krank is, habn d Händ a koa Glück.
 
  °  Du steirische Gretl liegst ma allweil im Schädl,
 
      liegst ma allweil im Sinn, wann i schlaferi bin.
 
  °  An Fehler muass i habn, i kimm halt nit drauf,
 
      drum sagt ma jeds Dirndl die Liab so gschwind auf.
 
  °  Geh weg von mein Fenster, hör auf mit dein Singa,
 
      wann du da recht Bua wärst, wärst längst schon drinna.
 
  °  Daß's Dirndl an Kropf hat, des macht mar an Schmarrn,
 
      jetzt kennt ma's viel leichter, wo hint is, wo vorn.
 
  °  Hast a schöns Dirndl, dann hast recht viel Freud,
 
      hast aber a Schiache, ham d Leut gar kan Neid.
 
  °  Es Dirndl is weiß in Gsicht, weiß wia da Schnee,
 
      nur d Haar, de san braun wia a Packlkaffee.
 
  °  Die (Ort)er Mentscher, die kannst ja net liabn,
 
      drum schickst as am Berg nauf zum Nebel weg schiabn.
 
  °  A Mensch, des ka Herzerl hat, wirds scho no kriagn,
 
      die ganz jungan Taubn kennan ah net glei fliagn.
 
  °  Heirassa, ham ma net viel, tragn ma net schwar,
 
      wann ma dann gar nix ham, heirat ma zsamm.
 
  °  Du Dirndl, wannst mi willst und hast no ka Wiagn,
 
      wo tuast denn es Wuzerl hin, wann ma ans kriagn?
 
  °  Wer hoch steigt, muass tief falln, wer viel trinkt, muass viel zahln,
 
      wer viel liabt, muass viel leidn, wer nix kriagt, is nix z'neiden.
 
  °  Fernsterln bin i ganga: abas Fensterl war zua,
 
      und i denk ma, mei Deandl schlaft in himmlischer Ruah.
 
  °  Aba 's Deandl, jetzt woaß i's, die schlaft net alloan,
 
      sie kann ja kan doppelten Schnaufer net toan.
 
  °  Geh weg von mein Fensta, geh weg von mein Bett,
 
      i hab a schwache Natur, und du verstehst es no net.
 
  °  Diandl, bist stolz, oder kennst mi am End nit,
 
      oder is des vielleicht dei Fensterl gar nit?
 
  °  Geh weg von mein Fenster, du Tepp, du groba,
 
      Du stehst ja grad draußen wia a Grummatschoba.
 
  °  Diandl, muaßt wegn an Rausch net so atark aufbegehrn,
 
      da sich i di doppelt und das hab i gern.
 
  °  I denk hin, i denk her, i denk kreuz, i denk quer,
 
      i denk allweil an mein Buam, sonst denk i nix mehr.
 
  °  Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
 
      da heirat mei Dirndl und i hab an Dreck.
 
  °  Wenn du s Bett net besser machst und die Flöh net ausjagst
 
      dann zahl’ i da a ka Bier und geh net ham mit dir.
 
  °  Hab’n Schatz g’habt, hab’n gern g’habt, hab glaubt er liebt mi,
 
      hab i nachgfragt, hot er 12e g’habt, und die 13de war i.
 
°    Und aus is und gar is und jetzt is Advent
 
      und jetzt hab i mei Diandl in d Rauchkuchl ghängt.
 
°    De Diandln hamma allsamt gern, allsamt tan ma's liabn bei da Nacht,
 
      und de selbn hamma ah no gern, de ma net kriagn.
 
  °  Und da Mensch muass a Mensch habn, weil da Mensch braucht a Mensch
 
      und a Mensch, der ka Mensch hat, so a Mensch is ka Mensch
 
  °  Du herzigs schöns Dirndl, du bist mei Freud,
 
      du bist mei Seligkeit in aller Ewigkeit.
 
  °  Eh i mei Dirndl lass, lassat i alls,
 
      mei Haus und mein Hof und es Tüachl vom Hals.
 
  °  Wenns wissat, dass i waß, dass sie s gwiß wissn tat,
 
      dann wissat i gwiß, dass i waß, wos i tat
 
  °  A Dirndl a netts, lusti und keck,
 
      mit an wunderschön Gspui, des is, was i wui.
 
  °  Aba Dirndl, sei gscheit, liab an Buam, der di gfreit,
 
      liab an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.
 
  °  Aba Dirndl sei gscheit, tua di haltn an mi,
 
      wann die Donau austrickat, nacha kimm i um di.
 
  °  Wann die Donau austrickat und i bin net da,
 
      ja so woaßt as ganz gwiss, dass i an andere ha.
 
  °  s is nix so traurig und is nix so betrüabt,
 
      als wann si a Tuschn in an Krautkopf verliabt.
 
  °  S Dirndl hat "Juhe" gschrian, "is denn koa Bua zum kriagn?
 
      Is denn koa Bua so gscheit, der bei mir bleibt?
 
  °  A Schneewal håt's gschniebm, håt ma 's Ausgehn vatriebm,
 
      håt ma 's Fensterl vawaht, wo mei Diandl drin lat.
 
  °  Mei Schåtz is a Maurer, mauert auffi in d`Heh
 
      und mir tuan hålt de Äugerl vum Auffischaun weh.
 
  °  Da Lipp und da Lenz habn all s gleiche Mensch
 
      aba da Hias und da Lex habn jedn Tag an andre Hex.
 
  °  A Nudlwalker und a Schierhagl und a Stallbesn mit an Stiel
 
      und a Dirndl mit ana Haknnasn, dös is was fürs Gfühl.
 
  °  A Mistgabl zu an Lauskampl und a Kuahkettn uman Hals,
 
      für a blitzsaubers Dirndl, da kaufat i alls
 
  °  A Schwalbn macht kan Summa, a Jungfrau ka Kind,
 
      hingegen bei zwa Valiabte passiert so was gschwind.
 
  °  Verliabt is der Gockel, verliabt is die Laus,
 
      verliabt is der Regenwurm, nur grad i geh laar aus.
 
  °  S Dirndl hat z Wean studiert und da Bua z Linz,
 
      und jetzt liegns im Bett beinand, feiern Priminz.
 
  °  Drei Winter, drei Summer, drei Äpfeln vom Bam,
 
      und wann nur mei Mensch aus da Weanastadt kam
 
  °  Jetzt is's amal kemma, was hat's ma denn bracht,
 
      a Ringerl am Finger, a Busserl auf d Nacht.
 
  °  Aber Dirndl, du liabs, wannst ma du amal stirbst,
 
      wirst ma du amal krank, leb i ah nimmer lang.
 
  °  Und eh i mei Mentscherl lass, lass i mei Lebn,
 
      und sollt i mei Bluat tröpferlweis gebm.
 
  °  Dass's in Wald finster is, das macht das Holz,
 
      dass mei Mensch sauber is, das macht mi stolz.
 
  °  zwoa schwarzbraune Ochsen und a gscheckerte Kuha
 
      die gibt ma mei Vater, wann i heiraten tua
 
  °  Und a viereckats Wieserl und a dreieckats Feld,
 
      und a herzigliabs Diandl is ma's Liabst auf da Welt.
 
  °  Es Dirndl is liabreich, aber geldreich is's net,
 
      is ma liaber, sie is liabreich, denn beim Geld schlaf i net.
 
  °  Aber Dirndl, sei gscheid, nimm an Buam, der di gfreit,
 
      nimm an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.
 
 
 
=== Erotik ===
 
  
 +
  °  Es Dirndl is brennt, hat an Floh drin im Hemd,
 +
      und i muaß jetzt einiglanga und muaß eam außafanga.
 +
  °  Am Heubodn drobm is da Vada und'd Muada
 +
      und i gfrei mi scho so aufn nächstn klan Bruada.
 +
  °  S Mensch von da Oberleitnahüttn tua in Buam inständig bitten,
 +
      er soll ihrn Rührkübl kitten, weil a soviel spritzt bei da Mittn.
 +
  °  Da Adam und d Eva ham ghabt nur zwa Buam,
 +
      wer hat denn die übrige Menschheit geburn?
 +
  °  Weil draußn im Dörfl die Leut fleißig sind,
 +
      drum hat a jeds Madl a lediges Kind.
 +
  °  In Winter is's eisig, in Winter is's kalt,
 +
      drum heirat ka Alte, dafrierast ma bald.
 +
  °  Vo Wean bin is her, bin a lustiga Bua,
 +
      habs Trichal volla Mentscha, bring s Hosntürl nimma zua.
 +
  °  Du schwarzaugerts Dirndl, wia gehn mas denn an,
 +
      dass dir dann dei Kidal net z'kurz wird voran.
 +
  °  Du herzigs, schöns Dirndl, a so gehn mas an,
 +
      hint schneid ma a Trumm außa, furn stickln ma's an.
 +
  °  Manchesmal denk i mir, dass i guat lieg bei dir,
 +
      dann wieder fallts ma ein, 's muaß ja net sein.
 +
  °  Wo i daham bin, hams an hölzern Kamin,
 +
      hams a zbrochane Tür, Dirndl, dassd eina kannst zu mir.
 +
  °  De Dirndlsprach lern i no, is net so schwer,
 +
      wanns sagt, du geh furt, mants nur, kumm amal her.
 
   °  Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
 
   °  Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
 
       er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
 
       er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
Zeile 1.430: Zeile 1.807:
 
       sag nit alls dahoam, was mir allaweil toan.
 
       sag nit alls dahoam, was mir allaweil toan.
  
=== eindeutig ===
+
=== Eindeutig ===
  
 
   °  Hinterm Bergisel, do liegt a Lock Bluet,
 
   °  Hinterm Bergisel, do liegt a Lock Bluet,
Zeile 1.568: Zeile 1.945:
 
  Zum 70. Geburtstag von Franz Fuchs haben seine Freunde achtundsechzig Gstanzln gedichtet und vorgetragen.
 
  Zum 70. Geburtstag von Franz Fuchs haben seine Freunde achtundsechzig Gstanzln gedichtet und vorgetragen.
 
  Zu finden sind sie auf [https://www.franz.fuchs.priv.at/gstanzln.htm Gstanzln fürn Franz]
 
  Zu finden sind sie auf [https://www.franz.fuchs.priv.at/gstanzln.htm Gstanzln fürn Franz]
 +
Und auch zum 80. Geburtstag gab es Gstanzln fürn Franz, zu finden auf [https://www.franz.fuchs.priv.at/80geburtstag.htm 80. Geburtstag Franz Fuchs]
  
 
Wissen Sie weitere oder eigene Gstanzln?
 
Wissen Sie weitere oder eigene Gstanzln?
  
Bitte tragen Sie sie hier ein.  
+
Bitte tragen Sie sie [[Gstanzln#neu_eingesandte_Gstanzltexte|hier]] ein.  
  
 
== Quellen ==
 
== Quellen ==
  
 
* Gesammelt von [[Benutzer:Franz Fuchs|Franz Fuchs]]
 
* Gesammelt von [[Benutzer:Franz Fuchs|Franz Fuchs]]
 +
* Sowie Beiträge von Usern
 
* Übertragen von [https://www.volksmusik.cc/ Volksmusik und Volkstanz im Alpenland]
 
* Übertragen von [https://www.volksmusik.cc/ Volksmusik und Volkstanz im Alpenland]
* sowie Beiträge von Lesern
 
  
 
[[Category:1Tanzlied]]
 
[[Category:1Tanzlied]]
 +
[[Category:1Musik]]
 +
[[Category:Singen]]
 
[[Category:Landlerischer]]
 
[[Category:Landlerischer]]
 
[[Category:Steirischer]]
 
[[Category:Steirischer]]

Version vom 13. Dezember 2019, 12:55 Uhr

Wollen Sie Gstanzln singen? Hier sind einige.

Gstanzl

Auf Wikipedia erfahren Sie, was ein Gstanzl ist.

Bitte

Wissen Sie weitere Gstanzln? Bitte senden Sie die Texte an Franz Fuchs. Wir freuen uns über jede Zusendung. Oder fügen Sie sie selbst hier ein, das freut uns noch mehr.

Ob Ihre Gstanzln irgend einem Geschmack entsprechen, ist egal, wir möchten keine Zensur ausüben wie so viele Volksliedsammler bisher. Wir richten uns da nach dem Steirischen Prinzen, Erzherzog Johann, der in seinem Aufruf zum Sammeln den Auftrag gab:

"... ja nichts zu gering und unbedeutend oder anstößig zu halten." 

Gstanzl-Lieder mit Melodien

Auf Volksmusik handgemacht sind einige der vielen, unzähligen Gstanzlmelodien veröffentlicht. Die allermeisten stehen im Dreivierteltakt:

Es gibt aber auch Gstanzlmelodien im Zweivierteltakt:

Einige Landler und Volkstänze mit Gstanzlsingen:

Bei den einzelnen Tanzbeschreibungen sind auch die Singnoten abrufbar.

Einige Volksmusikstückln mit Gstanzlsingen

Flugblätter mit Gstanzln

Wiener G'stanzeln (Th. F. Schild), Außenseite
30 lustige Schnadahüpfl, Seite 2

und etliche weitere Gstanzllieder auf "Flugblätter"

neu eingesandte Gstanzltexte

Weitere Gstanzltexte, größtenteils von Usern eingesandt. Diese neueren Einsendungen werden nach etwa vier Monaten in die unten stehenden Themengebiete einsortiert.

Besten Dank allen Einsendern für die folgenden Vierzeiler:

Pezi, 13. 12. 2019

 °   Im Radio hört man den Wetterbericht,
     wanns heute net kalt wird, dann gfrierts heute nicht.
 °   Die Kunst, liaba Mann, die versteht ma erst dann,
     wann ma's nimma versteht, weil sunst is's ka Kunst net.
 °   So a Politiker, des is a Held,
     der redt nur vom Arbeitn, kriagt trotzdem gnua Geld.
 °   A Bankdirektor, a Diplomat, a Fabrikant, a Advokat,
     a Architekt no dazua, Geld ham de gnua.
 °   In Schwechat wird grad a Flughafn baut,
     bis der amal fertig is, san d Kinder grau.
 °   In Linz in da Vöst brennt s elektrische Licht,
     damit ma des Defizit no besser sicht.

FF, 20. 11. 2019

 °   I geh nimma eine zur Kloahäuslerdirn,
     hat a Wimmerl am Nasnspitz, kunnt des ah kriagn.
 °   Hollodaro, schneids ma mein Bart net o, hollodaro, schneids man net o,
     hopsdodaro, hab eich ja gar nix toan, hollodaro, schneids man net o.
 °   Am Brunn steht die Mitzi und lacht voller Freud,
     und wascht si die Füaß durt, s wor eh höchste Zeit.
 °   In Kierling steht a Wirtshaus, is a Kellnerin, hat a Filzlaus,
     kemman d Schandarm, suachn s Haus aus, und alls wegn ana Laus.
 °   Früahra hab i is ah net gwisst, wia da Fuchs d Henna frisst,
     heut aber waß is scho, bein Schwaf packt a s an.

Jörg, 18. 10. 2019

 °   Ka Vogl, ka Oachkatzl mecht i net sei,
     da miaßt i in ganzn Tag ban Loch aus und ein.
 °   Lusti is's gwen in heurign Summa,
     a Nacht bei mein Dirndl geht gar so gschwind umma.
 °   Es Dirndl von Liefering hats in ihrn Küberl drin,
     tragts am Markt auf und ab, kaufts ihr was ab.
 °   I woaß net, wias kummt, weck i's Deandl oft auf,
     kriagts in a paar Monat an gschollanan Bauch.
 °   A Tuttldattl von Elisabethl und Urschlarschl in an Bauch
     und a Futlfadl von an Müllimald, mit Milch gurgl nach.
 °   Bein Arbeitn hab i halt allweil mei Gfrett,
     viel schöner als da Schef is es Dirndl in Bett.

Fred, 19. 9. 2019

Ein paar moderne:

 °   In München kriagst s Bier in da Maß, des is fein,
     in Östreich, da kriagn ma jetzt nur mehr Bierlein.
 °   Die Prominenz fangt jetzt mitn Golfspielen an,
     weil ma den Sport ah mit Handschelln spieln kann.
 °   Lehrer und Lehrerin heiratn zsamm,
     damit sie halt ah a Vierzg-Stundn-Woch ham.

FF, 22. 8. 2019

 °   Beim Dirndl ihrn Brunn wachst a Moos umadum,
     muaß a schlechter Platz sei, geht da Fuchs aus und ei.
 °   Geh ruck nur sche zucha, mei Bett is net brat,
     wannsd ma außefalln tatsd, um die Zeit war ma laad.
 °   Und i hab di scho gern, aber lang derfs net sei,
     grad heit über d Nacht, dann is's wieder vorbei.
 °   Madl, wasst was, auf dein Hemd wachst a Gras,
     ziags aus und setz ei, nacha leg ma uns drei.
 °   Madl, wasst was, dei Kiderl is nass,
     ziags aus und brats auf, nacha leg ma uns drauf.

Ältere Gstanzln, nach Themen sortiert

Tanzgstanzln von Frauen

Roswitha schrieb am 22. 11. 2012:

Hallo! Es gibt einige Tanzgstanzln von Frauen. Gibt es noch mehr?

 °   Das steirische Tanzn und's Gatterschliefn,
     das hab i mein Büabl erst lerna müaßn.
 °   Mei Schatz is a Jager, a Lump, a vadrahter
     geht aus mit da Büx, aber hoam bringt a nix.
 °   Hinta da Schupfntür hängt a Trumm Ochsengschirr,
     Spann ma zwa Lausbuam ei, gfuhrwerkt muaß sei.
 °   Drei Berg und drei Tal und drei Buam auf amal,
     zum Bussln, zum Foppn, zum Heiratn amal.
 °   Wenn a Frau si recht schön macht, dann nur wegn an Mann,
     weil da Mann besser sehgn - als denkn kann.

Einleitung

 °   Da Franz von da Ebn, der spielt euch heut auf,
     und lustige Gstanzln, die sing i euch drauf.
 °   Ja lustige Gstanzln, a Musi voll Schneid,
     fest aufgspielt und gsunga i s guat für die Leut.
 °   Mei liaba Musikant mit da schiefn Nasn,
     du derfst bei mein Gsangl hint nachiblasn.
 °   Lachts net so viel, sunst lach i no mit,
     wann i amal lach, geht des Singa halt nit.
 °   Des Gstanzldichtn, des is mei Passion.
     I sag: reim di oder i friß di, dann reimt sa si schon.
 °   I bin da lang Franz und mi kennt d ganze Welt,
     hab d Hosn voll Taschn, aber nirgends a Geld.
 °   San unsa vier Brüada, aber i bin da längst,
     san alle vier sauba, aber i bin da schönst.
 °   Meine Stiefln san aus Fuchsleda, weil i allaweil so ummanandapläda,
     meine Stiefln san fuchsrot, weil i hamgeh so spat.
 °   Mei Huat und mei Gwand san aus Fuchsleda gmacht,
     die schlafn bein Tag und die saufn bei da Nacht.
 °   Durt druntn bein Zaun, da sitzn zwa Füchs,
     da oa hat a Henn in Mäul, da oa der hat nix.
 °   Mei Quetschn kann i brauchn, so a Quetschn is guat,
     weil ma si beim Singa dran anhalten tuat.
 °   Und wann i kan Bart net hätt, des war net guat,
     weils Bussln min Bart gar so guat schmeckn tuat.
 °   Gstanzln kann i gnua, zählt hab i s nia,
     an vierspännign Laterwag brauchat ma schier.
 °   A neugs Liadl singat i allweil so gern,
     aber d Leut wolln halt immer des alte no hörn.
 °   Die Vierzeiler, Gstanzln, die hört jeder gern,
     drum passt's jetzt guat auf, meine Damen und Herrn.
 °   Es gfreit si die Wirtin, es gfrein si die Gäst,
     dass's heut da beim Stammtisch so lustig is gwest.
 °   Buama, singts Gstanzln, tuats net langweilig sein,
     wanns a Zeit singts, fallt euch selber was ein.
 °   Beim Stammtisch da Wirt, der is intressiert,
     dass ma singt, dass ma trinkt, dass ma s Geld zu eam bringt.
 °   Wer hat die schön Gstanzln gmacht? Bauernbuam bei der Nacht
     Bauernbuam bei der Nacht, die hams aufbracht.
 °   I sing euch heut Gstanzln, s' is allas ganz wahr,
     und wann was net wahr war, is's erlogn sogar.
 °   Hurchts zua, liabe Leutln, geht’s, machts ma die Freud,
     die ... und den ..., die feiern ma heut.
 °   Drum sing ma euch Gstanzln, s’is allas ganz wahr,
     und wann was net wahr war, is’s erfundn sogar.
 °   Wer woaß denn a Gstanzl, wem fallt denn was ein?
     Es braucht ja net wahr, aber lustig muaß 's sein.
 °   Weil d steirischn Gstanzln die Grilln so vertreibm,
     drum wolln ma den Wert von die Gstanzln beschreibm.
 °   I bin heut herkumma mitn Schifferklavier,
     i sing eich heit Gstanzln und trink sehr viel Bier.
 °   Griaß eich Gott, liabe Leit, im neichn Joahr,
     und wem`s nu net aufgfålln is, dös ålte is goar
 °   Jeda wülls bessa måcha im neichn Joahr,
     åwa nåch oana Wocha is ålles, wias woar
 °   Ja Leit, habt's es g'merkt, jetzt is's Liedl glei aus,
     i hoff, ihr geihts trotzdem no lang niat nach Haus.
 °   Drum hörn ma jetzt auf, die Gstanzln san gar.
     Mir wünschn alls Guate für d’ nächstn 50 Jahr.

Alte Zeiten

 °   Für an langweiligen Knecht is a Hoamdiandl recht,
     do a lustiga Bua geht an Almdiandl zua.
 °   Die Sennerin auf der Alm, die kocht sich a Muas,
     und hat sie kein Löffl, dann rührts mit dem Fuaß.
 °   Beim Diandl auf der Alm gibts alleweil an Spaß,
     wenn der Vata im Tal is, und d' Muatta nix woaß.
 °   D'Sennerin is grantig, an was werd dös liegn?
     De is heit beim Aufstehn in an Kuahdreck einigstiegn.
 °   Auf der Alm drobn muaßt schlafn, Bua, dös is a Sach !
     Derfst rumpln und pumpln, werd koa Bauer nit wach.
 °   Ja auf der Alm, da is a Lebn grad wia im Himmi obn,
     und 's Beichtn und Predigtgehn wird aufs nächst Jahr verschobn !
 °   Wenn mei herzliaba Bua laut jodelt in der Fruah,
     dann gfreut sich unser Herrgott und juchazt dazua.
 °   Wanns koa Almhütterl gab und koa stoanas Wandl
     wo hätt denn da Wildschütz sei Unterstandl?
 °   In Summer is lustig, geht alls da Höh zua,
     bleibt beim Bodn ka Vogerl und ka lustiga Bua.
 °   Nur aufi, nur aufi der hohen Alm zua,
     wer si net aufi traut, is ka lustiga Bua.
 °   Die Sennrin auf da Alm, die hat sechsadreißg Küah,
     aber net so viel Butter wia Dreck auf die Knia.
 °   Wo i gestern bin gwesn, geh i heit neama hin,
     tan Rosnkranz betn in da Rauchkuchl drin.
 °   ischl is a stadl, wean is a stod (Stadt)
     in ischl iß i s bratl und in wean in solot. (Salat) 

Historisches

 °   Zwischen England und Frankreich, da is a groß's Meer
     und da schwimmet da Churchill auf an Karpfn daher.

Gehört vom Vater Franz Fuchs. Die Soldaten haben es im Krieg gesungen.

 °   Mir habn jetzt a Hauptstadt, Sankt Pölten hats gschafft,
     durt essns es Gulasch und uns bleibt da Saft.
 °   Da Vranitzky hat an Vogl, da Mock hat an Krah,
     de miaß ma guat fiadan, sunst fliagns uns davon.
 °   Des Feuer is rot und der Rauch, der is schwarz,
     jetzt gibts in da Höll druntn ah in Proporz.
 °   Zwentndorf, Greifnstein, was wird es nächste sein?
     Bald werdns uns es Hirn ah zuabetoniern.

Die obigen Gstanzln stammten offensichtlich aus dem Jahr 1987.

 °   Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
     es gschicht eam scho recht, warum sticht er so schlecht.
 °   Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
     mit der Nadel samt'n Öhr, samt'n Zwirn und der Scher.
 °   Auf der Simmeringer Had hats an Schneider verwaht,
     allen sei es a Lehr, er lebt nimmermehr.
 °   Und Leutln hurchts auf, der Wind hört schon auf,
     gang er allerweil so furt, war ka Schneider mehr durt. 

Der Schneidergeselle Janos Libenyi verübte am 18. 2. 1853 mit seinem Dolch ein Attentat auf den Kaiser Franz Josef, das missglückte. Er wurde zum Tode verurteilt und durch den Strang hingerichtet, allerdings nicht auf der Simmeringer Haide, wie heute noch erzählt wird, sondern bei der Spinnerin am Kreuz.

 °   Da Siccardsburg und Van Der Nüll, die können beide viel zu viel,
     Romanik, Gotik, Renaissance, des is den beiden alles ans.

Die beiden bauten als Architekten unter anderem die Hofoper in Wien, heute Staatsoper. Der Baustil (im Stil der Frührenaissance) gefiel weder dem Kaiser noch den Wienern. Van der Nüll verzweifelte an der Kritik und erhängte sich am 4. April 1868. Sein Partner Siccardsburg starb knapp 10 Wochen später. Das damals auf die beiden gesungene Spottgstanzl hat sich erhalten.

Modern

 °   Gehts Leutln, hurchts zu, wenn ihr net mehr bet’s,
     dann kummts in die Höll, oder ihr kriagts Aids.
 °   Wann oana was werdn und was sein will im Lebm, 
     dann braucht er a Handy, sunst steht er danebm.
 °   A Handy, des is halt a praktische Sach,
     da ziagt ma beim Redn koa Schnur nimmer nach.
 °   Ma tragt 's Handy sichtbar, dass jeder glei sagt,
     der Neid kunnt an fressn, der Typ, der is gfragt.
 °   Der Schnee, den du gerne in Flocken siehst,
     mir unt in meine Socken fließt
 °   Mein Auto gar lang schon im Garten steht,
     Weil es halt gar nicht zum Starten geht.
 °   Da Lipp und da Lenz ham a oanduttats Mensch
     und da Lipp hats net gwisst, dass's Mensch oanduttat is
 °   Da Lipp und da Lenz ham a dreiduttats Mensch
     und da Lipp hats ned gwisst, dass's genmanipuliert is
 °   Da Lipp und da Lenz ham a zwoaduttats Mensch
     und da gfreun sa si gwiss, dass's Mensch zwoaduttat is
 °   Wos hod 4 Fiass und Zähnt so vü
     des muas woi sei a Krokodü
 °   Und wos hod 90 Fiass und 2 Zähnt im Mund
     Ba da Prozession da Kameradschaftsbund
 °   Es is alleweil a Schand in diesm Land
     Denn sie lügen, unsere Politiker, die rüden.
 °   Es is alleweil a Schand in diesem Land
     Denn wir wolln studiern und net alleweil nur pariern
 °   Genie auf de Ski san wir, und wie
     Kriegn alle Madln und damit: Servus de Wadln 
 °   Genie auf de Ski san wir, und wie
     Kriegn alle Buam und ham a poar verlurn
 °   Da Golf is jetzt tiafaglegt, da Subwoofer bumpert,
     aber sonst is a Golf a ganz schenes Glumpert.
 °   An Scheibtruchnfahrer hams znagst arretiert,
     wegnan Schnellfahrn hams eam glei zwölf Stundn eingspirrt.
 °   Im Gras sitzt a Grüll, der singt was er wüll,
     auf oan mal is's stüll - Tschernobül!
 °   An Automobui bleibt an Automobui,
     ma kauns drah wia mas wui bleibt an Automobui!

Jahreszeiten

 °   Im Advent sing i wieder die schön Weihnachtslieder,
     nur z'Weihnachten net, da werdns ma scho z'bled.
 °   Des Christkind streit allawäu min Weihnachtsmann,
     wer uns den greßeren Kitsch bringen kann.
 °   Weihnacht is schön, wäu die Keks schmeckn guat,
     und ah, wäu ma herschenkt, was ma nia brauchn tuat. 
 °   Im Winter ist's kalt und im Sommer ist's warm
     und wenn man kein Schatz hat, dann ist man recht arm.
 °   Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
     da heirat mein Schatzerl, und ich hab an Dreck

Bergerl

 °   Da drobn am Bergerl, da drunten am See,
     da schwimmt der Herr Pfarrer mit'm Oarsch in da Höh.
 °   Da drobn am Bergerl, da steht a Soldat
     und traut si net oba, weil er die Hos'n voi hot.
 °   Zwischen Salzburg und Ischl, da ist a Tunne,
     foat ma eine wird's finsta, foat ma außa, wird's hö. 
 °   Da drobn am Bergerl, da steht a Klosett,
     da tanz'n die Würschtln am Brettl Ballett.
 °   Do ob'n aufn bergerl, do geht da schnee weg.
     Do heirat mei diandl und i hob an dreck.
 °   Do obn aufn bergal do is a fuhr hei.
     Do laufn zwoa eini und aussa kemman drei.
 °   Do oben aufn bergal do steht a maschin.
     Do werdn den weibern de busen obgschnittn.
 °   Da droben am Bergerl, man kann es kaum sehn,
     da packt grod a Feldmaus an Gamsbock im Stehn.
 °   Da drobm aufm Bergerl, da steht ein Gerüst,
     da werdn die Weiber elektrisch geküsst.
 °   Jo drobm aufm Bergerl, do steht a kloans Haus,
     do schaugn drei Weiber zum Fenster heraus:
 °   Die oane isch glotzat, die andre hot Leis`,
     die dritte hot Gelbsucht und werd neama weiss!
 °   Do drobm aufm Bergerl, do steht a Kapelln 
     do geand drei Lehra Easchtepfe stöhn
 °   Da Easchte kricht eiche, da Zwoate kriacht noch
     da Dritte kimb aussa mitn Easchtepfesock.
 °   Do drob’n auf’m Bergl, do steht a Kapelln
     do läutet der Mesner mit der eigenen Schelln. 
 °   Da oben auf dem Berge, da geht ein Weg links,
     da sitzen zwei Gauner, pfui Teufel, da stinkt's.
 °   Dort oben auf dem Berge, da steht ein Karton,
     da machen die Zwerge aus Sch ... Bonbon.
 °   Da unten im Tale, da ist ein Tunnel,
     wenn man reinkommt, ist's dunkel, wenn man rauskommt, ist's hell.

Hochzeit

 °   Wannsd no amal heiratst, dann heirat a Kuah,
     beim Tag gibts a Milch, in da Nacht gibts a Ruah. 
 °   Aba oana is a Noarr und zwoa san a Poar,
     und drei san zu vül, wann ma heiratn will.
 °   Jetzt hab i di gheirat, was hab i davon,
     a Stubn voller Kinder und an lumpign Mann.
 °   Seit i verheirat bin und bin a Mann,
     hiatzt schaut mi ka saubernes Diandl mehr an.
 °   Mittn auf da Straß bleibt a Hochzeitauto stehn
     da steigt die Braut aus, weils halt Wischerln muass gehn.
 °   Zur Gsundheit vum Bräutigam, zur Gsundheit vo da Braut
     und zur Gsundheit von der Brautjungfrau, weils goar so liab schaut.
 °   Da Franzi håt gheirat, då samma recht froh
     iaz hoff ma nu weida, daß er s`Kindermåcha recht kånn.
 °   Aber s’Dindl hot gheirat in Weanawald nei,
     an buglatn Schneider, der bringt’n net nei.

Ehe

 °   Hiaz hob i schon gheirat, hiaz  hob i scho olls,
     a Stubn vulla Kinda unds Kreuz aufn Hols.
 °   Erst wünscht er sich ein lieb, trautes Heim,
     vom Wirtshaus, da traut er sich heute net heim.
 °   O mei, bist du dick worn grad wia da wampad Gust.
     Do kann i dei Weib versteh, dass dera nix mehr glust’.
 °   Die Frauen san Engerln, is a Flügerl abbrochn,
     dann fliagns immer weiter auf an Besn und lachn.
 °   Die Resi und der Sepp, des san gar sparsame Leut
     die stopfen se d'Seckln mit Erdöpflhäut
 °   Und i tu, was i will, und i tu, was i mag,
     das einzige ist, dass i mei Alte erst frag!
 °   Mei Frau de hoast Frida, wonn is ogreif, is zwida,
     wonn is net ogreif a, mit da Frida is schwa.
 °   Mei Alte hoaßt Frieda, wann is anschau, schauts zwieda,
     wann i s angreif, dann schreits, mit da Frieda is's a Kreiz. 
 °   Zur silbernen Hochzeit wird d' Sau abgstochn
     da sagt er zu ihr: Was kann d' Sau denn dafür?
 °   Und i und da Franzl, mia hom uns so gern,
     i iss die Zwetschkn und er isst de Kean.

Familie

 °   Furt in da Früah, ham auf d'Nacht, so hats mei Vata gmacht,
     furt auf d'Nacht, ham in da Früah, so machens mir.
 °   Mei Vata, der faulenzt, mei Muatta pflegt Ruah,
     mei Bruada reißt's Mäul auf und i schau ea zua.
 °   Die Zeiserln habn Kröpferln, da singens damit.
     Mei Muatta hat an Kropf, aber singa kanns nit.
 °   Mei Vater hat's Haus verkauft und in Hof ah,
     jetzt gehts übern Goaßbock her, Hallelujah.
 °   Mein Vater tut gar nichts, die Mutter schaut zu,
     mein Bruder reißt's Maul auf, und ich pfleg die Ruh.
 °   Mein' Schwester spielt Geige, mein Bruder Klarinett,
     mein Vater schlägt mich, das gibt ein Quartett.
 °   Dei Vota is deppat und du bist sei Bua,
     er redt nix und sogt nix aber du horchst erm zua!
 °   Mei Vota, der hot mi ums Brot obi gschickt,
     i hobs foisch vostandn, hob d´ Nochbarin g.... 
 °   Mei Bruder is Beamter, do geht es nie rund,
     der arbeitet wenig, der is en faul Hund.
 °   Mei Schwester is blond, die hot auch ein Stich
     die sucht keine Arbeit, die geht auf den Strich. 
 °   Hab' g'heirat, hab' g'haust, hab' a Weib wia a Faust,
     hab' a Kind in der Wiagn wia a Zwitbuschenbirn.
 °   jo a Schippl oide Weiwa, Herr vazeih' ma die Sünd,
     obn zuabindn, unten auzindn und zuaschaun, wia's brinnt.
 °   Furt in da Friah, hoam aufd Nocht, so hods mei Voda gmocht!
     Furt aufd Nocht, hoam a da Friah, so mochans mia!
 °   Da Vota hot gsogt i sois Heu owa haun,
     habs foisch vastondn hobs Keiwe daschlogn.

Mein Vater

 °   Mei Voda hat gsagt, i solls Küahfuada holn,
     hab n unrecht verstandn, hab eams Briaftaschl zogn.
 °   Mei Voda hat gsagt, i soll s Heu aufa tragn,
     hab n unrecht verstandn, hab Käubl derschlagn.
 °   Mei Voda hat gsagt, i soll d Ross eispannan,
     hab n unrecht verstandn, bin schlafn gangan,
 °   Mei Voda hat s Haus verkaft und die Kuah ah,
     jetzt gehts übern Gasbock her, halleluja.
 °   Mein Vadern sei Häusl, des ghört amal mei,
     hat rundumadum Löcher, geht da Wind aus und ei.
 °   Mei Vader hat Ochsn, hat Ochsn grad an,
     wann i net daham bin, dann hat er gar kann.
 °   Geh, dalkater Vata, geh schimpf net auf d Letzt,
     gangst selber zum Dirndl, wanns d Muatta net hättst.
 °   Mei Vater is Sänger und Sänger bin i,
     Mei Vater singt Opern und Liadln sing i.
 °   Mei Vater is Lehrer und Lehrer bin i,
     er hobelt und leimt und die Moidln nagl i.
 °   Mei Vater is Bauer und Bauer bin i,
     mei Vater batu G'müs an und an Bockmist bau i.
 °   Mei Vater, der is bei da Sittenpolizie,
     wenn der meine Moidln kriagt, sperrt er sie ei.
 °   Mei Vater is Metzger und Metzger bin i,
     mei Vater sticht d'Sei an und d' Moidln stech i.
 °   Mei Vater is Jacher un Jacher bin i,
     mei Vater jagt d'Hirschln und d'Moidln jag i.
 °   Mei Vater is Nachtwächter, soa a Glück für mi,
     denn wenn mei Vater oarwat, dann oarwa a i.
 °   Mei Vater is Flieger und Flieger bin i,
     er fliegt über die Wolken, auf d'Moidln flieg i.
 °   Mei Vater, da haut soa a grauße Fabrik,
     i ho meine Moidln, ja des is a Glück.
 °   Mei Vater, der oarwat in an sägewerk
     und zu mir sagt mei Modl: "Mei haust du an kloin Zwerg."
 °   Mei Vater, der is oft a rechter Hanswurscht,
     und i sitz im Wirtshaus und hob an mords Durscht.
 °   Mei Vater, der klettert und klettern tou i.
     Er klettert im Gebirg rum und af d'Moidln kletter i.
 °   Mei Vater is Büchs'nmacher und des selbe bin i,
     mei Vater macht G'wehrln und d'Bixn mach i.
 °   Mei Vater is Bäcker und Bäcker bin i.
     Mei Vater backt Semmeln und d'Moidln pack i.
 °   Mei Vater spielt Zitzer und zittern tou i,
     wenn i auf d'Nacht hoim kumm und ma Alte sieh.
 °   Mei Vater is Schnitzer und Schnitzer bi i,
     er schnitzt schöne Manndln und d'Weibla schnitz i.
 °   Mei Vater is Angler und Angler bin i,
     mei Vater angelt Fischl und dÄMoidln angel i.
 °   Mei Vater hot Henna, ja des is a Pracht,
     i hab meine Moidln, hob's immer so g'macht.
 °   Mei Vater deckt Dächer und Dächer deck i,
     und i deck a die Moidln, ja dau legst di hi.
 °   Mei Vater is Winzer und Winzer bin i,
     er steigt afm Berg rum, auf d'Moidln steig i.
 °   Mei Vater, der spielt afm Schifferklavier,
     i spiel mit die Moidln af d'Nacht bis um vier.
 °   Mein Vater, den ziegt's zu da Feierwehr hi,
     dau spritzt er mitn Schlauch um, wos glabst daan, mach i?
 °   Mei Vater fegt Schornstein und Schornstein feg i
     und i feg a d'Moidln knapp ober die Knie.
 °   Mei Vater is Maler und Maler bin i,
     er malt lauter Viecher, schöne Moidln mal i.
 °   Mei Vater is Pfoarra und Pfoarra bin i,
     er treibt's mit die Boum und mit wem treib's nachat i?
 °   Mei Vaer is Schaffner und Schaffner bin i,
     er zwickt die Billettln und die Moidln zwick i.
 °   Mei Vater spielt Flötn, da des mach i nie,
     weil an meine Flötn lass i d'Moidln no hi.
 °   Mei Vater hot an Zeiger und an Zeiger ho i.
     er zeigt'n seiner Alt'n und die Moidln zeig'n i.
 °   Mei Vater is beim Bauhof, dau steckt er oft in an Loch,
     i steck in mein Moidl, wos will i denn noch.
 °   Mein Vatern sei Alte, die haut grauße Händ,
     und mir kosten d'Moidln no mei letztes Hemd.
 °   Mei Vater, der haut sua a alte Matratz'n,
     wenn der auf ihr pimert, dann plärrn glei die Ratz'n.
 °   Ihr lieben Leit, i bin meim Vater sei Bou,
     i hab mei Matratzl scho g'pimpert grod gnou.
 °   Mei Vater is Baumeister und Baumeister bin i,
     mei Vater baut Heiser, Luftschlösser bau i.
 °   Mei Vateri ind i, mir san rechte Charmeur,
     doch wenn's um a Moidl geiht, schaut er in d' Röhr.
 °   Mei Vater is Schouster und Schouster bin i,
     mei Vater leimt d'Sohln an und d'Moidln leim i.
 °   Mei Vater is Gendarm und Gendarm bi i,
     er jagt die Verbrecher und d'Moidln jag i.
 °   Mei Vater und i machen 'S Nikolausi,
     dau braucht ar a Zipfelmütz, owar a andre wie i.
 °   Mei Vater, der steiht oft vorm Altersheim rum,
     weil dau wohnt sa Moidl, ja schrum didel dum.
 °   Mei Vater is rentner, da des wir i nie,
     bevor i so alt bin, mach'n d'Moidln mi hi.
 °   Mei Vota is Metzga und Metzga bin i
     mei Vota sticht dSauna und dWeiba stich i.
 °   Mei Vota is Tischla und Tischla bin i
     mei Vota hobelt dBretta und dWeiba hoblt i.
 °   Mei Vota is Dochdecka und Dochdecka bin i
     mei Vota deckt dHeisa und dWeiba deck i.
 °   mei vodda is schuasta, und schuasta bin i,
     mei vodda noglt di schuach und die weiwa nogl i!
 °   mei vodda is maura, und maura bin i,
     mei vodda schiabt die scheibtruchn und die weiwa schiab i
 °   Mei Vadder ist Fuhrmann, er steht sehr früh auf,
     doch ich bleib gern liege weil i abends so sauf.
 °   Mein Vater ist Schreiner und Schreiner bin ich,
     mein Vater macht die Wiege, was’ neikommt, mach’ ich.
 °   Da Vota is Tischler und Tischler bin i,
     da Vota mocht d´Wiagn und wos eini keart i.

Schwiegermutter

 °   Mei Schwiegermuada, des Schinderluada, kebbelt allweil mit mir,
     Hätts Radln, wars a Autobus, kunnt i ummafahrn mit ihr.
 °   Mei Schwiegamuatta, die hams jetzt bei da Zeitung angagiert,
     weil sie am Montag scho woaß, was am Freitag passiert.
 °   Mei Schwiegamuatta und a Papagei ham die gleiche Natur,
     wanns an Schnabel amal auftoan, bringans n eh neama zua.
 °   I hab mei Schwiegamuatta zwegn ihrn Meckern mal unter d Schof einitoan,
     des ham d Schof net ausghaltn, de san auf und davon.
 °   Mei Schwiegamuatta, de halt de Antn, mei Schwiegamuatta, de halt de Kia,
     mei Schwiegamuatta, de halt alls, grad ihr Goschn halts nia.
 °   Mei Schwiegamuatta is wia a Bumerang, de wirst anfach net luck,
     de kannst hinschleudern, wosd magst, de kummt glei wieder zruck.
 °   I wollt mei Schwiegamuatta recyclen, Bua, des wor a Gfrett,
     s ganze Alteisn hams gnumme, aber solchane Beißzangan net.
 °   Dass mei Schwiegamuatta net in Himmi kimmt, Leutln, des waß i schon,
     weil a Drachn net höcher als wia hundert Meter steign kann.
 °   Drei Schwiegermütter gingen badn in an See bei Berchtesgadn,
     zwa davon san glei ersoffn, von da drittn wolln mas hoffn.
 °   Zwa Burgermaster, drei Gendarm, fünf Polizistn und a Kua
     und a Schwiegamuatta, ja jetzt man i, des san Rindviecher gnua.

Berufe

 °   Da Fischer fischt Fischerln im Fischteich drin heut,
     fischt er a Fischerl, hat da Fischer a Freud.
 °   Wann i zum Zahnarzt geh, tuat ma ka Zahn mehr weh,
     nur wann i wegga geh, tuat a ma weh.
 °   Auf und auf waschlnass und die Schuach voller Sand.
     bringt die Kellnarin ka Bier her, zerreiß ma ihr s Gwand.
 °   A Schwalbn macht kan Summer, a Maurer ka Haus,
     wegn an Dirndl trauern, des zahlt si net aus.
 °   Mei Bruader is Schweizer, der arbeit gar fein,
     er macht in an Kas allweil - d Löcher hinein.
 °   Lustig san d Maurergsölln, wanns in Papp aufschnölln,
     wann a drobn pickn bleibt, - dann hams a Freid.
 °   Da Fiaker, der sitzt aufn Bock, wia ma woaß,
     nur da Schneider, der sitzt allerweil - auf da Goaß.
 °   Da Wirt und da Pfarrer san mir d liabstn Leut,
     da wird ma vom Durscht und von d Sündn befreit.
 °   Da Schmied haut am Amboss, da Fuaßballer am Balln,
     mei Weib haut am Putz, und i - i derf s zahln.
 °   Die Handwerker jammern, dass ka Arbeit mehr gibt,
     aber lebn tuans recht guat, vom Defizit.
 °   Znaxt war uns a Maurer bei da Arbeit dafrorn,
     ham man in d Sunn einiglant, is a do wieda worn.
 °   Znaxt hat si a Maurer in d Sunn einigsitzt,
     dass d Leut amal sehgn, dass a a amal schwitzt.
 °   Die Maurer tan Vurmittag auffipatzen,
     am Nachmittag kummans dann, awikratzen.
 °   Wann d Sunn owigeht, gehn die Zimmerleut ham,
     die patschaten Maurer bleibm steckn im Lahm.
 °   Wann die Zeit amol war, wann die Zeit amol kam,
     dass a Bauer den andern bei dö Ohrwascheln nahm.
 °   Der Bäcker backt Brot, der Müller tuat mahln,
     der Finanzminister macht Schuldn und mir kennans zahln.
 °   Der Hauer presst d Weinbeer, so lang er was gspürt,
     die selbe Method hat's Finanzamt eingführt.
 °   In da Schul fragt da Lehrer: Was willst denn du werdn?
     I lern auf an Rentner, net tuans mi mehr störn.
 °   Studenten san jung, könnan lesn und schreibn
     und miassn si d'Zeit mit n Lernen vatreiben.
 °   A Ix und a Zet und Studentn san nett
     und a Zet und a Ix, aber lerna tans nix.
 °   S gibt allerhand Maschinen, zum Mahn und zur Saat,
     jetzt brauchat ma ane, die d Steuern zahln tat.
 °   Wallfahrn bin i ganga seit gestern in da Fruah,
     hab d Kirchn net gfundn, aber Wirtshäuser gnua.
 °   Der Keller und s Presshaus san s schönste Quartier,
     da gfreit mi s Dahambleibm oft bis in da Früah.
 °   Beim Wirtn an da Eckn gibts Ochsn grad gnua,
     die an, die werdn bratn, die andern schaun zua.
 °   Hinta da Wirtshaustür hängt an alts Ochsngschirr,
     spann ma die Wirtin ein, fahr ma um an Wein.
 °   In Wirtn hat tramt, in Keller brennt da Wein,
     jetzt rennt der Narr abe und schütt Wasser drein.
 °   Da Wirt huckt im Keller, tuat Wasser pumpen,
     die Wirtin schreit abe, tan no fünf Viertln fehln.
 °   Da Wirt und da Pfarrer san mir d'liabstn Leut,
     da wird ma vom Durscht und von d'Sündn befreit.
 °   Da Schmid hat an Amboss, da Fuaßballer an Balln,
     Mei Frau hat an Putz, und i derf des zahln.
 °   Aber lusti is's gwesn in vurign Winta,
     habn zwa Mentscha graft um an Besnbinda.
 °   Da Fiaka sitzt auf sein Bock, wia ma waaß,
     nur da Schneider, der sitzt allerweil auf da Gaß.
 °   Ja z’erst schick i an Bürgermeister und an Pfarrer an schö’na Gruaß,
     weil i hoff, das i dann Heut Abend mei Zech, net selber Zahl’n muaß.
 °   Und mit’n Pfarrer sing i heut net, ja i hoff dass er des versteht
     zum Halleluja singa liabe Geistlichkeit, hob i Heut koa Zeit.
 °   Und weil i ka Bauer bin, wird ma ka Kuah net hin,
     scheißt ma ka Katz ins Korn, kriag i kan Zorn.
 °   An Jät und an Schnitt brauch i mei Diandl nit,
     aber zum Erdäpfelgrabn muaß is a Diandl wohl habn.
 °   I woiß net, i hab mit der Arbeit ka Freid,
     denn grad mit der Arbeit versaut ma die Zeit
 °   Grad heut hab i halt mit da Arbeit ka Freud,
     und i man, des is morgn grad so als wia heut.
 °   Der Bäcker macht Wecken und der Sattler de Schnalln,
     Der Burgermaster macht Schulden, und mir kennans zahln.
 °   Der Bäcker tuat bocha, a Mülla tuat moin,
     und d Gemeinde mocht Schuidn und mia miassns zoin.
 °   iats wa scho glei a Maura ba da Arbeit dafroan.
     Homsn in´d Sunn dauniglegt, is a e wieda woan.
 °   Wonn d´Sunn owi geht, gehn Zimmaleit hoam.
     Nur de potschatn Maura bleibn stecka im Loam.
 °   Was macht denn a Jager alloani im Wald,
     ja was wird er denn machn, auf a Wildsau passt a halt.
 °   Es Wildsau-Fleisch schmeckt guat, dass es höcha nimmer geht,
     es is nur so bled, so a Sau derwischt ma net.
 °   Die Jäger sind Heger, sind Wild- und Waldpfleger,
     die Sprach is scho fein, dieses Jägerlatein.
 °   Wanns amoi apper wiad, das mi koa Jaga gschpiart,
     geh i aussi in Wald und schiaß, dass ois knoit.
 °   Warum halt an Jager es Kirchgehn net gfreit,
     fürn Jeep is's zu eng, für die Füaß is' zu weit.
 °   Dort drobn auf da Höh, steht a Gams und a Reh.
     Und da Jaga dabei, leckts mi am Oarsch olle drei.
 °   Da Wirt tramt all Tag, in Keller brennt da Wein,
     bei da Nacht steht a auf und schütt Wasser drein
 °   Da Wirt geht in Wald, brockt Schwammerln voll Freud,
     was er kennt, isst er selber, was net, kriagn die Leut.
 °   Mein Schatz is a Köchin, die kocht mir a Mus,
     sie sitzt auf dem Pfann'stiel und rührt mit dem Fuß.
 °   Mei Vata is Tischler und hoblt in Bodn
     Da hat a si an Schiefer in Oarsch eini zogn
 °   Hiazt geht er zan Dokter und lasst si kuriern
     Und lass si den Schiefern vom Oarsch außaziagn
 °   I geh jetzt zum Zahnarzt, meine Zahnderln kuriern,
     i lass ma den vordern und hintern plombiern.
 °   d' Polizisten warn grean, d' Gendarm, de warn grau,
     seid s' jetzt beinand san, san s' alle zwa blau.
 °   Do drobn aum Berg, da steht a Schaundarm,
     der gibt mit da Giaskaul an Fliegaarlarm.
 °   Do drob'm am Bergerl, da ganz droben links
     do stengan zwoa Kiwara, do drob'm ja dort stinkts
 °   Mir Holzhackerbuama, mir müassn uns plagn,
     mir müassn die Zwanzger ausn Holz ausserschlagn.
 °   I bin a jungs Bürscherl, zwanzg Jahr bin i alt,
     und jetzt schreibt ma da Kaiser, er brauchert mi bald.
 °   Jetzt bin i Soldat, und mei Schatz want si z'tod,
     bin a lustiger Bua und lach nur dazua.
 °   Geh Schatzerl, sei gscheit, waaßt, der Kaiser braucht Leit,
     wann i zruck kumm retour, bin i wieder dei Bua.
 °   Wos hod den da Baua fia an schneidign Huad, 
     Fia so an gscheadn Hamme war a Zipfehaum gnuag

Musikanten

 °   Musikantn san krank, wia kann mas kuriern.
     Mit Wein muaß mas waschn, mit Fuzga einschmiern.
 °   Spielleut, spielts auf, und es werds scho was kriagn,
     am Samstag is Markttag, kriagts a Simperl vomm Birn.
 °   Musikantn, spülts auf, dass i ka Geld net brauch,
     schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
 °   Musikantn, sads Lumpn, habts koana ka Geld,
     a Stubn volla Kinder, ka Troad aufn Feld.
 °   Musikanten, spielts auf, i sing euch an drauf.
     Musikantn, ziagts an, dass neamd einschlafn kann.
 °   Musikantn, spielts fleißig, und es werds scho was kriagn,
     i leg euch an Erdäpfel außi auf d Stiagn.
 °   Unsa Schafbock hat plärrt, wia d'Musikantn hat ghört,
     wann a d'Notn amal kann, wird a ara Spielmann.
 °   Spielleut, fangts o, die Mentscher san do,
     lei spielts net so falsch, sinst lafns davo.
 °   Jetzt hab i an Musikantn derfragt, der hat nia kan Rausch net ghabt.
     Des is a Seltnheit bei dera Zeit.
 °   A Rauchfangkira und a Safnsiada und a Geignkratza und a Niglo
     san mitananda wallfahrtn ganga, san no net do
 °   Und Geign und Schwegln und allahand Dreck,
     hör i a Quetschn, schmeiß i allas glei weg.
 °   Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneida,
     Musikantn dazu, des gibt Saufuada gnua.
 °   Musikantn spieln auf, ganz lustig und froh,
     nach an jedn schen Stickl gengans absammeln no.
 °   Musikantn meine Brüada, Weiberleit meine Freund,
     da is's ja ka Wunda, wann d Muatta allweil greint.
 °   De Spielleut san notig, ob alt, ob junga,
     eana Geldbeidl schreit scho vor lauter Hunga.
 °   Aber lustig wirds sein, wann die Zeit amal kimmt,
     wo ma d Geiger stattn zahln bei die Ohrwaschln nimmt.
 °   Druntn in Grabn hams an Geiger derschlagn,
     gschicht eam scho recht, warum geigt a so schlecht.
 °   Ana steht vurn und wachlt mit d Finga,
     und des nennan d narrischn Stadtleut es Singa.
 °   Spielleut, zahts o, mei Mentsch is scho do,
     und spielts net so folsch, sunsta rennts ma davo.
 °   Die richtign Mentscha, des san halt die kloan,
     die wickln si gar a so ume um an.
 °   I bin da Geiga, du bist da Tanza,
     i bin a halba Narr, du bist a ganza.
 °   Musikanten, spielt's auf auf der mittleren Soat'n,
     sunst kann i mei Trampeltier neama darloat'n!
 °   Musikanten, spielts auf, nacha sing ma ans drauf,
     Musikanten, ziagts an, dass neamd einschlafa kann.
 °   Aber Wurzln und Kräuter, Schuasta und Schneider,
     Musikanten dazua san zum Saufuadan gnua..
 °   Lustig im Himmel drobn, im Paradeis ah,
     tan d Engln musiziern und da Heilig Geist ah.
 °   Mei Schwester spü’t Zither, mei Bruada Klarinett’,
     da Votter haut d’ Muatter, Sehn’s, des is a Quartett.
 °   Musikantn, blasts eini, gehts krump oder grad,
     blasts n altn Dreck außa, dass a neucha Platz hat.
 °   I bin a jungs Bürscherl, geh gern zu die Geign,
     drum könnan die Mentscher mi alle guat leidn.
 °   Musikantn, spielts mir an auf, dass i ka Geld net brauch,
     schneeweiße Hollerblüah hab i bei mir.
 °   Mir tramt vo de Ochsn. Mir tramt vo de Kiah.
     Und mir tramt vo de Musikantn, owa nix gscheits tramt ma nia.
 °   Schen rund is mei Huat, schen hoaß is mei Blut,
     kon nix ois wia tonzn, oba des kon i guat

Zur Chorleiterin

 °   Jed’n Montag um’ra zeh’ne is de Chorprob für uns des schöne
     egal ob jung oder a alt, jedem Sänger des recht g’fallt.
 °   Doch net nur de guate’n Sänger, na, alle Männer zur Renate renna,
     wenn de mitgriang das mir nach dem Singa  meist a no a Schnapserl tringa.
 °   Drumm liabe Manna und Weibaleit habt’s net a zu singa Zeit
     denn d’Renate, mei, de war so froh, ja wann’s Zeit habt’s ruaft’s ses o.

Pfarrer

 °   Da Pfarra von Klack hat an ellenlangen Frack,
     zum ewigen Angedenken lasst a eam hängen.
 °   Da pforra vo steyr hod glosane eier
     Und wonn eam de brechan, donn nimmt er de blechan.
 °   Da pforra von sonkt neustift hod an schwonz wie an bleistift
     Und de kechin de h*** hod  an spitzer dazua.
 °   Wann d Kirchn a Wirtshaus war mitn Mensch als Altar,
     da möchert i Pfarrer sein drei a vier Jahr.
 °   Und da Burgamasta und da Oberlehrer und in Huaba Michl sei Hund
     und da Pfarra mit da liabn Klosterschwester, pfiat euch Gott und bleibts gsund.
 °   Mir ham a Problem in unserer Gmoa
     die Kirchn is zgroß und es Wirtshaus is zkla.
°    Da Pfarrer macht d Predigt, da Metzger macht d Wurscht,
     da Glaubn, der macht selig, des Singen macht Durscht.
°    Da Pfarrer hats predigt, da Kaplan, der hats gschriebm:
     Mit die Dürrn is guat tanzn, bei die Dickn is guat liegn.
 °   Sagt die Dirn bei der Beicht: "Mit die Buam is's net leicht",
     sagt da Pfarra zu ihr: "Mir geht's grad so wie dir."
 °   I liab halt a Klosterfrau über neun Stiagn,
     jetzt kann mi da Höllteufi a nimma kriagn.
 °   Da Pfarrer vo Mailand der spricht zu sein Heiland
     Jo gibts den koa Gebet, dass a wiedermoi (Pause) Wallfahrten geht 
 °   De Kircha von Thaya hot kane Stiagn,
     drum miaßn in Pforrar mitn Strick aufe ziagn.
 °   Da Pfarrer, der predigt, die Liab is a Sünd,
     daweil is der Bua von der Köchin sei Kind.
 °   da pforra hod a kechin da meßna a dirn,
     und die ministranten de spitzbuam mechtns a scho probiern!
 °   oben aufn bergal do steht a kappöln,
     do sieht ma in pforra die erdäpfl stöhln.
 °   I hob amoi beicht mir grods Tringa ned leicht,
     sogt da Pforra zu mia „Mir geht’s grod so wia dia!
 °   Da Pfoarra va Bozn, der kau jetzt licht protzn,
     weil a in Pfoarra va Brixn, dawischt hod ban wixn.
 °   Der Pfarrer von Speyer hot blecherne Eier,
     was glaubst wie des klimpert, wenn der ane bimpert.
 °   Da Pfarrer vo Lech hat Eier aus Blech
     der is scho ganz deppert weils beim Wixen so scheppert
 °   Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
     des mocht a Spektakel, wenn a pudert der Lackl.
 °   Da Pfoarra va Steyr hod gläserne Eier,
     und waun earm de brechan, daun nimmt a de blechan.
 °   Der Pfoara von Gmunden hot’s Brunzen erfunden,
     Ham’s eam erschreckt, hot er’s Scheißen entdeckt.
 °   Der Pfarrer von Grinzing hat an kloan Winzling,
     hat an halbsteifen Huat, aber der steht earm gut. 
 °   da pfoara von neustift hot an beidl wia a bleistift
     und d´köchin de hur hot in spitza dazua.
 °   In Pfarrer vo Tunis, dem Hund dem vagun is
     das'n da Pfarrer vo Brixen dawischt hat beim Wi...
 °   Da Pfarrer vo Waldhausen muaß fortgeh'n zum Mausen
     beim Kaplan vo Grein, da kehr'n d'Menscha ein
 °   Und da Pfarra vo Sizilien vögelt ganze Familien
     und dann schreit er hoho habst koa Verwandschaft mehr d
 °   Und da Pfarrer vo Kemathen der stärkt seine Hemaden
     mit eigenem Samen. in Ewigkeit Amen 
 °   da pforra von tuilln, der hot a schattuilln.
     do drin liegt a häil is in pforra sei b...l 

Jäger

 °   Des Gamserl im Gwänd hat ma abapfiffn.
     Bua, wannst a Kügerl drunt hast, kannst mas aufaschickn.
 °   Und es Gamserl im Gwänd macht an Schriat, an langan,
     und es Dirndl is furt, kanns nimmer fangan.
 °   Es Gamserl im Gwänd hat si sauber umdraht
     und die aufrichtign Dirndl san soviel dünn gsaht.
 °   Is ka Bergl so hoch, dass ka Gams umasteigt,
     is ka Dirndl so treu, dass's bei an Buam nur bleibt.
 °   Jetzt hab is halt gschossn, an zodatn Bock.
     Wiar is suachn bin ganga, wars a Kranawittstock.

Geld

 °   Es Geldtaschl z'rissn, da Schlüssl verrost,
     und drinnat is nix, weil da Wein so viel kost.
 °   Da Schnurrbart is aufdraht, die Stiefeln san rot,
     Da Geldbeutl liegt am Heubodn vor lauter Not.
 °   Du himmlischer Vader, Erschaffer der Welt,
     geh schick ma fufzg Gulden, i brauch a klans Geld.
 °   Drei Kreuzer und a Sechserl is alls, was i hab
     und was fang i nur jetzat mit so viel Geld an.
 °   Beim Finanzministerium brennt heut a Licht,
     damit ma des Geld, was fehlt, no besser sicht.
 °   Auf da bucklign Welt draht si allas ums Geld
     und um d Madln, de schön draht si ah no a weng.
 °   Auf der Welt ohne Geld is ma niamals net wohl
     scheiß in mein Geldbeitl nei, daunn is a wieda voll
 °   Lusti und ledi macht n Geldbeutel lahr
     wenn nur mei Geldbeutel a Kälbermagn war.
 °   Das ist halt mein Vatern sein einziger Trost,
     dass ihm, solang ich leb, sein Geld nicht verrost.

Trinken, Essen

 °   Weinderl, di kenn i schon, hast as mein Vadern tan,
     jetzt tatst as ah mit mir, aber i bin stier.
 °   Beim Wirtn in Keller drunt steht an alts Fassl unt,
     drin waar a guata Wein, der waar halt fein.
 °   Mei Alte, die braucht wegnan Saufn net plärrn,
     Wann i sauf, siach i's doppelt, und i siach's halt so gern.
 °   Bin Wallfahrtn ganga all Tag in da Fruah,
     ka Kirchn hab i gfundn, aber Wirtshäuser gnua.
 °   Bei da Arbat, da tat i ja wirkli gern schwitzn,
     muaß leider heut da in an Wirtshäusl sitzn.
 °   In Wirtn sei bester Gast, des is ja fein,
     tuat meistens der Wirt glei selber sein.
 °   Führerschein furt, drum renn i so gschwind,
     beim Heurign furn, bei da Arbat ganz hint.
 °   I und mei Eheweib ham an schön Zeitvertreib,
     schlagn mit die Glasln zsamm, Prost in Gotts Nam.
 °   Heut ham ma an Rausch und murgn san ma net nüacht,
     und übermorgn waß i net, was da alls gschiacht.
 °   Zwegn an lustign Lebn, zwegn da schön Kellnerin,
     zwegn de Weixelbaumbliah san ma eina zu dir.
 °   In Bier und in Wein soll da Teifel drin sein,
     und so load, als ma tuat, so a Teifel schmeckt guat.
 °   Die Schwamma, die wachsn meist draußn in Wald,
     aba mancher, der hat si im Wirtshaus an gholt.
 °   Übern Zaun bin i gstiegn, is mei Rausch hänga bliebn,
     bin i steh bliebn, hab gfluacht, hab mein Rausch wieda gsuacht.
 °   Es Bier, des is teuer, die Semmeln san klan,
     und wannsd da a Fleisch kaufst, kriagst ah lauter Ban.
 °   Des Trinkn, des is ja wirkli ka Sünd,
     des hat ma mei Muatta glernt als a klans Kind.
 °   Wos lusti zuageht, da kehr i gern ei,
     drum muaß id die meiste Zeit im Wirtshäusl sei.
 °   In so einem Wirtshaus is's austrinkn guat,
     wo a schöne Kellnerin einschenkn tuat.
 °   Aber Wirtin, mach Feirabmd, sperr s Haustürl zua,
     die Kellnerin muaß schlafn gehn, es wart scho der Buam.
 °   Lusti macht durschti, macht n Geldbeutl leer
     und jetzt möcht i, dass mei Geldbeutl a Kälberkua wär.
 °   Da Mensch hat an Geist, hat da Schullehrer gsagt,
     dass da Schnaps ah an hat, hab i selber derfragt.
 °   s' Weißbier ist hantig, da Rotwein is süaß,
     ham am d Stiefeln versoffn, bleibm uns allweil die Füaß.
 °   In Winter, da schmeckt an da Saurampfer guat,
     derfriern kannst da nimmer, seit ma n Frostschutz nei tuat.
 °   Saufn tamma, dass a Mühlradl treibt, Göld hamma, dass uns kans überbleibt,
     Schneid hamma für drei oder vier, aussegschmissn hams uns nia.
 °   Aussee is a Stadtl, und Wean is a Stadt,
     z Aussee essns s Bratl und z Wean an Salat.
 °   A frische Mass Bier und a Trum Wurscht,
     wer a Kellnerin liabt, hat allweil an Durscht.
 °   Und da Kellnerin ihr Ziziwischperl und da Kellnerin ihr Kreidn,
     da kann do koa Heiliger a Heiliger bleibn.
 °   Die Köchin backt Krapfn und soachts a weng an,
     aft werdns schen saftig und brennan net an.
 °   Und a frische Halbe Bier hat an Fam, an weißen
     und heit gemmas net hoam, bis uns außi schmeißen.
 °   Des Bia is so teia, des Brot is so kloa,
     jetz hob i a Fleisch kaft, san a lauta Boa.
 °   Mia haum a Problem in unsara Gmoa
     de Kirch'n is z'groß und s'Wirtshäusl z'kloa
 °   Wauns Stieglbier regn't und Bratwürstel schneibt,
     daun bitt i den Herrgott, daß's Wetta so bleibt
 °   Da Pforra mocht d Predigt, da Metzga mocht d Wurscht
     Da Glauben, der mocht selig und d Hitz mocht an Durscht
 °   Üwan Zaun samma gstiegn, is da Rausch hänga bliebn,
     hauma gschoint, hauma gfluacht, haum in Rausch wieda gsuacht.
 °   Mei Muatta mocht Daumpfnudln fian Vodan und mi,
     Da Voda isst Nudln, den Daumpf, den kriag i.
 °   Oa Knedl faungt zum suarn au und da aunda suart schau,
     schaut da oa Knedl den aundan au wie da oa Knedl suarn kau!
 °   Krompfadern wia a Ribislstrudl und a picksiaßa Most.
     Und a ogschissn Weiwagattihosn, des is a Kost.
 °   Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr is mit dir,
     du bist voller Gnaden, geh zahl uns a Bier!
 °   Grüaß di Gott, (Erwin), der Herr sei mit dir,
     geh laß di net lumpen und zahl ma a Bier!
 °   Heint is da Faschingtag, heint sauf i was i mag,
     morgn mach i's Testament, s'Göld hat a End.
 °   Und vor der Kaserne, da steht ein Soldat,
     der reibt sich sein’n Glatzkopf mit Vollmilchschok’lad.
 °   Da unten am Bache, da sitzt ein Chines',
     der reibt sich sei Platten mit Limburger Käs'.

Spaß

 °   Wann da Summer recht war is, wird da Winter recht kalt,
     wann d Leut net bald sterbm, aft werdns oft recht alt.
 °   Die Leut san halt Stockfisch, ma kanns mariniern
     und eini in d Baaz legn, dass's an guatn Gschmack kriagn.
 °   Und a Taubermandl zu an Katznweibl und a Waschrumpl zu an Bett
     und a Heanasteign zu an Kopfpolster, na is das des bled.
 °   Bein Gstanzlsinga hab i a recht guats Prinzip:
     Reim di oder net, s reimt si alls aus Prinzip.
 °   Und die sakrischen Schneid, die lasst mir koa Ruah,
     könnt die Hälfte verschenken und hätt allweil nu gnua.
 °   Bin a Schlinkal, a Schlankerl, hab a kloan z'rissenes Jankerl
     und an lucketen Huat, fürn Lumpen guat gnuag.
 °   Lustig mir Ledign, wir brauchen koa Predig,
     wir brauchen koa Amt und werdn doch nit verdammt.
 °   Gestern auf d Nacht hab i fürchterlich glacht,
     hab nie so viel glacht als wia gestern auf d Nacht.
 °   Alle Leut schaun mi für an Sauschneider an,´
     und i hab do mein Labtag kan Fadl nix tan.
 °   Aber lustig, mir Ledign, mia gehn in ka Predigt,
     mir gehn in ka Amt und wern do net verdammt.
 °   Aber lustig mir Altn, hams Gsicht voller Faltn,
     am Kopf de grau'n Haar, jetzt gehns an, de scheen Jahr.
 °   1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
     aba 10-9-8-7-6-5-4-3-2-1
 °   1-2-3-4-5-6-7-8-9-10,
     10 9- 8 -7-6-5, Geld han i kans.
 °   Da Bå(ch) is iwa d`Stråss auffigrunna, d`Fisch håm vo de Bam åwagsunga,
     d`Kia håm si Schwålbnester baut, då håm d`Leit gschaut.
 °   An Elend ham ma d Ohrn abgschnittn, die Läus hamma selbn vertriebn
     die Not ham ma am Rauchfang glahnt, drei Tag hats gwant
 °   A Briaftraga und a Bettlwei und a Teifi und a Niglo
     san letzte Woch af Maria Taferl ganga und san heut no net da
 °   Schneidn ma vürschling, schneidn ma arschling, wann ma Holz schneidn, kriagn ma Schwartling,
     schneidn ma bierbuchsbamane Ladn, kriagn mar an Tånzbodn, an rar'n.
 °   D`Leid segn in Jesus drüber geh`n übern Genehsarether See
     Drübm frogn`s: "wia bist denn rüber kemma"? Er sogt: "i hob an Anlauf gnumma."
 °   Die Bäurin ist granti - woran mog dös lieg'n?
     Die ist halt beim Aufstehn in an Kuhdreck nei g stieg n.
 °   Weil Frankfurt so groß ist, so teilt man es ein
     in Frankfurt an der Oder und Frankfurt am Main.
 °   Zwischen Afritz (Ortsname) und Treffen (Ortsname), da steht a Tunnel,
     fahrst eine, werds finster, fahrst aussa, werds hell!
 °   Zwoa Werklmauna und zwoa Eisnbauna und a Krampal und a Niglo
     de san auf Maria Tafal gaunga san bis heit nu net do!
 °   Hinta da Hollastaud'n, da sitzt a Krowod (Kroate)
     der traut si net vira weil a d'Hosn voi hot

Spott Burschen

 °   ...(Die Musi spielt und keiner singt) ...
     Hast du ka Gstanzl mehr drauf, dann pass auf.
 °   Zizipe Nachtigall, Schafköpf gibts überall,
     Sauköpf no mehr, du Schafkopf, schau her.
 °   Jetzt hast ma ans gsunga, des kenn i scho lang.
     Wannsd ka anders net waßt, bleib daham mit dein Gsang.
 °   Ja weil da da Heurige schmeckt, kikeriki,
     und a Messer und a Geld und a alts Paraplü.
 °   Huck di da zuacha a bissl bessa,
     aba dassd di net schneidst mit mein Taschnmessa.
 °   Graft hab i ah mit an Kapuzina,
     hab eam beim Bart packt, jetzt raft a nimma.
 °   Die Nacht macht alls finster, der Regn macht alls nass,
     dass du an Rausch hast, machts Bier drin im Glas.
 °   Hintn im Grabn hams an Kater derschlagn,
     da Hans is glei ghupft und hats Fleisch davon tragn.
 °   Jetzt hat ana gsunga, des hat si net greimt,
     den ghörat die Pappn mit Uhu zua gleimt.
 °   Da Hans, der hat Schädlweh, der tuat urndli klagn,
     sei Weib hat eam drauf - a Häferl zerschlagn.
 °   Der Hans is a Mann, des muass ma scho sagn,
     nur sein Bauch, den muass a in Rucksack mittragn.
 °   Geh tua net so singa, geh tua net so prahln,
     geh liaba zum Greißler und tua Schuldn zahln.
 °   I sing, was i will und i sing, was mi gfreut
     und i scher mi gar net um die ratscherten Leut
 °   Wannsd gar so viel singst und schimpfst über mi,
     dann denk i ma, bist no viel schlechter als i.
 °   Geh tua di nur waschn, tua d Safn net sparn
     und tua da nur selber über d Pappn mal fahrn.
 °   Jetzt hat ana gsunga, a ganz a Junga,
     is dalkert und dumm, aber nix bringt n um.
 °   Jetzt hat ana gsunga, der klingt ganz betrübt,
     des muaß ana sei, der ka Madl net kriagt.
 °   I ghör jetzt zu de Altn, es Gsicht voller Faltn,
     hab graue Haar am Kopf, aber di pack i beim Schopf.
 °   Dass im Wald finster is, machn die Bam.
     Wer si net zucha traut, der bleibt daham.
 °   Drunt in da grean Au wachst a Bleamerl im Gras.
     Wann da Franzl vom Bett aufsteht, is's allerweil nass.
 °   I wünsch euch allen fürs heurige Jahr,
     dass euch alls so guat ausgeht wia in Ernstl sei Haar.
 °   Da Ernstl is lustig, manchmal lacht er sogar,
     und sagt: Liaba a Glatzn als gar kane Haar.
 °   Warums Erdäpfeln gibt, ja des waas i jetzt scho,
     dass da Seppl wen hat, dem er d Haut aschäln ko.
 °   Mitn Ernstl, den Lotter, da is es a so,
     i brauch ja nur aufreibn, scho rennt er davo.
 °   Du schimpfst allaweil, und grad nur auf mi,
     die gar so viel schimpfn, san schlechta wiar i.
 °   Wann du ka Gstanzl waßd, kauf mar ans o,
     i hab a paar Dutzend im Hosnsack do.
 °   Du hast viele Gstanzln im Hosnsack drin,
     zreiß i dir d Hosn, sans alle dahin.
 °   Sche rund is mei Huat und sche haß is mei Bluat,
     sche haß is mei Faust und die schmeckt ah recht guat.
 °   Jetzt hat ana gsunga, der sollt des net sagn,
     dem kunnt ma die Schneid aus da Faust aussa schlagn.
 °   Jetzt hat ana gsunga, der singt gar net schen,
     und wann man derschlagt, bleibt die Pappn no stehn.
 °   Da drent bei da Donau steign d Nebeln in d Höh,
     Wannst du so schiach singst, tan ma d Ohrn allweil weh.
 °   Du tuast allweil singa, du tuast allweil schrein,
     i schiab di scho ah in mein Hosnsack nein.
 °   Da Ernstl und i, mir san scho a zwa,
     er hat a Glatzn und i bein Oasch kane Haar.
 °   Auf Kierling, da geh i a dreiviertl Stund,
     in Ernstl sei Nasn wägt dreiviertl Pfund.
 °   Wann da Ernstl so weidasingt, schmeiß i eam um,
     daschlagn tua i'n net, aber s Gnack drah i eam um.
 °   Da Ernstl, der nimmts mit da Arbeit genau,
     beim Tag is a krank, und auf d Nacht is a blau.
 °   Jetzt singt da Peter scho Gstanzl über mi, des is des was i gar nicht versteh!
     Denn seit wann ham bei uns de Schwab’n ah scho was zum sog’n.
 °   Gestan aufd Nocht hob i fiachtalich glocht
     hob nu nia so vü glocht ois wia gestan aufd Nocht!
 °   Üban Zaun drübag'stign mit'n Oarsch henga blieb'n
     sakrisch teufelt und g'fluacht und in Oarsch a weil g'suacht
 °   Eh eh eh eh mir san de schene zwe.
     Eh eh eh eh mei san mir sche.
 °   Da Hiasl is schön vom Fuaß bis zum Hals,
     und dann kummt der Kopf, der verschandlt eam alls.
 °   Ja der Felix is a schöner Mensch vom Fuß bis zum Hals
     doch dann kimmt der Kopf der versaut wieder olls
 °   Ja grün ist die Hoffnung und grün der Spinat,
     und grün ist der Jüngling, der keinen Bart hat.
 °   am schoastoanspitz waht a wind a woacha
     die ausseer buam san ois hosnsoacha!
 °   jo da sepp hot zähn so weiß wia da schnee,
     hint` homs eam scho eigsetzt, drum dans eam nid weh!
 °   Dort untern am Bacherl, wo die Weiden sich biegen,
     da raufen zwei Glatzköpf, dass d'Haar nur so fliegen.
 °   Det de Spree musikalisch is, det weiß jeder Mann;
     denn neulich, da sank dort ein Äppelkahn.
 °   Ich steh auf der Brücke und spuck in den Kahn ,
     da freut sich die Spucke, dass sie Kahn fahren kann.
 °   Ich steh in dem Kahne und spuck auf die Brück,
     da muss ich schnell fahren, denn die Spuck kommt zurück.

Spott Mädchen

 °   Glei hintern Stadl, da gagatzt da Hahn,
     habs Deandl wolln halsn, rennt der Trampel davon.
 °   Pfiat di Gott, mei liabs Schatzerl, verlass di auf mi.
     Wann i ka Schönre find, kumm i wieda um di.
 °   In Summa is warm und in Winter is kalt
     und i mag halt ka Dirndl, ders Tanzn net gfallt.
 °   Je höcher da Kirchturm, je schöner des Gläut,
     je älter die Weiber, umso zacher san d Häut.
 °   Aber heitschi bumbeidschi, du wunderliabs Kind,
     für d Arbeit bist z'fäul, nur beim Fressn bist gschwind.
 °   Es Gstanzl is aus und da draußt rennt a Maus
     und du bist a Hex und a so geht da Text.
 °   Von Weidlingbach außer, da möcht i ka Mensch,
     ham endslange Haxn und krahn wia die Gäns.
 °   Ein bildhübsches Mädchen ging einstens spaziern,
     kam der Horsti daher, wollt die Kleine verführn.
 °   Sagt das bildhübsche Mädchen, ich bin keine solchene,
     hat in Horsti ane gschmiert, aber schon a solchene.
 °   Dabei hat er sie nur auf die Schulter geküsst,
     weil des Saumensch ums Mäul herum z'dreckig gwen ist.
 °   Wann jeder a reiche, a schöne will habm,
     wo soll denn da Teixl die schiachn hintragn?
 °   Bald tramt ma von d Ochsn, bald tramt ma von d Küah,
     bald tramt ma von d Weiberleut, was gscheits tramt ma nia.
 °   Die Eva, des Luada, gab in Adam die Frucht,
     des Rindviech hat's gfressn, jetzt san ma verflucht.
 °   Aber lustig is's gewesn in vurign Winta,
     habn zwa Mentscha graft - um an Besnbinda.
 °   Herst Mitzi, wann du meine Gstanzln willst hörn,
     nacha ruck a Weng zucha, dann brauch i net so plärrn.
 °   Ja Mitzi, da schaust und da wunderst di wia,
     die allerschönstn Gstanzln hab i dicht heut wegn dir.
 °   Wannst du net so schön warst, dann gang i mit dir,
     aba weil du so schön bist, drum trau i mi nia.
 °   A frisch Glasl Wein schenk i da Mitzi jetzt ein
     und a Fledermausbluat, nacher busslts scho guat.
 °   Wannst du ma kan Wein net zahlst und ka Bratl,
     nacher hast die ganz Wochn ka Liegerstattl.
 °   Geh Dirndl, geh her und mit mir hast ka Gscher
     und i zahl da a Bier, daßd a Freud hast mit mir.
 °   Is ana amal gwesn, hat ka Dirndl gliabt,
     in d Höll is a kumma und Schläg hat a kriagt.
 °   Es Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
     mit an Fuaß, da mahts es Gras, mit n anderen heugst zwamm.
 °   Mei Dirndl, des hat an hitschatn hatschatn Gang,
     jetzt kumman zwa hitschate hatschate zsamm.
 °   Jetzt geh i zum Seiler und kauf ma an Strick,
     nimms Mensch auf n Bugl, trags überall mit.
 °   Und wann s mi tuan fragn, was i da tua tragn,
     so sag i, i hab in Teifl bein Kragn.
 °   Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
     er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
 °   Aber Mitzi, oho, auf dein Bauch sitzt a Floh,
     den fang i dir weg, aba zuckn derfst net.
 °   Die Mitzi hats gsagt, meine Gstanzln gfalln net.
     Ja du gfallst ma ah net, ah net nacha im Bett.
 °   Aba Mitzi, sei gscheit, nimm an Buam, der di gfreit,
     lass den andern, den kloan bei da Saustalltür loan.
 °   I und mei Vada, mei Mitzi, mei Kuah,
     und jetzad man i, warn Rindviecher gnua.
 °   Wanns regnt und wanns schneibt und wanns dunnert und blitzt,
     da fircht i mi gar net, wann d Mitzi da sitzt.
 °   Die Mitzi hat Zahnderln, da lachts gern damit.
     Sie kunntat a beißn, aber des tuats scho nit.
 °   Wannsd ma a recht a schöns Gstanzl aufsagst,
     dann derfst amal schlafn bei mir über d Nacht.
 °   Scheint d Sunn her auf s Dacherl, wern d Schindln sche dürr.
     Die Mitzi is grantig, i kann nix dafür.
 °   Bin a fesche, a saubre, aber meine bist net.
     Hättst ma aufgmacht, i hätt di anglahnt, aber einiganga war i net.
 °   Die nettastn Dirndl san allweil die klan,
     ja weil sa si bein Bussln schön zuwewuzln tan.
 °   Aber Hansl, sei do net gar a so faul,
     so nimm do bein Bussln die Pfeif ausn Maul.
 °   Ja wannst net so schön warst, dann gang i mit dia,
     aber weilsd gar so schön bist, drum trau i mi nia.
 °   Die Mitzi is sauber, is schön, is adrett,
     aber so an schön Bart als wia i hats halt net.
 °   Des Diandl is kloa, muaß schlafn alloan,
     zu ihrn Fensterl kummt ka Bua, weil sie hats allweil zua.
 °   Beim Diandl sein Fenster is a Raubvoglnest
     und i trau mi net zuche, weil des Luada is bös.
 °   Mitzi, wannsd nix zum Trinkn herstöllst, her i jetzt auf
     und i sing da ka anziges Gstanzl mehr drauf.
 °   Aber Mitzi, geh her und mit mir hast ka Gscher
     und i zahl dar a Bier, dassd a Freid hast mit mir.
 °   Heut Nacht hat ma tramt, i habs Schimmerl einzaamt,
     habs eingspannt in Wagn, bin zur Mitzi hin gfahrn.
 °   Ja die Mitzi, die is net z'groß und net z'klan,
     is net z'dick, is net z'dünn, is grad recht nach mein Sinn.
 °   s'Deandl hat schwarze Augn, schwarze Pratzn,
     Läus hats wia Fledermäus, Flöh als wia Ratzn.
 °   s'Deandl is a Schönheit, der kane net gleicht
     und jetzt stell i's in Gartn, dass ma d Vögln verscheicht.
 °   A Apfel is rot und schön, inwendig faul.
     Bein Mentsch, da is's grad a so, am Bestn schmeckt s'Maul.
 °   Die Gams hat zwa Krickerln, da Jaga an Hund
     und es Dirndl a Nasn, dass nei regna kunnt.
 °   In Dirndl sei Nasn is buglert, o mei,
     wanns as weida so hoch tragt, dann regnts ihr no nei.
 °   Die Mitzi hats gsagt, i soll Gstanzln singa,
     die wird des no biaßn, i wers niedersinga.
 °   Die Mitzi is sauber, is liab und is nett,
     aber so an schen Bart als wia i hats halt net.
 °   Znagst bin i in Bett glegn, da hat ma was tramt,
     hat ma tramt von da Mitzi, was bleds hat ma tramt.
 °   Die Flöh hupfn allweil zur Mitzi ins Bett,
     wia schaugert denn des aus, wann des unserans tät.
 °   Warum gib’s soviel Weiber (Manner) auf da Welt weit und breit.
     Ja weil halt des Unkraut halt überall gedeiht.
 °   A Sack voller Weiber, Gott, verzeih ma die Sünd,
     obm zuabindn, unt anzündn und zuaschaun, wia s brinnt.
 °   Die Madln von Grinzing ham gelbe Strümpf an,
     die brauchns net waschn, die soachns nur an.
 °   In Bad Kreuzen (Ort) die Dirndln hab'm gelbe Strüpmf' an
     de brauchans net wasch'n, de wischerln s'es an

Streit

 °   Da Hans und die Gredl san kreizbrave Leut,
     er is a weng narrisch und sie is net gscheid.
 °   Wannsd du sagst, dass i bled bin, da trink i mein Bier,
     weu so bled wia du wer i sicher gar nia.
 °   Hintn im Tal hams an Teifl derschlagn,
     da Hansl, der Lausbua hats Fleisch davontragn.
 °   A Ruam is ka Apfel, a Zwetschkn ka Birn,
     is's Mäul allweil offn, is in Kopf net viel Hirn.
 °   Ja sing nur so weida und sing von an Hirn,
     hast ja selber a Hirn grad so dick wiar a Zwirn.
 °   I hab halt a Hirn, a liabs und a klans,
     schaut ma di a so an, da findt ma gar kans.
 °   Hab a Glasaug und O-Fiass, bin zaundürr wia a Hund,
     hab an Bugl, an Kropf, aber sunst bin i gsund.
 °   Manchmal, da mag i di, manchmal singst schen für mi,
     manchmal da kunnt i di ausseschmeißn.
 °   Im Tal hats an Nebel, am Berg, da is's klar,
     was d Leut allweil ratschn, is allas net wahr.
 °   Jetzt hat ana gsunga, der gherat umbrunga,
     vagift und daschossn und nacher ausglacht.
 °   Mei Liaba, dei Reim, der hat si net greimg,
     du brauchatst an Tischler, das a'n Reim amal leimt.
 °   Du hast jetzt guat gsunga , und richtig, und schön,
     du solltast in d Oper als Häuslfrau gehn.
 °   Geh sing net so schiach, und sing net so laut,
     mi tuats ja nur wundern, dassd di herkumma hast traut.
 °   Des was du da gsunga hast, war ja net fein,
     i mecht scho fast sagn, des war hundsgemein.
 °   Hat oana ans gsunga, dös hat sie nit greimt
     dann hab i eahm die Zung aufn Arsch aufigleimt.
 °   Daß i di gar net mag, na, des sog i net.
     Aber wannst a weng schener warst, schadn tat's net.
 °   A Birn is ka Apfel und a Apfel ka Birn,
     wanns Mäul geht spaziern, is in Kopf net viel Hirn.
 °   Jetzt hat ana gsunga, is da Rotz awegrunna,
     wann a no amal singt, nacha schneuz ma eam gschwind
 °   Jetzt steht er do und schaut saudumm drein
     er möchert was singa, doch es foit eam nix ein
 °   Buama, wånn`s rafn wollts, braucht`s es gråd sågn,
     `s Messer is gschliffn, und d`Fäust, de san glådn
 °   Es Dirndl is sauba vom Kopf bis zur Brust,
     und dann kummt da Arsch, da vageht da die Lust.
 °   Der Hannes is sauber vom Fuaß bis zum Hals,
     und dann kummt da Kopf (Kropf), und der verpatzt alls.
 °   A Sack voller Weiber, Herr verzeih ma de Sünd,
     obn zuabindn, unt anzündn, und zuaschaun, wias brinnt.
 °   Von fünfazwanz Nussn und Dirndln hast ghört,
     sand zwölfe nix nutz und dreizehn nix wert.
 °   Buama won`s raffa woitt`s miasts es nur sogn
     D`Messer san g`schliffa, d`Revolfer san g`lond
 °   Warum gibts so vül Buama auf der Welt weit und breit?
     Ja wei hoid des Unkraut üwaroi guad gedeiht.
 °   Jetzt hat einer g’sungen, das hat sich nicht g’reimt,
     dem gehört ja die Zunge woanders hin g’leimt.
 °   Do hot ana gsunga, des hot sie net greimt,
     do haum's eam de Zung, zum Oasch zuwe gleimt. 
 °   Der eine weiß dies, der andre weiß das,
     ’s weiß jeder was andres, aber jeder weiß was. 
 °   Für die Flöh' gibt's a Pulver, für die Schuh gibts a Wichs,
     für den Durst gibt's a Wasser, für die Dummheit gibt's nicht's.
 °   Jetzt hod ana gsunga, den wos a jeda kennt,
     am Kopf g´färbte Hoar und im Mund foische Zähnt.
 °   27, 28, 29, 30,
     host leicht du Schnackerl, weis di a so reißt.
 °   In (Name) hom de Schof ogschau. De Schof hom in (Name) ogschaut.
     Da (Name) hot si gschomt, wei´n d´Schof ogschaut homt.
 °   Dass ma d' Faltn im Gsicht hat, des is scho bled,
     hätt ma's am Oasch, nacha sachat ma's net. 
 °   unten im grobm homs a tatschga daschlogn,
     do sieht ma den karl (name) die knochn onogn
 °   jojo unser karl (name) is mehr dick als lonk,
     der passat holt grod als a scheissheisl bonk.
 °   Do hod oana gsunga, hod glaubt dass ers kau,
     hod si au gheat wia a Raunza, von an oidn zwidan Mau.
 °   Jetzt hat er halt g'sungen, jetzt ham mas halt g'hört,
     mia ham z'Haus a Stallkuah, die grad a so röhrt.
 °   De (Yspertola) Mendscha, de sand jo so sche,
     de drahnt se de Hoar mit da Mistgowi ei.
 °   Aber 27, 28, 29, 30 (siemazwanzg, achtazwanzg, neunazwanzg, dreißg)
     das Dirndl muß Bauchweh hab'n, weil's a so schaut.
 °   wonn da hons so sche singt jo do ko ma si gfrein,
     do ruida die augn wie da hou in da steign!
 °   do hod oana gsunga, hod is mäü so weit broat,
     wie ba die oxn im stoi woma is hotta einiloat!

Tiere

 °   Jeder Hund hat sei Hütt`n, jeder Dachs hat sein Bau,
     jeder Fuchs hat sei Füchsin, jeder Saubär sei Sau.
 °   Zwoa schneeweiße Täuberln tuan schnabeln am Dach,
     i und mei Dianderl homs grod aso g`macht.
 °   De Großeisenbecker Bauern, ja de san fei schlau.
     De geb’n da Kuh an Schokolad und melka dann an Kakao.
 °   Ja wenn i a mal a Geld hab, nacha kauf’i zwoa Kühe,
     de oane muaß an Schnaps geb’n und de andere a Bier.
 °   Und wenn der Hahn kraht, dann kräht er aufm Mist
     dann ändert sich’s Wetter, oder s’bleibt wie es ist.
 °   Da Ochs hat vier Haxn, i waß scho, warum,
     hätt a bloß zwa, ja, dann fallert er um.
 °   Wann ana an Ochsn stiehlt, is des ganz klar,
     dass der, der eam gstohln hat, ka Taschndiab woar.
 °   Da Saubär, der schamt si, er waß ganz genau,
     seine Kinder werdn Fadln, sei Frau is a Sau.
 °   Is d Bäurin recht dick und an da Sau is nix dran,
     dann hat si da Baua beim Fuadan vertan
 °   A Schwiegermuada und a Bandlwurm hab’n die gleiche Natur:
     Solang der Schädl dran is, geb’n s’ all zwa koa Ruah.
 °   Unten im See hams a Hochwasser ghabt, da ham's die Fisch von da Bam obaghåkt,
     still ruht der See, fürchtet Euch nicht.
 °   Sagt da Walfisch zum Thunfisch, das kannst du nicht tun, Fisch,
     sagt da Thunfisch zum Walfisch, du hast keine Wahl, Fisch.
 °   Die Flöh hupfn eini zum Dirndl ins Bett,
     wia schaugert des aus, wann des unsaans tät.
 °   Waun i auf´d Nocht schlofa geh, lesch i is Liacht aus,
     damit de Fleh da Moanung san, i bin net z´Haus.
 °   Für die Flöh gibt’s a Pulver, für die Schuh gibt’s a Wichs,
     für den Durst gibt’s a Wasser, für die Dummheit gibt’s nichts.
 °   Und da drunt in der Türkei da gibt’s de Vielweiberei
     bei uns derfs net sein zwengs dem Tierschutzverein
 °   Der Dackel, der wackelt mit dem Schwanz hin und her,
     der Schwanz kann das net, denn der Dackel ist zu schwer.
 °   Meine Tante hält Hühner, meine Tante hält Vieh,
     meine Tante hält alles, nur den Babbel hält sie nie.
 °   Mei Schwiegermuatter halt Hendln, mei Schwiegermuatter halt Küah,
     mei Schwiegermuatter halt alls, nur die Pappn halt's nia.
 °   In da Wiesn zirpt a Grill und da Baua maht's Gras,
     auf amal is´ staad, Kopf åbgmaht.
 °   Auf der Wies’ singt ein Heuschreck, doch jetzt ist er stad,
     weil der Bauer mit der Sensen seinen Kopf hat abgmaht.
 °   I und mei Vater, a Ochs und a Kuah,
     jetzt glaub i, warat ma Rindviecher gnua.
 °   Mancher Ehmann tragt Hörndln wia a Ochs ganz genau,
     nur is der Ochs gscheiter, der nimmt si ka Frau.
 °   Druntn beim Wirtn san Ochsen grad gnuag
     die an, die werd’n braten, die andern schaun zua.
 °   In München auf der Wies'n gibt's Ochsen grad gnua,
     die einen werdn braten, die andern schaun zua.
 °   Das Rindfleisch so teia is, des is ma z´dumm.
     Es rennan do e sovü Rindvicha umadum.
 °   De Kinda, de tuat ma mit da Kuamüch ernährn,
     do sois an net wundern, wauns Rindviecha wern.
 °   Und wenn der Hahn kräht, dann kräht er am Mist,
     dann ändert sich's Wetter, oder es bleibt wie es ist.
 °   Die Bauern hom die Krah so gern
     waö die Krah immer schlauer wern.
 °   Und im Himmel hams an Schimmel und der Schimmel scheißt Geld,
     ja so an scheiß Schimmel sollt mar håbn auf dera Welt.

Liebe

 °   Die Sunn scheint am Tag und da Mond bei da Nacht
     und da hat mi mei Dirndl um die Unschuld gebracht.
 °   Lustig is's Buamalebn, 's Geld hat ma d Muatter gebn,
     's Mensch hab i selber ghabt gestern auf d Nacht.
 °   Redn allweil von Sündn, de ganz gscheidn Leut,
     wia kann des a Sünd sein, was an gar aso gfreit.
 °   I geh jetzt zum Kramer und kauf mar an Hammer
     und nagls Mensch an, dass's ma net davon kam.
 °   Je älter, je besser, so sagt beim Wein,
     beim Mensch, da is's anders, die kunnt jünger sein.
 °   Manchmal, da mag i di, manchmal singst schön für mi,
     manchmal da kunnt i di außischmeißn.
 °   Die nettastn Dirndl san allweil die klan,
     ja weil sa sie beim Bussln schön zuwewuzln tan.
 °   Hansl spann ein und a Zwanga ghört dein,
     fahrn ma auf Weean zu da schwarzaugatn Dean.
 °   A karierte Joppn und an Gamsbart am Huat
     und a schwarzaugats Deandl is fürs Herzklopfn guat.
 °   Mei Herzerl is fleißig und allweil schlagts mit,
     kann lachn, kann wana, aber treu sein kanns nit.
 °   A Schneeberl hats gschniebm, alle Berg san schneeweiß
     und jetzt liab i scho wieda a Deandl, a neus.
 °   Tuat di was kränkn, tua allweil dran denkn,
     die dir so was tuat, der brennt selber da Huat.
 °   Die Vögerln baun Nesterln und singan dazua,
     da Bua liabt sei Dirndl und lasst ihr ka Ruah.
 °   Aber aus is's und gar is's und jetzt is Advent
     und da hab i mei Dirndl in d Rauchkuchl ghängt.
 °   Aber jetzt is's aus, jetzt is's aus, s' Mensch is bein Rauchfang raus
     und da Bua schaut ihr zua, Selchfleisch gibt's gnua.
 °   Bei da Nacht scheint da Mond und bein Tag kraht da Hahn,
     wann i's Dirndl recht gern hab, muaß i scho wieder davon.
 °   S'Dirndl hat gfischt bei da Nacht, hat nix derwischt bei da Nacht.
     Weils net guat ködern kann, beißt kana an.
 °   Da kloan Hahn im Wald hat an Schwaf, an krumpn,
     wann i drei Dirndln hab, kann i zwa verlumpn.
 °   S' Mensch liabt an Schreiber, schauts as nur an,
     hat himmelblaue Augn vom Tintn anschaun.
 °   Mei Mensch hat ma's gsagt, daß's mei Bart sakrisch gfreit,
     weil wann sie mein Bart siecht, is es Gsicht nimmer weit.
 °   Die Äpfeln san gelb, die Birnen san braun,
     die Madln san sauber, muaß ma ah um ans schaun.
 °   Die Äpfeln wern zeitig, die Birn san scho braun,
     hat a jeda a Mensch, muaß ma ah um ans schaun.
 °   Die Maurer tan mäutern, die Jäger tan jagn,
     die Buam, wanns verliabt san, tuan allerhand fragn.
 °   Die Leut, die sagn allerweil, d Liab war a Sünd,
     Madl, wannsd willst, nacher sündign ma gschwind.
 °   Vom Berg bin i aber zan Madl ins Tal,
     geh zoag ma dei aufrichtigs Herzerl amal.
 °   Fiaker spann ein und a Guldn ghört dein,
     führ mi ummi in d Mühl, wo i's Mensch halsn will.
 °   Zwa Hasn san gsprunga, zwa Hund wolltns jagn,
     zwa Buam, de ham graft, weils a Dirndl wolln habn.
 °   Es Dirndl, des gfreit si, auf d Nacht kummt ihr Bua,
     er redt nix und deit nix, und sie hurcht eam zua.
 °   Wann da Hahn kraht, macht a d Augn zua, weil a 's auswendig kann
     und i geh zu mein Dirndl, dass i ah a Freud han.
 °   Da Apfel is rot und rund, innan scho faul.
     Beim Dirndl is's grad a so, am Bestn schmeckt's Maul.
 °   Wer a schöns Deandl liabt, is scho betrogn,
     was sie zwang mal verspricht, des is vierzg mal derlogn.
 °   's Bussln is 's Beste gwiss, was da Mensch hat,
     drum tummelts euch, Deandln, sunst kummts no zu spat.
 °   Deandl, geh spreiz di net, wann i vom Bussln red,
     's Bussln, des merk da fein, muaß halt ah sein.
 °   Geh gib ma a Bussl und mach do ka Gsicht.
     I druck schon die Äugerln zua, dass's neamand sicht.
 °   Da Pfarrer hats heut bei da Predigt verkündt,
     je schöner des Deandl, desto klaner die Sünd.
 °   Und i bin mit die Deandln no allweil guat gfahrn,
     drum kunnt i net sagn, dass's ma zwieder warn wordn.
 °   Wannsd ka Schneid hast, bleib daham und tua Erdäpfel klaubn,
     Wannsd a Schneid hast, geh zum Deandl, tua bein Fenster einischaun.
 °   Deandl, i liabat die, wansd mi willst, kriagast mi,
     wannsd mi treu liabst, kannst mi habm, wannsd mi kriagst.
 °   Drei Stund übers Wasser, drei Stund übern See,
     drei Stund zu mein Deandl, das Herz tuat ma weh.
 °   Hat ana a Deandl id is a weng schön,
     so sollt a die Wochn 6 Mal zu ihr geh.
 °   6 Mal is net viel, geht no a Tag a,
     san 7 in da Wochn, mach erst an Tag blau.
 °   I liab halt mei Nanderl uns führ sie beim Handerl,
     ah si liabt mit dick und führt mi am Strick.
 °   Auf da Alm is's a Freid, ja da is's halt a Lebn,
     da tuats schene Küah und ah schene Diandln gebm.
 °   Jetzt hab i zwa Dirndln, a alts und a neichs,
     jetzt brauch i zwa Herzerln, a falschs und a treus.
 °   Wannsd du mit dein Herzerl so haglich willst sein,
     dann nimm a Papierl und wickels guat ein,
 °   Tuas recht guat einwickeln und binds nur fest zua,
     dann kummt da dei Lebtag koa Bua net dazua.
 °   Und da Mensch muaß a Mensch habn, weil da Mensch braucht a Mensch
     und a Mensch, der ka Mensch hat, so a Mensch is ka Mensch.
 °   Jetzt is's aus, jetzt is's aus, s Mensch is beim Rauchfang naus,
     und da Bua schaut eam zua, Selchfleisch gibts gnua.
 °   Da oan links, da oan rechts, da oan brauchts, da oan möchts,
     da oan schickt ihr an Gruaß, da oan hats scho bein Fuaß.
 °   I bin ja so ängstli, bin net gern allan,
     drum geh i auf d Nacht zu mein Mentsch in da Gham.
 °   Bin a lustiga Bua, brauch gar oft neue Schua,
     und a trauriga Narr hat recht lang an an Paar.
 °   Ja, ja, hat a gsagt, der alte Pater,
     Bein Dirndl derfst schlafn, aber weggedrahter.
 °   An Hahnakampl, a Kanariwampl, a Spatznleber und an Sterz
     muaß ma zsammaröstn, gibts in Dirndl z'essn, des gibt a treus Herz.
 °   Wann da Hahn kraht, druckt a d Augn zua, weil a s auswendig kann,
     und i geh heut zu mein Dirndl, hab ah a Freud dran.
 °   Treu bin i, treu bleib i und treu is mei Sinn
     i bleib bei meim Moidl, bis i a schöinere find.
 °   Da Herr Pfarrer hat predigt: "Leut, habts  anand gern!"
     Drum kann i vom Dirndl net wegga triebn wern.
 °   A Nasn hat a jede und Augn und a Maul,
     aber s Grüaberl im Kinn findt ma net allemal.
 °   Am Mittwoch, da hab i kan Segn ghabt, koa Glück.
     Wanns Herzerl halt krank is, habn d Händ a koa Glück.
 °   Du steirische Gretl liegst ma allweil im Schädl,
     liegst ma allweil im Sinn, wann i schlaferi bin.
 °   An Fehler muass i habn, i kimm halt nit drauf,
     drum sagt ma jeds Dirndl die Liab so gschwind auf.
 °   Daß's Dirndl an Kropf hat, des macht mar an Schmarrn,
     jetzt kennt ma's viel leichter, wo hint is, wo vorn.
 °   Hast a schöns Dirndl, dann hast recht viel Freud,
     hast aber a Schiache, ham d Leut gar kan Neid.
 °   Es Dirndl is weiß in Gsicht, weiß wia da Schnee,
     nur d Haar, de san braun wia a Packlkaffee.
 °   Die (Ort)er Mentscher, die kannst ja net liabn,
     drum schickst as am Berg nauf zum Nebel weg schiabn.
 °   A Mensch, des ka Herzerl hat, wirds scho no kriagn,
     die ganz jungan Taubn kennan ah net glei fliagn.
 °   Heirassa, ham ma net viel, tragn ma net schwar,
     wann ma dann gar nix ham, heirat ma zsamm.
 °   Du Dirndl, wannst mi willst und hast no ka Wiagn,
     wo tuast denn es Wuzerl hin, wann ma ans kriagn?
 °   Wer hoch steigt, muass tief falln, wer viel trinkt, muass viel zahln,
     wer viel liabt, muass viel leidn, wer nix kriagt, is nix z'neiden.
 °   Diandl, muaßt wegn an Rausch net so atark aufbegehrn,
     da sich i di doppelt und das hab i gern.
 °   I denk hin, i denk her, i denk kreuz, i denk quer,
     i denk allweil an mein Buam, sonst denk i nix mehr.
 °   Drei Wochen vor Ostern, da geht der Schnee weg,
     da heirat mei Dirndl und i hab an Dreck.
 °   Wenn du s Bett net besser machst und die Flöh net ausjagst
     dann zahl’ i da a ka Bier und geh net ham mit dir.
 °   Hab’n Schatz g’habt, hab’n gern g’habt, hab glaubt er liebt mi,
     hab i nachgfragt, hot er 12e g’habt, und die 13de war i.
°    Und aus is und gar is und jetzt is Advent
     und jetzt hab i mei Diandl in d Rauchkuchl ghängt.
°    De Diandln hamma allsamt gern, allsamt tan ma's liabn bei da Nacht,
     und de selbn hamma ah no gern, de ma net kriagn.
 °   Und da Mensch muass a Mensch habn, weil da Mensch braucht a Mensch
     und a Mensch, der ka Mensch hat, so a Mensch is ka Mensch
 °   Du herzigs schöns Dirndl, du bist mei Freud,
     du bist mei Seligkeit in aller Ewigkeit.
 °   Eh i mei Dirndl lass, lassat i alls,
     mei Haus und mein Hof und es Tüachl vom Hals.
 °   Wenns wissat, dass i waß, dass sie s gwiß wissn tat,
     dann wissat i gwiß, dass i waß, wos i tat
 °   A Dirndl a netts, lusti und keck,
     mit an wunderschön Gspui, des is, was i wui.
 °   Aba Dirndl, sei gscheit, liab an Buam, der di gfreit,
     liab an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.
 °   Aba Dirndl sei gscheit, tua di haltn an mi,
     wann die Donau austrickat, nacha kimm i um di.
 °   Wann die Donau austrickat und i bin net da,
     ja so woaßt as ganz gwiss, dass i an andere ha.
 °   s is nix so traurig und is nix so betrüabt,
     als wann si a Tuschn in an Krautkopf verliabt.
 °   S Dirndl hat "Juhe" gschrian, "is denn koa Bua zum kriagn?
     Is denn koa Bua so gscheit, der bei mir bleibt?
 °   Mei Schåtz is a Maurer, mauert auffi in d`Heh
     und mir tuan hålt de Äugerl vum Auffischaun weh.
 °   Da Lipp und da Lenz habn all s gleiche Mensch
     aba da Hias und da Lex habn jedn Tag an andre Hex.
 °   A Nudlwalker und a Schierhagl und a Stallbesn mit an Stiel
     und a Dirndl mit ana Haknnasn, dös is was fürs Gfühl.
 °   A Mistgabl zu an Lauskampl und a Kuahkettn uman Hals,
     für a blitzsaubers Dirndl, da kaufat i alls
 °   A Schwalbn macht kan Summa, a Jungfrau ka Kind,
     hingegen bei zwa Valiabte passiert so was gschwind.
 °   Verliabt is der Gockel, verliabt is die Laus,
     verliabt is der Regenwurm, nur grad i geh laar aus.
 °   S Dirndl hat z Wean studiert und da Bua z Linz,
     und jetzt liegns im Bett beinand, feiern Priminz.
 °   Drei Winter, drei Summer, drei Äpfeln vom Bam,
     und wann nur mei Mensch aus da Weanastadt kam
 °   Jetzt is's amal kemma, was hat's ma denn bracht,
     a Ringerl am Finger, a Busserl auf d Nacht.
 °   Aber Dirndl, du liabs, wannst ma du amal stirbst,
     wirst ma du amal krank, leb i ah nimmer lang.
 °   Und eh i mei Mentscherl lass, lass i mei Lebn,
     und sollt i mei Bluat tröpferlweis gebm.
 °   Dass's in Wald finster is, das macht das Holz,
     dass mei Mensch sauber is, das macht mi stolz.
 °   zwoa schwarzbraune Ochsen und a gscheckerte Kuha
     die gibt ma mei Vater, wann i heiraten tua
 °   Und a viereckats Wieserl und a dreieckats Feld,
     und a herzigliabs Diandl is ma's Liabst auf da Welt.
 °   Es Dirndl is liabreich, aber geldreich is's net,
     is ma liaber, sie is liabreich, denn beim Geld schlaf i net.
 °   Aber Dirndl, sei gscheid, nimm an Buam, der di gfreit,
     nimm an Buam mit an Geld, hast a Freid auf da Welt.

Fensterln

 °   A Schneeberl hats gschniebn vur mein Deandl sein Haus
     und jetzt siacht ma die Fuaßstapfn nein und hinaus.
 °   An Sprung übers Gasserl, an Juchiza drauf,
     an Klopfer am Fensterl, schöns Dirndl, mach auf.
 °   Liabs Dirndl, mach auf, tua mi einilassn,
     lass mi net so lang steh auf da kaltn Straßn.
 °   Fensterln bi i ganga zu da Kloahäusladirn,
     habs Fensterl verfehlt, hab zur Goaß einigschrian.
 °   Da Ernstl war bsoffn bein Fensterln auf d Nacht,
     hat's Kammerl verfehlt, is in Kuahstall aufgwacht.
 °   Beim Dirndl ihrn Fenster is a Raubvoglnest,
     und i trau mi net zuhi, weil des Luada is bes.
 °   Des Dirndl, des klan, des muaß schlafn allan,
     zu ihrn Fensterl kummt ka bua, weil sie hats allweil zua.
 °   Znagst hab i mein dirndl a Kittlzeug kaft,
     dass's net allweil in Hemat zum Fensterl hin laft.
 °   Bein Dirndl ihrn Fenster hängt a Rotzglockn dran,
     wann a rotziger Bua kummt, dass a anläutn kann.
 °   Vur da Schwoagrin ihrn Fensterl steht a trauriga Bua,
     sie hats Fensterl verrieglt, er kann net dazua.
 °   Vorn Dirndl ihrn Fenster hats a Eisplattn gfreat,
     da hauts alle Damlang an andern um d Erd.
 °   Vorn Dirndl ihrn Fenster gehts windverdraht zua,
     da steht alle Damlang a anderer Bua.
 °   Am Himmel steht a Weda, dass's dunnert und blitzt.
     Steig ein bei mein Fensterl, aber einschlagn derfst nit.
 °   A Schneewal håt's gschniebm, håt ma 's Ausgehn vatriebm,
     håt ma 's Fensterl vawaht, wo mei Diandl drin lat.
 °   Diandl, bist stolz, oder kennst mi am End nit,
     oder is des vielleicht dei Fensterl gar nit?
 °   Fernsterln bin i ganga: abas Fensterl war zua,
     und i denk ma, mei Deandl schlaft in himmlischer Ruah.
 °   Aba 's Deandl, jetzt woaß i's, die schlaft net alloan,
     sie kann ja kan doppelten Schnaufer net toan.
 °   Geh weg von mein Fensta, geh weg von mein Bett,
     i hab a schwache Natur, und du verstehst es no net.
 °   Geh weg von mein Fenster, du Tepp, du groba,
     Du stehst ja grad draußen wia a Grummatschoba.
 °   Geh weg von mein Fenster, hör auf mit dein Singa,
     wann du da recht Bua wärst, wärst längst schon drinna.

Erotik

 °   Es Dirndl is brennt, hat an Floh drin im Hemd,
     und i muaß jetzt einiglanga und muaß eam außafanga.
 °   Am Heubodn drobm is da Vada und'd Muada
     und i gfrei mi scho so aufn nächstn klan Bruada.
 °   S Mensch von da Oberleitnahüttn tua in Buam inständig bitten,
     er soll ihrn Rührkübl kitten, weil a soviel spritzt bei da Mittn.
 °   Da Adam und d Eva ham ghabt nur zwa Buam,
     wer hat denn die übrige Menschheit geburn?
 °   Weil draußn im Dörfl die Leut fleißig sind,
     drum hat a jeds Madl a lediges Kind.
 °   In Winter is's eisig, in Winter is's kalt,
     drum heirat ka Alte, dafrierast ma bald.
 °   Vo Wean bin is her, bin a lustiga Bua,
     habs Trichal volla Mentscha, bring s Hosntürl nimma zua.
 °   Du schwarzaugerts Dirndl, wia gehn mas denn an,
     dass dir dann dei Kidal net z'kurz wird voran.
 °   Du herzigs, schöns Dirndl, a so gehn mas an,
     hint schneid ma a Trumm außa, furn stickln ma's an.
 °   Manchesmal denk i mir, dass i guat lieg bei dir,
     dann wieder fallts ma ein, 's muaß ja net sein.
 °   Wo i daham bin, hams an hölzern Kamin,
     hams a zbrochane Tür, Dirndl, dassd eina kannst zu mir.
 °   De Dirndlsprach lern i no, is net so schwer,
     wanns sagt, du geh furt, mants nur, kumm amal her.
 °   Waßt, Mitzi, warum scheint da Mond so bluatrot,
     er siecht was im Gsträuch und da schamt a si z'Tod.
 °   Aber Mitzi, oho, auf dein Bauch sitzt a Floh,
     den fang i dir weg, aba zuckn derfst net.
 °   Die Mitzi hats gsagt, meine Gstanzln gfalln net.
     Ja du gfallst ma ah net, ah net nacha im Bett.
 °   Aba Mitzi, sei gscheit, nimm an Buam, der di gfreit,
     lass den andern, den kloan bei da Saustalltür loan.
 °   Aber Dirndl hehe, in da Fruah an Kaffee,
     zmittag saure Ruam, auf d Nacht an schen Buam.
 °   Aber Schuasta hoho, dei Weib hat an Floh,
     von was hats den Floh, von Schuaster hoho.
 °   Glei  hinter Kierling a Dreiviertelstund
     hat ana sei Mentsch verkaft gegn an klan Hund.
 °   Gestern ham ma gar nix ghabt, ka Geld und ka Gwand,
     heut ham ma wieder Läus und Flöh, alls mitanand.
 °   An Floh, wannsd eam angreifst, brauchst Finger halt zwa,
     a Mentsch, wannsd as angreifst, de macht glei an Schra.
 °   Bist gestern erst kumma, kummst heut scho wieda,
     wannsd alle Tag kummst, wirst ma ah scho zwieda.
 °   Des Diandl, des schaut mi von unt herauf an,
     i muaß amal kitzln, dass ma ah was davon ham.
 °   Wann bei da Nacht s'Bettstadl knarrezn tuat,
     dann waß i, dass d'Muatter an Vatern nix tuat.
 °   Beim Arbeitn hab i halt allweil a Gfrett
     weit schöner als da Schef is es Dirndl in Bett.
 °   I habs linksum busslt, i habs rechtsum busslt, i habs einebusslt ins Bett,
     is da Vata kumma, hat uns aussegschmissn, dabei war's grad so nett.
 °   I hab jetzt scho zahlt 18 Jahr lang ganz gwiss,
     jetzt sagt ma mei Dirndl, dass's scho wieda so is.
 °   Hat a oanzigsmal ghuchazt da drobn auf der Alm
     und jetzt hot er scho wieda de Hebamm zum zahln.
 °   Dirndl, sei net zwieda, Dirndl, sei net fad, 
     Dirndl, lass mi drüber, kriagst ah an Tschoklad.
 °   Auf d' Alm bin i gstiegn, habs Mensch gfragt ums Liegn,
     gar spöttla hats gredt: sie hätt Flöh drein im Bett.
 °   s' Mensch tuat ma load, hat an Floh in da Pfoad,
     muaß i eini glanga und ihrn aussa fanga.
 °   Ja, d' Madln san nett, wia z' Alm drobn die Küah,
     wannst eahna nix gibst, gehn s' wieda von dir.
 °   I pfeif auf mei Jungfernschaft, i pfeif auf mei Leben,
     der Bua, der mir’s gnumma hot, kann’s nimmer hergeb’n.
 °   Auf da Alm, do musst schlafn, Bua, des is a Sach,
     derfst niglnagln, derfst arschwagln, wird ka Bauer net wach.
 °   Drent im Föhrawald, da geht da Wind so kalt, da kennan d Vögln neama pfeifa,
     und da Oberlehra hat si d Finger gfrert, jetzt kann a d Vögln neama greifa.
 °   S`Dirndl håt oane wia a Einbrennschissl
     wånn da rechte Bua kimmt, sågt`s: "geh Bua riahr a bissl".
 °   S Dirndl hat oani wiar a Oachischüssl,
     und wann ma ihrs anrührt, aft soachts halt a bissal.
 °   Auf'd Nacht hab i's "pstn" ghört druntn beim Zaun,
     wanns nu amal "pstn" tuat, geh i nachschaun.
 °   Wann i amal greßa bin, und nimma so kloa,
     aft geh i ah zu die Menscha as "pstn" neitoan.
 °   Und die richtign Dirndln, die "pstn" so gern,
     und wia öfter dass "pstn", um so besser tuans werdn.
 °   Und s Dirndl hat a Zidan und da Bua hats net gwisst,
     bis dass er mitm Zidanschlüssl ins Stimma kemm is.
 °   Die Äpfi san saua und d Zwetschkn san siaß,
     es Dirndl hat Nasnbliatn zwischn die Fiaß.
 °   Muass i ma beim Hosntürl a Gschlössl anschlagn,
     weil ma d Weiba, die Luadan, allweil s Werkzeug vertragn.
 °   Aber Diandl, wo host as denn, daß i's net findt?
     Hast as ‘leicht gar verlurn, oder z' weit hint’?
 °   Und i han's nit z' weit vorn, und i han's nit z' weit hint.
     Han's zum Fassbinder trag’n, weu ‘s all’weil so rinnt.
 °   Wann i amal groß bin und i bin a Mon,
     dann derf i den Mentschern in Zipfel nei toan.
 °   D Schmiedin mitm Hammer, da Schmied mitm Stui,
     da Schmied kann net hammern, wann d Schmiedin net wui.
 °   Wann der Stier nimma wü und da Bau nimma kann
     Dann ruaft halt die Bäurin in Viechdokta an 
 °   Beim Dirndl ihrn Fenster is a Raubvogelnest,
     und i trau mi net zuawa, die Luadan san bes.
 °   A niglneuchs Häusl und a niglneuchs Bett,
     und a niglneuchs Dirndl, aba niedernagln derf is net.
 °   Gestern auf d Nacht hab i lachn müassn,
     hab gmoant, i habs Mensch, 's war die Katz bei d Füaßn.
 °   Und wann i beim Dirndl bin, geht allweil 's gleiche Gspiel:
     sie hebt s Röckerl vors Gsicht und sagt: schaum mi so viel.
 °   Dreimal uman Stodl und viermal ums Haus,
     und wannst ma 'n jezt no net zagst, reiß i da 'n aus.
 °   Je höher die Alm, desto schärfer da Wind,
     je schöner es Diandl, desto kloaner die Sünd.
 °   Aber Dirndl, setz di zuwa, du blitzsaubers Leutl,
     Aber daß'd di net schneid’tst mit mein’ trumm Taschenfeitl.
 °   Zwischn zwa Heuballn, da is mei Mensch neigfalln,
     's lasst ma ka Ruah, i leg mi dazua.
 °   A wengl kurz und an wengl lang, und a wengl umaruck’n auf der Bank.
     A wengl eng und a wengl weit, mit an schön’ Dirndl hätt i mei Freud.
 °   Unser alts Häuslwei jammert schon lang allwei,
     weil da alt Häuslmann gar nimma kann.
 °   Beim Dirndl ihrn Fensta hab i umigschnagglt,
     hat a Katz außaglangt, hat mi einighagglt.
 °   S`Dirndl hoaßt Lena, håt an Ståll volla Henna
     und a Schlupfloch håts drån, daß da Håhn eine kånn.
 °   Aber lustig und ledig, mir gehn in koa Predigt,
     Mir gehn in koa Beicht, aba d’Menscha kriagn ma leicht. 
 °   Fidö bei da Zittern, fidö bei da Geign
     Fidö bei mein Diandl, wann i auffi muaß steign.
 °   Greif net soweit auffi, wo da Fuaß dicka is,
     sunst kimmst in de Landschaft, wost herkemma bist!
 °   Gell, du Schwarzaugerte, gell, für di taugert i,
     gell, für di war i recht, wann i di mecht.
 °   Es Diandl bet allweil, daß ka Unglück entsteht,
     daß in Kierlinger Wildbach ka Schiff untergeht.
 °   S'hat oans gschlagn, s'hat zwoa gschlagn s'hat drei gschlagn bei da Nacht
     Da hat mit da Bua um mei Jungfernschaft bracht
 °   I pfeiff auf mei Jungfernschaft, des is ja net mei Leben
     Da Bua der mas gnumma hat, der kammas nimmer gebn. 
 °   s'Deandl is liabreich, aber geldreich is net.
     is ma liaba, sie is liabreich, beim Geld liag i net!
 °   A Katz und a Dirndl, die san ziemlich gleich,
     da Schädl is hart und da Bauch, der is weich.
 °   De Bäuerin is schwanga und mo woas nit vo wem
     Ban Nochborn homs an Goasbock, jo oft schiamas af den.
 °   De Wirtn is schwonga, de Kechin is dick.
     De Könnarin is guata Hoffnung. Heast de Leit hom a Glick.
 °   Auffigschaut, auffigschaut hob i aufs Bett
     Oba auffitraut, auffitraut hob i mi ned!
 °   Waunst scho moanst, i hätt’ di gern, du oide Sturmlatern, 
     rinnaugads Odlfass,  na, dia pfeif i wos!
 °   Des Deandl hod gsoad hod an Floh a da Pfoad.
     Muaß i einiglaunga muaß in auafaunga!
 °   Da Gigl-Gogl hat a Henn ghabt und da Gogl-Gigl hat's a.
     Sagt da Gigl-Gogl znagst zum Gogl-Gigl, gigl gogl du die meine a.
 °   Da Goglgigl hat a Henn ghabt und hats giglgoglt in da Strah,
     sagt da Giglgogl znagst zum Goglgigl, giglgogl du die meine ah.
 °   Hab' a nigelnagelneus Häusl, hab' a nigelnagleus Bett
     hab' a nigalnagelneus Dirndl, aber niedernageln derf i's net
 °   I hobs higwuzelt, i hobs hergwuzelt i hobs einegwuzelt in d Strah,
     Is da Bauer kumma hot uns aussagwuzelt wias am allerschenan gwen war!
 °   über da bruck, unta da bruck hot da baur d´bäurin buckt
     er hot glocht, sie hot glocht homs an klan baunbuam gmocht
 °   nudl in da rein, nudl in da rein heit muass nu lustig sei
     nudl in da rein, nudl in da rein lustig muass sei 
 °   Drunt in da Au liegt a Mo auf da Frau.
     Liegt da Knecht auf da Dirn, und tan multiplizieren.
 °   Mei broatoarschats Dirndl i hob di so gern.
     I mecht wengn dein Broatoarsch a Scheißhäusl (Häuslbrett) werdn.
 °   Ban Dirndl sein Fensta, do gehts zünfti zua.
     San o sechs a siebn Loatan und koa oanziga Bua.
 °   Zwidiwischpal zwidiwaschpal zwidiwuschpal mei Bua.
     Heit is nix mehr mitn radidetzgaln, mochs Hosndürl wieda zua.
 °   Da Fuchs tuats da Füchsin, da Guck tuats da Gückin,
     in Dirndl da Bua, jo do gehts gaunz schei zua.
 °   Waun i a Oidi wetz, daun is a muads drum Hetz,
     Waun I a Junge wetz, daun is glei nu mehr Hetz.
 °   Kannst gern a Bissl zuwisteign,
     i tat da gern mei Stubi zeign. 
 °   Aber Dirndl, du Luada, sag nit alls da Muada,
     sag nit alls dahoam, was mir allaweil toan.

Eindeutig

 °   Hinterm Bergisel, do liegt a Lock Bluet,
     Drneben a Maschin, de die Jungfrauen au tuet.
 °   Und mei Jungfrau hoaßt Nani, hat a winzige klani
     Muß ma’n wuzeln und schmier’n, dass ma’n eini kann kriag’n.
 °   Meine Duttn san hart und mei Pumperl, des tropft,
     drum möcht i gern ham, dass mir’s aner verstopft.
 °   S Dirndl vo Hohenzö reckt d Haxn grad in d Höh
     springt eahm a Heuschreck drein mittn in d Rein.
 °   Der Bauer is a Spitzbua, wann er scheißt, dann druckt er d' Aug’n zua.
     Wann er ausgschissn hat, dann steht er wieder grad.
 °   Gigade Gogade, s'Mensch hod a nockade
     is do ned woar, sie hods volla Hoar
 °   Ban Mensch vo Adlwang wird ma die Zeit net lang
     boid pack is vorn boid hint, wia is Lo hoit grad find
 °   S'Mensch von Sattledt gfreit si hoit, boid a steht
     boid i ihr einifahr grad unterm Pfoad
 °   S'Mensch, des hoaßt Zülli, sie lasst mas freiwülli
     tat ma's nochschicka a, wanns zan oschraufa war
 °   S'Mensch vo da Haunoldmühl lass mi hoit, wann i wüll
     aufi und obi steign vo da Bassgeign
 °   Znagst bin i auffi gstiegn, bin i drobn hänga bliebn
     druck i ihr d'Geign vanand, Bua des war a Schand
 °   wo i moi greßa bi und nima so kloa,
     don gen e za de Menscha, as Zipfi ei doa!
 °   s dirndl is 18 wön und nu nia bedad wön,
     iaz wiad ia ongst und bang, slo wächst ihr zam!
 °   aber gschißn is gschißn, scheiß zuawi zum zaun,
     mit die finger dreingriffen, werden die nägel schön braun.
 °   die könarin die schlompn hod a muaz trum wompn
     is kind schaut scho aussa bam loch owa budan wüs doch!
 °   An oids Foss hod an oidn Roaf, an oida Maun an oidn Schwoaf
     an oids Weib hod an oids Lo, aber mausn mechts do
 °   S' Dirnd va Obertraun losst in Buam ois aunschaun, 
     Duddl, Fut, Orsch und Bau, des is a Sau
 °   Mei Dirndl, des Lieserl, des sitzt af an Bam
     i greif ihr aufs Wischerl sie brunzt ma am Dam
 °   Jo und i scheiß und i scheiß und i scheiß ohne End
     Und iatz scheiß i aufs scheißen, wal ma es Orschloch soo brennt.
 °   A Fut und a Fliagn, san schwa zum dagriagn,
     und kunt a Fut fliagn, warats nia zu dagriagn!
 °   Da Essig is sauer und da Zuger is siaß
     Und wons da a da Hosn scheißt, oft stinkn a de Fiaß
 °   Zwiwuschpel, zwiwaschpel, mei peill schaut aus wia kaschpl,
     mei peil is voller bluat, i glaub das er bei einer jungfrau lernen tuat. 
 °   A oita Bam hot a oite Rindn, und a oits Weib hots weit hintn,
     und a poar Hoar hots drau, daß wos firazoagn ko.
 °   Am Ötscha bin i auffi bis ganz am Güpfi.
     Auf da oan Seit hob i in Oarsch owi ghoitn, auf da ondan s`Züpfi.
 °   Fut voller Gretzn, da Beidl voi Bluat.
     Gschnaxlt muas werdn, a wonns nu so weh tuat.
 °   i woa grod am klo drin, hob mir an radiert,
     i bin hoit a wixa, jetzt hob is kapiert.
 °   S´Dirndl hod an Euro gstoin, und kaft sie an Rahm
     schmiert sie s´Pfuiteixl ein, dass bessa gang.
 °   da bauer am berg obm, der hot hoit sei not,
     wixt si an owa und schmiat si`s aufs brot.
 °   Auf der Brixleggerer Bruck scheißt oana am Inn,
     aft schreit da Dreck aufa: jetzt bin i dahin. 

Weinviertler Weingstanzln

Folgende Gstanzln hat Franz Fuchs über Weinviertel und Wein verfasst:

 1.  und da schuastaseppe und da maurapoldl und die schneidamitzi und ia gsö
     san in vurjoa mitanaund auf d brünnerstrossn und san heit no ollawäu in ö
 2.  und die graue hausmaus und die klane zwergmaus und die spitzmaus und da bisamrotz
     und die weiße maus mitsaumt di alkomatn, des is olls für die kotz
 3.  aber übermorgn, do wirds vuagestern gwesn sei und gestern, do wors sicher murgn
     heite huck ma do und flaschln mitanand,  kunntsd ma du net no an lita burgn
 4.  ja die oxnwirtin is a riesnbißgurn,  keift und schimpft und kebbelt furt und furt
     hot a spitze nosn zan trompetnblosn, nur ihr wei, der geht da holt ins bluat
 5.  und da blau port'giesa und da weißburgunda rafn mitanaund glei hintern foss
     wäu da blau port'giesa hat a schene rode forb, da weißburgunda is gaunz bloss
 6.  mei schwiegermuatta und a weinfassl, der unterschied is gar net wüd
     oll zwa liegns in kölla, oll zwa sans recht gfüd
 7.  d beaumtn san kraunk, wia kau ma s kuriern
     mit geld muaß ma s waschn mit wei muaß ma s schmiern
 8.  da wei und es wossa, des is ja bekaunnt
     de rinnan in wirtn oft gnua durchranaund
 9.  Da wirt tramt, in fassl verbrennt eam da wei,
     jetzt rennt dea noar owe und schitt wossa drei
10.  rot san die kerschn und weiß san die blia
     grean da veltlina und blau, des san mia
11.  gibsd an weivierdla mentscherl an weivierdla wei
     ins weivierdla doppebett follts da glei nei
12.  hollodareiduljo, i und mei mau
     hollodariadu mia saufn uns au
13.  hollodareidu mei olde und mi
     hollodariadu strahts ollawäu hi
14.  die gams hod an boat, an boat, den hob i
     mei schotz schleift an boat, waun i augsoffn bi
15.  a baumasta bin i, ka haus foit ma ei
     und a ka gstanzl von heirign wei
16.  und wäu ma nix eifollt, in huat hauri drauf
     köönarin, moch ma a zwiemandl auf
17.  die muatta hots gsogt und da vota sogts aa
     so a flaschl veltlina is ollwäul glei laa
18.  mei voda sogt, er möcht vetschina tschickn
     i versteh ollwäu, i soll veltlina schlickn
19.  da bush mocht an kriag und da blair mocht eam a,
     s'war gscheida, de gangatn saufn, de zwa
20.  a kaiwe sauft mülli, sei leber schmeckt guat
     i mecht goa net wissn, wias mei leber tuat
21.  die kuah, die schreit muh und die kotz schreit miau
     und i schrei heit prost, so laung i no kau
22.  a ausdirndlts dirndl, a veltlinerfloschn,
     da muaß i sinniern, wos i zerscht soll vernoschn 

U-Bahn-Gstanzln

Folgende Gstanzln hat Franz Fuchs über die Wiener U-Bahn verfasst:

 1.  In da U-Baun is's lustig, in da U-Baun is's fein,
     wann die Schwarzfahrer rennan und die Schwarzkappler schrein.
 2.  Bei da heurign Hitzn kannst da 's U-Baun-Fahrn sparn,
     wäu die klimatisiertn Wägn de derfn net fahrn.
 3.  Reumannplotz - Schwednplotz - Donau - Kagrau.
     Simmaring - Ottakring,  i sauf mi au.
 4.  Mei uralte Kraxn, de schenk i bald her,
     wäu die U-Baun in Wean, die fahrt vü schnellerer.
 5.  In da U 4 sauf i mei Bia
     augflaschlt ois wia in da U 4
 6.  In da U 4 schbeib i als wia
     In da U 2 schbeib i a
 7.  Nordic walking, nordic skäting auf Hüttldorf naus.
     Nordic sitzing, nordic fahring d'U 4 bringt mi zhaus.
 8.  I renn, dass i schnö in da U drinnat bin.
     A Sandler streckt d Haxn aus, scho strahts mi hin.
 9.  In d Ubaun, da hupfert i öfters gern nei,
     nur biagts halt so seltn ins Kierlingtal ei.
10.  Von da Ubaun a Gstanzl gibts nur, waunns mi gfreit.
     I bin in da Rentn, pfiat eich, "ka Zeit". 

Gstanzln fürn Franz

Bei uns ist üblich, zu jedem Geburtstagsfest oder ähnlichem frisch gedichtete Gstanzln vorzusingen.
Zum 70. Geburtstag von Franz Fuchs haben seine Freunde achtundsechzig Gstanzln gedichtet und vorgetragen.
Zu finden sind sie auf Gstanzln fürn Franz
Und auch zum 80. Geburtstag gab es Gstanzln fürn Franz, zu finden auf 80. Geburtstag Franz Fuchs

Wissen Sie weitere oder eigene Gstanzln?

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Quellen